(19)
(11) EP 0 681 986 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
04.07.2001  Patentblatt  2001/27

(21) Anmeldenummer: 95105071.5

(22) Anmeldetag:  05.04.1995
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7B66B 13/30, E05D 13/00

(54)

Laufrollen einer Laufrollenführung für Aufzugsschiebetüren

Runner guide rollers for sliding elevator doors

Galets d'un guide de roulement pour portes coulissantes d'ascenseur


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE FR GB LI

(30) Priorität: 11.05.1994 EP 94107329

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
15.11.1995  Patentblatt  1995/46

(73) Patentinhaber: INVENTIO AG
CH-6052 Hergiswil NW (CH)

(72) Erfinder:
  • Spiess, Peter A., Dipl. El.-Ing. ETH
    CH-6045 Meggen (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
US-A- 2 611 920
US-A- 4 642 844
US-A- 3 460 189
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Laufrollenführungseinrichtung für eine Aufzugsschiebetür nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Laufrollenführungen für Schiebetüren ohne Laufdämpfung sind beispielsweise aus der US 3,460,189 und der US 4,642,844 bekannt. Die US 3,460,189 offenbart eine einfach herzustellende Rollenbaugruppe für ein Garagentor. Die Rollenbaugruppe ist als Blechkonstruktion ausgebildet und umfasst eine Steckachse sowie eine einstückig aus Metallblech geformte Laufrolle, die mit einem Wälzlager auf der Steckachse gelagert ist. Hinweise, die Laufrolle im Hinblick auf höhere Laufruhe zu gestalten sind nicht enthalten.

    [0003] Aus der US 2,611,920 ist eine Lauffrollenführung einer Aufzugsschiebetüre bekannt, bei der die Laufrolle schwingungsisoliert von den Aufzugstürbaugruppen gelagert ist. Ein schwingungsabsorbierender Einlagering ist fest in die Nabenbohrung der Laufrolle eingepresst und ist zusammen mit der massiven Laufrolle aus Metall auf den Aussenring eines Wälzlagers aufgesetzt. Ein längeres Verweilen in den Stillstandspositionen führt bei dieser Lauffrollenbauart zu unerwünschten Abplattungen des schwingungsdämpfenden Einlagerings. Diese Abplattungen erzeugen wiederum ein unrundes Abrollverhalten, welches vermehrten Verschleiss und grosse Laufunruhe beim Verschieben der Aufzugsschiebetür bedingt.

    [0004] Mit der EP-PS 478 938 ist eine Laufrollenführung für eine Aufzugsschiebetür bekanntgeworden, bei der zur Verbesserung der Laufruhe die Laufrollen elastische Einlagen aufweisen. Die Einlagen bestehen aus nichtmetallischem, hartelastischem Material. Um Abplattungen der elastischen Einlagen zu vermeiden, werden die Laufflächen in den Stillstandspositionen entlastet. Dies geschieht durch seitlich der Führungsschiene angebrachte Rollenabhebeeinrichtungen. Diese sind als Rampenstücke, mit einer Rampe und einem Horizontalteil, ausgebildet. Die Randscheiben der Laufrollen ermöglichen ein Auffahren auf die Rampenstücke und ein Entlasten der Laufflächen.

    [0005] Im Fall einer abgenützten elastischen Einlage muss bei dieser Rollenbauart die gesamte Laufrolle ersetzt werden. Je weicher die Lauffläche beschaffen ist, um so besser wird die Laufruhe, aber desto grösser ist auch die Abnützung der Einlage. Durch die aufwendige Form der Laufrolle und das Anbringen der elastischen Einlage wird die Produktion zusätzlich verteuert. Ausserdem wird durch die Verwendung von weichen Laufflächeneinlagen das Einwalzen von Fremdkörpern ermöglicht, was die Laufruhe beeinträchtigt.

    [0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Laufrollenführung für eine Aufzugsschiebetür der eingangs genannten Art vorzuschlagen, welche deren Nachteile nicht aufweist und welche auf einfache Art eine hohe Laufruhe gewährleistet.

    [0007] Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 gekennzeichnete Erfindung gelöst.

    [0008] Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen, dass auch bei Dauerbelastung der Laufrollen der federnde Teil nur im elastischen Bereich des Werkstoffs beansprucht wird. Die Fertigung der Laufrollen wird stark vereinfacht und verbilligt, weil sie nur noch aus einem einzigen Werkstoff gefertigt sind. Zudem werden zur Erzielung der Federwirkung keine alterungsanfälligen Materialien verwendet.

    [0009] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Massnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Anspruch 1 angegebenen Laufrollen möglich. Die harte Oberfläche der Laufflächen verhindert ein Einwalzen von Fremdkörpern, was eine hohe Laufruhe garantiert. Ausserdem wird mit harten Laufflächen der Abnützung entgegengewirkt, was eine lange Lebensdauer der Laufrollen gewährleistet.

    [0010] In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, die im folgenden näher erläutert werden. Es zeigen:
    Fig.1
    eine schematische Ansicht einer Aufzugsschiebetür,
    Fig.2
    ein erstes Ausführungsbeispiel einer Laufrolle auf einer Laufrollenführung im Querschnitt, und
    Fig.3
    ein zweites Ausführungsbeispiel einer Laufrolle auf einer Laufrollenführung im Querschnitt.


    [0011] Fig.1 zeigt eine schematische Ansicht einer Aufzugsschiebetür. Laufrollen 1, bestehend aus Rollenkörpern 2 mit Laufflächen 3 rollen über eine Schienenlauffläche 4 ab. Die Lauffläche 3 weist eine gewölbte, insbesondere konvexe Form auf. Um eine optimale Führung der Laufrollen 1 zu gewährleisten, weist die Schienenlauffläche 4 eine gewölbte, insbesondere konkave Form auf und ist Bestandteil eines Tragprofils 5. Türflügel 30 mit Aufhängungen 11 sind über Achsen 10 und daran angebrachten Wälzlagern 9 mit den Laufrollen 1 verbunden.

    [0012] In Fig.2 ist mit 1 eine Laufrolle und mit 2 ein als tragender Teil der Laufrolle 1 und als Rollenkörper dienender schalenförmiger Ringmantel bezeichnet, welcher vorzugsweise aus dünnem Stahlblech besteht und dessen Lauffläche 3 über eine mit einer Fettschicht versehenen Schienenlauffläche 4 abrollt. Die Schienenlauffläche 4 und ein Tragprofil 5 bilden eine Führungsschiene 6. Der Rollenkörper 2 der Laufrolle 1 wird so dimensioniert, dass die Federwirkung nur im elastischen Bereich des Bleches beansprucht wird. Die Dicke des Stahlblechs des Rollenkörpers 2 beträgt etwa, je nach Gewicht des Türblatts (von 20 kg bis ca. 100 kg), zwischen 0.2 mm und 1 mm. Um eine optimale Federwirkung zu erzielen ist der Radius der Schienenlauffläche 4 etwas grösser als der Radius der Lauffläche 3 des Rollenkörpers 2. Der Rollenkörper 2 hat etwa die Form eines senkrecht zur Achse aufgeschnittenen Torus. Die offene Seite 7 vereinfacht dabei zusätzlich die Fertigung. Auch eine Nabe 8 der Laufrolle 1 wird von dem Ringmantel gebildet, sodass Rollenkörper 2, Lauffläche 3 und Nabe 8 ein einstückiges Blechteil darstellen. Mit der Nabe 8 wird die Laufrolle 1 auf ein Wälzlager 9 aufgepresst. Im Bereich dieser Nabe 8 ist das Stahlblech so dimensioniert, dass eine gute Pressverbindung zum Wälzlager 9 gewährleistet ist. Dieses ist auf eine Achse 10 aufgepresst.

    [0013] Eine Aufhängung 11 hat an ihrem oberen Ende eine Bohrung 12 zur Durchführung der Achse 10. Die Achse 10 wird aufgepresst oder an die Aufhängung 11 angeschweisst. Es ist auch möglich, den Rollenkörper 2 am einen Ende und das Wälzlager 9 am anderen Ende der Achse 10 aufzupressen. In diesem Fall ist das auf die Achse 10 aufgepresste Wälzlager 9 in der Bohrung 12 der Aufhängung 11 anzubringen.

    [0014] Fig.3 zeigt eine zweite Variante, bei welcher eine Führungsschiene 15 einen Hohlraum 16 mit einer schlitzförmigen Öffnung 17 nach unten bildet. Die Führungsschiene 15 besteht aus zwei schalenförmigen Tragprofilen 18. Die Tragprofile 18 sind an ihren, die Öffnung 17 bildenden Enden so abgebogen, dass eine rinnenförmige Schienenlauffläche 19 entsteht. Über die Schienenlauffläche 19 rollt eine, aus zwei Rollenkörpern 20 bestehende Laufrolle 21 mit einer mittig überhöhten Lauffläche 22. Die beiden Rollenkörper 20 dienen als tragende Teile der Laufrollen 21 und weisen je eine offene Seite 23 auf, um die Federwirkung zu erhöhen und die Fertigung zu vereinfachen. Eine Öffnung 24 im Türflügel 30 bietet Platz für ein Wälzlager 25. Dieses Wälzlager 25 wird auf eine Achse 26 aufgepresst, an welcher die Rollenkörper 20 befestigt sind. Die Rollenkörper 20 weisen je eine Nabe 27 auf. Nach dem Anbringen der Achse 26 am Türflügel 30 wird die Nabe 27 der Rollenkörper 20 auf die Achse 26 aufgepresst. Die Rollenkörper 20 werden dabei so angeordnet, dass ihre offenen Seiten 23 einander zugewandt sind und so die mittig überhöhte Lauffläche 22 gebildet wird.


    Ansprüche

    1. Laufrollenführungseinrichtung für eine Aufzugsschiebetüre mit mindestens einer mit einem Führungsweg (4,19)) zusammenwirkenden Laufrolle (1,21), wobei die Laufrolle (1,21) mindestens einen um eine Achse (10,26) drehbar gelagerten und mittels an seinem Umfang ausgebildeter Lauffläche (3,22) entlang dem Führungsweg (4,19) abrollbaren Rollenkörper (2,20) sowie federnde Mittel zur Erzielung hoher Laufruhe aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Rollenkörper (2,20) als rotationssymmetrisches, einstückiges Blechprägeteil formelastisch nachgiebig ausgebildet ist.
     
    2. Laufrollenführungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rollenkörper (2) die Form eines senkrecht zur Achse (10,26) aufgeschnittenen Torus aufweist.
     
    3. Laufrollenführungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Rollenkörper (2,20) eine Nabe (8,27) ausbildet, welche mit der Achse (10,26) oder einem Wälzlager (9,25) unter Presssitz verbindbar ist.
     
    4. Laufrollenführungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lauffläche (3) des Rollenkörpers (2) eine gewölbte Form aufweist.
     
    5. Laufrollenführungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsweg (4,19) eine ballige Querschnittsform aufweist und dass der Radius der Lauffläche (3) des Rollenkörpers (2) kleiner ist als der Radius des Führungswegs (4,19).
     
    6. Laufrollenführungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufrolle (21) zwei Rollenkörper (20) aufweist, wobei beide Rollenkörper (20) hintereinander auf der gemeinsamen Achse (26) oder einem Wälzlager (25) festgelegt sind.
     
    7. Laufrollenführungseinrichtung nach Anspruch 3 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollenkörper (20) jeweils mit einander zugewandten Schnittflächen angeordnet sind.
     
    8. Laufrollenführungseinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Lauffläche (22) mittig überhöht ist.
     


    Claims

    1. Runner guide device for a sliding lift door with at least one runner (1, 21) cooperating with a guide track (4, 19), wherein the runner (1, 21) comprises at least one roller body (2, 20), which is mounted to be rotatable about an axle (10, 26) and which is rollable along the guide track (4, 19) by means of a running surface (3, 22) formed at the circumference of the runner, as well as resilient means for the achievement of high running smoothness, characterised in that the roller body (2, 20) is constructed as a rotationally symmetrical, unitary pressed sheet metal part elastically yielding in shape.
     
    2. Runner guide device according to claim 1, characterised in that the roller body (2, 20) has the shape of a torus cut open perpendicularly to the axle (10, 26).
     
    3. Runner guide device according to claim 1 or 2, characterised in that the roller body (2, 20) forms a hub (8, 27), which is connectible with the axle (10, 26) or a roller bearing (9, 25) with a press seat.
     
    4. Runner guide device according to claim 1, characterised in that the running surface (3) of the roller body (2) has an arcuate shape.
     
    5. Runner guide device according to claim 1, characterised in that the guide track (4, 19) has a spherical cross-sectional shape and that the radius of the running surface (3) of the roller body (2) is smaller than the radius of the guide track (4, 19).
     
    6. Runner guide device according to claim 1, characterised in that the runner (21) comprises two roller bodies (20), wherein both roller bodies are fixed one behind the other on the common axle (26) or a roller bearing (25).
     
    7. Runner guide device according to claim 3 and 6, characterised in that the roller bodies (20) are respectively arranged with mutually facing sectioned surfaces.
     
    8. Runner guide device according to claim 7, characterised in that the running surface (22) is centrally elevated.
     


    Revendications

    1. Dispositif de guidage de galets de roulement pour une porte coulissante d'ascenseur comportant au moins un galet de roulement (1, 21) coopérant avec une voie de guidage (4, 19), le galet de roulement (1, 21) comportant au moins un corps de galet (2, 20) monté pour pouvoir tourner autour d'un axe (10, 26) et apte à rouler le long d'une voie de guidage (4, 19) grâce à une surface de roulement (3, 22) formée sur sa circonférence, et des moyens faisant ressort pour obtenir un fonctionnement très silencieux, caractérisé en ce que le corps de galet (2, 20) est conçu pour être élastique et souple, sous la forme d'un élément estampé en tôle d'une seule pièce et symétrique en rotation.
     
    2. Dispositif de guidage de galets de roulement selon la revendication 1, caractérisé en ce que le corps de galet (2) présente la forme d'un tore coupé perpendiculairement à l'axe (10, 26).
     
    3. Dispositif de guidage de galets de roulement selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le corps de galet (2, 20) forme un moyeu (8, 27) qui est apte à être relié avec un ajustement serré à l'axe (10, 26) ou à un palier à roulement (9, 25).
     
    4. Dispositif de guidage de galets de roulement selon la revendication 1, caractérisé en ce que la surface de roulement (3) du corps de galet (2) présente une forme courbe.
     
    5. Dispositif de guidage de galets de roulement selon la revendication 1, caractérisé en ce que la voie de guidage (4, 19) présente une forme bombée, en coupe transversale, et en ce que le rayon de la surface de roulement (3) du corps de galet (2) est plus petit que le rayon de la voie de guidage (4, 19).
     
    6. Dispositif de guidage de galets de roulement selon la revendication 1, caractérisé en ce que le galet de roulement (21) comporte deux corps de galet (20), les deux corps de galet (20) étant immobilisés l'un derrière l'autre sur l'axe commun (26) ou sur un palier à roulement (25).
     
    7. Dispositif de guidage de galets de roulement selon les revendications 3 et 6, caractérisé en ce que les corps de galet (20) sont disposés avec des surfaces de coupe qui se font face.
     
    8. Dispositif de guidage de galets de roulement selon la revendication 7, caractérisé en ce que la surface de roulement (22) est surélevée, au milieu.
     




    Zeichnung