[0001] Die Erfindung betrifft einen mehrpoligen elektrischen Anschlussverbinder, insbesondere
einen Anschlussverbinder für ein Leuchtenband.
[0002] Unter einem Leuchtenband oder auch Leuchtenfeld wird eine Verknüpfung von mehreren
Leuchtenelementen über eine gemeinsame Versorgungsleitung verstanden. Zur elektrischen
Versorgung der einzelnen Leuchtenelemente sind die Leuchtenelemente in der Regel über
eine Anschluss- oder Abzweigleitung mit der Versorgungsleitung verbunden. Die Anschlussleitung
ist dabei über den mehrpoligen Anschlussverbinder an die Versorgungsleitung angeschlossen.
Der Anschlussverbinder, der auch als Anschlussverteiler bezeichnet werden kann, ist
meist in unmittelbarer Nähe des Leuchtenelements angeordnet und verbindet zwei Leitungsstücke
der Versorgungsleitung miteinander. Der Anschlussverbinder ist jedoch nicht auf eine
Verwendung für ein Leuchtenband beschränkt. Er eignet sich generell zum Anschluss
von elektrischen Geräten an eine Versorgungsleitung, insbesondere in einem Hausinstallationssystem.
[0003] Ein Leuchtenband mit einem elektrischen Steckverbinder oder Steckverteiler ist aus
der DE 94 14 984 U1 bekannt. Der hierin beschriebene Steckverteiler ist im Querschnitt
gesehen T-förmig ausgebildet. Die beiden Seiten seines Querschenkels weisen jeweils
einen Leiteranschluss auf, und zwar in Form eines Steckerstifts einerseits und andererseits
in Form einer Steckbuchse. Der Steckerstift und die Steckbuchse bilden ein Steckverbindersystem,
mit dessen Hilfe zwei Leitungsstücke der Versorgungsleitung miteinander verbunden
werden. Das Steckverbindersystem weist insbesondere Systemstecker auf, die ein fehlerfreies
und einfaches Anschließen gewährleisten. Die ankommende Versorgungsleitung wird beispielsweise
mit den Steckerstiften und die abgehende Versorgungsleitung mit den Steckbuchsen verbunden.
[0004] Der Längsschenkel des T-förmig ausgebildeten Steckverteilers ist als Abzweigkontakt
zum Anschluss für das jeweilige Leuchtenelement vorgesehen. Dieser Abzweigkontakt
ist insbesondere ebenfalls als Systemstecker ausgeführt, was ein einfaches und schnelles
Anschließen des Leuchtenelements ermöglicht.
[0005] In der DE 38 02 642 C1 ist ein Steckverteiler mit einem Steckverbindersystem beschrieben.
Bei diesem Steckverbindersystem ist der Steckerstift mit der Steckbuchse über ein
Mittelteil verbunden, also einstückig ausgebildet. Das Mittelteil weist eine Ausnehmung
in Form einer zentralen Bohrung auf. Mehrere Einheiten aus Steckerstift und Steckbuchse
werden über einen Kontaktstift, der durch ihre zentrale Bohrungen geführt ist, miteinander
verbunden. Damit wird das beispielsweise an einem Steckerstift über eine eingehende
Leitung anliegende Potential auf die weiteren Einheiten aus Steckerstift und Steckbuchse
übertragen.
[0006] Der aus der DE 94 14 984 U1 bekannte T-förmige Steckverbinder ist vorzugsweise Teil
eines umfassenden Verbindungssystems zum Anschluss von Leuchtenelementen. Dieses Anschlusssystem
ist insgesamt nach dem Konzept des "plug and play" aufgebaut, so dass vor Ort bei
der Montage des Leuchtenbands eine einfache und insbesondere sehr schnelle Installation
ermöglicht ist. Dies erfordert allerdings, dass sämtliche Komponenten des Leuchtenbands,
insbesondere die einzelnen Anschlussleitungen der Leuchtenelemente, mit diesem Verbindungssystem
kompatibel sind. Dies muss jedoch nicht immer gegeben sein. Unter Umständen wird der
Einbau eines speziellen Leuchtenelements gewünscht, welches nicht systemkompatibel
ist. In der einfachsten Ausführung haben solche Leuchtenelemente keinen speziellen
Stecker an ihrer Anschlussleitung. Vielmehr müssen die Leiter der Anschlussleitung
einzeln, beispielsweise über Klemmkontakte oder Schraubkontakte an die Versorgungsleitung
angeschlossen werden.
[0007] Eine Anschluss- bzw. Verbindungsklemme für elektrische Geräte mit als Klemmkontakten
ausgebildeten Leiteranschlüssen ist aus der EP 0 327 703 B1 bekannt. Diese Anschluss-
bzw. Verbindungsklemme ist vorgesehen zum Anschluss beispielsweise von Leuchten, Herden,
Waschmaschinen oder dgl. an eine Versorgungsleitung.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen sicheren und flexibel einsetzbaren
Anschlussverbinder anzugeben.
[0009] Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst durch einen mehrpoligen elektrischen
Anschlussverbinder, insbesondere für ein Leuchtenband, der zumindest zwei Anschlusseinheiten
mit jeweils eigenen Leiteranschlüssen umfasst, wobei korrespondierende Leiteranschlüsse
der Anschlusseinheiten miteinander verbunden sind, und wobei die Leiteranschlüsse
der einen Anschlusseinheit ein zu den Leiteranschlüssen der anderen Anschlusseinheit
verschiedenes Kontaktierungssystem aufweisen.
[0010] Dieser Anschlussverbinder ist demnach nach Art eines Adapters mit zwei eigenständigen
Anschlusseinheiten ausgebildet, die untereinander leitend verbunden sind. Der wesentliche
Vorteil ist darin zu sehen, dass die beiden Anschlusseinheiten unterschiedliche Kontaktierungssysteme
aufweisen. Dies ermöglicht beispielsweise bei einem Leuchtenband, zwei unterschiedliche
Anschlusssysteme miteinander zu verbinden. Dadurch wird die Einsatzmöglichkeit und
Flexibilität des Anschlussverbinders deutlich erhöht.
[0011] In einer bevorzugten Ausbildung weist eine der Anschlusseinheiten als Kontaktierungssystem
ein Steckverbindersystem auf. Dieses weist dabei vorzugsweise für ein fehlerfreies
Anschließen Systemstecker auf, welche nach dem Prinzip von "plug and play" verwendet
werden. Die andere Anschlusseinheit weist als Kontaktierungssystem beispielsweise
ein herkömmliches Klemmkontaktsystem auf, welches zum Anschluss von Leuchtenelementen
herangezogen wird, die keinen Systemstecker aufweisen. Aufgrund der Ausgestaltung
der ersten Anschlusseinheit mit Systemsteckern ist eine schnelle und sichere Installation
der Versorgungsleitung ermöglicht. Alternativ können beispielsweise Leuchtenelemente
mit beliebigen Anschlussleitungen angeschlossen werden. Ein derartiger Anschlussverbinder
ermöglicht aber auch, von einem Systemstecker-System auf ein herkömmliches steckerfreies
System zu wechseln, d.h. ein Teil der Versorgungsleitung ist mit dem Stecksystem und
ein anderer Teil mit Hilfe eines herkömmlichen Klemmkontaktsystems oder auch mit einem
anderen Stecksystem ausgebildet.
[0012] Aus sicherheitstechnischen Gründen ist in einer vorteilhaften Ausgestaltung ein Schutzmechanismus
vorgesehen, der zwangsweise den Zugang zu zumindest einem Teil der Leiteranschlüsse
der einen Anschlusseinheit verhindert, wenn die zu diesen Leiteranschlüssen korrespondierenden
Leiteranschlüsse der anderen Anschlusseinheit belegt sind, und umgekehrt. Damit wird
verhindert, dass insbesondere die Steckerstifte bei einem Steckverbindersystem von
außen zugänglich sind, wenn der Anschlussverbinder an die Versorgungsleitung angeschlossen
ist, jedoch die Anschlusseinheit mit dem Steckverbindersystem nicht verwendet wird.
Denn aufgrund der Verbindung der Leiteranschlüsse der beiden Anschlusseinheiten stehen
in diesem Fall die Steckerstifte des Steckverbindersystems unter Spannung und bilden
somit eine Gefahrenquelle. Diese ist durch den Schutzmechanismus ausgeschaltet.
[0013] Der Schutzmechanismus verhindert also vorzugsweise den Zugang zu den Stekkerstiften
des Steckverbindersystems.
[0014] Für eine sichere Schutzwirkung und einfache Ausführbarkeit ist der Schutzmechanismus
als um eine Schwenkachse schwenkbewegliche Klappe ausgeführt, die entweder die Leiteranschlüsse
der ersten Anschlusseinheit oder die der zweiten Anschlusseinheit abdeckt.
[0015] In einer besonders zweckdienlichen Ausgestaltung weist die Klappe zwei Klappenteile
auf, die an der Schwenkachse mechanisch fest miteinander verbunden sind, wobei jedes
der Klappenteile jeweils zum Abdecken der Leiteranschlüsse einer der Anschlusseinheiten
dient.
[0016] Der Schutzmechanismus verhindert also automatisch den Zugang zu den nicht belegten
Leiteranschlüssen. Dies geschieht insbesondere dadurch, dass die Klappe von der Leitung,
die an die eine Anschlusseinheit angeschlossen ist, weggedrückt und dadurch automatisch
auf die abzudeckenden Leiteranschlüsse der anderen Anschlusseinheit zugeschwenkt wird.
[0017] Vorzugsweise ist eine Grundstellung für die Klappe vorgesehen, in der diese insbesondere
mittels Federkraft automatisch gehalten ist. Wird der Anschlussverbinder beispielsweise
hauptsächlich für ein Steckverbindersystem herangezogen, so gibt die Klappe die Leitungsanschlüsse
für das Steckverbindersystem in der Grundstellung frei, so dass bei der Montage nicht
jedesmal die Klappe umgelegt werden muss.
[0018] Vorzugsweise weist die Klappe zwei Verschlusspositionen für die beiden Anschlusseinheiten
auf, zwischen denen sie schwenkbar ist, wobei die Klappe in derjenigen Verschlussposition
gehalten ist, die sie jeweils einnimmt. Dadurch werden jeweils die nicht benötigten
Leiteranschlüsse sicher verschlossen.
[0019] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist alternativ zu der schwenkbaren Klappe eine
Schiebeklappe als Schutzmechanismus vorgesehen. Diese Schiebeklappe wird zweckdienlicherweise
in einer Führung eines Isoliergehäuses des Anschlussverbinders geführt. Die Schiebeklappe
zeichnet sich durch ihre besonders einfache und robuste Ausgestaltung aus, da sie
lediglich als ein einstückiges Bauteil ausgebildet ist und durch eine einfache Linearverschieblichkeit
die Schutzfunktion verwirklicht ist.
[0020] Vorzugsweise ist dabei die Schiebeklappe zumindest in einer ihrer beiden Endpositionen
durch eine Verrastung sicher gehalten. Damit ist ein versehentliches Freigeben der
von der Schiebeklappe abzudeckenden Leiteranschlüssen ausgeschlossen.
[0021] Vorzugsweise ist als Entriegelungsmöglichkeit für die Verrastung an der Schiebeklappe
ein Eingriff für ein Betätigungswerkzeug vorgesehen. Da die Verrastung lediglich mit
Hilfe eines Betätigungswerkzeugs aufhebbar ist, kann die Entriegelung nur bewußt,
also nicht versehentlich erfolgen. Das Betätigungswerkzeug ist beispielsweise ein
einfacher Schraubendreher, der in den vorzugsweise als Tasche ausgeführten Eingriff
eingeführt wird und den an der Verrastung teilnehmende Bereich der Schiebeklappe aus
der Raststellung herausführt.
[0022] In einer bevorzugten Ausgestaltung weist zumindest ein Teil der Leiteranschlüsse
zumindest einer der beiden Anschlusseinheiten einen überstehenden Leitereinführtrichter
auf, der als Widerlager für die Schiebeklappe zur Ausbildung der Verrastung dient.
Der Überstand des Leitereinführtrichters ist dabei bezogen auf die Schiebeklappe,
d.h. der Leitereinführtrichter steht in den Schiebeweg der Schiebeklappe über. Dadurch
wird durch Verschieben der Schiebeklappe in Schieberichtung die Verrastung automatisch
herbeigeführt. Zweckdienlicherweise erfolgt dabei die Verrastung auf Seiten derjenigen
Leiteranschlüsse, die von der Schiebeklappe nicht bedeckt sind.
[0023] Für eine einfache elektrische Verbindung der beiden Anschlusseinheiten miteinander
weist eine der Anschlusseinheiten Verbindungselemente auf, die mit ihren Leiteranschlüssen
verbunden sind, wobei auf diese Verbindungselemente die andere Anschlusseinheit mit
deren Leiteranschlüssen aufgesteckt ist. Die zweite Anschlusseinheit wird also einfach
auf die erste Anschlusseinheit aufgesteckt.
[0024] Vorzugsweise umfasst die eine Anschlusseinheit dabei ein Steckverbindersystem mit
Steckkontakten, die als Leiteranschlüsse eine Steckerbuchse und einen mit der Steckerbuchse
über ein Mittelteil verbundenen Steckerstift aufweisen, wobei das Verbindungselement
mit einem Fußteil am Mittelteil befestigt ist, insbesondere darin eingesteckt ist.
Das Verbindungselement hat zudem ein insbesondere nach Art eines Messerkontakts ausgebildetes
Steckelement, auf das die andere Anschlusseinheit aufgesteckt ist. Diese Ausgestaltung
ermöglicht eine einfache und insbesondere schnelle Verbindung der beiden Anschlusseinheiten
miteinander, da das gesamte Verbindungssystem nach Art eines Stecksystems ausgebildet
ist.
[0025] In einer bevorzugten Ausbildung ist die aus den beiden Anschlusseinheiten gebildete
Baueinheit in einer Montageöffnung eines Trägers, insbesondere in der Montageöffnung
eines Leuchtengehäuses, gehalten. Der Anschlussverbinder ist also zur unmittelbaren
Anordnung an dem jeweiligen Leuchtenelement, also dem elektrischen Verbraucher, vorgesehen.
[0026] In einer bevorzugten Weiterbildung weisen die Anschlusseinheiten jeweils einen Schutzleiteranschluss
auf, wobei der Träger mit den Schutzleiteranschlüssen über einen gemeinsamen Schutzleiterkontakt
verbunden ist. Die Verbindung erfolgt insbesondere automatisch bei der Montage, indem
der Schutzleiterkontakt am Anschlussverbinder befestigt ist und an den Träger gepresst
wird. Dies erlaubt eine einfache Montage.
[0027] Vorzugsweise weist der Schutzleiterkontakt dabei einen Steckstift und ein Kontaktelement
auf, wobei der Steckstift in den Schutzleiteranschluss einer der Anschlusseinheiten
eingesteckt ist, und wobei das Kontaktelement den Träger kontaktiert. Für einen sicheren
Kontakt mit dem Träger ist das Kontaktelement dabei vorzugsweise scharfkantig ausgebildet,
so dass bei der Montage das Kontaktelement eine eventuell vorhandene Lackschicht des
Trägers durchschneidet.
[0028] Für eine einfache Montage ist der Anschlussverbinder zweckdienlicherweise vom Innenraum
des Leuchtengehäuses her in die Montageöffnung einführbar. Da das Leuchtengehäuse,
beispielsweise das Leuchtengehäuse für die Deckenbeleuchtung eines Büroraums, in der
Regel mit den Einzelkomponenten vom Innenraum her bestückt wird, ist eine schnelle
Montage des Anschlussverbinders möglich. Insbesondere ist es nicht notwendig, das
Leuchtengehäuse während der Bestükkung mit den Einzelkomponenten zu wenden. Unter
Einzelkomponenten werden hierbei Leuchtelemente, beispielsweise Leuchtstoffröhren,
sowie Reflektorschirme und Sichtblenden oder dgl. verstanden.
[0029] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen jeweils in schematischen Darstellungen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Anschlussverbinders mit zwei Anschlusseinheiten,
wobei bei der einen nur das Kontaktsystem dargestellt ist,
- Fig. 2
- einen Anschlussverbinder in einer Vorderansicht,
- Fig. 3 u. 4
- den Anschlussverbinder gemäß Fig. 2 in einer Schnittansicht entlang seiner Längsachse
mit zwei unterschiedlichen Stellungen der Klappe,
- Fig. 5
- einen Anschlussverbinder in einer Rückansicht,
- Fig. 6 u. 7
- einen Steckkontakt mit Steckerstift und Steckbuchse in einer perspektivischen Ansicht
und in einer Schnittansicht,
- Fig. 8
- einen Ausschnitt aus der Rückansicht gemäß Fig. 5 in perspektivischer Darstellung
mit einem Schutzleiterkontakt,
- Fig. 9
- den Schutzleiterkontakt in einer perspektivischen Darstellung,
- Fig. 10
- eine weitere Ausführungsvariante eines Anschlussverbinders mit einer Schiebeklappe
als Schutzmechanismus in einer ersten Endposition, und
- Fig.11
- der Anschlussverbinder gemäß Fig. 10 mit der Schiebeklappe in einer zweiten Endposition.
[0030] In den Figuren sind gleichwirkende Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
[0031] Gemäß Fig. 1 umfasst ein Anschlussverbinder 2 eine erste Anschlusseinheit 4 sowie
eine zweite Anschlusseinheit 6, von der zur besseren Illustration lediglich das Innenleben
in Form eines Steckverbindersystems 8 zu erkennen ist. Der Anschlussverbinder 2 ist
insbesondere zum Anschluss von Leuchtenelementen an eine Versorgungsleitung eines
Leuchtenbands vorgesehen. Die beiden Anschlusseinheiten 4,6 bilden eine Baueinheit
und sind in einer Montageöffnung 10 eines Trägers 12 eingebracht, und insbesondere
darin verrastet. Die erste Anschlusseinheit 4 ist dabei oberhalb und die zweite Anschlusseinheit
6 ist unterhalb des Trägers 12 angeordnet.
[0032] Sowohl die erste Anschlusseinheit 4 als auch die zweite Anschlusseinheit 6 dienen
zum Anschluss einer mehrpoligen Leitung. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ist der
Anschlussverbinder 2 für eine dreipolige Leitung ausgebildet. Jede der beiden Anschlusseinheiten
4,6 weist eine Anzahl von Leiteranschlüssen 22 auf, die jeweils zum Anschluss eines
Leiters einer Leitung dienen. Zueinander korrespondierende Leiteranschlüsse 22 der
beiden Anschlusseinheiten 4,6 sind miteinander über ein Verbindungselement 23 elektrisch
verbunden.
[0033] Am Träger 12 ist ein Schutzmechanismus in Form einer um eine Schwenkachse 16 schwenkbeweglichen
Klappe 14 innerhalb der Montageöffnung 10 angeordnet. Seitlich an die Schwenkachse
16 schließt sich ein erstes Klappenteil 18 und ein zweites Klappenteil 20 an, die
miteinander mechanisch fest verbunden sind. Die Klappe 14 ist also einstückig ausgebildet.
Im Querschnitt gesehen ist die Klappe 14 mit ihren beiden Klappenteilen 18,20 stufenförmig
ausgebildet. Die Klappe 14 ist gegen ein Federelement 21 gelagert, welches im Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 1 als um die Schwenkachse 16 gewickelte Schenkelfeder ausgebildet ist.
[0034] Das Steckverbindersystem 8 der zweiten Anschlusseinheit 6 weist Steckkontakte 24
auf, die jeweils auf der einen Seite einen Steckerstift 26 und auf der gegegenüberliegenden
Seite eine Steckbuchse 28 umfassen. Sowohl der Steckerstift 26 als auch die Steckbuchse
28 bilden jeweils einen Leiteranschluss 22. Der Steckerstift 26 und die Steckbuchse
28 erstrecken sich in Richtung der Längsachse 30 des Anschlussverbinders 2 und sind
über ein Mittelteil 32 miteinander verbunden und bilden eine Baueinheit.
[0035] Die Steckkontakte 24 sind jeweils über eines der Verbindungselemente 23 mit den korrespondierenden
Leiteranschlüssen 22 der ersten Anschlusseinheit 4 verbunden. Die erste Anschlusseinheit
4 ist dabei vorzugsweise auf die Verbindungselemente 23 aufgesteckt.
[0036] Auf der der Klappe 14 abgewandten Rückseite 36 des Anschlussverbinders 2 ist ein
Schutzleiterkontakt 38 aus der ersten Anschlusseinheit 4 herausgeführt und kontaktiert
den Träger 12.
[0037] Der Träger 12 ist insbesondere Teil eines Lampen- oder Leuchtengehäuses, und der
Anschlussverbinder 2 ist insbesondere zum Anschluss eines Leuchtenelements vorgesehen.
Zur Montage eines Leuchtenbands, welches mehrere Leuchtelemente umfasst, wird an dem
Anschlussverbinder 2 jeweils eine eingehende Versorgungsleitung sowie eine abgehende
Versorgungsleitung an den dafür vorgesehenen Leiteranschlüssen 22 angeschlossen. Im
Falle der zweiten Anschlusseinheit 6 mit dem Steckverbindersystem 8 wird die eingehende
Versorgungsleitung an den Steckerstiften 26 und die abgehende Versorgungsleitung an
den Steckbuchsen 28 angeschlossen. Die Steckerstifte 26 sowie die Steckbuchsen 28
sind dabei jeweils als Teil eines Systemsteckers ausgebildet, welcher ein verwechslungsfreies
Anschließen sicherstellt. Dadurch wird eine schnelle und sichere Montage der Versorgungsleitung
sichergestellt.
[0038] An die Versorgungsleitung wird mit Hilfe des Anschlussverbinders 2 eine Anschlussleitung
des Leuchtenelements angeschlossen, über die das Leuchtenelement mit Strom versorgt
wird. Weist die Anschlussleitung einen zum Steckverbindersystem 8 der zweiten Anschlusseinheit
6 passenden Systemstecker auf, so wird sie an die zweite Anschlusseinheit 6 angeschlossen.
Hierzu ist beispielsweise ein vom Mittelteil 32 abgehender Abzweigkontakt vorgesehen,
wie er beispielsweise für den aus der DE 94 14 984 U1 bekannten T-förmigen Steckverbinder
vorgesehen ist.
[0039] Der wesentliche Vorteil des Anschlussverbinders 2 sind seine unterschiedlichen Kontaktierungssysteme,
nämlich das Steckverbindersystem 8 der zweiten Anschlusseinheit 6 und ein weiteres
Kontaktierungssystem, beispielsweise ein Klemmkontaktsystem 40 (vgl. Fig. 3 und 4)
der ersten Anschlusseinheit 4. Die unterschiedlichen Kontaktierungssysteme 8,40 ermöglichen
nämlich in vorteilhafter Weise auch den Anschluss einer Anschlussleitung ohne einen
zum Steckverbindersystem 8 passenden Systemstecker. In einfachster Ausführung erfolgt
der Anschluss des Leuchtenelements über eine Klemmkontaktierung an der ersten Anschlusseinheit
4.
[0040] Neben dem Anschluss von Leuchtenelementen mit unterschiedlichen Anschlusssystemen
ist es mit dem Anschlussverbinder 2 zudem möglich, von einem Anschlusssystem auf ein
anderes Anschlusssystem zu wechseln. Innerhalb eines Leuchtenbands kann daher von
einem Steckverbindersystem auf ein Klemmkontaktsystem gewechselt werden. Dies erhöht
die Einsatzmöglichkeit des Anschlussverbinders 2 erheblich. Er ist daher sehr flexibel
und universell einsetzbar.
[0041] Weitere Details und Einzelheiten des Anschlussverbinders 2 werden im Folgenden anhand
der Figuren 2 bis 9 näher erläutert.
[0042] Aus der Vorderansicht des Anschlussverbinders 2 nach Fig. 2 ist deutlich zu erkennen,
dass der Träger 12 den Anschlussverbinder 2 etwa in seiner Mitte in die erste Anschlusseinheit
4 und die zweite Anschlusseinheit 6 unterteilt. Die erste Anschlusseinheit 4 weist
an der Vorderseite 42 jeweils paarweise Leiteranschlüsse 22A,22B auf, wobei jeweils
der eine der Leiteranschlüsse 22A für den Anschluss einer eingehenden und der andere
der Leiteranschlüsse 22B für den Anschluss einer ausgehenden Leitung vorgesehen ist.
[0043] Die Ausbildung der Klappe 14 ist insbesondere in den Schnittbildern gemäß Fig. 3
und Fig. 4 zu erkennen, wobei diese einen Schnitt entlang der Längsachse 30 durch
den Anschlussverbinder 2 angeben. Fig. 3 ist dabei ein Schnitt entlang der Linie III-III
gemäß Fig. 2 und zeigt die Klappe 14 in der Position, in der sie die Leiteranschlüsse
22, insbesondere die Steckerstifte 26, der zweiten Anschlusseinheit 6 verschließt.
Aus den Schnittbildern ist sehr gut die mehrfach geknickte Ausbildung der Klappe 14
zu entnehmen, deren beide Klappenteile 18,20 über die Schwenkachse 16 fest miteinander
verbunden sind. Das Federelement 21 sorgt insbesondere dafür, dass die Klappe 14 in
ihrer jeweiligen Verschlussposition gehalten wird, sobald ein Leiter an der ersten
bzw. zweiten Anschlusseinheit 4,6 angeschlossen ist. Die Klappe 14 wird dabei vorzugsweise
in der oberen Verschlussstellung in einer Grundeinstellung gehalten, in der sie die
Leiteranschlüsse 22 der ersten Anschlusseinheit überdeckt, so dass das Steckverbindersystem
zugänglich ist.
[0044] In der Schnittdarstellung ist die Ausbildung der ersten Anschlusseinheit 4 mit einem
Klemmkontaktsystem 40 zu entnehmen. Der jeweilige Leiter wird über eine Anschlussbuchse
44 in einen Klemmraum 46 geführt und dort über eine - hier nicht ersichtliche - Klemmfeder
gehalten. Mit Hilfe eines auf den Klemmkontakt wirkenden Schwenkhebels 48 kann der
Leiter wieder gelöst werden.
[0045] Das Steckverbindersystem 8 der zweiten Anschlusseinheit 6 ist in einem Isoliergehäuse
50 angeordnet. Dieses weist eine untere Abdeckplatte 52 mit Rastnasen 54 auf, in die
ein Systemstecker einer Anschluss- oder Versorgungsleitung einrastbar ist. In ihrer
Mitte weist die Abdeckplatte 52 eine Öffnung 56 auf, an die beispielsweise ein Abzweigkontakt
für die Abzweigleitung zu einem Leuchtenelement angeschlossen wird.
[0046] Der Aufbau der Steckkontakte 24 ist am besten aus den Fig. 6 und 7 zu entnehmen.
Insbesondere ist zu erkennen, dass das Mittelteil 32 eine zentrale Bohrung 68 aufweist,
in die das Verbindungselement 23 mit einem Fußteil 70 eingesteckt ist. An seinem dem
Fußteil 70 gegenüberliegenden Ende weist das Verbindungselement 23 ein nach Art eines
Messerkontakts ausgebildetes Steckelement 72 auf, welches von unten zumindest mittelbar
in den zugeordneten Leiteranschluss 22 der ersten Anschlusseinheit 4 eingesteckt wird.
[0047] Aus der Ansicht auf die Rückseite 36 des Anschlussverbinders 2 gemäß Fig. 5 ist zu
entnehmen, dass die erste Anschlusseinheit 4 an ihrer Rückseite 36 Klemmstellen 58
zum inneren Verdrahten der Lampe aufweist. Die Klemmstellen 58 stehen mit den an der
Vorderseite 42 zugänglichen Leiteranschlüssen 22 in Verbindung. Die mittleren Leiteranschlüsse
22 sowohl der ersten als auch der zweiten Anschlusseinheit 4,6 sind als Schutzleiteranschlüsse
60 ausgebildet. Die Schutzleiteranschlüsse 60 sind über den gemeinsamen Schutzleiterkontakt
38 mit dem Träger 12 leitend verbunden.
[0048] Aus der ausschnittsweisen Darstellung der Rückseite 36 nach Fig. 8 und der perspektivischen
Ansicht des Schutzleiterkontakts 38 nach Fig. 9 ist zu entnehmen, dass dieser einen
Steckstift 62 und ein Kontaktelement 64 aufweist. Der Schutzleiterkontakt 38 wird
mit dem Steckstift 62 in die Klemmstelle 58 des Schutzleiteranschlusses 60 der ersten
Anschlusseinheit 4 einfach eingesteckt. Das Kontaktelement 64 weist zwei abgewinkelte
Seitenteile 66 auf, die scharfkantig ausgebildet sind und ggf. eine Lackschicht am
Träger 12 für eine sichere Kontaktierung durchschneiden.
[0049] Gemäß einer alternativen Ausgestaltung des Anschlussverbinders 2 ist eine Schiebeklappe
80 als Schutzmechanismus vorgesehen. Die Schiebeklappe 80 ist dabei in einer Führung
82 senkrecht zur Längsachse 30 in einer Schieberichtung 81 verschieblich gehalten.
Die Führung 82 ist durch eine Aussparung im Isoliergehäuse 50 gebildet. Die Schiebeklappe
80 ist auf derjenigen Seite des Anschlussverbinders 2 angeordnet, auf der die Steckerstifte
26 der zweiten Anschlusseinheit 6 angeordnet sind. Das Innenleben des Anschlussverbinders
2 gemäß den Figuren 10 und 11 ist wie das Innenleben des Anschlussverbinders 2 gemäß
den Figuren 1 bis 5 ausgebildet.
[0050] Die Schiebeklappe 80 weist an ihrem einen Ende einen Hebel 84 sowie einen Eingriff
86 auf. Der Hebel 84 dient zur einfachen Betätigung der Schiebeklappe 80. Der Eingriff
86 ist gebildet durch eine Ausnehmung in einem Rastblock 88. Seitlich neben dem Rastblock
88 sind Schlitze vorgesehen, wodurch der Rastblock 88 in Längsrichtung 30 eine elastische
Beweglichkeit aufweist. Mit dem Rastblock 88 wirken in einer Verriegelungsstellung
der Schiebeklappe 80 Leitereinführtrichter 92 zusammen, die am Isoliergehäuse 50 der
ersten Anschlusseinheit 4 die den Leiteranschlüssen 22 zugeordneten Einführöffnungen
94 umgeben. Die Leitereinführtrichter 92 bilden einen Überstand auf der die Einführöffnungen
94 umgebenden planen Seitenwand 96 des Isoliergehäuses 50. Die Leitereinführtrichter
92 sind zu der Seitenwand 96 geneigt ausgebildet, so dass der durch Sie gebildete
Überstand in Schieberichtung 81 von der ersten Anschlusseinheit 4 zu der zweiten Anschlusseinheit
6 zunimmt. Durch den schrägen Verlauf ist ein Verschieben der Schiebeklappe 80 zur
zweiten Anschlusseinheit 6 hin einfach möglich. Sobald der Rastblock 88 über die Leitereinführtrichter
92 geschoben ist, schnappt der Rastblock 88 hinter die Leitereinführtrichter 92 und
bildet mit diesen eine als Hintergriff ausgebildete Verrastung. Zur Entriegelung dieser
Verrastung wird ein Betätigungswerkzeug, beispielsweise ein Schraubendreher, in den
Eingriff 86 geführt, und der Rastblock 88 aus der hintergreifenden Stellung herausgebogen,
so dass die Schiebeklappe 80 wieder in Richtung auf die erste Anschlusseinheit 4 verschoben
werden kann. Die Dimensionen der Schiebeklappe 80 in Relation zu den Leitereinführtrichtern
92 sind dabei derart gewählt, dass die Verrastung ausgebildet wird, sobald die Schiebeklappe
80 in ihrer Endposition ist, in der sie die Steckerstifte 26 vollständig überdeckt.
[0051] Der Anschlussverbinder 2 ist weiterhin derart ausgebildet, dass er in Schieberichtung
81 mit der zweiten Anschlusseinheit 6 voraus in den Träger 12 (in den Figuren 10 und
11 nicht dargestellt) eingeschoben wird. Hierzu ist zum einen das Isoliergehäuse 50
mit einem zwischen die beiden Anschlusseinheiten 4 und 6 in einer gedachten Trennebene
liegenden und umlaufenden Anschlag 98 versehen, über den sich der Anschlussverbinder
2 am Träger 12 abstützt. Weiterhin ist seitlich am Isoliergehäuse 50 ein eine Haltefeder
100 aufweisendes Halteelement 102 vorgesehen. Die Haltefeder 100 ist nach außen vom
Anschlussverbinder 2 weggewölbt und bildet in der Montageendstellung mit dem Träger
12 einen Hintergriff, so dass der Anschlussverbinder 2 sicher im Träger 12 gehalten
ist. Durch das Halteelement 102 und den Anschlag 98 ist also eine Montagerichtung
vorgegeben. Der Träger 12 ist dabei vorzugsweise eine Gehäusewand eines Leuchtengehäuses.
Zweckdienlicherweise ist die zweite Anschlusseinheit 6 in der Montageendstellung außerhalb
des Leuchtengehäuses angeordnet, so dass durch einfache Steckverbindung mehrere Lampen
miteinander verbunden werden können. Vom Innenraum des Leuchtengehäuses her ist daher
die erste Anschlusseinheit 4 zugänglich, die beispielsweise zum Anschluss der im Innenraum
angebrachten Leuchtelemente dient. Das Leuchtengehäuse ist typischerweise nach Art
einer Aufnahmewanne ausgebildet, in deren Innenraum die einzelnen Elemente, wie Leuchtelemente,
Reflektoren und Sichtblenden sowie der Anschlussverbinder 2 angeordnet sind.
[0052] Das Halteelement 102 weist neben der Haltefeder 100 ein als Schutzkontakt ausgebildetes
Kontaktteil 104 auf. Das Kontaktteil 104 umfasst hierzu zwei nach außen gerichtete
und in Schieberichtung 81 angespitze Schneidelemente 106. Diese schneiden bei der
Montage des Anschlussverbinders 2 in den Träger 12 ein, und bewirken mit diesem eine
sichere elektrische Kontaktierung. Das Kontaktteil 104 steht mit den Schutzleiteranschlüssen
60 elektrisch leitend in Verbindung. Vorzugsweise sind am Anschlussverbinder 2 beidseitig
Halteelemente 102 vorgesehen, die miteinander verbunden sind und insbesondere als
ein einstückiges Stanzbiegeteil ausgeformt sind. Die Kontaktierung mit den Schutzleiteranschlüssen
60 erfolgt über das Verbindungselement 23 und dem daran angeformten Steckelement 72,
wie sie beispielsweise den Figuren 6 und 7 zu entnehmen sind. Das Halteelement 102
erfüllt also eine Doppelfunktion. Es dient nämlich einerseits zur Befestigung des
Anschlussverbinders 2 in der Montageöffnung 10 des Trägers 12 (vgl. Fig.1) und dient
zugleich andererseits zur Ausbildung einer elektrisch leitenden Verbindung mit dem
Träger 12 als Schutzkontakt. Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist die letztgenannte
Funktion durch den Schutzleiterkontakt 38 verwirklicht.
Bezugszeichenliste
[0053]
- 2
- Anschlussverbinder
- 4
- erste Anschlusseinheit
- 6
- zweite Anschlusseinheit
- 8
- Steckverbindersystem
- 10
- Montageöffnung
- 12
- Träger
- 14
- Klappe
- 16
- Schwenkachse
- 18
- erstes Klappenteil
- 20
- zweites Klappenteil
- 21
- Federelement
- 22,22A,22B
- Leiteranschlüsse
- 23
- Verbindungselement
- 24
- Steckerkontakt
- 26
- Steckerstift
- 28
- Steckbuchse
- 30
- Längsachse
- 32
- Mittelteil
- 36
- Rückseite
- 38
- Schutzleiterkontakt
- 40
- Klemmkontaktsystem
- 42
- Vorderseite
- 44
- Anschlussbuchse
- 46
- Klemmraum
- 48
- Schwenkhebel
- 50
- Isoliergehäuse
- 52
- Abdeckplatte
- 54
- Rastnasen
- 56
- Öffnung
- 58
- Klemmstellen
- 60
- Schutzleiteranschluss
- 62
- Steckstift
- 64
- Kontaktelement
- 66
- Seitenteile
- 68
- Bohrung
- 70
- Fußteil
- 72
- Steckelement
- 80
- Schiebeklappe
- 81
- Schieberichtung
- 82
- Führung
- 84
- Hebel
- 86
- Eingriff
- 88
- Rastblock
- 92
- Leitereinführtrichter
- 94
- Einführöffnung
- 96
- Seitenwand
- 98
- Anschlag
- 100
- Haltefeder
- 102
- Halteelement
- 104
- Kontaktteil
- 106
- Schneidelement
1. Mehrpoliger elektrischer Anschlussverbinder (2), insbesondere für ein Leuchtenband,
dadurch gekennzeichnet,
dass er zumindest zwei Anschlusseinheiten (4,6) mit jeweils eigenen Leiteranschlüssen
(22) umfasst, wobei korrespondierende Leiteranschlüsse (22) der Anschlusseinheiten
(4,6) miteinander verbunden sind, und wobei die Leiteranschlüsse (22,26,28) der einen
Anschlusseinheit (6) ein zu den Leiteranschlüssen (22) der anderen Anschlusseinheit
(4) verschiedenes Kontaktierungssystem (8,40) aufweisen.
2. Anschlussverbinder (2) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine der Anschlusseinheiten (6) als Kontaktierungssystem ein Steckverbindersystem
(8) aufweist.
3. Anschlussverbinder (2) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Schutzmechanismus (14) vorgesehen ist, der zwangsweise den Zugang zu zumindest
einem Teil der Leiteranschlüsse (22,26) der einen Anschlusseinheit (6) verhindert,
wenn die zu diesen Leiteranschlüssen (22,26) korrespondierenden Leiteranschlüsse der
anderen Anschlusseinheit (4) belegt sind, und umgekehrt.
4. Anschlussverbinder (2) nach Anspruch 3 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schutzmechanismus (14) den Zugang zu Steckerstiften (26) des Steckverbindersystems
(8) verhindert.
5. Anschlussverbinder (2) nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schutzmechanismus als um eine Schwenkachse (16) schwenkbewegliche Klappe (14)
ausgeführt ist.
6. Anschlussverbinder (2) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Klappe (14) zwei Klappenteile (18,20) aufweist, die an der Schwenkachse mechanisch
fest miteinander verbunden sind, wobei jedes der Klappenteile (18,20) jeweils zum
Abdecken der Leiteranschlüsse (22,26) einer der Anschlusseinheiten (4,6) dient.
7. Anschlussverbinder (2) nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Grundstellung für die Klappe (14) vorgesehen ist, in der diese insbesondere
mittels Federkraft automatisch gehalten ist.
8. Anschlussverbinder (2) nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Klappe (14) zwischen zwei Verschlusspositionen für die beiden Anschlusseinheiten
(4,6) schwenkbar ist, wobei die Klappe (14) in derjenigen Verschlussposition gehalten
ist, die sie jeweils einnimmt.
9. Anschlussverbinder (2) nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schutzmechanismus als eine Schiebeklappe (80) ausgebildet ist.
10. Anschlussverbinder (2) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schiebeklappe (80) zumindest in einer ihrer beiden Endpositionen durch eine Verrastung
sicher gehalten ist.
11. Anschlussverbinder (2) nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass als Entriegelungsmöglichkeit für die Verrastung die Schiebeklappe (80) einen Eingriff
(86) für ein Betätigungswerkzeug aufweist.
12. Anschlussverbinder nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein Teil der Leiteranschlüsse (22) zumindest einer der Anschlusseinheiten
(6) einen überstehenden Leitereinführtrichter (92) aufweist, der als Widerlager für
die Schiebeklappe (80) zur Ausbildung der Verrastung dient.
13. Anschlussverbinder (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine der Anschlusseinheiten (6) Verbindungselemente (23) aufweist, die mit den Leiteranschlüssen
(22,26,28) dieser einen Anschlusseinheit (6) jeweils leitend verbunden sind, und auf
die die andere Anschlusseinheit (4) mit deren Leiteranschlüssen (22) aufgesteckt ist.
14. Anschlussverbinder (2) nach Anspruch 13 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Steckverbindersystem (8) Steckkontakte (24) aufweist, die als Leiteranschlüsse
(22) eine Steckerbuchse (28) und einen mit der Steckerbuchse (28) über ein Mittelteil
(32) verbundenen Steckerstift (26) aufweisen, wobei das Verbindungselement (23) mit
einem Fußteil (70) am Mittelteil (32) befestigt ist, insbesondere darin eingesteckt
ist und ein insbesondere nach Art eines Messerkontakts ausgebildetes Steckelement
(72) hat, auf das die andere Anschlusseinheit (4) aufgesteckt ist
15. Anschlussverbinder (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Anschlusseinheiten (4,6) in einer Montageöffnung (10) eines Trägers (12),
insbesondere in der eines Leuchtengehäuses, gehalten sind.
16. Anschlussverbinder (2) nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anschlusseinheiten (4,6) jeweils einen Schutzleiteranschluss (60) aufweisen,
wobei der Träger (12) mit den Schutzleiteranschlüssen (60) über einen gemeinsamen
Schutzleiterkontakt (38) verbunden ist.
17. Anschlussverbinder (2) nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schutzleiterkontakt (38) einen Steckstift (62) und ein Kontaktelement (64) aufweist,
wobei der Steckstift (62) in den Schutzleiteranschluss (60) einer der Anschlusseinheiten
(6) eingesteckt ist, und wobei das Kontaktelement (64) den Träger (12) kontaktiert.
18. Anschlussverbinder (2) nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kontaktelement (64) scharfkantig ausgebildet ist.
19. Anschlussverbinder nach einem der Ansprüche 15 bis 18,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Träger (12) eine Gehäusewand eines Leuchtengehäuses ist, und dass die beiden
Anschlusseinheiten zur Montage vom Innenraum des Leuchtengehäuses in die Montageöffnung
ausgebildet sind.