[0001] Die Erfindung betrifft eine Leistungsregelvorrichtung zum Regeln der Leistung einer
Kolbenmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eine Regeleinrichtung zur Regelung einer verstellbaren Hydropumpe nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 geht aus der EP 0 149 787 B2 hervor.
[0003] Bei derartigen Regeleinrichtungen besteht eine direkte Funktionsbeziehung zwischen
dem Hubvolumen der Pumpe und der Steuerung des Betriebsdrucks, der das Steuerventil
betätigt, wodurch eine verlustarme Momentenregelung gegeben ist, weil die Momentenkennlinie
nicht durch ein Drosselsystem durch Absenken des Betriebsdruckes festgelegt ist, sondern
ausschließlich durch Veränderung der Federvorspannung am Momentenventil, d. h. durch
Auslegung der Meßfeder bzw. des Meßfedersatzes. Für eine Leistungsregelung gilt die
Beziehung, daß das Produkt aus Betriebsdruck und Hubvolumen der Pumpe konstant sein
muß. Ein Maß für das Hubvolumen einer Hydropumpe ist die Stellung des die Pumpenfördermenge
einstellenden Pumpenstellgliedes, das über die Feder bzw. den Meßfedersatz mit dem
Momentenventil verbunden ist. Außerdem ist dem Momentenventil das als Druckwaage wirkende,
primär der Fördermengeneinstellung dienende Steuerventil nachgeschaltet. Dadurch bleibt
unterhalb der ansprechenden Leistungsregelung am Momentenventil die Förderstromeinstellung
konstant. Da der Stellkolben des Stellgerätes unmittelbar mit dem Ablauf verbunden
werden kann, sind kurze Ausschwenkzeiten (Einstellzeiten für die Pumpe auf maximale
Fördermenge) möglich.
[0004] Nachteilig an der aus der EP 0 149 787 B2 bekannten Vorrichtung ist insbesondere
der hohe Bauaufwand, welcher durch die Anbringung des Momentenventils als gesonderte
Baugruppe an der Hydropumpe bedingt ist. Auch die Möglichkeit der Nacheinstellung
der Leistung während des Betriebes ist nur mit hohem Aufwand zu bewerkstelligen.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es demnach, eine Leistungsregelvorrichtung
anzugeben, welche mit geringem Bauaufwand auskommt und unter Verwendung einer bestehenden
Pumpe mit Verstellung realisiert werden kann.
[0006] Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 in Verbindung
mit den gattungsbildenden Merkmalen gelöst.
[0007] Der erfindungsgemäße Leistungsregler mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs
1 hat gegenüber der aus der EP 0 149 787 B2 bekannten Regeleinrichtung den Vorteil,
daß der Regler durch seine Bauweise vor dem Einbau separat für unterschiedliche Leistungen
eingestellt werden kann. Ebenso kann die Leistungseinstellung während des Betriebes
durch eine Stellvorrichtung, welche leicht zugänglich ist, nachjustiert werden.
[0008] Die Unteransprüche beinhalten vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung.
[0009] Von Vorteil ist insbesondere die Möglichkeit, die Regeleinrichtung als vorgefertigtes
Gesamtbauteil in eine hierfür bestimmte Ausnehmung im Gehäuse der Kolbenmaschine einzusetzen.
Vorteilhafterweise werden hierbei bereits vorhandene Pumpen mit Vorrichtungen zur
Einstellung der Leistung ohne großen Bauaufwand nachgerüstet.
[0010] Durch einfache Montagevarianten kann die Leistungskennlinie der Pumpe durch zusätzlichen
externen hydraulischen Druck beliebig verschoben werden. Die erfindungsgemäße Leistungsregelvorrichtung
kann daher als Summenleistungsregler verwendet werden.
[0011] Von Vorteil ist dabei auch der geringe Steuerölverlust, da die Leistungsregelvorrichtung
direkt gesteuert ist.
[0012] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- einen Schnitt durch eine Axialkolbenmaschine, an welcher ein erstes Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Leistungsregelvorrichtung vorgesehen ist;
- Fig. 2
- eine auszugsweise vergrößerte Darstellung des erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels
der Leistungsregelvorrichtung aus Fig. 1, und
- Fig. 3
- ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Leistungsregelvorrichtung.
[0013] Fig. 1 zeigt einen axialen Schnitt durch eine Axialkolbenmaschine 1 in Schrägscheibenbauweise,
bei welcher eine erfindungsgemäße Leistungsregelvorrichtung 2 vorgesehen ist. Der
grundsätzliche Aufbau einer Axialkolbenmaschine 1 in Schrägscheibenbauweise ist bekannt,
so daß sich die nachfolgende Beschreibung auf die wesentlichen Bauteile beschränken
kann.
[0014] Eine Welle 3 ist an einem ersten Lager 4 und an einem zweiten Lager 5 in einem Gehäuse
6 der Axialkolbenmaschine 1 drehbar gelagert. Das Gehäuse 6 der Axialkolbenmaschine
1 gliedert sich in einen Grundkörper 6a und einen mit dem Grundkörper 6a verschraubten
Deckelkörper 6b.
[0015] Eine Zylindertrommel 7 ist mit der Welle 3 drehfest verbunden. In der Zylindertrommel
7 befinden sich auf einem Teilkreis versetzt angeordnete Zylinderbohrungen 8, in welchen
Kolben 9 axial verschiebbar sind. Die Kolben 9 sind über Kugelgelenkverbindungen 10
mit Gleitschuhen 11 verbunden und stützen sich über die Gleitschuhe 11 an einer als
Schwenkwiege ausgebildeten Schrägscheibe 12 ab. Die Schrägscheibe 12 dient als Stellglied
zum Verstellen des Fördervolumens der Axialkolbenmaschine 1. Die Verbindung der Zylinderbohrungen
8 mit einer nicht dargestellten Hochdruckleitung und einer ebenfalls nicht dargestellten
Niederdruckleitung erfolgt über einen Steuerkörper 13, der eine nierenförmige Hochdrucköffnung
14 und eine ebenfalls nierenförmige Niederdrucköffnung 15 aufweist. Der Hub der Kolben
9 in den Zylinderbohrungen 8 ist durch den Schwenkwinkel α der Schrägscheibe 12 vorgegeben.
Die als Schwenkwiege ausgeführte Schrägscheibe 12 ist in Fig. 1 sowohl in ihrer Neutralstellung
als auch in einer um den Schwenkwinkel α verschwenkten Stellung zweifach dargestellt.
[0016] Die Zylindertrommel 7 wird mittels einer Feder 22 an dem Steuerkörper 13 in Anlage
gehalten. Dazu stützt sich die Feder 22 über einen ersten Ring 23 an der Zylindertrommel
7 und über einen zweiten Ring 24 an der Welle 3 ab. Die Zylindertrommel 7 ist gegenüber
der ortsfesten Welle 3 über eine Keil-Nut-Verbindung axial bewegbar.
[0017] Zum Verschwenken der Schwenkscheibe 12 dient die erfindungsgemäße Leistungsregelvorrichtung
2. Die Leistungsregelvorrichtung 2 ist in einer Aufnahmebohrung 16 des Gehäuses 6
integriert und besteht aus einem über eine Kugelgelenk-Gleitverbindung 17 mit der
Schrägscheibe 12 verbundenen Stellkolben 18, welcher in der Aufnahmebohrung 16 axial
geführt ist, einem in die Aufnahmebohrung 16 eingesetztes Steuerventil 19. Das Steuerventil
19 und der Stellkolben 18 sind in der Aufnahmebohrung 16 axial versetzt zueinander
angeordnet. Anstatt des dargestellten Steuerventils 19 für eine Leistungsregelung
kann in die Aufnahmebohrung 16 auch ein Steuerventil für eine Förderstromregelung
in gleicher Weise eingesetzt werden, so wie die aus der DE 199 49 169 A1 bekannt ist.
Die Steuerventile sind daher je nach Einsatzzweck modular austauschbar. Bei einer
Ausgestaltung als Förderstromregelung oder Druckregelung ist es vorteilhaft, wenn
die Verbindungsbohrung zwischen dem Federaufnahmeraum 34 und dem Tankanschluß 37 verschlossen
wird und statt dessen der Federaufnahmeraum 34 separat mit dem Hydraulikfluidtank
verbunden wird. Dadurch werden Druckspitzen in dem Federaufnahmeraum 34 vermieden.
[0018] An dem in der Aufnahmebohrung 16 des Gehäuse 6 axial geführten Stellkolben 18 liegt
ein kugelförmiger Gleitstein 22 gleitend an, der zusammen mit einer in Fig. 1 dargestellten
sphärischen Ausnehmung 23 der Schrägscheibe 12 die Kugelgelenk-Gleitverbindung 17
bildet. Selbstverständlich könnte auch umgekehrt der Gleitstein 22 an der Schrägscheibe
12 gleitend anliegen und die sphärische Ausnehmung 23 in dem Stellkolben 18 ausgebildet
sein.
[0019] Das erste Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Leistungsregelvorrichtung 2 ist
in Fig. 2 vergrößert dargestellt. Im übrigen sind mit Fig. 1 übereinstimmende Elemente
mit übereinstimmenden Bezugszeichen versehen, um die Zuordnung zu erleichtern.
[0020] Der Stellkolben 18 ist topfförmig ausgebildet und weist einen zentralen Befestigungsdocht
30 auf, welcher ein Gewinde aufweist. In das Gewinde 31 ist ein Gewindeabschnitt 31
einer Verlängerung 32 einschraubbar, welche sich in axialer Richtung durch den Stellkolben
18, den Steuerkolben 20, eine zweite Federaufnahme 33 sowie Rückstellfedern 50, 53
erstreckt.
[0021] An den Stellkolben 18 schließt sich eine Ventilhülse 35 an, welche einen ersten Betriebsdruckanschluß
36, der mit dem Betriebsdruck der Kolbenmaschine 1 verbunden ist, und einen Tankanschluß
37 aufweist. Der Steuerkolben 20 ist in radialer Richtung von der Ventilhülse 35 umgeben
und wird von der Verlängerung 32 durchgriffen, die durch eine Ausnehmung 41 des Steuerkolbens
20 hindurch geführt ist.
[0022] Der Steuerkolben 20 weist eine erste Nut 38 auf, welche mit dem ersten Betriebsdruckanschluß
36 verbunden ist und an welcher eine erste Angriffsfläche 39 für den Betriebsdruck
der Kolbenmaschine 1 ausgebildet ist. Über die erste Angriffsfläche 39 übt der Betriebsdruck
der Kolbenmaschine 1 eine axiale Kraft auf den Steuerkolben 20 aus. Eine zweite Nut
40 im Steuerkolben 20 ist mit dem Tankanschluß 37 verbunden.
[0023] Der Stellkolben 18 weist eine Stelldruckkammer 42 auf, welche als Ausnehmung im Stellkolben
18 ausgebildet ist. Die Stelldruckkammer 42 steht über axiale Bohrungen 59a und zumindest
eine radiale Bohrung 59b in der Ventilhülse 35 mit einer ersten Steuerkante 43 und
einer zweiten Steuerkante 44 des Steuerkolbens 20 in Verbindung. Je nach Stellung
des Steuerkolbens 20 ist die radiale Bohrung 59b über die erste Steuerkante 43 mit
der ersten Nut 38 oder über die zweite Steuerkante 44 mit der zweiten Nut 40 verbunden.
Je nach Stellung des Steuerkolbens 20 wird daher der Druck in der Stelldruckkammer
entweder erhöht oder erniedrigt. Die Stelldruckkammer 42 ist über eine in der Ventilhülse
35 integrierte Ablaufdrossel 45 mit dem Tankanschluß 37 verbunden, so daß der Stellkolben
18 bei einer Ausschwenkung auf maximales Verdrängungsvolumen das Hydraulikfluid aus
der Stelldruckkammer verdrängt.
[0024] Der Steuerkolben 20 schlägt mit einem ersten Ende 46 in einer zentralen Ausnehmung
47 der Ventilhülse 35 an und ist an einem zweiten Ende 48 mit der zweiten Federaufnahme
33 verbunden, welche eine außenseitige Stufe 49 aufweist. An der außenseitigen Stufe
49 der zweiten Federaufnahme 33 stützt sich eine erste Rückstellfeder 50 ab, welche
in axialer Richtung von der Verlängerung 32 durchgriffen wird. Die erste Rückstellfeder
50 stützt sich endseitig an einer äußeren Stützhülse 52a ab, welche mit einer inneren
Stützhülse 52b eine erste Federaufnahme 51 bildet. An der inneren Stützhülse 52b stützt
sich eine zweite Rückstellfeder 53 ab. Die erste Federaufnahme 51 liegt an einer Kontermutter
54 an, welche auf einem Gewinde 55 am Ende des Verlängerungsbolzens 32 aufgeschraubt
ist. Nach dem Lösen der Kontermutter 54 ist eine Verstellung der Federspannung der
Rückstellfedern 50 und 53 durch Verschrauben der Federaufnahme 51 gegenüber der Verlängerung
32 ermöglicht. Die Rückstellfedern 50 und 53 und die erste Federaufnahme 51 sind in
einem Federaufnahmeraum 34 angeordnet und werden von einer Federraumhülse 56 umgeben.
Diese ist abnehmbar gestaltet und mit einem Dichtelement 57, z. B. einem O-Ring, abgedichtet.
Ein weiteres Dichtelement 58, welches ebenfalls als O-Ring ausgeführt sein kann, dichtet
die Leistungsregelvorrichtung 2 gegen die Kolbenmaschine 1 ab.
[0025] Die Funktionsweise der Leistungsregelvorrichtung 2 beruht auf dem Hintergrund, daß
die Förderleistung der Kolbenmaschine 1 vom Schwenkwinkel α der Schrägscheibe 12 und
dem Arbeitsdruck abhängig ist. Liegt die Schrägscheibe 12 relativ zur Achse 3 in einem
rechten Winkel (α≈0°), befindet sich die Kolbenmaschine 1 im Leerlauf. Sobald der
Winkel α größer wird, beginnt die Kolbenmaschine 1, Hydraulikfluid zu fördern. Um
die Förderleistung zu regeln bzw. zu begrenzen, kann das Steuerventil 19 den Stellkolben
18 so verstellen, daß die Schrägscheibe 12 unter einem Winkel α, der von 0° bis zu
einem bestimmten Maximalwinkel reicht, verkippt wird. Der Maximalwinkel wird durch
die Grundstellung des Stellkolbens 18 definiert. Die Kolbenmaschine 1 läuft stets
unter diesem Maximalwinkel an, um genügend Druck aufzubauen. Sobald die Kolbenmaschine
1 läuft, liegt am Betriebsdruckanschluß 36 der Ventilhülse 35 der Betriebsdruck an.
Das die erste Nut 38 unter Betriebsdruck ausfüllende Hydraulikfluid übt an der ersten
Angriffsfläche 39 eine Kraft aus, welche den Steuerkolben 20 langsam entgegen der
Kraft der ersten Rückstellfeder 50, welche an der zweiten Federaufnahme 33 anliegt,
in Richtung der Federraumhülse 56 bewegt. Die Bewegung kommt dadurch zustande, daß
die abschließenden Flächen der ersten Nut 38 einen geringfügigen Absatz aufweisen,
so daß die Drücke auf die abschließenden Flächen der ersten Nut 38 unterschiedlich
groß sind und eine resultierende Kraft in Richtung der Federraumhülse 56 ausgeübt
wird.
[0026] Die kleinräumige Bewegung des Steuerkolbens 20 führt zu einer größeren entgegengesetzten
Bewegung des Stellkolbens 18, welcher gegen die Schrägscheibe 12 drückt und dadurch
den Schwenkwinkel α verkleinert.
[0027] Durch die an der zweiten Federaufnahme 33 anliegende erste Rückstellfeder 50, welche
zwischen der zweiten Federaufnahme 33 und der äußeren Stützhülse 51 eingespannt ist,
wird ein Rückkoppelungseffekt erreicht, da die Verlängerung 32, welche durch die erste
Rückstellfeder 50 in Bewegungsrichtung des Stellkolbens 18 mitbewegt wird, den Steuerkolben
20 mit einer von der Stellung des Stellkolbens 18 abhängigen Rückkopplungskraft beaufschlagt.
Dadurch wird ein stabiler Betriebszustand unter einen bestimmten Schwenkwinkel α erreicht,
der einer vorgegebenen Leistung entspricht.
[0028] Der Druck in der Stelldruckkammer 42 wird dabei durch das Steuerventil 19 auf einen
zwischen Tankdruck und Betriebsdruck liegenden Stelldruck geregelt. Solange die Stelldruckkammer
42 mit der ersten Nut 38 in Verbindung steht, wird Hydraulikfluid unter Betriebsdruck
in die Stelldruckkammer 42 gepreßt, wodurch der Stellkolben 18 die Schrägscheibe 12
in Richtung kleinerer Schwenkwinkel α bewegt.
[0029] Da die Stelldruckkammer 42 über die in der Ventilhülse 35 integrierte Ablaufdrossel
45 mit dem Tankanschluß 37 verbunden ist, kann bei einer rückläufigen Bewegung des
Stellkolbens 18 das unter Stelldruck stehende Hydraulikfluid in den Tankanschluß 37
zurückgeleitet werden.
[0030] Die Leistungsregelvorrichtung 2 führt zu einer näherungsweise konstanten Maximalleistung
der Kolbenmaschine 1. Die angenommenen Werte von Druck und Fördervolumen liegen in
einem Druck-Fördervolumen-Diagramm (p-V-Diagramm) auf einer Geraden, deren Steigung
in diesem Bereich in etwa der Steigung der theoretischen Leistungshyperbel im p-V-Diagramm
entspricht. Sobald das Fördervolumen ab- bzw. der Druck zunimmt, kann durch die zweite
Rückstellfeder 53, welche sich an einer inneren Stützhülse 52 abstützt und erst zum
Tragen kommt, wenn die erste Rückstellfeder 50 auf einen bestimmten Wert vorgespannt
ist, wiederum ein stabiler Betriebszustand erreicht werden, welcher einer zweiten
Geraden im p-V-Diagramm entspricht, wobei die zweite Gerade eine höhere Steigung als
die erste Gerade aufweist und sich damit der Steigung der Leistungshyperbel im Bereich
großer Drücke p bzw. kleiner Fördervolumina V anpaßt.
[0031] In Fig. 3 ist ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Leistungsregelvorrichtung
2 dargestellt, welches sich vom ersten Ausführungsbeispiel durch einen zweiten Betriebsdruckanschluß
60 unterscheidet, welcher mit dem Betriebsdruck einer weiteren, nicht dargestellten
Kolbenmaschine verbunden ist.
[0032] Die im übrigen identische Ausführung der Leistungsregelvorrichtung 2 wird daher im
folgenden nicht nochmals beschrieben. Das Ausführungsbeispiel ist in Fig. 3 mit identischen
Bezugszeichen versehen, um die Zuordnung zu erleichtern.
[0033] Im vorliegenden zweiten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Leistungsregelvorrichtung
2 weist der Steuerkolben 20 eine dritte Nut 61 auf, welche mit dem zweiten Betriebsdruckanschluß
60 verbunden ist und an welcher eine zweite Angriffsfläche 62 für den Betriebsdruck
der weiteren Kolbenmaschine ausgebildet ist. Über die zweite Angriffsfläche 62 übt
der Betriebsdruck der weiteren Kolbenmaschine eine weitere axiale Kraft auf den Steuerkolben
20 aus. Eine entsprechende Wahl der einzelnen Betriebsdrücke bzw. der einzelnen Fördervolumina
der Kolbenmaschine 1 und der nicht dargestellten weiteren Kolbenmaschine führt dazu,
daß die erfindungsgemäße Leistungsregelvorrichtung 2 auch als Summenleistungsregler
ausgeführt werden kann, wobei die Summe der Leistungen der Kolbenmaschine 1 und der
nicht dargestellten weiteren Kolbenmaschine auf ein vorgegebenes Maximum begrenzt
wird.
[0034] Auch in diesem Ausführungsbeispiel bewegt sich der Stellkolben 18 solange in Richtung
auf kleineren Schwenkwinkel α der Schwenkscheibe 12, bis wieder ein Gleichgewicht
zwischen der Summe der Betriebsdrücke und den Federkräften hergestellt ist.
[0035] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern
kann auch bei einer Leistungsregelvorrichtung 2 in anderer Bauweise bzw. bei Axialkolbenmaschinen
1 in anderer Bauweise zum Einsatz kommen. Zu betonen ist, daß der Stellweg des Stellkolbens
18 unabhängig von dem Stellweg des Steuerkolbens 20 ist und sich trotz einer nur sehr
geringen Verstellung des Steuerkolbens 20 ein sehr viel größerer Stellweg des Stellkolbens
18 erreichen läßt.
1. Leistungsregelvorrichtung (2) zum Regeln der Leistung einer Kolbenmaschine (1) mit
einem an einem Stellglied (12) der Kolbenmaschine (1) angreifenden Stellkolben (18)
und
einem Steuerventil (19) mit einem Steuerkolben (20), an welchem ein Betriebsdruck
der Kolbenmaschine (1) und zumindest eine Rückstellfeder (50), deren Vorspannung von
der Stellung des Stellglieds (12) abhängig ist, angreifen,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stellkolben (18) und das Steuerventil (19) axial versetzt zueinander angeordnet
sind,
daß sich eine Verlängerung (32) des Stellkolbens (18) durch das Steuerventil (19)
hindurch erstreckt und
daß die Rückstellfeder (50) zwischen einer ersten Federaufnahme (51) der Verlängerung
(32) des Stellkolbens (18) und einer dem Stellkolben (18) abgewandten zweiten Federaufnahme
(33) des Steuerkolbens (20) eingespannt ist.
2. Leistungsregelvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stellkolben (18) und das Steuerventil (19) in einer gemeinsamen Ausnehmung
(16) eines Gehäuses (6) der Kolbenmaschine (1) angeordnet sind.
3. Leistungsregelvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Steuerventil (19) eine Ventilhülse (35) aufweist, in welcher ein erster Betriebsdruckanschluß
(36), der mit dem Betriebsdruck der Kolbenmaschine (1) verbunden ist, und ein Tankanschluß
(37) ausgebildet sind.
4. Leistungsregelvorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Steuerkolben (20) eine erste Nut (38) aufweist, die mit dem ersten Betriebsdruckanschluß
(36) verbunden ist und an welcher eine erste Angriffsfläche (39) für den Betriebsdruck
der Kolbenmaschine (1) ausgebildet ist, über welche der Betriebsdruck der Kolbenmaschine
(1) eine axiale Kraft auf den Steuerkolben (20) ausübt.
5. Leistungsregelvorrichtung nach Anspruch 4 ,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Steuerkolben (20) eine zweite Nut (40) aufweist, die mit dem Tankanschluß
(37) verbunden ist.
6. Leistungsregelvorrichtung nach Anspruch 5 ,
dadurch gekennzeichnet,
daß an den Stellkolben (18) eine Stelldruckkammer (42) angrenzt, die in Abhängigkeit
von der Stellung des Steuerkolbens (20) über eine erste Steuerkante (43) mit der ersten
Nut (38) und über eine zweite Steuerkante (44) mit der zweiten Nut (40) des Steuerkolbens
(20) verbindbar ist.
7. Leistungsregelvorrichtung nach Anspruch 6 ,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stelldruckkammer (42) über eine in der Ventilhülse (35) integrierte Ablaufdrossel
(45) mit dem Tankanschluß (37) verbunden ist.
8. Leistungsregelvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ventilhülse (35) einen zweiten Betriebsdruckanschluß (60) aufweist, der mit
dem Betriebsdruck einer weiteren Kolbenmaschine verbindbar ist.
9. Leistungsregelvorrichtung nach-Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Steuerkolben (20) eine dritte Nut (61) aufweist, die mit dem zweiten Betriebsdruckanschluß
(60) verbindbar ist und an welcher eine zweite Angriffsfläche (62) für den Betriebsdruck
der weiteren Kolbenmaschine ausgebildet ist, über welche der Betriebsdruck der weiteren
Kolbenmaschine eine axiale Kraft auf den Steuerkolben (20) ausübt.
10. Leistungsregelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Rückstellfedern (50, 53) vorgesehen sind, die bei zunehmender Rückstellung
des Stellglieds (12) in Richtung auf minimales Verdrängungsvolumen nacheinander vorgespannt
werden.
11. Leistungsregelvorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rückstellfedern (50, 53) in einem Federaufnahmeraum (34) angeordnet sind,
der sich auf der dem Stellkolben (18) abgewandten Seite des Steuerventils (19) befindet
und daß sich die Verlängerung (32) des Stellkolbens (18) bis in den Federaufnahmeraum
(34) erstreckt.
12. Leistungsregelvorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verlängerung (32) als Bolzen ausgebildet ist, der mit dem Stellkolben (18)
und der ersten Federaufnahme (51) kraftschlüssig und axial verstellbar verbunden ist.
13. Leistungsregelvorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich der Bolzen (32) durch eine Ausnehmung (41) des Steuerkolbens (20) hindurch
erstreckt.
14. Leistungsregelvorrichtung nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stellkolben (18) topfförmig mit einem zentralen Befestigungsdocht (30) ausgebildet
ist, in welchen ein Gewindeabschnitt (31) des Bolzens (32) einschraubbar ist.
15. Leistungsregelvorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Federaufnahmeraum (34) von einer abnehmbaren Federraumhülse (56) umgeben ist.
16. Leistungsregelvorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß in die Ausnehmung (16) des Gehäuses (6) alternativ zu dem Steuerventil (19) für
die Leistungsregelung ein Steuerventil für eine Förderstromregelung und/oder Druckabschneidung
einsetzbar ist.