[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Wärmebehandlung metallischer Werkstücke,
insbesondere von rankender oder aufragend stapelbarer Form, bei dem nach einer vorherigen
Erwärmung die Werkstücke in einer Abschreckkammer mit einem Abschreckgas abgekühlt
werden. Die Erfindung bezieht sich ferner auf eine Vorrichtung, mit der sich ein solches
Verfahren durchführen lässt.
[0002] Zum Erzeugen von definierten Werkstückeigenschaften, wie etwa einer hohen Härte oder
ausreichender Verschleißfestigkeit, werden metallische Werkstücke einer Wärmebehandlung
unterzogen. Das Ergebnis der Wärmebehandlung ist eine Veränderung des Werkstoffgefüges,
beispielsweise eine Umwandlung des kubisch flächenzentrierten γ-Gitters kohlenstoffreicher
Austenitlamellen in das kubisch raumzentrierte α-Gitter von Ferritlamellen. Von besonderem
Einfluss auf das Behandlungsergebnis sind neben der Temperatur und dem Ausgangsgefüge
die Geschwindigkeit, mit der die erwärmten Werkstücke abgekühlt werden, und die Art
des hierzu verwendeten Abschreckmittels. Als Abschreckmittel finden - nach steigender
Schroffheit geordnet - in erster Linie Gas, Öl oder Wasser Anwendung.
[0003] Um bei einer Gasabschreckung eine annähernd gleiche Abschreckintensität wie bei der
Öl- oder Wasserabschreckung zu erreichen, ist eine verhältnismäßig hohe Gasgeschwindigkeit
erforderlich. Hierzu ist es bekannt, Düsen vorzusehen, mit denen sich entsprechend
hohe Gasgeschwindigkeiten und damit im Allgemeinen ausreichende Wärmeübergangszahlen
von mehr als 1000 W/m
2K erzielen lassen. Eine mit Düsen versehene Vorrichtung zum Abschrecken metallischer
Werkstücke ist zum Beispiel in der EP 0 796 920 A1 offenbart. Diese ein Düsenfeld
aus einer mit Düsen versehenen, auswechselbaren Düsenplatte aufweisende Vorrichtung
ermöglicht durch eine dreh- bzw. schwenkbare Anordnung von Düsenplatte und/oder einem
die Werkstücke tragenden Rost zwar eine Relativbewegung von Düsenfeld und Werkstücken
und damit eine verhältnismäßig einheitliche Beaufschlagung der Letzteren, hat aber
den Nachteil, dass der Gasstrom diffus und turbulent auf die Werkstücke trifft. Dies
führt dazu, dass die Oberfläche der Werkstücke ungleich abgekühlt wird, wodurch Spannungen
auftreten, die Verzug oder gar Risse zur Folge haben können. Vor allem bei Werkstücken
von rankender Form, wie etwa Wellen, oder solchen, die beim Zusammenstellen einer
Charge aufragend gestapelt werden, wie beispielsweise Wälzlagerringe oder Zahnräder,
macht sich ein Verzug in besonderem Maße bemerkbar und führt aufgrund der meist geringen
Toleranzen derartiger Werkstücke nicht selten zu einem in wirtschaftlicher Hinsicht
unbefriedigenden Ausschuss.
[0004] Um den Gasstrom systematischer zu lenken, ist es im Stand der Technik freilich bekannt,
Leitbleche vorzusehen, mit denen sich beispielsweise auch Stellen der Werkstückoberfläche
mit Abschreckgas beaufschlagen lassen, die ansonsten in einem Strömungsschatten lägen;
befriedigend ist eine solche Maßnahme allerdings nicht. Denn neben dem vergleichsweise
hohen Aufwand, die Leitbleche entsprechend der jeweiligen Werkstückgeometrie auszurichten,
verhindern die Leitbleche nicht, dass beim Auftreffen des Gasstroms auf die Werkstücke
Verwirbelungen auftreten, welche etwa die Abkühlung der in einer Charge benachbarten
Werkstücke beeinträchtigen und damit Verzug hervorrufen.
[0005] Der Erfindung liegt die
Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Wärmebehandlung metallischer Werkstücke
zu schaffen, mit denen sich auch bei Werkstücken von rankender oder aufragend stapelbarer
Form eine verzugsarme Gasabschreckung erzielen lässt.
[0006] Diese Aufgabe ist bei einem Verfahren mit den eingangs genannten Merkmalen erfindungsgemäß
dadurch
gelöst, dass die Werkstücke mittels Führungskanälen, die eine geschlossene Mantelfläche aufweisen
und die Werkstücke entlang der Strömungsrichtung des Abschreckgases umschließen, gezielt
mit Abschreckgas umströmt werden.
[0007] Ein solches Verfahren macht sich die Erkenntnis zu Eigen, dass sich eine verzugsarme
Abkühlung der Werkstücke mit Abschreckgas dann erreichen lässt, wenn die einzelnen
oder zu Stapeln aufeinander gesetzten Werkstücke einer abzukühlenden Charge durch
Führungskanäle voneinander separiert werden. Denn auf diese Weise ergibt sich in den
Führungskanälen ein Gasstrom, der parallel zur Werkstückachse die gesamte Werkstückoberfläche
umströmt und unbeeinflusst von benachbarten Werkstücken eine gleichmäßige Abkühlung
bewirkt.
[0008] Zweckmäßig ist es, wenn die Führungskanäle vor dem Erwärmen über die einzelnen oder
zu Stapeln aufeinander gesetzten Werkstücke gestülpt werden. Auf diese Weise werden
die Führungskanäle zusammen mit den Werkstücken der Wärmebehandlung unterzogen. Wenngleich
eine solche Maßnahme Führungskanäle aus einem geeigneten hitzebeständigen Material
erfordert, bietet dies den Vorteil, dass die Führungskanäle bei noch kalten Werkstücken
auf diese gestülpt und in herkömmliche Abschreckkammern eingesetzt oder die Werkstücke
schon im Wärmebehandlungsofen abgeschreckt werden können.
[0009] Alternativ können die Führungskanäle in der Abschreckkammer an den einzelnen oder
zu Stapeln aufeinander gesetzten und zuvor erwärmten Werkstücken angeordnet werden,
um eine Behinderung beim Erwärmen der Werkstücke auszuschließen. Besonderes vorteilhaft
hierbei ist es, die Führungskanäle in der Abschreckkammer, beispielsweise elektromotorisch,
hydraulisch oder pneumatisch, von einer oder zwei Seiten her, vorzugsweise von oben
und/oder unten, an die Werkstücke heranzufahren, so dass auch bei begrenztem Raum
der Abschreckkammer ein handhabungsgerechter Betrieb sichergestellt ist.
[0010] Zur
Lösung der obigen Aufgabe wird außerdem eine Vorrichtung zur Wärmebehandlung metallischer
Werkstücke mit einer Abschreckkammer, in der die Werkstücke mit einem Abschreckgas
abkühlbar sind, vorgeschlagen, die sich dadurch auszeichnet, dass zum gezielten Umströmen
der Werkstücke mit Abschreckgas Führungskanäle vorgesehen sind, die eine geschlossene
Mantelfläche aufweisen und die Werkstücke entlang der Strömungsrichtung des Abschreckgases
umschließen.
[0011] Mit einer solchermaßen ausgebildeten Vorrichtung lässt sich das erfindungsgemäße
Verfahren durchführen. Aufgrund der geschlossenen Mantelfläche der Führungskanäle
sind die Werkstücke entlang der Strömungsrichtung des Abschreckgases vollständig umschlossen
und von den ihnen benachbarten Werkstücken der abzukühlenden Charge getrennt. Dies
hat zur Folge, dass in den Führungskanälen ein weitgehend laminarer, von benachbarten
Werkstücken unbeeinflusster Gasstrom entsteht, der die Werkstücke intensiv und gleichmäßig
abkühlt.
[0012] Von besonderem Vorteil ist es, wenn die Führungskanäle eine Länge aufweisen, die
wenigstens der Höhe der einzelnen oder zu Stapeln aufeinander gesetzten Werkstücke
entspricht. Denn auf diese Weise wird die beim Aufprallen des Gasstroms auf die Werkstücke
unvermeidlich auftretende Verwirbelung des Abschreckgases kanalisiert, so dass eine
Beeinträchtigung der Umströmung benachbarter Werkstücke unterbleibt. Als in dieser
Hinsicht besonders vorteilhaft hat sich herausgestellt, die Länge der Führungskanäle
so zu bemessen, dass die Höhe der einzelnen oder zu Stapeln aufeinander gesetzten
Werkstücke um den halben Durchmesser beziehungsweise Breite der Werkstücke überragt
wird.
[0013] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist
die Form der Führungskanäle zylindrisch, vorzugsweise mit kreisförmigem, quadratischem
oder polygonalem Querschnitt, oder an die Geometrie der abzukühlenden Werkstücke angepasst,
um einerseits eine einfache und kostengünstige Fertigung und andererseits eine durch
einen engen Abstand zwischen der Innenfläche der Führungskanäle und den Werkstücken
bedingte hohe Gasgeschwindigkeit eine intensive Abschreckung zu gewährleisten.
[0014] Im Hinblick auf eine einfache Handhabung ist es außerdem zweckmäßig, die Führungskanäle
zu einem Kanalsystem miteinander zu verbinden, so dass sich ein gemeinsames Aufsetzen
der Führungskanäle auf die einzelnen oder zu Stapeln angeordneten Werkstücken ergibt.
Dies kommt vornehmlich dann zum Tragen, wenn gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung
der erfindungsgemäßen Vorrichtung die Führungskanäle verstellbar, vorzugsweise elektromotorisch,
hydraulisch oder pneumatisch, in der Abschreckkammer angeordnet sind, beispielsweise
in Form eines von oben auf die Werkstücke absenkbaren Kanalsystems. Vorteilhafterweise
sind dabei die Führungskanäle auswechselbar, um eine Anpassung an unterschiedliche
Werkstückgeometrien sicherzustellen.
[0015] In Weiterbildung der Erfindung wird ferner vorgeschlagen, dass die Abschreckkammer
einen Einlass für das Abschreckgas aufweist, der dichtend an den Führungskanälen anliegt.
Dies bietet den Vorteil, dass der der Abschreckkammer zugeführte Gasstrom ausschließlich
in die Führungskanäle und nicht an der Werkstückcharge vorbei oder zwischen den einzelnen
Führungskanälen strömt. Darüber hinaus wird auf diese Weise das zu durchströmende
Volumen auf ein Minimum reduziert mit der Folge, dass eine hohe Gasgeschwindigkeit
aufrechterhalten und damit eine hohe Abschreckintensität erzielt wird. Schließlich
wird vorgeschlagen, dass die Führungskanäle aus einem hitzebeständigen Material, vorzugsweise
Stahl, Eisen- oder Nickellegierungen, bestehen, um sie beispielsweise bereits vor
der Wärmebehandlung der Werkstücke diesen überstülpen zu können.
[0016] Einzelheiten und weitere Vorteile des Gegenstandes der vorliegenden Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele. In den zugehörigen
Zeichnungen veranschaulichen im Einzelnen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Abschreckkammer bei einem hochgefahrenen Kanalsystem;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung der Abschreckkammer gemäß Fig. 1 bei auf Werkstücke
abgesenktem Kanalsystem;
- Fig. 3
- eine schematische Seitenansicht des aus miteinander verbundenen Führungskanälen bestehenden
Kanalsystems gemäß Fig. 2;
- Fig. 3a
- eine schematische Draufsicht des Kanalsystems gemäß Fig. 3;
- Fig. 4
- eine schematische Seitenansicht einzelner, auf die Werkstücke aufgesetzter Führungskanäle
und
- Fig. 4a
- eine schematische Draufsicht der Führungskanäle gemäß Fig. 4.
[0017] Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Abschreckkammer 10 ist Teil einer Vorrichtung
zur Wärmebehandlung metallischer Werkstücke 20 und beispielsweise am Ende eines Rollenherdofens
angeordnet. Die Abschreckkammer 10 kann derart ausgebildet sein, dass sie sowohl mit
Vakuum als auch mit Atmosphären- oder Überdruck betreibbar ist. In der Abschreckkammer
10 befindet sich ein die nach einer vorherigen Erwärmung abzukühlenden Werkstücke
20 tragender Rost 11, der eine vertikale Umwälzung eines Abschreckgases in der Abschreckkammer
10 ermöglicht. Zum Umwälzen des Abschreckgases ist ein durch einen Motor 12 angetriebener
Ventilator 13 unterhalb des Rosts 11 angeordnet. Außerhalb der Abschreckkammer 10
wird das Abschreckgas in der durch einen Pfeil in den Fig. 1 und 2 dargestellten Strömungsrichtung
durch einen Gaskanal 14 geleitet. Oberund unterhalb der Abschreckkammer 10 sind ferner
Klappen 15 vorgesehen, die eine Umwälzung des Abschreckgases verhindern, bis der Ventilator
13 seine notwendige Umdrehungszahl erreicht hat.
[0018] Bei geöffneten Klappen 15 ergibt sich demnach ein Kreislauf, in dem das Abschreckgas
vom Ventilator 13 durch den Gaskanal 14 in die Abschreckkammer 10 und über die Werkstücke
20 und einen in Strömungsrichtung vor dem Ventilator 13 angeordneten Wärmetauscher
16, der das Abschreckgas wieder abkühlt, zurück zum Ventilator 13 strömt.
[0019] Um eine gezielte Umströmung der Werkstücke 20 zu erreichen, sind Führungskanäle 30
aus einem hitzebeständigen Material vorgesehen, die eine geschlossene Mantelfläche
aufweisen und die Werkstücke 20 entlang der Strömungsrichtung des Abschreckgases umschließen.
Die Führungskanäle 30 können dabei durch ein zusammenhängendes, gitterartiges Kanalsystem
31 gebildet sein, bei dem die Führungskanäle 30 miteinander verbunden sind, wie insbesondere
in den Fig. 3 und 3a gezeigt ist. Alternativ können die Führungskanäle 30 auch als
einzelne Hohlzylinder 32, 33 mit beispielsweise kreisförmigem oder quadratischem Querschnitt
ausgebildet sein. Derartige Ausführungsformen sind in den Fig. 4 und 4a zu erkennen.
Die Länge der Führungskanäle 30 ist so bemessen, dass die Höhe der einzelnen oder
zu Stapeln aufeinander gesetzten Werkstücke 20 um den Abstand a überragt wird, wie
den Fig. 3 und 4 zu entnehmen ist. Der Abstand a entspricht dabei dem halben Durchmesser
beziehungsweise Breite der Werkstücke 20.
[0020] Die Führungskanäle 30 können entweder vor Einbringen der Werkstücke 20 in die Abschreckkammer
10 auf die Werkstücke 20 gesetzt werden, beispielsweise schon beim Zusammenstellen
der Charge, oder erst in der Abschreckkammer 10. Letzteres ist in den Fig. 1 und 2
veranschaulicht. Die als zusammenhängendes Kanalsystem 31 ausgebildeten Führungskanäle
30 sind in diesem Fall mittels Hydraulikzylindern 34 höhenverstellbar in der Abschreckkammer
10 angeordnet, wie dies durch den Doppelpfeil in den Fig. 1 und 2 angedeutet ist.
Auf diese Weise ist es möglich, nach dem Einbringen der Werkstücke 20 in die Abschreckkammer
10 das Kanalsystem 31 von oben auf die Werkstücke 20 aufzusetzen. Um Chargen mit unterschiedlicher
Geometrie der Werkstücke 20 Rechnung zu tragen, ist das Kanalsystem 31 dabei auswechselbar
an den Hydraulikzylindern 34 befestigt. Im oberen Teil der Abschreckkammer 10 ist
zudem ein Einlass 35 vorgesehen, der das Kanalsystem 31 gegenüber dem Innenraum der
Abschreckkammer 10 abdichtet, so dass das in der Abschreckkammer 10 zirkulierende
Abschreckgas ausschließlich die Führungskanäle 30 durchströmt und nicht außerhalb
der Werkstückcharge vorbeifließt.
[0021] Die zuvor beschriebene Vorrichtung ist in besonderem Maße geeignet, Werkstücke 20
mit einer rankenden oder aufragend stapelbaren Form, wie etwa Wellen oder aufeinander
gestapelte Lagerringe, wirksam und verzugsfrei abzuschrecken. Ursächlich hierfür ist
die durch die Führungskanäle 30 bewirkte hohe Geschwindigkeit und laminare Strömung
des Abschreckgases. Durch die höhenverstellbare Anordnung des Kanalsystems 31 ist
zudem eine handhabungsund prozessgerechte Verfahrensführung sichergestellt. Nicht
zuletzt wird durch die Möglichkeit, unterschiedlich ausgebildete Führungskanäle 30
vorzusehen, und die hauptsächlich zu diesem Zweck auswechselbare Anordnung des Kanalsystems
31 eine Anpassung an verschiedene Werkstückformen und -größen erreicht, ohne dass
aufwendige Umrüstarbeiten notwendig wären.
Bezugszeichenliste
[0022]
- 10
- Abschreckkammer
- 11
- Rost
- 12
- Motor
- 13
- Ventilator
- 14
- Gaskanal
- 15
- Klappe
- 16
- Wärmetauscher
- 20
- Werkstück
- 30
- Führungskanal
- 31
- Kanalsystem
- 32
- Hohlzylinder
- 33
- Hohlzylinder
- 34
- Hydraulikzylinder
- 35
- Einlass
- a
- Abstand
1. Verfahren zur Wärmebehandlung metallischer Werkstücke (20), insbesondere von rankender
oder aufragend stapelbarer Form, bei dem nach einer vorherigen Erwärmung die Werkstücke
(20) in einer Abschreckkammer (10) mit einem Abschreckgas abgekühlt werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Werkstücke (20) mittels Führungskanälen (30), die eine geschlossene Mantelfläche
aufweisen und die Werkstücke (20) entlang der Strömungsrichtung des Abschreckgases
umschließen, gezielt mit Abschreckgas umströmt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungskanäle (30) vor dem Erwärmen über die einzelnen oder zu Stapeln aufeinander
gesetzten Werkstücke (20) gestülpt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungskanäle (30) in der Abschreckkammer (10) an den einzelnen oder zu Stapeln
aufeinander gesetzten und zuvor erwärmten Werkstücken (20) angeordnet werden.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungskanäle (30) in der Abschreckkammer (10) von einer oder zwei Seiten her,
vorzugsweise von oben und/oder unten, an die Werkstücke (20) herangefahren werden.
5. Vorrichtung zur Wärmebehandlung metallischer Werkstücke (20), insbesondere zur Durchführung
des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4, mit einer Abschreckkammer (10), in
der die Werkstücke (20) mit einem Abschreckgas abkühlbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass zum gezielten Umströmen der Werkstücke (20) mit Abschreckgas Führungskanäle (30)
vorgesehen sind, die eine geschlossene Mantelfläche aufweisen und die Werkstücke (20)
entlang der Strömungsrichtung des Abschreckgases umschließen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungskanäle (30) eine Länge aufweisen, die wenigstens der Höhe der einzelnen
oder zu Stapeln aufeinander gesetzten Werkstücke (20) entspricht.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Führungskanäle (30) die Höhe der einzelnen oder zu Stapeln aufeinander
gesetzten Werkstücke (20) um den halben Durchmesser beziehungsweise Breite der Werkstücke
(20) überragt.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Form der Führungskanäle (30) zylindrisch, vorzugsweise mit kreisförmigem (32),
quadratischem (33) oder polygonalem Querschnitt, oder an die Geometrie der abzukühlenden
Werkstücke (20) angepasst ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungskanäle (30) zu einem Kanalsystem (31) miteinander verbunden sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungskanäle (30) verstellbar, vorzugsweise elektromotorisch, hydraulisch oder
pneumatisch, in der Abschreckkammer (10) angeordnet sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungskanäle (30) auswechselbar sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschreckkammer (10) einen Einlass (35) für das Abschreckgas aufweist, der dichtend
an den Führungskanälen (30) anliegt.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungskanäle (30) aus einem hitzebeständigen Material, vorzugsweise Stahl,
Eisen- oder Nickellegierungen, bestehen.