(19)
(11) EP 0 796 638 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
19.09.2001  Patentblatt  2001/38

(21) Anmeldenummer: 97250091.2

(22) Anmeldetag:  20.03.1997
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7A62C 2/18

(54)

Brandschutzklappe

Fire damper

Clapet coupe-feu


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE

(30) Priorität: 21.03.1996 DE 19613006

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
24.09.1997  Patentblatt  1997/39

(73) Patentinhaber: Gesellschaft für sicherheits. und brandschutztechnische Komponenten und Anlagen mbH
92318 Neumarkt (DE)

(72) Erfinder:
  • Kolb, Günter
    92318 Neumarkt (DE)
  • Ulmrich, Franz
    68623 Lampertheim (DE)

(74) Vertreter: Pfenning, Meinig & Partner 
Kurfürstendamm 170
10707 Berlin
10707 Berlin (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A-94/02208
DE-C- 101 786
DE-A- 2 503 323
DE-U- 8 313 824
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Eine solche Vorrichtung ist aus WO-A-9402208 bekannt.

    [0002] Den einschlägigen Bauvorschriften entsprechend werden Gebäude üblicherweise in einzelne feuerbeständige Brandabschnitte unterteilt. Derartige Brandabschnittstrennungen bestehen aus raumabschließenden feuerbeständigen Bauteilen, wie z. B. Wänden oder Decken.

    [0003] In den Brandabschnittstrennungen müssen Öffnungen vorgesehen werden, wenn dies betriebsbedingt notwendig ist. Diese Öffnungen heben den feuerbeständigen Raumabschluß durch die Brandabschnittstrennung zunächst wieder auf. Es ist daher erforderlich, die Öffnungen im Brandfall mit speziellen Feuerschutzabschlüssen automatisch zu verschließen, wobei diese die gleiche Schutzwirkung wie die Brandabschnittstrennungen selbst haben müssen. Derartige Feuerschutzabschlüsse sind bekannt in Form von starren Klappen, Drehflügeltüren oder Schiebeelementen, die im Brandfall vor die Öffnung gefahren werden. Bei diesen Konstruktionen besteht im Bereich der Öffnungen ein erheblicher Platzbedarf. Auch haben diese Dichtelemente ein erhebliches Gewicht, so daß die Gesamtkonstruktion sehr stabil und schwer ist. Die Antriebs- und Schließsysteme sind relativ kompliziert, um die bauaufsichtlich vorgeschriebenen Schließ- und Öffnungsfunktionen zu gewährleisten.

    [0004] Es sind auch Feuerschutzabschlüsse zum Verschließen von Öffnungen, die von Rohren durchgriffen werden, bekannt. Hierbei werden Vorrichtungen verwendet, durch die in einer komplizierten und technisch aufwendigen Weise die Rohre im Brandfall getrennt werden, um das Feuerschutzelement vor die Öffnung bewegen zu können.

    [0005] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zum feuerfesten Verschließen einer Öffnung in einer Brandabschnittstrennung in einem Gebäude mit einem im Brandfall selbsttätig vor die Öffnung schiebbaren feuerfesten Element zu schaffen, die wenig Platz beansprucht, ein geringes Gewicht besitzt, ein einfaches Antriebssystem erfordert und kostengünstig herzustellen ist.

    [0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale. Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

    [0007] Dadurch, daß das feuerfeste Element aus einem umlaufenden Band besteht, welches mindestens zwei den Öffnungen in der Brandabschnittstrennung entsprechende Löcher hat, die im Normalfall mit der Öffnung fluchtend einander gegeüberliegend angeordnet sind, und die im Brandfall aus dem Deckungsbereich der Öffnung herausgeschoben sind, kann der für das Element in der Normalstellung benötigte Platz (Parkplatz) extrem klein gehalten werden. Das Element kann beispielsweise aus Blech oder einem feuerfesten Textil- oder Keramikgewebe bestehen. Um dem Brand für eine vorgeschriebene Dauer zu widerstehen, ist das Blech auf der der Brandseite abgewandten Seite durch eine Kühlvorrichtung kühlbar. Auch das Textil- oder Keramikgewebe kann auf einer oder auch beiden Seiten zusätzliche vor der Brandeinwirkung schützende Materialien tragen, die die Flexibilität des feuerfesten Elementes nicht oder nur unwesentlich beeinträchtigen.

    [0008] Die Kühleinrichtung zum Kühlen des Blechs weist vorteilhaft ein Material auf, das chemisch gebundenes Wasser enthält, welchem im Brandfall freigesetzt und verdampft wird.

    [0009] Die Erfindung wird im folgenden anhand von in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
    Fig. 1 -
    einen Feuerschutzabschluß nach der Erfindung gemäß einem Schnitt I-I in Figur 2,
    Fig. 2 -
    den Feuerschutzabschluß gemäß einem Schnitt II-II in Figur 1,
    Fig. 3 -
    den Feuerschutzabschluß gemäß einem Schnitt III-III in Figur 1,
    Fig. 4 -
    eine Umlenkrolle in dem Feuerschutzabschluß nach Figur 1 in der Seiten- und der Vorderansicht,
    Fig. 5 -
    das umlaufende Blechband in dem Feuerschutzabschluß nach Figur 1 in perspektivischer Ansicht, und
    Fig. 6 -
    eine andere Ausbildung des flexiblen Elements.


    [0010] In einer Gebäudewand 1 ist eine beispielsweise für den Durchgang von transportierten Gütern bestimmte Öffnung 2 vorgesehen. Vor dieser Öffnung 2 befindet sich ein an der Wand 1 befestigter Feuerschutzabschluß mit einem kastenförmigen Gehäuse 3, das die Öffnung 2 vollständig umgibt. Das Gehäuse 3 besteht aus dünnem Blech und weist auf gegenüberliegenden Seiten Löcher 4 auf, die mit der Öffnung 2 fluchten, so daß der Durchgang der Güter durch das Gehäuse 3 nicht beeinträchtigt wird.

    [0011] Das Gehäuse 3 ist auf der Innenseite mit Isolierplatten 5 ausgekleidet, die sehr stark wasserhaltig sind. Das Wasser ist chemisch gebunden, wie beispielsweise in Gipskartonplatten. Unter Wärmeeinwirkung im Brandfall wird das chemisch gebundene Wasser freigesetzt und kann verdampfen, so daß die Isolierplatten 5 im Brandfall eine starke Kühlwirkung auf ihre Umgebung ausüben. Die Isolierplatten 5 werden in ihrer Masse und ihrer Beschaffenheit so ausgebildet, daß der zur Kühlung zur Verfügung stehende Wasserhaushalt der jeweils geforderten Feuerwiderstandsdauer angepaßt ist.

    [0012] Das mit den Isolierplatten 5 ausgekleidete Gehäuse 3 bildet einen Hohlraum 6, in welchem der eigentliche Feuerschutzabschluß untergebracht ist.

    [0013] Das Verschließen der Öffnung 2 wird durch ein umlaufendes Blechband 7 bewirkt, dessen entgegengesetzt laufende Abschnitte in gegenseitigem Abstand parallel zur Öffnung 2 liegen. In das Blechband 7 sind zwei Löcher von der Größe der Löcher 4 bzw. der Öffnung 2 geschnitten, die in Längsrichtung des Blechbandes 7 einen solchen Abstand voneinander aufweisen, daß sie in einer bestimmten Stellung (Normalstellung oder Öffnungsstellung) in den beiden entgegengesetzt laufenden Abschnitten einander gegenüberliegen und mit der Öffnung 2 bzw. den Löchern 4 fluchten, so daß sie in dieser Stellung den Durchgang der Güter ebenfalls nicht beeinträchtigen. Der Abstand zwischen den Löchern 8 ist mindestens so groß wie die Breite der Öffnung 2 in Umlaufrichtung des Blechbandes 7.

    [0014] Das Blechband 7 wird über zwei Umlenkrollen 9 geführt, die sich auf einander gegenüberliegenden Seiten der Öffnung 2 befinden. Die Umlenkrollen 9 weisen an den äußeren Rändern jeweils einen Kranz aus Nocken 10 auf, die in an den Längsrändern des Blechbandes 7 ausgestanzte Schlitze 11 eingreifen. Hierdurch wird eine formschlüssige Verbindung geschaffen, durch die das Blechband 7 geführt und auch über die Umlenkrollen 9 verschoben werden kann. Hierzu ist eine der Umlenkrollen 9 mit einem in bekannter Weise im Brandfall auslösbaren Antrieb verbunden. Die Umlenkrollen 9 sind auf einem Trägersystem verstellbar angeordnet, welches wiederum in dem Gehäuse 3 befestigt ist.

    [0015] Um Verbiegungen oder Verwerfungen des Blechbandes 7 während der Bewegung zu vermeiden, wird dieses vorzugsweise seitlich geführt. Diese Führung kann durch eine stützende Unterlage oder auch durch eine Kette erfolgen. Die Kette verläuft parallel zur Kante des Blechbandes 7 und ist mit diesem in Eingriff, so daß der Antrieb des Blechbandes 7 auch über die Kette erfolgen kann.

    [0016] Die Arbeitsweise der vorbeschriebenen Vorrichtung ist wie folgt. Im normalen Betriebszustand wird das Blechband 7 so positioniert, daß ein freier Durchgang des Brandabschnittes von einer Seite zur anderen vorhanden ist. Bei der Erfassung eines Brandfalles wird eine der Umlenkrollen 9 durch einen mechanischen Schließantrieb so weit gedreht, daß das mitgenommene Blechband 7 eine Position erreicht, in der die Löcher 8 vollständig aus dem Deckungsbereich der Öffnung 2 herausgefahren sind, so daß diese durch die beiden entgegengesetzt laufenden Abschnitte des Blechbandes 7 hermetisch abgeschlossen ist.

    [0017] Die Vorrichtung ist so ausgebildet, daß die Öffnung 2 durch das Blechband 7 ohne großen Kraftaufwand und mit geringem Verschleiß geschlossen und geöffnet werden kann, ohne daß ein Brandfall vorliegt.

    [0018] Zwischen den beiden entgegengesetzt laufenden Abschnitten des Blechbandes 7 ist zu beiden Seiten der Öffnung 2 eine Kühlvorrichtung aus einem Dichtungsblock angeordnet, der wie die Isolierplatten 5 aus einem Wasser in chemisch gebundener Form enthaltenden und bei Wärmeeinwirkung freisetzenden Material besteht. Der Dichtungsblock 12 wird zu dem vor der Öffnung 2 befindlichen Raum 13 zwischen den beiden entgegengesetzt laufenden Abschnitten des Blechbandes 7 hin durch ein Lochblech 14 abgeschlossen. Im Brandfall strömt der durch Freisetzen und Verdampfen von Wasser erzeugte Wasserdampf aus dem Dichtungsblock 12 durch die Öffnungen des Lochblechs 14 in den Raum 13, wodurch das die Öffnung 2 verschließende Blechband 7 auf der der Brandseite abgewandten Seite für eine vorgegebene Dauer gekühlt wird. Dadurch wird die Widerstandsfähigkeit des Blechbandes 7 gegen den Feuerangriff gestärkt und auf der der Brandseite abgewandten Seite eine Absenkung der Temperatur erzielt.

    [0019] Für eine verbesserte und gezieltere Abgabe von Wasserdampf aus dem Dichtungsblock 12 sowie den Isolierplatten 5 sind diese mit feinen Bohrungen 15 durchsetzt, die in Richtung des Raumes 13 münden. Da der ausgeströmte Wasserdampf durch die Einwirkung des Feuers eine Temperatur von mehreren hundert Grad erreichen kann, kommt es zu einem entsprechenden Druckanstieg. Die Bohrungen 15 dienen daher auch zur Druckentlastung.

    [0020] Zwischen dem Blechband 7 und den Isolierplatten 5 sind angrenzend an dem Raum 13 Führungsblech 16 aus Metall vorgesehen, die dazu dienen, einen Abrieb der abriebschwachen Isolierplatten 5 durch das Blechband 7 zu verhindern. Hinter den Führungsblechen 16 befinden sich Streifen 17 aus feuerfestem, bei Wärmeeinwirkung aufschäumendem Material. Im Normalzustand haben diese Streifen 17 keine Berührung mit dem Blechband 7. Im Brandfall vergrößert sich jedoch ihr Volumen, so daß sie gegen das in seine Schließstellung bewegte Blechband 7 drücken und eine sichere Abdichtung zwischen der heißen Brandseite im Bereich der Öffnung 2 und dem Hohlraum 6, in dem die Umlenkrollen 9 und deren Lagerung untergebracht sind, bewirken.

    [0021] Die gesamte Konstruktion des Feuerschutzabschlusses wird mit Bolzen 18 und Muttern 19 zusammengeschraubt. Mit dieser Verschraubung ist auch der Träger 20 für die Umlenkrollen 9 verbunden.

    [0022] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist auf beiden Seiten der Wand 1 jeweils ein Rohr 21 angeflanscht, so daß der gezeigte Feuerschutzabschluß auch für pneumatische Förderanlagen zum Transport von Schwebstoffen verwendet werden kann. Für diese ist die vorliegende Konstruktion besonders geeignet, da sich wegen der geringen Abmessungen bzw. Dicke des Blechbandes 7 keine Unebenheiten im Durchgang ergeben. Diese können zu Schwebstoffablagerungen führen, welche im Brandfall das Schließen des Feuerschutzabschlusses verhindern können.

    [0023] In der Ausführung nach Figur 6 besteht das feuerfeste Element aus einem Gewebeband 22 aus textilem oder Keramikmaterial. Dieses Gewebeband 22 arbeitet ohne Wasserdampfkühlung. Es kann gegebenenfalls allein verwendet werden; jedoch wird es in den meisten Fällen als Trägermaterial für sogenannte Schutzraupen 23, 24 benutzt. Figur 6 zeigt auf der Außenseite des Gewebebandes 22 angebrachte Schutzraupen 23 sowie auf der Innenseite des Gewebebandes 22 angebrachte Schutzraupen 24, die jeweils für sich allein oder auch gemeinsam vorgesehen sein können. Die Schutzraupen 23, 24 werden mit handelsüblichen Materialien an dem Gewebeband 22 befestigt. Sie sind so konstruiert und angeordnet, daß sie ohne gegenseitige Behinderung oder Behinderung durch die Umlenkrollen 9 über diese geführt werden können.

    [0024] Die außen angebrachten Schutzraupen 23 können aus mit Isoliermaterial gefüllten Blechkörpern bestehen. Sie können auch aus einem feuerfesten Material gebildet sein, das bei Hitzeeinwirkung aufschäumt und hierdurch einen geschlossenen Schutzschild darstellen.

    [0025] Die innen angebrachten Schutzraupen 24 müssen aus einem feuerfesten Material bestehen, das bereits bei relativ geringer Wärmeeinwirkung (> 120° C) sehr stark aufschäumt. Die Aufschäumung erfolgt nach innen, so daß der gesamte Raum 13 zwischen den einander gegenüberliegenden Bandabschnitten mit Schaum 25 ausgefüllt wird. Dieser ist ein sehr wirksamer Schutz gegen Hitzeeinwirkung.

    [0026] In einer weiteren Ausführung können eine Umlenkrolle und das feuerfeste Band eine Rohrzuführung enthalten, über die im Brandfall dem Raum 13 ein schüttfähiges Isoliermaterial, z. B. Blähglimmer, zugeführt wird. Über eine Absperrvorrichtung in der Rohrzuführung, die sich bei Wärmeeinwirkung selbsttätig öffnet, rutscht das Isoliermaterial aus einem Behälter durch entsprechende Durchgänge in der Umlenkrolle und im feuerfesten Band in den Raum 13 zwischen den Bandabschnitten und isoliert diesen feuerbeständig.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung zum feuerfesten Verschließen einer Öffnung (2) in einer Brandabschnittstrennung (1) in einem Gebäude mit einem im Brandfall selbsttätig vor die Öffnung (2) schiebbaren feuerfesten Element (7,22),
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das feuerfeste Element aus einem flexiblen umlaufenden Band (7,22) besteht, welches mindestens zwei den Öffnungen (2) in der Brandabschnittstrennung (1) entsprechende Löcher (8) hat, die im Normalfall mit der Öffnung (2) fluchtend einander gegenüberliegend angeordnet sind, und die im Brandfall aus dem Deckungsbereich der Öffnung (2) herausgeschoben sind.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (7,22) auf zwei jeweils auf einer von zwei gegenüberliegenden Seiten der Öffnung (2) angeordneten Rollen (9) geführt ist.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine der Rollen (9) im Brandfall durch einen Schließmechanismus drehbar und mit mindestens einem äußeren Nockenkranz (10) versehen ist, der in entsprechend ausgebildete, entlang mindestens eines Randes des umlaufenden Bandes (7,22) angeordnete Schlitze (11) eingreift.
     
    4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (7,22) an seinen Längskanten stützend geführt ist.
     
    5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein das feuerfeste Element (7,22) umgebendes kastenförmiges Gehäuse (3) aufweist, das mit Löchern (4) versehen ist, die mit der Öffnung (2) fluchtend einander gegenüberliegend angeordnet sind.
     
    6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das kastenförmige Gehäuse (3) eine Auskleidung (5) aus einem chemisch gebundenes Wasser enthaltenden Material aufweist.
     
    7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des Gehäuses (3) außerhalb des Öffnungsbereichs zwischen dem umlaufenden Band (7,22) und der diesem zugewandten Isolierung (5) Streifen (17) aus bei Erwärmung aufschäumendem Material vorgesehen sind.
     
    8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß auf beiden Seiten der Brandabschnittstrennung (1) Rohre (21) einer pneumatischen Förderanlage zu der Öffnung (2) geführt sind.
     
    9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das feuerfeste Element (7) aus Blech besteht und auf der der Brandseite abgewandten Seite durch eine Kühlvorrichtung (12) kühlbar ist.
     
    10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlvorrichtung (12) ein Material aufweist, das chemisch gebundenes Wasser enthält, welches im Brandfall freigesetzt und verdampft wird.
     
    11. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlvorrichtung (12) innerhalb des umlaufenden Bandes (7) angeordnet ist.
     
    12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß das in der Kühlvorrichtung (12) freigesetzte und verdampfte Wasser dem feuerfesten Element (7) durch ein Lochblech (14) zuführbar ist.
     
    13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das das chemisch gebundene Wasser enthaltende Material (5,12) mit Bohrungen (15) durchsetzt ist, die in Richtung auf den vom umlaufenden Band (7) umschlossenen Raum (13) münden.
     
    14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das feuerfeste Element (22) aus einem Textil- oder Keramikgewebe besteht.
     
    15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Textil- oder Keramikgewebe auf der Brandseite vor der Brandeinwirkung schützende Schutzraupen (23) trägt.
     
    16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzraupen (23) aus mit Isoliermaterial gefüllten Blechkörpern oder bei Hitzeeinwirkung aufschäumendem Material bestehen.
     
    17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Textil- oder Keramikgewebe des umlaufenden Bandes (22) auf der der Brandseite abgewandten Seite ein bei relativ geringer Wärmeeinwirkung aufschäumendes Material (24) trägt.
     
    18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine im Brandfall selbsttätig öffnende Zuführeinrichtung für schüttfähiges feuerfestes Isoliermaterial zu dem vom umlaufenden Band (7,22) umgebenen Raum (13) vorgesehen ist.
     


    Claims

    1. Device for fireproof closure of an opening (2) in a sectional fire separation (1) in a building comprising a fireproof element (7, 22) which is in case of fire automatically pushed in front of the opening (2), characterised in that the fireproof element is composed of a flexible continuous belt (7, 22) with at least two holes (8) which correspond with the openings (2) in the sectional fire separation (1) and which are in a normal case arranged opposite each other and flush with the opening (2) which are in case of fire pushed out of the coverage area of the opening (2).
     
    2. Device according to Claim 1, characterised in that the belt (7, 22) is guided on two rollers (9) which are arranged on two respective opposite sides of the opening (2).
     
    3. Device according to Claim 2, characterised in that at least one of the rollers (9) is in case of fire rotary by a closing mechanism and provided with at least one outer cam rim (10) which engages respectively designed slots (11) arranged along at least one edge of the continuous belt (7, 22).
     
    4. Device according to Claim 2, characterised in that the belt (7, 22) is guided so as to be supported at its longitudinal edges.
     
    5. Device according to one of Claims 1 to 4, characterised in that it comprises a boxshaped housing (3) which encases the fireproof element (7, 22) and which is provided with holes (4) arranged flush with the opening (2) and opposite each other.
     
    6. Device according to Claim 5, characterised in that the boxshaped housing (3) has a lining (5) of a material which contains chemically bound water.
     
    7. Device according to Claim 5 or 6, characterised in that inside the housing (3) outside the opening area between the continuous belt (7, 22) and the insulation facing it are provided strips (17) of a material which foams when heated.
     
    8. Device according to one of Claims 1 to 7, characterised in that pipes (21) of a pneumatic conveying unit are guided to the opening (2) on both sides of the sectional fire separation (1).
     
    9. Device according to one of Claims 1 to 8, characterised in that the fireproof element (7) is made of sheet metal and cooled by a cooling unit (12) at the side facing away from the side of fire.
     
    10. Device according to Claim 9, characterised in that the cooling unit (12) comprises a material which contains chemically bound water which is in case of fire released and evaporated.
     
    11. Device according to Claim 8 or 9, characterised in that the cooling unit (12) is arranged inside the continuous belt (7).
     
    12. Device according to Claim 10 or 11, characterised in that the water which has been released and evaporated in the cooling unit (12) is delivered to the fireproof element (7) by way of a perforated metal sheet (14).
     
    13. Device according to one of Claims 10 to 12, characterised in that the material (5, 12) which contains the chemically bound water is passed through by bores (15) which terminate in the direction of space (13) which is enclosed by the continuous belt (7).
     
    14. Device according to one of Claims 1 to 8, characterised in that the fireproof element (22) is made of a textile fabric or a ceramic fabric.
     
    15. Device according to Claim 14, characterised in that the textile fabric or the ceramic fabric carries on the side of fire protective fins (23) which protect from the effects of fire.
     
    16. Device according to Claim 15, characterised in that the protective fins (23) are made of sheet metal bodies which are filled with insulating material or a material which foams under the effect of heat.
     
    17. Device according to one of Claims 14 to 16, characterised in that the textile fabric or the ceramic fabric of the continuous belt (22) carries on the side facing away from the side of fire a material (24) which foams up under the effect of relatively low heat.
     
    18. Device according to one of Claims 1 to 8, characterised in that provision is made for a device, which automatically opens in case of fire, for delivery of fireproof bulk insulating material to the space (13) which is surrounded by the continuous belt (7, 22).
     


    Revendications

    1. Dispositif d'obturation coupe-feu d'une ouverture (2) ménagée dans une séparation (1) de secteurs de feu dans un bâtiment, comportant un élément (7, 22) résistant au feu, pouvant coulisser automatiquement devant l'ouverture (2) en cas d'incendie,
    caractérisé en ce que l'élément résistant au feu est constitué d'une bande flexible circulant en boucle (7, 22) qui comporte au moins deux trous (8) correspondant aux ouvertures (2) ménagées dans la séparation (1) des secteurs de feu, trous qui, en cas normal, sont disposés en face l'un de l'autre, de manière alignée sur l'ouverture (2), et qui, en cas d'incendie, coulissent hors de la zone d'alignement avec l'ouverture (2).
     
    2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la bande (7, 22) est guidée sur deux rouleaux (9) respectivement disposés d'un côté des deux côtés opposés de l'ouverture (2).
     
    3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'un au moins des rouleaux (9) peut être mis en rotation par un mécanisme de fermeture, en cas d'incendie, et est pourvu d'au moins une couronne de cames extérieures (10), couronne qui s'engrène dans des fentes (11) longeant au moins un bord de la bande circulant en boucle (7, 22).
     
    4. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que la bande (7, 22) est guidée et supportée le long de ses bords longitudinaux.
     
    5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'il comporte un caisson (3) en forme de boîte qui entoure l'élément (7, 22) résistant au feu, le caisson étant pourvu de trous (4) qui sont disposés en face l'un de l'autre, de façon alignée sur l'ouverture (2).
     
    6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que le caisson (3) en forme de boîte comporte un revêtement (5) composé d'un matériau contenant de l'eau chimiquement liée.
     
    7. Dispositif selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce qu'à l'intérieur du caisson (3), hors de la zone d'ouverture, des bandes (17) d'un produit moussant sous l'effet de chaleur sont disposées entre la bande circulant en boucle (7, 22) et l'isolation (5) faisant face à celle-ci.
     
    8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que, des deux côtés de la séparation (1) des secteurs de feu, des tuyaux (21) d'un système convoyeur pneumatique sont amenés jusqu'à l'ouverture (2).
     
    9. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'élément (7) résistant au feu est réalisé en tôle et peut être refroidi par un dispositif refroidisseur (12) situé du côté opposé au feu.
     
    10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que le dispositif refroidisseur (12) comporte un matériau qui contient de l'eau chimiquement liée, qui est libérée en cas d'incendie, et s'évapore.
     
    11. Dispositif selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que le dispositif refroidisseur (12) est agencé à l'intérieur de la bande (7) circulant en boucle.
     
    12. Dispositif selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que l'eau libérée dans le dispositif refroidisseur et évaporée peut être acheminée à l'élément (7) résistant au feu à travers une tôle perforée (14).
     
    13. Dispositif selon l'une des revendications 10 à 12, caractérisé en ce que le matériau (5, 12) contenant de l'eau chimiquement liée est traversé de perforations (15) qui débouchent en direction de l'espace (13) entouré par la bande (7) circulant en boucle.
     
    14. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'élément (22) résistant au feu est constitué d'un tissu textile ou céramique.
     
    15. Dispositif selon la revendication 14, caractérisé en ce que le tissu textile ou céramique porte, du côté du feu, des cartouches protectrices (23) protégeant de l'effet du feu.
     
    16. Dispositif selon la revendication 15, caractérisé en ce que les cartouches protectrices (23) sont composées de corps de tôle remplis d'un produit isolant ou moussant sous l'effet de la chaleur.
     
    17. Dispositif selon l'une des revendications 14 à 16, caractérisé en ce que le tissu textile ou céramique de la bande (22) circulant en boucle porte, du côté opposé au côté du feu, un produit (24) moussant sous l'effet d'une chaleur relativement faible.
     
    18. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'un dispositif d'alimentation est prévu, ouvrant automatiquement en cas d'incendie, acheminant du matériau isolant réfractaire fluide en vrac jusque dans l'espace (13) entouré par la bande (7, 22) circulant en boucle.
     




    Zeichnung