[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schutz gegen Überspannungen, bestehend
aus mehreren nebeneinander angeordneten Überspannungsschutzelementen, wobei jedes
Überspannungsschutzelement ein U-förmiges Gehäuseunterteil mit Kontaktzungen oder
dergleichen Kontaktteilen, die innerhalb der hohlen Schenkel angeordnet sind, und
ein quaderförmiges Oberteil mit an den Schmalseiten austretenden Kontaktschienen oder
-messern aufweist, das zwischen die Schenkel eingefügt ist, wobei in dem ersten hohlen
Schenkel mindestens eine Kontaktklemme für einen aufzulegenden Anschlußleiter vorgesehen
ist, der in eine Öffnung des hohlen Schenkels einsteckbar ist, die aus der Seite der
Schenkel offen ausmünden, die der Schmalseite des Oberteils abgewandt ist, und in
dem zweiten hohlen Schenkel mindestens eine Kontaktklemme für einen aufzulegenden
N- oder PEN-Leiter vorgesehen ist, wobei die Kontaktklemmen Klemmschrauben aufweisen,
die von der Kopfseite der Schenkel her zugänglich sind.
[0002] Derartige Vorrichtungen sind im Stand der Technik vielfach bekannt. Beispielsweise
wird hierzu auf die DE 42 36 584 C 2 verwiesen.
[0003] Bei der herkömmlichen Installation werden solche Überspannungsschutzelemente beispielsweise
auf Hutschienen aufgereiht nebeneinander angeordnet, so daß jeder Anschlußleiter einer
Energieversorgung an ein entsprechendes Überspannungsschutzelement angeschlossen werden
kann und andererseits ein Anschluß an ein Erdpotential oder an ein Neutral-Leiter-Potential
ermöglicht ist. Dazu weisen jeweils die ersten hohlen Schenkel Anschlußklemmen auf,
die über die in den Außenseiten der hohlen Schenkel vorgesehenen Öffnungen zugänglich
sind. Auch die Anschlußklemmen zum Anschließen des Erdpotential- oder Neutral-Leiter-Potential-führenden
Anschlußleiters sind aus der Fläche des zweiten hohlen Schenkels herausgeführt, beziehungsweise
durch Öffnungen zugänglich. Dies bedeutet im Prinzip, daß jedes Überspannungsschutzelement
an einen Erdpotential- oder Neutral-Leiter-Potential-führenden Anschlußleiter angeschlossen
werden muß.
[0004] Aus der oben angegebenen Druckschrift ist es schon bekannt, alle Anschlußklemmen,
die Erdpotential oder Neutral-Leiter-Potential führen, über eine Verbindungsbrücke
miteinander zu verbinden, so daß dann nur im Bereich einer Anschlußklemme der entsprechende
Anschlußleiter angeschlossen werden muß und die Verbindung der Überspannungsschutzelemente
untereinander über die Verbindungsbrücke erfolgt. Hierdurch ist die Installation zwar
vereinfacht, jedoch ist die zusätzliche Ausbildung und Anordnung der Verbindungsbrücke
hierzu notwendig.
[0005] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Vorrichtung gattungsgemäßer Art zu schaffen, die hinsichtlich der Herstellung
und des Gebrauchs vereinfacht ist.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, daß der zweite hohle Schenkel
Öffnungen zum Einstecken des N- oder PEN-Leiters aufweist, die aus den Seitenflächen
des Schenkels ausmünden und zu den entsprechenden Öffnungen benachbarter Gehäuseunterteile
koaxial gerichtet verlaufen, so daß ein durchgehender Einschubkanal für den N- oder
PEN-Leiter durch alle Schenkel und Kontaktklemmen gebildet ist.
[0007] Eine bevorzugte Weiterbildung wird darin gesehen, daß jeder Schenkel jeweils zwei
Kontaktklemmen aufweist, wobei deren Leiter-Einstecköffnungen beziehungsweise -kanäle
in den ersten Schenkeln parallel zueinander und in den zweiten Schenkeln koaxial zueinander
ausgerichtet sind.
[0008] Dadurch, daß die Schenkel aller nebeneinander angeordneten Gehäuseunterteile zueinander
koaxial gerichtete Kanäle im Bereich der Anschlußklemmen aufweisen, ist es möglich,
den Anschluß eines Leiters, der Erdpotential oder Neutral-Leiter-Potential führt,
in der Weise vorzunehmen, daß der Leiter über eine entsprechende Länge abisoliert
wird und das abisolierte Ende in den Durchgangskanal eingesteckt wird, wobei der Leiter
sämtliche Kontaktklemmen durchgreift. Nachfolgend können dann die entsprechenden Schrauben
der Kontaktklemmen von der Stirnseite des Unterteils her betätigt werden, so daß eine
feste Verbindung des Leiters mit den entsprechenden Kontaktklemmen erreicht ist. Auf
diese Weise wird die Erdungsseite der Überspannungsschutzelemente komplett überbrückt,
wobei keine zusätzliche Verbindungsbrücke hergestellt und montiert werden muß, sondern
der Leiter selbst stellt die Verbindungsbrücke dar.
[0009] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und im folgenden
näher beschrieben. Es zeigt:
- Figur 1
- ein erstes Überspannungsschutzsystem in Draufsicht mit schematisierten Anschlüssen;
- Figur 2
- eine Variante in gleicher Ansicht wie Figur 1 gesehen;
- Figur 3
- eine Ansicht in Blickrichtung des Pfeiles III der Figur 1 gesehen.
[0010] In der Zeichnung sind Überspannungsschutzvorrichtungen gezeigt. Sie bestehen aus
mehreren nebeneinander angeordneten Überspannungsschutzelementen, wobei jedes Überspannungsschutzelement
ein U-förmiges Gehäuseunterteil 1 mit Kontaktzungen oder dergleichen Kontaktteilen,
die innerhalb der hohlen Schenkel 2,3 angeordnet sind, aufweist, sowie ein quaderförmiges
Oberteil 4 mit an den Schmalseiten austretenden Kontaktschienen oder -messern, das
zwischen die Schenkel 2,3 eingefügt ist. Die Unterteile 1 sind beispielsweise auf
einer Hutschiene 5 befestigt und dicht nebeneinander angeordnet, wie aus den Draufsichten
gemäß Figur 1 und 2 ersichtlich ist. Der Übersichtlichkeit halber sind die Kontaktzungen
und die Zugangsschlitze hierfür in den Schenkeln 2 und 3 sowie die Kontaktschienen
in den Oberteilen 4 nicht dargestellt. In den ersten hohlen Schenkeln 3 sind jeweils
zwei Kontaktklemmen für aufzulegende Anschlußleiter, beispielsweise L
1, L
2,L
3 oder auch PE vorgesehen, wobei der jeweilige Anschlußleiter in eine Öffnung des hohlen
Schenkels 3 einsteckbar ist, die aus der Seite der Schenkel 3 offen ausmündet, die
der Schmalseite des Oberteils 4 abgewandt ist. Durch von der Kopfseite des Unterteils
1 her zugängliche Schrauben, die in den nach oben offenen Kanälen 6 angeordnet sind,
können nach dem Einführen der entsprechenden Leiter in die Klemmen, Klemmschrauben
angezogen werden, so daß die Leiter in der Klemme fixiert sind. Die zweiten Schenkel
2 weisen Öffnungen zum Einstecken des N- oder PEN-Leiters auf, die aus den Seitenflächen
des Schenkels 2 ausmünden und zu den entsprechenden Öffnungen benachbarter Gehäuseunterteile
1 koaxial gerichtet verlaufen, so daß ein durchgehender Einschubkanal 7 für den N-
oder PEN-Leiter durch alle Schenkel 2 und entsprechende Kontaktklemmen gebildet ist.
Auch hierbei ist wiederum durch kopfseitig des Unterteils 1 ausmündende Kanäle 8 eine
Klemmschraube zum Schließen der jeweiligen Kontaktklemme betätigbar. Auf diese Weise
sind sämtliche Überspannungsschutzelemente durch den PEN-Leiter oder den N-Leiter
miteinander gebrückt, wobei es lediglich erforderlich ist, den entsprechenden Leiter
über die gesamte Einstecklänge von Isolierung zu befreien, so daß eine einwandfreie
Kontaktgabe ermöglicht ist.
[0011] Im Ausführungsbeispiel sind in jedem Schenkel 2,3 jeweils zwei Kontaktklemmen vorgesehen,
so daß weitere Anschlußmöglichkeiten gebildet sind.
[0012] Die Erfindung ist nicht auf das Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern im Rahmen
der Offenbarung vielfach variabel.
[0013] Alle neuen, in der Beschreibung und/oder Zeichnung offenbarten Einzel- und Kombinationsmerkmale
werden als erfindungswesentlich angesehen.
1. Vorrichtung zum Schutz gegen Überspannungen, bestehend aus mehreren nebeneinander
angeordneten Überspannungsschutzelementen, wobei jedes Überspannungsschutzelement
ein U-förmiges Gehäuseunterteil (1) mit Kontaktzungen oder dergleichen Kontaktteilen,
die innerhalb der hohlen Schenkel (2,3) angeordnet sind, und ein quaderförmiges Oberteil
(4) mit an den Schmalseiten austretenden Kontaktschienen oder -messern aufweist, das
zwischen die Schenkel (2,3) eingefügt ist, wobei in dem ersten hohlen Schenkel (3)
mindestens eine Kontaktklemme für einen aufzulegenden Anschlußleiter (L1,L2,L3, PE)
vorgesehen ist, der in eine Öffnung des hohlen Schenkels (3) einsteckbar ist, die
aus der Seite der Schenkel (3) offen ausmünden, die der Schmalseite des Oberteils
(4) abgewandt ist, und in dem zweiten hohlen Schenkel (2) mindestens eine Kontaktklemme
für einen aufzulegenden N- oder PEN-Leiter vorgesehen ist, wobei die Kontaktklemmen
Klemmschrauben aufweisen, die von der Kopfseite der Schenkel (2,3) her zugänglich
sind, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite hohle Schenkel (2) Öffnungen zum Einstecken des N- oder PEN-Leiters aufweist,
die aus den Seitenflächen des Schenkels (2) ausmünden und zu den entsprechenden Öffnungen
benachbarter Gehäuseunterteile (1) koaxial gerichtet verlaufen, so daß ein durchgehender
Einschubkanal (7) für den N- oder PEN-Leiter durch alle Schenkel (2) und Kontaktklemmen
gebildet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Schenkel (2,3) jeweils zwei Kontaktklemmen aufweist, wobei deren Leiter-Einstecköffnungen
beziehungsweise -kanäle in den ersten Schenkeln (3) parallel zueinander und in den
zweiten Schenkeln (2) koaxial zueinander ausgerichtet sind.