[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Verkaufsautomaten, für stückige Produkte, beispielsweise
verpackte Snack-Würstchen. Er umfaßt ein Magazin, das in endloser Reihe angeordnete
Magazinfächer enthält, die einen Bewegungsantrieb haben, um an einen Abgabeweg angeschlossen
zu werden. Bekannt sind Verkaufsautomaten dieser Art, bei denen die Magazinfächer
als endlose Kette ausgebildet sind, die über Umlenkräder bewegt wird, wobei die einzelnen
Fächer nacheinander mit einer Entnahmeeinrichtung in Verbindung stehen, die die stückigen
Güter entnimmt und in den Abgabeweg führt. Zwar läßt sich dank der Kettenanordnung
eine Vielzahl von Magazinfächern platzsparend auf einem Magazinboden anordnen, doch
ist der Bauaufwand hoch, und mit der Vielzahl relativ zueinander bewegter Glieder
wächst die Störanfälligkeit.
[0002] Die Erfindung vermeidet diese Nachteile dadurch, daß eine Mehrzahl von drehend antreibbaren,
je eine Reihe von Magazinfächern am Umfang aufweisenden Magazintrommeln vorgesehen
ist, denen je eine in den Abgabeweg mündende Abgabeöffnung zugeordnet ist.
[0003] Die Erfindung verzichtet darauf, die Magazinreihe in einer einzelnen Einrichtung
(Kette oder Rad) anzuordnen und eine einzelne Abgabeöffnung zum Abgabeweg hin vorzusehen.
Sie hat erkannt, daß eine Mehrzahl von Magazintrommeln sich nahezu ebenso platzsparend
anordnen läßt wie eine Magazinkette mit einer Vielzahl von Umlenkungen. Zwar ist es
nicht möglich, sämtliche Magazintrommeln mit nur einer Abgabeöffnung kommunizieren
zu lassen; jedoch stellt dies keinen Nachteil dar, weil dank moderner Steuerungstechnik
die Steuerung verschiedener Trommeln unproblematisch ist und auch die Notwendigkeit,
mehrere Abgabeöffnungen vorzusehen, apparatetechnisch unaufwendig realisiert werden
kann.
[0004] Letzteres ist insbesondere dann sehr einfach, wenn gemäß der Erfindung jede Magazintrommel
mit nach unten offenen Magazinfächern auf einer die Abgabeöffnung enthaltenden Magazinplatte
angeordnet ist. Wird sie jeweils schrittweise um den Winkelabstand der Magazinfächer
gedreht, so gelangen diese nacheinander in den Bereich der Abgabeöffnung, durch die
das in dem jeweiligen Magazinfach enthaltene Produkt einfach aufgrund der Schwerkraft
in den Abgabeweg fällt. Dafür ist eine Anordnung mit vertikaler Trommelachse besonders
geeignet; unbedingt erforderlich ist diese vertikale Anordnung aber nicht.
[0005] Bei vertikaler oder etwa vertikaler Achsausrichtung ist es zweckmäßig, jeweils eine
Mehrzahl von Magazintrommeln, vorzugsweise sogar sämtliche Magazintrommeln, auf derselben
Magazinplatte anzuordnen. Dadurch ergibt sich eine besonders einfache Konstruktion.
Dies gilt zumal dann, wenn statt einzelner, den Öffnungen zugeordneter Produktkanäle
ein gemeinsamer Trichter zum Auffangen der aus den Abgabeöffnungen fallenden Produkte
vorgesehen ist, der einen Teil des Abgabewegs bildet. Es versteht sich, daß die Abgabeöffnungen
in der Platte so angeordnet werden, daß sie im Auffangbereichs des Trichters liegen.
[0006] Die Anordnung der Magazintrommeln auf einer gemeinsamen Platte hat ferner den Vorteil,
daß die Befüllung und Wartung der Magazintrommeln und der zugehörigen Antriebe dadurch
erleichtert werden kann, daß die Platte als Ganzes aus ihrer Betriebsstellung, in
der sie weniger leicht zugänglich ist, herausbewegt wird in eine Füll- und Wartungsstellung.
In diesem Zusammenhang ist die Verwendung eines die Produkte auffangenden Trichters
von besonderem Vorteil, weil sie keine Präzision in der gegenseitigen Anordnung der
Platte und des Trichters voraussetzt. Auch ist die Verwendung besonderer und ggf.
fest angeschlossener Übergabeeinrichtungen entbehrlich.
[0007] Zwar ist es nicht ausgeschlossen, mehrere Gruppen von Trommeln in unterschiedlichen
Ebenen anzuordnen. Im allgemeinen genügt aber die Anordnung in einer Ebene auf einer
einheitlichen Platte, was den Bauaufwand vereinfacht.
[0008] Vorzugsweise verwendet man sieben Magazintrommeln, die in einer Gruppe von sechs
um eine mittig angeordnete Trommel angeordnet sind, weil sich damit die beste Platzausnutzung
ergibt, und dann, wenn die Abgabeöffnungen der äußeren Magazintrommeln jeweils an
deren zur Mitte weisenden Seite angeordnet sind, der Trichter den geringsten Durchmesser
zu haben braucht. Jedoch versteht es sich, daß das Prinzip auch andere Anordnungen
zuläßt.
[0009] Bekannt ist die Möglichkeit, jedem Fach eines endlosen Magazinförderers einen gesonderten
Produktcode zuzuordnen. Dies setzt voraus, daß der Steuerungseinrichtung mitgeteilt
wird, welches Produkt sich in jedem Fach befindet, was sowohl die Befüllung und die
Steuerung kompliziert macht, als auch Fehler provoziert. Die erfindungsgemäße Zuordnung
je einer Trommel zu einem Produkt trägt dazu bei, Fehler bei der Befüllung zu vermeiden.
Außerdem ist die Steuerung einfacher, wenn sie sich jeweils auf ganze Trommeln, also
Gruppen von Fächern statt Einzelfächern, beziehen kann.
[0010] In der Regel wird man bei der Befüllung die vorhandenen Trommeln im Automaten belassen
und lediglich die leeren Fächer erneut bestücken. Jedoch gibt die Erfindung auch die
Möglichkeit, Trommeln insgesamt auszuwechseln. Die ganz oder teilweise geleerten Trommeln
werden entnommen und durch fabrikmäßig gefüllte Trommeln ersetzt. Dabei können diese
mit einem Code versehen sein, der der Steuereinrichtung jeweils mitteilt, welches
Produkt sie enthalten.
[0011] Die Zuordnung verschiedener Produkte zu verschiedenen Trommeln hat ferner den Vorteil,
daß die Steuersignale, die zur Ausgabe eines Produkts aus dem Magazin führen, nicht
einzelnen Fächern zugeordnet werden müssen, sondern den Trommeln zugeordnet werden
können. Das bedeutet nicht, daß sämtliche Trommeln unterschiedliche Produkte enthalten
müssen. Um aber ebenso viele verschiedene Produkte anbieten zu können, wie Trommeln
vorhanden sind, ist die dem Kunden zur Auswahl zur Verfügung stehende Vorrichtung
zweckmäßigerweise so ausgebildet, daß die Zahl der Auswahlmöglichkeiten der Zahl der
Trommeln entspricht.
[0012] Wenn mehrere Trommeln dasselbe Produkt enthalten, was der Steuereinrichtung auf geeignete
Weise mitgeteilt wird, wird das vom Kunden eingegebene Auswahlkommando zweckmäßigerweise
nicht trommelspezifisch, sondern produktspezifisch weitergeleitet, wobei die Steuereinrichtung
bestimmt, aus welcher Trommel das Produkt entnommen wird. Sind beispielsweise von
sieben Trommeln fünf Trommeln mit Produkt A und zwei Trommeln mit Produkt B gefüllt
und stehen sieben Auswahlvorrichtungen für den Kunden zur Verfügung, von denen entsprechend
der Trommelbelegung fünf dem Produkt A und zwei dem Produkt B zugeordnet sind, so
wird jedes Auswahlkommando für das Produkt A bzw. B unabhängig davon, über welche
der verschiedenen Auswahlvorrichtungen es eingegeben wurde, von der Steuereinrichtung
dem jeweiligen Produkt und nicht einer bestimmten Trommel zugeordnet. Dies hat den
Vorteil, daß unabhängig davon, über welche Auswahlvorrichtung das Kommando eingegeben
wurde, die Steuereinrichtung bestimmen kann, in welcher Reihenfolge die Stücke eines
und desselben Produkts den verschiedenen Trommeln entnommen werden. Dadurch kann für
etwa gleiche Verweilzeiten gesorgt werden. Beispielsweise kann es zweckmäßig sein,
für die aufeinanderfolgende Entnahme von Stücken eines Produkts zyklisch die das Produkt
enthaltenden Trommeln anzusteuern, damit aus jeder Trommel gleichmäßig entnommen wird.
Ferner kann es zweckmäßig sein, daß nach Auffüllung einer zuvor nur teilweise entleerten
Trommel zunächst diejenigen Stücke daraus ausgegeben werden, die vor der Auffüllung
bereits vorhanden waren. Dies ergibt sich auf einfachste Weise dadurch, daß letztere
nach der Auffüllung der Trommel der Entnahmestelle am nächsten liegen, sofern die
Drehstellung der Trommel bei der Auffüllung nicht verändert wird.
[0013] Zwar ist es denkbar, den Füllzustand der einzelnen Magazinfächer der Steuereinrichtung
automatisch mitzuteilen, so daß diese in der Lage ist, jeweils ein gefülltes Fach
zur Abgabeöffnung zu steuern. Einfacher ist es jedoch, wenn gemäß der Erfindung im
Abgabeweg eine Abgabesensor vorgesehen ist, der die Abgabe eines Produkts aus dem
Magazin anzeigt. Die Steuereinrichtung ist in diesem Falle so gestaltet, daß bei Anwahl
der Abgabe aus einer Trommel diese zu einem dem Kammerabstand entsprechenden Drehschritt
veranlaßt wird. Falls nicht innerhalb einer bestimmten Zeitspanne ein Abgabesignal
von dem Abgabesensor eingeht, so wird dies als Zeichen dafür genommen, daß das an
den Abgabeweg angeschlossene Fach leer war. Dies veranlaßt die Steuereinrichtung zu
einem weiteren solchen Drehschritt, bis schließlich die Abgabe eines Produkts durch
den Abgabesensor festgestellt wird. Dadurch wird vermieden, daß kein Produkt ausgeliefert
wird, falls versehentlich Magazinfächer nicht gefüllt worden sein sollten.
[0014] Die vollständige Leerung einer Trommel kann von der Steuereinrichtung dadurch festgestellt
werden, daß die Zahl der aus den einzelnen Trommeln entnommenen Produkte oder die
Zahl der seit der letzten Füllung zurückgelegten Drehschritte der Trommel gezählt
wird.
[0015] Falls im Abgabeweg eine Erhitzungseinrichtung vorgesehen ist, die mit einem Anwesenheitssensor
für ein Produkt versehen ist, kann dieser Anwesenheitssensor gleichzeitig die Aufgaben
des erwähnten Abgabesensors erfüllen.
[0016] Besonders einfach gestaltet sich die Konstruktion dann, wenn man keine besonderen
Lager für die Trommeln vorsieht, sondern ihre unteren Stirnflächen einfach auf der
Plattenoberfläche gleiten läßt. Wenn die Trommeln aus Kunststoff und die Platte aus
Stahl bestehen, ist die Reibung vernachlässigbar im Vergleich mit der Reibung zwischen
der Platte und den in den Fächern befindlichen Produkten.
[0017] Die Verwendung eines Trichters ist unproblematischer, wenn die Produktstücke kompakt
ausgebildet sind, d.h. es ist nicht eine ihrer Dimensionen wesentlich größer als die
anderen beiden. Wenn es sich aber um langgestreckte Produkte, wie beispielsweise Würstchen
handelt, muß durch geeignete Trichterform Sorge dafür getragen werden, daß sie sich
nicht darin querlegen können. Dieser Gefahr wird erfindungsgemäß dadurch begegnet,
daß der Neigungswinkel der Trichterwand zur Mittelachse hin zunimmt. Die Länge des
Abschnitts einer in einer Radialebene an einem beliebigen Punkt der Trichteroberfläche
gelegten Tangente soll zwischen dem Tangentenpunkt und dem Schnittpunkt mit der gegenüberliegenden
Trichteroberfläche stets länger als zwei Drittel der Länge eines Produkts sein. Zweckmäßigerweise
ist sie größer als drei Viertel der Länge eines Produkts. Diese auf die Trichterform
bezogenen Merkmale verdienen gegebenenfalls Schutz unabhängig von den zuvor erläuterten
Merkmalen.
[0018] Die Erfindung wird im folgenden näher unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert,
die ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel veranschaulicht. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Frontansicht des Geräts im geschlossenen Zustand,
- Fig. 2
- eine Ansicht des Geräts schräg von vorn im geöffneten Zustand in Betriebsstellung,
- Fig. 3
- eine Ansicht des Geräts schräg von vorn in Füllstellung,
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf das Magazin,
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf eine einzelne Trommel,
- Fig. 6
- eine schematische Schnittdarstellung der wesentlichen Funktionselemente und
- Fig. 7
- einen Schnitt durch den Abgabeweg im Bereich des Sperrelements.
[0019] Der Verkaufsautomat wird von einem schrankförmigen Gehäuse 1 eingeschlossen. Dies
weist in seiner Front eine Bedienungstafel 2 und eine Entnahmeschale 3 zum Entnehmen
des angewählten Produkts auf. Öffnet man die die Frontseite bildende Tür, so ergibt
sich die Ansicht der Fig. 2, in welcher einfachheitshalber diejenigen Strukturteile
weggelassen sind, die zum Halten der nachfolgend beschriebenen Funktionsteile dienen.
[0020] An oberster Stelle innerhalb des Schrankes befindet sich das Magazin, welches von
einer Mehrzahl von Magazintrommeln 4 auf einer Magazinplatte 5 gebildet wird. Unterhalb
der Magazinplatte 5 ist ein Trichter 6 vorgesehen, der das angewählte und aus einer
der Magazintrommeln 4 entlassene Produkt auffängt und in eine Erhitzungseinrichtung
7 führt, aus der es über eine Rutsche 8 in die Entnahmeschale 3 gelangt. Der vom Trichter
6 der Erhitzungseinrichtung 7 der Rutsche 8 und der Entnahmeschale 3 gebildete Förderweg
wird zusammenfassend als Abgabeweg bezeichnet. Das funktionelle Zusammenspiel zwischen
den Bedienungsorganen der Tafel 2 und dem Magazin bzw. Abgabeweg wird durch eine Steuereinrichtung
9 bestimmt.
[0021] Die Magazinplatte 5 ruht auf zwei Paaren von Pendelstützen 12, 13, die mit einer
Feder 14 der Magazinplatte 5 bistabil zwei Endstellungen gestatten, nämlich zum einen
die in Fig. 2 gezeigte, etwa horizontale Betriebsstellung innerhalb des Schranks und
die in Fig. 3 dargestellte, nach vorne aus dem Schrank verschobene und geneigte Stellung,
in welcher das Magazin zur Befüllung und Wartung leichter zugänglich ist.
[0022] Die Magazinplatte 5 nimmt sieben Magazintrommeln 4 auf, nämlich eine zentral angeordnete
und sechs gleichmäßig darum herum gelegene Magazintrommeln. Dadurch ergibt sich eine
gute Platzausnutzung. Jede Magazintrommel 4 enthält zwischen einer zylindrischen Außenwand
16 und einer zylindrischen Innenwand 17 einen geschlossenen Ring von Magazinfächern
18, die jeweils gleiche Breite in Umfangsrichtung aufweisen. Die innere Wand 17 trägt
nach innen vorragende Vorsprünge 19, die jeweils örtlich auf ein Magazinfach abgestimmt
sind. Die Magazinfächer 18 sind oben und unten offen.
[0023] Der von der inneren Wand 17 eingeschlossene Raum ist nach unten offen, während er
oben durch eine Platte 20 abgedeckt ist, die mittig eine Kupplungsöffnung 21 enthält,
die im dargestellten Beispiel quadratisch ist.
[0024] Die Magazintrommeln liegen auf der Magazinplatte 15 auf und werden durch einen Kupplungszapfen
22 zentriert und drehend angetrieben, der in die Kupplungsöffnung 21 passend eingreift
und aus einer Antriebssäule 23 oben vorspringt. Diese Antriebssäule enthält einen
Getriebemotor, dessen Abtriebswelle mit dem Kupplungszapfen 22 verbunden ist. In Fig.
2 und 3 sind zwei solche Antriebssäulen 23 ohne die darauf aufzusetzenden Magazintrommeln
4 gezeigt.
[0025] In Fig. 5, die die Anordnung von Magazin 4 und Antriebssäule 23 bei abgenommener
Platte 20 zeigt, erkennt man, daß die Antriebssäule 23 einen Endschalter 24 mit einem
Schalterfühler 25 trägt. Letzterer ist so angeordnet, daß er mit den inneren Vorsprüngen
19 der Magazintrommel zusammenwirkt und bei Drehung der Magazintrommel 4 in Pfeilrichtung
26 jeweils dann ein Stellungssignal abgibt, wenn sich eines der Magazinfächer 18 oberhalb
einer in Fig. 5 durch Kreuzschraffierung angedeuteten Öffnungen 30 in der Magazinplatte
5 befindet. In dieser Stellung wird der Drehantrieb angehalten, so daß sich ein schrittweiser
Drehvorschub der Trommel ergibt.
[0026] Jeder Magazintrommel ist auf der Bedienungstafel 2 ein Schild 31 zugeordnet, das
das jeweils enthaltene Produkt kennzeichnet. Außerdem befinden sich bei jedem dieser
Schilder 31 zwei Tasten 32, durch deren Benutzung der Kunde angeben kann, ob er das
jeweilige Produkt kalt oder erwärmt haben möchte. Sobald er nach Geldeinwurf in den
Schlitz 33 und Wahl eines der Knöpfe 32 ein Produkt und dessen Temperaturzustand angewählt
hat, veranlaßt die Steuereinrichtung 9 eine Drehung der betreffenden Magazintrommel
4 in Pfeilrichtung 26, bis ein gefülltes Magazin 18 sich oberhalb der Abgabeöffnung
30 befindet. Das Produkt fällt dann durch die Öffnung 30 in den Abgabeweg. Weitere
Steuerungseinzelheiten wurden oben bzw. werden weiter unten erläutert.
[0027] Die Abgabeöffnungen 30 befinden sich innerhalb des Auffangkreises 34 (Fig. 4) des
Trichters 6. Das aus irgendeiner Abgabeöffnung 30 herausfallende Produkt wird daher
mit Sicherheit von dem Trichter 6 aufgefangen.
[0028] Wenn die Produkte langgestreckt sind, wie beispielsweise das in Fig. 6 bei 35 angedeutete,
in einer Folienverpackung enthaltene Snackwürstchen 35, muß Sorge dafür getragen werden,
daß es nicht am Übergang von dem konischen Trichterteil zur engen Tülle 37 hängenbleibt.
Zu diesem Zweck nimmt der Neigungswinkel der Trichterwand mit zunehmender Annäherung
an seine Mittelachse 38 zu. Sollte ein Produkt, so wie es in Fig. 6 gezeigt ist, an
zwei gegenüberliegenden Trichterseiten gleichzeitig Berührung haben, so ist durch
Wahl der geometrischen Verhältnisse dafür gesorgt, daß der Abschnitt zwischen demjenigen
Punkt 36, an welchem das Produkt auf der einen Seite ähnlich einer Tangente anliegt,
und dem gegenüberliegenden Punkt 38 stets wesentlich länger ist als der Abschnitt
des Produkts jenseits des Punktes 36. Dadurch wird das Produkt durch das Eigengewicht
seines längeren Abschnitts in eine der Achsrichtung nähere Lage geschwenkt, in der
es leichter dem weiteren Abgabeweg folgen kann. Diese geometrischen Verhältnisse führen
zu der Regel des Anspruchs 11, wobei der Punkt 36, an welchem das langgestreckte Produkt
an der Trichterwand anliegt, den Tangentenpunkt bildet und der Punkt 38, an dem sein
Ende an der gegenüberliegenden Wand anliegt, den Schnittpunkt der Tangente mit dieser
gegenüberliegenden Wand bildet.
[0029] Es folgt im Abgabeweg die Erhitzungseinrichtung 7, in der er von einem Rohr 40 aus
einem geeigneten Dielektrikum, beispielsweise Kunststoff gebildet ist. Dieses Rohr
40 wird von einem Rundresonator 41 für Mikrowellen umgeben, in den die Antenne 42
eines Magnetrons hineinragt. Geeignete unbewegte Reflektoren 43 und/oder bewegte Reflektoren
44 können vorgesehen sein, um eine gleichmäßig Energieverteilung im Bereich des strichpunktiert
angedeuteten Produkts 35 zu gewährleisten.
[0030] Die Lage des Produkts wird bestimmt durch eine Klappe 50, die stets geschlossen ist,
wenn ein Produkt vom Magazin entlassen wird. Das Produkt wird daher in jedem Falle
in der Erhitzungsstation aufgefangen.
[0031] Wie Fig. 7 zeigt, ist die Klappe 50 in Wandnähe des Rohrs 40 bei 51 um eine horizontale
Achse schwenkbar gelagert, um einerseits die Sperrstellung und andererseits die punktiert
angedeutete Öffnungsstellung einnehmen zu können, in welcher das Blatt der Klappe
parallel zur Rohrwandung etwa an dieser anliegt, um einen maximalen Durchtrittsquerschnitt
freizulassen. Oberhalb der Klappe enthält das Rohr 40 einen inneren Vorsprung 39,
der das Produkt an der geöffneten Klappe 50 vorbeileitet. Jenseits der Schwenkachse
51 ist die Klappe mit einem Arm 52 verbunden, dessen Ende unmittelbar oder über eine
Fadenverbindung 53 ein Gewicht 54 trägt. Statt dessen könnte die Klappe auch mit einer
Feder verbunden sein. Das Gewicht 54 bzw. die Feder ist so bemessen und angeordnet,
daß die Klappe 50 dadurch mit Sicherheit in der Sperrstellung gehalten wird, solange
sie nicht vom Produkt belastet wird. Andererseits ist das Gewicht so gering, daß die
Klappe unter dem Gewicht des Produkts mit Sicherheit geöffnet wird, um es hindurchzulassen.
Damit das Produkt zeitweilig in der Erhitzungseinrichtung festgehalten wird, ist ein
Magnetriegel 55 vorgesehen, der in dem in Fig. 7 angedeuteten Zustand den Klappenhebel
52 in der Sperrstellung festhält und (quer zur Zeichenebene) zurückgezogen werden
kann, um ihn freizugeben.
[0032] Solange die Klappe 50 unbelastet ist, befindet sie sich in der strichpunktierten
Endstellung. Der Magnetriegel 55 ist in einer gewissen Entfernung von der Stellung
angeordnet, in der sich der Klappenhebel 52 in dieser Endstellung befindet. Sobald
die Klappe durch das Produkt belastet wird, schwenkt sie daher so weit, bis sie von
dem Riegel 55 festgehalten wird, in die mit durchgezogenen Linien gezeichnete Stellung.
Der Unterschied zwischen diesen beiden (strichpunktiert bzw. durchgezogen gezeichneten)
Stellungen wird genutzt, um die Anwesenheit des Produkts zu kontrollieren. Zu diesem
Zweck ist in demjenigen Bereich, in welchem sich der Klappenhebel 52 in seiner Endstellung
(strichpunktiert) befindet, ein Sensor 56 angeordnet, beispielsweise eine Lichtschranke
oder ein Magnetschalter. Der Schaltzustand dieses Sensors ändert sich, sobald die
Klappe aus ihrer strichpunktiert gezeichneten Endstellung in die mit durchgezogenen
Linien gezeigte Riegelstellung gelangt. Das Signal, daß der Sensor 56 im letzteren
Falle aussendet, wird von der Steuereinrichtung als Zeichen für die Anwesenheit eines
Produkts ausgewertet.
[0033] Das Signal ist zum einen wichtig für den Betrieb der Erhitzungseinrichtung 7. Nur
wenn ein Anwesenheitssignal vorliegt, läßt die Steuereinrichtung die Einschaltung
der Erhitzungseinrichtung zu. Das Signal ist ferner wichtig für die Steuerung des
Magazins, weil es anzeigt, daß ein Produkt abgegeben worden ist; es bildet also ein
Abgabesignal, das von der Steuereinrichtung für die Steuerung des Magazins verwendet
wird. Sobald ein Kunde ein Produkt angefordert hat, wird die das Produkt enthaltende
Trommel Schritt für Schritt so lange gedreht, bis das Abgabesignal eintritt.
[0034] Hat der Kunde das Produkt kalt angefordert, so wird die Klappe 50 unmittelbar nach
dem Eintreffen des Anwesenheits/Abgabesignals geöffnet, indem der Magnetriegel 55
zurückgezogen wird. Hat er es heiß angefordert, so bleibt der Magnetriegel 55 einstweilen
geschlossen. Die Erhitzungseinrichtung wird für eine vorbestimmte Zeitdauer eingeschaltet.
Danach läßt man bis zum Zurückziehen des Riegels 55 noch eine vorbestimmte Zeitperiode
vergehen, um Begleiterscheinungen, die mit der Erhitzung einhergehen können (beispielsweise
Blähung der Verpackung) abklingen zu lassen, bevor das Produkt zur Entnahme freigegeben
wird.
1. Verkaufsautomat mit einer Mehrzahl von drehend antreibbaren Magazintrommeln (4), die
am Umfang eine Reihe von nach unten offenen Magazinfächern (18) aufweisen und auf
einer Magazinplatte (5) angeordnet sind, die bei jeder Magazintrommel (4) eine Abgabeöffnung
(30) aufweist, die zu einem Abgabeweg (6, 7, 8) führt, dadurch gekennzeichnet, daß
alle Magazintrommeln (4) auf derselben Magazinplatte (5) angeordnet sind, die zwischen
einer Betriebsstellung und einer Füllstellung bewegbar ist und deren Abgabeöffnungen
(30) in der Betriebsstellung oberhalb eines Trichters (6) liegen, der einen Teil des
Abgabewegs bildet.
2. Verkaufsautomat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß je einer Magazintrommel
(4) oder Gruppe von Magazintrommeln eine Auswahleinrichtung (32) zugeordnet ist.
3. Verkaufsautomat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Steuereinrichtung
(9) vorgesehen ist, die bei Anwahl der Abgabe aus einer Trommel (4) diese zu einer
dem Kammerabstand entsprechenden Drehschritt veranlaßt und, falls nicht innerhalb
einer bestimmten Zeitspanne ein Abgabesignal von einem im Abgabeweg gelegenen Abgabesensor
(56) eingeht, einen weiteren Drehschritt veranlaßt, etc.
4. Verkaufsautomat nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abgabeklappe (50)
einer im Abgabeweg vorgesehenen Erhitzungseinrichtung (7) als Abgabesensor ausgebildet
oder mit dem Abgabesensor (56) versehen ist.
5. Verkaufsautomat nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Magazintrommeln (4) unmittelbar auf der Magazinplatte (5) gleiten.
6. Verkaufsautomat nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Neigungswinkel der Trichterwand zur Mittelachse (38) hin zunimmt.
7. Verkaufsautomat nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des Abschnitts
einer in einer Radialebene an einem beliebigen Punkt (36) der Trichteroberfläche gelegten
Tangente zwischen dem Tangentenpunkt (36) und dem Schnittpunkt (38) mit der gegenüberliegenden
Trichteroberfläche stets länger als zwei Drittel der Länge eines Produkts (35) ist.