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EP 1 148 245 A2 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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24.10.2001 Patentblatt 2001/43 |
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Anmeldetag: 20.04.2001 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL LT LV MK RO SI |
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Priorität: |
20.04.2000 DE 10019899
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Anmelder: UST Umweltsensortechnik GmbH |
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98716 Geschwenda (DE) |
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Erfinder: |
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- Kiesewetter, Olaf, Dr.
98716 Geschwenda (DE)
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Vertreter: Liedtke, Klaus, Dr. |
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Postfach 10 09 56 99019 Erfurt 99019 Erfurt (DE) |
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2.1 Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine ölfreie Pumpe der eingangs genannten
Art anzugeben, die eine lange Laufzeit ermöglicht, kostengünstig herstellbar ist,
und für die Miniaturisierung geeignet ist.
2.2 Erfindungsgemäß gelingt die Lösung der Aufgabe dadurch, dass der Pumpenkörper
eine zylindrische Innenwand mit mindestens einer seitlicher Einlassöffnung und mindestens
einer seitlicher Ausstoßöffnung aufweist, in dem eine aus einem zylinderförmigen flexiblen
Membrankörper bestehende Membran angeordnet ist, wobei sich im mittleren Bereich des
Membrankörpers eine bewegliches nichtdehnbares Band befindet, die Enden des Membrankörpers
dicht mit dem Pumpenkörper verbunden sind und im Inneren des Membrankörpers ein Walzenkörper,
in dem Drehschieber angeordnet sind, drehbar angebracht ist.
2.3 Die Erfindung betrifft eine ventillose Pumpe mit einer an einem Pumpenkörper angeordneten
Membran.
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[0001] Die Erfindung betrifft eine ventillose Pumpe mit einer an einem Pumpenkörper angeordneten
Membran.
[0002] Die im Stand der Technik bekannten Pumpen verwenden in den meisten Fällen Öl als
Dichtungsmittel. In vielen Bereichen der Industrie und Messtechnik ist jedoch eine
ölfreie Vakuumerzeugung von wachsender Bedeutung, weil viele Anwendungen nur mit dem
Verzicht auf Öl als Dichtmittel realisiert werden können.
[0003] Ölfreie Pumpen sind als Membran-Hubkolbenpumpen sowie Drehschieberpumpen bekannt.
Bei diesen Pumpenausführungen bereitet es vor allem durch den Verschleiß bei reibenden
Bauteilen erhebliche Probleme, höhere Standzeiten einzuhalten. Außerdem ist die erreichbare
Dichtigkeit für viele Anwendungen nicht ausreichend.
[0004] Das ungünstige Verhältnis von Schöpfvolumen zu Totvolumen durch selbstgesteuerte
Ventile bei Kolbenmembranpumpen führt zu geringen Enddrücken, die bei vielen Anwendungen
störend sind. Ebenso ist der Lauf dieser Pumpen aufgrund der schwingenden Massen mit
Geräuschentwicklung verbunden. Ein weiterer Nachteil besteht für diese Bauformen in
der Schwierigkeit miniaturisierte Ausführungen herzustellen.
[0005] Der Erfindung legt die Aufgabe zugrunde eine ölfreie Pumpe der eingangs genannten
Art anzugeben, die eine lange Laufzeit ermöglicht, kostengünstig herstellbar ist,
und für die Miniaturisierung geeignet ist.
[0006] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe mit einer Pumpenausführung gelöst, welche die in
Anspruch 1 angegebenen Merkmale enthält.
[0007] Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0008] Die erfindungsgemäße Lösung besteht in einer Pumpenkonstruktion, die als trockenlaufende
ventillose Drehkolbenmembranpumpe ausgeführt ist und die die Vorteile der Ölfreiheit,
der hohen Lebensdauer und der Miniaturisierungsfähikeit bei einfacher Herstellung
vereinigt.
[0009] Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.
[0010] In der zugehörigen Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- die Pumpenanordnung im Längsschnitt,
- Figur 2
- die Pumpenanordnung in der Draufsicht,
- Figur 3
- einen Querschnitt durch die Pumpenanordnung,
- Figur 4
- eine perspektivische Darstellung des Membrankörpers,
- Figur 5
- einen Walzenkörper im Schnitt und
- Figur 6
- die Draufsicht auf einen Walzenkörper.
[0011] Die Figuren 1 bis 3 erläutern die Gesamtanordnung der Pumpe. In dem zylinderformigen
oder rechteckigen Pumpenkörper 1 sind seitlich eine Einlassöffnung E und eine Ausstoßöffnung
A angebracht. Der Pumpenkörper 1 hat eine zylinderförmige Innenwand vom Durchmesser
D
K. In diesem befindet sich ein zylinderförmiger flexibler Membrankörper 2, bei dem
in seinem mittleren Bereich ein bewegliches, nicht dehnbares, z. B. aus einem Stahlband
bestehendes, Band 3 angeordnet ist.
[0012] Der in Figur 4 dargestellte Membrankörper 2 ist jeweils an seinen beiden Enden am
Pumpenkörpers 1 befestigt, wobei die die äußeren Enden des Membrankörpers 2 gedehnt
werden und mit Hilfe von Dichtringen 7 mit der Innenwand des Pumpenkörpers 1 verbunden
sind.
[0013] Innerhalb dieser Anordnung läuft ein walzenförmiger exzentrisch gelagerter Walzenkörper
4, der als Drehschieber ausgebildet ist und der den durch das nichtdehnbare Band 3
eingeschnürten Membrankörper 2 in ellipsoider Form deformiert, so dass zwischen dem
Membrankörper 2 und der Innenwand des Pumpenkörpers 1 rotierende, abgeschlossene Kammern
gebildet werden.
[0014] Wie aus den Figuren 5 und 6 ersichtlich ist, sind die im Walzenkörper 4 in radialer
Richtung beweglichen Drehschieber 5 an ihren Außenflächen mit walzenförmigen Laufrollen
8 versehen, um ein schonendes Verformen des Membrankörpers 2 zu gewährleisten und
die Reibung zwischen Drehschieber 5 und Membrankörper 2 zu verhindern. Die Drehschieber
2 werden durch Federn 9 nach außen gedrückt. Eine vorteilhafte Ausführung sieht vor,
dass die Drehschieber 5 über eine außerhalb des Pumpenkörpers angeordnete kreisförmige
Kurvenscheibe definiert in eine Kreisbahn gelenkt werden. Ferner ist es möglich, dass
der Walzenkörper 4 am Umfang Gleitrollen 6 aufweist.
[0015] Um eine sichere Dichtung im Bereich der Verengung zwischen dem Einlassöffung E und
Ausstoßöffnung A zu gewährleisten, kann an dieser Stelle eine feste Verbindung des
Membrankörpers 2 mit dem Innenzylinder des Pumpenkörpers 1 vorgesehen werden.
[0016] Die durch das Band 3 bewirkte Einschnürung des Membrankörpers 2 wird vorzugsweise
so bemessen, dass ihr Durchmesser D
M die Hälfte der Summe von Walzendurchmesser D
w und Innenwanddurchmesser des Pumpenkörpers D
K beträgt (D
m= D
w/2 + D
K/2).
BEZUGSZEICHENLISTE
[0017]
- 1
- Pumpenkörper
- 2
- Membrankörper
- 3
- Band
- 4
- Walzenkörper
- 5
- Drehschieber
- 6
- Gleitrollen
- 7
- Dichtring
- 8
- bewegliche Laufrolle
- 9
- Feder
- DM
- Durchmesser des Membrankörpers am Band
- DK
- Durchmesser des Pumpenkörpers
- DW
- Walzendurchmesser
- E
- Einlasssöffnung
- A
- Ausstoßöffnung
1. Ventillose Pumpe mit einer an einem Pumpenkörper (1) angeordneten Membran, dadurch gekennzeichnet, dass der Pumpenkörper (1) eine zylindrische Innenwand mit mindestens einer seitlicher
Einlassöffnung (E) und mindestens einer seitlicher Ausstoßöffnung (A) aufweist, in
dem eine aus einem zylinderförmigen flexiblen Membrankörper (2) bestehende Membran
angeordnet ist, wobei sich im mittleren Bereich des Membrankörpers (2) eine bewegliches
nichtdehnbares Band (3) befindet, die Enden des Membrankörpers (2) dicht mit dem Pumpenkörper
(1) verbunden sind und im Inneren des Membrankörpers (2) ein Walzenkörper (4), in
dem Drehschieber (5) angeordnet sind, drehbar angebracht ist.
2. Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden des Membrankörpers (2) außen gedehnt sind.
3. Pumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser DM des Bandes (3), die Hälfte die Hälfte der Summe von Walzendurchmesser Dw und Innenwanddurchmesser DK des Pumpenkörpers (1) beträgt.
4. Pumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Band aus Stahl besteht.
5. Membranpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den Außenseiten des Drehschiebers (5), die auf dem Membrankörper (2) gleiten,
bewegliche Laufrollen (8) angeordnet sind.
6. Membranpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Umfangsfläche des Walzenkörpers (4) Gleitrollen (6) angebracht sind.
7. Membranpumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die radiale Bewegung des Drehschiebers (5) von einer außerhalb des Pumpenkörpers
(1) angeordneten Kurvenscheibe gesteuert wird.

