| (19) |
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(11) |
EP 0 897 517 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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25.07.2001 Patentblatt 2001/30 |
| (22) |
Anmeldetag: 12.05.1997 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9702/424 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9743/586 (20.11.1997 Gazette 1997/50) |
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| (54) |
VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM GEFRIEREN VON ZELLSUSPENSIONEN
PROCESS AND DEVICE FOR FREEZING OF CELL SUSPENSIONS
PROCEDE ET DISPOSITIF POUR CONGELER DES SUSPENSIONS DE CELLULES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT NL |
| (30) |
Priorität: |
11.05.1996 DE 19619152
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.02.1999 Patentblatt 1999/08 |
| (73) |
Patentinhaber: Mingers, Bernd |
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47877 Willich (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Mingers, Bernd
47877 Willich (DE)
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| (74) |
Vertreter: Bonsmann, Manfred, Dipl.-Ing. |
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Kaldenkirchener Strasse 35a 41063 Mönchengladbach 41063 Mönchengladbach (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 1 763 041 DE-A- 3 142 521 DE-C- 726 742 FR-A- 2 258 672 US-A- 4 304 293
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DE-A- 2 535 805 DE-A- 4 206 705 FR-A- 1 341 536 FR-A- 2 632 391 US-A- 4 625 521
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Gefrieren von Zellsuspensionen sowie eine
Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
[0002] Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf Humanzellsuspensionen und wird im folgenden
anhand solcher Substrate näher beschrieben, obwohl die Erfindung auch auf Zellsuspensionen
anderer Herkunft anwendbar ist. Diese Suspensionen enthalten lebende Zellen, wobei
es sich in der Regel um menschliches Blut handelt. Ziel des erfindungsgemäßen Verfahrens
bei derartigen Ausführungsformen ist es, derartige Zellsuspensionen derart tiefzugefrieren,
daß einerseits möglichst viele vitale Zellen erhalten bleiben und andererseits zur
Vermeidung des Einsatzes von Fremdblutkonserven gegebenenfalls auf das Eigenblut einer
Person zurückgegriffen werden kann.
[0003] Es ist bereits bekannt (DE 29 29 278 C2), Zellsuspensionen der genannten Art dadurch
einzufrieren, daß man die aus Bestandteilen des menschlichen Blutes und einem Gefrierschutzmittel
bestehenden Zellsuspensionen, welche in bestimmten Volumina das Gefriergut in vorzugsweise
flexiblen Kunststoffbeuteln bilden, in eine Kammer einführt und in dieser nach einer
vorgegebenen Temperatur/Zeitfunktion tiefgefriert. Dabei geht der Stand der Technik
davon aus, daß bei derartigen Suspensionen ein funktioneller Zusammenhang zwischen
der betreffenden Kühlrate und dem Anteil der nach dem Auftauen in der Suspension noch
enthaltenen vitalen Zellen besteht, so daß es darauf ankommt, eine vorher ermittelte
Kühlrate über die Zeit möglichst genau einzuhalten. In Vorrichtungen, die nach diesem
Verfahren funktionieren sollen, machen indessen die extrem hohen Kühlraten erhebliche
Schwierigkeiten, was dazu führt, daß außer im Labormaßstab größere Volumina, wie sie
im technischen Maßstab behandelt werden müßten, nicht oder nicht optimal eingefroren
werden können.
[0004] Tatsächlich werden solche Verfahren bislang (DE 44 37 091 A1) technisch so durchgeführt,
daß man die in wäßriger Lösung zumeist unter Zusatz eines Gefrierschutzadditives in
suspendierter Form enthaltene Zellsubstanz mit ihren Flachbeuteln aus tieftemperaturbeständigem
Kunststoff in einen geschlossenen Behälter oder eine offene Spannvorrichtung einsetzt
und anschließend in einen Container taucht, der Gefriermittel für die Tiefkühlung,
vorzugsweise flüssigen Stickstoff, enthält. Der Behälter bzw. die Spannvorrichtung
stellen in erster Annäherung eine Presse dar, weil sie den Flachbeutel zwischen ihren
Deckeln bzw. zwischen Platten mit Hilfe eines mechanischen Getriebes einspannen. Dadurch
wird aus dem elastischen Flachbeutel eine im wesentlichen homogene Plattenform erreicht,
so daß einerseits ein großes Oberflächen-/Volumenverhältnis erreicht wird und andererseits
geometrische Inhomogenitäten wie Falten oder Auswölbungen vermieden werden, so daß
ein verbesserter Wärmeübergang erzielt wird, gleichzeitig aber auch ein unkontrolliertes
Abkühlen durch geometrische Inhomogenitäten des Flachbeutels zuverlässig verhindert
werden. Zudem ermöglicht das Pressen des Flachbeutels eine dünne homogene Plattenform
seines tiefgefrorenen Inhaltes, die ihrerseits eine platzsparende Lagerung und ein
schnelles Wiedererwärmen im Bedarfsfall gestattet. Als Preßwerkzeuge dienen dabei
planparallele Platten, deren einander zugekehrte Flächen als Kühlflächen dienen, die
bei geschlossener Presse auf die Flachseiten des Flachbehälters einwirken. Auf die
den Kühlflächen gegenüberliegenden Plattenseiten wirkt unmittelbar nach dem Eintauchen
der Presse in den Container das darin enthaltene flüssige Kältemittel ein. Eine Mechanik
der Presse sorgt dafür, daß der Preßdruck während des Tiefgefrierens bis zur Entnahme
des Flachbeutels aufrechterhalten wird.
[0005] Diese bekannten Tiefgefriereinrichtungen für Suspensionen lebender Zellen führen
in der Praxis jedoch zu einigen Schwierigkeiten. Die Kombination der Flachbeutelpresse
mit einem das flüssige Kältemittel enthaltenden Container setzt voraus, daß dieser
für das Tauchen und das Herausnehmen aus dem Kältemittel geöffnet ist. Da es sich
bei dem Kältemittel in der Regel um flüssigen Stickstoff handelt, entstehen hierbei
Risiken. Sie ergeben sich aus der möglichen Stickstoffüberfrachtung der Raumluft und
aus der Verletzungsgefahr durch ungewollte Hautberührung an kalten Oberflächen und
Flüssigkeiten.
[0006] Außerdem sind die Leistungen eines mit derartigen Pressen durchgeführten Tiefkühlverfahrens
und damit der Ausnutzungsgrad der beschriebenen Baugruppen der vorbekannten Gefriereinrichtungen
ungenügend. Da deswegen deren Verwendung auf den Labormaßstab beschränkt ist, sind
die Betriebskosten erheblich. Sie ergeben sich nicht nur aus den mit dem Tauchvorgang
zwangsläufig verbundenen Verdunstungsverlusten an Kältemittel und die nur eingeschränkt
mögliche Wärmeisolation zur Vermeidung von Energieverlusten. Diese Schwierigkeiten
führen auch dazu, daß der Einsatz von unterkühltem Kältemittel, insbesondere von unterkühltem
Flüssigstickstoff ausgeschlossen ist, obwohl unter bestimmten Randbedingungen hierdurch
eine Verbesserung des Wärmeüberganges auf das Gefriergut erzielt werden könnte.
[0007] Aus der FR 2 632 391 ist ein Verfahren zum Gefrieren von Zellsuspensionen bekannt,
bei dem die in eine Verpackung eingeschlossenen Zellsuspensionen zwischen Kontaktflächen,
die auf eine niedrige Temperatur gebracht sind, dadurch tiefgefroren werden, daß das
Kältemittel die Wärme der verpackten Zellsuspensionen aufnimmt. Aus dem genannten
Dokument sind jedoch keine Maßnahmen ersichtlich, mittels derer eine besonders hohe
und kontrollierte Abkühlrate erzielt werden könnte. Insbesondere ist die Verwendung
eines unterkühlten Kältemittels nicht offenbart.
[0008] Demgegenüber liegt eine Aufgabe der Erfindung darin, ein Verfahren zur Verfügung
zu stellen, bei dem eine auf einfache Weise kontrollierbare und - sofern dies gewünscht
wird - sehr hohe Abkühlrate erzielt werden kann, und dies unter Verwendung eines unterkühlten
Kältemittels.
[0009] Aus der FR 2 632 391 ist weiterhin eine Vorrichtung zur Durchführung des vorstehend
beschriebenen Verfahrens bekannt mit von einem Kältemittel durchflossenen Kühlplatten,
deren einander zugekehrte Seiten als Kontaktflächen dienen und einen Spalt begrenzen,
in den jeweils eine Zellsuspension ragt. Jedoch weist die bekannte Vorrichtung keine
Maßnahmen zur Verbesserung der Kühlleistung bzw. der Kühlleistungskontrolle sowie
zur einfacheren Handhabbarkeit auf.
[0010] Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht demgemäß darin, eine Vorrichtung
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens bereitzustellen, bei der die Kühlleistung
und deren Kontrolle sowie die Handhabbarkeit verbessert sind.
[0011] Die Lösung der genannten Aufgaben erfolgt zum einen mit einem Verfahren gemäß dem
Gegenstand des Patentanspruches 1. Zweckmäßige Ausgestaltungen ergeben sich aus den
Unteransprüchen 2 bis 8.
[0012] Weiterhin wird zur Lösung der genannten Aufgaben in Anspruch 9 eine Vorrichtung zur
Durchführung des vorgenannten Verfahrens vorgeschlagen. Zweckmäßige Ausgestaltungen
dieser Vorrichtung ergeben sich aus den Unteransprüchen 10 bis 29.
[0013] Die Erfindung geht bei der Kryokonservierung menschlicher roter Blutkörperchen mit
Hydroxiethylstärke als Gefrierschutzadditiv von dem nachfolgend dargestellten Zusammenhang
zwischen der mittleren Kühlrate B beim Einfrieren und der Zellwiederfindung S (=Stabilität
der aufgetauten Zellen in isotoner Kochsalzlösung) wie experimentell ermittelt aus:

[0014] Die Erfindung macht es sich nun zunutze, daß in einem Band von Abkühlraten zwischen
150 und etwa 350 K/min ein flaches Maximum der Zellwiederfindung (cell recovery) auftritt.
Dabei berücksichtigt sie, daß die Zellüberlebensrate bei zu hoher Kühlrate wieder
abnimmt. Erfindungsgemäß wird deswegen die Auslegung des Verfahrens und einer nach
dieser arbeitenden Vorrichtung stets einem speziellen Abkühlprozeß angepaßt. Obwohl
in der Literatur für die Konservierung einzelner Zellarten Abkühlprotokolle gemäß
dem eingangs beschriebenen Stand der Technik veröffentlicht sind, ist im allgemeinen
nicht der Abkühlverlauf, sondern nur die einzustellende Kühlrate von Bedeutung. Erythrozyten
erfordern hohe Kühlraten, eine Temperaturführung gemäß einem speziellen Einfrierprotokoll
ist bei dem Konservierungsverfahren jedoch nicht erforderlich.
[0015] Gemäß der Erfindung, wie sie im Anspruch 1 wiedergegeben ist, wird dadurch, daß erfindungsgemäß
das Gefriergut, bei dem man im allgemeinen davon ausgehen kann, daß nur eine einzige
Art und Größe von Zellsuspensionen in Beuteln tiefgefroren werden soll (z.B. entweder
Erythrozyten oder Stammzellen oder Thrombozyten oder Leukozyten etc.), auf die bereits
auf die tiefen für die Abkühlrate erforderliche Temperatur gebrachten Kontaktflächen
zu bringen ist, so daß nur das jeweils einzeln vorliegende Gefriergut mit seinem Inhalt
an Zellsuspension gekühlt zu werden braucht. Dabei stimmt man die Kühlfläche auf die
Abkühlrate ab. Da erfindungsgemäß das Kühlmittel unterkühlt ist und das Verfahren
so geführt wird, daß es bis zum Siedezustand die Wärme aus dem Gefriergut über die
Kontaktflächen aufnimmt, entstehen hierbei zwar Blasen im Kältemittel, die jedoch
beim Aufsteigen im Kältemittel wieder kollabieren, d.h. rekondensieren. Das erfindungsgemäße
Verfahren führt daher bei der Wärmeaufnahme aus dem Gefriergut auf der Kühlmittelseite
der Kontaktflächen nicht zur Nettodampfbildung aus dem Kühlmittel.
[0016] Dieses neue Verfahren ist gegenüber den Vorrichtungen, die das flexible Gefriergut
einspannen und dann nachfolgend in Behälter mit flüssigem Kältemittel eintauchen,
erheblich wirtschaftlicher, weil insbesondere die wiederholte Abkühlung und Erwärmung
der Beuteleinspannvorrichtungen sowie sämtliche anderen mit dem Tauchen des Gefriergutes
verbundenen Nachteile entfallen. Das neue Verfahren ermöglicht darüber hinaus optimale
Abkühlraten, die für eine maximale Ausbeute an lebenden Zellen Voraussetzung ist.
Das ist eine Folge der hohen Kühlrate, die eine restlose Abführung der Enthalpie des
Gefriergutes und der Strömung im Kältemittel während des Abkühlprozesses ermöglicht,
welche durch die geschilderte Blasenbildung und Blasenrekondensierung im Kältemittel
entsteht.
[0017] Da das erfindungsgemäße Verfahren den Wärmeübergang aus dem Gefriergut auf die Kontaktflächen
und von diesen auf das Kältemittel mit hoher Abkühlrate ermöglicht, ohne daß die Abkühlung
nach einem genauen Abkühlprotokoll durchgeführt zu werden braucht, aber im Rahmen
des Verfahrens auch durchgeführt werden kann, wird das Verfahren bei seiner praktischen
Anwendung zweckmäßig nach der jeweiligen Art des Gefriergutes und nach der auf die
Abkühlrate abzustimmenden Kontaktflächengröße dimensioniert. Häufig, d.h. insbesondere
bei der vorzugsweise für die Erfindung in Betracht kommenden Abkühlung von Blutkonserven
in flexiblen Kunststoffbeuteln sind dann sowohl die Abkühlraten als auch die Größen
der Kontaktflächen vorgegeben. Wird dann das erfindungsgemäße Verfahren angewandt,
so ergibt sich gemäß Anspruch 2 eine wesentlich höhere Abkühlrate als bislang. Andererseits
und nach Anspruch 3 läßt sich der Wärmeübergang aber auch in anderer Richtung optimieren,
indem man die Gefriergutschichtdicke zwischen den Kontaktflächen erhöht und dabei
höhere Abkühlraten, die die Erfindung ermöglicht, dazu einsetzt, die vorher experimentell
ermittelten Abkühlraten dennoch einzuhalten oder gar zu vergrößern.
[0018] Mit den Merkmalen des Anspruches 4 läßt sich die Abkühlrate noch erhöhen, da hierdurch
größere Wärmemengen aus dem Gefriergut in das Kältemittel abgeführt werden. Dies kann
u.a. mit den Merkmalen des Anspruches 6 erreicht werden. Auch läßt sich der Wärmeübergang
in das Gefriermittel verbessern, was u.a. mit den Merkmalen des Anspruches 7 ermöglicht
wird.
[0019] Wenn man das erfindungsgemäße Verfahren im industriellen Maßstab einsetzt, bietet
es auch den Vorteil einer optimalen Nutzung des Kältemittels. Insbesondere ermöglicht
das die Führung des Verfahrens gemäß dem Anspruch 5. Das geschieht dann in der Weise,
daß die von dem Kältemittel über die Kontaktflächen aufgenommenen Wärmemengen aus
dem im Kreislauf geführten Kältemittel durch Unterkühlung herausgenommen werden, bevor
das Kältemittel die Kontaktflächen wieder beaufschlagt. Ein solcher, im wesentlicher
geschlossener Kühlmittelkreislauf bedarf dann nur noch des Ersatzes geringer Kältemittelmengen,
welche durch unvermeidliche Verluste im Kreislauf entstehen können.
[0020] Für den industriellen Maßstab eignet sich auch die Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens, da diese die Wärme des fertig eingefrorenen Gefriergutes und die nachfolgende
Anlage der Kontaktflächen an das in flexiblen Verpackungen befindliche Gefriergut
dazu nutzt, eine gleichmäßige, faltenfreie Verformung des Gefriergutes zu einer konstanten
gleichmäßigen Schichtdicke zwischen den Kontaktflächen zu erreichen. Dies ist eine
der Voraussetzungen eines gleichmäßig tiefgefrorenen Gefriermittels mit einem möglichst
hohen Anteil an lebender Zellsubstanz nach dem Auftauen.
[0021] Andere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung mehrerer
Ausführungsbeispiele von Vorrichtungen zur Durchführung des geschilderten Verfahrens
anhand der Figuren in der Zeichnung; es zeigen
- Fig. 1
- perspektivisch und in abgebrochener Darstellung eine erste Ausführungsform einer Kontaktfläche
mit deren Kühlung durch ein flüssiges Kältemittel,
- Fig. 2
- eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in zwei übereinander
dargestellten Betriebsphasen, wobei ein Teil der Vorrichtung im Schnitt wiedergegeben
ist,
- Fig. 3
- eine zweite Ausführungsform der Kontaktflächen mit ihrer Kühlung, die im wesentlichen
im Horizontalschnitt wiedergegeben ist,
- Fig. 4
- eine Einzelheit der Fig. 3 an der dort bezeichneten Unterkante,
- Fig. 5
- eine weitere Ausführungsform der Erfindung unter Darstellung des Kühlmittelkreislaufes,
wobei die Kontaktflächen und die ihnen unmittelbar zugeordneten Teile im Schnitt dargestellt
sind,
- Fig. 6
- eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung, deren Teile, wie links
in Fig. 5 dargestellt, wiedergegeben sind, und
- Fig. 7
- eine weitere Ausführungsform der Erfindung, die in Draufsicht und teilweise im Schnitt
wiedergegeben ist.
[0022] Gemäß der Darstellung der Fig. 2 besteht das Gefriergut aus einer Zellsuspension,
welche in flexiblen Kunststoffbeuteln 1 verpackt ist. Diese Beutel sind durch die
Verpackung in einer Kunststoffolie 2 als Verpackungsmaterial ohne Verlust ihrer Dichtigkeit
verformbar und nehmen bei ihrer Aufhängung an einem beweglichen Förderorgan eines
Stetigförderers 3, wie aus der oberen Darstellung der Fig. 2 ersichtlich, im senkrechten
Querschnitt eine Tropfenform an, da die Zellsuspension flüssig ist. Das Tiefgefrieren
erfolgt zwischen Kontaktflächen von Kammern 4, 5, deren Wirkungsweise weiter unten
im einzelnen erläutert wird. Die beiden Kammern sind im wesentlichen gleich ausgebildet
und werden zunächst anhand der in Fig. 4 wiedergegebenen Einzelheiten näher beschrieben.
[0023] Danach handelt es sich bei jeder Kammer 4, 5 um einen Hohlkörper 6 von im wesentlichen
halbzylindrischer Form mit einer formsteifen Außenwand 7, einer inneren wärmedämmenden
Auskleidung 8 und einer inneren Verkleidung 7a. In den Ausführungsbeispielen hat jede
Kammer 4, 5 eine flache Innenseite 9. Diese ist mit einer ebenen Kühlplatte 10, 11
verschlossen. In der in Fig. 2 dargestellten Vorrichtung dienen die einander gegenüberliegenden
Außenseiten der Kühlplatten als Kontaktflächen 12, 13.
[0024] Wie beispielsweise in Fig. 4 dargestellt, wirken diese auf die beiden Flachseiten
14, 15 jedes Kunststoffbeutels 2 ein. Gemäß der dargestellten Ausführungsform ist
jede Kühlplatte 10, 11 auf ihrer Innenseite berippt. Durch die Mehrzahl dieser Rippen
16 wird die jeweilige Oberfläche der Kühlplatten kühlmittelseitig erheblich vergrößert,
wodurch der Wärmeübergang von den Kontaktflächen auf das Kühlmittel optimiert ist.
Die Kühlplatten sind mit den inneren Formkörperwänden 7a der Kammern verschraubt und
weisen außerdem in den Rippengründen 17 eine Beschichtung 18 auf, welche aus einem
mikroporösen Werkstoff besteht. Hierdurch wird bei weiterer Vergrößerung der wärmeübertragenden
Flächen auf ihrer von dem flüssigen Kühlmittel angeströmten Kammerinnenseite 9 der
Wärmeübergangsgrad gesteigert, wobei außerdem an der Kühlmittelseite der Kontaktflächen
12, 13 Keime für das Blasensieden des Kühlmittels zur Verfügung gestellt werden.
[0025] Nicht dargestellt sind die hiervon abweichenden Möglichkeiten, den Wärmeemissionsgrad
auf abweichende Weise zu steigern, indem man etwa die von dem Kühlmittel angeströmten
Flächen eloxiert oder sie schwarz einfärbt. Andererseits sind die Kontaktflächen 12,
13 der Kühlplatten 10, 11 gut wärmeleitend ausgeführt. Zu diesem Zweck können sie
beispielsweise aus einem entsprechenden Werkstoff, z.B. aus Kupfer, gewonnen werden
oder einen Überzug erhalten, beides u.a. mit dem Ziel, die Oberflächenrauhigkeit herabzusetzen.
[0026] Weitere Einzelheiten des Aufbaus der Kammer ergeben sich aus der Fig. 1 in Verbindung
mit den Fig. 2 und 3. Danach befindet sich im Innenraum jeder Kammer eine Zwischenwand
19, die im wesentlichen bis zur Höhe der Kontaktflächen bzw. der Maßnahmen an den
Kühlflächen reicht, die zur Vergrößerung des Wärmeemissionsgrades getroffen werden
können. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 2 handelt es sich ausschließlich um eine Beschichtung
18 aus mikroporösem Werkstoff. Die Zwischenwand teilt oberhalb der Mündung einer isolierten,
das Kältemittel zuführenden Speiseleitung 20 in der Kammer einen Raum 21 ab, in den
das unterkühlte Kühlmittel einströmt und die zugeordneten Kontaktflächen 12, 13 auf
der entsprechend tiefen Temperatur hält, bevor die Berührung mit dem Kunststoffbeutel
eintritt. Wenn das der Fall ist, setzt ein Blasensieden ein, das schematisch im unteren
Teil der Fig. 2 mit den dabei gebildeten Gasblasen dargestellt ist. Diese Gasblasen
werden jedoch im wesentlichen ohne Nettodampfbildung rekondensiert, was auf der Unterkühlung
des Kühlmittels beruht. Nur ein geringer Teil des Gases tritt nach oben aus und wird
von der Mündung einer Gasrückführungsleitung 22 aufgenommen, die bei bestimmten Ausführungsformen
der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einen Kreislauf des Kühlmittels zurückführt.
Flüssiges Kühlmittel übersteigt bei fortdauernder Zuführung von unterkühltem Kühlmittel
durch die Speiseleitung 20 die Oberkante 23 der Zwischenwand, die als Wehr dient.
Eine Füllstandskontrolle, die schematisch bei 24 dargestellt ist, hält oberhalb der
Mündung eine Rückführungsleitung 25 in einem Kühlmittelsammelraum 26 jeder Kammer
eine bestimmte Höhe des ablaufenden Kühlmittels aufrecht. Eine weitere Speiseleitung
27 führt weiteres flüssiges Kühlmittel in den Sammelraum 26 ein, sobald die aus dem
Raum 21 abfließende Kühlmittelmenge nicht mehr ausreicht. Auf diese Weise ist ein
weitgehend automatischer Betrieb mit gleichbleibender Qualität des Gefriergutes möglich.
[0027] Während in der Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach den Fig. 2
und 3 eine praktisch von der Unterkühlung des Kühlmittels bestimmte Kühlrate erzielt
wird, bildet die Ausführungsform nach Fig. 1 den Vorteil, daß die Kühlrate durch Zuführung
von Wärme zu den Kontaktflächen auch gesteuert werden kann, obwohl mit einem unterkühlten
Kühlmittel gearbeitet wird. Zu diesem Zweck ist die verstärkte Kühlplatte 10 von mäanderförmigen
Heißgaskanälen 28 oder bei elektrischer Beheizung von Heizdrähten durchzogen. Die
Kontaktfläche 12 läßt sich daher bedarfsweise auf eine höhere Temperatur bringen.
Außerdem hat eine Kühlplatte, die, wie die dargestellte Kühlplatte 6 eine vergleichsweise
große Masse aufgrund ihrer Wandstärke aufweist, eine zusätzliche Wärmespeicherkapazität,
die die Temperaturerhöhung der Kühlplatte während des Gefrierens des Kühlgutes dämpft.
[0028] Die Kammern 4, 5 und ihre vorstehend bezeichneten Einzelteile sind Teil einer Vorrichtung
(Fig. 5), mit der sich flexible Kunststoffbeutel in größerer Zahl und insbesondere
im industriellen Maßstab rationell nach dem geschilderten Verfahren manipulieren lassen,
um sie tiefzugefrieren. Dazu dient der darstellte Manipulator 29, der zwei Kammern
4, 5 vereinigt, die so angeordnet sind, daß ihre Kühlplatten 10, 11 senkrecht stehen,
so daß auch die Kontaktflächen 12, 13 im wesentlichen senkrecht angeordnet sind. Die
Kammer 4 ist stationär aufgebaut, während die Kammer 5 senkrecht zur Kontaktplatte
12 mit Hilfe der Kolbenstange 30 eines doppelt wirkenden Arbeitszylinders und eines
Hebelgetriebes in zwei Stellungen beweglich ist. In der dargestellten Stellung öffnet
sich ein Spalt 32, in dem der zu gefrierende Kunststoffbeutel 1 Platz findet. In der
anderen Stellung schließt sich der Spalt 32. Befindet sich ein flexibler Kunststoffbeutel
zwischen den Kontaktplatten 12, 13, so wird dieser bis zu einer bestimmten, d.h. vorgegebenen
Schichtdicke zusammengepreßt und erst dann tiefgefroren. Diese Stellung nimmt die
bewegliche Kammer 5 nach Einfahren der Kolbenstange 30 in den Arbeitszylinder 31 ein.
Hat jedoch das verpackte Gefriergut bereits die erforderliche Schichtdicke beim Einführen
in den Spalt 32, so dient der aus den Teilen 30 und 31 bestehende Kammerantrieb nur
zum Anlegen der Kontaktflächen 12, 13 an das Gefriergut.
[0029] Das Kühlmittel wird im Kreis durch die Kammern und einen Kühler 33 geführt, der das
bereits flüssige Kältemittel unterkühlt. Eine Pumpe M fördert das erwärmte Kühlmittel
mit Hilfe paralleler Rückführungsleitungen aus den kühlmittelseitigen Abteilen 26
und 35 in den Kühler 33, aus dem das unterkühlte Kühlmittel durch parallele Speiseleitungen
20 und 36 in die Innenräume 21 und 37 der Kammern gefördert wird. Die Füllstandskontrolle
24 steuert ein Ventil 38, welches die Zufuhr von Kühlmittel zum Ausgleich von Kühlmittelverlusten
steuert.
[0030] Die Kühlmittelsteuerung durch die Füllstandskontrolle 24 erfolgt durch ein Ventil
38, welches die Zufuhr von Kühlmittel zum Ausgleich von Kühlmittelverlusten ersetzt.
Die Kühlmitteldämpfe gelangen durch parallele Rückführungsleitungen 22 und 39 in eine
Sammelleitung 40, welche ebenfalls ventilgesteuert ist und funktionell einer Leitung
41 entspricht, welche vergastes Kühlmittel aus dem Kühler 33 abführt. Schläuche als
Leitungsverbindungen zwischen den beiden Kammern ermöglichen deren Relativbewegung
aufgrund ihrer Flexibilität senkrecht zu den Hauptflächen des Gefriergutes.
[0031] Die Ausführungsform eines Zweikammermanipulators 41, die in Fig. 6 wiedergegeben
ist, unterscheidet sich von dem für größere Leistungen ausgelegten Manipulator 29
der Fig. 5 durch eine vereinfachte Führung des Kühlmittels, für das eine gemeinsame
Speiseleitung 20 in den einteiligen Innenraum 43 der feststehenden Kammer 4 führt,
die ihrerseits über ihre Rückführungsleitung 25 zunächst mit der beweglichen Kammer
5 bzw. deren Speiseleitung 36 verbunden ist. Die Füllstandskontrolle 24 steuert den
Zulauf des Kühlmittels in beide Kammern 4, 5, aus denen lediglich die Kühlmitteldämpfe
über die Rücklaufleitungen 22 und 39 abgezogen und durch das Ventil 37 aus der Speiseleitung
ersetzt werden.
[0032] Die Ausführungsform nach Fig. 7 zeigt den Zweikammermanipulatur 43 in einem thermisch
isolierten Gehäuse 44, welches außerdem den Stetigförderer 3 vollständig umschließt,
wobei lediglich für den Kühlkammerkreislauf notwendige Leitungen 45 zum Einspeisen
des Kühlmittels, 46 zur Rückführung in den Unterkühler 33 und zum Ersatz des verdampften
Kühlmittels bei 37 nach außen geführt sind. Hierdurch wird eine optimale Energieausnutzung
erzielt.
[0033] Bei dieser Ausführungsform sind für das Einbringen und das Entnehmen der Kunststoffbeutel
1, die die Zellsuspensin enthalten, eine Eingangsschleuse 47 und eine Ausgangsschleuse
48 vorgesehen. Nach außen sind diese Schleusen mit Verschlüssen 49 und 50 versehen,
während der Zugang zu dem Zweikammermanipulator 43 durch wechselseitig zu betätigende
Schieber 51 und 52 realisiert ist. Der Stetigförderer führt aus dem mit den Schiebern
51 und 52 verschließbaren Innenraum 53 des thermisch isolierten Gehäuses 44 in die
beiden Schleusenkammern 47 und 48 und hat ein umlaufendes Förderorgan 54 mit einer
Antriebs- und einer Umlenkeinrichtung 55, 56 sowie Hilfsführungen 57 und 58, welche
den Schlupf des Förderorgans auf den Antriebs- und Umlenkeinrichtungen 55 und 56 durch
Vergrößerung des Umschlingungswinkels vermeiden, so daß das umlaufende Förderorgan
ein Seil- oder Kettenförderer sein kann, an dem die Kunststoffbeutel 1 angehängt werden.
[0034] Dieser Zweikammermanipulator führt folgende Verfahrensschritte aus:
- Öffnen der Eintrittsschleuse 47, was durch einen Knopfdruck ausgelöst werden kann;
- Einlegen des Beutels bei geöffnetem Verschluß 49;
- Schließen des Verschlusses 49 durch Knopfdruck, worauf das Programm für die nachfolgenden
automatisch ablaufenden Schritte ausgelöst wird;
- Trocknen der in der Eintrittsschleuse 47 enthaltenen Luft durch einen Klimatisierungsschritt
zur Reduzierung der Luftfeuchte in der Schleuse auf Null;
- Öffnen des Schiebers 52, d.h. das Zugangs zum Zweikammermanipulator;
- Transport des Kunststoffbeutels 1 aus der Eintrittsschleuse 47 in den Zweikammermanipulator;
- Schließen des Schiebers 52 und damit der Eintrittsschleuse 47;
- Ausrichtung des Kunststoffbeutels 1 zwischen den Kühlplatten der beiden Kammern;
- Anpressen der Kühlplatten in ca. 0,5 Sekunden oder schneller auf einen voreingestellten
Anpreßdruck an den Beutelflachseiten 14 und 15;
- Wärmeabfuhr aus dem Beutel zum Abkühlen und Gefrieren der Zellstoffsuspension, wobei
a) entweder unter Ausnutzung des maximal abführbaren Wärmestromes durch Behälter 7
auf der Kältemittelseite der Kühlplatten und
b) wo erforderlich unter Gegenbeheizung der Kühlplatten bei Temperaturführung gemäß
vorbestimmten Abkühlkurven die Wärmeabfuhr erfolgt;
- Lösen der Kühlplatten bei Erreichen der voreingestellten Mindesttemperatur;
- Öffnen der geräteseitigen Austrittsschleusenöffnung durch den Schieber 51;
- Transport des tiefgefrorenen Kunststoffbeutels 1 in die Austrittsschleuse 48;
- Schließen des Schiebers 51 und damit der Austrittsschleuse 48 gegenüber dem Zweikammermanipulator;
- Öffnen des Verschlusses 50;
- manuelle oder mechanische Entnahme des tiefgefrorenen Beutels 1;
- Schließen des Verschlusses 50;
- Trocknen der in der Austrittsschleuse 48 enthaltenen Luft zur Reduzierung der Luftfeuchte
in der Schleuse auf Null.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 1
- Kunststoffbeutel
- 2
- Kunststoffolie
- 3
- Stetigförderer
- 4, 5
- Kammer
- 6
- Hohlkörper
- 7
- Außenwand
- 7a
- Innenwand
- 8
- Wärmeisolierung
- 9
- Innenseite
- 10, 11
- Kühlplatten
- 12, 13
- Kontaktflächen
- 14, 15
- Flachseiten
- 17
- Rippen
- 18
- Beschichtung
- 19
- Zwischenwand
- 20
- Speiseleitung
- 21
- Innenraum
- 22
- Rückführungsleitung
- 23
- Oberkante
- 24
- Füllstandskontrolle
- 25
- Rückführungsleitung
- 26
- Kühlmittelsammelraum
- 27
- Speiseleitung
- 28
- Heißgaskanäle
- 29
- Vorrichtung
- 30
- Kolbenstange
- 31
- Arbeitszylinder
- 32
- Spalt
- 33
- Kühler
- 34
- Rückführungsleitung
- 35
- Kühlmittelsammelraum
- 36
- Speiseleitung
- 37
- Innenraum
- 38
- Ventil
- 39
- Rückführungsleitung
- 40
- Ventil
- 41
- Zweikammermanipulator
- 42
- Innenraum
- 43
- Zweikammermanipulator
- 44
- Gehäuse
- 45
- Speiseleitung
- 46
- Rückführungsleitung
- 47
- Eingangsschleuse
- 48
- Ausgangsschleuse
- 49
- Verschluß
- 50
- Verschluß
- 51
- Schieber
- 52
- Schieber
- 53
- Innenraum
- 54
- umlaufendes Förderorgan
- 55
- Umlenkeinrichtung
- 56
- Umlenkeinrichtung
- 57
- Hilfsvorrichtung
- 58
- Hilfsvorrichtung
1. Verfahren zum Gefrieren von Zellsuspensionen (1), bei dem die verpackten Zellsuspensionen
zwischen Kontakhtflächen (12, 13), die auf die Temperatur eines Kältemittels gebracht
sind, dadurch tiefgefroren werden, daß das Kältemittel die Wärme der verpackten Zellsuspensionen
aufnimmt, dadurch gekennzeichnet, daß ein unterkühltes Kältemittel verwendet wird,
das die Wärme der verpackten Zellsuspensionen (1) im noch nicht siedenden Zustand
aufnimmt, und daß das Verfahren so geführt wird, daß die bei einsetzendem Blasensieden
entstehenden Kältemittelblasen im wesentlichen ohne Nettodampfbildung im Kältemittel
rekondensiert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unter Berücksichtigung der
Wärmekapazität der Kontaktflächen die Dicke der verpackten Zellsuspension zwischen
den Kontaktflächen so gewählt wird, daß eine maximale Kühlrate eintritt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke der verpackten Zellsuspensionen
(1) zwischen den Kontaktflächen (12, 13) einer gegebenen Kühlrate angepaßt wird.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Wärmeübergang von dem Kältemittel auf die Kontaktflächen durch Vergrößerung
der kältemittelseitigen Wärmeübergangsflächen optimiert wird.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Kältemittel im flüssigen Zustand im Kreislauf zwangsgeführt wird, wobei eine
Unterkühlung des Kältemittels vorgesehen ist, deren Kälteleistung derart auf die Fördermenge
des Kältemittelkreislaufes abgestimmt ist, daß das Kältemittel gegen Ende des Einfriervorganges
seine Siedetemperatur nicht erreicht.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktflächen (12, 13) zur Vergrößerung ihrer Wärmeleitfähigkeit mit einer
geringen Oberflächenrauhigkeit versehen werden.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß mit Hilfe einer vergrößerten kältemittelseitigen Oberfläche der Kontaktflächenkeime
für das Auslösen des Blasensiedens zur Verfügung gestellt werden.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verpackungen mit der eingeschlossenen Zellsuspension einzeln zwischen den
Kontaktflächen eingeschlossen, durch Pressen auf eine gleichmäßige Schichtdicke gebracht
und nach Erreichen einer vorgegebenen Mindesttemperatur freigegeben werden, worauf
die Kontaktflächen für einen erneuten Einfriervorgang freigegeben werden.
9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorausgehenden
Ansprüche mit zwei von einem Kältemittel durchflossenen Kühlkammern (4, 5), deren
einander zugekehrte Seiten als Kontaktflächen (12, 13) dienen und einen Spalt (32)
begrenzen, in den eine verpackte Zellsuspension (1) ragt, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung einen Zweikammermanipulator (29, 41, 43) aufweist, dessen Kammern
(4, 5) auf ihren einander zugekehrten Außenseiten im wesentlichen senkrecht angeordnete
Kühlplatten (10, 11) aufweisen, deren einander zugekehrte Seiten die Kontaktflächen
(12, 13) bilden und den Spalt (32) begrenzen, in den jeweils die verpackte Zellsuspension
(1) ragt, welche über dem Spalt (32) aufgehängt ist, wobei die Kühlkammern (4, 5)
mit einem Unterkühler (33) des Kältemittels zusammenwirken, der das Kältemittel unter
seine Siedetemperatur abkühlt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlplatten (10, 11)
die Innenseiten (9) der Kammern (4, 5) begrenzen, wobei das unter seine Siedetemperatur
abgekühlte Kältemittel durch eine Speiseleitung (27, 36) aus dem Unterkühler (33)
der Kammern (4, 5) in unmittelbarer Nähe der Kühlplatten (10, 11) zugeführt wird und
über ein bis zur Oberkante der Kontaktflächen (12, 13) jeder Kühlkammer (4, 5) reichendes
Wehr (19) steigt, hinter dem das Kältemittel den Gegenstrom bis zu einer Abströmleitung
(25, 34) absteigt, die zum Eingang des Unterkühlers (33) führt.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die identisch ausgebildeten Kammern (4, 5) eine Kaltgase abführende Leitung (29,
39, 40) und eine zusätzliche Speiseleitung (37) aufweisen, durch die Kühlmittel zum
Ersatz von Verdampfungsverlusten einschleusbar ist.
12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kühlplatten auf ihrer von dem flüssigen Kältemittel angeströmten Kammerinnenseite
(9) einen gesteigerten Wärmeemissionsgrad durch Metallrippen (16) und/oder einen Überzug
aus mikroporösem Werkstoff (18), der die von dem Kältemittel angeströmte Kühlplattenflächen
(9) wenigstens teilweise überdeckt oder durch Eloxierung oder Schwarzfärbung aufweisen.
13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktflächen (12, 13) der Kühlplatten (10, 11) mit einem glättenden, korrosionsgeschützten,
gut wärmeleitenden Überzug versehen sind.
14. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zweikammermanipulator (29) als Backenpresse für flexibel verpackte Zellsuspensionen
(9) ausgebildet ist, dessen Backenspalt (32) im geschlossenen Zustand auf eine gleichmäßige
Dicke der verpackten Zellsuspension eingestellt ist.
15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktflächen (12, 13) eben oder der Form der gefüllten Verpackungen (9)
der Zellstoffsuspension durch sphärische Krümmungen angepaßt sind.
16. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktflächen (12, 13) zur Steuerung der Abkühlrate beheizbar sind.
17. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Steuerung der Abkühlrate in den Kühlplatten (10, 11) heißgasdurchströmte Kanäle
(28) vorgesehen sind.
18. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kühlplatten (10, 11) mit einer Elektroheizung versehen sind.
19. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Zweikammermanipulator (29) in einem thermisch isolierten Gehäuse (44) eingeschlossen
ist, welches für das Einbringen und Entnehmen der verpackten Zellstoffsuspensionen
Schleusen (47, 48) aufweist, die welchselseitig zu öffnen und zu verschließen sind.
20. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß für das Ein- und Ausschleusen ein Stetigförderer (3) vorgesehen ist.
21. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß je eine Vorrichtung zur Reduzierung der Luftfeuchtigkeit in den Schleusenkammern
(47, 48) vorgesehen ist, die mit dem Öffnen und Schließen der Schleusen synchronisiert
ist.
22. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zufuhr von Bewegungsenergie zu der Kammer (4, 5) des Zweikammermanipulators
(29, 41, 49) zwischen aufeinanderfolgenden Gefriervorgängen einen Leerhub ausführt,
bei dem die Kontaktflächen (12, 13) bis zur gegenseitigen Berührung einander angenähert
werden.
23. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktflächen (12, 13) zwischen aufeinanderfolgenden Gefriervorgängen selbsttätig
auf Raumtemperatur beheizbar sind.
24. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß als Gegenheizung eine zwischen die Kontaktflächen (12, 13) einbringbare Heizplatte
dient.
25. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Manipulator (29, 41, 43) eine feststehende Kammer (4) und eine zum Öffnen
und Schließen des Spaltes (32) der Kontaktflächen dienende bewegliche Kammer (5) aufweist.
26. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kühlmittelkreislauf durch parallele Leitungszweige (20, 36) aus einer gemeinsamen
Speiseleitung (45) in die inneren Räume (37) der Kammern (4, 5) und durch eine Pumpe
M durch Leitungszweige (25, 34) in eine zum Unterkühler (33) führende Leitung (46)
führt.
27. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einspeisung des unterkühlten Kältemittels aus seiner Kammer (4) unmittelbar
in die andere Kammer (5) erfolgt und die Kühlmittelverdampfungsverluste durch zwei
Leitungen (29, 39) aus den Kammern (4, 5) abführbar sind.
28. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorausgehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Programmsteuerung aufweist.
29. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorausgehenden Ansprüche, gekennzeichnet
durch folgende Schritte der Programmsteuerung beim Einfrieren von in flexible Kunststofffolien
(2) verpackten Zellstoffsuspensionen:
1. Öffnen der Eintrittsschleuse (47) durch Knopfdruck von außen;
2. Manuelles Befestigen des Beutels (1) am Stetigförderer (3);
3. Schließen des Verschlusses (49) der Eintrittsschleuse (47) auf Knopfdruck und Starten
des Tiefkühlprogrammes für die nachfolgend automatisch ablaufenden Schritte;
4. Trocknen der Eintrittsschleuse durch Klimatisierung zur Reduzierung der Luftfeuchte
in der Eintrittsschleuse (47) auf Null;
5. Öffnen des Schiebers (52) zum Zweikammermanipulator (43);
6. Transport des Beutels aus der Eintrittsschleuse (47);
7. Schließen des Schiebers (52) und damit der Eintrittsschleuse (47);
8. Ausrichtung des Beutels (1) zwischen den Kühlplatten (10, 11);
9. Anpressen der Kühlplatten auf den voreingestellten Anpreßdruck;
10. Wärmeabfuhr aus dem Gefriergut (Abkühlen und Gefrieren der Zellstoffsuspension)
a) unter Ausnutzung des maximal ausführbaren Wärmestroms durch Behälter (7) auf der
Kältemittelseite der Kühlplatten (10, 11),
b) wo erforderlich unter Gegenbeheizung der Kühlplatten bei Temperaturführung gemäß
vorbestimmter Abkühlkurven;
11. Lösen der Kühlplatten (10, 11) bei Erreichen der voreingestellten Mindesttemperatur;
12. Öffnen des Schiebers zur Austrittsschleuse (48);
13. Transport des Beutels (1) in die Austrittsschleuse (48);
14. Schließen des Schiebers (51) der Austrittsschleuse (48);
15. Öffnen des Verschlusses (50) der Austrittsschleuse (48);
16. Manuelles oder mechanisches Entnehmen des Beutels (1) aus der Austrittsschleuse
(48);
17. Schließen des Verschlusses (50) der Austrittsschleuse (48);
18. Trocknen der Austrittsschleuse (48) durch Klimatisierungsreduzierung der Luftfeuchte
in der Austrittsschleuse (48) auf Null.
1. Method for freezing cell suspensions (1), in that the packaged cell suspensions between
contact faces (12, 13) are brought to the temperature of a refrigerant and that the
suspensions are deep-frozen by the refrigerant absorbing the heat from the packaged
suspensions, characterised in that a supercooled refrigerant is applied which absorbs
the heat of the packaged suspensions (1) in a not yet boiling condition, and that
the method is conducted in such a way that the refrigerant bubbles produced at the
onset of nucleate boiling are recondensed in the refrigerant substantially without
net vapour formation.
2. Method according to Claim 1, characterised in that, while taking account of the heat
capacity of the contact surfaces, the thickness of the packaged cell suspension between
the contact surfaces is selected in such a way that a maximum cooling rate occurs.
3. Method according to Claim 1, characterised in that the thickness of the packaged cell
suspension (1) between the contact surfaces (12, 13) is chosen for a given cooling
rate.
4. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the heat
transfer from the refrigerant to the contact surfaces is optimised by increasing the
heat transfer surfaces on the refrigerant side.
5. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the refrigerant
undergoes forced circulation in the liquid state in the circuit, a system for supercooling
the refrigerant being provided whose cooling power is matched to the delivery capacity
of the refrigerant circuit in such a way that, towards the end of the freezing process,
the refrigerant does not reach its boiling temperature.
6. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that, in order
to increase their thermal conductivity, the contact surfaces (12, 13) are provided
with minor surface roughness.
7. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that on the
contact-surfaces nucleation sites for initiating the nucleate boiling are made available
with the aid of an increased surface area on the refrigerant side.
8. Method according to any one of the preceding claims, characterised in that the packages
with the cell suspension which they contain are placed individually between the contact
surfaces, brought to a uniform thickness by pressure and released after a predetermined
minimum temperature has been reached, upon which the contact surfaces are released
for a new freezing process.
9. Device for carrying out the method according to any one of the preceding claims with
two cooling chambers (4, 5) through which a refrigerant flows, whose mutually facing
outer sides serve as contact surfaces (12, 13) and delimit a gap (32), into which
a packaged cell suspension (1) protrudes, characterised in that the device is provided
with a two-chamber manipulator (29, 41, 43), whose chambers (4, 5) have essentially
perpendicularly arranged cooling plates on their mutually facing outer sides, the
mutually facing sides of which serve as contact surfaces (12, 13) and delimit a gap
(32) into which a packaged cell suspension (1) suspended over the gap respectively
protrudes, the cooling chambers (4, 5) interacting with a supercooler (33) for the
refrigerant, which cools the refrigerant to below its boiling temperature.
10. Device according to Claim 9, characterised in that the cooling plates (10, 11) delimit
the inner sides (9) of the chambers (4, 5), the refrigerant cooled to below its boiling
temperature being fed through a feed line (27, 36) from the supercooler (33) to the
chambers (4, 5) in immediate proximity to the cooling plates (10, 11) and passes over
a sill (19) which extends as far as the upper edge of the contact surfaces (12, 13)
of each cooling chamber (4, 5) and behind which the refrigerant passes down the counter-flow
to a discharge line (25, 34) which leads to the inlet of the supercooler (33).
11. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the identically
designed chambers (4, 5) have a line which discharges cold gases (29, 39, 40) and
an additional feed line (37) through which refrigerant for replacing evaporation losses
can be introduced.
12. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that, on their
chamber inner side (9) past which the liquid refrigerant flows, the cooling plates
have an increased degree of thermal emission due to metal fins (16) and/or a coating
of microporous material (18) which at least partially covers the cooling plate surfaces
(9) past which the refrigerant flows, or due to anodic oxidation, or have black coloration.
13. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the contact
surfaces (12, 13) of the cooling plates (10, 11) are provided with a smooth corrosion-protected
coating with high thermal conductivity.
14. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the two-chamber
manipulator (29) is designed as a jaw press for flexibly packaged cell suspensions
(9), the gap (32) between, whose jaws when closed is adjusted to a uniform thickness
of the packaged cell suspension.
15. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the contact
surfaces (12, 13) are flat or matched to the shape of cell material suspension by
surfaces the filled packages (9) spherical curvatures.
16. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the contact
can be heated in order to control the surfaces (12, 13) cooling rate.
17. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that channels
(28) through which hat gas flows, are provided in the cooling plates (10, 11) in order
to provide the cooling rate.
18. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the cooling
plates (10, 11) are provided with an electrical heating system.
19. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the two-chamber-manipulator
(29) is contained in a thermally insulated housing (44) which, for introducing and
withdrawing of the packaged cell material suspensions, has locks (47, 48) which are
to be opened and closed alternately.
20. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that a continuous
conveyor (3) is provided for introduction and extraction.
21. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that each of
the lock chambers (47, 48) is provided with a device for reducing air humidity, which
is synchronised with the opening and closing of the locks.
22. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the supply
of mementum to the chambers (4, 5) of the two-chamber-manipulator (29, 41, 43) between
successive freezing processes achieves an unloaded excursion in which the contact
surfaces (12, 13) are brought together until they touch one another.
23. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the contact
surfaces (12, 13) can be heated automatically to room temperature between successive
freezing processes.
24. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that a heating
plate which can be brought between the contact surfaces (12, 13) is used for compensatory
heating.
25. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the manipulator
(29, 41, 43) has a stationary chamber (4) and a moveable chamber (5) used to open
and close the gap (32) between the contact surfaces.
26. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the refrigerant
circuit leads through parallel line branches (20, 36) from a common feed line (45)
into the internal spaces (37) of the chambers (4, 5) and, via a pump M, through line
branches (25, 34) into a line (46) leading to the supercooler (33).
27. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the supercooled
refrigerant is fed from its chamber (4) directly into the other chamber (5), and the
refrigerant evaporation losses can be discharged from the chambers (4, 5) through
two lines (29, 39).
28. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that it has
a programmed control system.
29. Device according to any one of the preceding claims, characterised by the following
steps in the programmed control during the freezing of cell material suspensions packaged
in flexible plastic sheets (2):
1. Opening the inlet lock (47) by external button depression;
2. Manually fastening the bag (1) to the continuous conveyor (3);
3. Closing the seal (49) of the inlet lock (47) by button depression and starting
the deep-freezing programme for the steps which subsequently take place automatically;
4. Drying the inlet lock (47) using air conditioning to reduce the air humidity in
the inlet lock to zero;
5. Opening the slider (52) leading to the two-chamber-manipulator (43);
6. Transporting the bag out of the inlet lock (47);
7. Closing the slider lock (52);
8. Aligning the bag (1) between the cooling plates (10, 11);
9. Exerting the pre-set application pressure on the cooling plates;
10. Withdrawing heat from the item to be frozen (cooling and freezing the cell material
suspension)
a) by utilising the maximum achievable heat flow through the container (7) on the
refrigerant side of the cooling plates (10, 11);
b) when necessary, with compensatory heating of the cooling plates for temperature
control according to predetermined cooling curves;
11. Releasing the cooling plates (10, 11) when the pre-set minimum temperature is
reached;
12. Opening the slider leading to the outlet lock (48);
13. Transporting the bag (1) into the outlet lock (48);
14. Closing the slider (51) of the outlet lock (48);
15. Opening the seal (50) of the outlet lock (48),
16. Manually or mechanically withdrawing the bag (1) from the outlet lock (48);
17. Closing the seal (50) of the outlet lock (48);
18. Drying the outlet lock (48) by air-conditioned reduction of the air humidity in
the outlet lock to zero.
1. Procédure pour la congélation de suspensions cellulaires (1), les suspensions cellulaires
emballées étant réduites entre les surfaces de contact (12, 13) à la température d'un
fluide réfrigérant, étant congelées par l'absorption de la chaleur des suspensions
cellulaires emballées par le fluide réfrigérant, la procédure caractérisée en ce qu'un
fluide réfrigérant surrefroidi est utilisé qui absorbe la chaleur des suspensions
cellulaires emballées (1) n'étant pas encore en ébullition, et la procédure étant
gérée de façon que les bulles de fluide réfrigérant qui se produisent lors du commencement
de l'ébullition nuclée seront essentiellement recondensées au fluide réfrigérant sans
formation de vapeur nette.
2. Procédure selon la revendication 1, caractérisée en ce que, tout en considérant la
capacité calorifique des surfaces de contact, l'épaisseur de la suspension cellulaire
emballée entre les surfaces de contact est choisie de manière qu'un taux de refroidissement
maximum est causé.
3. Procédure selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'épaisseur des suspensions
cellulaires emballées (1) entre les surfaces de contact (12, 13) est adaptée à un
taux de refroidissement donné.
4. Procédure selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en
ce que la transmission de chaleur du fluide réfrigérant aux surfaces de contact est
optimisée par l'augmentation des surfaces de transmission de chaleur du côté du fluide
réfrigérant.
5. Procédure selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en
ce que le fluide réfrigérant est circulé en circulation forcée en fluidité, un surrefroidissement
du fluide réfrigérant étant prévu dont la capacité frigorifique est accordée au débit
de refoulement de manière que le fluide réfrigérant n'atteigne pas, vers la fin de
la procédure de congélation, sa température d'ébullition.
6. Procédure selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en
ce que les surfaces de contact (12, 13) étant pourvues d'une rugosité de la surface
petite pour augmenter leur conductivité thermique.
7. Procédure selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en
ce que des germes sont mis à la disposition pour le déclenchement de l'ébullition
nuclée à l'aide d'une augmentation de la surface du fluide réfrigérant parmi les surfaces
de contact.
8. Procédure selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en
ce que les emballages renfermant la suspension cellulaire sont chambrées, l'une séparément
de l'autre, entre les surfaces de contact, réduites à une épaisseur uniforme par pression
et libérées après avoir atteint une température minimum spécifiée, les surfaces de
contact étant ensuite libérées pour un nouveau processus de congélation.
9. Dispositif pour la réalisation de la procédure selon l'une ou plusieurs des revendications
précédentes muni de deux compartiments (4, 5), dans lesquels circule un fluide réfrigérant
et dont les côtés faisant face l'un à l'autre servant comme surfaces de contact (12,
13), limitant une crevasse (32) entre eux, à laquelle saillit une suspension cellulaire
emballée (1), caractérisé en ce que le dispositif comprend un manipulateur à deux
compartiments (29, 41, 43) les compartiments duquel (4, 5) comprenant des plaques
de refroidissement (10, 11) étant arrangées essentiellement verticalement, sur leurs
côtés extérieurs façant l'un l'autre, dont les côtés façant l'un l'autre forment les
surfaces de contact (12, 13) en limitant la crevasse (32) à laquelle saillit respectivement
la suspension cellulaire emballée (1) qui est suspendue au-dessus de la crevasse (32),
les compartiments de refroidissement (4, 5) concourant avec un surrefroidisseur (33)
du fluide réfrigérant qui refroidit le fluide réfrigérant en dessous de sa température
d'ébullition.
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que les plaques de refroidissement
(10, 11) limitent les côtés intérieurs (9) des compartiments (4, 5), le fluide réfrigérant
refroidi en dessous de sa température d'ébulliton étant alimenté à partir du surrefroidisseur
(33) des compartiments (4, 5) à tout près des plaques de refroidissement (10, 11)
par une conduite d'alimentation (27, 36) et montant jusqu'à un barrage (19) montant
jusqu'au bord supérieur des surfaces de contact (12, 13) de chaque compartiment de
refroidissement (4, 5), le fluide réfrigérant descendant à contre-courant en arrière
de ce barrage jusqu'à une conduite d'écoulement (25, 34) menant à l'entrée du surrefroidisseur
(33).
11. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en
ce que les compartiments de construction identique (4, 5) comprennent une conduite
émettant les gaz épurés (29, 39, 40) ainsi qu'une conduite d'alimentation supplémentaire
(37) par laquelle du fluide réfrigérant peut être introduit pour compenser les pertes
par évaporation.
12. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en
ce que les plaques de refroidissement ayant un degré émissif calorifique augmenté
à l'aide de nervures métalliques (16) et/ou par un revêtement par une matière microporeuse
(18) couvrant au moins une partie des surfaces des plaques de refroidissement (9)
affluées par le fluide réfrigérant, ou par anodisation ou noircissement, sur leur
côté intérieur du compartiment (9) afflué par le fluide réfrigérant liquide.
13. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en
ce que les surfaces de contact (12, 13) des plaques de refroidissement (10, 11) sont
munies d'un revêtement lissant, résistant à la corrosion, de bonne conductibilité
thermique.
14. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en
ce que le manipulateur à deux compartiments (29) est conçu comme une presse à joue
mobile pour les suspensions cellulaires souplement emballées (9), dont la crevasse
des joues (32) est réglée, en état fermé, à une épaisseur uniforme de la suspension
cellulaire emballée.
15. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en
ce que les surfaces de contact (12, 13) sont plates ou adaptées, par des courbures
sphériques, à la forme des emballages remplis (9) de la suspension cellulaire.
16. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en
ce que les surfaces de contact (12, 13) peuvent être chauffées pour contrôler le taux
de refroidissement.
17. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en
ce que les plaques de refroidissement (10, 11) sont équipées des canalisations (28)
conduisant des gaz chauds en circulation pour le but du contrôle du taux de refroidissement.
18. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en
ce que les plaques de refroidissement (10,11) sont pourvues d'un chauffage électrique.
19. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en
ce que le manipulateur à deux compartiments (29) est enfermé dans un boîtier calorifuge
(44) comprenant des sasses (47, 48) pouvant être ouvertes et fermées alternativement
pour l'introduction et l'enlèvement des suspensions cellulaires emballées.
20. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en
ce qu'un engin de manutention continue (3) est pourvu pour l'introduction et l'éclusage.
21. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en
ce qu'un dispositif chacun pour réduire l'humidité atmosphérique est pourvu dans les
compartiments des sasses (47,48), étant synchronisé à l'ouverture et la fermeture
des sasses.
22. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en
ce que l'alimentation de l'énergie cinétique au compartiment (4, 5) du manipulateur
à deux compartiments (29, 41, 43) effectue une course à vide entre deux processus
de congélation successifs, pendant laquelle les surfaces de contact (12, 13) s'approchent
l'une à l'autre jusqu'à leur attouchement.
23. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en
ce que les surfaces de contact (12, 13) se réchauffent automatiquement à la température
ambiante entre deux processus de congélation successifs.
24. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en
ce qu'une plaque chauffante à introduire entre les surfaces de contact (12, 13) sert
comme contre-chauffage.
25. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en
ce que le manipulateur (29,41,43) comprend un compartiment fixe (4) et un compartiment
mobile (5) destiné à ouvrir et fermer la crevasse (32) des surfaces de contact.
26. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en
ce que le circuit du fluide réfrigérant mène à partir d'une conduite d'alimentation
commune (45) aux compartiments intérieurs (37) des compartiments (4, 5), passant par
des branches de conduite parallèles (20, 36) et par une pompe M passant par les branches
de conduite (25, 34) à une conduite (46) menant au surrrefroidisseur (33).
27. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en
ce que l'alimentation du fluide réfrigérant surrefroidi dans son compartiment (4)
s'effectue directement à l'autre compartiment (5), les pertes par évaporation du fluide
réfrigérant pouvant être éclusées des compartiments (4, 5) par deux conduites (29,
39).
28. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en
ce qu'il est commandé par programme.
29. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé par
les séquences de commande par programme suivantes lors de la congélation des suspensions
cellulaires emballées en feuille en matière plastique (2) :
1. L'ouverture de la sasse d'entrée (47) de l'extérieur en appuyant un bouton;
2. La fixation manuelle de la poche (1) sur l'engin à manutention continue (3);
3. La fermeture du couvercle (49) de la sasse d'entrée (47) en appuyant un bouton
et le démarrage du programme de congélation pour les séquences successives se déroulant
automatiquement;
4. Le séchage de la sasse d'entrée par climatisation pour réduire l'humidité atmosphérique
à zéro à l'intérieur de la sasse d'entrée (47);
5. L'ouverture du coulisseau (52) au manipulateur à deux compartiments (43);
6. Le transport de la poche de la sasse d'entrée (47);
7. La fermeture du coulisseau (52) ainsi fermant la sasse d'entrée (47);
8. L'orientation de la poche (1) entre les plaques de refroidissement (10, 11);
9. Le serrage des plaques de refroidissement à la pression de serrage préréglée;
10. La dissipation de chaleur du produit à congéler (refroidissement et congélation
de la suspension cellulaire)
a) en utilisant le courant de chaleur à dissiper en maximum par des réservoirs (7)
sur le côté fluide réfrigérant des plaques de refroidissement (10, 11),
b) en chauffant les plaques de refroidissement par un contre-chauffage lors d'une
gestion de la température selon les courbures de refroidissement spécifiées, où nécessaire
;
11. Le desserrage des plaques de refroidissement (10, 11) lorsque la température minimum
préréglée est atteinte;
12. L'ouverture du coulisseau à la sasse de sortie (48);
13. Le transport de la poche (1) à la sasse de sortie (48);
14. La fermeture du coulisseau (51) de la sasse de sortie (48);
15. L'ouverture du couvercle (50) de la sasse de sortie (48);
16. L'enlèvement manuel ou mécanique de la poche (1) de la sasse de sortie (48);
17. La fermeture du couvercle (50) de la sasse de sortie (48);
18. Le séchage de la sasse de sortie (48) en réduisant à zéro la climatisation de
l'humidité atmosphérique à l'intérieur de la sasse de sortie (48).