(19)
(11) EP 0 713 940 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
24.04.2002  Patentblatt  2002/17

(21) Anmeldenummer: 95810682.5

(22) Anmeldetag:  31.10.1995
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7D06P 1/642, D06P 1/653, D06P 3/16, D06P 3/82, D06P 1/613, D06P 1/649, D06P 1/651

(54)

Verfahren zum Färben von wollhaltigen Fasermaterialien

Process for dying fibrous materials containing wool

Procédé pour teindre des matériaux fibreux contenant de la laine


(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE CH DE ES FR GB IT LI

(30) Priorität: 08.11.1994 CH 333894
18.05.1995 CH 147495

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
29.05.1996  Patentblatt  1996/22

(73) Patentinhaber: Ciba Specialty Chemicals Holding Inc.
4057 Basel (CH)

(72) Erfinder:
  • Ouziel, Philippe
    F-68130 Altkirch (FR)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 393 037
US-A- 4 778 919
US-A- 4 767 568
US-A- 5 126 474
   
     
    Bemerkungen:
    Die Akte enthält technische Angaben, die nach dem Eingang der Anmeldung eingereicht wurden und die nicht in dieser Patentschrift enthalten sind.
     
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein neues Verfahren zum Hochtemperatur-Färben von Wolle oder wollhaltigen Fasermaterialien.

    [0002] Es ist bekannt, Wolle oder wollhaltige Fasermaterialien in Gegenwart von Hilfsmitteln zu färben, um so Faserschädigungen entgegenzuwirken, welche insbesondere beim Hochtemperatur-Färben auftreten. Viele der bekannten Hilfsmittel enthalten Formaldehyd oder setzen beim Erhitzen Formaldehyd frei, was toxikologisch nicht unbedenklich ist.

    [0003] Aus der EP-A-0 393 037 sind Wollschutzmittel bekannt, welche im Unterschied zu den Wollschutzmitteln der nachfolgenden Formel (1) als Rest Z1 einen Alkylenrest enthalten.

    [0004] Es wurde nun überraschend ein verbessertes Verfahren zum Hochtemperatur-Färben von wollhaltigen Fasermaterialien gefunden, welches auf der Verwendung einer neuen Klasse von Wollschutzmitteln basiert.

    [0005] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist somit ein Verfahren zum Färben von wollhaltigen Fasermaterialien mit anionischen Farbstoffen, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man diese Materialien in Gegenwart eines Wollschutzmittels enthaltend mindestens eine Verbindung der Formel

    färbt, worin R und R' unabhängig voneinander je Wasserstoff, C1-C6-Alkyl oder ein Kation bedeuten,
    R1, R2, R1' und R2' unabhängig voneinander je Wasserstoff, C1-C6-Alkyl oder Halogen sind
    B einen Rest der Formel

            - X - Z1 -     (2a),



            - X - Z2 - X -     (2b)

    oder

            - NR3 - (alk)0-1 - Z1 - (alk) - NR3'-     (2c)

    bedeutet,
    X eine funktionelle Gruppe -O- oder -NR3- ist, wobei im Rest der Formel (2b) beide Reste X für eine Gruppe -O- oder beide Reste X für eine Gruppe -NR3- stehen,
    R3 und R3' unabhängig voneinander je Wasserstoff oder C1-C6-Alkyl bedeuten,
    Z1 für einen Rest der Formel

            - (CH2-CH2-O)p-(CHY1-CHY2-O)q-(CHY3-CHY4-O)r-     (3)

    steht, von Y1 und Y2 der eine Rest Methyl und der andere Rest Wasserstoff bedeutet,
    von Y3 und Y4 der eine Rest Ethyl und der andere Rest Wasserstoff ist,
    p, q und r unabhängig voneinander je eine ganze Zahl von 0 bis 20 sind, wobei die Summe von (p+q+r) 2 bis 20 beträgt,
    Z2, wenn X -NR3- ist, für den Rest eines Tri-, Tetra- oder Polyamins steht, dessen freie Aminogruppen teilweise oder vollständig in Form einer Acylaminogruppe der Formel

            -NR3-CO-CR1"=CR2"-CO-O-R"     (4a)

    vorliegen,
    oder, wenn X -O- ist, für den Rest eines Tri-, Tetra- oder Polyols welcher ≤ 12 C-Atome aufweist, steht, dessen freie Hydroxygruppen teilweise oder vollständig in Form einer Estergruppe der Formel

            -O-CO - CR1"=CR2"-CO-O-R"     (4b)

    vorliegen,
    R" unabhängig die Bedeutung von R und R1" und R2" je unabhängig die Bedeutung von R1 und R2 haben, und
    (alk) ein gegebenenfalls weitersubstituierter C1-C4-Alkylen-Rest ist.

    [0006] Hierbei bedeutet C1-C6-Alkyl generell z.B. Methyl, Ethyl, n- oder iso-Propyl, n-, iso-, sec.- oder tert.-Butyl oder geradkettiges oder verzweigtes Pentyl oder Hexyl. Unter Kation sind z.B. Alkalimetall- oder Erdalkalimetallkationen wie das Natrium-, Kalium-, Lithium-. Calcium- oder Magnesium-Kation, das Ammonium-Kation oder organische Ammonium-Kationen wie z.B. das Mono-, Di- oder Triethanolammonium-Kation zu verstehen. Halogen bedeutet generell z.B. Fluor, Brom oder insbesondere Chlor. C1-C4-Alkylen bedeutet generell z.B. Methylen, 1,1- oder 1,2-Ethylen, 1,2- oder 1,3-Propylen oder 1,2-, 1,3-, 1,4- oder 2,3-Butylen.

    [0007] R oder R' in der Bedeutung eines Alkylrests stehen bevorzugt für einen C1-C4-Alkylrest und besonders bevorzugt für Methyl oder Ethyl.

    [0008] Bedeuten R oder R' für ein Kation, handelt es sich vorzugsweise um ein Alkalimetall-Kation, z.B. um das Natrium-, Kalium- oder Lithium-Kation, Ammonium-Kation oder um das Kation eines organischen Amins, z.B. um das Mono-, Di- oder Triethanolammonium-Kation. Besonders bevorzugt stehen R oder R' als Kation je unabhängig voneinander für das Natrium-, Kalium- oder Triethanolammonium-Kation.

    [0009] R und R' stehen unabhängig voneinander je bevorzugt für Wasserstoff oder ein Kation und besonders bevorzugt für Wasserstoff oder das Natrium- oder Kalium-Kation.

    [0010] Die Reste R und R' sind vorzugsweise gleich.

    [0011] Die Reste R1, R2, R1' und R2' bedeuten unabhängig voneinander bevorzugt je Wasserstoff, C1-C4-Alkyl oder Chlor. Die Reste R1, R2, R1' und R2' sind vorzugsweise gleich. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung bedeuten R1, R2, R1' und R2' je Wasserstoff.

    [0012] R3 und R3' bedeuten unabhängig voneinander bevorzugt je Wasserstoff oder C1-C4-Alkyl und besonders bevorzugt Wasserstoff, Methyl oder Ethyl. Die Reste R3 und R3' sind vorzugsweise gleich. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung bedeuten R3 und R3' je Wasserstoff.

    [0013] X steht bevorzugt für die funktionelle Gruppe -O-.

    [0014] p, q und r stehen unabhängig voneinander je bevorzugt für eine ganze Zahl von 0 bis 8, wobei die Summe von (p+q+r) 2 bis 8 beträgt.

    [0015] Besonders bevorzugte Reste Z1 entsprechen der Formel

            - (CH2-CH2-O)p-(CHY1-CHY2-O)q-     (3a),

    worin Y1 und Y2 die zuvor angegebene Bedeutung haben und p und q unabhängig voneinander je eine ganze Zahl von 0 bis 8 sind, wobei die Summe von (p+q) 2 bis 8 beträgt.
    Z1 steht insbesondere bevorzugt für einen Rest der Formel

            -(CH2-CH2-O)p-     (3b),

    worin p eine ganze Zahl von 2 bis 8 und besonders 2 bis 5 bedeutet.

    [0016] In den Formeln (4a) und (4b) gelten für R" unabhängig die zuvor für R angegebenen Bevorzugungen und für R1" und R2" je unabhängig die zuvor für R1 und R2 angegebenen Bevorzugungen. Der Rest R" hat bevorzugt die gleiche Bedeutung wie R und R', und die Reste R1" und R2" haben vorzugsweise die gleiche Bedeutung wie R1, R1', R2 und R2'.

    [0017] Steht Z2 für den Rest eines Tri-, Tetra- oder Polyamins oder Tri-, Tetra- oder Polyols, so weist dieses jeweils bevorzugt ≤ 12 C-Atome und besonders bevorzugt 3 bis 8 C-Atome auf.

    [0018] Beispiele für geeignete Tri-, Tetra- oder Polyolreste Z2 sind der Rest von Glycerin, Diglycerin, Triglycerin, 1,1,1-Tris(hydroxymethyl)propan, Erythrit, Pentaerythrit, Arabit, Sorbit oder Mannit, worin freie Hydroxygruppen teilweise oder vollständig in Form einer Estergruppe der zuvor angegebenen Formel (4b) vorliegen.

    [0019] Eine Gruppe von besonders geeigneten Resten der zuvor angegebenen Formel (2b) ist dadurch gekennzeichnet, dass X eine Gruppe -O- bedeutet und Z2 für den Rest eines Tri-, Tetra-, Penta- oder Hexaols mit 3 bis 6 C-Atomen und insbesondere für den Rest eines Tri- oder Tetraols mit 3 oder 4 C-Atomen steht, dessen freie Hydroxygruppen jeweils teilweise oder vollständig in Form einer Estergruppe der zuvor angegebenen Formel (4b) vorliegen.

    [0020] Insbesondere bevorzugt als Rest der Formel (2b) sind Glycerinreste der Formel

    worin R" Wasserstoff oder ein Kation bedeutet. Steht B in Formel (1) für einen Rest der oben angegebenen Formel (2b'), so haben R, R' und R" vorzugsweise die gleiche Bedeutung.

    [0021] In Formel (2c) gelten für Z1 die unter der Formel (2a) angegebenen Bedeutungen und Bevorzugungen und für R3' unabhängig die zuvor für R3 genannten Bedeutungen und Bevorzugungen. Trägt der Alkylenrest (alk) Substituenten, so kann dies z.B. ein Hydroxy-, C1-C4-Alkoxy- oder Sulfatorest sein. Die Gruppe (alk) bedeutet vorzugsweise einen unsubstituierten oder durch Hydroxy, C1-C4-Alkoxy oder -OSO3H substituierten C2-C4-Alkylenrest und besonders bevorzugt den 1,2-Ethylen-, 1,2- oder 1,3-Propylenoder 2-Hydroxy-1,3-propylenrest.

    [0022] Steht B für einen Rest der zuvor angegebenen Formel (2c), so entspricht dieser bevorzugt der Formel

            -NR3-(alk)0-1-(CH2-CH2-O)p-(CHY1-CHY2-O)q-(alk) - NR3'     (2c'),

    worin R3 und R3' gleich sind und je Wasserstoff, Methyl oder Ethyl bedeuten, (alk) für einen unsubstituierten oder durch Hydroxy, C1-C4-Alkoxy oder -OSO3H substituierten C2-C4-Alkylenrest stehen, Y1 und Y2 die zuvor angegebene Bedeutung haben und p und q unabhängig voneinander je eine ganze Zahl von 0 bis 8 sind, wobei die Summe von (p+q) 2 bis 8 beträgt.

    [0023] B steht als Rest der Formel (2c) insbesondere bevorzugt für einen Rest der Formel

            NH - (alk)0-1-(CH2-CH2-O)p-(alk)-NH -     (2c''),

    worin (alk) 1,2-Ethylen, 1,2- oder 1,3-Propylen oder 2-Hydroxy-1,3-propylen ist und p eine ganze Zahl von 2 bis 8 und besonders 2 bis 5 bedeutet.

    [0024] Von besonderem Interesse für das erfindungsgemässe Verfahren sind Verbindungen der zuvor angegebenen Formel (1), worin B einen Rest der zuvor angegebenen Formel (2a) oder (2b) bedeutet und X für eine funktionelle Gruppe -O- steht.

    [0025] Eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung betrifft das Verfahren unter Verwendung einer Verbindung der zuvor angegebenen Formel (1), worin
    R und R' gleich sind und je Wasserstoff oder ein Kation bedeuten,
    R1, R2, R1' und R2' gleich sind und je Wasserstoff, C1-C4-Alkyl oder Chlor sind,
    B einen Rest der Formel

            -O-(CH2-CH2-O)p-(CHY1-CHY2-O)q-(CHY3-CHY4-O)r     (2a')

    oder

            -O-Z2-O-     (2b'')

    bedeutet,
    von Y1 und Y2 der eine Rest Methyl und der andere Rest Wasserstoff bedeutet,
    von Y3 und Y4 der eine Rest Ethyl und der andere Rest Wasserstoff ist,
    p, q und r unabhängig voneinander je eine ganze Zahl von 0 bis 8 sind, wobei die Summe von (p+q+r) 2 bis 8 beträgt,
    Z2 für den Rest eines Tri-, Tetra- oder Polyols mit 3 bis 12 C-Atomen steht, dessen freie Hydroxygruppen teilweise oder vollständig in Form einer Estergruppe der Formel

            - O - CO - CR1"= CR2"- CO - O - R"     (4b),

    vorliegen, und
    R" die Bedeutung von R und R1" und R2" je die Bedeutung von R1 und R2 haben.

    [0026] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung betrifft das Verfahren unter Verwendung einer Verbindung der Formel

    worin R Wasserstoff oder ein Kation bedeutet, B für einen Rest der Formel

            - O - (CH2-CH2-O)p - (CHY1-CHY2-O)q-     (2a'')

    oder

            -O-Z2-O-     (2b'')

    steht, von Y1 und Y2 der eine Rest Methyl und der andere Rest Wasserstoff bedeutet, p und q unabhängig voneinander je eine ganze Zahl 0 bis 8 sind, wobei die Summe von (p+q) 2 bis 8 beträgt, und Z2 für den Rest eines Tri-, Tetra- oder Polyols mit 3 bis 6 C-Atomen steht, dessen freie Hydroxygruppen teilweise oder vollständig in Form einer Estergruppe der Formel

            -O-CO-CH=CH-CO-O-R     (4b'),

    worin R die oben angegebene Bedeutung hat, vorliegen.

    [0027] Eine insbesondere bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung betrifft das Verfahren unter Verwendung einer Verbindung der Formel

    worin B für einen Rest der Formel

            -O-(CH2-CH2-O)p-     (2a*)

    steht, R Wasserstoff oder das Natrium- oder Kalium-Kation bedeutet und p eine ganze Zahl 2 bis 5 ist.

    [0028] Die erfindungsgemäss verwendeten Verbindungen der Formel (1) können in an sich bekannter Weise hergestellt werden, z.B. indem man eine Verbindung der Formel

            H-B'-H     (5),

    worin B' einen Rest der Formel

            - X - Z1-     (2a),



            - X - Z2 - X -     (2b)

    oder

            - NR3 - (alk)0-1- Z1 - (alk) - NR3'-     (2c)

    bedeutet,
    X, Z1, R3, R3' und (alk) je die zuvor angegebene Bedeutung haben und Z2, wenn X -NR3- ist, für den Rest eines Tri-, Tetra- oder Polyamins steht, oder, wenn X -O- ist, für den Rest eines Tri-, Tetra- oder Polyols welcher ≤ 12 C-Atome aufweist, steht, in beliebiger Reihenfolge mit den Säurenhydriden oder Monosäurechloriden von Carbonsäuren der Formeln



    und

    worin R, R', R", R1, R1', R1", R2, R2' und R" jeweils die zuvor angegebene Bedeutung haben, umsetzt.

    [0029] Die bevorzugten Verbindungen der Formel (1), worin R, R' und R", R1, R1' und R1" und R2, R2' und R2" jeweils identisch sind, können vorteilhaft hergestellt, indem man eine Verbindung der Formel (5) mit einem Säureanhydrid oder Monosäurechlorid von einer Carbonsäure der oben angegebenen Formel (6a) im molaren Überschuss umsetzt.

    [0030] Die insbesondere bevorzugten Verbindungen der Formel (1), worin R, R', R" je Wasserstoff oder ein Kation bedeuten und R1, R1', R1", R2, R2' und R2" jeweils Wasserstoff sind, können vorteilhaft hergestellt, indem man eine Verbindung der Formel (5) mit Maleinsäureanhydrid im molaren Überschuss umsetzt.

    [0031] Die Umsetzung der Verbindung der Formel (5) mit den Verbindungen der Formel (6a), (6b) und (6c) findet vorteilhaft bei erhöhter Temperatur, z.B. bei einer Temperatur von 15 bis 150°C und vorzugsweise bei 80 bis 120°C statt. Die Reaktionszeit kann innerhalb weiter Grenzen schwanken, wobei sich eine Reaktionszeit von ca. 1 bis 10 Stunden und bevorzugt 1 bis 5 Stunden als praktikabel erwiesen hat.

    [0032] Die bei der Umsetzung erhaltenen Produkte der Formel (1) können entweder direkt oder aber z.B. nach vorheriger Verdünnung mit einem oder mehreren geeigneten Lösungsmitteln als Wollschutzmittel eingesetzt werden. Zur Verdünnung geeignete Lösungsmittel sind z.B. Wasser oder bei Raumtemperatur flüssige Alkylenglykole oder Alkylenglykolether wie z.B. Polyethylenglykol 200, Propylenglykol, Diethylenglykol, Dipropylenglykol, Triethylenglykol, Tripropylenglykol oder deren Monomethyl-, Monoethyl-, Monobutyl-, Dimethyl-, Diethyl- oder Dibutylether, z.B. Diethylenglykolmonomethylether oder - monoethylether, Diethylenglykoldimethylether oder -diethylether, Ethylenglykolmonobutylether oder -dibutylether oder Diethylenglykolmonobutylether oder -dibutylether. Bevorzugt ist die Verwendung von Alkylenglykolen als Verdünnungsmittel für die erfindungsgemässen Wollschutzmitteln.

    [0033] Die Verbindungen der Formel (5), (6a), (6b) und (6c) sind an sich bekannt oder können nach an sich bekannten Methoden erhalten werden.

    [0034] Die erfindungsgemäss eingesetzten Wollschutzmittel können eine oder mehrere der Verbindungen der Formel (1) enthalten. Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass man ein Wollschutzmittel enthaltend je mindestens eine Verbindung der Formeln (1) und

    worin R und Z1 die oben angegebenen Bedeutungen haben, verwendet. Es ist auch möglich, Wollschutzmittel zu verwenden, die eine Verbindung der Formel (1) und eine weitere Verbindung mit wollschützender Wirkung, z.B. 3-Chlor-1,2-propandiol, enthalten.

    [0035] Die Herstellung der Verbindungen der Formel (1') kann in analoger Weise erfolgen, z.B. indem man das Säurehalogenid oder Säureanhydrid einer Verbindung der zuvor angegebenen Formel (6a), worin R1 und R2 je Wasserstoff bedeuten, mit in etwa äquimolaren Mengen einer Verbindung der zuvor angegebenen Formel (5), worin B' einen Rest der Formel (2a), worin X -O- ist, bedeutet, umsetzt.

    [0036] Man geht z.B. so vor, dass man das wollhaltige Fasermaterial zuerst mit dem Wollschutzmittel in einem wässrigen Bad vorbehandelt und anschliessend durch Zugabe des Farbstoffs zu diesem Bad färbt. Man kann auch so vorgehen, dass man das Färbegut gleichzeitig mit dem Wollschutzmittel und dem Farbstoff in einem wässrigen Bad behandelt.

    [0037] Es hat sich als praktikabel erwiesen, das Wollschutzmittel in einer Menge von z.B. 0,1 bis 20 Gew.-%, bevorzugt 0,1 bis 10 Gew.-%, besonders bevorzugt 1 bis 10 Gew.-% und insbesondere bevorzugt 1 bis 6 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gewicht des Färbeguts, einzusetzen.

    [0038] Bei dem wollhaltigen Fasermaterial kann es sich um Wolle allein oder um Mischungen aus z.B. Wolle/Polyamid oder Wolle/Polyester handeln. Dabei werden Gemische aus Wolle und synthetischem Polyamid vorzugsweise mit anionischen Farbstoffen und Gemische aus Wolle und Polyesterfasern vorzugsweise mit Dispersions- und anionischen Farbstoffen gefärbt. Geeignete anionische Farbstoffe und Dispersionsfarbstoffe sind dem Fachmann bekannt.

    [0039] Das Fasermaterial kann in den verschiedensten Verarbeitungsstadien vorliegen, z.B. in Form von Garnen, Flocken, Kammzug, Maschenware, wie Strickware oder Gewirke, als Faservliesstoff oder vorzugsweise als Gewebe.

    [0040] Bei den Mischfasermaterialien handelt es sich vorzugsweise um Fasermischungen aus Wolle und Polyester, die in der Regel in einem Teilverhältnis von 20 bis 50 Gewichtsteilen Wolle zu 80-50 Gewichtsteilen Polyester vorliegen. Die für das Verfahren bevorzugten Fasermischungen enthalten 45 Teile Wolle und 55 Teile Polyesterfasern.

    [0041] Das Flottenverhältnis kann beim erfindungsgemässen Verfahren innerhalb eines weiten Bereiches gewählt werden; es beträgt z.B. 1:1 bis 1:100 und vorzugsweise 1:10 bis 1:50.

    [0042] Das Färbebad kann neben dem Farbstoff, Wasser und dem Wollhilfsmittel weitere übliche Zusätze enthalten. Zu erwähnen sind z.B. Mineralsäuren, organische Säuren und/oder deren Salze, die der Einstellung des pH-Werts des Färbebads dienen, weiterhin Elektrolyte, Egalisier-, Netz- und Entschäumungsmittel sowie, falls es sich um das Färben von Wolle/Polyester-Gemischen handelt, Carrier und/oder Dispergiermittel.

    [0043] Das Färbebad weist einen pH-Wert von z.B. 4 bis 6,5 und vorzugsweise von 5,2 bis 5,8 auf. Das erfindungsgemässe Verfahren wird im allgemeinen bei einer Temperatur von z.B. 60 bis 130°C durchgeführt.

    [0044] Wenn das zu färbende Material Wolle allein ist, erfolgt die Färbung zweckmässig nach dem Ausziehverfahren, z.B. bei einer Temperatur im Bereich 60 bis 106°C, vorzugsweise 95 bis 98°C. Die Färbedauer kann in Abhängigkeit von den Erfordernissen variieren, beträgt jedoch vorzugsweise 60-120 Minuten.

    [0045] Die Färbungen der Polyester/Wolle-Mischfasermaterialien erfolgen mit Vorteil einbadig aus wässriger Flotte nach dem Ausziehverfahren. Man färbt vorzugsweise nach dem sogenannten Hochtemperaturverfahren in geschlossenen, druckbeständigen Apparaturen bei Temperaturen von über 100°C, zweckmässig zwischen 110 und 125°C und vorzugsweise bei 118-120°C und gegebenenfalls unter Druck.

    [0046] Die Mischfasermaterialien können auch nach dem üblichen Carrier-Färbeverfahren bei Temperaturen unter 106°C, z.B. im Temperaturbereich von 75 bis 98°C in Gegenwart eines oder mehrerer Carrier gefärbt werden.

    [0047] Das Färben der Polyester/Wolle-Mischfasermaterialien kann so durchgeführt werden, dass man das Färbegut zuerst mit dem Wollschutzmittel und gegebenenfalls dem Carrier behandelt und anschliessend färbt. Man kann auch so vorgehen, dass man das Färbegut gleichzeitig mit dem Wollschutzmittel, den Farbstoffen und gegebenenfalls Hilfsmitteln behandelt. Vorzugsweise geht man mit dem Textilmischfasermaterial in eine Flotte ein, die das Wollschutzmittel und gegebenenfalls weitere übliche Hilfsmittel enthält und eine Temperatur von 40-50°C aufweist, und behandelt das Material 5 bis 15 Minuten bei dieser Temperatur. Danach erhöht man die Temperatur auf ca. 60 bis 70°C, gibt den Farbstoff zu, erhitzt langsam auf die Färbetemperatur und färbt dann ca. 20 bis 60, vorzugsweise 30 bis 45 Minuten, bei dieser Temperatur. Am Schluss wird die Flotte auf etwa 60°C abgekühlt und das gefärbte Material wie üblich aufgearbeitet.

    [0048] Mittels des erfindungsgemässen Verfahrens ist es möglich, Wolle oder insbesondere Wolle/Polyester-Fasergemische bei hoher Temperatur unter einwandfreiem Schutz des Wollanteils, d.h. unter Erhaltung der wichtigen, fasertechnologischen Eigenschaften der Wolle, wie Reissfestigkeit, Berstbeständigkeit und Dehnung, zu färben. Hervorzuheben ist weiterhin, dass der Polyesteranteil bei Mischgeweben keine Angilbung zeigt.

    [0049] Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemässen Verfahrens betrifft die Verringerung des Settings, die durch die Anwesenheit einer Verbindung der Formel (1) im Färbebad erreicht wird. Als Setting bezeichnet man eine unerwünschte während des Färbeprozesses auftretende Fixierung der Wollfasern, welche durch Umordnung der in der Wolle enthaltenen Disulfid-Brücken verursacht wird. Solche unerwünschten Fixierungen können sich z.B. in einer Deformation (Verflachung) der Wollgarne auf Spulen, einer Kompaktierung der Wollfasern sowie in einem Verlust des Volumens der Wolle äussern.

    [0050] Der Antisetting-Effekt eines Wollschutzmittels kann z.B. in Anlehnung an A.M. Wemys und M.A. White, Proc. Ind. Japan-Australia, Joint Symp. on objective measurement, Kyoto (1985), Seite 165, bestimmt werden, indem man Rondelle aus Woll-Testgewebe ausstanzt, in der Mitte faltet und am Rand zusammennäht. Die Prüflinge werden dann in gepresstem Zustand in Gegenwart des Wollschutzmittels gefärbt, anschliessend die Gewebemuster geöffnet und jeweils ein Faden herausgezogen. Nach einer Erholungsphase in warmem Wasser wird der Winkel der Fäden gemessen. Je mehr sich das vorher zusammengepresste Garn geöffnet hat und um so mehr sich der gemessene Winkel an 180° annähert, um so besser ist der Antisetting-Effekt des Wollschutzmittels. Ein gemessener Winkel von ca. 120 bis 180° und insbesondere 140 bis 180° zeigt einen guten Anti-Setting-Effekt an.

    [0051] Die folgenden Beispiele veranschaulichen die Erfindung. Teile bedeuten Gewichtsteile, Prozente Gewichtsprozente.

    Herstellung der Wollschutzmittel



    [0052] Beispiel 1: In einem Sulfierkolben werden 285 Teile Polyethylenglykol 200, 279 Teile Maleinsäureanhydrid und 2 Teile Tributylamin vorgelegt. Man erwärmt vorsichtig auf ca. 100°C und lässt anschliessend ca. 5 Stunden bei dieser Temperatur rühren. Die Titration der Carboxylgruppen zeigt das Ende der Reaktion an. Man erhält 560 Teile des Produkts der Formel

            HOOC - CH=CH - CO - O - (CH2-CH2-O)4 - CO -CH=CH - COOH

    als viskoses Oel, welches anschliessend mit Dipropylenglykol zu einer Lösung mit 70% Aktivgehalt formuliert wird.

    [0053] Beispiel 2: In einem Sulfierkolben werden 18,4 Teile Glycerin, 55,9 Teile Maleinsäureanhydrid und 0,3 Teile Tributylamin vorgelegt. Man erwärmt vorsichtig auf ca. 100°C und lässt anschliessend ca. 5 Stunden bei dieser Temperatur rühren. Die Titration der Carboxylgruppen zeigt das Ende der Reaktion an. Man kühlt auf ca. 50°C ab, verdünnt mit 40 Teilen Wasser und neutralisiert bis pH 6 durch Zugabe von ca. 303 Teilen 2N Natriumhydroxidlösung. Nach dem Abfiltrieren von ungelösten Teilchen erhält man die Verbindung der Formel

    als 20%ige Lösung.

    [0054] Beispiel 3: In einem Sulfierkolben werden 53,7 Teile Dipropylenglykol, 74,5 Teile Maleinsäureanhydrid und 0,8 Teile Tributylamin vorgelegt. Man erwärmt vorsichtig auf ca. 100°C und lässt anschliessend ca. 5 Stunden bei dieser Temperatur rühren. Die Titration der Carboxylgruppen zeigt das Ende der Reaktion an. Man erhält 125 Teile des Produkts der Formel

            HOOC - CH=CH - CO - O-[CH(CH3)-CH2-O]2-CO -CH=CH - COOH

    als viskoses Oel.

    [0055] Beispiel 4: In einem Sulfierkolben werden 53,1 Teile Diethylenglykol, 93,1 Teile Maleinsäureanhydrid und 1 Teil Tributylamin vorgelegt. Man erwärmt vorsichtig auf ca. 100°C und lässt anschliessend ca. 5 Stunden bei dieser Temperatur rühren. Die Titration der Carboxylgruppen zeigt das Ende der Reaktion an. Man erhält 140 Teile des Produkts der Formel

            HOOC - CH=CH - CO - O - (CH2-CH2-O)2-CO -CH=CH - COOH

    als viskoses Oel.

    [0056] Beispiel 5: In einem Sulfierkolben werden 20,1 Teile 1,1,1-Trihydroxymethylpropan, 41,9 Teile Maleinsäureanhydrid und 0,3 Teile Tributylamin vorgelegt. Man erwärmt vorsichtig auf ca. 100°C und lässt anschliessend ca. 5 Stunden bei dieser Temperatur rühren. Die Titration der Carboxylgruppen zeigt das Ende der Reaktion an. Man erhält 58 Teile des Produkts der Formel

    als viskoses Oel.

    [0057] Beispiel 5a: In einem Sulfierkolben werden 25,5 Teile Tetraethylenglykol, 11,9 Teile Maleinsäureanhydrid und 0,12 Teile Tributylamin vorgelegt. Man erwärmt vorsichtig auf ca. 100°C und lässt anschliessend ca. 5 Stunden bei dieser Temperatur rühren. Die Titration der Carboxylgruppen zeigt das Ende der Reaktion an. Man erhält 37,5 Teile des Produkts der Formel

            HOOC - CH=CH - CO - O - (CH2-CH2-O)4 - H

    als viskoses Oel, welches anschliessend mit 16,1 Teilen Dipropylenglykol zu einer Lösung mit 70% Aktivgehalt formuliert wird.

    [0058] Beispiel 5b: In einem Sulfierkolben werden 47,9 Teile Polyethylenglykol 600, 14,9 Teile Maleinsäureanhydrid und 0,3 Teile Tributylamin vorgelegt. Man erwärmt vorsichtig auf ca. 100°C und lässt anschliessend ca. 5 Stunden bei dieser Temperatur und anschliessend noch 1 Stunde bei 120°C rühren. Die Titration der Carboxylgruppen zeigt das Ende der Reaktion an. Man erhält 60 Teile des Produkts der Formel

            HOOC - CH=CH - CO-O-(CH2-CH2-O)13-CO - CH=CH - COOH

    als viskoses Oel.

    Färbebeispiele



    [0059] Beispiel 6: 100 Teile eines Mischgewebes, bestehend aus 55 % Polyester und 45 % Wolle, werden in einem Zirkulationsapparat mit einer Flotte, die

    2,0 Teile des Produkts gemäss Beispiel 1,

    0,5 Teile eines sulfatierten Fettaminpolyglycolethers,

    1,0 Teile eines handelsüblichen Hilfsmittelgemisches (auf Basis carbonsäure- und phosphorsäure-aromatischer Verbindungen) und

    2,0 Teile Natriumacetat
    in 1200 Teilen Wasser enthält und mit Essigsäure auf pH 5,5 eingestellt ist, 5 min. bei 40°C vorbehandelt. Darauf wird die Flotte innerhalb von 30 Minuten auf 120°C erhitzt, wobei bei 70°C 2,0 Teile der Farbstoffmischung bestehend aus

    1,6 Gew.-% Farbstoff der Formel

    60 Gew.-% Farbstoff der Formel

    (R = 50% -CH2-CH3 + 50% -C6H5)

    5,0 Gew.-% Farbstoff der Formel

    4,0 Teile Farbstoff der Formel

    3,3 Teile Farbstoff der Formel

    15,0 Teile Farbstoff der Formel

    und 10 Teile Natriumsulfat

    der Flotte zugefügt werden. Darauf färbt man 40 min. bei 120°C und kühlt anschliessend die Färbeflotte auf 60°C ab. Darauf wird die übliche Nachwäsche durchgeführt. Man erhält eine reibechte, egale, rote Ton-in-Ton Färbung ohne Einbusse der Wollqualität.

    [0060] Verwendet man anstelle der wässrigen Zubereitung gemäss Beispiel 1 1,5 Teile des Produkts gemäss Beispiel 2 oder 1,5 Teile des Produkts gemäss Beispiel 3 oder 2,0 Teile des Produkts gemäss Beispiel 4 oder 5,0 Teile des Produkts gemäss Beispiel 5, so erhält man ebenfalls Färbungen mit guten Eigenschaften und ohne negative Beeinflussung der Wollqualität.

    [0061] Beispiel 6a: Verfährt man wie im Beispiel 6 beschrieben und verwendet anstelle der wässrigen Zubereitung gemäss Beispiel 1 1,7 Teile einer Mischung bestehend aus 93 Teilen des Produkts gemäss Beispiel 1 und 7 Teilen 3-Chlor-1,2-propandiol, so erhält man ebenfalls eine Färbung mit guten Eigenschaften und ohne negative Beeinflussung der Wollqualität.

    [0062] Beispiel 6b: Verfährt man wie im Beispiel 6 beschrieben und verwendet anstelle der wässrigen Zubereitung gemäss Beispiel 1 2 Teile einer Mischung bestehend aus 50 Teilen des Produkts gemäss Beispiel 1 und 50 Teilen des Produkts gemäss Beispiel 5a, so erhält man ebenfalls eine Färbung mit guten Eigenschaften und ohne negative Beeinflussung der Wollqualität.

    [0063] Beispiel 7: 100 Teile eines Wollgewebes mit einem m2-Gewicht von 180 g werden in 1000 Teilen einer wässrigen Flotte enthaltend 4 Teile Ammoniumsulfat, 2,0 Teile des Produkts gemäss Beispiel 1 und 0,5 Teile eines Naphthalinsulfonsäure-Kondensatprodukts 10 min bei 50°C behandelt; der pH-Wert der Flotte wird zuvor mit Essigsäure auf ca. 6 eingestellt. Danach werden 3 Teile des Farbstoffs der Formel

    zugesetzt und weitere 5 min. behandelt. Anschliessend wird die Färbeflotte innerhalb von ca. 45 min. auf ca. 98°C erhitzt und das Gewebe 60 min. bei dieser Temperatur gefärbt. Danach lässt man auf ca. 60°C abkühlen, spült wie üblich und trocknet das gefärbte Gewebe. Man erhält eine reibechte, egale Blaufärbung ohne negative Beeinflussung der Wollqualität.

    [0064] Verwendet man anstelle der wässrigen Zubereitung gemäss Beispiel 1 1,5 Teile des Produkts gemäss Beispiel 2 oder 1,5 Teile des Produkts gemäss Beispiel 3 oder 2,0 Teile des Produkts gemäss Beispiel 4 oder 5,0 Teile des Produkts gemäss Beispiel 5, so erhält man ebenfalls Färbungen mit guten Eigenschaften und ohne negative Beeinflussung der Wollqualität.

    [0065] Beispiel 7a: Verfährt man wie im Beispiel 7 beschrieben und verwendet anstelle der wässrigen Zubereitung gemäss Beispiel 1 1,7 Teile einer Mischung bestehend aus 93 Teilen des Produkts gemäss Beispiel 1 und 7 Teilen 3-Chlor-1,2-propandiol, so erhält man ebenfalls eine Färbung mit guten Eigenschaften und ohne negative Beeinflussung der Wollqualität.

    [0066] Beispiel 7b: Verfährt man wie im Beispiel 7 beschrieben und verwendet anstelle der wässrigen Zubereitung gemäss Beispiel 1 2 Teile einer Mischung bestehend aus 50 Teilen des Produkts gemäss Beispiel 1 und 50 Teilen des Produkts gemäss Beispiel 5a, so erhält man ebenfalls eine Färbung mit guten Eigenschaften und ohne negative Beeinflussung der Wollqualität.


    Ansprüche

    1. Verfahren zum Färben von wollhaltigen Fasermaterialien mit anionischen Farbstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man diese Materialien in Gegenwart eines Wollschutzmittels enthaltend mindestens eine Verbindung der Formel

    färbt, worin R und R' unabhängig voneinander je Wasserstoff, C1-C6-Alkyl oder ein Kation bedeuten,
    R1, R2, R1' und R2' unabhängig voneinander je Wasserstoff, C1-C6-Alkyl oder Halogen sind,
    B einen Rest der Formel

            - X - Z1 -     (2a),



            - X - Z2 - X -     (2b)

    oder

            - NR3 - (alk)0-1 - Z1 - (alk) - NR3'-     (2c)

    bedeutet,
    X eine funktionelle Gruppe -O- oder -NR3- ist, wobei im Rest der Formel (2b) beide Reste X für eine Gruppe -O- oder beide Reste X für eine Gruppe -NR3- stehen,
    R3 und R3' unabhängig voneinander je Wasserstoff oder C1-C6-Alkyl bedeuten,
    Z1 für einen Rest der Formel

            - (CH2-CH2-O)p - (CHY1-CHY2-O)q - (CHY3-CHY4-O)r-     (3)

    steht,
    von Y1 und Y2 der eine Rest Methyl und der andere Rest Wasserstoff bedeutet,
    von Y3 und Y4 der eine Rest Ethyl und der andere Rest Wasserstoff ist,
    p, q und r unabhängig voneinander je eine ganze Zahl von 0 bis 20 sind, wobei die Summe von (p+q+r) 2 bis 20 beträgt,
    Z2, wenn X -NR3- ist, für den Rest eines Tri-, Tetra- oder Polyamins steht, dessen freie Aminogruppen teilweise oder vollständig in Form einer Acylaminogruppe der Formel

            -NR3-CO-CR1"=CR2"-CO-O-R"     (4a)

    vorliegen, oder, wenn X -O- ist, für den Rest eines Tri-, Tetra- oder Polyols welcher ≤ 12 C-Atome aufweist, steht, dessen freie Hydroxygruppen teilweise oder vollständig in Form einer Estergruppe der Formel

            -O-CO-CR1"=CR2"-CO-O-R"     (4b),

    vorliegen,
    R" unabhängig die Bedeutung von R und R1" und R2" je unabhängig die Bedeutung von R1 und R2 haben, und
    (alk) ein gegebenenfalls weitersubstituierter C1-C4-Alkylen-Rest ist.
     
    2. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass R, R' und R" gleich sind und je für Wasserstoff oder ein Kation stehen.
     
    3. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass R1, R1', R1", R2, R2', R2", R3, R3' und R3" gleich sind und je Wasserstoff bedeuten.
     
    4. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass B einen Rest der im Anspruch 1 angegebenen Formel (2a) oder (2b) bedeutet und X für eine funktionelle Gruppe -O- steht.
     
    5. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass Z1 ein Rest der Formel

            - (CH2-CH2-O)p - (CHY1-CHY2-O)q -     (3a)

    ist, worin Y1 und Y2 die im Anspruch 1 angegebene Bedeutung haben und p und q unabhängig voneinander je eine ganze Zahl von 0 bis 8 sind, wobei die Summe von (p+q) 2 bis 8 beträgt.
     
    6. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass Z1 für einen Rest der Formel

            -(CH2-CH2-O)p-     (3b),

    worin p eine ganze Zahl von 2 bis 8 und insbesondere 2 bis 5 bedeutet, steht.
     
    7. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass X eine Gruppe -O- bedeutet und Z2 für den Rest eines Tri-, Tetra-, Penta- oder Hexaols mit 3 bis 6 C-Atomen und insbesondere für den Rest eines Tri- oder Tetraols mit 3 oder 4 C-Atomen steht, dessen freie Hydroxygruppen jeweils teilweise oder vollständig in Form einer Estergruppe der im Anspruch 1 angegebenen Formel (4b) vorliegen.
     
    8. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass B ein Rest der Formel

    worin R'' Wasserstoff oder ein Kation bedeutet, ist.
     
    9. Verfahren zum Färben von wollhaltigen Fasermaterialien mit anionischen Farbstoffen gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man diese Materialien in Gegenwart eines Wollschutzmittels enthaltend mindestens eine Verbindung der im Anspruch 1 angegebenen Formel (1) färbt, worin
    R und R' gleich sind und je Wasserstoff oder ein Kation bedeuten,
    R1, R2, R1' und R2' gleich sind und je Wasserstoff, C1-C4-Alkyl oder Chlor sind,
    B einen Rest der Formel

            -O- (CH2-CH2-O)p-(CHY1-CHY2-O)q-(CHY3-CHY4-O)r     (2a')

    oder

            -O-Z2-O-     (2b'')

    bedeutet,
    von Y1 und Y2 der eine Rest Methyl und der andere Rest Wasserstoff bedeutet,
    von Y3 und Y4 der eine Rest Ethyl und der andere Rest Wasserstoff ist,
    p, q und r unabhängig voneinander je eine ganze Zahl von 0 bis 8 sind, wobei die Summe von (p+q+r) 2 bis 8 beträgt,
    Z2 für den Rest eines Tri-, Tetra- oder Polyols mit 3 bis 12 C-Atomen steht, dessen freie Hydroxygruppen teilweise oder vollständig in Form einer Estergruppe der Formel

            - O-CO-CR1"=CR2"-CO - O-R"     (4b),

    vorliegen, und
    R" die Bedeutung von R und R1" und R2" je die Bedeutung von R1 und R2 haben.
     
    10. Verfahren zum Färben von wollhaltigen Fasermaterialien mit anionischen Farbstoffen gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man diese Materialien in Gegenwart eines Wollschutzmittels enthaltend mindestens eine Verbindung der Formel

    färbt, worin R Wasserstoff oder ein Kation bedeutet, B für einen Rest der Formel

            - O-(CH2-CH2-O)p-(CHY1-CHY2-O)q-     (2a'')

    oder

            -O-Z2-O-     (2b'')

    steht, von Y1 und Y2 der eine Rest Methyl und der andere Rest Wasserstoff bedeutet, p und q unabhängig voneinander je eine ganze Zahl 0 bis 8 sind, wobei die Summe von (p+q) 2 bis 8 beträgt, und Z2 für den Rest eines Tri-, Tetra- oder Polyols mit 3 bis 6 C-Atomen steht, dessen freie Hydroxygruppen teilweise oder vollständig in Form einer Estergruppe der Formel

            -O-CO-CH=CH-CO-O-R     (4b'),

    worin R die oben angegebene Bedeutung hat, vorliegen.
     
    11. Verfahren zum Färben von wollhaltigen Fasermaterialien mit anionischen Farbstoffen gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man diese Materialien in Gegenwart eines Wollschutzmittels enthaltend mindestens eine Verbindung der Formel

    färbt. worin B für einen Rest der Formel

            - O-(CH2-CH2-O)p -     (2a*)

    steht, R Wasserstoff oder das Natrium- oder Kalium-Kation bedeutet und p eine ganze Zahl 2 bis 5 ist.
     
    12. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass man das wollhaltige Fasermaterial in Gegenwart von 0,1 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Färbegut, einer oder mehrerer Verbindungen der Formel (1) färbt.
     
    13. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 12 zum Färben von Wolle/Polyester-Mischfasermaterialien nach dem Ausziehverfahren.
     


    Claims

    1. A process for dyeing wool-containing fibre materials with anionic dyes, which comprises dyeing said materials in the presence of a wool protective agent comprising at least one compound of formula

    wherein R and R' are each independently of the other hydrogen, C1-C6alkyl or a cation,
    R1, R2, R1' and R2' are each independently of one another hydrogen, C1-C6alkyl or halogen,
    B is a radical of formula

            -X-Z1-     (2a),



            -X-Z2-X-     (2b)

    or

            -NR3-(alk)0-1-Z1-(alk)-NR3'-     (2c),

    X is a functional group -O- or -NR3-, and in the radical of formula (2b) both radicals X are a group -O- or both radicals X are a group -NR3-,
    R3 and R3' are each independently of the other hydrogen or C1-C6alkyl,
    Z1 is a radical of formula

            -(CH2-CH2-O)p-(CHY1-CHY2-O)q-(CHY3-CHY4-O)r- ,     (3),

    one of Y1 and Y2 is methyl and the other is hydrogen,
    one of Y3 and Y4 is ethyl and the other is hydrogen,
    p, q and r are each independently of each other an integer from 0 to 20, and the sum of (p+q+r) is from 2 to 20,
    Z2, if X is -NR3-, is the radical of a tri-, tetra- or polyamine some or all of whose free amino groups are in the form of an acylamino group of formula

            -NR3-CO-CR1"=CR2"-CO-O-R"     (4a),

    or, if X is -O-, is the radical of a tri-, tetra- or polyol some or all of whose free hydroxyl groups are in the form of an ester group of formula

            -O-CO-CR1"=CR2"-CO-O-R"     (4b),

    R" independently has the meaning of R, and R1" and R2" each independently have the meaning of R1 and R2, and (alk) is a C1-C4alkylene radical which may be further substituted.
     
    2. A process according to claim 1, wherein R, R' and R" are identical and are each hydrogen or a cation.
     
    3. A process according to one of claims 1 and 2, wherein R1, R1', R1", R2, R2', R2", R3, R3' and R3" are identical and are each hydrogen.
     
    4. A process according to any one of claims 1 to 3, wherein B is a radical of formula (2a) or (2b) as shown in claim 1 and X is a functional group -O-.
     
    5. A process according to any one of claims 1 to 4, wherein Z1 is a radical of formula

            - (CH2-CH2-O)p-(CHY1-CHY2-O)q-     (3a),

    in which Y1 and Y2 are as indicated in claim 1 and p and q are each independently of the other an integer from 0 to 8, and the sum of (p+q) is from 2 to 8.
     
    6. A process according to any one of claims 1 to 5, wherein Z1 is a radical of formula

            -(CH2-CH2-O)p-     (3b),

    in which p is an integer from 2 to 8 and in particular from 2 to 5.
     
    7. A process according to any one of claims 1 to 6, wherein X is a group -O- and Z2 is the radical of a tri-, tetra-, penta- or hexaol of 3 to 6 carbon atoms and in particular the radical of a tri- or tetraol of 3 or 4 carbon atoms, some or all of whose free hydroxyl groups are in the form of an ester group of the formula (4b) as indicated in claim 1.
     
    8. A process according to any one of claims 1 to 7, wherein B is a radical of formula

    in which R" is hydrogen or a cation.
     
    9. A process for dyeing wool-containing fibre materials with anionic dyes according to claim 1, which comprises dyeing said materials in the presence of a wool protective agent comprising at least one compound of formula (1) as indicated in claim 1, wherein
    R and R' are identical and are each hydrogen or a cation,
    R1, R2, R1' and R2' are identical and are each hydrogen, C1-C4alkyl or chloro,
    B is a radical of formula

            -O-(CH2-CH2-O)p-(CHY1-CHY2-O)q-(CHY3-CHY4-O)r     (2a')

    or

            -O-Z2-O-     (2b'')

    one of Y1 and Y2 is methyl and the other is hydrogen,
    one of Y3 and Y4 is ethyl and the other is hydrogen,
    p, q and r are each independently of one another an integer from 0 to 8, and the sum of (p+q+r) is from 2 to 8,
    Z2 is the radical of a tri-, tetra- or polyol of 3 to 12 carbon atoms, some or all of whose free hydroxyl groups are in the form of an ester group of formula

            -O-CO-CR1"=CR2"-CO-O-R"     (4b),

    and
    R" has the meaning of R, and R1" and R2" each have the meaning of R1 and R2.
     
    10. A process for dyeing wool-containing fibre materials with anionic dyes according to claim 1, which comprises dyeing said materials in the presence of a wool protective agent comprising at least one compound of formula

    wherein R is hydrogen or a cation, B is a radical of formula

            -O-(CH2-CH2-O)p-(CHY1-CHY2-O)q-     (2aʺ)

    or

            -O-Z2-O-     (2b''),

    one of Y1 and Y2 is methyl and the other is hydrogen, p and q are each independently of the other an integer from 0 to 8, and the sum of (p+q) is from 2 to 8, and Z2 is the radical of a tri-, tetra- or polyol of 3 to 6 carbon atoms, some or all of whose free hydroxyl groups are in the form of an ester group of formula

            -O-CO-CH=CH-CO-O-R     (4b'),

    in which R has the meaning given above.
     
    11. A process for dyeing wool-containing fibre materials with anionic dyes according to claim 1, which comprises dyeing said materials in the presence of a wool protective agent comprising at least one compound of formula

    wherein B is a radical of formula

            -O-(CH2-CH2-O)p-     (2a*),

    R is hydrogen or the sodium or potassium cation, and p is an integer from 2 to 5.
     
    12. A process according to any one of claims 1 to 11, which comprises dyeing the wool-containing fibre material in the presence of 0.1 to 10% by weight of one or more than one compound of formula (1), based on the goods to be dyed.
     
    13. A process according to any one of claims 1 to 12 for dyeing wool/polyester blends by the exhaust process.
     


    Revendications

    1. Procédé pour la teinture de matières fibreuses contenant de la laine par des colorants anioniques, caractérisé en ce qu'on teint ces matières en présence d'un agent de protection de la laine contenant au moins un composé de formule


    R et R' représentent chacun, indépendamment l'un de l'autre, un atome d'hydrogène, un groupe alkyle en C1-C6 ou un cation,
    R1, R2, R1' et R2' représentent chacun, indépendamment l'un de l'autre, un atome d'hydrogène, un groupe alkyle en C1-C6 ou un atome d'halogène.
    B représente un reste de formule

            -X-Z1-     (2a)



            -X-Z2-X-     (2b)

    ou

            -NR3-(alk)0-1-Z1-(alk)-NR3'-     (2c)

    X représente un groupe fonctionnel -O- ou -NR3-, où dans le reste de formule (2b), les deux restes X représentent un groupe -O- ou les deux restes X représentent un groupe -NR3-,
    R3 et R3' représentent chacun, indépendamment l'un de l'autre, un atome d'hydrogène ou un groupe alkyle en C1-C6,
    Z1 représente un reste de formule

            -(CH2-CH2-O)p-(CHY1-CHY2-O)q-(CHY3-CHY4-O)r-     (3)

    un des restes Y1 et Y2, représente un groupe méthyle et l'autre reste représente un atome d'hydrogène,
    un des restes Y3 et Y4, un reste représente un groupe éthyle et l'autre reste représente un atome d'hydrogène,
    p, q et r sont, indépendamment les uns des autres, un entier de 0 à 20, où la somme de (p+q+r) va de 2 à 20,
    Z2 représente, lorsque X représente un groupe -NR3-, le reste d'une tri-, tétra- ou polyamine, dont les groupes amino libres se présentent partiellement ou complètement sous forme d'un groupe acylamino de formule

            -NR3-CO-CR1"=CR2"-CO-O-R"     (4a)

    ou, lorsque X représente -O-, un reste d'un tri-, tétra- ou polyol qui présente ≤12 atomes de carbone, dont les groupes hydroxy libres se présentent partiellement ou complètement sous forme d'un groupe ester de formule

            - O - CO - CR1" = CR2" - CO - O - R"     (4b)

    R" possède, indépendamment, la signification de R, et R1" et R2" possèdent chacun, indépendamment, la signification de R1 et de R2, et
    (alk) représente un reste alkylène en C1-C4 éventuellement substitué davantage.
     
    2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que R, R' et R" sont identiques et chacun représente un atome d'hydrogène ou un cation.
     
    3. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que R1, R1', R1", R2, R2', R2", R3, R3' et R3" sont identiques et chacun représente un atome d'hydrogène.
     
    4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que B représente un reste de formules (2a) ou (2b) indiquées à la revendication 1 et X représente un groupe fonctionnel -O-.
     
    5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que Z1 représente un reste de formule

            -(CH2-CH2-O)p-(CHY1-CHY2-O)q-     (3a)

    où Y1 et Y2 possèdent la signification indiquée à la revendication 1 et p et q sont chacun, indépendamment l'un de l'autre, un entier de 0 à 8, où la somme de (p+q) va de 2 à 8.
     
    6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que Z1 représente un reste de formule

            -(CH2-CH2-O)p-     (3b)

    où p est un entier de 2 à 8 et notamment de 2 à 5.
     
    7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que X représente un groupe -O- et Z2 représente le reste d'un tri-, tétra-, penta- ou hexaol présentant 3 à 6 atomes de carbone et en particulier le reste d'un tri- ou tétraol présentant 3 ou 4 atomes de carbone, dont les groupes hydroxy libres se présentent chaque fois partiellement ou complètement sous forme d'un groupe ester de formule (4b) indiquée à la revendication 1.
     
    8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que B représente un reste de formule

    où R" représente un atome d'hydrogène ou un cation.
     
    9. Procédé pour la teinture de matières fibreuses contenant de la laine par des colorants anioniques selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on teint ces matières en présence d'un agent de protection de la laine contenant au moins un composé de formule (1) indiquée à la revendication 1, où R et R' sont identiques et chacun représente un atome d'hydrogène ou un cation,
    R1, R2, R1' et R2' sont identiques et chacun représente un atome d'hydrogène, des groupes alkyle en C1-C4 ou chloro,
    B représente un reste de formule

            -O-(CH2-CH2-O)p-(CHY1-CHY2-O)q-(CHY3-CHY4-O)r     (2a')

    ou

            -O-Z2-O-     (2bʺ)

    un des restes Y1 et Y2 représente un groupe méthyle et l'autre reste un atome d'hydrogène,
    un des restes Y3 et Y4 représente un groupe éthyle et l'autre reste un atome d'hydrogène,
    p, q et r représentent chacun, indépendamment les uns des autres, un entier de 0 à 8, où la somme de (p+q+r) va de 2 à 8,
    Z2 représente le reste d'un tri-, tétra- ou polyol présentant 3 à 12 atomes de carbone, dont les groupes hydroxy libres se présentent partiellement ou complètement sous forme d'un groupe ester de formule

            -O-CO-CR1"=CR2"-CO-O-R"     (4b)

    et
    R" possède la signification de R et R1" et R2" possèdent chacun la signification de R1 et R2.
     
    10. Procédé pour la teinture de matières fibreuses contenant de la laine par des colorants anioniques selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on teint ces matières en présence d'un agent de protection de la laine contenant au moins un composé de formule

    où R représente un atome d'hydrogène ou un cation,
    B représente un reste de formule

            -O-(CH2-CH2-O)p-(CHY1-CHY2-O)q-     (2aʺ)

    ou

            -O-Z2-O-     (2bʺ)

    un des restes Y1 et Y2 représente un groupe méthyle et l'autre reste un atome d'hydrogène, p et q sont chacun indépendamment l'un de l'autre un entier de 0 à 8, où la somme de (p+q) va de 2 à 8, et Z2 représente un reste d'un tri-, tétra- ou polyol présentant 3 à 6 atomes de carbone, dont les groupes hydroxy libres se présentent partiellement ou complètement sous forme d'un groupe ester de formule

            -O-CO-CH=CH-CO-O-R     (4b')

    et
    dans laquelle R possède la signification donnée ci-dessus.
     
    11. Procédé pour la teinture de matières fibreuses contenant de la laine par des colorants anioniques selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on teint ces matières en présence d'un agent de protection de la laine contenant au moins un composé de formule

    dans laquelle B représente un reste de formule

            -O-(CH2-CH2-O)p -     (2a*)

    R représente un atome d'hydrogène ou le cation sodium ou potassium et p est un entier qui va de 2 à 5.
     
    12. Procédé selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce qu'on teint la matière fibreuse contenant la laine en présence de 0,1 à 10 % en masse, par rapport au produit à teindre, d'un ou plusieurs composés de formule (1).
     
    13. Procédé selon l'une des revendications 1 à 12 pour la teinture de matières fibreuses mixtes laine/polyester selon le procédé d'étirement.