| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 800 990 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
25.07.2001 Patentblatt 2001/30 |
| (22) |
Anmeldetag: 08.04.1997 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B63H 9/06 |
|
| (54) |
Segeltuch
Sail cloth
Tissu pour voile
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH DE DK ES FI FR GB IT LI LU NL SE |
| (30) |
Priorität: |
10.04.1996 DE 19614138
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
15.10.1997 Patentblatt 1997/42 |
| (73) |
Patentinhaber: Dimension-Polyant GmbH |
|
47803 Krefeld (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Cox, Herbert
47803 Krefeld (DE)
- Plöntges, Margarete
47803 Krefeld (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Klingseisen, Franz, Dipl.-Ing. et al |
|
Patentanwälte,
Dr. F. Zumstein,
Dipl.-Ing. F. Klingseisen,
Postfach 10 15 61 80089 München 80089 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 718 343
|
US-A- 4 679 519
|
|
| |
|
|
- "Sailcloth" YACHT AND YACHTING,12. April 1991, Seiten 33-39, XP002082777 Southend-on-Sea,Essex,U.k.
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Bei der Herstellung von Segeln werden vom Segelmacher Zuschnitte aus einem Segeltuch
angefertigt, die dann zu einem fertigen Segel zusammengesetzt werden. Das Segeltuch
kann hierbei aus einer Folie bestehen, auf der durch Laminieren Verstärkungsfäden
aufgebracht sind.
[0002] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Segeltuch vorzuschlagen, aus dem verschiedene
Arten von Zuschnitten für die Segelherstellung angefertigt werden können.
[0003] Erfindungsgemäß wird eine durchgehende Segeltuchbahn in der Weise ausgebildet, daß
eine Gruppe von Verstärkungsfäden abwechselnd konvergierend und divergierend in Bahnlängsrichtung
verläuft und wenigstens eine weitere Gruppe von Verstärkungsfäden gegenläufig zu der
ersteren Gruppe divergierend und konvergierend in Bahnlängsrichtung sich erstreckt.
[0004] Durch die in etwa zickzackförmige Anordnung zweier gegenläufiger Gruppen von Verstärkungsfäden
können aus einer einzigen Segeltuchbahn verschiedene Arten von Zuschnitten angefertigt
werden, die für die Segelherstellung geeignet sind, so daß der Segelmacher nicht verschiedene
Arten von Segeltuchbahnen für die Segelherstellung benötigt.
[0005] Der Erfindung wird beispielweise anhand der Zeichnung näher erläutert.Es zeigen
- Fig. 1
- in einer Draufsicht eine erste Ausführungsform einer Segeltuchbahn,
- Fig. 2
- in gleicher Ansicht eine abgewandelte Ausführungsform, und
- Fig. 3
- eine weitere Ausführungsform.
[0006] Fig. 1 zeigt eine fortlaufende Bahn 1 aus einer Folie bzw. einem Segeltuch, auf dem
in Längsrichtung der Bahn 1 verlaufende Verstärkungsfäden 2 angeordnet sind, die durch
Laminieren oder dergleichen in das aus Kunststofffolien zusammengesetzte Segeltuch
fest eingebracht sind.
[0007] Bei der Anordnung nach Fig. 1 sind zwei Gruppen 3 und 4 von Verstärkungsfäden 2 derart
angeordnet, daß die Verstärkungsfäden der einen Gruppe 3 abwechselnd divergieren und
dann wieder konvergieren, während die Verstärkungsfäden der anderen Gruppe 4 gegenläufig
konvergieren und divergieren, wobei jeweils der außenliegende Verstärkungsfaden 5
jeder Gruppe im wesentlichen parallel zum Rand der Bahn 1 verläuft.
[0008] Zweckmäßigerweise wird zwischen den beiden Gruppen 3 und 4 von Verstärkungsfäden
ein von Verstärkungsfäden freier Bereich vorgesehen, so daß sich ein deutlicher Abstand
6 zwischen den beiden Gruppen ergibt, wie dies in Fig. 2 wiedergegeben ist.
[0009] Eine weitere Ausführungsform zeigt Fig. 3, wobei eine in der Mitte der Bahn liegende
Gruppe 7 von Verstärkungsfäden von der Mittelachse aus nach beiden Seiten divergiert
und konvergiert, so daß sich über die Länge der Segeltuchbahn 1 in der Darstellung
der Fig. 3 eine sanduhrartige Anordnung der mittigen Verstärkungsfäden oder bei Fortführung
oben und unten eine etwa rombenförmige Anordnung ergibt. Auf beiden Seiten dieser
mittigen Gruppe 7 von Verstärkungsfäden ist jeweils eine Gruppe 8 und 8' derart angeordnet,
daß die äußeren Verstärkungsfäden 5 parallel zum Rand der Bahn 1 und die innenliegenden
Verstärkungsfäden 9 dieser Gruppen im wesentlichen parallel zu den äußeren Verstärkungsfäden
der mittleren Gruppe 7 verlaufen.
[0010] Auch bei der Anordnung nach Fig. 3 haben die einzelnen Gruppen 7 und 8 einen Abstand
6 voneinander, um die Ausführung eines Zuschnitts zu erleichtern.
[0011] Die einzelnen Verstärkungsfäden laufen zu einem ebenen dichten Bündel zusammen und
breiten sich dann wieder fächerförmig aus, wobei je nach Bedarf eine größere oder
geringere Dichte von Fäden pro Flächeneinheit vorgesehen werden kann.
[0012] Durch gestrichelte Linien sind in Fig. 3 mögliche Zuschnitte angedeutet, die vom
Segelmacher aus einer solchen Segeltuchbahn gefertigt werden können, um bestimmte
Abschnitte eines Segels auszubilden, die dann nach dem Zusammensetzen durch den Segelmacher
ein fertiges Segel ergeben. Durch die Art der Anordnung der Verstärkungsfäden in Bahnlängsrichtung
sind sehr unterschiedliche Arten von Zuschnitten möglich, während durch die Ausgestaltung
in Form einer durchgehenden Bahn die Herstellung eines solchen Segeltuchs als Ausgangsmaterial
für die Segelfertigung kostengünstig ist .
1. Segeltuch in Form einer durchgehenden Bahn (1) mit darauf angebrachten Verstärkungsfäden
(2), wobei eine erste Gruppe (3) von Verstärkungsfäden abwechselnd konvergierend und
divergierend in Bahnlängsrichtung verläuft und wenigstens eine weitere Gruppe (4)
von Verstärkungsfäden gegenläufig zur ersteren Gruppe (3) divergierend und konvergierend
in Bahnlängsrichtung verläuft.
2. Segeltuch nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Gruppen (3, 4) in einem Abstand (6) voneinander angeordnet sind.
3. Segeltuch nach den Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Gruppen (3, 4) von Verstärkungsfäden derart angeordnet sind, daß die
außen an der Bahn verlaufenden Verstärkungsfäden (5) jeder Gruppe etwa parallel zum
Rand der Bahn (1) verlaufen.
4. Segeltuch nach den vorhergehenden Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine mittige Gruppe (7) von Verstärkungsfäden vorgesehen ist, die von der Mittelachse
der Bahn aus nach beiden Seiten divergierend und konvergierend in Bahnlängsrichtung
verlaufen, wobei auf beiden Seiten der mittigen Gruppe (7) jeweils eine Gruppe (8)
von Verstärkungsfäden vorgesehen ist, deren außenliegende Fäden (5) parallel zum Rand
der Bahn und deren innenliegende Fäden (9) parallel zu den außenliegenden Fäden der
mittigen Gruppe (7) verlaufen.
1. Sailcloth in the form of a continuous web (1) with reinforcing threads (2) provided
on it, a first group (3) of reinforcing threads extending alternately convergingly
and divergingly in the longitudinal direction of the web and in that at least one
further group (4) of reinforcing threads extends divergingly and convergingly in the
longitudinal direction of the web but in the opposite direction to the first group
(3).
2. Sailcloth according to claim 1, characterised in that the two groups (3, 4) are disposed
at a distance (6) from each other.
3. Sailcloth according to claims 1 and 2, characterised in that the two groups (3, 4)
of reinforcing threads are so disposed that the reinforcing threads (5) of each group
which extend on the outside of the web extend approximately parallel with the edge
of the web (1).
4. Sailcloth according to the preceding claims, characterised in that a central group
(7) of reinforcing threads is provided which extend divergingly and convergingly in
the longitudinal direction of the web from the central axis of the web outwards towards
both sides, whereby, on both sides of the middle group (7) there is in each case a
group (8) of reinforcing threads, the outside threads (5) of which extend parallel
with the edge of the web and of which the inner threads (9) extend parallel with the
outer threads of the middle group (7).
1. Tissu pour voile revêtant la forme d'une nappe ininterrompue (1) sur laquelle des
fils de renforcement (2) sont implantés, un premier groupe (3) de fils de renforcement
s'étendant alternativement de manière convergente et de manière divergente dans la
direction longitudinale de la nappe, et au moins un autre groupe (4) de fils de renforcement
s'étendant en sens inverse vis-à-vis du premier groupe (3), de manière divergente
et convergente dans la direction longitudinale de la nappe.
2. Tissu pour voile selon la revendication 1,
caractérisé par le fait
que les deux groupes (3, 4) sont disposés avec espacement (6) l'un de l'autre.
3. Tissu pour voile selon les revendications 1 et 2,
caractérisé par le fait
que les deux groupes (3, 4) de fils de renforcement sont agencés de façon telle que
les fils de renforcement (5) de chaque groupe, s'étendant extérieurement sur la nappe,
s'étendent à peu près parallèlement au bord de ladite nappe (1) .
4. Tissu pour voile selon les revendications précédentes,
caractérisé par le fait
qu'il est prévu un groupe central (7) de fils de renforcement s'étendant dans la direction
longitudinale de la nappe à partir de l'axe médian de ladite nappe, de manière divergente
et convergente vers les deux côtés, sachant qu'il est prévu, des deux côtés du groupe
central (7) , un groupe respectif (8) de fils de renforcement dont les fils extérieurs
(5) s'étendent parallèlement au bord de la nappe, et dont les fils intérieurs (9)
s'étendent parallèlement aux fils extérieurs dudit groupe central (7).