[0001] Die Erfindung betrifft einen Steckverbinder mit mindestens einem Steckkontakt, der
dafür vorgesehen ist, mit einem komplementären Steckverbinder verbunden zu werden,
und mindestens einem Anschlußkontakt, der dafür vorgesehen ist, mit einem Leiter verbunden
zu werden. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Montage eines solchen Steckverbinders.
[0002] Üblicherweise wird bei einem solchen Steckverbinder der Steckkontakt mit dem Anschlußkontakt
während der Montage verlötet. Dies gewährleistet zwar eine zuverlässige elektrische
Verbindung zwischen den beiden Kontakten, erhöht aber auch die Herstellkosten. Es
sind auch Steckverbinder bekannt, bei denen der Steckkontakt oder der Anschlußkontakt
mit einer Steckbuchse versehen ist und das andere Kontaktteil mit einem Stift, der
in die Steckbuchse eingesteckt werden kann. Dies ermöglicht allerdings nur eine Steckverbindung,
wenn als Steckkontakt eine Buchse verwendet wird.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Steckverbinder und ein Verfahren zu
seiner Montage derart weiterzubilden, daß sich geringe Herstellkosten bei gleichzeitig
weiterhin zuverlässiger elektrischer Verbindung zwischen den beiden Kontakten ergeben.
Der Steckverbinder soll weiterhin eine Modulbauweise ermöglichen, so daß mit wenigen
Bauteilen eine Vielzahl von Anwendungsfällen abgedeckt werden kann.
[0004] Zu diesem Zweck ist der erfindungsgemäß ein Steckverbinder vorgesehen mit einem ersten
Isolierkörper, mindestens einem Anschlußkontakt, der in dem ersten Isolierkörper angeordnet
und dafür vorgesehen ist, mit einem Leiter verbunden zu werden, einem zweiten Isolierkörper
und einem Steckkontakt, der in dem zweiten Isolierkörper angeordnet und dafür vorgesehen
ist, mit einem komplementären Steckverbinder verbunden zu werden, wobei der Steckkontakt
und der Anschlußkontakt miteinander durch eine Steckverbindung elektrisch leitend
verbunden sind, die gebildet ist durch zwei Federlaschen an einem der beiden Kontakte,
die mit dem anderen Kontakt zusammenwirken. Die beiden Federlaschen ermöglichen durch
ihre Elastizität, über lange Zeiträume eine gewünschte Kontaktkraft zwischen dem Steckkontakt
und dem Anschlußkontakt aufrechtzuerhalten. Diese Kontaktkraft ist höher als bei der
Verwendung von Buchse und Stift, da sich anstelle einer Flächenberührung, wie sie
im Stand der Technik eintritt, eine linienförmige Berührung oder sogar Punktberührung
einstellt. Die Stecklasche kann mit besonders geringem Aufwand dann ausgebildet werden,
wenn es sich bei dem entsprechenden Kontakt um einen flachen Kontakt handelt, der
beispielsweise aus einem Blech ausgestanzt wird, beispielsweise um eine Schneidklemme,
die als Anschlußkontakt für ein an den Steckverbinder anzuschließendes Kabel dient.
[0005] Aufgrund der Verwendung der Steckverbindung zwischen dem Anschlußkontakt und dem
Steckkontakt ergibt sich eine besonders große Flexibilität bei der Herstellung. Die
beiden Kontakte können daher je nach der gewünschten Ausführungsform des Steckverbinders
in Längsrichtung oder auch im rechten Winkel zueinander ineinander eingesteckt sein.
[0006] Vorzugsweise ist vorgesehen, daß der Isolierkörper mit mindestens einem Führungsstift
versehen ist, der die korrekte Ausrichtung des Isolierkörpers gewährleistet, so daß
eine spezielle Polarisierung von Anschluß- und Steckkontakten relativ zueinander zuverlässig
beibehalten wird.
[0007] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß einer der
Isolierkörper ein Gehäuse des Steckverbinders ist und der andere Isolierkörper ein
Einsatzstück ist, das in dem Gehäuse aufgenommen ist. Bei dieser Gestaltung ergibt
sich eine besonders kostengünstige Herstellung, da lediglich die beiden Isolierkörper
mit den entsprechenden Kontakten bestückt werden müssen und abschließend der eine
Isolierkörper in den anderen eingesetzt werden muß, wobei eine Rastverbindung verwendet
werden kann, um den Isolierkörper im Gehäuse festzulegen. Beim Einschieben des Isolierkörpers
werden die Steck- und die Anschlußkontakte ineinander eingesteckt, ohne daß weitere
Schritte erforderlich sind. Bisher war eine solche Montage nicht möglich, da während
der Montage die Anschluß- und die Steckkontakte miteinander verlötet werden mußten.
[0008] Gemäß einer alternativen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen,
daß die beiden Isolierkörper in einem separaten Gehäuse angeordnet sind. Auch bei
dieser Ausführungsform ist eine besonders kostengünstige Montage möglich; die beiden
Isolierkörper müssen lediglich in das Gehäuse eingeschoben werden, wobei eine Rastverbindung
vorgesehen sein kann, mittels der die Isolierkörper im Gehäuse einrasten. Beim Einschieben
der Isolierkörper werden automatisch die Anschluß- und die Steckkontakte ineinander
eingesteckt, so daß die elektrisch leitende Verbindung zwischen ihnen hergestellt
wird.
[0009] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die beiden Isolierkörper umspritzt,
so daß ein Gehäuse gebildet ist. Auf diese Weise können die beiden Isolierkörper unlösbar
miteinander und mit dem Gehäuse verbunden werden, wobei eine große Gestaltungsfreiheit
für das Gehäuse besteht.
[0010] Vorzugsweise ist ein Adapter vorgesehen, in den der Steckkontakt und der Anschlußkontakt
eingesetzt sind. Dieser Adapter wirkt in der Art einer Montagehalterung, in der die
Steck- und die Anschlußkontakte zuverlässig aufgenommen sind, bevor die Isolierkörper
und die darin aufgenommenen Kontakte umspritzt werden. Da die Kontakte in dem Adapter
gehalten sind, kann die vormontierte Einheit, die aus den beiden mit ihren Kontakten
in den Adapter eingesteckten Isolierkörpern besteht, während der Montage zuverlässig
gehandhabt werden, ohne daß die Gefahr besteht, daß die ineinander eingesteckten Anschluß-
und Steckkontakte sich voneinander lösen.
[0011] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0012] Die Erfindung wird nachfolgend anhand verschiedener Ausführungsformen beschrieben,
die in den beigefügten Zeichnungen dargestellt sind. In diesen zeigen:
- Figur 1 in einer perspektivischen, teilgeschnittenen Ansicht einen Steckverbinder
gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung während der Montage;
- Figur 2 in einer perspektivischen Ansicht das Gehäuse des Steckverbinders von Figur
1 mit Anschlußkontakten, die in das Gehäuse eingesetzt werden;
- Figur 3 in einer perspektivischen Ansicht einen Isolierkörper, der in den Steckverbinder
von Figur 1 eingesetzt wird, mit Steckkontakten, die in den Isolierkörper eingesetzt
werden;
- Figur 4 in einer teilgeschnittenen Seitenansicht den Steckverbinder von Figur 1, wobei
der Isolierkörper nicht dargestellt ist;
- Figur 5 in einer perspektivischen Ansicht einen Steckverbinder gemäß einer zweiten
Ausführungsform der Erfindung;
- Figur 6 in einer perspektivischen Ansicht den Steckverbinder von Figur 5 während der
Montage, bevor das Gehäuse spritzgegossen wurde;
- Figur 7 in einer perspektivischen Ansicht die beiden Isolierkörper und den Adapter,
die bei dem Steckverbinder von Figur 5 verwendet werden;
- Figur 8 in einer perspektivischen Ansicht einen der Isolierkörper von Figur 7 mit
den in ihn eingesetzten Steckkontakten;
- Figur 9 in einer perspektivischen Ansicht den anderen der Isolierkörper von Figur
7 mit den in ihn eingesetzten Anschlußkontakten;
- Figur 10 in einer perspektivischen, teilgeschnittenen und abgebrochenen Ansicht einen
Steckverbinder gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung während der Montage;
und
- Figur 11 den Steckverbinder von Figur 10 im montierten Zustand.
[0013] In den Figuren 1 bis 4 ist ein Steckverbinder gemäß einer ersten Ausführungsform
gezeigt. Er weist einen ersten Isolierkörper 10 auf, der bei dieser Ausführungsform
gleichzeitig das Gehäuse des Steckverbinders bildet. Der erste Isolierkörper weist
mehrere Aufnahmeschlitze 12 auf, in die jeweils ein Anschlußkontakt 14 eingesetzt
ist. Unter Anschlußkontakt wird hier ein Kontakt verstanden, der dazu vorgesehen ist,
an beispielsweise einen Leiter eines Kabels angeschlossen zu werden. Bei der gezeigten
Ausführungsform sind die Anschlußkontakte 14 an ihrem Anschlußende als Schneidklemmen
16 (siehe Fig. 2) ausgebildet, in die der Leiter des anzuschließenden Kabels eingepreßt
werden kann, so daß die Schneidklemmen die Isolierung des Leiters durchschneiden und
automatisch die Kontaktierung erfolgt. An ihrem von den Schneidklemmen 16 abgewandten
Ende sind die Kontakte mit jeweils einer Stecklasche 18 versehen, deren Funktion später
erläutert wird. Zwischen der Schneidklemme 16 und der Stecklasche 18 ist jeder Anschlußkontakt
mit einer Verriegelungslasche 20 versehen, so daß der Anschlußkontakt, wenn er in
den Aufnahmeschlitz 12 in der Richtung des Pfeils P von Fig. 2 eingeschoben wird,
unlösbar einrastet.
[0014] Der erste Isolierkörper 10 ist so ausgebildet, daß eine Aufnahme 22 gebildet ist,
welche die Stecklaschen 18 der Anschlußkontakte 14 umgibt. In die Aufnahme 22 kann
ein zweiter Isolierkörper 24 eingesetzt werden, der mit Steckkontakten 26 (siehe auch
Fig. 3) versehen ist. Unter einem Steckkontakt wird hier ein Kontakt verstanden, der
dafür vorgesehen ist, mit einem Kontakt eines komplementären Steckverbinders in Eingriff
gebracht zu werden. Es kann sich dabei beispielsweise um einen Buchsenkontakt oder
einen Stiftkontakt handeln.
[0015] Der zweite Isolierkörper 24 ist mit mehreren Aufnahmebohrungen 28 versehen, in welche
die Steckkontakte 26 so eingesteckt werden, daß sie darin einrasten. Jeder Steckkontakt
weist bei der gezeigten Ausführungsform einen Buchsenabschnitt 30 auf, in den ein
Stiftkontakt eines komplementären Steckverbinders eingesteckt werden kann, sowie zwei
Federlaschen 32, die einander durch einen Schlitz getrennt gegenüber liegen und jeweils
in zwei Federsegmente unterteilt sind.
[0016] Am zweiten Isolierkörper 24 sind mehrere Rastnasen 34 vorgesehen, von denen in Fig.
3 nur eine einzige zu sehen ist. Am ersten Isolierkörper 10 sind komplementäre Gestaltungen
vorgesehen, an denen die Rastnasen einrasten können. Am ersten Isolierkörper 10 sind
außerdem mehrere Führungsstifte 36 ausgebildet, die in komplementäre Führungsöffnungen
38 am zweiten Isolierkörper 24 eingreifen können.
[0017] Der Steckverbinder wird in der folgenden Weise montiert: Zunächst werden die Anschlußkontakte
14 in die Aufnahmeschlitze 12 des ersten Isolierkörpers und die Steckkontakte 26 in
die Aufnahmebohrungen 28 des zweiten Isolierkörpers 24 eingeschoben, so daß sie dort
jeweils einrasten. Dann wird der zweite Isolierkörper 24 in den ersten Isolierkörper
10 eingeschoben, wobei die Führungsstifte 36 zusammen mit den Führungsöffnungen 38
die korrekte Ausrichtung der beiden Isolierkörper zueinander gewährleisten, so daß
eine spezielle Codierung erzielt wird. Beim Einschieben des zweiten Isolierkörpers
24 in den ersten Isolierkörper 10 werden die Federlaschen 32 der Steckkontakte 26
auf die Stecklaschen 18 der Anschlußkontakte 14 aufgeschoben, so daß sich eine elektrisch
leitende Verbindung zwischen den Anschlußkontakten 14 und den Steckkontakten 26 ergibt.
Wenn der zweite Isolierkörper 24 vollständig in den ersten Isolierkörper 10 eingeschoben
ist, schnappen die Rastnasen 34 am ersten Isolierkörper 10 ein, so daß die beiden
Isolierkörper fest miteinander verbunden sind. Dieser Zustand ist in Fig. 4 zu sehen;
die Federlaschen 32 sind vollständig auf die Stecklaschen 18 der Anschlußkontakte
aufgeschoben. Der Steckverbinder ist dann fertig montiert.
[0018] Abgesehen von der besonders einfachen Montage, die lediglich aus mehreren Steckvorgängen
besteht, die noch dazu in derselben Richtung erfolgen, ermöglicht der beschriebene
Aufbau eine besonders variable Herstellung, da verschiedene Isolierkörper mit verschiedenen
Kontakten nach Art eines Modulsystems kombiniert werden können.
[0019] Alternativ zur Befestigung der Anschluß- und der Steckkontakte durch Einrasten kann
auch vorgesehen sein, daß die Kontakte entweder nur lose in die Aufnahmeschlitze des
ersten Isolierkörpers und die Aufnahmebohrungen des zweiten Isolierkörpers eingesetzt
sind oder dort mit einer Preßpassung eingeschoben werden. Die endgültige Festlegung
erfolgt erst, wenn der zweite Isolierkörper in den ersten Isolierkörper eingesteckt
ist.
[0020] In den Figuren 5 bis 9 ist ein Steckverbinder gemäß einer zweiten Ausführungsform
gezeigt. Für die von der ersten Ausführungsform bekannten Bauteile werden dieselben
Bezugszeichen verwendet, und es wird auf die obigen Erläuterungen verwiesen.
[0021] Im Unterschied zur ersten Ausführungsform wird bei der zweiten Ausführungsform nicht
der eine Isolierkörper in den anderen eingesteckt, sondern es werden beide Isolierkörper
in einen Adapter 50 eingesteckt. Dieser ist mit Stecköffnungen 52 für die Anschlußkontakte
und die Steckkontakte versehen. Bei der gezeigten Ausführungsform ist der Adapter
50 so ausgebildet, daß die Steck- und die Anschlußkontakte nicht in Längsrichtung
ineinander eingesteckt werden, wie dies bei der ersten Ausführungsform der Fall ist,
sondern im rechten Winkel zueinander.
[0022] Auch bei dieser Ausführungsform ist der erste Isolierkörper mit Führungsstiften 36
versehen, wobei die komplementären Führungsöffnungen nunmehr am Adapter 50 vorgesehen
sind. Auf der Außenfläche des ersten Isolierkörpers 10 ist ein Gewinde ausgebildet,
auf das später eine Überwurfmutter aufgeschraubt werden kann.
[0023] Der zweite Isolierkörper 24 ist mit einer Überwurfmutter 54 versehen, die drehbar
auf ihm angebracht ist. Mit der Überwurfmutter kann später ein komplementärer Steckverbinder
verriegelt werden, der in die Steckkontakte 26 eingreift.
[0024] Der wesentlichste Unterschied zur ersten Ausführungsform besteht darin, daß bei der
zweiten Ausführungsform ein separates Gehäuse vorgesehen ist. Dieses ist hier als
Spritzgußgehäuse 56 ausgebildet, in welchem der erste Isolierkörper 10, der zweite
Isolierkörper 24 und der Adapter 50 unlösbar eingebettet sind.
[0025] Der beschriebene Steckverbinder wird in der folgenden Weise montiert: Zunächst werden
die Anschlußkontakte 14 in den ersten Isolierkörper 10 und die Steckkontakte 26 in
den zweiten Isolierkörper 24 eingesetzt. Anschließend werden die Anschlußkontakte
und die Steckkontakte in den Adapter 50 eingeschoben, wobei sie mittels ihrer Stecklaschen
18 und Federlaschen 32 eine elektrisch leitende Verbindung ausbilden. Die Stecköffnungen
52 und die Führungsöffnungen 38 im Adapter sind so dimensioniert, daß die beiden Isolierkörper
10, 24 , unterstützt durch die Reibung zwischen den Stecklaschen 18 und den Federlaschen
32, im Adapter 50 gehalten werden. Es ist auf diese Weise eine vormontierte Baugruppe
gebildet, die in Fig. 6 gezeigt ist und für die weitere Montage problemlos gehandhabt
werden kann. Anschließend werden der erste und der zweite Isolierkörper sowie der
Adapter mit einem Kunststoffmaterial umspritzt, so daß das Spritzgußgehäuse 56 gebildet
ist.
[0026] Auch bei dieser Ausführungsform lassen sich verschiedene Isolierkörper mit verschiedenen
Anschlußkontakten und Steckkontakten in Modulbauweise miteinander kombinieren. Das
Gehäuse kann in flexibler Weise an die jeweiligen Anforderungen angepaßt werden.
[0027] In den Figuren 10 und 11 ist ein Steckverbinder gemäß einer dritten Ausführungsform
gezeigt. Die dritte Ausführungsform ähnelt der ersten Ausführungsform hinsichtlich
der Ausgestaltung der beiden Isolierkörper 10, 24. Der Unterschied zur ersten Ausführungsform
liegt in der Ausgestaltung der Steckverbindung zwischen den Schneidklemmen 16 und
den Steckkontakten 26.
[0028] Bei der dritten Ausführungsform ist jede Schneidklemme mit zwei nebeneinanderliegenden
Federlaschen 32' versehen, die zusammen einen allgemein rechteckigen Körperabschnitt
und einen abgerundeten Kopfabschnitt bilden. Der die beiden Federlaschen 32' voneinander
trennende Schlitz endet in einer kreisrunden Ausnehmung, die zum einen die gewünschte
Elastizität der Federlaschen 32' relativ zueinander ermöglicht und zum anderen eine
Kerbwirkung am Ende des Schlitzes vermeidet.
[0029] Die Steckkontakte sind mit einer Steckbuchse 18' mit kreisförmigem Querschnitt zur
Aufnahme des von den beiden Federlaschen 32' gebildeten Kopfabschnittes versehen.
[0030] Wenn der mit den Steckkontakten 26 versehene zweite Isolierkörper 24 in die Aufnahme
22 im ersten Isolierkörper eingeschoben wird, wird der abgerundete Kopfabschnitt der
Federlaschen 32' in die Steckbuchse 18' des entsprechenden Steckkontakts 26 eingeschoben.
Dabei werden der Kopfabschnitt und dadurch auch der Körperabschnitt elastisch zusammengedrückt,
und es ergibt sich eine sichere Kontaktierung zwischen den Schneidklemmen und den
Steckkontakten. Im Gegensatz zur ersten Ausführungsform, bei der die Stecklasche des
Steckkontakts zwischen die Federlaschen gesteckt wurde, greift also der Steckkontakt
auf der Außenseite der Federlaschen an.
[0031] Wenn der zweite Isolierkörper 24 vollständig in die Aufnahme 22 im ersten Isolierkörper
eingeschoben ist (siehe Figur 11), liegt die Stirnseite der Steckbuchse 18' am Übergang
zwischen dem Kopfabschnitt und dem Körperabschnitt der Federlaschen 32' an.
Bezugszeichenliste:
[0032]
- 10:
- erster Isolierkörper
- 12:
- Aufnahmeschlitz
- 14:
- Anschlußkontakt
- 16:
- Schneidklemme
- 18:
- Stecklasche
- 18':
- Steckbuchse
- 20:
- Verriegelungslasche
- 22:
- Aufnahme
- 24:
- zweiter Isolierkörper
- 26:
- Steckkontakt
- 28:
- Aufnahmebohrung
- 30:
- Buchsenabschnitt
- 32:
- Federlasche
- 32':
- Federlasche
- 34:
- Rastnase
- 36:
- Führungsstift
- 38:
- Führungsöffnung
- 50:
- Adapter
- 52:
- Stecköffnung
- 54:
- Überwurfmutter
- 56:
- Spritzgußgehäuse
1. Steckverbinder mit einem ersten Isolierkörper (10), mindestens einem Anschlußkontakt
(14), der in dem ersten Isolierkörper angeordnet und dafür vorgesehen ist, mit einem
Leiter verbunden zu werden, einem zweiten Isolierkörper (24) und mindestens einem
Steckkontakt (26), der in dem zweiten Isolierkörper angeordnet und dafür vorgesehen
ist, mit einem komplementären Steckverbinder verbunden zu werden, wobei der Steckkontakt
und der Anschlußkontakt miteinander durch eine Steckverbindung (18, 32) elektrisch
leitend verbunden sind, die gebildet ist durch zwei Federlaschen (32; 32') an einem
der beiden Kontakte, die mit dem anderen Kontakt zusammenwirken.
2. Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steckverbindung zwischen dem Steckkontakt und dem Anschlußkontakt eine Stecklasche
(18) enthält, die an einem der beiden Kontakte gebildet ist und die zwischen den beiden
Federlaschen (32) aufgenommen ist.
3. Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steckverbindung zwischen dem Steckkontakt und dem Anschlußkontakt eine Steckbuchse
(18') enthält, die an einem der beiden Kontakte gebildet ist und die auf die beiden
Federlaschen (32) aufgesteckt ist.
4. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Steckkontakt (14) und der Anschlußkontakt (26) in Längsrichtung ineinander eingesteckt
sind.
5. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Steckkontakt (26) und der Anschlußkontakt (14) im rechten Winkel zueinander ineinander
eingesteckt sind.
6. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierkörper (10, 24) mit mindestens einem Führungsstift (36) versehen ist,
der die korrekte Ausrichtung des Isolierkörpers gewährleistet.
7. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Isolierkörper ein Gehäuse (10) des Steckverbinders ist und der andere Isolierkörper
ein Einsatzstück (24) ist, das in dem Gehäuse (10) aufgenommen ist.
8. Steckverbinder nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Einsatzstück (24) in dem Gehäuse (10) eingerastet ist.
9. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Isolierkörper (10, 24) in einem separaten Gehäuse (56) angeordnet sind.
10. Steckverbinder nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Isolierkörper (10, 24) in dem Gehäuse eingerastet sind.
11. Steckverbinder nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Isolierkörper (10, 24) umspritzt sind.
12. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß ein Adapter (50) vorgesehen ist, in den der Steckkontakt (26) und der Anschlußkontakt
(14) eingesetzt sind.
13. Verfahren zur Montage eines Steckverbinders mittels der folgenden Schritte:
- in einen ersten Isolierkörper (10) wird mindestens ein Anschlußkontakt (14) eingesetzt;
- in einen zweiten Isolierkörper (24) wird mindestens ein Steckkontakt (26) eingesetzt;
- der Steckkontakt (26) und der Anschlußkontakt (14) werden ineinander eingesteckt.
14. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Isolierkörper (10, 24) in den anderen eingesetzt wird, um die beiden Kontakte
ineinander einzustecken.
15. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Steckkontakt (26) und der Anschlußkontakt (14) in einen Adapter (50) eingesteckt
werden.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Isolierkörper (10, 24) mit einem Kunststoff umspritzt werden, so daß ein
Gehäuse (56) gebildet wird, in welchem die beiden Isolierkörper fest verankert sind.