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EP 0 864 712 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.11.2001 Patentblatt 2001/46 |
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Anmeldetag: 25.02.1998 |
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Bodenbelag mit Schalldämmatte
Floor covering with sound insulating mat
Revêtement de sol avec une nappe isolante acoustique
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FI FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
11.03.1997 CH 57097
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.09.1998 Patentblatt 1998/38 |
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Patentinhaber: Per Akustik AG |
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8304 Wallisellen (CH) |
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Erfinder: |
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- Stadtmann, Hans
CH-8706 Meilen (CH)
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Vertreter: Rottmann, Maximilian R. |
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c/o Rottmann, Zimmermann + Partner AG
Glattalstrasse 37 8052 Zürich 8052 Zürich (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
US-A- 3 652 360
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US-A- 4 803 112
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 015, no. 199 (M-1115), 22. Mai 1991 & JP 03 051474
A (MATSUSHITA ELECTRIC WORKS LTD), 5. März 1991
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die erfindung betrifft einen Bodenbelag.
[0002] Wenn nachfolgend verallgemeinernd von Laminatböden gesprochen wird, so sind darunter
Bodenbeläge zu verstehen, die aus hochverdichteten Spanplatten hergestellt sind und
zumindest auf der Oberseite eine Beschichtung und/oder ein Furnier aufweisen. Die
Höhe solcher Laminatböden beträgt im allgemeinen zwischen 6 und 8 mm. Neben vielen
Vorteilen weisen solche Laminatböden den Nachteil auf, dass beim Begehen laute Gehgeräusche
entstehen. Dies wirkt sich insbesondere in grossen und stark frequentierten Räumen
sehr negativ aus.
[0003] Die Ursache dafür lassen sich vereinfacht ausgedrückt folgendermassen erklären:
Laminatbodenelemente sind leicht und wegen ihres verdichteten Aufbaus sehr steif und
hart. Bei direkter Schritt-Anregung, speziell mit harten Absätzen, erzeugen sie im
jeweiligen Raum -Senderaum- einen hohen, durch die Luft übertragenen Schallpegel,
dessen Frequenz in einem subjektiv als äusserst unangenehm empfundenen Bereich liegt.
[0004] Auch die Verwendung von Unterlagen wie beispielsweise Kork, Filz und dergleichen
bringt keine nennenswerte Verbesserung, da solche Unterlagen zwar die Schallübertragung
zwischen Bodenbelag und Boden dämpfen, den Schallpegel -Luftschallübertragung- im
eigentlichen Senderaum jedoch kaum heruntersetzen.
[0005] Aus der US-A-3 652 360 ist ein Verfahren zum Herstellen von schalldämmenden Sandwichelementen
unter Verwendung von Schwerstoffen in einer viskoelastischen Matrix als Kernmaterial
bekannt. Die nach dem Verfahren hergestellten Sandwichelemente weisen zwei harte Seitenteile
auf, die das weiche Kernmaterial umschliessen. Derartige Sandwichelemente werden als
Wand-, Decken- oder Bodenelemente ausgeführt und werden zur Luftschalldämmung eingesetzt,
indem mit ihnen fremdgenerierter Luftschall absorbiert wird.
[0006] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, einen steifen Bodenbelag derart auszugestalten,
dass die Schallabstrahlung im Senderaum massgeblich vermindert werden kann.
[0007] Diese Aufgabe wird durch einen Bodenbelag mit einer durch eine oder mehrere Schalldämmatte(n)
gebildeten Unterseite gelöst, wobei die Schalldämmatte(n) mit den im Anspruch 1 in
Kombination angeführten Merkmalen versehen ist.
[0008] Vesuche mit einem Bodenbelag, dessen Unterseite durch eine oder mehrere Schalldämmatte(n)
gebildet ist, welch letztere aus einem flexiblen, thermoplastischen Kunststoff mit
viskoelastischem Verhalten oder einem Naturstoff mit gleichartigem Verhalten gefertigt
ist/sind und eine Dicke von 2.lmm und eine Dichte von 2.4g/cm
3 aufweist/aufweisen, haben eine Schallpegelreduktion im Senderaum von 3 dB (A) bewirkt.
[0009] Bevorzugte Ausführungen des Bodenbelags sind in den abhängigen Ansprüchen 2 bis 7
umschrieben.
[0010] Anhand der Figur 1 soll nachfolgend ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung
näher erläutert werden.
[0011] Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch einen Laminatboden 2 der aus einer Vielzahl
von mittels Nut 3 und Kamm 4 zusammengefügten Laminatbodenelementen 2A besteht. Auf
der Unterseite jedes Laminatbodenelements 2A ist eine Schalldämmatte 1 vollflächig
verklebt angebracht. Um die Schalldämmatten 1 einfach und schnell am jeweiligen Laminatbodenelement
2A anbringen zu können, sind diese einseitig mit einer Selbstklebeschicht versehen,
welche mit einer abziehbaren Folie bedeckt ist. Vorzugsweise werden die Schalldämmatten
1 in Formaten gefertigt, die auf die Grössen der Laminatbodenelemente 2A abgestimmt
sind, wobei die Schalldämmatten 1 sowohl in der Breite wie auch in der Länge vorzugsweise
um einige Millimeter kürzer, bzw. schmaler als das jeweilige Laminatbodenelement 2A
sind. Diese Gestaltung vereinfacht das Aufkleben, ohne dass dabei nennenswerte Nachteile
bezüglich der Schalldämmung in Kauf genommen werden müssten.
[0012] Die Schalldämmatte 1 ist aus einem flexiblen, thermoplastischen Kunststoff mit viskoelastischem
Verhalten gefertigt, wobei unter viskoelastischem Verhalten ein Deformationsverhalten
verstanden wird, bei dem sowohl eine zähplastische wie auch eine elastische Verformung
beteiligt ist. Dieses Verhalten wird oft auch mit -innerer Dämpfung- umschrieben.
Anstelle eines thermoplastischen Kunststoffes kann auch ein Naturstoff mit gleichartigem
Deformationsverhalten, z.B. modifiziertes Bitumen, verwendet werden. Die Dichte der
Schalldämmatte 1 sollte zumindest 2g/cm
3 betragen. Durch das relativ hohe, spezifische Gewicht braucht die Schalldämmatte
1 nicht sehr hoch zu sein. In der Regel genügt eine Höhe von ca. 2 mm, um eine Schallpegelreduktion
im Senderaum in der Grössenordnung von 3dB(A) zu erreichen. Dies ist insofern wichtig,
als dass die Gesamthöhe des Bodenbelags -Laminatbodenelement 2A plus Schalldämmatte
1- in der Regel 10mm nicht überschreiten sollte.
[0013] Die Schalldämmatte ist aus einem EVA-Kunststoff - Ethylen/Vinylacetat-Copolymer-
gefertigt. Als Grundmischung sind 10 bis 40 Gewichtsprozent eines Ethylen/Vinylacetat-Mischpolymeres
vorgesehen, wobei der Vinylacetatanteil 10 bis 45 Gewichtsprozent der Grundmischung
ausmacht. Vorzugsweise enthält die Grundmischung zudem zwischen 60 und 90 Gewichtsprozent
Füllstoffe mit einer Dichte von zumindest 2,5g/cm
3.
[0014] Die übrigen Daten der Schalldämmatte sehen wie folgt aus:
| Wärmeleitfähigkeit |
> 0,3 W/mK |
| Druckfestigkeit |
ca. 30 N/cm2 |
| Shore A-Härte |
80-90 |
| Wasserdampfdiff.-Widerstandsfaktor µ |
ca. 40'000 |
| Brandkennziffer |
5,3 |
[0015] Unter Laminatbodenelement wird im allgemeinen Sprachgebrauch ein aus hochverdichteten
Spanplatten hergestelltes Element bezeichnet, das zumindest auf der Oberseite -Gehfläche-
beschichtet und/oder mit einem Furnier versehen ist. Die Dicke derartiger Laminatbodenelemente
beträgt im allgemeinen zwischen 6 und 8 mm. Da solche Laminatbodenelemente relativ
leicht und dabei sehr hart sind, eignet sich die erfindungsgemässe Schalldämmatte
1 insbesondere zur Verwendung mit derartigen Bodenbelägen. Allerdings kann die beschriebene
Schalldämmatte natürlich auch zusammen mit beliebig anderen, steifen Bodenbelägen
eingesetzt werden.
[0016] Anstelle von Schalldämmatten die nachträglich an die einzelnen Laminatbodenelemente
angeklebt werden, ist es durchaus denkbar, dass derartige Schalldämmatten bei der
Herstellung der Laminatbodenelemente in einem zusätzlichen Arbeitsgang direkt aufgebracht
-verklebt- werden.
1. Bodenbelag mit einer durch eine oder mehrere Schalldämmatte(n) (1) gebildeten Unterseite,
wobei die Schalldämmatte(n) (1) aus einem flexiblen, thermoplastischen Kunststoff
mit viskoelastischem Verhalten oder einem Naturstoff mit gleichartigem Verhalten gefertigt
ist/sind, und wobei die Schalldämmatte(n) (1) eine Dicke zwischen 1 und 3 mm und eine
Dichte von zumindest 2g/cm3 aufweist/aufweisen.
2. Bodenbelag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalldämmatte(n) (1) vollflächig verklebt ist/sind.
3. Bodenbelag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundmischung der Schalldämmatte(n) (1) 10 bis 40 Gewichtsprozent eines Ethylen/Vinylacetat-Mischpolymers
enthält.
4. Bodenbelag nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundmischung der Schalldämmatte(n) (1) einen Vinylacetatanteil von 10 bis 45
Gewichtsprozent aufweist.
5. Bodenbelag nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundmischung der Schalldämmatte(n) (1) zwischen 60 und 90 Gewichtsprozent Füllstoffe
enthält.
6. Bodenbelag nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Füllstoffe eine Dichte von zumindest 2,5 g/cm3 aufweisen.
7. Bodenbelag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalldämmatte(n) (1) eine Wärmeleitfähigkeit von zumindest 0,3 W/mK aufweist
bzw. aufweisen.
1. Floorcovering with a lower side formed by one or more sound-deadening mats (1), where
the sound-deadening mat(s) (1) has/have been manufactured from a flexible thermoplastic
with viscoelastic behaviour or from a naturally occurring material with the same type
of behaviour, and where the sound-deadening mat(s) (1) has/have a thickness of from
1 to 3 mm and a density of at least 2 g/cm3.
2. Floorcovering according to Claim 1, characterized in that the sound-deadening mat(s) (1) has/have been adhesively bonded over the entire surface.
3. Floorcovering according to Claim 1 or 2, characterized in that the base-compound for the sound-deadening mat(s) (1) comprises from 10 to 40% by
weight of an ethylene-vinyl acetate copolymer.
4. Floorcovering according to Claim 3, characterized in that the base-compound for the sound-deadening mat(s) (1) has a vinyl acetate content
of from 10 to 45% by weight.
5. Floorcovering according to Claim 3 or 4, characterized in that the base-compound for the sound-deadening mat(s) (1) comprises from 60 to 90% by
weight of fillers.
6. Floorcovering according to Claim 5, characterized in that the fillers have a density of at least 2.5 g/cm3.
7. Floorcovering according to any of the preceding claims, characterized in that the sound-deadening mat(s) (1) has/have a thermal conductivity of at least 0.3 W/mK.
1. Revêtement de sol avec une face inférieure formée d'un ou plusieurs mats insonorisants
(1), où le (les) mat(s) insonorisant(s) (1) est(sont) constitué(s) d'une matière plastique
flexible, thermoplastique avec un comportement viscoélastique ou une matière naturelle
avec un comportement similaire et où le (les) mat(s) insonorisant(s) (1) présente(nt)
une épaisseur comprise entre 1 et 3 mm et une masse spécifique d'au moins 2 g/cm3.
2. Revêtement de sol selon la revendication 1, caractérisé en ce que le (les) mat(s) insonorisant(s) (1) est(sont) entièrement collé(s).
3. Revêtement de sol selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le mélange de base du (des) mat(s) insonorisant(s) (1) contient 10 à 40% en poids
d'un copolymère éthylène/acétate de vinyle.
4. Revêtement de sol selon la revendication 3, caractérisé en ce que le mélange de base du (des) mat(s) insonorisant(s) (1) présente une quantité d'acétate
de vinyle de 10 à 45% en poids.
5. Revêtement de sol selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en du (des) mat(s) insonorisant(s) (ou des mats insonorisants (1) contient de 60
à 90% en poids de charge.
6. Revêtement de sol selon la revendication 5, caractérisé en ce que la charge présente une masse spécifique d'au moins 2,5 g/cm3.
7. Revêtement de sol selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le (les) mat(s) insonorisant(s) (1) présente(nt) une conductibilité thermique d'au
moins 0,3 W/mK.
