[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Antreiben einer Wasserpumpe und eines
Lüfters einer Brennkraftmaschine, über einen von der Kurbelwelle aus antreibbaren
Riemenantrieb.
[0002] Aus der FR-A-2378948, auf der der unabhängige Anspruch 1 basiert, ist ein Antrieb
für die Nebenaggregate einer Brennkraftmaschine bekannt, bei der über einen von der
Kurbelwelle aus angetriebenen ersten Riementrieb durch eine mit der Kurbelwelle verbundene
erste Riemenscheibe ein Klimakompressor angetrieben wird. Die erste Riemenscheibe
steht mit einer mit einer Kompressorwelle verbundenen zweiten Riemenscheibe in Antriebsverbindung.
Mit der Kompressorwelle ist eine dritte Riemenscheibe verbunden, die mit einer vierten
Riemenscheibe einen zweiten Riementrieb bildet. Des weiteren steht der Lüfter mit
der vierten Riemenscheibe in Antriebsverbindung.
[0003] Dieser bekannte Antrieb bietet jedoch wenig Flexibilität was das Antreiben der einzelnen
Komponenten anbelangt.
[0004] Es ist allgemein bekannt, einen Lüfter direkt mit der Kurbelwelle oder einer Verlängerung
der Kurbelwelle zu verbinden und auf diese Weise den Lüfter direkt anzutreiben. Weitere
Nebenaggregate, wie z.B. eine Wasserpumpe, eine Lichtmaschine, ein Klimakompressor
oder andere Nebenaggregate, werden dabei zumeist durch einen Riemenantrieb mit einem
Riemen gemeinsam angetrieben.
[0005] Aus der DE 195 11 702 A1 und der DE 24 23 746 C2 ist es des weiteren bekannt, den
Lüfter über die Wasserpumpenwelle anzutreiben, wobei in üblicher Weise die Wasserpumpe
über einen Riemenantrieb mit der Kurbelwelle in Verbindung steht. Der Lüfter ist koaxial
zur Wasserpumpenwelle angeordnet und über eine Kupplung mit dieser verbindbar.
[0006] Nachteilig dabei ist jedoch, daß die Kräfte bzw. die Belastung des Lüfters auf den
Grundverband, der aus dem Riementrieb mit den davon angetriebenen Aggregaten besteht,
wirken. Darüber hinaus liegen bei dieser Ausgestaltung die Drehzahlverhältnisse fest.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Antreiben
einer Wasserpumpe und eines Lüfters einer Brennkraftmaschine zu schaffen, die einen
flexibleren Antrieb, insbesondere was den Lüfter anbelangt, ermöglicht.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die in Anspruch 1 genannten Merkmale gelöst.
[0009] Erfindungsgemäß ist nunmehr der Antrieb des Lüfters vom Grundverband getrennt. Dies
bedeutet, daß zum einen keine Rückwirkungen auf den Grundverband erfolgen und zum
anderen, daß beliebig gewünschte Drehzahlübersetzungen für den Lüfter möglich sind,
obwohl er ebenfalls von der Kurbelwelle aus angetrieben wird. Dies ist im wesentlichen
dadurch möglich geworden, daß die Wasserpumpe bzw. die Wasserpumpenwelle nur als Antriebswelle
im Sinne eines Vorgeleges wirkt und daß der Lüfter von der Kurbelwelle zwar angetrieben
aber trotzdem zu ihr eine Drehbarkeit besitzt. Die relative Drehbarkeit kann z.B.
durch eine Wälzlagereinrichtung, z.B. ein Kugellager, erfolgen, das dazwischen geschaltet
ist. Grundsätzlich liegt damit die Antriebswelle für den Lüfter selbst in bewährter
Weise koaxial zur Kurbelwelle, allerdings entsprechend von dieser abgekoppelt.
[0010] Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß sich auf diese Weise Kosten-
und Gewichtsreduzierungen ergeben. Übersetzungen für den Lüfter sind sowohl ins "Langsame"
als auch ins "Schnelle" möglich.
[0011] Aufkommende Riemenkräfte vom Lüfter werden von der Wasserpumpe aufgenommen, was in
diesem Fall bewirkt, daß für die nachgeschalteten Aggregate im Grundbetrieb keine
Lagerverstärkung erforderlich wird.
[0012] Durch die erfindungsgemäße Kupplung, die die vierte Riemenscheibe über eine Flanschverbindung
mit dem Lüfter verbindet, ergibt sich vorteilhafterweise ein sehr flexibler Antrieb
für den Lüfter, der gegebenenfalls abgekuppelt werden kann, wenn er nicht benötigt
wird.
[0013] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den
Unteransprüchen und aus dem nachfolgend anhand der Zeichnungen prinzipmäßig dargestellten
Ausführungsbeispiel.
[0014] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung;
- Fig. 2
- eine Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung von vorne; und
- Fig. 3
- einen vergrößerten Schnitt bezüglich der Lagerung der vierten Riemenscheibe.
[0015] Auf einer Kurbelwelle 1, die in der Fig. 1 nur prinzipmäßig dargestellt ist, ist
eine erste Riemenscheibe 2 angeordnet, die aufgrund der Verbindung mit der Kurbelwelle
1 mit Motordrehzahl umläuft. Ein Keilriemen 3 verbindet eine auf einer Wasserpumpenwelle
4 einer Wasserpumpe 5 angeordnete zweite Keilriemenscheibe 6 mit der ersten Riemenscheibe
2. Der über die zweite Riemenscheibe 6 geführte Keilriemen 3 treibt in bekannter Weise
weitere Nebenaggregate, wie einen Klimakompressor 7 und eine Lichtmaschine 8, mit
jeweils dazugehörigen Riemenscheiben an.
[0016] Eine Spannrolle 9 zwischen der ersten Keilriemenscheibe 2 und dem Klimakompressor
7 sorgt für eine erforderliche Spannung des Keilriemens 3.
[0017] Von der Lichtmaschine 8 aus läuft der Keilriemen 3 wieder zu der Keilriemenscheibe
6 der Wasserpumpe 5 zurück. Die Riemenscheiben 2 und 6, die Wasserpumpe 5, Klimakompressor
7 (sofern vorhanden) und Lichtmaschine 8, bilden zusammen mit den diese Aggregate
miteinander verbindenden Keilriemen 3 einen Grundverband bzw. ersten Riementrieb.
[0018] Auf der Wasserpumpenwelle 4 befindet sich als Doppelriemenscheibe eine dritte Riemenscheibe
10. Die dritte Riemenscheibe 10 ist über einen zweiten Keilriemen 11 mit einer vierten
Keilriemenscheibe 12 in Antriebsverbindung und bildet einen zweiten Riementrieb.
[0019] Die vierte Keilriemenscheibe 12 ist mit einem Verbindungsflansch 13 versehen, der
auf einer Zwischenwelle 14 angeordnet ist. Über eine Wälzlager- und Kugellagerverbindung
15 ist die Zwischenwelle 14 im Inneren eines Mitnehmers 16 gelagert. Der Mitnehmer
16 wiederum ist mit der ersten Keilriemenscheibe 2 üser Schraubverbindungen verbunden.
[0020] Durch diese Lagerungsart ist die vierte Keilriemenscheibe 12 zwar koaxial zur Kurbelwelle
1 angeordnet, jedoch von dieser abgekoppelt, so daß sie von der Kurbelwelle 1 drehzahlunabhängig
ist. Die Drehzahl der vierten Riemenscheibe 12 und des damit verbundenen Verbindungsflansches
13 richtet sich nach den Übersetzungen über die Keilriemenscheiben 2, 6, 10 und 12
bzw. deren Durchmesser zueinander. Auf diese Weise kann eine beliebig vorgegebene
Übersetzung i eingestellt werden.
[0021] Der Flansch 13 ist mit einer Kupplung, z.B. einer Visco-Kupplung, 17 verbunden, die
koaxial zur Zwischenwelle 14 und damit ebenfalls koaxial zur Kurbelwelle 1 liegt.
Auf der Kupplung 17 ist ein Lüfter 18 angeordnet. Aufbau und Wirkungsweise der Kupplung
17 und dessen Verbindung mit dem Lüfter 18 sind allgemein bekannt, weshalb hier nicht
näher darauf eingegangen wird.
[0022] Der Antrieb des Lüfters 18 über die auf der Wasserpumpenwelle 4 angeordnete Riemenscheibe
10 und der ko-axial zur Kurbelwelle 1 auf der Zwischenwelle 14 gelagerten vierten
Riemenscheibe 12 ist unabhängig vom Grundverband. Dies gilt sowohl bezüglich Kräfterückwirkungen
als auch der Möglichkeit andere Übersetzungsverhältnisse für den Lüfterantrieb zu
schaffen.
1. Vorrichtung zum Antreiben einer Wasserpumpe (5) und eines Lüfters (18) einer Brennkraftmaschine
über einen von einer Kurbelwelle (1) aus antreibbaren ersten Riementrieb durch eine
mit der Kurbelwelle (1) verbundene erste Riemenscheibe (2), wobei
1.1 die erste Riemenscheibe (2) mit einer mit einer Wasserpumpenwelle (4) verbundenen
zweiten Riemenscheibe (6) über einen Riemen (3) in einer Antriebsverbindung steht,
1.2 mit der Wasserpumpenwelle (4) eine dritte Riemenscheibe (10) verbunden ist,
1.3 die dritte Riemenscheibe (10) mit einer vierten Riemenscheibe (12), die auf der
Kurbelwelle (1) oder einer Verlängerung (16) der Kurbelwelle drehbar gegenüber der
Kurbelwelle (1) gelagert ist, einen zweiten Riemenantrieb bildet
1.4 der Lüfter (18) Koaxial zur vierten Riemenscheibe (12) angeordnet ist und mit
ihr in Antriebsverbindung steht und
1.5 die vierte Riemenscheibe (12) über eine Flanschverbindung (13) mit einer Kupplung
(17) verbunden ist, die mit dem Lüfter (18) verbindbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
durch den ersten Riementrieb mit dem Riemen (3) weitere Nebenaggregate (7,8) angetrieben
sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die vierte Riemenscheibe (12) über eine Wälz- und Kugellagereinrichtung (15) auf der
Kurbelwelle (1) oder der mit der Kurbelwelle verbundenen Verlängerung (16) gelagert
ist.
1. Device for driving a water pump (5) and a fan (18) of an internal combustion engine
via a first belt drive driveable from a crankshaft (1) by means of a first belt pulley
(2) connected to the crankshaft (1), in which
1.1 the first belt pulley (2) is disposed in a drive connection via a belt (3) with
a second drive pulley (6) connected to a water pump shaft (4),
1.2 a third belt pulley (10) is connected to the water pump shaft (4),
1.3 the third belt pulley (10) forms a second belt drive with a fourth belt pulley
(12) which is mounted on the crankshaft (1) or an extension (16) of the crankshaft
so as to rotate relative to the crankshaft (1),
1.4 the fan (18) is disposed coaxially with the fourth belt pulley (12) and is disposed
in a drive connection therewith and
1.5 the fourth belt pulley (12) is connected by means of a flange connection (13)
to a coupling (17) which can be connected to the fan (18).
2. Device as claimed in claim 1,
characterised in that
other secondary units (7, 8) are driven by the first belt drive with the belt (3).
3. Device as claimed in claim 1 or 2,
characterised in that
the fourth belt pulley (12) is mounted on the crankshaft (1) or the extension (16)
connected to the crankshaft by means of a roller and ball bearing system (15).
1. Dispositif pour l'entraînement d'une pompe à eau (5) et d'un ventilateur (18) d'un
moteur à combustion interne via un premier système d'entraînement par courroie, entraîné
par un vilebrequin (1) par une première poulie (2) portée par le vilebrequin (1),
où
1.1 la première poulie (2) entraîne, par l'intermédiaire d'une courroie (3), une seconde
poulie (6) solidaire d'un arbre (4) d'une pompe à eau,
1.2 une troisième poulie (10) est solidaire de l'arbre (4) de la pompe à eau,
1.3 la troisième poulie (10) forme un second système d'entraînement par courroie avec
une quatrième poulie (12) qui est montée en rotation sur le vilebrequin (1) ou sur
une extension (16) du vilebrequin (1),
1.4 le ventilateur (18) est disposé de façon coaxiale avec la quatrième poulie (12)
et est entraîné par celle-ci, et
1.5 la quatrième poulie (12) est solidaire à un couplage (17) par l'intermédiaire
d'une bride de fixation (13), ledit couplage étant relié au ventilateur (18).
2. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce que d'autres équipements annexes (7, 8) sont entraînés via la courroie (3) pour le premier
système d'entraînement par courroie.
3. Système selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé en ce que la quatrième poulie (12) est disposée via un roulement à cylindres ou à billes (15)
sur le vilebrequin (1) ou sur une extension (16) solidaire du vilebrequin.