[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entfernen von Flüssigkeiten von der Oberfläche
eines aus einer Bandbearbeitungsmaschine, insbesondere einem Walzgerüst, geförderten
Bandes mittels Gasstrahlen.
[0002] Vorrichtungen der voranstehend genannten Art sind erforderlich, um insbesondere von
schnell laufenden metallischen Walzbändern Schmiermittelreste zu entfernen. Diese
Schmiermittelreste bleiben nach dem Walzvorgang als Rückstände des Schmiermittels
auf dem Band haften, das beim Walzen auf das Band aufgebracht wird. Erfolgt die Entfernung
der Schmiermittelflüssigkeit nicht in ausreichendem Maße, so bilden die Schmiermittelreste
nach dem Aufhaspeln des Bandes zu einem Bandbund zwischen dessen einzelnen Windungen
einen Schmierfilm. Dieser Schmierfilm kann dazu führen, daß die einzelnen Windungen
des Bandbundes teleskopieren, sich also beim Aufhaspeln in Haspelachsrichtung verschieben.
Zudem sind für die Weiterverarbeitung der Bänder üblicherweise sehr niedrige Schmiermittelrückstandsmengen
bezogen auf die Oberfläche des Walzbandes vorgeschrieben.
[0003] Schon seit längerem wird versucht, Rückstände, die nach einer Behandlung eines Bandes
auf diesem verbleiben, von dem Band durch Abblasen beispielsweise mittels Luft zu
entfernen. So ist aus der amerikanischen Patentschrift US-PS 3 607 366 eine Vorrichtung
bekannt, bei der Schlitzstrahldüsen mit einer bestimmten Neigung ihrer Strahlrichtung
gegen die Laufrichtung des zu reinigenden Bandes ausgerichtet sind und sich im wesentlichen
über dessen Breite erstrecken. Dabei ist der aus den Schlitzstrahldüsen austretende
Gasstrahl derart ausgerichtet, daß er im wesentlichen gegen die Förderrichtung des
Bandes gerichtet ist. Bei der praktischen Erprobung derartiger Vorrichtungen zum Entfernen
von Rückständen auf Bändern hat sich herausgestellt, daß die mit diesen Vorrichtungen
erzielbare Reinigungswirkung nicht ausreichend ist, um insbesondere in Walzgerüsten
bearbeitete Walzbänder vollständig von den nach jedem Walzvorgang auf ihnen verbleibenden
Schmiermittelresten zu befreien.
[0004] Eine verbesserte Vorrichtung zum Entfernen von Flüssigkeiten von der Oberfläche eines
Bandes ist in der deutschen Offenlegungsschrift DE 42 15 602 A1 beschrieben. Bei dieser
Vorrichtung wird der Gasstrahl über eine ebenfalls quer zur Bandlaufrichtung angeordnete
Schlitzstrahldüse mit einem bestimmten Neigungswinkel gegen die Förderrichtung des
Bandes auf diese geblasen, wobei das Verhältnis zwischen der Weite der Schlitzstrahldüse
und ihrem Abstand zu dem Band derart gewählt ist, daß der Gasstrahl mit einer hohen
Geschwindigkeit auf das Band trifft. Gleichzeitig ist in einem bestimmten Abstand
in Förderrichtung des Bandes vor der Schlitzstrahldüse bei der bekannten Vorrichtung
ein Absaugspalt angeordnet, über den der Gasstrom und die mit ihm vermischte Flüssigkeit
von dem Band abgesaugt wird.
[0005] Beim praktischen Einsatz der aus DE 42 15 602 A1 bekannten Vorrichtung hat sich herausgestellt,
daß sich mit dieser im Bereich der Bandmitte eine ausreichende Reinigungswirkung erzielen
läßt. Gleichzeitig zeigte sich jedoch, daß im Bereich der seitlichen Ränder des Bandes,
dort wo sich oftmals besonders viel Flüssigkeitsreste ansammeln, die Reinigungswirkung
häufig nicht ausreicht.
[0006] Aus der britischen Patentanmeldung GB 2 111 885 ist eine Vorrichtung der eingangs
genannten Art bekannt. Bei dieser bekannten Vorrichtung werden zwei Gasstrahlen aus
in Förderrichtung des Bandes hintereinander angeordneten Düsen zur Reinigung der Bandoberfläche
in einer im wesentlichen gegen die Förderrichtung des Bandes gerichteten Strömung
auf diese geblasen. Dabei entsteht zusätzlich eine Seitenströmung, die zu einem der
seitlichen Ränder bzw. zu beiden seitlichen Rändern des Bandes gerichtet ist. Gleichzeitig
ist die Absaugöffnung seitlich von dem Band angeordnet, so daß das Gas-/ Flüssigkeitsgemisch
unmittelbar neben dem Band abgeführt wird. Auf diese Weise ist es möglich, einen großen
Volumenstrom von Gas mit hoher Strömungsgeschwindigkeit über das Band zu leiten. Der
Massenimpuls dieses großen Volumenstroms reicht aus, um auch größere Flüssigkeitsmengen
von der Oberfläche des zu reinigenden Bandes und insbesondere von dessen Randbereichen
abzutransportieren.
[0007] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung der voranstehend erläuterten
Art dahingehend zu verbessern, daß mit einer solchen Vorrichtung eine weiter verbesserte
Reinigung der Oberfläche des Bandes über dessen gesamte Breite erreicht werden kann.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung zum Entfernen von Flüssigkeiten
von der Oberfläche eines aus einer Bandbearbeitungsmaschine, insbesondere einem Walzgerüst,
geförderten Bandes gelöst, die mit mindestens zwei in Förderrichtung des Bandes beabstandet
hintereinander angeordneten Austrittsdüsen, die derart gegeneinander gerichtet sind,
daß die aus gegenüberliegenden Austrittsdüsen austretenden Gasstrahlen mit mindestens
einem Teilstrom gegeneinander strömen und daß sich die derart aufeinander treffenden
Gasstrahlen zu einer gemeinsamen gegen mindestens einen der seitlichen Ränder des
Bandes strömenden Strömung vereinigen, und mit einer Saugöffnung ausgestattet ist,
die demjenigen Rand zugeordnet ist, zu welchem die gemeinsame Strömung der Gasstrahlen
strömt.
[0009] Bei der erfindungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung wird erreicht, daß sich die einzelnen,
aus den Düsen austretenden Gasstrahlen zu einem Volumenstrom vereinigen, der einen
besonders hohen Massenimpuls bzw. eine besonders hohe Bewegungsenergie weitergeben
kann. Dabei entstehen Verwirbelungen in dem Bereich, in dem sich die Gasstrahlen mischen.
Diese Verwirbelungen begünstigen das Vernebeln der auf der Bandoberfläche haftenden
Flüssigkeit. Zusätzlich begünstigt wird diese Vermischung der mindestens aus zwei
Austrittsdüsen austretenden Gasstrahlen dadurch, daß mindestens ein Teilstrom des
aus den Austrittsdüsen jeweils austretenden Gasstrahls gegen denjenigen Gasstrahl
gerichtet ist, der aus der jeweils gegenüberliegenden Austrittsdüse austritt.
[0010] Da insbesondere im Randbereich des Bandes ein großer Volumenstrom zum Abtransport
der dort an dem Band haftenden Flüssigkeit benötigt wird, ist es sinnvoll, wenn die
erfindungsgemäße Vorrichtung mit einer Vielzahl von in Reihen über die Breite des
Bandes nebeneinander angeordneten Austrittsdüsen ausgestattet ist. In diesem Fall
nimmt der Gasvolumenstrom bedingt dadurch, daß ihm aus jeder der Austrittsdüsen ein
zusätzlicher Teilstrom zugefügt wird, zum seitlichen Rand des Bandes hin zu. Dabei
kann die Anordnung der Austrittsdüsen so gewählt werden, daß die Zunahme des Volumenstroms
über die Breite des Bandes den durch die Ansammlung der Flüssigkeit vorgegebenen Bedingungen
optimal angepaßt ist. Ein weiterer Vorteil der Anordnung von Austrittsdüsen nebeneinander
in Reihen besteht darin, daß eine bestimmte Zahl der Düsen derart ausgerichtet sein
kann, daß der aus ihnen austretende Gasstrahl unmittelbar in Richtung des seitlichen
Randes auf das Band aufgeblasen wird, während eine bestimmte Anzahl der restlichen
Düsen beispielsweise in oder entgegen der Förderrichtung des Bandes ausgerichtet ist.
Die dann in unterschiedlichen Richtungen aufeinander stoßenden Gasstrahlströmungen
bewirken, daß die Gasstrahlen sich unter verstärkter Verwirbelung zu einer konzentrierten
Strömung mit hoher kinetischer Energie vereinigen. Ebenso ist es möglich, Reihen von
Düsen mit verschiedener Ausrichtung miteinander zu kombinieren, um eine günstige Strömungsentwicklung
zu erreichen.
[0011] Alternativ zu der Verwendung einer Vielzahl von in Reihen nebeneinander angeordneten
Austrittsdüsen kann die Austrittsdüse auch als Flachstrahldüse ausgebildet sein. Bei
Verwendung einer solchen Flachstrahldüse nimmt der Volumenstrom beispielsweise beginnend
mit der Bandmitte linear zum seitlichen Rand des Bandes zu. Dabei kann der aus der
Flachstrahldüse austretende Gasstrahl so gegen das Band gerichtet sein, daß bei Verwendung
von zwei gegenüberliegend angeordneten Flachstrahldüsen sich die aus ihnen austretenden
Gasstrahlen zu einem Volumenstrom von ebenfalls hoher Bewegungsenergie vereinigen.
[0012] Alternativ oder ergänzend zu einer bestimmten Ausrichtung der Austrittsdüsen kann
im Bereich der Austrittsdüsen mindestens eine Leiteinrichtung zum Umlenken des Gasstrahls
in die gewünschte Richtung angeordnet sein. Auch auf diese Weise läßt sich die Bildung
eines konzentrierten Volumenstroms und die optimale Vernebelung der auf der Bandoberfläche
haftenden Flüssigkeit mit dem Gasstrom begünstigen.
[0013] In solchen Fällen, in denen die in den Randbereichen des Bandes angesammelten Flüssigkeitsmengen
annähernd gleich sind, ist es günstig, wenn die Leiteinrichtung derart ausgebildet
ist, daß ein Teilstrom des aus der Austrittsdüse austretenden Gasstrahls in Richtung
des einen seitlichen Randes des Bandes strömt, während der andere Teilstrom in Richtung
des anderen Randes des Bandes strömt, und wenn gleichzeitig beiden Rändern des Bandes
jeweils eine Absaugöffnung zugeordnet ist. Auf diese Weise kann bei beidseitig auftretenden
Ansammlungen von Flüssigkeit die Bandoberfläche über ihre gesamte Breite gleichmäßig
von auf ihr haftender Flüssigkeit befreit werden.
[0014] Zur Unterstützung der Seitenströmung des Gasstrahls kann auch eine direkte Zufuhr
des Gasstrahls in den zwischen den Austrittsdüsen ausgebildeten Abströmkanal erfolgen.
Dies läßt sich beispielsweise dadurch verwirklichen, daß zwischen den Austrittsdüsen
mindestens eine weitere, insbesondere mittig zwischen den seitlichen Rändern des Bandes
positionierte Austrittsöffnung angeordnet ist, über die ein im wesentlichen quer zur
Förderrichtung des Bandes gerichteter Gasstrahl auf die Bandoberfläche trifft.
[0015] Die Vielseitigkeit der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann auch dadurch vergrößert
werden, daß die Austrittsdüsen in einem Düsenkörper ausgebildet sind, der lösbar in
einer Ausnehmung eines Gehäuseelements gehalten ist, und daß in die Ausnehmung alternativ
zu dem Düsenkörper ein in dieser im wesentlichen vertikal zur Oberfläche des Bandes
beweglicher, eine Abstreifdichtung tragender Dichtungsträger einsetzbar ist, welcher
mit dem Druck des Gasstrahls beaufschlagbar ist. Bei Verwendung von mindestens zwei
derartigen Düsen kann es je nach Anwendungsfall auch günstig sein, eine Austrittsdüse
mit einer entsprechenden Abstreifdichtung zu kombinieren.
[0016] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Vorrichtung zum Entfernen von Flüssigkeit von der Oberfläche eines Bandes in
einer längsgeschnittenen Teilansicht;
- Fig. 2
- die Vorrichtung nach Fig. 1 in einer quergeschnittenen Teilansicht;
- Fig. 3
- die Vorrichtung nach den Fig. 1 oder 2 in einer horizontal geschnittenen Teilansicht;
- Fig. 4a
- einen vergrößerten Ausschnitt A der Fig. 3;
- Fig. 4b
- eine alternative Ausführung der in den Fig. 1-4a gezeigten Vorrichtungen in einem
dem Ausschnitt A der Fig. 3 entsprechenden Ausschnitt;
- Fig. 5a,b,c
- weitere alternative Ausführungen der in den Fig. 1 bis 4b gezeigten Vorrichtungen
in jeweils einer dem Ausschnitt A der Fig. 3 entsprechenden Ansicht;
- Fig. 6
- xeine weitere alternative Ausführung der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtungen in einer
der Fig. 1 entsprechenden, gegenüber dieser aber vergrößerten Ansicht.
[0017] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Entfernen von Flüssigkeit von der oberen und
unteren Oberfläche O',O'' eines aus einem nicht gezeigten Walzgerüst geförderten Bandes
B weist ein Gehäuse 1 auf, dessen Gehäusehälften 1a,1b bezogen auf das Band B spiegelsymmetrisch
aufgebaut sind, wobei die obere Gehäusehälfte 1a der oberen Bandoberfläche O' und
die untere Gehäusehälfte 1b der unteren Bandoberfläche O'' zugeordnet ist.
[0018] Die Gehäusehälften 1a,1b stehen seitlich über die Ränder R des Bandes B hinaus. Sie
weisen jeweils eine erste Austrittsdüse 2 auf, die jeweils einer oberhalb bzw. unterhalb
des Bandes B angeordneten, den Gehäusehälften 1a,1b in Förderrichtung F des Bandes
vorgeordneten Abquetschrolle 3 zugeordnet sind.
[0019] In Förderrichtung F beabstandet zu der ersten Austrittsdüse 2 ist in den Gehäusehälften
1a,b jeweils eine zweite Austrittsdüse 4 ausgebildet. Eine dritte Austrittsdüse 5
ist jeweils in dem von den Abquetschrollen 3 abgewandten Randbereich der Gehäusehälften
1a,1b angeordnet.
[0020] Bei dem in den Figuren 1,2,3 und 4a gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Austrittsdüsen
2,4,5 jeweils als sich über die Breite der jeweiligen Gehäusehälfte 1a,1b erstreckende
Flachstrahldüsen ausgebildet. Dabei ist die Flachstrahldüse 2 jeweils derart gegen
die Quetschrollen 3 gerichtet, daß auf den Bandoberflächen O',O'' haftende Flüssigkeit
durch den aus den Austrittsdüsen 2 austretenden Gasstrahl G1, beispielsweise einem
Luftstrahl, in den Abquetschspalt 6 geblasen wird. Auf diese Weise wird ein erster
Teil der auf den Bandoberflächen O',O'' haftenden Flüssigkeit von den Bandoberflächen
O',O'' zu den Rändern R des Bandes B getrieben. Dabei wirkt der Gasstrahl G1 außerhalb
der jeweiligen Randbereiche in Richtung des Abquetschspaltes 6 gerichtet als Sperrstrahl
für die Flüssigkeit auf den Bandoberflächen O',O''. Die zweite Flachstrahldüse 4 ist
in Förderrichtung F des Bandes B gerichtet, während die dritte Flachstrahldüse 5 entgegen
der Förderrichtung F ausgerichtet ist.
[0021] Im Zwischenraum zwischen den Flachstrahldüsen 4,5 ist in die der jeweiligen Bandoberfläche
O',O'' zugeordnete Oberfläche der Gehäusehälfte 1a,1b ein Kanal 7 eingeformt. Dieser
Kanal 7 erstreckt sich quer zur Förderrichtung F des Bandes B über die Breite der
jeweiligen Gehäusehälften 1a,1b. Er ist bezüglich der Mitte M des Bandes B symmetrisch
aufgebaut und weist im Bereich der Bandmitte M eine in Richtung des jeweiligen Randes
R des Bandes B zunehmende Höhe h und Breite b auf, um den zu den Rändern R des Bandes
B hin zunehmend größeren Gasvolumenstrom abzuführen.
[0022] Alternativ zu den voranstehend erwähnten Flachstrahldüsen 2,4,5 können auch Reihen
von entsprechend ausgerichteten Rundstrahldüsen eingesetzt werden.
[0023] Seitlich des Bandes B, am Ende des Kanals 7 ist jeweils eine Absaugöffnung 8a eines
Absaugkanals 8 angeordnet, der an eine nicht gezeigte Absaugeinrichtung angeschlossen
ist.
[0024] Im Bereich der Bandmitte M und mittig zwischen den Austrittsdüsen 4,5 angeordnet,
ist in den Gehäusehälften 1a,1b jeweils eine Austrittsdüse 9 ausgebildet. Die zusätzliche
Austrittsdüse 9 weist eine annähernd nutförmig ausgebildete, sich in Richtung des
Bandes trichterförmig erweiternde Austrittsöffnung 9a auf, deren lange Achse sich
quer zur Förderrichtung F des Bandes B erstreckt. Auf diese Weise strömt der Gasstrahl
Gz, der unter Druck aus der Austrittsdüse 9 austritt, in zwei Teilströmen Gzl und
Gzr unmittelbar zu dem linken bzw. . rechten Rand R des Bandes B.
[0025] Die Austrittsdüsen 2,4,5,9 sind über Verbindungskanäle 10 mit einer zentralen, nicht
gezeigten Gasversorgungseinrichtung verbunden, über die der Gasstrom G unter Druck
in die Verbindungskanäle 10 eingespeist wird.
[0026] Leiteinrichtungen 11 sind im Bereich der Austrittsöffnungen der Austrittsdüsen 2,4,5
angeordnet und stellen sicher, daß der aus der jeweiligen Austrittsdüse 4,5 ausströmende
Gasstrahl G4,G5 im spitzen Winkel gegen den jeweiligen Rand R des Bandes B und gleichzeitig
gegen den aus der jeweils gegenüberliegenden Austrittsdüse 5,4 austretenden Gasstrahl
G5,G4 gerichtet ist. Dabei ist der jeweilige Gasstrahl G4,G5 so ausgerichtet, daß
er an jeweils einer anderen Stelle des Bandes B wirksam wird als der jeweils andere
Gasstrahl G5,G4. Auf diese Weise wird erreicht, daß sich die Gasstrahlen G4,G5 unter
starker Verwirbelung und Vernebelung der auf dem Band B angesammelten Flüssigkeit
miteinander vermischen und gemeinsam eine Seitenströmung S in Richtung des jeweiligen
Randes R des Bandes B bilden, von der die auf dem Band B angesammelte Flüssigkeit
mitgenommen wird.
[0027] Begünstigt wird die Entstehung der Seitenströmung S durch den Gasstrom Gzl bzw. Gzr,
die unmittelbar auf die jeweiligen seitlichen Ränder R ausgerichtet sind. Dabei wird
das Entfernen der größeren Flüssigkeitsansammlungen im Bereich der jeweiligen Ränder
R des Bandes B zusätzlich dadurch unterstützt, daß die Menge des strömenden Gases
in Richtung des Randes R zunimmt.
[0028] Das in Fig. 4b gezeigte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem voranstehend
erläuterten dadurch, daß dort anstelle von Austrittsdüsen 4,5, die jeweils als Flachstrahldüsen
ausgebildet sind, eine Vielzahl von Schlitzdüsen 12 Verwendung findet, die winklig
in Richtung des jeweiligen Randes R ausgerichtet und symmetrisch zur Mitte M des Bandes
B in einer Reihe nebeneinander angeordnet sind. Die Breite der Austrittsöffnungen
der Schlitzdüsen 12 ist relativ gering. Durch diese Ausrichtung der Schlitzdüsen 12
ist sichergestellt, daß der aus ihnen jeweils austretende Gasstrahl G12 auf die aus
den jeweils gegenüberliegenden Schlitzdüsen austretenden Gasstrahlen G12 trifft und
sich mit diesen zu einer seitlichen Strömung S2 unter Verwirbelung und Mitnahme der
auf dem Band haftenden Flüssigkeit vereinigt. Dabei wird auch die Ausbildung dieser
Seitenströmung S2 durch die Gasstrahlen Gzl und Gzr unterstützt, die aus der zentral
angeordneten, zusätzlichen Austrittsdüse 9 austreten.
[0029] Bei dem in Fig. 5a gezeigten Ausführungsbeispiel strömt aus einer ersten sich mindestens
über die Breite des Bandes B erstreckenden Schlitzstrahldüse 13 ein Gasstrahl G13
in einer in Förderrichtung F des Bandes B gerichteten Strömung das Band B an. Gleichzeitig
strömt aus einer in Förderrichtung F beabstandet zu der Schlitzstrahldüse 13 angeordneten
Schlitzstrahldüse 14 ein gegen die Förderrichtung F gerichteter Gasstrahl G14. Im
Zwischenraum zwischen den Schlitzstrahldüsen 13,14 sind Strahldüsen 15,16 angeordnet,
aus denen jeweils ein unmittelbar zum jeweiligen Rand R ausgerichteter Gasstrahl G15,G16
austritt. Die Gasstrahlen G15,G16 vermischen sich aufgrund der unterschiedlichen Massenimpulse
der einzelnen Strömungen unter Wirbelbildung mit den aus den Schlitzdüsen 13,14 austretenden
Gasstrahlen G13,G14 zu einer gegen den jeweiligen Rand R gerichteten Seitenströmung
S2.
[0030] Bei dem in Fig. 5b gezeigten Ausführungsbeispiel ist anstelle der in Fig. 5a gezeigten
Schlitzstrahldüsen eine Vielzahl von Strahldüsen 17,18 in einer Reihe nebeneinander
angeordnet. Der aus ihnen austretende Gasstrahl G17,G18 ist wiederum in bzw. gegen
die Förderrichtung F des Bandes B gerichtet und vermischt sich ebenfalls mit den aus
den Strahldüsen 15,16 austretenden Gasstrahlen G15,G16 zu einer Seitenströmung.
[0031] Im Unterschied zu dem in Fig. 5b gezeigten Ausführungsbeispiel sind bei dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 5c die aus den Strahldüsen 17,18 austretenden Gasstrahlen G17',G18' nicht
unmittelbar in bzw. gegen die Förderrichtung F des Bandes B gerichtet. Statt dessen
strömen die Gasstrahlen G17',G18' in einer zum jeweils anderen Rand R gerichteten
Strömung aus den Strahldüsen G17,G18 aus und treffen dabei auf die gegen den jeweils
nächstbenachbarten Rand R gerichteten Gasstrahlen G15,G16. Dies führt zu einer noch
stärkeren Wirbelbildung, wodurch wiederum die Vernebelung von auf dem Band angesammelter
Flüssigkeit begünstigt wird.
[0032] Schließlich ist bei dem in Fig. 6 gezeigten Ausführungsbeispiel die der in Fig. 4
gezeigten Austrittsdüse 4 entsprechende Austrittsdüse 19 in einem Düsenkörper 20 ausgebildet.
Der Düsenkörper 20 ist in eine schienenartige, sich über die Breite der jeweiligen
Gehäusehälfte 1a,1b erstreckende Ausnehmung 21 eingeschoben und in dieser lösbar gehalten.
Darüber hinaus ist bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 anstelle der in Fig. 1
gezeigten Austrittsdüse 2 ein Lippenabstreifer 22 vorgesehen, der von einem Dichtungskörper
23 getragen wird. Der Dichtungskörper 23 ist ebenfalls lösbar in einer Ausnehmung
24 der jeweiligen Gehäusehälfte gehalten, so daß er bei Bedarf gegen einen nach Art
des Düsenkörpers 20 ausgebildeten Düsenkörper ausgetauscht werden kann. Dabei weist
der Dichtungskörper 24 eine gegenüber der Tiefe T der Ausnehmung geringere Höhe H
auf, so daß sich der Dichtungskörper 24, geführt durch die Seitenwände der Ausnehmung
24 in dieser bewegen kann. Gleichzeitig ist der Dichtungskörper 23 durch den Druck
des in der Verbindungsleitung 10 anstehenden Gases beaufschlagt. Auf diese Weise wird
erreicht, daß die Lippenabstreifdichtung 21 stets mit dem erforderlichen Anpressdruck
auf dem Band B aufliegt und gleichzeitig in der Lage ist, Bandunebenheiten elastisch
auszuweichen. Auch kann durch die Höhenverstellbarkeit des Dichtungskörpers 23 eine
Beschädigung des Lippenabstreifers 22 beim Einfädeln eines neuen Bandes B vermieden
werden.
1. Vorrichtung zum Entfernen von Flüssigkeiten von der Oberfläche (O',O'') eines aus
einer Bandbearbeitungsmaschine, insbesondere einem Walzgerüst, geförderten Bandes
(B)
- mit mindestens zwei in Förderrichtung (F) des Bandes (B) beabstandet hintereinander
angeordneten Austrittsdüsen (2,4,5,12-19), die derart gegeneinander gerichtet sind,
daß die aus gegenüberliegenden Austrittsdüsen (2,4,5,12-19) austretenden Gasstrahlen
(G1,G4,G5,Gzl,Gzr,G12-G18,G17',G18') mit mindestens einem Teilstrom gegeneinander
strömen und sich die derart aufeinander treffenden Gasstrahlen (G1,G4,G5,Gzl,Gzr,G12-G18,G17',G18')
zu einer gemeinsamen Strömung (S,S2) vereinigen, die gegen mindestens einen der seitlichen
Ränder (R) des Bandes (B) strömt, und
- mit einer Saugöffnung (8a), die demjenigen Rand (R) zugeordnet ist, zu welchem die
gemeinsame Strömung (S, S2) der Gasstrahlen (G1,G4,G5,Gzl,Gzr,G12-G18,G17',G18') strömt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Vielzahl von in Reihen nebeneinander angeordneten Austrittsdüsen (12,15-18)
aufweist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Austrittsdüsen (2,4,5,13,14) als Flachstrahldüsen ausgebildet sind.
4. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Austrittsdüse (13,17,18) mindestens eine zusätzliche Austrittsdüse (15,16)
zugeordnet ist, aus der ein in eine andere Richtung als der aus der jeweiligen Austrittsdüse
(13,17,18) austretende Gasstrahl (G13,G18,G17,G17',G18') gerichteter Gasstrahl (G15,G16)
austritt.
5. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Austrittsdüsen (2,4,5,13,14,19) mindestens eine Leiteinrichtung (11)
zum Umlenken des Gasstrahls (G1,G4,G5,Gzl,Gzr,G13,G14) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
- die Leiteinrichtung (11) derart ausgebildet ist, daß ein Teilstrom des aus den Austrittsdüsen
(2,4,5,9,12-19) jeweils austretenden Gasstrahls (G1,G4,G5,Gzl,Gzr,G12-G18,G17',G18')
in Richtung des einen seitlichen Randes (R) des Bandes (B) strömt, während der andere
Teilstrom in Richtung des jeweils anderen Randes (R) des Bandes (B) strömt, und
- daß beiden Rändern (R) des Bandes (B) jeweils eine Absaugöffnung (8a) zugeordnet
ist.
7. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, daß sowohl ober- als auch unterhalb des Bandes (B) Austrittsdüsen (2,4,5,12-19) angeordnet
sind.
8. Vorrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Austrittsdüsen (4,5,12-19) mindestens eine weitere, insbesondere mittig
zwischen den seitlichen Rändern (R) des Bandes (B) positionierte Austrittsdüse (9)
angeordnet ist, über die ein im wesentlichen quer zur Förderrichtung gerichteter Gasstrahl
(Gzl,Gzr) auf die Bandoberfläche (O',O'') trifft.
1. A device for removing liquids from the surface (O', O'') of a strip (B) conveyed from
a strip processing machine in particular a roll stand
- comprising at least two outlet nozzles (2, 4, 5, 12-19) arranged spaced apart one
behind the other in the direction of conveyance (F) of the strip (B), with said outlet
nozzles (2, 4, 5, 12-19) being directed against each other so that at least part of
the gas jets (G1, G4, G5, Gzl, Gzr, G12-G18, G17', G18') emanating from opposing outlet
nozzles (2, 4, 5, 12-19) flow towards each other and that the gas jets (G1, G4, G5,
Gzl, Gzr, G12-G18, G17', G18') hitting each other in such a way, combine to form a
mutual flow (S, S2) moving against at least one of the lateral margins (R) of the
strip (B); and
- comprising a suction aperture (8a) associated with that margin (R) to which the
common flow (S, S2) of the gas jets (G1, G4, G5, Gzl, Gzr, G12-G18, G17', G18') flows.
2. A device according to claim 1, characterised in that it comprises a multitude of outlet nozzles (12, 15-18) arranged in rows side by side.
3. A device according to one of claims 1 or 2, characterised in that the outlet nozzles (2, 4, 5, 13, 14) are flat spray nozzles.
4. A device according to one of the preceding claims, characterised in that each outlet nozzle (13, 17, 18) is associated with at least one additional outlet
nozzle (15, 16) from which a gas jet (G15, G16) pointing in a direction which differs
from the direction of the gas jet (G13, G18, G17, G17', G18') emanating from the respective
outlet nozzle (13, 17, 18) issues.
5. A device according to one of the preceding claims, characterised in that in the region of the outlet nozzles (2, 4, 5, 13, 14, 19) at least one guidance device
(11) for deflection of the gas jet (G1, G4, G5, Gzl, Gzr, G13, G14) is arranged.
6. A device according to claim 5,
characterised in that
- the guidance device (11) is designed such that a partial flow of the gas jet (G1,
G4, G5, Gzl, Gzr, G12-G18, G17', G18') emanating from the outlet nozzles (2, 4, 5,
9, 12-19) flows in the direction of one lateral margin (R) of the strip (B) while
the other partial stream flows in the direction of the respective other margin (R)
of the strip (B) ; and in that
- an exhaust aperture (8a) each is associated with each margin (R) of the strip (B).
7. A device according to one of the preceding claims, characterised in that outlet nozzles (2, 4, 5, 12-19) are arranged both above and below the strip (B).
8. A device according to one of the preceding claims, characterised in that between the outlet nozzles (4, 5, 12-19) there is at least one further outlet nozzle
(9), in particular arranged in the middle between the lateral margins (R) of the strip
(B); with a gas stream (Gzl, Gzr), essentially directed transversely to the direction
of conveyance, hitting the surface of the strip (O', O'') via said further outlet
nozzle (9).
1. Dispositif pour éliminer des liquides de la surface (O', O") d'une bande (B) entraînée
à partir d'une machine de traitement de bandes, notamment une cage de laminoir,
- comportant au moins deux buses de sortie (2, 4, 5, 12-19) qui sont situées à distance
l'une derrière l'autre dans la direction d'entraînement (F) de la bande (B) et qui
sont dirigées les unes vers les autres de telle sorte que les jets de gaz (G1, G4,
G5, Gzl, Gzr, G12-G18, G17', G18'), qui sortent des buses de sortie en vis-à-vis (2,
4, 5, 12-19), circulent avec au moins un courant partiel les uns vers les autres et
que les jets de gaz (G1,G4, G5, Gzl, Gzr, G12-G18, G17', G18'), qui se rencontrent
de cette manière, se réunissent pour former un écoulement commun (S, S2), qui circule
contre au moins l'un des bords latéraux (R) de la bande (B), et
- une ouverture d'aspiration (8a), qui est associée au bord (R), en direction duquel
circule l'écoulement commun (S, S2) des jets de gaz (G1, G4, G5, Gzl, Gzr, G12-G18,
G17', G18').
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il comporte une multiplicité de buses de sortie (12, 15-18) qui sont disposées côte-à-côte
suivant des rangées.
3. Dispositif selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que les buses de sortie (2, 4, 5, 13, 14) sont agencées sous la forme de buses à jet
plat.
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'à chaque buse de sortie (13, 17, 18) est associée au moins une buses de sortie supplémentaire
(15, 16), d'où sort un jet de gaz (G15, G16), qui est dirigé dans une autre direction
que le jet de gaz (G13, G18, G17, G17', G18') sortant de buses de sortie respectives
(13, 17, 18).
5. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un dispositif de guidage (11), servant à dévier le jet de gaz (G1, G4, G5,
Gzl, Gzr, G13, G14), est disposé dans la zone des buses de sortie (2, 4, 5, 13, 14,
19).
6. Dispositif selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
- le dispositif de guidage (11) est agencé de telle sorte qu'un courant partiel du
jet de gaz (G1, G4, G5, Gz1, Gzr, G12-G18, G17', G18'), qui sort respectivement des
buses de sortie (2, 4, 5, 9, 12-19), circule en direction d'un bord latéral (R) de
la bande (B), tandis que l'autre courant partiel circule en direction de l'autre bord
respectif (R) de la bande (B), et
- qu'une ouverture d'aspiration (8a) est associée respectivement aux deux bords (R)
de la bande (B).
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les buses de sortie (2, 4, 5, 12-19) sont disposées aussi bien au-dessus qu'au-dessous
de la bande (B).
8. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'entre les buses de sortie (4, 5, 12-19) est disposée au moins une autre buse de sortie
(9), qui est positionnée notamment en position centrée entre les bords latéraux (R)
de la bande (B) et au moyen de laquelle un jet de gaz (Gzl, Gzr), dirigé essentiellement
transversalement par rapport à la direction d'entraînement, rencontre la surface (0',
0") de la bande.