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(11) |
EP 0 735 938 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.07.2001 Patentblatt 2001/27 |
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Anmeldetag: 17.10.1995 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH9500/241 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9612/593 (02.05.1996 Gazette 1996/20) |
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VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM STANZEN EINES STAPELS
DEVICE AND PROCESS FOR PUNCHING A STACK OF ITEMS
PROCEDE ET DISPOSITIF POUR POINCONNER UNE PILE D'OBJETS
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE FR GB IT NL |
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Priorität: |
20.10.1994 CH 315494
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.10.1996 Patentblatt 1996/41 |
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Patentinhaber: BLUMER MASCHINENBAU AG |
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8112 Otelfingen (CH) |
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Erfinder: |
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- BRUEHWILER, Michel, G.
Babson Park, MA 2157-0310 (US)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte
Schaad, Balass, Menzl & Partner AG |
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Dufourstrasse 101
Postfach 8034 Zürich 8034 Zürich (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 273 690 FR-A- 361 615 GB-A- 844 564
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DE-C- 611 655 FR-A- 743 981 GB-A- 1 213 214
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Stanzen eines Stapels
von flächigen Gebilden, insbesondere von Etiketten, nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1 und 4.
[0002] Beim Stanzen von Etiketten mittels des sogenannten Durchstossstanzens ist es allgemein
bekannt, das der Stapel vorgeschnittener Etiketten in einem Hub durch ein Stanzmesser
hindurchgedrückt wird. Die gestanzten Etiketten werden durch die nachfolgenden Stapel
automatisch durch das Stanzmesser hindurchgeschoben. Beim Eindringen der Stanzmesserschneide
in die vorgeschnittenen Etiketten ergibt sich bei diesem Stanzverfahren das Problem,
dass insbesondere die oberen Blätter des Stapels durchbiegen, was zu Ungenauigkeiten
in der Form einer Art "Kissenbildung" mit Stanzabsätzen im Stapel führt.
[0003] Um diese Nachteile zu beseitigen, ist in DE-A-40 13 071 vorgeschlagen, einen Pressstempel
auf der Gegenseite der als Stanzstössel dienende Tischplatte gegen den Stapel zu drücken,
um den Stapel in einer vertikalen Presshaltung durch das Stanzmesser hindurchzuführen.
Bei diesem Durchstossstanzverfahren wird der Stapel von einer als Stössel ausgebildeten
Hubvorrichtung in der Tischplatte zusammen mit dem Gegendruck erzeugenden Pressstempel
durch das Stanzmesser hindurchgestossen. Dann werden die Tischplatte mit der Hubvorrichtung
abgesenkt und der Pressstempel angehoben. Der fertig gestanzte Stapel wird anschliessend
von einem waagerecht verschiebbaren Transportbacken einer Bündelungsstation zugeführt.
[0004] Obwohl diese Vorrichtung eine präzise Stanzung der Etiketten ermöglicht, wird die
Arbeitsgeschwindigkeit durch die verschiedenen zusätzlichen Eingriffe mit dem Pressstempel
und der Hubvorrichtung erheblich verzögert. Insbesondere muss die Hubvorrichtung zunächst
zurückgefahren werden, bevor die Tischplatte wieder in ihre Ausgangslage gebracht
werden und ein neuer Stapel aufnehmen kann.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Stanzverfahren zu
schaffen, das sowohl eine hohe Stanzqualität als auch eine hohe Arbeitsgeschwindigkeit
der Stanzvorrichtung gewährleistet.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein Stanzverfahren und durch eine Stanzvorrichtung mit den
Merkmalen der Patentansprüche 1 und 4 gelöst.
[0007] Der wichtigste Vorteil dieser Erfindung ist, dass ein neuer Stapel von flächigen
Gebilden, insbesondere von Etiketten, dem Stanzstössel wieder vorgelegt werden kann,
während gleichzeitig der fertig gestanzte Stapel Etiketten noch aus dem Stanzmesser
entfernt wird. Auch Deformationen und/oder Eindrücke in den gestanzten Etiketten,
welche infolge des Durchstossens des gestanzten Stapels mit einem Stössel entstehen,
wie bei dem Verfahren mit der Vorrichtung nach DE-A-40 13 071, werden auf einer besonders
günstigen Weise vermieden. Da der Gegendruckstempel sowohl einen Gegendruck während
des Stanzens erzeugt als auch zum Zurückstossen des gestanzten Stapels verwendet wird,
ist auch der maschinelle Aufwand der erfindungsgemässen Vorrichtung geringer.
[0008] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen und aus
der nachfolgenden Beschreibung. Dort wird die Erfindung anhand eines in den Zeichnungen
schematisch dargestellten Beispiels näher erläutert.
[0009] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Etikettenstanzvorrichtung in Seitenansicht,
- Fig.2
- eine vergrösserte Darstellung der Etikettenstanzvorrichtung nach Figur 1,
- Fig. 3
- eine Obenansicht in vergrösserter Darstellung der Etikettenstanzvorrichtung nach Figur
1,
- Fig. 4
- die wichtigsten Verfahrensstadien des Stanzverfahren mit der Etikettenstanzvorrichtung
in Seitenansicht, und
- Fig. 5
- einige der Verfahrensstadien des Stanzverfahrens mit der Etikettenstanzvorrichtung
in Obenansicht.
[0010] In den Figuren sind jeweils für dieselben Elemente dieselben Bezugszeichen verwendet
worden, so dass eine erstmalige Erklärung zu einem bestimmten Element für alle Figuren
gültig ist.
[0011] In den Figur 1, 2 und 3 ist eine Etikettenstanzvorrichtung 1 ganz schematisch dargestellt,
die im wesentlichen ein Maschinengestell 2 mit einem Stanzstössel 3, einem Stanzmesser
4 und einem Gegendruckstempel 5 aufweist. Der Stanzstössel 3 ist mittels eines hydraulisch
betätigten (hier nicht ersichtlichen) Kolbens in einem Stösselzylinder 6 hin- und
herverschiebbar. Das Stanzgut 7, ein Stapel flacher Gebilden, wie Blätter aus Papier,
dünnem Halbkarton oder dergleichen, liegt am Stanzstössel 3 an. Das Stanzmesser 4
ist in einer Halterung 8 festgehalten, mit welcher die Stanzkontur des Stanzmessers
4 falls erforderlich angepasst und andere Stanzmesser eingerichtet werden können.
Diese Halterung 8 ist in der Art zweier Schraubzwingen ausgebildet, die die Stanzkontur
in zwei zueinander rechtwinklig stehenden Dimensionen einstellen. Der Gegendruckstempel
5 ist mittels eines hydraulisch oder pneumatisch betätigten (nicht gezeigten) Kolbens
in einem Gegendruckzylinder 9 hin- und zurückverschiebbar. Die Halterung 8 und der
Gegendruckzylinder 9 sind auf einem Schlitten 10 befestigt. Der Schlitten 10 selber
ist auf einem Ausleger 11 am Maschinengestell 2 mittels einer hier nicht dargestellten
Kolben- und Zylindereinheit hin- und herbewegbar gelagert. Der Schlitten 10 ist mittels
einer mechanischen Arretierung (hier nicht dargestellt) für den eigentlichen Stanzvorgang
fixierbar. Diese Arretierung kann in an sich bekannter Weise durch eine kraftschlüssige
Verriegelung oder auch auf hydraulischer Weise erhalten werden. Wie in der Figur 1
ersichtlich, ist der Stanzstössel 3 in einer schiefen Ebene 12 bewegbar, welche einen
Winkel von etwa 25° mit der Horizontale oder waagerechten Ebene bildet. Der Ausleger
11 ist parallel zu dieser Ebene 12 am Maschinengestell 2 befestigt, so dass auch der
Schlitten 10 parallel zur schiefen Ebene 12 bewegbar gelagert ist. Der in der Figur
1 nicht sichtbaren Kolben des Gegendruckzylinders 9 ist mit einer Kolbenstange 14
und einem zylindrischen Druckstössel 15 verbunden. Der Gegendruckstempel 5 weist eine
verdrehungssichere Führungsstange 18 mit einem zylindrischen Kopfteil 19 auf. Die
Längsachse des Stanzstössels 3, die Längsachse des Gegendruckstempels 5 und die Längsachse
des Gegendruckzylinders 9 fluchten in der schiefen Ebene 12. Der Druckstössel 15 liegt
lose mit einer ebenen Fläche an diesem zylindrischen Kopfteil 19 an, d.h. steht kraftschlüssig
mit diesem in Verbindung.
[0012] Die Halterung 8 für das Stanzmesser 4 ist in Richtungen senkrecht zur schiefen Ebene
12 verschiebbar auf dem Schlitten 10 befestigt, so dass sie unabhängig vom Gegendruckzylinder
9 verschoben werden kann, um das Stanzmesser 4 auf die gewünschte Etikettenkontur
in zur Bewegungsrichtung rechtwinkligen Verschieberichtungen einstellen zu können.
Auch der Gegendruckzylinder 9 ist senkrecht zur schiefen Ebene 12 verschiebbar auf
dem Schlitten 10 befestigt. In den Figuren 2 und 3 ist dies durch die Pfeile 22 und
23 und ist auch die Verschiebbarkeit des Druckstössels 15 mit gestrichelten Linien
angedeutet. Somit bilden das Stanzmesser 4, der Gegendruckstempel 5 mit dem zylindrischen
Kopfteil 19 und die Halterung 8 eine auf dem Schlitten 10 verschiebbar einstellbare
Einheit, die als Ganzes zum Stanzgut 7 ausgerichtet werden kann, beispielsweise auf
das Druckbild einer Etikette. Dabei hat eine geringfügige Verschiebung des zylindrischen
Kopfteils 19 aus der Bewegungsrichtung keinen Einfluss auf die Druckverteilung im
Stapel 7.
[0013] Die verschiedenen Arbeitsschritte des Stanzverfahrens werden nun anhand der Figuren
4 und 5 näher beschrieben. Dabei stellt Figur 4 eine Seitenanschicht der Etikettenstanzvorrichtung
1 wie in den Figuren 1 und 2, und Figur 5 eine Draufsicht wie in Figur 3 dar. Anhand
der Figur 5 werden vorallem die drei letzten Schritte des Stanzverfahrens verdeutlicht.
Die nachstehend angegebenen Koordinaten A, B, C und D sind als Abszissen bezüglich
der schiefen Ebene 12 zu verstehen. Die Koordinate E liegt auf einer Achse rechtwinklig
zur schiefen Ebene 12.
[0014] In Figur 4a ist die Grundstellung der Etikettenstanzvorrichtung 1 gezeigt. Der Stanzstössel
3 befindet sich dabei in einer Anfangslage A
0, in welcher der Stapel 7 vorgeschnittener Etiketten auf den Stanzstössel 3 ausgerichtet
wird. Der Schlitten 10 mit dem Stanzmesser 4 befindet sich in der Stanzstellung B
0, in welcher der Schlitten 10 mittels der oben erwähnten mechanischen Arretierung
fixiert ist. Der Druckstössel 15 befindet sich in einer Anfangslage C
0, die gleichzeitig die Anfangslage D
0 des Gegendruckstempels 5 definiert, bei welcher der Gegendruckstempel 5 mit einem
geringen Vorsprung über das Stanzmesser 4 vorsteht (vergleiche auch Figuren 2 und
3). Die Koordinaten C
0 und D
0 sind auf die Koordinate B
0 des Schlittens 10 bezogen, d.h. sind im bewegten Koordinatensystem des Schlittens
10 definiert.
[0015] Der nächste Schritt ist in Fig 4b dargestellt, bei welchem der Stapel 7 vorgeschnittener
Etiketten mit dem Stanzstössel 3 gegen den Gegendruckstempel 5 in die Endlage A
1 gestossen wird. Der Gegendruckstempel 5 presst mit einer vorbestimmten und konstanten
Kraft gegen das Stanzgut, wodurch der Stapel 7 stabilisiert und fixiert, und gleichzeitig
die zwischen den Blättern noch vorhandene Luft hinausgepresst wird. Danach wird der
Stapel 7 durch das Stanzmesser 4 hineingestossen, wobei der Druckstössel 15 in die
Endlage C
1 und der Gegendruckstempel 5 in die Endlage D
1 gestossen werden.
[0016] Im nächsten in Fig. 4c dargestellten Zustand ist der Schlitten 10 in eine Rückzugsstellung
B
1 zurückgefahren worden und gleichzeitig der Stanzstössel 3 wieder in die Anfangslage
A
0 zurückgebracht. Der Druckstössel 15 und der Gegendruckstempel 5 verbleiben dabei
in ihren Endlagen C
1 und D
1 bezogen auf den Schlitten 10, wobei kein Gegendruck mehr auf den Gegendruckstempel
5 vom Gegendruckzylinder 9 ausgeübt wird. Damit ist zwischen dem mit gestanzten Etiketten
gefüllten Stanzmesser 4 und dem Stanzstössel 3 genügend Platz geschaffen, um eine
Aufnahmevorrichtung 25 für den Stapel 26 fertig gestanzter Etiketten hineinschieben
zu können, wie dies in den Schritten gemäss der Figuren 4d und 5d gezeigt ist. Die
Aufnahmevorrichtung 25 wird in diesem Schritt auf einem Hilfsableger 27 (nur in Figur
5d ersichtlich) in die Aufnahmeposition E
0 geschoben. So bald der Stanzstössel 3 sich wieder in der Anfangslage A
0 befindet, kann schon ein neuer Stapel 7 vorgeschnittener Etiketten vorgelegt und
ausgerichtet werden. Dies kann automatisch oder manuell vorgenommen werden. Damit
ist eine grosse Zeitersparnis erreichbar.
[0017] Wie in Fig. 4e und Fig. 5e dargestellt, wird sodann der im Stanzmesser 4 befindliche
Stapel 26 gestanzter Etiketten durch den Gegendruckstempel 5 aus dem Stanzmesser 4
hinausgedrückt und auf die Aufnahmevorrichtung 25 geschoben. Der Druckstössel 15 und
der Gegendruckstempel 5 befinden sich dann wieder in ihren Anfangslagen C
0 und D
0, wobei der Gegendruckstempel 5 wieder mit einem geringen Vorsprung gegenüber der
vorderen Kante des Stanzmessers 4 vorsteht.
[0018] Anschliessend wird, wie in Fig. 5f dargestellt, die Aufnahmevorrichtung 25 mit dem
Stapel 26 fertiger Etiketten seitlich aus dem Stanzbereich in die Übergabeposition
E
1 wegbewegt, und der Stapel 26 kann dann einer Weiterverarbeitung wie beispielsweise
einer Banderoliereinheit zugeführt werden.
[0019] Nach diesem Schritt wird der Schlitten 10 wieder in die Stanzstellung B
0 gemäss Fig. 4a gebracht, und kann in einem nächsten Arbeitszyklus der neu vorgelegte
Stapel 7 flächiger Gebilden gestanzt werden.
[0020] Es versteht sich, dass das Stanzmesser 4 mit dem Gegendruckstempel 5 nicht unbedingt
auf einem Schlitten 10 bewegbar gelagert sein muss. In einer Variante der vorstehend
beschriebenen Etikettenstanzvorrichtung 1 könnte nämlich auch der Stanzstössel 3 auf
einem Schlitten bewegbar gelagert und das Stanzmesser 4 ortsfest mit dem Maschinengestell
2 befestigt sein, und auf diese Weise zwischen dem Stanzstössel 3 und dem Stanzmesser
5 Platz zur Entfernung des Stapels 26 fertig gestanzter Etiketten zu schaffen. Auch
ist es nicht unbedingt erforderlich, dass der Schlitten 10 sich parallel zur schiefen
Ebene 12 bewegt, sondern könnte auch eine rechtwinklig dazu stehenden Bewegungsrichtung
den notwendigen Platz schaffen. Jedoch wird bei einer solchen Variante der mechanischen
Aufbau der Etikettenstanzvorrichtung wieder komplizierter, was mit der in den Figuren
dargestellten und bevorzugten Ausführung möglichst vermieden wird.
1. Verfahren zum Stanzen eines Stapels (7) von flächigen Gebilden, insbesondere von Etiketten,
wobei der Stapel (7) von zu stanzenden Gebilden mittels eines Stanzstössels (3) und
gegen einen, einen Gegendruck auf den Stapel (7) erzeugenden Gegendruckstempel (5)
in ein hohlzylindrisches Stanzmesser (4) hineingestossen und der Stapel (26) gestanzter
Gebilde seitlich entfernt wird, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Hineinstossen
des Stapels (7) von zu stanzenden Gebilden der Stanzstössel (3) bezüglich des Stanzmessers
(4) in eine Anfangslage (Ao) zurückgezogen wird, dass während dem Zurückziehen des Stanzstössels (3) in die Anfangslage
(Ao) das Stanzmesser (4) mitsamt dem sich in diesem befindlichen Stapel (26) gestanzter
Gebilde und dem Gegendruckstempel (5) und der Stanzstössel (3), entweder durch eine
Bewegung des Stanzmessers (4) oder durch eine Bewegung der den Stanzstössel tragenden
Vorrichtung, auseinander bewegt werden, um einen vergrösserten Bereich zwischen dem
Stanzstössel (3) und dem Stanzmesser (4) zu schaffen, dass der Stapel (26) gestanzter
Gebilde mittels des Gegendruckstempels (5) aus dem Stanzmesser (4) in den vergrösserten
Bereich zurückgestossen und mittels einer in den vergrösserten Bereich hinein und
wieder heraus bewegbaren Aufnahmevorrichtung (25) aus dem vergrösserten Bereich seitlich
entfernt wird, dass ein neuer Stapel (7) von zu stanzenden flächigen Gebilden dem
sich in der Anfangslage (Ao) befindlichen Stanzstössel (3) vorgelegt wird, und dass das Stanzmesser (4) und der
Gegendruckstempel (5) bezüglich des sich in der Anfangslage (Ao) befindlichen Stanzstössels (3) wieder in die Ausgangsstellung (Bo, Co) gebracht werden, um den neuen Stapel (7) zu stanzen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gegendruckstempel (5)
in seiner Ausgangsstellung (Co) mit einem geringen Vorsprung über der Schneide des Stanzmessers (4) vorsteht.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung des vergrösserten
Bereiches das Stanzmesser (4) vom Stanzstössel (3) weg aus der Ausgangsstellung (Bo) in eine Rückzugsstellung (B1) bewegt wird.
4. Vorrichtung zum Stanzen eines Stapels (7) von flächigen Gebilden, insbesondere von
Etiketten, mit einem hohlzylindrischen Stanzmesser (4), einem zur erzeugung des Stanzvorganges
auf das Stanzmesser (4) hin und zurück bewegbaren Stanzstössel (3), einem einen Gegendruck
auf den Stapel (7) erzeugenden, durch das Stanzmesser (4) hindurchgeführten und in
diesem bewegbaren Gegendruckstempel (5) und einer Aufnahmevorrichtung (25) zur seitlichen
Entfernung des Stapels (26) von fertig gestanzten Gebilden, dadurch gekennzeichnet,
dass das Stanzmesser (4) und der Gegendruckstempel (5) auf einem Schlitten (10) angeordnet
sind, der aus einer Stanzstellung (Bo) weg vom Stanzstössel (3) in eine Rückzugsstellung (B1) und zurück in die Stanzstellung (Bo) bewegbar ist, wobei bei sich in der Rückzugsstellung (B1) befindlichem Schlitten (10) zwischen dem Stanzstössel (3) und dem Stanzmesser (4)
ein vergrösserter Bereich gebildet ist, und dass die Aufnahmevorrichtung (25) zur
Entfernung des Stapels (26) fertig gestanzter Gebilde seitlich in diesen vergrösserten
Bereich zwischen dem Stanzstössel (3) und dem Stanzmesser (4) hinein und wieder hinaus
bewegbar ist, wobei bei sich im vergrösserten Bereich befindlicher Aufnahmevorrichtung
(25) der sich im Stanzmesser (4) befindliche Stapel (26) gestanzter Gebilde durch
eine Bewegung des Gegendruckstempels (5) in eine Anfangslage (Do) auf die Aufnahmevorrichtung (25) entladbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitten (10) in der
Stanzstellung (Bo) mit einer mechanischen Verriegelungseinrichtung fixierbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine vorzugsweise
hydraulische oder pneumatische Betätigungseinrichtung (9, 14, 15) vorgesehen ist,
die auf den Gegendruckstempel (5) eine Druckkraft ausübt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass am Gegendruckstempel (5)
eine Führungsstange (18) mit einem zylindrischen Kopfteil (19) vorgesehen ist, mit
welchem ein zylindrischer Stössel (15) der Betätigungseinrichtung (9, 14, 15) in kraftschlüssiger
Verbindung steht.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Stössel (15) eine ebene
Fläche aufweist, mit der der Stössel (15) an einer ebenen Fläche des Kopfteils (19)
anliegt.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Stanzstössel
(3) und der Schlitten (10) in zueinander parallelen Richtungen bewegbar sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsrichtungen
des Stanzstössels (3) und des Schlittens (10) in einer Ebene (12) liegen, die gegenüber
der Horizontalen geneigt ist.
1. A method of punching through a stack (7) of flat structures, particularly labels,
whereby the stack (7) of structures which are to be punched is, by means of a ram
(3) and against a counter punch (5) which generates a counter pressure on the stack
(7), pushed into a hollow cylindrical stamping cutter (4) and the stack (26) of punched
structures is removed laterally, characterised in that after the stack (7) of structures
to be punched has been punched through, the ram (3) is withdrawn), the counter into
a starting position (Ao) in relation to the cutter (4), and in that during withdrawal of the ram (3) into
the starting position (Ao), the cutter (4) together with the stack (26) of punched structures disposed in it
and the counter punch (5) and the ram (3) are moved apart from one another either
by a movement of the cutter (4) or by movement of the device carrying the ram, in
order to provide an enlarged area between the ram (3) and the cutter (4) and in that
the stack (26) of punched structures is, by means of the counter punch (6), pushed
back out of the cutter (4) and into the enlarged area and, by means of a receiving
device (25) adapted for movement into the enlarged area and out again is removed laterally
out of the enlarged area and in that a fresh stack (7) of flat structures which are
to be punched is presented to the ram (3) which is in the starting position (Ao) and in that the cutter (4) and the counter punch (5) are returned to the starting
position (Bo, Co) again in relation to the ram (3) which is in the starting position (Ao) in order that the new stack (7) can be punched.
2. A method according to claim 1, characterised in that, in its starting position (Co), the counter punch (5) projects slightly beyond the cutting edge of the cutter (4).
3. A method according to claim 1, characterised in that in order to form the enlarged
area, the cutter (4) is moved away from the ram (3) out of the starting position (Bo) into a withdrawn position (B1).
4. A device for punching a stack (7) of flat structures, in particular of labels, with
a hollow cylindrical cutter (4), a ram (3) adapted for movement onto the cutter (4)
and back, a counter punch (5) creating a counter pressure on the stack (7) and adapted
for movement within and through the cutter (4) and a receiving device (25) for lateral
removal of the stack (26) of punched structures, characterised in that the cutter
(4) and the counter punch (5) are disposed on a slide (10) adapted for movement out
of a punching position (Bo) away from the ram (3) into a retracted position (B1) and back into the punching position (Bo), whereby, while the slide (10) is in the withdrawn position (B1) an enlarged area is formed between the ram (3) and the cutter (4) and in that, for
removing the stack (26) of punched structures, the receiving device (25) is adapted
for movement laterally into this enlarged area between the ram (3) and the cutter
(4) and out of it again, whereby, when the receiving device (25) is in the enlarged
area, the stack (26) of punched structures which is in the cutter (4) can, by movement
of the counter punch (5), be discharged into a starting position (Do) onto the receiving device (25).
5. A device according to claim 4, characterised in that the slide (10) can be fixed in
the punching position (Bo) by a mechanical locking means.
6. A device according to claim 4 or 5, characterised in that a preferably hydraulic or
pneumatic actuating device (9, 14, 15) is provided which exerts a pressure force on
the counter punch (5).
7. A device according to claim 6, characterised in that there is on the counter punch
(5) a guide rod (16) with a cylindrical head part (19) with which a cylindrical push
rod (15) of the actuating device (9, 14, 15) is in operative connection.
8. A device according to claim 7, characterised in that the push rod (15) has a flat
surface by which the push rod (15) bears on a flat surface of the head part (19).
9. A device according to one of claims 4 to 8, characterised in that the ram (3) and
the slide (10) are adapted for movement in directions which are parallel with each
other.
10. A device according to claim 9, characterised in that the directions of movement of
the ram (3) and of the slide (10) lie in a plane which is inclined to the horizontal.
1. Procédé pour poinçonner une pile (7) de produits plats, en particulier d'étiquettes,
la pile (7) de produits à poinçonner étant poussée au moyen d'un coulisseau de poinçonnage
(3) et contre un poinçon de contre-pression (5), produisant une contre-pression sur
la pile (7), dans un couteau de poinçonnage (4) cylindrique creux et la pile (26)
de produits poinçonnés étant éloignée latéralement, caractérisé en ce qu'après que
la pile (7) de produits à poinçonner a été poussée vers l'intérieur, le coulisseau
de poinçonnage (3) est retiré dans un état initial (A0) par rapport au couteau de poinçonnage (4), que, pendant le retrait du coulisseau
de poinçonnage (3) dans l'état initial (A0), le couteau de poinçonnage (4), avec la pile (26) de produits poinçonnés se trouvant
dans celui-ci et le poinçon de contre-pression (5), et le coulisseau de poinçonnage
(3) sont éloignés l'un de l'autre, soit par un mouvement du couteau de poinçonnage
(4), soit par un mouvement du dispositif portant le coulisseau de poinçonnage, pour
créer une zone agrandie entre le coulisseau de poinçonnage (3) et le couteau de poinçonnage
(4), que la pile (26) de produits poinçonnés est repoussée au moyen du poinçon de
contre-pression (5) hors du couteau de poinçonnage (4) dans la zone agrandie, et est
éloignée latéralement hors de la zone agrandie au moyen d'un dispositif de réception
(25) mobile vers l'intérieur de la zone agrandie et de nouveau vers l'extérieur, qu'une
nouvelle pile (7) de produits plats à poinçonner est présentée au coulisseau de poinçonnage
(3) se trouvant dans l'état initial (A0), et que le couteau de poinçonnage (4) et le poinçon de contre-pression (5) sont
ramenés dans la position de départ (B0, C0) par rapport au coulisseau de poinçonnage (3) se trouvant dans l'état initial (A0), pour poinçonner la nouvelle pile (7).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, dans sa position de départ
(C0), le poinçon de contre-pression (5) dépasse par une légère saillie au-delà du tranchant
du couteau de poinçonnage (4).
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, pour former la zone agrandie,
le couteau de poinçonnage (4) est éloigné du coulisseau de poinçonnage (3) à partir
de la position de départ (B0) dans une position de retrait (B1).
4. Dispositif pour poinçonner une pile (7) de produits plats, en particulier d'étiquettes,
ayant un couteau de poinçonnage (4) cylindrique creux, un coulisseau de poinçonnage
(3) mobile en un mouvement de va et vient vers le couteau de poinçonnage (4) pour
effectuer l'opération de poinçonnage, un poinçon de contre-pression (5) créant une
contre-pression sur la pile (7), guidé à travers le couteau de poinçonnage (4) et
mobile dans celui-ci, et un dispositif de réception (25) pour l'enlèvement latéral
de la pile (26) de produits déjà poinçonnés, caractérisé en ce que le couteau de poinçonnage
(4) et le poinçon de contre-pression (5) sont disposés sur un chariot (10), qui, à
partir d'une position de poinçonnage (B0), peut être éloigné du coulisseau de poinçonnage (3) dans une position de retrait
(B1) et renvoyé dans la position de poinçonnage (B0), une zone agrandie se formant entre le coulisseau de poinçonnage (3) et le couteau
de poinçonnage (4) quand le chariot (10) se trouve dans la position de retrait (B1), et que le dispositif de réception (25) est mobile latéralement vers l'intérieur
de cette zone agrandie entre le coulisseau de poinçonnage (3) et le couteau de poinçonnage
(4) pour l'enlèvement de la pile (26) de produits déjà poinçonnés et de nouveau vers
l'extérieur, la pile (26) de produits poinçonnés se trouvant dans le couteau de poinçonnage
(4) pouvant être déchargée sur le dispositif de réception (25) par un mouvement du
poinçon de contre-pression (5) dans un état initial (D0), quand le dispositif de réception (25) se trouve dans la zone agrandie.
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que le chariot (10) peut être
fixé dans la position de poinçonnage (B0) avec un dispositif de verrouillage mécanique.
6. Dispositif selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce qu'il est prévu un dispositif
d'actionnement de préférence hydraulique ou pneumatique (9, 14, 15) qui exerce une
force de pression sur le poinçon de contre-pression (5).
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce qu'il est prévu sur le poinçon
de contre-pression (5) une tige de guidage (18) ayant une partie de tête (19) cylindrique,
avec laquelle un coulisseau (15) cylindrique du dispositif d'actionnement (9, 14,
15) est en liaison par adhérence.
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que le coulisseau (15) présente
une surface plane, par laquelle le coulisseau (15) repose contre une surface plane
de la partie de tête (19).
9. Dispositif selon l'une des revendications 4 à 8, caractérisé en ce que le coulisseau
de poinçonnage (3) et le chariot (10) sont mobiles l'un vers l'autre dans des directions
parallèles.
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que les directions de déplacement
du coulisseau de poinçonnage (3) et du chariot (10) sont situés dans un plan (12)
qui est incliné par rapport à l'horizontale.