[0001] Die Erfindung betrifft eine Antenne gemäß dem Oberbegriff des Ansrpuches 1.
[0002] Unter den Antennen, die für kleine Funkmodems verwendet werden, befinden sich insbesonder
die magnetischen Loop-Antennen: Diese umfassen ein geschlossenes, meist kreisförmiges
oder rechteckiges Leiterstück, dessen Länge deutlich kleiner ist als die Wellenlänge.
Das Leiterstück ist an einem Eingang an einen Senderausgang angeschlossen und sein
anderes Ende wird mit einer Kopfkapazität abgeschlossen, derart, daß Leiterschleife
und Kopfkapazität einen Resonanzkreis bilden, dessen Resonanzfrequenz mit der Arbeitsfrequenz
des Senders übereinstimmt. Die Kopfkapazität kann auch durch einen mit Luft oder einem
Dielektrikum gefüllten Spalt am entsprechenden Ende des Leiterstückes gebildet sein.
[0003] Eine derartige Loop-Antenne ist in der DE 195 45 394 A1 beschrieben. Sie zeichnet
sich durch sehr geringe Abmessungen aus. Nun ist aber bei einer magnetischen Loop-Antenne
der Strahlungswiderstand und damit die Effektivität der Abstrahlung proportional zum
Quadrat der vom Leiterstück umschlossenen Fläche (Antennenfläche), klein und liegt
typischerweise bei 10 mOhm. Um bei einer solchen Antenne einen guten Wirkungsgrad
zu erhalten, müssen alle Verlustwiderstände in der Antenne sehr klein sein. Schwierig
ist dabei der kritische HF-Widerstand des Leitstückes und auch der HF-Widerstand der
Kopfkapazität.
[0004] Antennen der in der DE 195 45 394 A1 angesprochenen Art werden typischerweise für
die Funkfernauslesung von elektronischen Verbrauchszählern (Heizkostenverteiler, Wasserzähler,
Wärmemengenzähler, Gaszähler, Stromzähler, usw.) verwendet. Die Funkfernauslesung
erfolgt meist in den in fast ganz Europa hierfür zugelassenen Funkbändern bei 433,92
MHz oder 868 bis 870 MHz. Sieht von diesen zulassungsbedingten Kriterien ab, wären
auch Frequenzbänder im Bereich zwischen 200 und 3000 MHz verwendbar.
[0005] Bei derartigen Frequenzen betragen schon die Widerstände üblicher kapazitiver Bauelemente
einige -zig mOhm. Wegen des recht niedrigen Strahlungswiderstandes der Antenne müßten
auch alle anderen Widerstände des Leiterstückes und der Kopfkapzität im Bereich von
wenigen mOhm liegen, was breite Leiterabmessungen notwendig macht.
[0006] Nun sollen aber derartige Antennen möglichst klein sein, in der Praxis deutlich kleiner
als ein Viertel der Wellenlänge. Oft sind auch die zur Funkfernauslesung verwendeten
Geräte in der Nachbarschaft größerer Metallflächen angeordnet, etwa Zählegehäuse bei
Gas/Stromzählern, Heizkörper bei Heizkostenverteilern, Wasserleitungen bei Wasser-
und Wärmemengen-Zählern. Auch dies wirkt sich nachteilig auf die Abstrahlung aus.
Weitere Beeinflussungen der Abstrahlung erfolgen durch Möbel, Vorhänge und Personen.
Die Verbrauchsmessgeräte sind in der Regel batteriegetrieben, wobei eine Funktionsfähigkeit
der Langzeitbatterie über die gesamte Eichdauer hinweg (5 bis 12 Jahre) gewünscht
wird.
[0007] Durch die vorliegende Erfindung soll daher eine Antenne angegeben werden, die bei
kleinen Abmessungen einen hohen Wirkungsgrad aufweist.
[0008] Diese Aufgabe ist erfindunngsgemäß gelöst durch eine Antenne mit den im Anspruch
1 angegebenen Merkmalen.
[0009] Eine erfindungsgemäße Antenne ist eine magnetische Loop-Antenne, sie kommt jedoch,
anders wie die Antenne nach der DE 195 45 394 A1 ohne Kopfkapazität aus. Die Länge
des Leiterstückes, welches die Antennenfläche begrenzt, beträgt mindestens das 1,5-fache
des Umfanges der Antennenfläche. Damit erhält man in Umfangsrichtung verlaufende Abschnitte
des Leiterstückes, die einander benachbart sind. Das Benachbartsein kann in bezogen
auf die Begrenzung der Antennenfläche radialer Richtung oder in bezogen auf die Antennenfläche
senkrechter Richtung oder in einer Kombination dieser beiden Richtungen gegeben sein.
[0010] Die benachbarte Führung von Abschnitten des Leiterstückes werden nachstehend auch
kurz als "Überlappung" angesprochen, wobei dieser Begriff beinhaltet, daß die entsprechenden
Leiterstückabschnitte einander nicht zu berühren brauchen. Wichtig ist nur, daß die
Leiterabschnitte einander so dicht benachbart sind, daß es zu Feldverkopplungen zwischen
den Leiterabschnitten kommt.
[0011] Die angesprochene Feldverkopplung führt dazu, daß sich das Leiterstück im Überlappungsbereich
eher wie eine Doppelleitung verhält. Dadurch sinkt die Ausbreitungsgeschwindigkeit
erheblich unter die Lichtgeschwindigkeit ab. Die Absenkung der Ausbreitungsgeschwindigkeit
(bzw. der Wellenlänge der Stromverteilung im Leiterstück) richtig sich im einzelnen
nach dem Abstand der Leiterabschnitte und der Windungszahl der Antenne (Verhältnis
zwischen Länge des Leiterstückes und dem Umfang der Antennenfläche). Erfindungsgemäß
werden die überlappenden Leiterabschnitte so geführt, daß man eine Herabsetzung der
Ausbreitungsgeschwindigkeit auf etwa das 0,8-Fache derjenigen Ausbreitungsgeschwindigkeit
erhält, die sich ohne überlappende Leitungsabschnitte im Leiterstück einstellt.
[0012] Durch die Eintstellung der Windungszahl und die Art und Weise der Überlappung der
Leiterabschnitte (und den hierdurch erhaltenen Verkürzungsfaktor) kann man dann Antennen
realisieren, deren Durchmesser nur 1/20 bis 1/30 der Wellenlänge beträgt. Die Größe
einer solchen Antenne ist somit ähnlich klein wie die einer klassischen Loop-Antenne
mit Kopfkapazität, wobei aber eine die Güte der Antenne beeinträchtigende Kopfkapazität
nicht benötigt wird, vielmehr die magnetische Verkopplung der überlappenden Leiterabschnitte
für die Einstellung der Resonanzbedingungen bei kleinen Antennenabmessungen verantwortlich
ist.
[0013] In der Praxis kann man mit erfindungsgemäßen Antennen so eine Betriebs-Resonanzgüte
von 10 bis 300 erhalten.
[0014] Damit kann eine erfindungsgemäße Antenne bei Einsatz als Empfangsantennen als verlustarmes
Vorfilter mit hoher Betriebs-Resonanzgüte dienen oder bei Einsatz als Sendeantenne
als Filter zur Unterdrückung der Ausstrahlung von Ober- und Nebenwellen der Sendefrequenz
dienen.
[0015] Im Vergleich mit einer Ringantenne ist der Abstrahlwiderstand der erfindungsgemäßen
Antenne deutlich höher (im Ohm-Bereich), so daß der Leiterwiderstand lange nicht mehr
so kritisch ist. Damit kann man die Antenne auch einfach aus Draht realisieren. Geometrische
Toleranzen sind aus dem gleichen Grunde nicht kritisch.
[0016] Aufgrund ihrer Eigenschaften läßt sich eine erfindungsgemäße Antenne gut auch noch
unter kleinem Abstand (wenige Millimeter) vor einer Metallfläche verwenden, und auch
kapazitive Beeinflussungen der Antenne (z.B. durch eine Hand) sind nur klein.
[0017] Die Realisierung des im wesentlichen eine Schleife darstellenden Leiterstückes kann
durch entsprechend gebogenen Draht, durch gefräste Leiterstücke oder durch gedruckte
Leiterbahnen erfolgen, wobei letztere auf einem isolierenden Träger angeordnet sind,
der z.B. auch ein Kunststoffgehäuse oder eine Kunststoff-Gehäusedeckel sein kann.
[0018] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in Unteransprüchen angegeben.
[0019] Bemißt man die Länge des Leiterstückes gemäß Anspruch 2, so erhält man eine gute
Herabsetzung der Ausbreitungsgeschwindigkeit der elektromagnetischen Wellen längs
des Leiterstückes und damit eine sehr kompakte Geometrie der Antenne bei mechanisch
noch einfachem Aufbau der Antenne, die sich somit preisgünstig herstellen läßt.
[0020] Auch die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 3 dient dem Erhalten kompakter
Abmessungen der Antenne.
[0021] Eine Beabstandung der einander überlappenden Abschnitte des Leiterstückes, wie sie
im Anspruch 4 angegeben ist, hat sich in der Praxis besonders bewährt. Man erhält
eine gute Herabsetzung der Ausbreitungsgeschwindigkeit. Zugleich ist die Antennenstruktur
kompakt und die nebeneinander geführten Leiterabschnitte lassen sich präzise führen.
[0022] Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 5 ermöglicht auch die Realisierung
von Antennen, bei denen die Gesamtlänge des Leiterstückes ein ganzzahliges Vielfaches
der halben Wellenlänge ist. Durch Änderung des Wicklungssinnes jeweils nach der halben
Wellenlänge wird erreicht, daß die Magnetfelder, die von den verschiedenen Abschnitten
des Leiterstückes erzeugt werden, betragsmäßig addiert werden.
[0023] Bei der erfindungsgemäßen Antenne fließt bei den Enden des Leiterstückes kein Strom,
so daß man diese Enden wahlweise verbinden (Anspruch 6) oder elektrisch offenlassen
kann (Anspruch 7), wie dies aus anderen Gesichtspunkten, z.B. Einfachheit der Herstellung,
mechanische Festigkeit der Antenne, wünschenswert ist.
[0024] Gemäß Anspruch 8 braucht das Leiterstück zur Einspeisung der Sendeenergie bzw. zum
Auskoppeln der empfangenen Energie nicht zusätzlich unterbrochen zu werden. Eine induktive
Kopplung mit dem Sender bzw. Empfänger, der mit der Antenne zusammenarbeitet, ist
auch im Hinblick auf eine Restanpassung von Antenne und Sender bzw. Empfänger von
Vorteil.
[0025] Die Geometrien für die Antennenfläche, die im Anspruch 9 angegeben sind, eignen sich
besonders gut für die Realsierung von Antennen, die keine ausgeprägte Richtcharakteristik
aufweisen, wie dies bei der Funkfernauslesung von Verbrauchsmessern gewünscht wird,
da die Einbauorientierung der mit Funkfernauslesung versehenen Verbrauchsmesser im
Hinblick auf lokale Erfordernisse (Heizkörperfläche, Wandfläche) erfolgen muß und
nicht an die Übertragungsverhältnisse zu einer Fernauslesezentrale angepaßt werden
kann.
[0026] Alternativ kann man mit den im Anspruch 10 angegebenen Geometrien der Antennenfläche
eine Richtcharakteristik der Antenne erzielen.
[0027] Nachstehend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen:
- Figur 1:
- eine perspektivische Ansicht einer ersten Antenne mit zugeordneter Speiseeinrichtung,
wobei Abschnitte des die Antenne bildenden Leiterstückes, dessen Gesamtlänge einer
halben Wellenlänge entspricht, axial beabstandet geführt sind;
- Figur 2:
- eine ähnliche Ansicht wie Figur 1, in welcher jedoch eine abgewandelte Antenne gezeigt
ist, bei welcher Abschnitte des die Antenne bildenden Leiterstückes radial beabstandet
sind;
- Figur 3:
- eine ähnliche Ansicht wie Figur 1, bei welcher jedoch die Gesamtlänge des die Antenne
bildenden Leiterstückes gleich einer Wellenlänge ist; und
- Figur 4:
- eine ähnliche Ansicht wie Figur 3, in welche jedoch die Bemaßung eines praktischen
Ausführungsbespieles eingetragen ist.
[0028] In Figur 1 ist eine magnetische Loop-Antenne eingetragen, welche eine Leiterstück
10 aufweist. Dieses umfaßt 1,75 Windungen, die in axialer Richtung gesehen eine quadratisches
Antennenfläche A umschließen. Die Kantenlänge der Antennenfläche A ist mit a bezeichnet.
[0029] Die verschiedenen den Kanten der Antennenfläche A zugeordneten Abschnitte 12 des
Leiterstückes 10 sind ähnlich geführt, wobei die Ganghöhe der Windungen mit p bezeichnet
ist.
[0030] Man erkennt, daß sich jeweils zwei Abschnitte 12 des Leiterstückes 10 in axialer
Richtung gesehen überlappen, mit Ausnahme des vorne liegenden Abschnittes, der einzeln
ist und die Windungsebenen überbrückt.
[0031] Der axiale Abstand p der Leiterabschnitte 12 liegt im Bereich von 1 bis 5 Drahtdurchmessern.
Damit ergibt sich im Bereich dreier Seiten der Antennenfläche A eine magnetische Kopplung
der Leiterabschnitte 12 und damit eine Herabsetzung der Ausbreitungsgeschwindigkeit
der elektromagnetischen Strahlung längs des Leiterstückes 10. Der entsprechende Verkürzungsfaktor
k (Wellenlänge der Stromverteilung im Leiterstück 10 / Wellenlänge der elektromagnetischen
Strahlung im Vakuum) kann zwischen 0,2 und 0,8 gewählt werden, je nach dem, wie klein
der Abstand p gewählt wird und wie weit sich die Leiterabschnitte 12 in Umfangsrichtung
überlappen.
[0032] Damit kann die in Figur 1 gezeigte Antenne kleine Abmessungen aufweisen, obwohl es
sich um eine ohne Kapazität in Resonanz arbeitende W/2-Antenne (W = Wellenlänge) handelt.
[0033] Zur Speisung der durch das Leiterstück 10 gebildeten Antennenschleife ist eine Koppelschleife
14 vorgesehen, die ebenfalls eine quadratische Fläche begrenzt, die jedoch deutlich
kleiner ist als die Antennenfläche A.
[0034] Das eine Ende der Koppelschleife 14 ist direkt mit dem einen Anschluß eines Senders
16 verbunden. Der andere Anschluß der Koppelschleife 14 ist über einen Koppelkondensator
18 mit dem zweiten Anschluß des Senders 16 verbunden.
[0035] Der Sender 16 wird von einem Verbrauchsmesser 20 her angesteuert und übermittelt
in größeren zeitlichen Abständen den Zählerstand des Verbrauchsmessers 20 in serieller
binärer Darstellung. Einzelheiten über das Arbeiten eines derartigen Verbrauchsmessers
können der DE 195 45 394 A1, der DE 30 44 262 A1, der DE 42 25 042 A1 oder der DE
44 22 281 A1 entnommen werden, auf die diesbezüglich verwiesen wird.
[0036] Das Leiterstück 10 ist formstabil und kann z.B. über ein Isolierstück (nicht gezeigt),
das die mittleren der doppelt vorgesehenen Leiterabschnitte 12 packt, an einer nicht
gezeigten Tragstruktur (z.B. Leiterplatte oder Gehäuse) festgelegt sein.
[0037] In Figur 2 ist eine abgewandelte Antennen für die Funkfernauslesung von Verbrauchsmessern
gezeigt, die sich von derjenigen nach Figur 1 dadurch unterscheidet, daß die Leiterabsschnitte
12 unter radialem Abstand angeordnet sind. Eine derartige Anordnung eignet sich besonders
gut zur Realisierung auf Leiterplatten. Die Leiterstücke 10 können dort einfach aus
einer durchgehenden Kupferschicht herausgeätzt werden, ebenso die Koppelschleife 14.
[0038] Die Antenne nach Figur 3 unterscheidet sich von derjenigen nach Figur 1 dadurch,
daß die Gesamtlänge des Leiterstückes 10 einer Wellenlänge entspricht. Um eine positive
Überlagerung der von den Leiterabschnitten 12 erzeugten Teilmagnetfelder zu erzielen,
ist das Leiterstück 10 zunächst gefaltet worden und die so erhaltene faltete Leiteranordnung
ist dann zusätzlich so geformt, wie in Figur 1 für ein einfaches Leiterstück dargestellt.
[0039] Damit wechselt die Stromrichtung an den Stromknoten.
[0040] Figur 4 gibt präzise Abmessungen eines praktischen Ausführungsbeispieles. Die Kenngrößen
der dort gezeigten W-Antenne sind folgende:
| Kantenlänge a |
25,00 mm |
| Drahtdurchmesser d |
0,63 mm |
| Ganghöhe p |
6,40 mm |
| Kantenlänge der Koppelschleife |
8,50 mm |
| Abstand der Koppelschleife |
6,60 mm |
| Koppelkondensator |
6,20 pF. |
[0041] Damit werden folgende Eigenschaften erhalten:
| Güte Q0 |
430 |
| Betriebsgüte QB |
215 (Ri = 50 Ohm) |
| Eingangsimpedanz Ze/Ohm |
56 + j x 0 |
| Resonanzfrequenz |
433,9 MHz |
| Strahlungswiderstand Rs |
2,79 Ohm |
| Verlustwiderstand Ra |
0,55 Ohm |
| Wirkungsgrad |
83 % |
| Freiraumwellenlänge l |
690 mm |
| Längenverhältnis a/l |
1/27.6. |
[0042] Die oben beschriebenen Antennen sind somit typische W/2-Antennen, haben aber erheblich
geringere Abmessungen als typische bekannte W/2-Antennen. Von den durch Kopfapazitäten
abgeschlossenen Loop-Antennen unterscheiden sie sich durch das Fehlen einer Kopfkapazität
und durch einen erhebliche verbesserte Güte.
[0043] Von den herkömmlichen Helixantennen, die eine Vielzahl von Windungen aufweisen, unterscheiden
Sie sich dadurch, daß ihre Gesamtlänge ein ganzzahliges Vielfaches von W ist, daß
eine symmetrische Einspeisung erfolgt (bei Helix-Antennen einseitige Einspeisung)
und daß der Windungsabstand klein ist, so daß man eine magnetische Verkopplung benachbarter
Leiterabschnitte erhält.
[0044] Dabei zeichnen sich die oben beschriebenen Antennen durch einen mechanisch einfachen
kompakten Aufbau aus.
[0045] Bei den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen war die Antennenfläche A im wesentlichen
quadratisch. Es versteht sich, daß die Begrenzung der Antennenfläche stattdessen auch
kreisförmig gewählt sein kann. Solche Antennen haben eine in Umfangsrichtung im wesentlichen
konstante Charakterisitk. Wählt man die Antennenfläche A rechteckig oder oval, kann
man eine Richtcharakterisitk in Umfangsrichtung veränderliche Richtcharakteristik
erzielen.
1. Antenne mit einem eine Antennenfläche (A) umschliessenden Leiterstück (10), dessen
Länge einem ganzzahligen Vielfachen der halben Wellenlänge der Stromverteilung im
Leiterstück (10) entspricht, dadurch gekennzeichnet, daß das Leiterstück (10) eine Länge hat, die mindestens dem 1,5-Fachen des Umfanges der
Antennenfläche (A) entspricht und daß sich axial und/oder radial gesehen überlappende
Abschnitte (12) des Leiterstückes (10) einander so nahe benachbart sind, daß die Wellenlänge
der Stromverteilung im Leiterstück (10) höchstens dem 0,8-fachen der Vakuumwellenlänge
des durch die Stromverteilung erzeugten elektromagnetischen Feldes entspricht.
2. Antenne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge des Leiterstückes (10) das 1,75 bis 3,5-fache des Umfanges der Antennenfläche
(A) beträgt.
3. Antenne nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wellenlänge der Stromverteilung im Leiterstück (10) nicht kleiner ist als das
0,2-Fache der Vakuumwellenlänge des von der Stromverteilung erzeugten elektromagnetischen
Feldes.
4. Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der radiale und/oder axiale Abstand zwischen den radial und/oder axial beabstandeten
Abschnitten (12) des Leiterstückes (10) das 1 bis 5-fache der Abmessung des Leiterstückes
(10) in der betrachteten Abstandsrichtung beträgt.
5. Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das ganzzahlige Vielfache > 1 ist,
dadurch gekennzeichnet, daß das Leiterstück (10) jeweils nach einer Strecke, die einer halben Wellenlänge der
Stromverteilung entspricht, die Wicklungsrichtung wechselt.
6. Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden des Leiterstückes (10) miteinander leitend verbunden sind.
7. Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden des Leiterstückes (10) elektrisch offen sind.
8. Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch eine induktive Speiseeinrichtung (14), die mit dem Leiterstück (10) zusammenarbeitet.
9. Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Antennenfläche (A) quadratisch oder kreisförmig ist.
10. Antenne nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Antennenfläche A rechteckig oder oval ist.