[0001] Die Erfindung betrifft einen Mühlensichter, insbesondere einen Wälzmühlensichter,
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus der DE 36 17 746 A1 ist eine Wälzmühle mit einem aufgesetzten Sichter bekannt,
welcher einen feststehenden Leitklappenkranz und einen konzentrisch dazu angeordneten,
rotierenden Lamellensichtkorb aufweist. Zwischen dem Sichtergehäuse und dem Leitklappenkranz
ist ein zylindrischer Ringraum ausgebildet, welcher zu einer Geschwindigkeitserhöhung
des mit dem zu sichtenden Mahlgut beladenen Fluids führen soll. Die feststehenden
Leitklappen des Leitklappenkranzes sind zur tangentialen Anströmung des rotierenden
Lamellensichtkorbes in Drehrichtung und die Lamellen des Sichtkorbes in Gegenrichtung
angestellt, wodurch das Sichtergebnis verbessert werden soll. Durch den vor dem Leitklappenkranz
ausgebildeten Ringraum, der nach unten bis in die Mühle hinein mittels eines Doppelmantels
verlängert werden kann, und die damit erreichbare Geschwindigkeitserhöhung des Fluids
soll sich die Anströmung des Leitklappenkranzes über die gesamte Höhe vergleichmäßigen
und ein vorzeitiges Ausfallen grober Grieße verhindert werden.
[0003] Aus der EP 0 204 412 B1 ist ein Mühlensichter bekannt, dessen rotierender Lamellensichtkorb
von einem einstellbaren Leitschaufelsystem konzentrisch umgeben ist. Das Leitschaufelsystem
besteht aus zwei oder mehr Leitschaufelsätzen, welche übereinander auf stationären
Ringen angeordnet und unabhängig voneinander verstellbar sind.
[0004] Der bei den vorgenannten Mühlensichtern verwendete Lamellen- oder Leistenrotor weist
in der Regel eine Leistenzahl auf, welche mindestens doppelt so hoch ist wie bei den
Standardsichtern, welche einen konusförmigen Leistenrotor mit an einem Doppelkonusrotor
angeschraubten, schräggestellten Sichtleisten aufweisen.
[0005] Zur Reduzierung der damit verbundenen, relativ hohen Herstellungskosten wurde bereits
ein trennscharfer Sichter vorgeschlagen (deutsche Patentanmeldung 199 61 837.2), welcher
die Vorteile eines Leistenrotors bezüglich der Aufhängung und Lagerung und insbesondere
in Bezug auf die Anzahl der Rotorleisten übernimmt und mit Hilfe eines Leitklappenkranzes
eine rein dynamische Sichtung ermöglicht. Der Leitklappenkranz weist verstellbare
und strömungsoptimierte Leitklappen auf, welche einen von der Mühle aufsteigenden
Mahlgut-Fluid-Strom zu einer tangentialen bis radialen Anströmung der Rotorleisten,
welche senkrecht und nicht mehr schrägstehend angeordnet sind und eine radiale Dimensionierung
aufweisen, zwingt.
[0006] Dabei wird eine trennscharfe Sichtung ohne eine vorgeschaltete statische Sichtung
durch strömungsoptimierte Leitklappen erreicht, welche eine abgerundete Anströmkante
und wenigstens ein Leitblech aufweisen und gegenüber den Rotorleisten des Leistenrotors
derart angestellt werden können, dass sich eine parallele Strömung ohne Einschnürung
bei der Abströmung oder eine sich erweiternde Abströmung mit Diffusoreffekt einstellt.
Der vorgeschlagene trennscharfe Sichter weist vorteilhaft nicht nur Rotorleisten wie
beim LOESCHE-Kreisel-/Korb-Sichter der Bauart LKS, sondern auch dessen Sichtergehäuse
und Sichteroberteil, Antrieb und Antriebswelle auf. Der Raum für die aufsteigende
Mahlgut-Fluidströmung verengt sich somit über die Höhe des Leitklappenkranzes, wodurch
der Partikelstrom in die Strömungskanäle des Leitklappenkranzes hinein beschleunigt
wird.
[0007] Es ist bekannt, dass bei einem Wälzmühlensichter, welcher in die Wälzmühle integriert
ist bzw. auf dem Mühlengehäuse sitzt, die Mahlgutpartikel des Zweiphasengemisches
aufgrund ihrer Trägheit die Tendenz haben, nahezu bis zu der Sichterdecke zu strömen.
Von dort werden die Partikel aufgrund der vom Mühlenventilator erzeugten Schleppkraft
des Fluids zur Rotationsachse des Sichters umgelenkt. Verschleißspuren an den Leitklappen
beweisen, dass die Partikelkonzentration im oberen Bereich der Leitklappen besonders
hoch ist und eine gleichmäßige Radialgeschwindigkeit über die Höhe der Rotorleisten
nicht erreicht werden kann.
[0008] Der Erfindung liegt die
Aufgabe zugrunde, einen Mühlensichter für ein aufsteigendes Mahlgut-Fluidgemisch, insbesondere
einen Wälzmühlensichter, zu schaffen, welcher bei vergleichbar niedrigen Herstellungskosten
eine hohe Trennschärfe und eine Vergleichmäßigung der Anströmung der Rotorleisten
über deren Höhe gewährleistet.
[0009] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Zweckmäßige
und vorteilhafte Ausgestaltungen sind in der Figurenbeschreibung und in den Unteransprüchen
enthalten.
[0010] Die Erfindung geht von dem Grundgedanken aus, eine möglichst gleichmäßige Radialgeschwindigkeit
über die Höhe der Rotorleisten durch eine horizontale Unterteilung der Strömungskanäle
des statischen Leitapparates zu erreichen. Versuche haben ergeben, daß eine Anordnung
horizontaler Zwischenringe am Leistenrotor zu keiner Veränderung der Beaufschlagung
der oberen Bereiche der Rotorleisten führt. Eine gemäß der Erfindung vorgenommene
horizontale Unterteilung im Bereich des Leitklappenkranzes, derart, daß jeweils von
zwei Leitklappen gebildete Strömungskanäle in Teilkanäle unterteilt werden, führt
überraschenderweise nicht nur zu einer Vergleichmäßigung der Radialkomponente des
Fluids über die Höhe der Rotorleisten, sondern auch zu einer Vergleichmäßigung des
Partikelstroms über die Höhe der Rotorleisten und zu einer verbesserten Trennschärfe
der Sichtung.
[0011] Es wurde gefunden, daß durch eine horizontale Unterteilung der Strömungskanäle des
Leitklappenkranzes in mehrere, übereinander angeordnete Teilkanäle eine deutlich reduzierte
Partikelkonzentration in jedem Bereich der Rotorleisten erreicht werden kann, während
bei den herkömmlichen Strömungskanälen ohne horizontale Unterteilungs- oder Leiteinrichtungen
eine erhöhte Beaufschlagung der oberen Rotorleistenbereiche zu verzeichnen ist.
[0012] Die durch die Unterteilung der Strömungskanäle des Leitklappenkranzes erreichte Reduzierung
der Vertikalkomponente bei Vergleichmäßigung der Radialkomponente des Partikelstroms
und die damit verbundene Vergleichmäßigung des Partikelstroms über die Höhe der Rotorleisten
kann mit einem besseren und schnelleren Abfließen einer im Sichtraum zwischen den
Rotorleisten und dem Leitklappenkranz gebildeten Grießewolke erklärt werden. Bei einem
konzentrierten Partikelangebot im oberen Bereich des Leitklappenkranzes wird auch
der Leistenrotor in einem vergleichbaren Bereich an seinem oberen Ende beaufschlagt.
In dem Sichtraum zwischen dem Leistenrotor und dem Leitklappenkranz tritt eine relativ
hohe Konzentration des vom Rotor abgewiesenen Überkorns in Form einer Grießewolke
auf. Diese Grießewolke passiert unter Schwerkrafteinwirkung den Sichtraum bzw. Sichtspalt
von oben nach unten über dessen gesamte Höhe, ehe sie in den strömungsberuhigten Grießekonus
unterhalb der Leitklappen fällt. Während des Passierens des Sichtspaltes wird die
Grießewolke jedoch ständig von dem Fluid, welches vom Mahlraum nach oben und durch
die Strömungskanäle des Leitklappenkranzes strömt, wieder angeblasen. Bei Strömungskanälen
des Leitklappenkranzes ohne eine horizontale Unterteilung geschieht dieses Anblasen
mit einer deutlichen vertikalen Strömungskomponente in den Strömungskanälen der Leitklappen,
welche nach oben und nur gering einwärts gerichtet ist. Diese vertikale Strömungskomponente
behindert jedoch erheblich den freien Fall der konzentrierten Grießewolke. Mit Hilfe
der erfindungsgemäßen horizontalen Leiteinrichtungen in den Strömungskanälen des Leitklappenkranzes
wird die vertikale Strömungskomponente verringert oder ausgeschaltet und die radiale
Strömungskomponente relativ zur Gesamtgeschwindigkeit verstärkt, so dass ein Anblasen
der Grießewolke nach oben nicht mehr auftritt bzw. auf ein Minimum reduziert ist und
ein ungehindertes Abfließen der nun entzerrten Grießewolke nach unten erfolgen kann.
[0013] Aufgrund des ungehinderten Abflusses der vom Leistenrotor abgewiesenen Grobpartikel
wird durch die erfindungsgemäße horizontale Unterteilung der Strömungskanäle der Leitklappen
eine Verbesserung der Trennschärfe des Sichters erreicht. Die über die gebildeten
Teilkanäle aufgefächerte Zufuhr des Partikelstroms aus dem Leitklappensystem zu den
Rotorleisten führt zu einer Reduzierung der spezifischen Rotorbelastung, wie sie bisher
im oberen Rotorbereich besteht. Während nach dem bekannten Stand der Technik eine
konzentrierte Beanspruchung eines oberen Bereichs der Sichtleisten auftritt, werden
bei dem erfindungsgemäßen Mühlensichter die Rotorleisten über ihre gesamte Höhe mit
einem annähernd gleichen Massenstrom an Partikeln beaufschlagt, so dass es zu einer
Absenkung der maximalen spezifischen Leistenbeanspruchung des Leistenrotors kommt.
[0014] Es ist vorteilhaft, eine horizontale Unterteilung der Strömungskanäle mit Hilfe von
Leiteinrichtungen, insbesondere horizontalen Leitblechen, welche beabstandet übereinander
angeordnet werden können, durchzuführen.
[0015] Zweckmäßigerweise werden die horizontalen Leitbleche an den Leitklappen befestigt,
beispielsweise angeschweißt. Um einem Verschleiß der horizontalen Leitbleche entgegenzuwirken,
empfiehlt es sich, die Leitbleche zumindest an ihrer Anströmseite verschleißfest auszubilden
und z.B. mit einem verschleißfesten Material, einer Panzerung oder einer Beschichtung
zu versehen.
[0016] In einer besonders einfachen und kostengünstigen Ausbildung sind die horizontalen
Leitbleche in einem gleichmäßigen Abstand übereinander an den Leitklappen befestigt.
[0017] Grundsätzlich ist es zweckmäßig, die Abstände zwischen den Leitblechen so zu wählen,
dass die Strömungswiderstände des Mahlgut-Fluid-Gemisches über die gesamte, horizontal
unterteilte Höhe der Strömungskanäle des Leitklappenkranzes annähernd konstant bleibt.
[0018] In Abhängigkeit von dem zu sichtenden Mahlgut und dem geforderten Feingut kann es
vorteilhaft sein, die horizontalen Leitbleche mit einem sich nach oben oder nach unten
verringernden Abstand anzuordnen.
[0019] Bei Leitklappen, welche fest und nicht verschwenkbar zu einem Leitklappenkranz angeordnet
sind, können die horizontalen Leitbleche jeweils an zwei benachbarten Leitklappen
eines Strömungskanals fest angeordnet, insbesondere verschweißt werden.
[0020] Bei Leitklappenkränzen mit verstellbar angeordneten Leitklappen ist es vorteilhaft,
die horizontalen Leitbleche fliegend an den Leitklappen zu befestigen. Wenn die Leitbleche
dabei jeweils nur an einer Seite der Leitklappen horizontal angeordnet werden, ist
es für eine veränderbare winklige Anstellung der Leitklappen sinnvoll, die Leitbleche
derart auszubilden, dass ein Verstellabstand zur benachbarten Leitklappe vorhanden
ist.
[0021] In einer weiteren Ausbildungsvariante sind die horizontalen Leitbleche an beiden
Seiten einer Leitklappe fliegend befestigt, wobei beide Leitbleche eine gleiche oder
eine unterschiedliche Breite aufweisen können.
[0022] Für eine wirkungsvolle Unterteilung der Strömungskanäle des Leitklappenkranzes ist
es zweckmäßig, die horizontalen Leitbleche von zwei benachbarten Leitklappen derart
auszubilden, dass sie sich mit ihren freien Kantenbereichen überlappen. Die Befestigung
der sich überlappenden Leitbleche an den benachbarten Leitklappen sollte derart erfolgen,
dass sie in dem Überlappungsbereich nur mit einem geringen Abstand, jedoch gegeneinander
verstellbar übereinanderliegen.
[0023] Bei Mühlensichtern mit strömungsoptimierten Leitklappen, welche beispielsweise gemäß
der deutschen Patentanmeldung 199 61 837.2 ausgebildet sind, ist es zweckmäßig, die
horizontalen Leitbleche an den vertikalen Leitblechen der Leitklappen zu befestigen.
[0024] In einer weiteren Ausbildungsvariante kann die horizontale Unterteilung der Strömungskanäle
des Leitklappenkranzes mit Hilfe von horizontalen Leitringen bzw. Ringsegmenten vorgenommen
werden. Die horizontalen Leitringe oder Ringsegmente können dann an den Anströmkanten,
beispielsweise Anströmrohren, der strömungsoptimierten Leitklappen befestigt werden.
Eine Verstellung der Leitklappen wird durch horizontale Ausnehmungen, welche komplementär
zu den Leitringen bzw. Ringsegmenten beispielsweise schlitzartig ausgebildet sein
können, gewährleistet.
[0025] Versuche haben gezeigt, dass ein trennscharfer Sichter gemäß der deutschen Patentanmeldung
199 61 837.2 durch erfindungsgemäß unterteilte Strömungskanäle des Leitklappenkranzes
weiter optimiert werden kann. Durch Strömungssimulationen konnte nachgewiesen werden,
dass durch horizontale Leitbleche im Leitklappenkranz eine erheblich stärkere Radialkomponente
der Strömungslinien erreicht wird und nicht nur eine Gasströmung, sondern auch eine
Partikelströmung eine stärkere Umlenkung erfährt und das Angebot der Partikel über
die Höhe des Sichterrotors vergleichmäßigt wird.
[0026] Die Erfindung wird nachstehend anhand einer Zeichnung weiter erläutert; in dieser
zeigen in einer stark schematisierten Darstellung
- Fig. 1
- einen erfindungsgemäßen Mühlensichter;
- Fig. 2
- einen ausschnittsweisen Horizontalschnitt des erfindungsgemäßen Mühlensichters gem.
Fig. 1
- Fig. 3
- eine ausschnittsweise Ansicht eines von zwei fest angeordneten Leitklappen gebildeten
Strömungskanals mit horizontalen Leitblechen und
- Fig. 4
- eine ausschnittsweise Ansicht eines von verstellbaren Leitklappen gebildeten Strömungskanals
mit horizontalen Leitblechen.
[0027] Fig. 1 zeigt einen Wälzmühlensichter 2, welcher in eine Wälzmühle (nicht dargestellt)
integriert oder auf diese aufgesetzt werden kann. Der Wälzmühlensichter 2 ist ein
trennscharfer Sichter, bei welchem es sich um einen Stabkorbsichter mit einem vorgeschalteten
Leitklappensystem handelt. Der Wälzmühlensichter 2 weist im Wesentlichen ein Gehäuse
30, ein Gehäuseoberteil 31 mit Austrittsstutzen für Feingut 34, einen Leistenrotor
6 mit senkrecht angeordneten Rotorleisten 7 und einen konzentrisch zum Leistenrotor
6 angeordneten Leitklappenkranz 4 auf, zwischen denen ein Sichtraum 17 ausgebildet
ist.
[0028] Ein in einer Drallströmung aus einem Düsenkranz der Wälzmühle (nicht dargestellt)
aufwärts strömendes Mahlgut-Fluid-Gemisch 3 gelangt in den Mühlensichter 2, welcher
sich im Bereich des Leitklappenkranzes 4 nach oben verjüngt. Die Rotorleisten 7 des
zylindrischen Leitenrotors 6 weisen nahezu die gleiche Höhe wie die Leitklappen 5
des Leitklappenkranzes 4 auf.
[0029] Die Leitklappen 5 des Leitklappenkranzes 4 sind strömungsoptimiert ausgebildet und
können für eine tangentiale bis radiale Abströmung um eine vertikale Achse 9 verstellt
werden (siehe auch Fig. 2). Um eine über die gesamte Höhe reichende gleichmäßige Anströmung
der Rotorleisten 7 und eine verbesserte Trennwirkung des Mühlensichters 2 zu erreichen,
sind im Bereich des Leitklappenkranzes 4 horizontale Leiteinrichtungen 8 angeordnet.
Als horizontale Leiteinrichtungen sind Leitbleche 8 in einer weitgehend horizontalen
Ausrichtung an den Leitklappen 5 befestigt. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind
jeweils fünf horizontale Leitbleche 8 in den jeweils von zwei Leitklappen 5 gebildeten
Strömungskanälen 13 angeordnet und bilden sechs Teilkanäle 23 für eine aufgefächerte
Anströmung der Rotorleisten 7.
[0030] Die Strömungskanäle 13 und Teilkanäle 23 gehen aus den Figuren 2 bis 4 hervor, in
denen Ausbildungsvarianten der horizontalen Leiteinrichtungen bzw. Leitbleche 8 und
ihre Anordnung im Bereich des Leitklappenkranzes 4 dargestellt sind.
[0031] Fig. 2 zeigt in einer Draufsicht einen Ausschnitt eines Horizontalschnitts durch
den Mühlensichter 2. Auf einem Basisblech 18 sind verstellbare, strömungsoptimierte
Leitklappen 5 zu einem Leitklappenkranz 4 angeordnet und umgeben einen Leistenrotor
6 konzentrisch. Die Rotorleisten 5 des Leistenrotors 6 können als Z-Leisten gemäß
dem unteren Teil der Fig. 2 oder als radial ausgerichtete Flachstäbe von geringerer
radialer Ausdehnung als die Z-Leisten ausgebildet sein (siehe oberer Teil in Fig.
2).
[0032] Die Leitklappen 5 weisen jeweils ein Anströmrohr als abgerundete Anströmkante 10
und ein vertikales Leitblech 11 auf, welches tangential an der Anströmkante 10 mit
Hilfe von Befestigungselementen 16, z.B. Befstigungsflanschen, befestigt ist. Die
Leitklappen 5 sind um eine vertikale Achse 9 verstellbar und bilden Strömungskanäle
13 mit einem Diffusoreffekt. Es wird auf die bereits zitierte deutsche Patentanmeldung
199 61 837.2 verwiesen, welche Bestandteil der vorliegenden Anmeldung sein soll.
[0033] Die zur horizontalen Unterteilung der Strömungskanäle 13 angeordneten horizontalen
Leitbleche 8 sind zur besseren Übersicht in Fig. 2 jeweils nur in jedem zweiten Strömungskanal
13 eingezeichnet.
[0034] Ein etwa in der Mitte der Fig. 2 dargestellter Strömungskanal 13 weist in einer ersten
Variante ein horizontales Leitblech 8 auf, welches an den vertikalen Leitblechen 11
der benachbarten Leitklappen 5 angeschweisst ist. Eine derartige Anordnung der horizontalen
Leitbleche 8 bedingt eine feste Anordnung der Leitklappen, welche somit nicht verstellt
werden können (siehe auch Fig. 3).
[0035] In Strömungskanälen 13, welche im Ausschnitt nach Fig. 2 oben und unten gezeigt sind,
sind horizontale Leitbleche 8 jeweils an beiden Seiten der Leitklappen 5 ausgebildet
und überlappen sich in einem Überlappungsbereich 14. Bei dieser Ausbildungsvariante
können die Leitklappen 5 für eine erforderliche tangentiale bis radiale Abströmung
verstellt werden.
[0036] Fig. 3 zeigt eine teilweise Ansicht des mittleren Strömungskanals 13 nach Pfeil A
der Fig. 2, jedoch mit feststehenden Leitklappen 5. Die Leitklappen 5 sind auf einem
Basisblech 18 angeschweißt und weisen übereinander angeordnete, horizontale Leitbleche
8 auf, welche den Strömungskanal 13 in mehrere Teilkanäle 23 unterteilen. Die unteren
Anströmseiten 15 der horizontalen Leitbleche 8 sind verschleißfest ausgebildet.
[0037] Fig. 4 gibt eine teilweise Ansicht nach Pfeil B in Fig. 2 wieder und zeigt einen
Strömungskanal 13, welcher von verschwenkbaren, strömungsoptimierten Leitklappen 5
gebildet ist. Um die Verstellung der Leitklappen 5 zu gewährleisten, sind die horizontalen
Leitbleche 8 an beiden Seiten der Leitklappen 5 bzw. der hier nicht gezeigten vertikalen
Leitbleche 11 befestigt und mit einem Verstellabstand 12 zur jeweils angrenzenden
Leitklappe 5 ausgebildet. Um eine effiziente Unterteilung des Strömungskanals 13 zu
erreichen, überlappen sich die horizontalen Leitbleche 8 mit freien Kantenbereichen
in einem Überlappungsbereich 14. Die horizontalen Leitbleche 8 sind dabei so an den
Leitklappen 5 bzw. deren vertikalen Leitblechen 11 befestigt, insbesondere angeschweißt,
dass sie mit einem geringen Abstand übereinanderliegen.
1. Mühlensichter für ein aufsteigendes Mahlgut-Fluid-Gemisch, insbesondere Wälzmühlensichter,
mit einem dynamischen Sichterteil, welcher als Leistenrotor (6) ausgebildet ist und
Rotorleisten (7) aufweist, und mit einem Leitklappenkranz (4) als statischen Leitapparat,
welcher Leitklappen (5) und zwischen diesen ausgebildete Strömungskanäle (13) aufweist
und den Leistenrotor (6) unter Ausbildung eines ringförmigen Sichtraums (17) konzentrisch
umgibt,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Strömungskanäle (13) des Leitklappenkranzes (4) horizontal unterteilt sind und
Teilkanäle (23) zur Vergleichmäßigung der Anströmung der Rotorleisten (7) aufweisen.
2. Mühlensichter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Unterteilung der Strömungskanäle (13) des Leitklappenkranzes (4) horizontale
Leiteinrichtungen (8) angeordnet sind.
3. Mühlensichter nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die horizontalen Leiteinrichtungen als horizontale Leitbleche (8) ausgebildet und
an den Leitklappen (5) befestigt sind.
4. Mühlensichter nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die horizontalen Leitbleche (8) an den Leitklappen (5) angeschweißt sind.
5. Mühlensichter nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die horizontalen Leitbleche (8) mit einem gleichmäßigen Abstand übereinander angeordnet
sind.
6. Mühlensichter nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die horizontalen Leitbleche (8) mit einem sich nach oben verringernden oder vergrößernden
Abstand angeordnet sind.
7. Mühlensichter nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die horizontalen Leitbleche (8) jeweils an zwei Leitklappen (5) eines Strömungskanals
(13), welche unverstellbar sind, befestigt sind.
8. Mühlensichter nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Leitklappen (5) um eine vertikale Achse (9) verstellbar sind und die horizontalen
Leitbleche (8) mit einem Kantenbereich an einer Seite der Leitklappen (5) befestigt
sind.
9. Mühlensichter nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Leitklappen (5) für eine tangentiale bis radiale Anströmung von senkrecht ausgerichteten
Rotorleisten (7) eines zylindrischen Leistenrotors (6) strömungsoptimiert ausgebildet
sind und wenigstens ein vertikales Leitblech (11) aufweisen und dass die horizontalen
Leitbleche (8) wenigstens an den vertikalen Leitblechen (11) der Leitklappen (5) befestigt
sind.
10. Mühlensichter nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die horizontalen Leitbleche (8) mit einem Verstellabstand (12) zu der benachbarten
Leitklappe (5) ausgebildet sind.
11. Mühlensichter nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die horizontalen Leitbleche (8) an beiden Seiten einer Leitklappe (5) befestigt sind.
12. Mühlensichter nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die an beiden Seiten der Leitklappen (5) angeordneten horizontalen Leitbleche (8)
mit einem Überlappungsbereich (14) ausgebildet sind.
13. Mühlensichter nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die an beiden Seiten der Leitklappen (5) angeordneten horizontalen Leitbleche (8)
derart angeordnet sind, dass sie in dem Überlappungsbereich (14) mit einem geringen
Abstand übereinander liegen.
14. Mühlensichter nach einem der Ansprüche 3 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die horizontalen Leitbleche (8) wenigstens an ihrer Anströmseite (15) verschleißfest
ausgebildet sind.