(19)
(11) EP 0 768 503 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
25.07.2001  Patentblatt  2001/30

(21) Anmeldenummer: 96116124.7

(22) Anmeldetag:  09.10.1996
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7F25J 3/04

(54)

Dreifachsäulenverfahren zur Tieftemperaturzerlegung von Luft

Triple column air separation process

Procédé de séparation d'air à triple colonne


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE ES FR GB IT

(30) Priorität: 11.10.1995 DE 19537913

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
16.04.1997  Patentblatt  1997/16

(73) Patentinhaber: Linde Aktiengesellschaft
65189 Wiesbaden (DE)

(72) Erfinder:
  • Voit, Jürgen, Dipl.-Phys.
    86938 Schondorf a.A. (DE)

(74) Vertreter: Imhof, Dietmar 
Linde AG Zentrale Patentabteilung Dr.-Carl-von-Linde-Strasse 6-14
82049 Höllriegelskreuth
82049 Höllriegelskreuth (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 377 117
DE-A- 2 903 089
EP-A- 0 694 745
GB-A- 2 284 880
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Tieftemperaturzerlegung von Luft in einem Dreifachsäulensystem, das aus einer Hochdrucksäule, einer Mitteldrucksäule und einer Niederdrucksäule besteht, mit den im Patentanspruch 1 angeführten Schritten (a) bis (i).

    [0002] Ein Dreifachsäulensystem weist mindestens drei Säulen zur Stickstoff-Sauerstoff-Trennung auf. Der Begriff schließt Anlagen und Verfahren ein, die weitere Säulen zur Stickstoff-Sauerstoff-Trennung und/oder zur Gewinnung von anderen Luftbestandteilen wie Edelgasen aufweisen, beispielsweise eine Rohargonsäule. Ein Dreifachsäulenverfahren der oben genannten Art ist aus der DE-A-2903089 bekannt, Die gesamte Einsatzluft wird hier auf einen ersten Druck verdichtet, der über dem Mitteldrucksäulendruck liegt, und zu einem Teil ohne weitere druckverändemde Maßnahmen in die Mitteldrucksäule eingespeist, zu einem anderen Teil auf einen zweiten Druck weiter verdichtet und in die Hochdrucksäule eingeführt. Der Rest der verdichteten Einsatzluft wird arbeitsleistend entspannt und in die Niederdrucksäule eingeführt. Dieses Verfahren arbeitet jedoch energetisch nicht vollständig optimal.

    [0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art mit besonders hohem Wirkungsgrad anzugeben.

    [0004] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der erste Druck niedriger als der Betriebsdruck der Mitteldrucksäule ist und daß der zweite Teil der Einsatzluft von dem ersten Druck auf einen dritten Druck verdichtet wird, der mindestens gleich dem Betriebsdruck der Mitteldrucksäule, aber niedriger als der zweite Druck ist.

    [0005] Die Gesamtmenge der Einsatzluft wird also nur auf einen relativ niedrigen Druck verdichtet, der geringer als der in der Mitteldrucksäule herrschende Druck ist. Der in die Mitteldrucksäule einzuführende erste Luftteil muß zwar in einem weiteren Verdichter entsprechend höher verdichtet werden; derjenige Teil der Einsatzluft, der ohnehin direkt unter die bei geringerem Druck arbeitende Niederdrucksäule eingespeist wird, braucht jedoch gar nicht erst auf den hohen Druck der Hochdrucksäule gebracht zu werden. Insbesondere dann, wenn der Kältebedarf der Anlage relativ gering ist, weil beispielsweise ein geringer Teil der Produkte flüssig gewonnen wird oder es sich um eine reine Gasanlage handelt, ergibt sich ein besonders niedriger Energieverbrauch.

    [0006] Dabei ist es günstig, wenn der dritte Teil der Einsatzluft stromaufwärts der arbeitsleistenden Entspannung nachverdichtet wird, um die Druckdifferenz bei der arbeitsleistenden Entspannung zu erhöhen. Der Druck beim Eintritt in die arbeitsleistende Entspannung liegt in diesem Fall vorzugsweise zwischen dem ersten Druck und dem Druck der Mitteldrucksäule.

    [0007] In diesem Fall sollte die bei der arbeitsleistenden Entspannung des dritten Luftteils gewonnene Energie oder ein Teil davon zur Nachverdichtung des dritten Luftteils verwendet werden. Vorzugsweise wird der Nachverdichter ausschließlich durch diese intern erzeugte mechanische Energie angetrieben, so daß er keine von außen eingebrachte Energie verbraucht. Nachverdichter und Entspannungsmaschine sind beispielsweise über eine gemeinsame Welle mechanisch gekoppelt.

    [0008] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann die Hochdrucksäule unter einem relativ niedrigen Druck betrieben werden, der vorzugsweise bei 4,8 bar oder weniger liegt. Damit ergibt sich ein besonders geringer Aufwand beim Verdichten der Einsatzluft.

    [0009] Die Niederdrucksäule wird vorzugsweise unter dem niedrigstmöglichen Druck betrieben. Dieser ist dadurch bestimmt, daß das Kopfprodukt der Niederdrucksäule - gegebenenfalls nach Durchgang durch einen oder mehrere Wärmetauscher - unter im wesentlichen Atmosphärendruck aus dem Verfahren entfernt werden kann; falls dieses Kopfprodukt als Regeneriergas in einer Reinigungseinrichtung (z.B. einer Molekularsiebanlage) eingesetzt wird, muß der Druck der Niederdrucksäule auch deren Betrieb ermöglichen.

    [0010] Es ist ferner günstig, wenn ein Teil der ersten sauerstoffangereicherten Sumpffraktion aus der Hochdrucksäule in die Mitteldrucksäule eingeleitet wird. Damit wird ein Teil des Sumpfproduktes aus der Hochdrucksäule weiter vorzerlegt, und damit eine größere Menge von stickstoffangereicherter Fraktion am Kopf der Mitteldrucksäule gewonnen, die als Rücklaufflüssigkeit in der Niederdrucksäule zur Verfügung steht. Dies bewirkt eine weitere Verbesserung der Rektifikation in der Niederdrucksäule.

    [0011] Die Sumpffraktion aus der Hochdrucksäule wird vorzugsweise an einer Zwischenstelle in die Mitteldrucksäule eingeführt, das heißt an einer Stelle, die mindestens einen praktischen oder theoretischen Boden oberhalb des Sumpfes der Mitteldrucksäule und insbesondere mindestens einen praktischen oder theoretischen Boden oberhalb der Stelle der Einspeisung des zweiten Luftteils in die Mitteldrucksäule liegt.

    [0012] Die Erfindung betrifft außerdem eine Vorrichtung zur Tieftemperaturzerlegung von Luft gemäß dem Patentanspruch 8.

    [0013] Mit dem Verfahren und der Vorrichtung gemäß der Erfindung kann auch reiner Stickstoff produziert werden, wenn am Kopf der Niederdrucksäule zusätzlich ein üblicher Reinstickstoffabschnitt angeordnet wird. Auch die Argongewinnung ist möglich, wenn der Niederdrucksäule auf bekannte Weise (siehe beispielsweise EP-B-377117) eine Argonrektifikation nachgeschaltet ist. Ebenso können weitere Edelgase in bekannter Weise erzeugt werden.

    [0014] Die Erfindung sowie weitere Einzelheiten der Erfindung werden im folgenden anhand eines in der Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiels näher erläutert.

    [0015] Einsatzluft 1 wird in einem Hauptluftverdichter 2 auf einen ersten Druck verdichtet. Die verdichtete Einsatzluft 3 wird in einen ersten Teilstrom 101, einen zweiten Teilstrom 201 und einen dritten Teilstrom 301 aufgeteilt. In den Verdichtem 5 und 102 werden der erste Teilstrom auf einen zweiten Druck und der zweite Teilstrom auf einen zwischen dem ersten und dem zweiten Druck liegenden dritten Druck gebracht. Dabei werden der erste Teilstrom und der zweite Teilstrom zunächst gemeinsam (4) im Verdichter 5 auf den dritten Druck und anschließend der erste Teilstrom 101 alleine weiter im Verdichter 102 auf den zweiten Druck komprimiert. Alternativ dazu können der erste und der zweite Teilstrom auch unabhängig voneinander verdichtet werden.

    [0016] Wenn der Kältebedarf der Anlage und/oder die Produktreinheit relativ hoch sind, kann abweichend von der Darstellung in der Zeichnung der dritte Teilstrom, der der Entspannungsmaschine 305 beziehungsweise dem Nachverdichter 302 zugeführt wird, stromabwärts eines der Verdichter 5 oder 102 abgezweigt werden. Durch den damit erreichten höheren Eintrittsdruck beim Entspannen kann die Kälteleistung erhöht und/oder die Menge der direkt in die Niederdrucksäule eingeblasenen Luft verringert werden.

    [0017] Der unter dem zweiten Druck stehende erste Teilstrom 103 und der unter dem dritten Druck stehende zweite Teilstrom 201 werden in einem Hauptwärmetauscher 6 gegen Produktströme abgekühlt und in die Hochdrucksäule 7 beziehungsweise in die Mitteldrucksäule 8 eingespeist (104 bzw. 202). Die Hochdrucksäule 7 wird unter einem Druck von 4,5 bis 5,5 bar, vorzugsweise 4,6 bis 4,8 bar betrieben, die Mitteldrucksäule 8 steht unter 2,5 bis 3,5 bar, vorzugsweise 2,8 bis 3,0 bar.

    [0018] Der erste Druck (in Leitung 3 hinter dem Hauptluftverdichter 2) ist deutlich niedriger als der Hochdrucksäulendruck; die Differenz beträgt mindestens 2,5 bar, vorzugsweise 3,0 bis 3,2 bar. Der zweite Druck liegt geringfügig über dem Hochdrucksäulendruck (beispielsweise etwa 0,1 bar über dem Druck an der Einspeisestelle in die Hochdrucksäule), um den Druckabfall im Hauptwärmetauscher 6 und in den Leitungen 103 und 104 auszugleichen. Analog dazu liegt der dritte Druck (stromabwärts des Verdichters 5) etwas oberhalb des Drucks der Mitteldrucksäule, um die Einführung des zweiten Teilstroms 201, 202 in die Mitteldrucksäule 8 zu gewährleisten.

    [0019] Der dritte Teilstrom 301 wird gegebenenfalls in einem Nachverdichter 302 auf einen vierten Druck nachverdichtet, der zwischen dem ersten Druck und dem Betriebsdruck der Mitteldrucksäule liegen kann und beispielsweise 1,5 bis 2,5 bar höher als der erste Druck ist. (Für den Fall, daß der dritte Teilstrom stromabwärts eines der Verdichter 5 oder 102 abgezweigt wird, ist der vierte Druck entsprechend höher, das heißt beispielsweise höher als der Druck der Mitteldrucksäule oder sogar höher als der Druck der Hochdrucksäule; er kann in diesem Fall bis zu 8 bar oder mehr betragen.) Über Leitung 303 geht es zum Hauptwärmetauscher 6 und von dessen kaltem Ende aus weiter (304) zur Entspannungsmaschine 305. Die arbeitsleistend entspannte Luft 306 wird auf mittlerer Höhe in die Niederdrucksäule 9 eingeleitet.

    [0020] Die Luft wird hinter jedem Verdichter 2, 5,102, 302 in indirektem Wärmeaustausch mit Kühlwasser abgekühlt, wie durch die in der Zeichnung dargestellten Nachkühler angedeutet ist. Bei mehrstufigen Verdichtern wird vorzugsweise zwischen zwei Stufen eine Zwischenkühlung durchgeführt.

    [0021] Bei der Rektifikation in der Hochdrucksäule 7 fallen eine erste stickstoffangereicherte Kopffraktion als Kopfgas und eine erste sauerstoffangereicherte Fraktion als Sumpfflüssigkeit an. Kopfgas 10 wird in einem ersten Kondensator-Verdampfer 11 kondensiert und zu einem Teil 12 in die Hochdrucksäule und zu einem anderen Teil 13 - gegebenenfalls nach Unterkühlung im Gegenströmer 14 - über Leitung 15 in die Niederdrucksäule 9 eingedrosselt (16), deren Betriebsdruck 1,1 bis 1,5 bar, vorzugsweise 1,2 bis 1,4 bar, liegt. Ein Teil der kondensierten stickstoffangereicherten Fraktion 13 aus der Hochdrucksäule kann über die optionale Leitung 17 zum Kopf der Mitteldrucksäule 8 geführt werden. Die Sumpfflüssigkeit der Hochdrucksäule wird über Leitung 18 ebenfalls nach optionaler Unterkühlung (14) in die Niederdrucksäule 9 entspannt (19, 20). Die Einspeisestelle liegt oberhalb derjenigen der arbeitsleistend entspannten Luft 306. Vorzugsweise wird ein Teil 37 (10 bis 30 %, vorzugsweise 15 bis 20 %) der Hochdrucksäulen-Sumpfflüssigkeit 18 in die Mitteldrucksäule geführt. Die Einspeisestelle liegt mindestens einen praktischen oder theoretischen Boden, vorzugsweise zwei bis fünf theoretische Böden oberhalb der Einspeisung des zweiten Luftteils 202.

    [0022] In der Mitteldrucksäule 8 werden eine zweite stickstoffangereicherte Kopffraktion und eine zweite sauerstoffangereicherte Sumpfflüssigkeit gewonnen. Das Kopfgas 21 wird in einem zweiten Kondensator-Verdampfer 22 kondensiert und zu einem ersten Teil 23 in die Mitteldrucksäule und zu einem zweiten Teil 24 - gegebenenfalls nach Unterkühlung im Gegenströmer 14 - in die Niederdrucksäule 9 eingedrosselt (25). Die Sumpfflüssigkeit der Mitteldrucksäule wird über Leitung 26 ebenfalls nach optionaler Unterkühlung (14) in den Verdampfungsraum des zweiten Kondensator-Verdampfers 22 entspannt (27). Der verdampfte Strom 28 wird in die Niederdrucksäule 9 eingeführt (29). Die Einspeisestelle beispielsweise auf derselben Höhe wie diejenige der Sumpfflüssigkeit aus der Hochdrucksäule oder etwas darüber.

    [0023] Dampf 31 für die Rektifikation in der Niederdrucksäule 9 wird durch Verdampfen von Sumpfflüssigkeit 30 im ersten Kondensator-Verdampfer 11 erzeugt. Der Kondensator-Verdampfer 11 kann abweichend von der Darstellung im Sumpf der Niederdrucksäule 9 angeordnet sein. Als Kopfprodukt verläßt Stickstoff 32 die Niederdrucksäule 9, wird in den Wärmetauschem 14 und 6 auf etwa Umgebungstemperatur angewärmt und bei 33 abgezogen. Gasförmiger Produktsauerstoff 35 wird über Leitung 34 entnommen und ebenfalls im Hauptwärmetauscher 6 erwärmt. Das Sauerstoffprodukt oder ein Teil davon kann bei Bedarf flüssig entnommen werden (Leitung 36). Für die Erzeugung eines Hochdruckprodukts kann der flüssig entnommene Sauerstoff auf Druck gebracht und verdampft werden (Innenverdichtung).

    [0024] Die Reinigung der Einsatzluft ist in der Zeichnung nicht dargestellt. Sie kann durch jede der bekannten Methoden erfolgen, beispielsweise in einem umschaltbaren Wärmetauscher (Revex) oder in einer oder mehreren Molekularsiebanlagen. Im letzteren Fall ist es möglich, die gesamte Einsatzluft (Leitung 3) gemeinsam der Reinigung zu unterwerfen, die drei Teilströme 103, 201, 303 in getrennten Anlagen zu behandeln oder auch den ersten und zweiten Teilstrom gemeinsam durch ein unmittelbar stromabwärts des Nachkühlers des Verdichters 5 angeordnetes Molekularsieb zu schicken. Für den Fall, daß abweichend von der Darstellung in der Zeichnung der dritte Teilstrom hinter einem der Verdichter 5 oder 102 abgenommen und dem Nachverdichter 302 zugeleitet wird, können aller drei Teilströme oder zumindest der erste und der dritte Teilstrom gemeinsam gereinigt werden.

    [0025] In dem Ausführungsbeispiel werden die Stoffaustauschelemente in der Hochdrucksäule und in der Mitteldrucksäule durch Destillierböden gebildet, diejenigen in der Niederdrucksäule durch geordnete Packung. Grundsätzlich können jedoch bei der Erfindung in jeder der Säulen konventionelle Destillierböden, Füllkörper (ungeordnete Packung) und/oder geordnete Packung eingesetzt werden. Auch Kombinationen verschiedenartiger Elemente in einer Säule sind möglich. Wegen des geringen Druckverlusts werden geordnete Packungen in allen Säulen, insbesondere in der Niederdrucksäule, bevorzugt. Diese verstärken die energiesparende Wirkung der Erfindung weiter.

    [0026] Die untenstehenden Tabellen zeigen zwei Zahlenbeispiele für den in der Zeichnung dargestellten Prozeß, Tabelle 1 für die Gewinnung von reinem Sauerstoff (99,5 %) und Tabelle 2 für die Gewinnung von Sauerstoff mittlerer Reinheit (95,0 %).
    Tabelle 1
    GOX-Reinheit: 99,5% Gesamtleistungsaufnahme der Verdichter: 13030 kW
    Zeichn. Menge Druck Temperatur Dampfanteil Anteil N2 Anteil Ar Anteil O2
      [mol/s] [bar] [K] x<=1,0 [mol-%] [mol-%] [mol-%]
    1 2985,0 1,00 295,0 1,0 78,12 0,93 20,95
    301 520,0 1,63 298,0 1,0 78,12 0,93 20,95
    4 2465,0 1,63 298,0 1,0 78,12 0,93 20,95
    303 520,0 1,74 298,0 1,0 78,12 0,93 20,95
    304 520,0 1,64 98,1 1,0 78,12 0,93 20,95
    306 520,0 1,21 90,9 1,0 78,12 0,93 20,95
    101 2110,8 3,12 298,0 1,0 78,12 0,93 20,95
    201 354,2 3,12 298,0 1,0 78,12 0,93 20,95
    103 2110,8 4,84 298,0 1,0 78,12 0,93 20,95
    104 2110,8 4,74 101,2 1,0 78,12 0,93 20,95
    202 354,2 3,02 97,8 1,0 78,12 0,93 20,95
    34 620,0 1,22 92,0 1,0 0,00 0,50 99,50
    35 620,0 1,12 297,9 1,0 0,00 0,50 99,50
    36 5,0 1,22 92,0 0,0 0,00 0,32 99,68
    28 342,1 1,22 86,6 1,0 55,44 1,44 43,12
    24 197,8 2,90 87,6 0,0 99,33 0,46 0,21
    vor 25 197,8 2,90 87,6 0,0 99,33 0,46 0,21
    26 342,1 3,02 92,2 0,0 55,44 1,44 43,12
    vor 27 342,1 3,02 92,2 0,0 55,44 1,44 43,12
    13 1063,1 4,63 93,0 0,0 99,46 0,45 0,09
    17 10,7 4,53 89,2 0,0 99,46 0,45 0,09
    15 1052,4 4,53 89,2 0,0 99,46 0,45 0,09
    18 1047,7 4,74 97,8 0,0 56,46 1,42 42,12
    37 175,0 4,64 81,1 0,0 56,46 1,42 42,12
    19 872,7 4,64 81,1 0,0 56,46 1,42 42,12
    32 2360,0 1,20 79,0 1,0 98,81 1,05 0,14
    33 2360,0 1,00 297,8 1,0 98,81 1,05 0,14
    Tabelle 2
    GOX-Reinheit: 95,0% Gesamtleistungsaufnahme der Verdichter: 10018 kW
    Zeichn. Menge Druck Temperatur Dampfanteil Anteil N2 Anteil Ar Anteil O2
      [mol/s] [bar] [K] x<=1,0 [mol-%] [mol-%] [mol-%]
    1 2850,0 1,00 295,0 1,0 78,12 0,93 20,95
    301 953,2 1,49 298,0 1,0 78,12 0,93 20,95
    4 1896,8 1,49 298,0 1,0 78,12 0,93 20,95
    303 953,2 1,55 298,0 1,0 78,12 0,93 20,95
    304 953,2 1,45 97,9 1,0 78,12 0,93 20,95
    306 953,2 1,21 93,5 1,0 78,12 0,93 20,95
    101 1294,6 3,11 298,0 1,0 78,12 0,93 20,95
    201 602,2 3,11 298,0 1,0 78,12 0,93 20,95
    103 1294,6 4,74 298,0 1,0 78,12 0,93 20,95
    104 1294,6 4,64 98,6 1,0 78,12 0,93 20,95
    202 602,2 3,01 97,3 1,0 78,12 0,93 20,95
    34 620,0 1,22 91,8 1,0 2,55 2,45 95,00
    35 620,0 1,12 297,9 1,0 2,55 2,45 95,00
    36 5,0 1,22 91,8 0,0 0,67 1,62 97,71
    28 575,6 1,22 86,6 1,0 55,64 1,44 42,92
    24 320,9 2,89 87,6 0,0 99,18 0,46 0,36
    vor 25 320,9 2,89 87,6 0,0 99,18 0,46 0,36
    26 575,6 3,01 92,1 0,0 55,64 1,44 42,92
    vor 27 575,6 3,01 92,1 0,0 55,64 1,44 42,92
    13 652,0 4,52 92,8 0,0 99,24 0,46 0,30
    17 3,1 4,42 81,0 0,0 99,24 0,46 0,30
    15 648,9 4,42 81,0 0,0 99,24 0,46 0,30
    18 642,6 4,64 97,5 0,0 56,69 1,41 41,90
    37 291,2 4,54 80,1 0,0 56,69 1,41 41,90
    19 351,4 4,54 80,1 0,0 56,69 1,41 41,90
    32 2225,0 1,20 79,0 1,0 99,35 0,51 0,14
    33 2225,0 1,00 297,8 1,0 99,35 0,51 0,14



    Ansprüche

    1. Verfahren zur Tieftemperaturzerlegung von Luft in einem Dreifachsäulensystem, das aus einer Hochdrucksäule (7), einer Mitteldrucksäule (8) und einer Niederdrucksäule (9) besteht, mit folgenden Schritten:

    (a) Verdichtung (2) von Einsatzluft (1) auf einen ersten Druck

    (b) Einleitung eines ersten Teils (101, 103, 104) der verdichteten Einsatzluft (3) in die Hochdrucksäule (7), wobei der erste Teil der Einsatzluft von dem ersten Druck auf einen zweiten Druck verdichtet (5, 102) wird, der mindestens gleich dem Betriebsdruck der Hochdrucksäule (7) ist

    (c) Einleitung eines zweiten Teils (201, 202) der verdichteten Einsatzluft (3) in die Mitteldrucksäule (8)

    (d) arbeitsleistende Entspannung (305) eines dritten Teils (301, 303, 304) der verdichteten Einsatzluft (3)

    (e) Einleitung der arbeitsleistend entspannten Einsatzluft (306) in die Niederdrucksäule (9)

    (f) Einleitung (19) mindestens eines Teils einer ersten sauerstoffangereicherten Sumpffraktion (18) aus der Hochdrucksäule (7) in die Niederdrucksäule (9)

    (g) Kondensation (11) einer ersten stickstoffangereicherten Kopffraktion (10) aus der Hochdrucksäule (7) und Einleitung von dabei gewonnenem Kondensat (13, 15) als Rücklauf in die Niederdrucksäule (9)

    (h) Einleitung (28) mindestens eines Teils einer zweiten sauerstoffangereicherten Sumpffraktion (26) aus der Mitteldrucksäule (8) in die Niederdrucksäule (9)

    (i) Kondensation (22) einer zweiten stickstoffangereicherten Kopffraktion (21) aus der Mitteldrucksäule (8) und Einleitung (25) von dabei gewonnenem Kondensat (24) als Rücklauf in die Niederdrucksäule (9)

    dadurch gekennzeichnet, daß

    (j) der erste Druck niedriger als der Betriebsdruck der Mitteldrucksäule (8) ist und

    (k) der zweite Teil der Einsatzluft von dem ersten Druck auf einen dritten Druck verdichtet (5) wird, der mindestens gleich dem Betriebsdruck der Mitteldrucksäule (8), aber niedriger als der zweite Druck ist.


     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der dritte Teil (301) der Einsatzluft stromaufwärts der arbeitsleistenden Entspannung (305) nachverdichtet (302) wird.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei der arbeitsleistenden Entspannung (305) des dritten Luftteils (304) gewonnene Energie zur Nachverdichtung (302) des dritten Luftteils (301) verwendet wird.
     
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Betriebsdruck am Kopf der Hochdrucksäule etwa 4,8 bar oder weniger beträgt.
     
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Niederdrucksäule (9) unter einem nur knapp überatmosphärischen Druck betrieben wird, der ausreicht, um die Kopffraktion (32, 33) der Niederdrucksäule (9) - gegebenenfalls nach Durchgang durch einen oder mehrere Wärmetauscher (14, 6) - unter im wesentlichen Atmosphärendruck aus dem Verfahren zu entfernen und/oder als Regeneriergas in einer Reinigungseinrichtung einzusetzen.
     
    6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil (37) der ersten sauerstoffangereicherten Sumpffraktion (18) aus der Hochdrucksäule (7) in die Mitteldrucksäule (8) eingeleitet wird.
     
    7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Teil (37) der ersten sauerstoffangereicherten Sumpffraktion aus der Hochdrucksäule an einer Zwischenstelle in die Mitteldrucksäule (8) eingeführt wird.
     
    8. Vorrichtung zur Tieftemperaturzerlegung von Luft in einem Dreifachsäulensystem, das eine Hochdrucksäule (7), eine Mitteldrucksäule (8) und eine Niederdrucksäule (9) aufweist, mit

    (a) einem Hauptluftverdichter (2) zur Verdichtung von Einsatzluft (1) auf einen ersten Druck, der niedrieger als der Betriebsdruck der Mittelsäule ist,

    (b) mit einer ersten Teilstromleitung (101, 103, 104), die mit dem Austritt des Hauptluftverdichters (2) und mit der Hochdrucksäule (7) verbunden ist, wobei die erste Teilstromleitung durch Mittel (5, 102) zur Verdichtung von Einsatzluft von dem ersten Druck auf einen zweiten Druck, der mindestens gleich dem Betriebsdruck der Hochdrucksäule (7) ist, führt

    (c) mit einer zweiten Teilstromleitung (201, 202), die mit dem Austritt des Hauptluftverdichters (2) und mit der Mitteldrucksäule (8) verbunden ist,

    (d) mit einer dritten Teilstromleitung (301, 303, 304, 306), die mit dem Austritt des Hauptluftverdichters (2) verbunden ist und durch eine Entspannungsmaschine (305) zur Niederdrucksäule (9) führt,

    (e) mit Mitteln zur Einleitung (13, 15, 16; 24, 25) von Flüssigkeit vom Kopf der Hochdrucksäule (7) und vom Kopf der Mitteldrucksäule (8) in die Niederdrucksäule (9) sowie zur Einleitung (18, 19, 20; 26, 27, 28 29) von Sumpfflüssigkeit aus der Hochdrucksäule (7) und aus der Mitteldrucksäule (8) in die Niederdrucksäule (9),
    und mit

    (f) Mitteln (5) zur Verdichtung von Einsatzluft (4) von dem ersten Druck auf einen dritten Druck, der mindestens gleich dem Betriebsdruck der Mitteldrucksäule

    (8), aber niedriger als der zweite Druck ist, deren Eintritt mit dem Austritt des Hauptluftverdichters (2) und deren Austritt mit der zweiten Teilstromleitung (201, 202) verbunden ist.


     
    9. Vorrichtung nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch einen Nachverdichter (302), der in der dritten Teilstromleitung (301, 303) stromaufwärts der Entspannungsmaschine (305) angeordnet ist.
     
    10. Vorrichtung nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch Mittel zur Übertragung von mechanischer Energie von der Entspannungsmaschine (305) auf den Nachverdichter (302).
     
    11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, gekennzeichnet durch Mittel (37) zur Einleitung von Sumpfflüssigkeit aus der Hochdrucksäule (7) in die Mitteldrucksäule (8).
     


    Claims

    1. Process for the low-temperature fractionation of air in a triple column system, which comprises a high-pressure column (7), a medium-pressure column (8) and a low-pressure column (9), comprising the following steps:

    (a) compression (2) of charge air (1) to a first pressure

    (b) introduction of a first part (101, 103, 104) of the compressed charge air (3) into the high-pressure column (7), the first part of the charge air being compressed (5, 102) from the first pressure to a second pressure, which is at least equal to the operating pressure of the high-pressure column (7)

    (c) introduction of a second part (201, 202) of the compressed charge air (3) into the medium-pressure column (8)

    (d) work-performing expansion (305) of a third part (301, 303, 304) of the compressed charge air (3)

    (e) introduction of the charge air (306) which has undergone work-performing expansion into the low-pressure column (9)

    (f) introduction (19) of at least part of a first oxygen-enriched bottom fraction (18) from the high-pressure column (7) into the low-pressure column (9)

    (g) condensation (11) of a first nitrogen-enriched top fraction (10) from the high-pressure column (7) and introduction of condensate (13, 15) thus obtained into the low-pressure column (9) as reflux,

    (h) introduction (28) of at least a part of a second oxygen-enriched bottom fraction (26) from the medium-pressure column (8) into the low-pressure column (9)

    (i) condensation (22) of a second nitrogen-enriched top fraction (21) from the medium-pressure column (8) and introduction (25) of condensate (24) thus obtained into the low-pressure column (9) as reflux
    characterized in that

    (j) the first pressure is lower than the operating pressure of the medium-pressure column (8), and

    (k) the second part of the charge air is compressed (5) from the first pressure to a third pressure, which is at least equal to the operating pressure of the medium-pressure column (8) but is lower than the second pressure.


     
    2. Process according to Claim 1, characterized in that the third part (301) of the charge air is recompressed (302) upstream of the work-performing expansion (305).
     
    3. Process according to Claim 2, characterized in that energy which is obtained during the work-performing expansion (305) of the third part (304) of the air is used for the recompression (302) of the third part (301) of the air.
     
    4. Process according to one of Claims 1 to 3,
    characterized in that the operating pressure at the top of the high-pressure column is approximately 4.8 bar or less.
     
    5. Process according to one of Claims 1 to 4,
    characterized in that the low-pressure column (9) is operated under a pressure which is only slightly above atmospheric pressure but is sufficient to remove the top fraction (32, 33) of the low-pressure column (9) - if appropriate after it has passed through one or more heat exchangers (14, 6) - from the process under substantially atmospheric pressure and/or to be used as regeneration gas in a cleaning device.
     
    6. Process according to one of Claims 1 to 5,
    characterized in that a part (37) of the first oxygen-enriched bottom fraction (18) from the high-pressure column (7) is introduced into the medium-pressure column (8).
     
    7. Process according to Claim 6, characterized in that the part (37) of the first oxygen-enriched bottom fraction from the high-pressure column is introduced into the medium-pressure column (8) at an intermediate point.
     
    8. Apparatus for the low-temperature fractionation of air in a triple column system, which has a high-pressure column (7), a medium-pressure column (8) and a low-pressure column (9), having

    (a) a principal air compressor (2) for compressing charge air (1) to a first pressure, which is lower than the operating pressure of the medium column,

    (b) having a first partial stream line (101, 103, 104), which is connected to the outlet of the principal air compressor (2) and to the high-pressure column (7), the first partial stream line leading through means (5, 102) for compressing charge air from the first pressure to a second pressure, which is at least equal to the operating pressure of the high-pressure column (7),

    (c) having a second partial stream line (201, 202), which is connected to the outlet of the principal air compressor (2) and to the medium-pressure column (8),

    (d) having a third partial stream line (301, 303, 304, 306), which is connected to the outlet of the principal air compressor (2) and leads through an expansion machine (305) to the low-pressure column (9),

    (e) having means for the introduction (13, 15, 16; 24, 25) of liquid from the top of the high-pressure column (7) and from the top of the medium-pressure column (8) into the low-pressure column (9) and for the introduction (18, 19, 20; 26, 27, 28, 29) of bottom liquid from the high-pressure column (7) and from the medium-pressure column (8) into the low-pressure column (9),
    and having

    (f) means (5) for compressing charge air (4) from the first pressure to a third pressure, which is at least equal to the operating pressure of the medium-pressure column (8) but is lower than the second pressure, the inlet of which means is connected to the outlet of the principal air compressor (2) and the outlet of which means is connected to the second partial stream line (201, 202).


     
    9. Apparatus according to Claim 8, characterized by a recompressor (302), which is arranged in the third partial stream line (301, 303) upstream of the expansion machine (305).
     
    10. Apparatus according to Claim 9, characterized by means for transmitting mechanical energy from the expansion machine (305) to the recompressor (302).
     
    11. Apparatus according to one of claims 8 to 10,
    characterized by means (37) for introducing bottom liquid from the high-pressure column (7) into the medium-pressure column (8).
     


    Revendications

    1. Procédé de séparation d'air à basse température dans un système à triple colonne, qui se compose d'une colonne haute pression (7), d'une colonne pression moyenne (8) et d'une colonne basse pression (9), avec les étapes suivantes :

    (a) compression (2) de l'air de charge (1) à une première pression

    (b) introduction d'une première partie (101, 103, 104) de l'air de charge comprimé (3) dans la colonne haute pression (7), la première partie de l'air de charge étant comprimée de la première pression à une deuxième pression (5, 102), qui est au moins égale à la pression de fonctionnement de la colonne haute pression (7)

    (c) introduction d'une deuxième partie (201, 202) de l'air de charge comprimé (3) dans la colonne pression moyenne (8)

    (d) détente fournissant du travail (305) d'une troisième partie (301, 303, 304) de l'air de charge comprimé (3)

    (e) introduction de l'air de charge détendu en fournissant du travail (306) dans la colonne basse pression (9)

    (f) introduction (19) d'au moins une partie d'une première fraction de puits (18), provenant de la colonne haute pression (7), enrichie en oxygène, dans la colonne basse pression (9)

    (g) condensation (11) d'une première fraction de tête (10), enrichie en azote, provenant de la colonne haute pression (7) , et introduction du condensat obtenu de ce fait (13, 15), en tant que reflux dans la colonne basse pression (9)

    (h) introduction (28) d'au moins une partie d'une deuxième fraction de puits (26), provenant de la colonne pression moyenne (8), enrichie en oxygène, dans la colonne basse pression (9)

    (i) condensation (22) d'une deuxième fraction de tête (21), enrichie en azote, provenant de la colonne pression moyenne (8) et introduction (25) du condensat ainsi obtenu (24) en tant que reflux dans la colonne basse pression (9)
    caractérisé en ce que

    (j) la première pression est inférieure à la pression de fonctionnement de la colonne pression moyenne (8) et

    (k) en ce que la deuxième partie de l'air de charge est comprimée (5) de la première pression à une troisième pression, qui est au moins égale à la pression de fonctionnement de la colonne pression moyenne (8), mais qui est inférieure à la deuxième pression.


     
    2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la troisième partie (301) de l'air de charge est comprimée ultérieurement (302) en amont de la détente fournissant du travail (305).
     
    3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'on utilise, en vue de la post-compression (302) de la troisième partie d'air (301), l'énergie obtenue lors de la détente fournissant du travail (305) de la troisième partie d'air (304).
     
    4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la pression de fonctionnement à la tête de la colonne haute pression est environ de 4,8 bars ou moins.
     
    5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la colonne basse pression (9) fonctionne à une pression tout juste supérieure à la pression atmosphérique, qui suffit pour éliminer du procédé la fraction de tête (32, 33) de la colonne basse pression (9) - le cas échéant, après passage à travers un ou plusieurs échangeurs thermiques (14, 6) - à une pression essentiellement atmosphérique, et/ou pour l'utiliser en tant que gaz de régénération dans une installation de nettoyage/purification.
     
    6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'une partie (37) de la première fraction de puits (18), enrichie en oxygène, provenant de la colonne haute pression (7), est introduite dans la colonne pression moyenne (8).
     
    7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que la partie (37) de la première fraction de puits, enrichie en oxygène, provenant de la colonne haute pression, est introduite dans la colonne pression moyenne (8) en un point intermédiaire.
     
    8. Dispositif de séparation d'air à basse température dans un système à triple colonne, qui présente une colonne haute pression (7), une colonne pression moyenne (8), et une colonne basse pression (9), avec

    (a) un compresseur d'air principal (2) en vue de la compression de l'air de charge (1) à une première pression qui est inférieure à la pression de fonctionnement de la colonne moyenne,

    (b) avec un premier conduit de courant partiel (101, 103, 104), qui est relié à la sortie du compresseur d'air principal (2) et à la colonne haute pression (7), le premier conduit de courant partiel conduisant à travers des moyens (5, 102) en vue de la compression de l'air de charge de la première pression à une deuxième pression, qui est au moins égale à la pression de fonctionnement de la colonne haute pression (7),

    (c) avec un deuxième conduit de courant partiel (201, 202), qui est relié à la sortie du compresseur d'air principal (2) et à la colonne pression moyenne (8),

    (d) avec un troisième conduit de courant partiel (301, 303, 304, 306), qui est relié à la sortie du compresseur d'air principal (2) et qui conduit à travers une machine de détente (305) vers la colonne basse pression (9),

    (e) avec des moyens en vue de l'introduction (13, 15, 16 ; 24, 25) de liquide de la tête de la colonne haute pression (7) et de la tête de la colonne pression moyenne (8) dans la colonne basse pression (9) ainsi qu'en vue de l'introduction (18, 19, 20 ; 26, 27, 28, 29) de liquide de puits provenant de la colonne haute pression (7) et de la colonne pression moyenne (8) dans la colonne basse pression (9), et

    (f) avec des moyens (5) en vue de la compression de l'air de charge (4) de la première pression à une troisième pression, qui est au moins égale à la pression de fonctionnement de la colonne pression moyenne (8), mais qui est inférieure à la deuxième pression, dont l'entrée est reliée à la sortie du compresseur d'air principal (2) et dont la sortie est reliée au deuxième conduit de courant partiel (201, 202).


     
    9. Dispositif selon la revendication 10,
    caractérisé par un post-compresseur (302), qui est disposé dans le troisième conduit de courant partiel (301, 303) en amont de la machine de détente (305).
     
    10. Dispositif selon la revendication 9,
    caractérisé par des moyens en vue du transfert de l'énergie mécanique de la machine de détente (305) vers le post-compresseur (302).
     
    11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 8 à 10, caractérisé par des moyens (37) en vue de l'introduction du liquide de puits provenant de la colonne haute pression (7) dans la colonne pression moyenne (8).
     




    Zeichnung