[0001] Die Erfindung betrifft eine Werkzeugbefestigung einer Fräswalze nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Zur Bearbeitung und Aufbereitung von biogenem Material ist es bekannt, Universalmischzerkleinerer
einzusetzen. Die Universalmischzerkleinerer weisen in der Regel mehrere Fräswalzen
auf, die mit diesen zumindest teilweise umgebenen Verschleißböden zur Zerkleinerung
und Vermischung des biogenen Materials dienen. Das biogene Material besteht aus Bioabfall,
beispielsweise Küchen- und Gartenabfällen, denen mittels des Universalmischzerkleinerers
Grünabfälle in gewünschtem Umfang zumischbar sind. Die zur Zerkleinerung und Mischung
dienenden Fräswalzen weisen wendelförmig verlaufende mit der drehbar antreibbaren
Welle unlösbar verbundene Werkzeuge auf, mit welchen wiederum Verschleißwerkzeuge
wieder lösbar verbunden sind. Die Verschleißwerkzeuge sind mit mehreren Schrauben
an den entsprechenden Halterungen seitlich angeschraubt. Bei den in den Universalmischzerkleinerer
auftretenden extrem hohen Belastungen müssen die Befestigungsschrauben für die Verschleißwerkzeuge
in großer Anzahl und in massiver Ausführung vorgesehen werden. Durch die hohe Anzahl
und die ungünstige Lage dieser Befestigungsschrauben gestaltet sich der Werkzeugwechsel
sehr zeitintensiv.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Werkzeugbefestigung für eine gattungsgemäße
Fräswalze derart zu verbessern, daß der Werkzeugwechsel der häufiger zu wechselnden
Verschleißwerkzeuge zeitsparend und einfach ermöglicht wird.
[0004] Ausgehend von einer Werkzeugbefestigung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 wird
diese Aufgabe durch die Kombination mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des
Anspruchs 1 gelöst. Demnach weisen die unlösbar mit der Welle verbundenen Werkzeuge
in Richtung zur antreibbaren Welle konisch zusammenlaufende taschenförmige Ausnehmungen
auf, in die jeweils ein entsprechend geformter Bereich des Verschleißwerkzeuges einsetzbar
ist, wobei das jeweilige Verschleißwerkzeug durch eine schräg zur antreibbaren Welle
hin gerichtete Spannschraube in der taschenförmigen Ausnehmung spielfrei verspannbar
ist. Gemäß der Erfindung wird zunächst für jedes Verschleißwerkzeug nur eine Spannschraube
vorgesehen, die aufgrund ihrer Anordnung sehr gut zugänglich ist. Dadurch kann durch
Anziehen bzw. Lösen einer einzigen Spannschraube das Verschleißwerkzeug sicher befestigt
bzw. zum Herausnehmen freigegeben werden.
[0005] Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den sich an den Hauptanspruch
anschließenden Unteransprüchen.
[0006] Demnach kann in dem Verschleißwerkzeug eine schlitzförmige Ausnehmung mit einem zumindestens
eine Schräge aufweisenden Randbereich derart vorgesehen sein, daß die Schräge des
Randbereichs dieser Ausnehmung eine parallel zur Auflagefläche der Spannschraube bildende
Abstützfläche bildet. Hierdurch kann die Spannschraube eben aufliegen, wobei eine
große Auflagefläche geschaffen wird. Hierdurch kann durch Festziehen der Spannschraube
das Verschleißwerkzeug sicher in die konisch zusammenlaufende taschenförmige Ausnehmung
gedrückt werden, so daß das Verschleißwerkzeug spielfrei in der Ausnehmung verspannt
ist.
[0007] Zur Aufnahme der Spannschraube können die unlösbar mit der Welle verbundenen Werkzeuge
im Bereich jeder taschenförmigen Ausnehmung einen von der Oberfläche herausspringenden
Aufnahmebereich für die Spannschraube aufweisen. Hier kann nur ein Teil des Aufnahmebereichs
mit einem der Spannschraube entsprechenden Gewinde versehen sein, so daß eine große
freie Spannlänge für die Spannschraube geschaffen wird. Gerade das Vorsehen einer
großen freien Spannlänge für die Spannschraube sowie die große Auflagefläche der Spannschraube
auf der Abstützfläche, die im Randbereich des im Verschleißwerkzeug vorgesehenen Schlitzes
gebildet ist, verhindert ein unerwünschtes Lockern des Werkzeuges während des Betriebes.
Aufgrund des herausspringenden Aufnahmebereichs, der von außen gut zugänglich ist,
kann das Verschleißwerkzeug mittels eines Luft- bzw. Elektroschraubers einfach und
schnell gewechselt werden.
[0008] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus einem in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiel. Es zeigen:
Fig. 1: eine Fräswalze gemäß einer erfindungsgemäßen Ausführungsform,
Fig. 2 bis
Fig. 4: verschiedene Ansichten (teilweise geschnitten) eines Details der auf den Fräswalzen
aufsitzenden Werkzeuge,
Fig. 5: eine Draufsicht auf ein Verschleißwerkzeug, das mit der Werkzeugbefestigung
gemäß dem Ausführungsbeispiel festlegbar ist und
Fig. 6: eine Seitenansicht (teilweise geschnitten) des Verschleißwerkzeuges nach Fig.
5.
[0009] In Fig. 1 ist eine Fräswalze 10 eines Mischzerkleinerers dargestellt. Die Fräswalze
besteht aus einer antreibbaren Welle 12, auf der wendelförmig verlaufende Werkzeuge
14 angeschweißt sind. In den Werkzeugen 14 sind Verschleißwerkzeuge 16 wieder lösbar
befestigt. Die wendelförmig verlaufenden Werkzeuge 14 bestehen aus strahlenförmig
von der Welle 12 abstehenden Blechen 18, die derart versetzt zueinander angeordnet
sind, daß sich die Wendelform ergibt.
[0010] Die Figuren 5 und 6 zeigen die Verschleißwerkzeuge 16. Diese sind flach und symmetrisch
ausgeführt, so daß sie beidseitig eingesetzt werden können. Die Verschleißwerkzeuge
weisen im wesentlichen einen Arbeitsbereich 20 und einen Haltebereich 22 auf. Der
Arbeitsbereich 20 weist die bei den Verschleißwerkzeugen bekannte Form mit angeschrägten
Flanken im Kopfbereich und in den Seitenbereichen auf. Der Haltebereich 22 ist konisch
verjüngt ausgebildet, wie sich dies aus der Darstellung gemäß der Figur 5 ergibt.
Diese Formgebung entspricht einer in Richtung zur antreibbaren Welle konisch zusammenlaufenden
taschenförmigen Ausnehmung 24 in dem unlösbar mit der Welle verbundenden Werkzeug
14 (vgl. die Figuren 2 bis 4). Zwischen zwei strahlenförmig von der Welle abstehenden
Platten 18 des fest mit der Welle verbundenen Werkzeuges 14 ist ein aus der Oberfläche
herausspringender Aufnahmebereich 26 zur Aufnahme einer Spannschraube 28 vorgesehen.
Der vorspringende Aufnahmebereich 26 ist derart ausgeführt, daß die Spannschraube
28 schräg zur Welle 12 in den Aufnahmebereich 26 einschraubbar ist.
[0011] In Fig. 3 ist näher dargestellt, daß die Spannschraube 28 bei entsprechendem Einschrauben
sich in einen Schlitzbereich 30 im Verschleißwerkzeug 16 an einer Auflagefläche 32
großflächig abstützt. Aufgrund des symmetrischen Aufbaus des Verschleißwerkzeuges
16 ist diese Abstützfläche 32 von beiden Seiten her im Schlitzbereich 30 vorgesehen.
Somit kann das Verschleißwerkzeug in beliebiger Stellung eingesetzt und mit der Spannschraube
28 verspannt werden.
[0012] Der Aufnahmebereich 26 für die Spannschraube ist, wie aus den Figuren 2 und 4 und
der Zusammenstellungsfigur 1 deutlich wird, von außen leicht zugänglich, so daß die
Spannschraube 28 mittels eines Luft- bzw. Elektroschraubers in einfacher Weise festgezogen
bzw. gelöst werden kann. Nur ein Teil des Aufnahmebereichs 26 ist mit einem der Spannschrauber
entsprechenden Gewinde 33 versehen, so daß die Spannschraube selbst eine große freie
Spannlänge 34 aufweist.
[0013] Mittels der Spannschraube wird das Verschleißwerkzeug über seinen keilförmigen Haltebereich
22 in der entsprechend keilförmig gebildeten Aufnahmetasche 24 verspannt. Aufgrund
der großen Auflagefläche 32 und der großen freien Spannlänge 34 der Spannschraube
28 wird ein Lockern des Werkzeuges verhindert.
1. Werkzeugbefestigung einer Fräswalze, insbesondere für eine Abfallaufbereitungsmaschine,
die auf einer drehbar antreibbaren Welle vorzugsweise wendelförmig verlaufende mit
dieser unlösbar verbundene Werkzeuge und in letzteren wieder lösbar aufgenommene Verschleißwerkzeuge
umfaßt, zur wieder lösbaren Befestigung der Verschleißwerkzeuge,
gekennzeichnet durch
in Richtung zur antreibbaren Welle konisch zusammenlaufende taschenförmige Ausnehmungen
in den unlösbar mit der Welle verbundenen Werkzeugen, in die ein entsprechend geformter
Bereich des Verschleißwerkzeuges einsetzbar ist, wobei das jeweilige Verschleißwerkzeug
durch eine schräg zur antreibbaren Welle hin gerichtete Spannschraube in der taschenförmigen
Ausnehmung spielfrei verspannbar ist.
2. Werkzeugbefestigung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Verschleißwerkzeug eine schlitzförmige Ausnehmung mit einem zumindestens eine
Schräge aufweisenden Randbereich derart vorgesehen ist, daß die Schräge des Randbereichs
dieser Ausnehmung eine parallel zur Auflagefläche der Spannschraube bildende Abstützfläche
bildet.
3. Werkzeugbefestigung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die unlösbar mit der Welle verbundenen Werkzeuge im Bereich jeder taschenförmigen
Ausnehmung einen von der Oberfläche herausspringenden Aufnahmebereich für die Spannschraube
aufweisen, wobei nur ein Teil des Aufnahmebereichs mit einem der Spannschraube entsprechenden
Gewinde versehen ist, so daß eine große freie Spannlänge für die Spannschraube geschaffen
ist.