(19)
(11) EP 1 118 969 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
25.07.2001  Patentblatt  2001/30

(21) Anmeldenummer: 00101083.4

(22) Anmeldetag:  20.01.2000
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7G07F 11/54, G07F 9/10
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(71) Anmelder: MEICA Ammerländische Fleischwarenfabrik Fritz Meinen GmbH & Co.
26188 Edewecht (DE)

(72) Erfinder:
  • Janssen, Kai
    26188 Edewecht (DE)

(74) Vertreter: Glawe, Delfs, Moll & Partner 
Patentanwälte Rothenbaumchaussee 58
20148 Hamburg
20148 Hamburg (DE)

 
Bemerkungen:
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 86 (2) EPÜ.
 


(54) Verkaufsautomat


(57) Verkaufsautomat mit einer Vielzahl von in endloser Reihe angeordneter und zum Anschluß an einen Abgabeweg bewegter Magazinfächer (18). Eine mechanische und steuerungsmäßige Vereinfachung gelingt dadurch, daß eine Mehrzahl von drehend antreibbaren, je eine Reihe von Magazinfächern (18) am Umfang aufweisenden Magazintrommeln (4) vorgesehen ist, denen je eine in den Abgabeweg mündende Abgabeöffnung (30) zugeordnet ist. Zweckmäßigerweise liegen die nach unten offenen Magazintrommeln auf einer Magazinplatte auf, die die Abgabeöffnugnen (30) enthält (Fig. 4).




Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Verkaufsautomaten, für stückige Produkte, beispielsweise verpackte Snack-Würstchen. Er umfaßt ein Magazin, das in endloser Reihe angeordnete Magazinfächer enthält, die einen Bewegungsantrieb haben, um an einen Abgabeweg angeschlossen zu werden. Bekannt sind Verkaufsautomaten dieser Art, bei denen die Magazinfächer als endlose Kette ausgebildet sind, die über Umlenkräder bewegt wird, wobei die einzelnen Fächer nacheinander mit einer Entnahmeeinrichtung in Verbindung stehen, die die stückigen Güter entnimmt und in den Abgabeweg führt. Zwar läßt sich dank der Kettenanordnung eine Vielzahl von Magazinfächern platzsparend auf einem Magazinboden anordnen, doch ist der Bauaufwand hoch, und mit der Vielzahl relativ zueinander bewegter Glieder wächst die Störanfälligkeit.

[0002] Die Erfindung vermeidet diese Nachteile dadurch, daß eine Mehrzahl von drehend antreibbaren, je eine Reihe von Magazinfächern am Umfang aufweisenden Magazintrommeln vorgesehen ist, denen je eine in den Abgabeweg mündende Abgabeöffnung zugeordnet ist.

[0003] Die Erfindung verzichtet darauf, die Magazinreihe in einer einzelnen Einrichtung (Kette oder Rad) anzuordnen und eine einzelne Abgabeöffnung zum Abgabeweg hin vorzusehen. Sie hat erkannt, daß eine Mehrzahl von Magazintrommeln sich nahezu ebenso platzsparend anordnen läßt wie eine Magazinkette mit einer Vielzahl von Umlenkungen. Zwar ist es nicht möglich, sämtliche Magazintrommeln mit nur einer Abgabeöffnung kommunizieren zu lassen; jedoch stellt dies keinen Nachteil dar, weil dank moderner Steuerungstechnik die Steuerung verschiedener Trommeln unproblematisch ist und auch die Notwendigkeit, mehrere Abgabeöffnungen vorzusehen, apparatetechnisch unaufwendig realisiert werden kann.

[0004] Letzteres ist insbesondere dann sehr einfach, wenn gemäß der Erfindung jede Magazintrommel mit nach unten offenen Magazinfächern auf einer die Abgabeöffnung enthaltenden Magazinplatte angeordnet ist. Wird sie jeweils schrittweise um den Winkelabstand der Magazinfächer gedreht, so gelangen diese nacheinander in den Bereich der Abgabeöffnung, durch die das in dem jeweiligen Magazinfach enthaltene Produkt einfach aufgrund der Schwerkraft in den Abgabeweg fällt. Dafür ist eine Anordnung mit vertikaler Trommelachse besonders geeignet; unbedingt erforderlich ist diese vertikale Anordnung aber nicht.

[0005] Bei vertikaler oder etwa vertikaler Achsausrichtung ist es zweckmäßig, jeweils eine Mehrzahl von Magazintrommeln, vorzugsweise sogar sämtliche Magazintrommeln, auf derselben Magazinplatte anzuordnen. Dadurch ergibt sich eine besonders einfache Konstruktion. Dies gilt zumal dann, wenn statt einzelner, den Öffnungen zugeordneter Produktkanäle ein gemeinsamer Trichter zum Auffangen der aus den Abgabeöffnungen fallenden Produkte vorgesehen ist, der einen Teil des Abgabewegs bildet. Es versteht sich, daß die Abgabeöffnungen in der Platte so angeordnet werden, daß sie im Auffangbereichs des Trichters liegen.

[0006] Die Anordnung der Magazintrommeln auf einer gemeinsamen Platte hat ferner den Vorteil, daß die Befüllung und Wartung der Magazintrommeln und der zugehörigen Antriebe dadurch erleichtert werden kann, daß die Platte als Ganzes aus ihrer Betriebsstellung, in der sie weniger leicht zugänglich ist, herausbewegt wird in eine Füll- und Wartungsstellung. In diesem Zusammenhang ist die Verwendung eines die Produkte auffangenden Trichters von besonderem Vorteil, weil sie keine Präzision in der gegenseitigen Anordnung der Platte und des Trichters voraussetzt. Auch ist die Verwendung besonderer und ggf. fest angeschlossener Übergabeeinrichtungen entbehrlich.

[0007] Zwar ist es nicht ausgeschlossen, mehrere Gruppen von Trommeln in unterschiedlichen Ebenen anzuordnen. Im allgemeinen genügt aber die Anordnung in einer Ebene auf einer einheitlichen Platte, was den Bauaufwand vereinfacht.

[0008] Vorzugsweise verwendet man sieben Magazintrommeln, die in einer Gruppe von sechs um eine mittig angeordnete Trommel angeordnet sind, weil sich damit die beste Platzausnutzung ergibt, und dann, wenn die Abgabeöffnungen der äußeren Magazintrommeln jeweils an deren zur Mitte weisenden Seite angeordnet sind, der Trichter den geringsten Durchmesser zu haben braucht. Jedoch versteht es sich, daß das Prinzip auch andere Anordnungen zuläßt.

[0009] Bekannt ist die Möglichkeit, jedem Fach eines endlosen Magazinförderers einen gesonderten Produktcode zuzuordnen. Dies setzt voraus, daß der Steuerungseinrichtung mitgeteilt wird, welches Produkt sich in jedem Fach befindet, was sowohl die Befüllung und die Steuerung kompliziert macht, als auch Fehler provoziert. Die erfindungsgemäße Zuordnung je einer Trommel zu einem Produkt trägt dazu bei, Fehler bei der Befüllung zu vermeiden. Außerdem ist die Steuerung einfacher, wenn sie sich jeweils auf ganze Trommeln, also Gruppen von Fächern statt Einzelfächern, beziehen kann.

[0010] In der Regel wird man bei der Befüllung die vorhandenen Trommeln im Automaten belassen und lediglich die leeren Fächer erneut bestücken. Jedoch gibt die Erfindung auch die Möglichkeit, Trommeln insgesamt auszuwechseln. Die ganz oder teilweise geleerten Trommeln werden entnommen und durch fabrikmäßig gefüllte Trommeln ersetzt. Dabei können diese mit einem Code versehen sein, der der Steuereinrichtung jeweils mitteilt, welches Produkt sie enthalten.

[0011] Die Zuordnung verschiedener Produkte zu verschiedenen Trommeln hat ferner den Vorteil, daß die Steuersignale, die zur Ausgabe eines Produkts aus dem Magazin führen, nicht einzelnen Fächern zugeordnet werden müssen, sondern den Trommeln zugeordnet werden können. Das bedeutet nicht, daß sämtliche Trommeln unterschiedliche Produkte enthalten müssen. Um aber ebenso viele verschiedene Produkte anbieten zu können, wie Trommeln vorhanden sind, ist die dem Kunden zur Auswahl zur Verfügung stehende Vorrichtung zweckmäßigerweise so ausgebildet, daß die Zahl der Auswahlmöglichkeiten der Zahl der Trommeln entspricht.

[0012] Wenn mehrere Trommeln dasselbe Produkt enthalten, was der Steuereinrichtung auf geeignete Weise mitgeteilt wird, wird das vom Kunden eingegebene Auswahlkommando zweckmäßigerweise nicht trommelspezifisch, sondern produktspezifisch weitergeleitet, wobei die Steuereinrichtung bestimmt, aus welcher Trommel das Produkt entnommen wird. Sind beispielsweise von sieben Trommeln fünf Trommeln mit Produkt A und zwei Trommeln mit Produkt B gefüllt und stehen sieben Auswahlvorrichtungen für den Kunden zur Verfügung, von denen entsprechend der Trommelbelegung fünf dem Produkt A und zwei dem Produkt B zugeordnet sind, so wird jedes Auswahlkommando für das Produkt A bzw. B unabhängig davon, über welche der verschiedenen Auswahlvorrichtungen es eingegeben wurde, von der Steuereinrichtung dem jeweiligen Produkt und nicht einer bestimmten Trommel zugeordnet. Dies hat den Vorteil, daß unabhängig davon, über welche Auswahlvorrichtung das Kommando eingegeben wurde, die Steuereinrichtung bestimmen kann, in welcher Reihenfolge die Stücke eines und desselben Produkts den verschiedenen Trommeln entnommen werden. Dadurch kann für etwa gleiche Verweilzeiten gesorgt werden. Beispielsweise kann es zweckmäßig sein, für die aufeinanderfolgende Entnahme von Stücken eines Produkts zyklisch die das Produkt enthaltenden Trommeln anzusteuern, damit aus jeder Trommel gleichmäßig entnommen wird. Ferner kann es zweckmäßig sein, daß nach Auffüllung einer zuvor nur teilweise entleerten Trommel zunächst diejenigen Stücke daraus ausgegeben werden, die vor der Auffüllung bereits vorhanden waren. Dies ergibt sich auf einfachste Weise dadurch, daß letztere nach der Auffüllung der Trommel der Entnahmestelle am nächsten liegen, sofern die Drehstellung der Trommel bei der Auffüllung nicht verändert wird.

[0013] Zwar ist es denkbar, den Füllzustand der einzelnen Magazinfächer der Steuereinrichtung automatisch mitzuteilen, so daß diese in der Lage ist, jeweils ein gefülltes Fach zur Abgabeöffnung zu steuern. Einfacher ist es jedoch, wenn gemäß der Erfindung im Abgabeweg eine Abgabesensor vorgesehen ist, der die Abgabe eines Produkts aus dem Magazin anzeigt. Die Steuereinrichtung ist in diesem Falle so gestaltet, daß bei Anwahl der Abgabe aus einer Trommel diese zu einem dem Kammerabstand entsprechenden Drehschritt veranlaßt wird. Falls nicht innerhalb einer bestimmten Zeitspanne ein Abgabesignal von dem Abgabesensor eingeht, so wird dies als Zeichen dafür genommen, daß das an den Abgabeweg angeschlossene Fach leer war. Dies veranlaßt die Steuereinrichtung zu einem weiteren solchen Drehschritt, bis schließlich die Abgabe eines Produkts durch den Abgabesensor festgestellt wird. Dadurch wird vermieden, daß kein Produkt ausgeliefert wird, falls versehentlich Magazinfächer nicht gefüllt worden sein sollten.

[0014] Die vollständige Leerung einer Trommel kann von der Steuereinrichtung dadurch festgestellt werden, daß die Zahl der aus den einzelnen Trommeln entnommenen Produkte oder die Zahl der seit der letzten Füllung zurückgelegten Drehschritte der Trommel gezählt wird.

[0015] Falls im Abgabeweg eine Erhitzungseinrichtung vorgesehen ist, die mit einem Anwesenheitssensor für ein Produkt versehen ist, kann dieser Anwesenheitssensor gleichzeitig die Aufgaben des erwähnten Abgabesensors erfüllen.

[0016] Besonders einfach gestaltet sich die Konstruktion dann, wenn man keine besonderen Lager für die Trommeln vorsieht, sondern ihre unteren Stirnflächen einfach auf der Plattenoberfläche gleiten läßt. Wenn die Trommeln aus Kunststoff und die Platte aus Stahl bestehen, ist die Reibung vernachlässigbar im Vergleich mit der Reibung zwischen der Platte und den in den Fächern befindlichen Produkten.

[0017] Die Verwendung eines Trichters ist unproblematischer, wenn die Produktstücke kompakt ausgebildet sind, d.h. es ist nicht eine ihrer Dimensionen wesentlich größer als die anderen beiden. Wenn es sich aber um langgestreckte Produkte, wie beispielsweise Würstchen handelt, muß durch geeignete Trichterform Sorge dafür getragen werden, daß sie sich nicht darin querlegen können. Dieser Gefahr wird erfindungsgemäß dadurch begegnet, daß der Neigungswinkel der Trichterwand zur Mittelachse hin zunimmt. Die Länge des Abschnitts einer in einer Radialebene an einem beliebigen Punkt der Trichteroberfläche gelegten Tangente soll zwischen dem Tangentenpunkt und dem Schnittpunkt mit der gegenüberliegenden Trichteroberfläche stets länger als zwei Drittel der Länge eines Produkts sein. Zweckmäßigerweise ist sie größer als drei Viertel der Länge eines Produkts. Diese auf die Trichterform bezogenen Merkmale verdienen gegebenenfalls Schutz unabhängig von den zuvor erläuterten Merkmalen.

[0018] Die Erfindung wird im folgenden näher unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert, die ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel veranschaulicht. Es zeigen:
Fig. 1
eine Frontansicht des Geräts im geschlossenen Zustand,
Fig. 2
eine Ansicht des Geräts schräg von vorn im geöffneten Zustand in Betriebsstellung,
Fig. 3
eine Ansicht des Geräts schräg von vorn in Füllstellung,
Fig. 4
eine Draufsicht auf das Magazin,
Fig. 5
eine Draufsicht auf eine einzelne Trommel,
Fig. 6
eine schematische Schnittdarstellung der wesentlichen Funktionselemente und
Fig. 7
einen Schnitt durch den Abgabeweg im Bereich des Sperrelements.


[0019] Der Verkaufsautomat wird von einem schrankförmigen Gehäuse 1 eingeschlossen. Dies weist in seiner Front eine Bedienungstafel 2 und eine Entnahmeschale 3 zum Entnehmen des angewählten Produkts auf. Öffnet man die die Frontseite bildende Tür, so ergibt sich die Ansicht der Fig. 2, in welcher einfachheitshalber diejenigen Strukturteile weggelassen sind, die zum Halten der nachfolgend beschriebenen Funktionsteile dienen.

[0020] An oberster Stelle innerhalb des Schrankes befindet sich das Magazin, welches von einer Mehrzahl von Magazintrommeln 4 auf einer Magazinplatte 5 gebildet wird. Unterhalb der Magazinplatte 5 ist ein Trichter 6 vorgesehen, der das angewählte und aus einer der Magazintrommeln 4 entlassene Produkt auffängt und in eine Erhitzungseinrichtung 7 führt, aus der es über eine Rutsche 8 in die Entnahmeschale 3 gelangt. Der vom Trichter 6 der Erhitzungseinrichtung 7 der Rutsche 8 und der Entnahmeschale 3 gebildete Förderweg wird zusammenfassend als Abgabeweg bezeichnet. Das funktionelle Zusammenspiel zwischen den Bedienungsorganen der Tafel 2 und dem Magazin bzw. Abgabeweg wird durch eine Steuereinrichtung 9 bestimmt.

[0021] Die Magazinplatte 5 ruht auf zwei Paaren von Pendelstützen 12, 13, die mit einer Feder 14 der Magazinplatte 5 bistabil zwei Endstellungen gestatten, nämlich zum einen die in Fig. 2 gezeigte, etwa horizontale Betriebsstellung innerhalb des Schranks und die in Fig. 3 dargestellte, nach vorne aus dem Schrank verschobene und geneigte Stellung, in welcher das Magazin zur Befüllung und Wartung leichter zugänglich ist.

[0022] Die Magazinplatte 5 nimmt sieben Magazintrommeln 4 auf, nämlich eine zentral angeordnete und sechs gleichmäßig darum herum gelegene Magazintrommeln. Dadurch ergibt sich eine gute Platzausnutzung. Jede Magazintrommel 4 enthält zwischen einer zylindrischen Außenwand 16 und einer zylindrischen Innenwand 17 einen geschlossenen Ring von Magazinfächern 18, die jeweils gleiche Breite in Umfangsrichtung aufweisen. Die innere Wand 17 trägt nach innen vorragende Vorsprünge 19, die jeweils örtlich auf ein Magazinfach abgestimmt sind. Die Magazinfächer 18 sind oben und unten offen.

[0023] Der von der inneren Wand 17 eingeschlossene Raum ist nach unten offen, während er oben durch eine Platte 20 abgedeckt ist, die mittig eine Kupplungsöffnung 21 enthält, die im dargestellten Beispiel quadratisch ist.

[0024] Die Magazintrommeln liegen auf der Magazinplatte 15 auf und werden durch einen Kupplungszapfen 22 zentriert und drehend angetrieben, der in die Kupplungsöffnung 21 passend eingreift und aus einer Antriebssäule 23 oben vorspringt. Diese Antriebssäule enthält einen Getriebemotor, dessen Abtriebswelle mit dem Kupplungszapfen 22 verbunden ist. In Fig. 2 und 3 sind zwei solche Antriebssäulen 23 ohne die darauf aufzusetzenden Magazintrommeln 4 gezeigt.

[0025] In Fig. 5, die die Anordnung von Magazin 4 und Antriebssäule 23 bei abgenommener Platte 20 zeigt, erkennt man, daß die Antriebssäule 23 einen Endschalter 24 mit einem Schalterfühler 25 trägt. Letzterer ist so angeordnet, daß er mit den inneren Vorsprüngen 19 der Magazintrommel zusammenwirkt und bei Drehung der Magazintrommel 4 in Pfeilrichtung 26 jeweils dann ein Stellungssignal abgibt, wenn sich eines der Magazinfächer 18 oberhalb einer in Fig. 5 durch Kreuzschraffierung angedeuteten Öffnungen 30 in der Magazinplatte 5 befindet. In dieser Stellung wird der Drehantrieb angehalten, so daß sich ein schrittweiser Drehvorschub der Trommel ergibt.

[0026] Jeder Magazintrommel ist auf der Bedienungstafel 2 ein Schild 31 zugeordnet, das das jeweils enthaltene Produkt kennzeichnet. Außerdem befinden sich bei jedem dieser Schilder 31 zwei Tasten 32, durch deren Benutzung der Kunde angeben kann, ob er das jeweilige Produkt kalt oder erwärmt haben möchte. Sobald er nach Geldeinwurf in den Schlitz 33 und Wahl eines der Knöpfe 32 ein Produkt und dessen Temperaturzustand angewählt hat, veranlaßt die Steuereinrichtung 9 eine Drehung der betreffenden Magazintrommel 4 in Pfeilrichtung 26, bis ein gefülltes Magazin 18 sich oberhalb der Abgabeöffnung 30 befindet. Das Produkt fällt dann durch die Öffnung 30 in den Abgabeweg. Weitere Steuerungseinzelheiten wurden oben bzw. werden weiter unten erläutert.

[0027] Die Abgabeöffnungen 30 befinden sich innerhalb des Auffangkreises 34 (Fig. 4) des Trichters 6. Das aus irgendeiner Abgabeöffnung 30 herausfallende Produkt wird daher mit Sicherheit von dem Trichter 6 aufgefangen.

[0028] Wenn die Produkte langgestreckt sind, wie beispielsweise das in Fig. 6 bei 35 angedeutete, in einer Folienverpackung enthaltene Snackwürstchen 35, muß Sorge dafür getragen werden, daß es nicht am Übergang von dem konischen Trichterteil zur engen Tülle 37 hängenbleibt. Zu diesem Zweck nimmt der Neigungswinkel der Trichterwand mit zunehmender Annäherung an seine Mittelachse 38 zu. Sollte ein Produkt, so wie es in Fig. 6 gezeigt ist, an zwei gegenüberliegenden Trichterseiten gleichzeitig Berührung haben, so ist durch Wahl der geometrischen Verhältnisse dafür gesorgt, daß der Abschnitt zwischen demjenigen Punkt 36, an welchem das Produkt auf der einen Seite ähnlich einer Tangente anliegt, und dem gegenüberliegenden Punkt 38 stets wesentlich länger ist als der Abschnitt des Produkts jenseits des Punktes 36. Dadurch wird das Produkt durch das Eigengewicht seines längeren Abschnitts in eine der Achsrichtung nähere Lage geschwenkt, in der es leichter dem weiteren Abgabeweg folgen kann. Diese geometrischen Verhältnisse führen zu der Regel des Anspruchs 11, wobei der Punkt 36, an welchem das langgestreckte Produkt an der Trichterwand anliegt, den Tangentenpunkt bildet und der Punkt 38, an dem sein Ende an der gegenüberliegenden Wand anliegt, den Schnittpunkt der Tangente mit dieser gegenüberliegenden Wand bildet.

[0029] Es folgt im Abgabeweg die Erhitzungseinrichtung 7, in der er von einem Rohr 40 aus einem geeigneten Dielektrikum, beispielsweise Kunststoff gebildet ist. Dieses Rohr 40 wird von einem Rundresonator 41 für Mikrowellen umgeben, in den die Antenne 42 eines Magnetrons hineinragt. Geeignete unbewegte Reflektoren 43 und/oder bewegte Reflektoren 44 können vorgesehen sein, um eine gleichmäßig Energieverteilung im Bereich des strichpunktiert angedeuteten Produkts 35 zu gewährleisten.

[0030] Die Lage des Produkts wird bestimmt durch eine Klappe 50, die stets geschlossen ist, wenn ein Produkt vom Magazin entlassen wird. Das Produkt wird daher in jedem Falle in der Erhitzungsstation aufgefangen.

[0031] Wie Fig. 7 zeigt, ist die Klappe 50 in Wandnähe des Rohrs 40 bei 51 um eine horizontale Achse schwenkbar gelagert, um einerseits die Sperrstellung und andererseits die punktiert angedeutete Öffnungsstellung einnehmen zu können, in welcher das Blatt der Klappe parallel zur Rohrwandung etwa an dieser anliegt, um einen maximalen Durchtrittsquerschnitt freizulassen. Oberhalb der Klappe enthält das Rohr 40 einen inneren Vorsprung 39, der das Produkt an der geöffneten Klappe 50 vorbeileitet. Jenseits der Schwenkachse 51 ist die Klappe mit einem Arm 52 verbunden, dessen Ende unmittelbar oder über eine Fadenverbindung 53 ein Gewicht 54 trägt. Statt dessen könnte die Klappe auch mit einer Feder verbunden sein. Das Gewicht 54 bzw. die Feder ist so bemessen und angeordnet, daß die Klappe 50 dadurch mit Sicherheit in der Sperrstellung gehalten wird, solange sie nicht vom Produkt belastet wird. Andererseits ist das Gewicht so gering, daß die Klappe unter dem Gewicht des Produkts mit Sicherheit geöffnet wird, um es hindurchzulassen. Damit das Produkt zeitweilig in der Erhitzungseinrichtung festgehalten wird, ist ein Magnetriegel 55 vorgesehen, der in dem in Fig. 7 angedeuteten Zustand den Klappenhebel 52 in der Sperrstellung festhält und (quer zur Zeichenebene) zurückgezogen werden kann, um ihn freizugeben.

[0032] Solange die Klappe 50 unbelastet ist, befindet sie sich in der strichpunktierten Endstellung. Der Magnetriegel 55 ist in einer gewissen Entfernung von der Stellung angeordnet, in der sich der Klappenhebel 52 in dieser Endstellung befindet. Sobald die Klappe durch das Produkt belastet wird, schwenkt sie daher so weit, bis sie von dem Riegel 55 festgehalten wird, in die mit durchgezogenen Linien gezeichnete Stellung. Der Unterschied zwischen diesen beiden (strichpunktiert bzw. durchgezogen gezeichneten) Stellungen wird genutzt, um die Anwesenheit des Produkts zu kontrollieren. Zu diesem Zweck ist in demjenigen Bereich, in welchem sich der Klappenhebel 52 in seiner Endstellung (strichpunktiert) befindet, ein Sensor 56 angeordnet, beispielsweise eine Lichtschranke oder ein Magnetschalter. Der Schaltzustand dieses Sensors ändert sich, sobald die Klappe aus ihrer strichpunktiert gezeichneten Endstellung in die mit durchgezogenen Linien gezeigte Riegelstellung gelangt. Das Signal, daß der Sensor 56 im letzteren Falle aussendet, wird von der Steuereinrichtung als Zeichen für die Anwesenheit eines Produkts ausgewertet.

[0033] Das Signal ist zum einen wichtig für den Betrieb der Erhitzungseinrichtung 7. Nur wenn ein Anwesenheitssignal vorliegt, läßt die Steuereinrichtung die Einschaltung der Erhitzungseinrichtung zu. Das Signal ist ferner wichtig für die Steuerung des Magazins, weil es anzeigt, daß ein Produkt abgegeben worden ist; es bildet also ein Abgabesignal, das von der Steuereinrichtung für die Steuerung des Magazins verwendet wird. Sobald ein Kunde ein Produkt angefordert hat, wird die das Produkt enthaltende Trommel Schritt für Schritt so lange gedreht, bis das Abgabesignal eintritt.

[0034] Hat der Kunde das Produkt kalt angefordert, so wird die Klappe 50 unmittelbar nach dem Eintreffen des Anwesenheits/Abgabesignals geöffnet, indem der Magnetriegel 55 zurückgezogen wird. Hat er es heiß angefordert, so bleibt der Magnetriegel 55 einstweilen geschlossen. Die Erhitzungseinrichtung wird für eine vorbestimmte Zeitdauer eingeschaltet. Danach läßt man bis zum Zurückziehen des Riegels 55 noch eine vorbestimmte Zeitperiode vergehen, um Begleiterscheinungen, die mit der Erhitzung einhergehen können (beispielsweise Blähung der Verpackung) abklingen zu lassen, bevor das Produkt zur Entnahme freigegeben wird.


Ansprüche

1. Verkaufsautomat mit einer Mehrzahl von drehend antreibbaren Magazintrommeln (4), die am Umfang eine Reihe von nach unten offenen Magazinfächern (18) aufweisen und auf einer Magazinplatte (5) angeordnet sind, die bei jeder Magazintrommel (4) eine Abgabeöffnung (30) aufweist, die zu einem Abgabeweg (6, 7, 8) führt, dadurch gekennzeichnet, daß alle Magazintrommeln (4) auf derselben Magazinplatte (5) angeordnet sind, die zwischen einer Betriebsstellung und einer Füllstellung bewegbar ist und deren Abgabeöffnungen (30) in der Betriebsstellung oberhalb eines Trichters (6) liegen, der einen Teil des Abgabewegs bildet.
 
2. Verkaufsautomat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß je einer Magazintrommel (4) oder Gruppe von Magazintrommeln eine Auswahleinrichtung (32) zugeordnet ist.
 
3. Verkaufsautomat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Steuereinrichtung (9) vorgesehen ist, die bei Anwahl der Abgabe aus einer Trommel (4) diese zu einer dem Kammerabstand entsprechenden Drehschritt veranlaßt und, falls nicht innerhalb einer bestimmten Zeitspanne ein Abgabesignal von einem im Abgabeweg gelegenen Abgabesensor (56) eingeht, einen weiteren Drehschritt veranlaßt, etc.
 
4. Verkaufsautomat nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abgabeklappe (50) einer im Abgabeweg vorgesehenen Erhitzungseinrichtung (7) als Abgabesensor ausgebildet oder mit dem Abgabesensor (56) versehen ist.
 
5. Verkaufsautomat nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Magazintrommeln (4) unmittelbar auf der Magazinplatte (5) gleiten.
 
6. Verkaufsautomat nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Neigungswinkel der Trichterwand zur Mittelachse (38) hin zunimmt.
 
7. Verkaufsautomat nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des Abschnitts einer in einer Radialebene an einem beliebigen Punkt (36) der Trichteroberfläche gelegten Tangente zwischen dem Tangentenpunkt (36) und dem Schnittpunkt (38) mit der gegenüberliegenden Trichteroberfläche stets länger als zwei Drittel der Länge eines Produkts (35) ist.
 




Zeichnung










Recherchenbericht