[0001] Die Erfindung betrifft eine Bogenbearbeitungsmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruches
1.
[0002] Die DD-PS 59 026 beschreibt eine Vorrichtung zum Fördern und Ablegen von Bogen. Bei
dieser Vorrichtung werden die Bogen mittels saugluftbeaufschlagter Förderbänder transportiert
und können wahlweise auf verschiedene Stapel abgelegt werden.
[0003] Die US 13 56 900 A offenbart eine Bogentransportvorrichtung mit einer Längsschneideinrichtung.
Dabei werden die Bogen von Seitengreifern erfaßt.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Bogenbearbeitungsmaschine zu schaffen.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des kennzeichnenden Teiles
des Anspruches 1 gelöst.
[0006] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, daß in einer
Bogenbearbeitungsmaschine ein Querschneiden von Anfang und Ende eines Bogens ohne
manuelle Eingriffe erfolgt. Mittels integrierter Inspektionseinrichtungen ist es möglich,
in der Bogenbearbeitungsmaschine sowohl die Druckqualität selbst als auch das Schnittregister
zu kontrollieren. So können auch gleichzeitig die beispielsweise im Schön- und Widerdruck
bedruckten Vorder- und Rückseiten des Bogens kontrolliert werden. Durch das Zusammenwirken
der Querschneideinrichtungen mit einem Kettenförderer, ist eine einfache Schnittregisterverstellung
möglich, die vorteilhaft von einem einen Schneidzylinder antreibenden, lagegeregelten
Elektromotor ausgeführt wird.
Einem Bearbeitungszylinder der Bogenbearbeitungsmaschine ist eine Längsschneideinrichtung
zugeordnet, so daß der Bogen "inline" in zwei oder mehrere Teilbogen zerschnitten
wird. Diese Bogen können auf beispielsweise mittels der Inspektionseinrichtung auswählbare
Stapel abgelegt werden, d. h. es werden sortierte Stapel mit "Gut"- und Ausschußbogen
gebildet. Dies hat den Vorteil, daß bei defekten Teilbogen nicht der ganze Bogen verworfen
wird.
Mit dieser Bogenbearbeitungsmaschine werden alle Seiten eines Bogens beschnitten und
dieser in Teilbogen zerschnitten. Alle ausgeführten Schnitte sowie der Schön- und
Widerdruck werden mittels Inspektionseinrichtungen kontrolliert und auf wählbare Stapel
abgelegt.
Diese Bogenbearbeitungsmaschine führt "inline" eine Mehrzahl von Bearbeitungsvorgängen
aus, was zu einer Produktionssteigerung und einer Reduzierung der manuellen Arbeiten
führt. Zudem wird die Qualität der so geschaffenen Produkte erhöht.
[0007] Die erfindungsgemäße Bogenbearbeitungsmaschine ist in der Zeichnung dargestellt und
wird im folgenden näher beschrieben.
[0008] Es zeigen
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer Bogenbearbeitungsmaschine;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung der Bearbeitungsschritte in der Bogenbearbeitungsmaschine;
- Fig. 3
- eine schematische Draufsicht auf Stapel eines Auslegers der Bogenbearbeitungsmaschine;
- Fig. 4
- eine vergrößerte, schematische Seitenansicht eines Bearbeitungszylinders der Bogenbearbeitungsmaschine
nach Fig. 1;
- Fig. 5
- eine vergrößerte, schematische Draufsicht des Bearbeitungszylinders der Bogenbearbeitungsmaschine
nach Fig. 1 und Fig. 5.
[0009] Eine Bogenbearbeitungsmaschine 1 zum Quer- und Längsschneiden von Bogen 2 weist integrierte
Inspektionseinrichtungen 3, 4, 6 auf. Bei den Bogen 2 handelt es sich vorzugsweise
um bedruckte Papierbogen, beispielsweise Wertpapiere. Diese Bogenbearbeitungsmaschine
1 ist beispielsweise folgendermaßen aufgebaut:
Ein Anleger 7 weist im wesentlichen einen ersten Stapel 8, eine Bogenvereinzelungseinrichtung
9 und einen Zuführtisch 11 auf. Diesem Anleger 7 schließt sich eine Anlage 12 an,
die beispielsweise als Schwinganlage ausgeführt ist. Mit dieser Schwinganlage 12 wirkt
ein erster Kettenförderer 13 zusammen. Dieser Kettenförderer 13 weist ein Paar umlaufende
Ketten 14 auf, an denen sich axial erstreckende·Kettengreifersysteme 16 angebracht
sind. Die Ketten 14 werden von einer ersten 17 und zweiten Kettenradwelle 18 umgelenkt.
Zwischen erster 17 und zweiter Kettenradwelle 18 verlaufen die Ketten 18 zumindest
teilweise entlang einer Geraden. In Transportrichtung T gesehen, ist nach der ersten
Kettenradwelle 17 die erste Inspektionseinrichtung 3 angeordnet. Diese Inspektionseinrichtung
3 weist einen Saugkasten 19 auf, dessen den Kettengreifersystemen 16 zugewandte Arbeitsfläche
zumindest teilweise transparent ausgebildet ist. Unter dieser transparenten Arbeitsfläche
sind nichtdargestellte Beleuchtungseinrichtungen angeordnet.
[0010] Diesem Saugkasten 19 ist eine erste Querschneideinrichtung 21 nachgeschaltet.
Die Querschneideinrichtung 21 weist einen drehenden Schneidzylinder 22 und ein feststehendes,
an einer Traverse 23 befestigtes Gegenmesser 24 auf. Der Schneidzylinder 22 ist zumindest
mit einer sich axial erstreckenden Grube versehen, in die ein vorbeilaufendes Kettengreifersystem
16 eintauchen kann. Eine Breite der Grube in Umfangsrichtung ist größer ausgebildet
als eine von dem Kettengreifersystem 16 benötigte Breite, so daß zur Schnittregisterverstellung
vorbeilaufende Kettengreifersysteme 16 und Schneidzylinder 22 zueinander phasenverschoben
werden können. Im vorliegenden Beispiel sind beidseitig rotierende Arme vorgesehen,
zwischen denen eine sich axial erstreckende Traverse zur Aufnahme eines Schneidmessers
26 angeordnet ist.
Der Schneidzylinder 22 weist einen bezüglich des Kettenförderers 13 phasenverstellbaren
Antrieb auf, der im vorliegenden Beispiel vorteilhaft als eigener, lagegeregelter
Elektromotor ausgebildet ist.
Das Gegenmesser 24 ist bezüglich der Drehachse des Schneidzylinders 22 leicht schräggestellt
angeordnet, d. h. das Gegenmesser 24 schließt mit der Transportrichtung T einen öffnungswinkel
Alpha ein, der ungleich 90°, beispielsweise 89° ist. Damit ergibt sich beispielsweise
ein Neigungswinkel des Gegenmessers 24 zur Drehachse des Schneidzylinders 22 von 1°.
Zudem ist das Gegenmesser 24 um seine Längsachse leicht gedreht, d. h. daß Gegenmesser
24 weist einen leichten Drall auf.
[0011] Der elektrische Antrieb des Schneidzylinders 22 folgt dem Kettenförderer 13 mit identischer
Umfangsgeschwindigkeit, so daß letztlich durch Drall und überlagerter Transportgeschwindigkeit
ein exakt rechtwinkliger Schnitt des Bogens 2 entsteht.
[0012] Das sich sich axial erstreckende Schneidmesser 26 des Schneidzylinders 22 ist bezüglich
der Drehachse des Schneidzylinders 22 leicht geneigt und weist einen Drall in Längsrichtung
auf. Das Schneidmesser 26 des Schneidzylinders 22 und das Gegenmesser 24 sind aufeinander
angepaßt.
[0013] Anstelle des feststehenden Gegenmessers 24 ist auch ein drehender Gegenzylinder möglich,
der beispielsweise ein Gegenmesser 24 zur Ausführung eines Scherenschnittes oder eine
Gegenleiste aufweist. Auch ist es möglich Schneidmesser 26 und Gegenmesser 24 parallel
zur Drehachse des Schneidzylinders 22 und ohne Drall auszuführen. Der Schneidzylinder
22 bzw. Gegenzylinder kann auch mehrere Schneidmesser 26 aufweisen.
[0014] Dieser Querschneideinrichtung 21 ist im Bereich des Kettenförderers 13 eine zweite
Inspektionseinrichtung 4 nachgeschaltet. Diese zweite Inspektionseinrichtung 4 besteht
im wesentlichen aus einem Sensor 27, Beleuchtungseinrichtungen 30 und einem Saugkasten
35.
[0015] An den Kettenförderer 13 schließt sich eine Wendeeinrichtung 28 an. Diese Wendeeinrichtung
28 besteht im vorliegenden Beispiel im wesentlichen aus einer Speichertrommel 29 und
einer Wendetrommel 31. Die Speichertrommel 29 weist "doppelten" Umfang auf und ist
deshalb mit zwei steuerbaren, um 180 versetzt zueinander angeordneten Greifersystemen
32 und zwei gegenüberliegenden Saugersystemen 33 ausgestattet. Ein Abstand in Umfangsrichtung
zwischen Greifersystemen 32 und Saugersystemen 33 ist auf eine Länge der zu transportierenden
Bogen 2 einstellbar. Die Saugersysteme 33 sind in Umfangsrichtung und in axialer Richtung
bewegbar.
[0016] Die Wendetrommel 31 weist zwei nebeneinanderliegende, steuerbare Greifersysteme 34,
36 auf, die um ihre Längsachse schwenkbar angeordnet sind. Wendetrommel 31 und Speichertrommel
29 sind zueinander phasenverstellbar.
[0017] Der Wendeeinrichtung 28 ist ein Zylinder 37, z. B. ein Bearbeitungszylinder 37 mit
einer zusammenwirkenden Längsschneideinrichtung 38 nachgeschaltet. Dieser Bearbeitungszylinder
37 weist beispielsweise mindestens doppelten Umfang und vier unabhängig voneinander
steuerbare, als Greifersysteme 39, 41, 42, 43 ausgebildete Haltesysteme 39, 41, 42,
43 auf. Diese Haltesysteme 39, 41, 42, 43 können auch als Sauger ausgebildet sein.
Zwei dieser Greifersysteme 39, 41 bzw. 42, 43 liegen jeweils in axialer Richtung bezogen
auf eine Mitte des Bearbeitungszylinders 37 annähernd achsensymmetrisch in einer Zylindergrube
nebeneinander und sind in axialer Richtung relativ zueinander verschiebbar. Im vorliegenden
Beispiel ist eines der beiden axial nebeneinander liegenden Greifersysteme 39 bzw.
42 in axialer Richtung fest angeordnet und das zweite Greifersystem 41 bzw. 43 relativ
zu dem ersten Greifersystem 39 bzw. 42 z. B. mittels Kurve 40 und Kurvenrollen 45
verschiebbar. Es können aber auch beide Greifersysteme 39; 41 bzw. 42; 43 verschiebbar
sein. Einem ersten Paar zweier derartig ausgestalteten Greifersystemen 39, 41 Liegt
um 180° versetzt ein zweites Paar dieser Greifersysteme 42, 43 gegenüber.
[0018] Die dem Bearbeitungszylinder 37 zugeordnete Längsschneideinrichtung 38 mit einer
Mehrzahl von Schneidrädern 44 ist in Bogentransportrichtung T kurz nach der Wendetrommel
31 angeordnet. Diese Längsschneideinrichtung 38 weist im vorliegenden Beispiel eine
sich axial erstreckende Traverse 46 auf, an der drei unabhängig betätigbare und axial
verschiebbare Schneidräder 44 angeordnet sind.
[0019] Nach dem Bearbeitungszylinder 37 ist ein zweiter Kettenförderer 47 mit zwei umlaufenden
Ketten 48 angeordnet. An diesen Ketten 48 ist eine Mehrzahl von Kettengreifersystemen
49 angeordnet. Diese Kettengreifersysteme 49 bestehen aus zwei in axialer Richtung
nebeneinander liegenden Kettengreifersystemen, die bezüglich der Maschinenmitte annähernd
symmetrisch angeordnet und unabhängig voneinander betätigbar sind. Anstelle des Bearbeitungszylinders
37 kann auch der Kettenförderer 47 in axialer Richtung relativ zueinander bewegbare
Kettengreifersysteme aufweisen.
Auch können mehr als zwei Greifersysteme 39; 41 bzw. 42; 43 d. h. eine beliebige Anzahl
verschiebbar sein. Im Fall von drei axial nebeneinander angeordneten Greifersystemen
könnte beispielsweise das in der Mitte angeordnete Greifersystem in axialer Richtung
ortsfest und die beiden äußeren Greifersysteme von dem mittleren wegschiebbar sein.
[0020] Die Ketten 48 werden von einer ersten und einer zweiten Kettenradwelle 51, 52 umgelenkt.
Eine von erster Kettenradwelle 51 und Bearbeitungszylinder 37 gebildete Zentrale 53
schließt mit einer von dem Bearbeitungszylinder 36 und den Schneidrädern 44 gebildeten
Zentralen 54 einen öffnungswinkel Beta kleiner als 180°, z. B. 155° ein.
Nach dieser Kettenradwelle 51 ist im Kettenförderer 47 unterhalb der Kette 48 ein
Saugkasten 56 angeordnet. An diesen Saugkasten 56 schließt sich eine zweite Querschneideinrichtung
57 an, die baugleich mit der ersten Querschneideinrichtung 21 ausgeführt ist. Die
Querschneideinrichtungen 21, 57 dienen zum Beschneiden der Enden 71, 72 der Bogen
2, 82, 83. Dieser zweiten Querschneideinrichtung 57 ist die dritte Inspektionseinrichtung
6 mit einem Sensor 58, Beleuchtungseinrichtungen 59 und einem Saugkasten 61 nachgeschaltet.
Anschließend befindet sich ein Ausleger 62 im Bereich des Kettenförderers 47. Dieser
Ausleger 62 weist sechs Stapel 63, 64, 66-69 auf, von denen jeweils zwei paarweise
nebeneinander und die sich somit ergebenden drei Stapelpaare 63, 64 bzw. 66, 67 bzw.
68, 69 hintereinander angeordnet sind. Die nebeneinander angeordneten Stapel 63, 64
bzw. 66, 67 der ersten beiden Stapelpaare weisen jeweils gemeinsame Hubeinrichtungen
auf, so daß jeweils ein Stapelpaar gemeinsam angehoben und abgesenkt wird. Bei dem
dritten Stapelpaar sind für beide nebeneinander liegende Stapel 67, 68 getrennte Hubeinrichtungen
vorgesehen, so daß die beiden Stapel 67, 68 unabhängig voneinander angehoben und abgesenkt
werden können.
[0021] Unter Greifersystemen bzw. Kettengreifersystemen sind eine Mehrzahl von Greifern,
die auf einer um eine Längsachse schwenkbare Welle angeordnet sind, zu verstehen.
[0022] Die Funktionsweise der Bogenverarbeitungsmaschine 1 ist folgendermaßen:
[0023] Ein Bogen 2, insbesondere ein im Schön- und Widerdruck bedruckter Papierbogen, wird
von dem ersten Stapel 8 mittels der Bogenvereinzelungseinrichtung 9 dem Zuführtisch
11 zugeführt. Von diesem Zuführtisch 11 wird der Bogen 2 von der Schwinganlage 12
ergriffen und im Bereich der ersten Kettenradwelle 17 des ersten Kettenförderers 13
an ein Kettengreifersystem 16 übergeben. Dieses Kettengreifersystem 16 transportiert
den Bogen 2 entlang des "geraden" Teiles des Kettenförderers 13 zu der ersten Inspektionseinrichtung
3. Mittels der ersten Inspektionseinrichtung 3 wird der Bogen 2 segmentweise auf Schäden,
wie z. B. Risse und Löcher untersucht. Auch wird mittels Durchlicht das Wasserzeichen
des Bogens 2 inspiziert. Der Bogen 2 wird dabei vom mit Unterdruck beaufschlagten
Saugkasten 19 der ersten Inspektionseinrichtung 3 geführt.
Das Kettengreifersystem 16 transportiert den Bogen 2 durch die Querschneideinrichtung
21 zur zweiten Inspektionseinrichtung 4. Dort wird der Bogen 2 im Bereich eines Anfang
71 des Bogens 2 von dem Saugkasten 35 der zweiten Inspektionseinrichtung 4 angesaugt.
Ein Ende 72 des Bogens 2 befindet sich noch in der Querschneideinrichtung 21, worin
ein schmaler, sich axial erstreckender Streifen 73 von dessen Ende 72 abgeschnitten
wird. Dabei sind Transportgeschwindigkeit des Kettenförderers 13 und Umfangsgeschwindigkeit
des Schneidmessers 26 aufeinander angepaßt, so daß das Ende 72 des Bogens 2 rechtwinklig
zur Transportrichtung T beschnitten wird.
Dieser einen ersten Schnitt 74 aufweisende Bogen 2 wird nun von der zweiten Inspektionseinrichtung
4 inspiziert. Dabei wird eine Vorderseite (Schöndruckseite) des Bogens 2 und eine
sich durch das beschnittene Ende 72. ergebende, neue Kante des Bogens 2 (Schnittregister)
kontrolliert.
Anschließend übergibt das Kettengreifersystem 16 diesen Bogen 2 mit seinen Anfang
71 an ein Greifersystem der Speichertrommel. Diese Speichertrommel 29 transportiert
den Bogen 2 in Richtung Wendetrommel 31. Getangt nun das Ende 72 dieses Bogens in
den Bereich der Saugersysteme 33 der Speichertrommel 29, saugen diese das beschnittene
Ende 72 an. Daraufhin bewegen sich die Saugersysteme 33 annähernd pfeilförmig von
der Mitte der Speichertrommel 29 weg und straffen so den Bogen 2 sowohl in Umfangsrichtung
als auch in Richtung seitlicher Kanten des Bogens 2.
Die Phasenverschiebung zwischen Wendetrommel 31 und Speichertrommel 29 ist auf die
Länge der zu verarbeitenden Bogen 2 eingestellt. Die Speichertrommel 29 transportiert
den Anfang 71 des Bogens 2 durch den Spalt zwischen Wende- 31 und Speichertrommel
29 bis die Saugersysteme 33 in diesen Spalt gelangen. Das beschnittene Ende 72 des
Bogens 2 wird von dem ersten Greifersystem 34 der Wendetrommel 31 ergriffen und durch
Abstellen des Unterdruckes von den Saugersystemen 33 freigegeben. Im Anschluß schwenken
beide Greifersysteme 34, 36 der Wendetrommel 31 aufeinander zu und das beschnittene
Ende 72 wird von dem ersten Greifersystem 34 an das zweite Greifersystem 36 übergeben.
Die Greifersysteme 34, 36 schwenken in ihrem weiteren Verlauf in ihre Ursprungsposition
zurück.
[0024] Das beschnittene Ende 72 ist nun in Transportrichtung T von dem Greifersystem 36
ergriffen vorauslaufend und der unbeschnittene Anfang 71 nachlaufend.
Von der Wendetrommel 31 wird der Bogen 2 an ein Paar Greifersysteme 39, 41 bzw. 42,
43 des Bearbeitungszylinders 37 übergeben. Auf dem Bearbeitungszylinder 37 wird der
Bogen 2 in Längsrichtung - also in Transportrichtung T - mit drei Schnitten 76, 77,
78 versehen. Mittels dem zweiten und dritten Schnitt 76, 77 werden von beiden Längsseiten
des Bogens 2 schmale Streifen 79, 81 abgeschnitten. Greifereinteilung der Greifersysteme
39, 41, 42, 43 des Bearbeitungszylinders 37 und Breite sowie Position des Bogens 2
sind so aufeinander angepaßt, daß die beiden abgeschnittenen Streifen 79, 81 nicht
von Greifern erfaßt sind.
[0025] Der vierte Schnitt 78 trennt den Bogen 2 mittig in zwei Teilbogen 82, 83. Auch hier
liegt kein Greifer im Bereich des Schnittes 78.
Sind diese drei Längsschnitte 76, 77, 78 vollständig, auch bei maximaler Länge des
Bogens 2 ausgeführt, werden die beiden Teilbogen 82, 83 in axialer Richtung auseinanderbewegt.
Dazu führt im vorliegenden Beispiel ein Greifersystem 41 bzw. 43 oder 39 bzw. 42 mittels
einer mit einer Kurvenscheibe zusammenwirkender Kurvenrolle in axialer Richtung einen
Hub aus.
Erst nachdem die beiden Teilbogen 82, 83 voneinander wegbewegt wurden, werden diese
beiden Teilbogen 82, 83 im Bereich der ersten Kettenradwelle 51 an ein Kettengreifersystem
49 des zweiten Kettenförderers 47 übergeben. Das Greifersystem 41 bzw. 43 des Bearbeitungszylinders
37 wird in seine Ausgangsposition zurückbewegt bevor der nächste ganze Bogen 2 übernommen
wird.
Die beabstandeten Teilbogen 82, 83 werden in einer gemeinsamen Transportrichtung bzw.
-ebene weitertransportiert.
Von diesem Kettengreifersystem 49 werden die beiden Teilbogen 82, 83 der zweiten Querschneideinrichtung
57 zugeführt. Zur Beruhigung des Bogens 2 wird dieser entlang des der Querschneideinrichtung
57 vorgeschalteten Saugkastens 56 angesaugt und das im Kettengreifersystem 49 befindliche
Ende 72 der Teilbogen 82, 83 bereits über den Saugkasten 61 der dritten Inspektionseinrichtung
6 geführt. Der nun nachlaufende Anfang 71 des Bogens 2, d. h. der beiden auseinandergezogenen
Teilbogen 82, 83 wird mittels eines fünften Schnittes 84 in axialer Richtung rechtwinklig
zur Transportrichtung T ein Streifen 86 abgeschnitten. Der Bogen 2 ist nun allseitig
beschnitten und in zwei Teilbogen 82, 83 getrennt.
Eine Rückseite (Widerdruckseite) des Bogens 2, d. h. die Rückseiten der beiden Teilbogen
82, 83 werden zusammen mit den beschnitten Kanten in Längsrichtung und dem nachlaufenden
Anfang 71 des Bogens 2, d. h. den nachlaufenden, in axialer Richtung beschnittenen
Enden der Teilbogen 82, 83 mittels der Inspektionseinrichtung 6 kontrolliert.
[0026] Die Inspektionseinrichtungen 4, 6 kontrollieren das Schnittregister der Bogen 2;
82; 83, d. h. die Lage zumindest einer beschnittenen Kante, vorzugsweise aller beschnittenen
Kanten der Bogen 2; 82; 83 bezüglich einer Referenzmarkierung, beispielsweise innerhalb
eines Druckbildes. Vorzugsweise werden die gesamten Bogen einschließlich des gesamten
Druckbildes kontrolliert.
[0027] Von der Inspektionseinrichtung 6 transportiert der Kettenförderer 47 die allseitig
beschnitten und auf Vorder- und Rückseite kontrollierten Teilbogen 82, 83 zu den sechs
Stapeln 63, 64, 66-69 des Auslegers 62. Dort können die Teilbogen 82, 83 wahlweise
auf einem der sechs Stapel 63, 64, 66-69 abgelegt werden. Hierbei nehmen vorzugsweise
die ersten vier Stapel 63, 64, 66, 67 sogenannte "Gut"-Bogen auf und die beiden letzten
nebeneinander angeordneten Stapel. 67, 68 Ausschuß-Bogen auf.
[0028] Anstelle von Bogen 2, 82, 83 können auch beispielsweise bedruckte Bahnen, d. h. Bedruckstoffe
be- oder zerschnitten werden und anschließend mittels einer oder mehrerer Inspektionseinrichtungen
3, 4, 6 kontrolliert werden. Die Schneideinrichtungen 1, 38, 57 können dann beispielsweise
im Bereich eines Falzapparates einer Rollenrotationsdruckmaschine angeordnet sein.
Dort wird eine Bahn beispielsweise in Längsrichtung in mehrere Teilbahnen zerschnitten
und anschließend in Querrichtung in Signaturen zerschnitten. Hierbei kann nach jedem
Schnitt oder nachdem die Bahn vollständig in Signaturen geschnitten wurde, das Schnittregister
kontrolliert werden.
[0029] Die Inspektionseinrichtungen 3, 4, 6 beinhalten vorzugsweise eine oder mehrere CCD-Flächenkameras,
die die Bogen im Ganzen inspizieren.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 1
- Bogenbearbeitungsmaschine
- 2
- Bogen
- 3
- Inspektionseinrichtung, erste
- 4
- Inspektionseinrichtung, zweite
- 5
- -
- 6
- Inspektionseinrichtung, dritte
- 7
- Anleger
- 8
- Stapel (7)
- 9
- Bogenvereinzelungseinrichtung (7)
- 10
- -
- 11
- Zuführtisch
- 12
- Anlage
- 13
- Kettenförderer
- 14
- Kette
- 15
- -
- 16
- Kettengreifersystem
- 17
- Kettenradwelle, erste (16)
- 18
- Kettenradwelle, zweite (16)
- 19
- Saugkasten (3)
- 20
- -
- 21
- Querschneideinrichtung
- 22
- Schneidzylinder (21)
- 23
- Traverse (21)
- 24
- Gegenmesser (21)
- 25
- -
- 26
- Schneidmesser (22)
- 27
- Sensor (4)
- 28
- Wendeeinrichtung
- 29
- Speichertrommel (28)
- 30
- -
- 31
- Wendetrommel
- 32
- Greifersystem (29)
- 33
- Saugersystem (29)
- 34
- Greifersystem, erstes (31)
- 35
- Saugkasten (4)
- 36
- Greifersystem, zweites (31)
- 37
- Bearbeitungszylinder
- 38
- Längsschneideinrichtung
- 39
- Greifersystem (37)
- 40
- kurve
- 41
- Greifersystem (37)
- 42
- Greifersystem (37)
- 43
- Greifersystem (37)
- 44
- Schneidrad (38)
- 45
- Kurvenrolle
- 46
- Traverse (38)
- 47
- Kettenförderer
- 48
- Ketten (47)
- 49
- Kettengreifersystem (47)
- 50
- -
- 51
- Kettenradwelle, erste (47)
- 52
- Kettenradwelle, zweite (47)
- 53
- Zentrale (37; 51)
- 54
- Zentrale (37; 44)
- 55
- -
- 56
- Saugkasten
- 57
- Querschneideinrichtung
- 58
- Sensor (6)
- 59
- Beleuchtungseinrichtung (6)
- 60
- -
- 61
- Saugkasten (6)
- 62
- Ausleger
- 63
- Stapel, erster (62)
- 64
- Stapel, zweiter (62)
- 65
- -
- 66
- Stapel, dritter (62)
- 67
- Stapel, vierter (62)
- 68
- Stapel, fünfter (62)
- 69
- Stapel, sechster (62)
- 70
- -
- 71
- Anfang (2)
- 72
- Ende (2)
- 73
- Streifen
- 74
- Schnitt, erster
- 75
- -
- 76
- Schnitt, zweiter
- 77
- Schnitt, dritter
- 78
- Schnitt, fünfter
- 79
- Streifen
- 81
- Streifen
- 82
- Teilbogen (2)
- 83
- Teilbogen (2)
- 84
- Schnitt, fünfter
- 85
- -
- 86
- Streifen
- T
- Transportrichtung
- Alpha
- öffnungswinkel (53; 54)
1. Machine de traitement de feuilles, équipée d'un transporteur à chaîne (47) pour transporter
une pluralité de feuilles (82; 83), placées les unes à côté des autres, à l'aide de
systèmes à preneurs à chaîne (49), chaque système à preneurs à chaîne (49) présentant,
au moins, un nombre de systèmes à preneurs à chaîne, disposés les uns à côté des autres
en direction axiale, correspondant à la pluralité des feuilles partielles (82, 83),
caractérisée en ce que les systèmes à preneurs à chaîne disposés les uns à côté des autres s'ouvrent et
se ferment indépendamment les uns des autres, en ce que le transporteur à chaîne (47) est disposé de façon à déposer les feuilles (82; 83)
sur des piles (63; 64; 66; 67; 68; 69), et en ce qu'une pluralité de piles (63; 64 ou 66; 67 ou 68; 69) sont disposées les unes à côté
des autres en direction axiale, en ce qu'au moins deux de ces piles (68; 69), disposées l'une à côté de l'autre, sont susceptibles
d'être levées et abaissées indépendamment l'une de l'autre.
2. Machine de traitement de feuilles (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'une pluralité de piles (63; 64 ou 66; 67 ou 68; 69) sont disposées les unes derrières
les autres dans la direction de transport (T).
3. Machine de traitement de feuilles (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que, dans la machine de traitement de feuilles (1), est disposé au moins un dispositif
d'inspection (3; 4; 6).