[0001] Die Erfindung betrifft ein Sitzmöbel mit einem Gestell, einem Sitzpolster und einer
Rückenlehne, an welcher ein Kissen befestigt ist.
[0002] Derartige Sitzmöbel sind hinreichend bekannt. So ist z.B. aus der DE 297 03 494 Ul
ein Sitzmöbel mit einem Gestell und einem Rückenpolster bekannt, bei dem aus dem Gestell
ein Trageteil für ein Kissen ausschwenkbar ist, so dass das Kissen auf das ausgeschwenkte
und nach oben abstehende Trageteil aufsteckbar ist. Mit dem Kissen wird die Rückenlehne
nach oben verlängert. Derartige Konstruktionen eignen sich hervorragend für Sofas,
welche Rückenlehnen mit geringer Höhe aufweisen. Für Sessel mit langen Rückenlehnen,
insbesondere ohne abnehmbare Rückenpolster, sind derart ausklappbare Trageteile jedoch
nicht verwendbar.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Sitzmöbel der eingangs genannten
Art bereitzustellen, bei dem auf relativ einfache Art und Weise Kissen an der Rückenlehne
befestigbar sind.
[0004] Diese Aufgabe wird mit einem Sitzmöbel der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass auf der dem Benutzer zugewandten Vorderseite der Rückenlehne
ein Träger angeordnet ist, auf welchen ein Kissen aufsteckbar ist, und das Kissen
an seiner Rückseite eine nach unten offene Tasche aufweist, in welche der Träger einschiebbar
ist.
[0005] Beim erfindungsgemäßen Sitzmöbel ist also an der Vorderseite der Rückenlehne ein
Träger für das Kissen vorgesehen. Dieser Träger ist bevorzugt als Bügel oder Platte
oder dergleichen ausgebildet. Das Kissen ist an seiner Rückseite mit einer Tasche
ausgestattet, in welche der Träger oder der Bügel eingeschoben wird. Auf diese Weise
wird das Kissen vom Bügel an der Rückenlehne gehalten. Sowohl das Aufstecken als auch
das Abnehmen des Kissens ist problemlos möglich, und das Kissen kann, z.B. zu Reinigungszwecken,
ohne Weiteres abgenommen oder gegen ein anderes ausgetauscht werden.
[0006] Der Träger kann bei einer Weiterbildung mit einem rutschhemmenden Material überzugen
sein. Dies kann z.B. ein Stoff oder Kunststoffüberzug sein.
[0007] Bei einer Weiterbildung ist vorgesehen, dass der Bügel im Wesentlichen eine nach
unten offene U-Form aufweist. Diese Bügel halten das Kissen stabil und unterstützen
die Form des Kissens. Dabei ist die Form des Bügels an die Form des Kissens angepasst,
d.h. ein rechteckförmiges Kissen bedingt einen rechteckförmigen Bügel und ein rundes
oder halbrundes Kissen wird auf einen halbrunden Bügel aufgesteckt. Andere Formen
sind denkbar.
[0008] Eine wesentliche Weiterbildung sieht vor, dass der Bügel mit seinem freien Ende in
Richtung auf die Rückenlehne vorgespannt ist. Wird das Kissen auf den Bügel aufgesteckt,
dann drückt der Bügel die Tasche des Kissens gegen die Rückenlehne, so dass das Kissen
auch in Zwischenlagen stabil und rutschsicher festgehalten wird. Auf diese Weise kann
die Höhe des Kissens bezüglich der Rückenlehne frei eingestellt werden, so dass der
Benutzer das Kissen nach Belieben nach oben und unten verschieben kann.
[0009] Mit Vorzug ist der Bügel mit Abstand zur Oberkante der Rückenlehne an dieser befestigt.
Dies hat den Vorteil, dass der Bügel vollständig in die Tasche des Kissens eingeschoben
werden kann und dass der Bügel vollständig vom Kissen verdeckt werden kann. Außerdem
wird durch die erfindungsgemäße Form des Bügels eine große Verstellmöglichkeit des
Kissens in der Höhe erzielt.
[0010] Da sich der Bügel erfindungsgemäß im Wesentlichen über die Breite der Rückenlehne
erstreckt, wird das Kissen nicht nur an der Rückenlehne gehalten sondern auch über
deren Breite aufgespannt, wodurch die Form des Kissens unterstützt wird.
[0011] Bevorzugt besteht der Bügel aus Metall, insbesondere aus einem Metallstab oder einem
Metallrohr. Die Oberfläche des Bügels ist vorzugsweise verchromt, was das Aufschieben
des Kissens wesentlich erleichtert.
[0012] Bei einer Variante des Kissens ist vorgesehen, dass dieses einen die Tasche aufweisenden
Bezug besitzt. Dieser Bezug kann relativ einfach vom Kissen abgenommen und gereinigt
werden. Da das Kissen selbst keine Metallteile enthält, kann dieses ebenfalls vollständig
gewaschen werden.
[0013] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
sowie der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung zwei
besonders bevorzugte Ausführungsbeispiele beschrieben sind. Dabei können die in der
Zeichnung dargestellten sowie in der Beschreibung oder in den Ansprüchen erwähnten
Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich
sein.
In der Zeichnung zeigen:
[0014]
- Fig. 1:
- einen Sessel mit vollständig auf einen Träger aufgeschobenem Kissen; und
- Fig. 2:
- den Sessel gemäß Fig. 1 mit lediglich teilweise aufgeschobenem Kissen.
[0015] Die Fig. 1 zeigt einen insgesamt mit 10 bezeichneten Sessel in seiner Normalstellung,
und die Fig. 2 zeigt den Sessel gemäß Fig. 1 in der Relax-Stellung. Der Sessel 10
weist ein Sitzpolster 12, eine Rückenlehne 14 und eine Mechanik 16 auf, mit welcher
ein Fußteil 18 aus einer Ruhelage (Fig. 1) in eine Gebrauchslage. (Fig. 2) ausschwenkbar
ist, in welcher das Fußteil 18 das Sitzpolster 12 im Wesentlichen verlängert. Das
Sitzpolster 12, die Rückenlehne 14 und die Mechanik 16 sind an einem insgesamt mit
20 bezeichneten Gestell befestigt, welches mit herkömmlichen Füßen 22 oder mit Rollen
24 ausgestattet sein kann.
[0016] Die Rückenlehne 14 ist an ihrer dem Benutzer zugewandten Vorderseite 26 mit einem
Träger 28 versehen, der in der Rückenlehne 14 starr verankert ist. Dieser Träger 28
ist bevorzugt ein Bügel. Die Verankerung des Trägers 28 weist einen Abstand zur Oberkante
30 der Rückenlehne 14 auf. Der Träger 28 erstreckt sich entlang der Vorderseite 26
und bildet dort ein Tragteil 32, an welchem ein Kissen 34 abnehmbar befestigt ist.
Hierfür weist das Kissen 34 an seiner Rückseite 36 eine nach unten offene Tasche 38
auf, in welche das Tragteil 32 eingeschoben ist.
[0017] Der Träger 28 ist derart geformt, dass das Tragteil 32 mit Vorspannung an der Vorderseite
26 der Rückenlehne 14 anliegt, so dass zwischen dem Tragteil 32 und der Rückenlehne
14 die Tasche 38 des Kissens 34 klemmend gehalten wird. Auf diese Weise kann das Kissen
34 in verschiedenen Höhenstellungen gehalten werden, d.h. es kann vollständig auf
den Träger 32 aufgeschoben werden, wie in der Fig. 1 dargestellt, oder es wird in
einer nach oben verschobenen Lage gehalten, wie in der Fig. 2 dargestellt. Das vom
Träger 28 abgenommene Kissen 34 kann vollständig gewaschen werden, da es frei von
Metallteilen ist.
1. Sitzmöbel mit einem Gestell (20), einem Sitzpolster (12) und einer Rückenlehne (14),
wobei auf der dem Benutzer zugewandten Vorderseite (26) der Rückenlehne (14) ein Träger
(28) angeordnet ist, auf welchen ein Kissen (34) aufsteckbar ist und das Kissen (34)
an seiner Rückseite (36) eine nach unten offene Tasche (38) aufweist, in welche der
Träger (28) einschiebbar ist.
2. Sitzmöbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (28) im Wesentlichen
eine nach unten offene U-Form aufweist.
3. Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der
Träger (28) mit seinem freien Ende in Richtung auf die Rückenlehne (14) vorgespannt
ist.
4. Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der
Träger (28) mit Abstand zur Oberkante (30) der Rückenlehne (14) an dieser befestigt
ist.
5. Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der
Träger (28) sich im Wesentlichen über die Breite der Rückenlehne (14) erstreckt.
6. Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der
Träger (28) aus Metall, insbesondere aus einem Metallstab oder einem Metallrohr, besteht.
7. Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der
Träger (28) die Kissentasche (38) zwischen sich und der Rückenlehne (14) klemmend
hält.
8. Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das
Kissen (34) einen die Tasche (38) aufweisenden, insbesondere abnehmbaren, Bezug besitzt.
9. Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der
Träger (28) als Bügel, als Platte oder dergleichen ausgebildet ist.
10. Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der
Träger (28) mit einem Überzug aus Stoff, Kunststoff oder degleichen versehen ist.
11. Sitzmöbel nach anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Überzug rutschhemmend
ist.