[0001] Die Erfindung betrifft eine Anzeigekassette für auswechselbare Informationsträger
mit einem Trägergehäuse in dem mindestens ein durch eine Schwenkbewegung öffenbarer,
wenigstens teilweise transparenter Klappdeckel mit zumindest einem integrierten Fach
zur Aufnahme eines Informationsträgers angeordnet ist.
[0002] Eine derartige Anzeigekassette ist aus der EP 0 383 042 bekannt. Die dortige Anzeigekassette
besteht im wesentlichen aus einem Grundkörper, einem Klappdeckel und einer Verschlußkassette.
Der über den Grundkörper klappbare Klappdeckel sitzt gelenkig gelagert am Grundkörper.
Die Schwenkachse des Klappdeckels liegt im unteren Bereich des Grundkörpers. Im Grundkörper
sind dort mehrere Fächer zur Aufnahme von Teilinformationsträgern angeordnet. Oberhalb
dieser Fächer ist im Klappdeckel ein Fach für einen weiteren Teilinformationsträger
angeordnet. Das Fach, einschließlich des darin aufgenommenen Informationsträgers liegt
oberhalb und vor den Teilinformationsträgern der Fächer des Grundkörpers. Über den
oberen Bereich der geschlossenen Anzeigekassette wird nach dem Beschicken oder Austauschen
der Teilinformationsträger die Verschlußkassette über die Kombination aus Grundkörper
und Klappdeckel gestülpt. Die Verschlußkassette verriegelt die Anzeigekassette.
[0003] Eine derartige Kassette hat mehrere Nachteile. Zum einen ist die Handhabung der Anzeigekassette
umständlich und aufwendig. So müssen zum Austausch von Teilinformationsträgern immer
mindestens zwei Teile bewegt werden. Die Verschlußkassette muß abgenommen und der
Klappdeckel vorgeklappt werden. Beim Vorklappen kann der Klappdeckel voll aufklappen,
wodurch der Informationsträger unmittelbar herausfallen kann. Zum anderen liegen nicht
alle Informationsträger in einer Ebene hinter der Sichtscheibe, was u.a. auch die
Lesbarkeit durch ungünstige Schattenbildung oder Verrutschen des vorderen Informationsträgers
bewirken kann.
[0004] Des weiteren besteht durch die große Angriffsfläche der Verschlußkassette immer die
Gefahr, daß durch Personen- oder Warenkontakt diese nach oben abgeschoben wird und
sich hierbei die Anzeigekassette öffnet.
[0005] Die Druckschrift DE 85 19 139 U1 beschreibt ein Preisschild mit zwei zur Mitte hin
schließenden Klappdeckeln. Die im Preisschild auswechselbar eingelegten Leporellos
liegen lose im Bodenteil in Fächern. Der obere Klappdeckel wird zum Schließen des
Preisschildes nach unten geschwenkt, während der untere Klappdeckel nach oben geschwenkt
wird. Die Klappdeckel sind am Bodenteil mittels Filmscharniere unlösbar befestigt.
Im oberen Klappdeckel sind zwei innen liegende Führungsschienen angeordnet, die ein
Kärtchen zur Produktbenennung aufnehmen.
[0006] Ferner ist aus der DE 72 22 056 U1 eine Anzeigetafel bekannt, in der seitlich einschiebbare
Schilder an separaten Kassetten angeordnet sind. Die Schilder sitzen in Führungsschienen
an den Außenwänden der einzelnen Kassetten. Sie werden durch montierbare Seitenschienen
vor einem seitlichen Herausfallen geschützt. Die Kassetten selbst werden zum Auswechseln
der Schilder in einer Hub- und Schwenkbewegung entnommen und wieder eingesetzt.
[0007] Diese Anzeigetafel hat einen komplizierten Aufbau und erfordert für das Auswechseln
der Schilder mehrere Arbeitsgänge.
[0008] Der Erfindung liegt daher das Problem zugrunde, eine Anzeigekassette zu schaffen,
die bei einfacher und unkomplizierter Handhabung einen schnellen und sicheren Wechsel
von Teilinformationsträgern erlaubt. Gleichzeitig soll die Anzeigekassette robust
sein. Außerdem soll konstruktionsbedingt ein unbeabsichtigtes Öffnen durch Fremdeinwirkung
verhindert werden. Des weiteren sollen die aus dem Bereich des Standes der Technik
bekannten Nachteile weitgehend vermieden werden.
[0009] Die Erfindung wird mit den Merkmalen des Hauptanspruchs gelöst. Der einzelne aus
dem Trägergehäuse herausnehmbare, über eine Schwenk- und Hubbewegung verschließbare
Klappdeckel weist eine Sichtscheibe auf, an die sich mit Ausnahme der oberen Vorderkante
bei drei Kanten zumindest in Teilbereichen Seitenwände anschließen. Der Klappdeckel
wird bei geschlossener Anzeigekassette im Bereich seiner beiden parallel zu seiner
Schwenkachse verlaufenden Sichtscheibenkanten wenigstens abschnittsweise umgriffen,
wobei er sich mit Hilfe eines zwischen ihm und dem Bereich des Trägergehäuses - in
dessen Nähe sich der jeweilige Boden eines Klappdeckels befindet - angeordneten Federmechanismus
zumindest bereichsweise mit der nicht dem Federmechanismus benachbarten Sichtscheibenkante
oder einem anderen vorderen Teilbereich gegen das Trägergehäuse abstützt. Hierbei
ist der Federweg des Federmechanismus größer als der Schließhub des Klappdeckels in
Abstützrichtung.
Diese Konstruktion ermöglicht eine einfach zu handhabende, robuste Anzeigekassette.
Die Klappdeckel sitzen bei einer geschlossenen Anzeigekassette komplett im schützenden
Trägergehäuse. Der Federmechanismus und die Führungsteile, in denen die Klappdeckel
eingesetzt werden, befinden sich verdeckt im Trägergehäuse. Auf diese Weise kann die
Anzeigekassette die üblichen mechanischen Stöße in alle Richtungen unbeschadet verkraften.
Auch eine herabfallende Anzeigekassette öffnet sich beim Aufschlag auf den Boden nicht.
Da sich die Klappdeckelseitenwände, und bei Deckeln mit mehreren Fächern, auch die
Trennstege am Trägergehäuse abstützen, sind diese Anzeigekassetten auch trittfest,
so daß eine herabgefallene Kassette durch versehentliches Drauftreten nicht zu Bruch
geht.
Das empfindlichste Teil der Anzeigekassette ist der Federmechanismus, der die Klappdeckel
durch die entsprechenden Umgriffe des Trägergehäuses schiebt bzw. dort fixiert. Der
Federmechanismus kann verschiedenartig gestaltet sein. Beispielsweise kann er aus
einem elastischen, komprimierbaren Gummischlauch, einer Gummischnur, einem elastischen
Kunststoffröhrchen, Kunststoffblattfedern, mehreren Gummikügelchen, oder vergleichbaren
Federelementen bestehen. Die Federelemente können entweder lose im Trägergehäuse liegen
oder an diesem bzw. dem entsprechenden Klappdeckel befestigt oder angeformt sein.
[0010] In einem Ausführungsbeispiel besteht der Federmechanismus aus mindestens zwei Biegefedern,
die im jeweiligen Klappdeckel angeordnet sind. Sie sitzen dort an dem zur Schwenkachse
des Klappdeckels parallelen Boden.
[0011] Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den nicht zitierten Unteransprüchen
und der nachfolgenden Beschreibung einer schematisch dargestellten Ausführungsform:
- Figur 1:
- Anzeigekassette, geschlossen und geöffnet dargestellt;
- Figur 2:
- perspektivisch von vorn dargestelltes Trägergehäuse;
- Figur 3:
- perspektivisch von vorn dargestellte Klappdeckel;
- Figur 4:
- perspektivische Rückansicht der Klappdeckel;
- Figur 5:
- Schnitt quer durch die Anzeigekassette im Bereich eines Teils des Federmechanismus
und
- Figur 6:
- perspektivische Unteransicht eines Klappdeckels.
[0012] Figur 1 zeigt eine Anzeigekassette, bei der in einem Trägergehäuse (10) zwei übereinander
angeordnete Klappdeckel (20, 21) mit integrierten Fächern angeordnet sind. Im rechten
Teil der Figur 1 sind die Klappdeckel (20, 21) aufgeklappt dargestellt. Bei dem gezeigten
Öffnungswinkel lassen sich die Klappdeckel (20, 21) durch Herausziehen in Öffnungsrichtung
aus dem Trägergehäuse (10) herausnehmen. Der obere Klappdeckel (20) ist beispielsweise
ein einziges Fach, in dem als Informationsträger eine Karte (1) mit einer aufgetragenen
Warenbezeichnung eingelegt ist. Der untere Klappdeckel (21) beinhaltet hier sechs
gleichgroße Fächer, die als Teilinformationsträger einzelne Leporellos (2) enthalten.
Die Leporellos (2) können beispielsweise zum einen je eine Stelle eines Gesamt- oder
Teilpreises und zum anderen produkt- und/oder verpackungsgebundene Kurzinformationen
wiedergeben.
[0013] In Figur 2 ist das Trägergehäuse (10) mit einer noch zu montierenden Frontleiste
(19) dargestellt. Das Trägergehäuse (10) hat eine flache Rückwand (11) an der beidseitig
die Seitenwände (12, 13) zumindest annähernd rechtwinklig anschließen. Oben und unten
geht die Rückwand (11) in umgrifförmige Seitenwände (15, 16) über. Diese Seitenwände
(15, 16) haben eine halbzylindrische Außenkontur. Sie gehen beispielsweise nahtlos
ohne Übergang aus der Rückwand (11) hervor. Zusammen mit den Seitenwänden (15, 16)
bildet das Trägergehäuse (10) einen weitgehend c-förmigen Querschnitt, wie u.a. auch
im Schnitt der Figur 5 deutlich zu erkennen ist.
[0014] Ungefähr in der Mitte der Vorderseite der Rückwand (11) sind zwei durchgehende, parallele
Stege (17) übereinander angeordnet. In einem Spalt (18) zwischen den Stegen (17) wird
die Frontleiste (19) über dem Steg ihres t-förmigen Querschnitts eingesteckt und ggf.
dort verklebt. Die Stege (17) teilen in Kombination mit der Frontleiste (19) das Trägergehäuse
(10) in einen oberen und unteren Bereich. Jeder Bereich bildet für sich eine separate
Aufnahme für einen Klappdeckel (20, 21), wobei jeweils zumindest dessen untere Zone
kanal- oder rinnenförmig ausgebildet ist. In Figur 5 ist in der Ausschnittsvergrößerung
die kanalförmige Ausbildung des oberen Bereiches erkennbar.
[0015] Selbstverständlich kann die Frontleiste (19) auch an dem Trägergehäuse (10) angeformt
sein.
[0016] Jede Seitenwand (12, 13) des Trägergehäuses (10) hat an ihren freien Kanten pro Klappdeckel
(20, 21) eine kreisabschnittförmige Ausnehmung (14). Die Ausnehmung (14) liegt pro
Klappdeckelbereich jeweils ca. in halber Höhe. Die Tiefe der Ausnehmung (14) entspricht
ungefähr der halben Tiefe bzw. der halben Dicke der Anzeigekassette.
[0017] In den Figuren 3, 4 und 6 sind die Klappdeckel in mehreren Ansichten dargestellt.
Die Vorderseite des einzelnen Klappdeckels (20, 21) bildet die sog. Sichtscheibe (23).
Sie ist hier vollständig transparent. Gegebenenfalls kann sie beispielsweise durch
Einfärbung, Beschichtung, Bedrucken oder dergleichen undurchsichtig sein. Die Sichtscheibe
(23) ist mit Ausnahme der jeweils oberen Vorderkante mit Seitenwänden (31, 32) ausgestattet.
Jede vertikal angeordnete Seitenwand (31, 32) trägt ein Griffteil (33). Das einzelne
Griffteil (33) paßt bei einer montierten und geschlossenen Anzeigekassette in die
entsprechende Ausnehmung (14) im Trägergehäuse (10). Zwischen dem Trägergehäuse (10)
und dem Griffteil (33) ist ein ca. 1 mm breiter Spalt vorhanden, vgl. Figur 1, linke
Darstellung.
[0018] An jeder Seitenwand (31, 32) ist parallel zur Sichtscheibe (23) ein Quersteg (34)
angeordnet, der zum Umgreifen der einzelnen Teilinformationsträger (1, 2) dient. Bei
dem Klappdeckel (20) fixieren die beiden Querstege (34) die Karte (1) aus Figur 1
normal zur Sichtscheibe (23). Beim Einsetzen des mit der Karte (1) bestückten Klappdeckels
(20) wird durch die Querstege (34) verhindert, daß die Karte (1) beim Schließen des
Klappdeckels (20) zwischen einer der Seitenwände (31, 32) und dem Trägergehäuse (10)
verklemmt wird, was das ordnungsgemäße Schließen erschwert oder verhindert.
[0019] Der Klappdeckel (21) weist zwischen den Seitenwänden (31, 32) fünf parallele Trennstege
(36) auf, so daß sechs Fächer zur Aufnahme von Teilinformationsträgern (2) entstehen.
Jeder Trennsteg (36) hat jeweils einen Quersteg (37) der auf beiden Seiten je einen
Umgriff bildend ca. 1 mm über den Trennsteg (36) übersteht. An den Umgriffen stützen
sich die Leporellos (2) gegen die Sichtscheibe (23) ab.
[0020] Jeder Klappdeckel (20, 21,) hat einen Boden (41), der jeweils an die Seitenwände
(31, 32) und die Sichtscheibe (23) anschießt. Im einzelnen Boden (41) sind hier je
zwei biegeelastische, blattfederartige Elemente (42) integriert, vgl. Figuren 5 und
6. Diese Biegefedern (42), die in der Nähe der Seitenwände (31, 32) angeordnet sind,
ragen im unbelasteten Zustand unter einem Winkel von ca. 25° aus dem Boden nach unten
und außen gerichtet heraus. Eine Biegefeder (42) hat der Länge nach die Form eines
aus zwei Schenkeln (43) und (44) bestehenden Winkels, wobei ein Schenkel (43), der
zugleich kürzer als der andere ist, annähernd parallel zum Boden (41) verläuft. Beide
Schenkel (43, 44) schließen im unbelasteten Zustand hier einen 155°-Winkel ein. Die
Knickstelle zwischen den Schenkeln (43, 44) ist bogenförmig ausgebildet. Die Biegefeder
(42) hat über ihre gesamte Länge einen annähernd gleichbleibenden rechteckigen Querschnitt.
Es ist auch möglich, zur Veränderung der Federrate der Biegefedern (42) diese über
wenigstens einen Teil ihrer Länge mit veränderlichem Querschnitt auszubilden. Beispielsweise
könnte sich der Querschnitt zum freien Ende hin verjüngen.
[0021] Die Biegefeder (42) hat gegenüber den sie umgebenden Boden (41) einen Spielraum von
mehreren Zehntelmillimetern. Dadurch kann sie sich beim Einfedern auch geringfügig
verdrehen ohne am Boden (41) zu streifen oder zu verkanten.
[0022] Bei geschlossener Anzeigekassette stützen sich die Biegefedern (42) des oberen Klappdeckels
(20) an dem oberen Steg (17) ab, während sich die Biegefedern (42) des unteren Klappdeckels
(21) am inneren, hier ebenen Innenboden der unteren Seitenwand (16) abstützen.
[0023] Jeder Klappdeckel (20, 21) ist am oberen und unteren Rand - also im Bereich der horizontalen
Sichtscheibenkanten (24, 25) der Sichtscheibe (23) stufenförmig gestaltet. Im Bereich
der dort gebildeten beiden Stufen (26, 27) ist die Wandstärke des Klappdeckels (20,
21) kleiner als im Sichtscheibenbereich. Die Stufen (26, 27) haben eine Tiefe, die
ungefähr der Materialstärke der den Klappdeckel (20, 21,) umgreifenden Bereiche der
horizontalen Seitenwände (15, 16) des Trägergehäuses (10) bzw. der Wandstärke des
Quersteges der Frontleiste (19) entsprechen. Wegen dieser Gestaltung liegen bei geschlossener
Anzeigekassette die Sichtscheiben (23) der Klappdeckel (20, 21) und die Vorderfront
des Trägergehäuses (10) annähernd in einer Ebene.
[0024] Die Höhe der unteren Stufe (27) ist größer als die Höhe der oben liegenden Stufe
(26) und größer als der Schließhub des einzelnen Klappdeckels (20, 21,). Die Gesamthöhe
eines Klappdeckels (20, 21,) ist größer als der lichte Abstand zwischen der Unterkante
der oberen Seitenwand (15) und der Oberkante der Frontleiste (19) bzw. der lichte
Abstand zwischen der Unterkante der Frontleiste (19) und der Oberkante der unteren
Seitenwand (16).
[0025] Da jeder Klappdeckel (20, 21) bei geschlossener Anzeigekassette mit Ausnahme der
Griffteile (33) seitlich umschlossen wird, kann der Klappdeckel (20, 21) nur über
eine kombinierte Schwenk-Schubbewegung geschlossen und geöffnet werden.
[0026] Eine leere und geschlossene Anzeigekassette wird zum Beladen mit Teilinformationsträgern
(1, 2) dadurch geöffnet, daß beispielsweise der zu öffnende Klappdeckel (20) an seinen
beiden Griffteilen (33) nach unten geschoben wird. Beim oberen Klappdeckel (20) ist
die Verschiebebewegung beendet, wenn die untere Stufe (27) vollständig durch die Frontleiste
(19) verdeckt ist. In diesem Fall liegt die Sichtscheibe (23) annähernd bündig an
der Frontleiste (19) an. Ferner haben in dieser Position die beiden Biegefedern (42)
ihre maximale Vorspannung. Gleichzeitig liegt die Vorderkante (24) des Klappdeckels
(20) unterhalb der umgreifenden Unterkante der oberen Seitenwandung (15). Aus dieser
Position heraus wird der Klappdeckel (20) nach vorn geschwenkt bis er unter der oberen
Seitenwand (15) hervorgekommen ist. Dann läßt er sich schräg nach vorn und oben herausnehmen.
[0027] Wird zum Öffnen des Klappdeckels (20) dieser nur einseitig - beispielsweise an nur
einem Griffteil (33) - verschoben, bleibt die nicht verschobene Ecke der Vorderkante
((24) hinter dem Umgriff der oberen Seitenwand (15). Folglich läßt sich dieser Klappdeckel
(20) nicht öffnen. Das stellt einen Schutz vor unsachgemäßem oder unbeabsichtigtem
Öffnen der Anzeigekassette dar.
[0028] Nach dem Befüllen eines Faches wird der Klappdeckel (20) mit den Biegefedern (42)
voraus von oben her in das Trägergehäuse (10) eingesetzt. Hierzu wird der Klappdeckel
(20) unter einem Öffnungswinkel gegenüber dem Trägergehäuse (10) gehalten, wie er
aus der Darstellung der geöffneten Anzeigekassette in Figur 1 zu erkennen ist. Sobald
beide Biegefedern (42) auf dem oberen Steg (17), vgl. Figur 5, aufliegen, wird der
Klappdeckel (20) nach unten gedrückt, bis seine Vorderkante (24) unter der Unterkante
der oberen Seitenwand (15) hindurchgeht. Der dann in das Trägergehäuse (10) hineingeschwenkte
Klappdeckel (20) wird von den Biegefedern (42) nach oben gedrückt, bis die obere Stufe
(26) vollständig hinter der den Klappdeckel (20) umgreifenden Unterkante der oberen
Seitenwand (15) verschwunden ist.
[0029] Sofern die Seitenwände (31, 32) und die Trennstege (36) in den oberen Bereichen nach
hinten - also von der Sichtscheibe bzw. der Vorderkante (25) weg - mindestens um die
Hubhöhe abgeschrägt sind, kann der Klappdeckel (20, 21) nach dem Einsetzen seines
Bodens (41) in das Trägergehäuse (10) durch reines Zudrücken verschlossen werden.
Die abgeschrägten Oberkanten der Seitenwände (31, 32) bzw. der Trennwände (36) erzwingen
während der schließenden Schwenkbewegung die notwendige Hubbewegung.
[0030] Die Anzeigekassetten haben beispielsweise an der Rückseite (11) des Trägergehäuses
(10) eine Befestigungsvorrichtung zur Anbringung auf den hierfür vorgesehenen Unterlagen.
Diese Unterlagen, die u.a. Preisauszeichnungsschienen oder die Vorderkanten von Regalfächern
sein können, tragen hierzu schwalbenschwanzförmige Erhebungen, die von zwei an einer
Anzeigekassette einander gegenüber angeordneten Schienen hintergriffen werden.
Bezugszeichenliste:
[0031]
- 1
- Karte, Teilinformationsträger
- 2
- Leporellos, Teilinformationsträger
- 10
- Trägergehäuse
- 11
- Rückwand
- 12, 13
- Seitenwände, vertikal
- 14
- Ausnehmungen
- 15, 16
- Seitenwände, horizontal
- 17
- Stege
- 18
- Spalt
- 19
- Frontleiste
- 20
- Klappdeckel, oben
- 21
- Klappdeckel, unten
- 23
- Sichtscheibe
- 24
- Vorderkante, Sichtscheibenkante
- 25
- Sichtscheibenkante, unten
- 26
- Stufe im Bereich von (24)
- 27
- Stufe im Bereich von (25)
- 31, 32
- Seitenwände, horizontal
- 33
- Griffteil
- 34
- Quersteg
- 36
- Trennsteg
- 37
- Quersteg an (36)
- 41
- Boden für (20, 21)
- 42
- Biegefeder, Federmechanismus
- 43, 44
- Schenkel von (42)
1. Anzeigekassette für auswechselbare Informationsträger (1, 2) mit einem Trägergehäuse
(10) in dem mindestens ein durch eine Schwenkbewegung öffenbarer, wenigstens teilweise
transparenter Klappdeckel (20, 21) mit zumindest einem integrierten Fach zur Aufnahme
eines Informationsträgers (1, 2) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
- daß der aus dem Trägergehäuse (10) herausnehmbare, über eine Schwenk- und Hubbewegung
verschließbare Klappdeckel (20, 21) eine Sichtscheibe (23) aufweist, an die sich mit
Ausnahme einer Vorderkante (24) bei drei Kanten zumindest in Teilbereichen Seitenwände
(31, 32, 41) anschließen,
- daß der Klappdeckel (20, 21) bei geschlossener Anzeigekassette im Bereich seiner beiden
parallel zur Schwenkachse des Klappdeckels (20, 21) verlaufenden Sichtscheibenkanten
(24, 25), wenigstens abschnittsweise umgriffen wird, wobei er sich mit Hilfe eines
zwischen diesem (20, 21) und dem Bereich des Trägergehäuses (10) - in dessen Nähe
sich der jeweilige Boden (41) eines Klappdeckels (20, 21) befindet - angeordneten
Federmechanismus (42) zumindest bereichsweise mit der nicht dem Federmechanismus (42)
benachbarten Sichtscheibenkante (24) oder einem anderen vorderen Teilbereich gegen
das Trägergehäuse (10) abstützt und
- daß der Federweg des Federmechanismus (42) größer ist als der Schließhub des Klappdeckels
(20, 21) in Abstützrichtung.
2. Anzeigekassette gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Federmechanismus aus mindestens zwei Biegefedern (42) besteht, wobei die Biegefedern
(42) in der zur Schwenkachse des Klappdeckels (20, 21) parallelen Seitenwand (41)
angeordnet sind.
3. Anzeigekassette gemäß der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Biegefedern (42) aus der den Boden des Klappdeckels (20, 21) bildenden Seitenwand
(41) unter einem Winkel von 15-30° gegenüber der Schwenkachse des Klappdeckels (20,
21) herauskragen, wobei die freien Enden jeweils nach außen gerichtet sind.
4. Anzeigekassette gemäß der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelne Biegefeder (42) am Klappdeckel (20, 21) angeformt ist und aus einem
aus zwei Schenkeln (43, 44) gebildeten Winkel besteht, wobei der kürzere Schenkel
(43) an der Seitenwand (41) angeordnet und in deren Ebene ausgerichtet ist.
5. Anzeigekassette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände (31, 32, 41) des Klappdeckels (20, 21) senkrecht zu dessen Sichtscheibe
(23) angeordnet sind.
6. Anzeigekassette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände (31, 32, 41) des Klappdeckels (20, 21) zumindest bereichsweise mit
Querstegen (34) versehen sind und die seitliche Begrenzung oder Teilbegrenzung mindestens
eines Faches bilden.
1. Information cassette for exchangeable information carriers (1, 2) with a carrier housing
(10), in which at least one partially transparent hinged lid (20, 21), which can be
opened by a pivotal movement, with at least one integrated drawer for receiving an
information carrier (1, 2) is provided,
characterized thereby,
- that the hinged lid (20, 21), which is removable from the carrier housing (10) and
closable by means of a swivel and stroke movement, has an inspection panel (23), to
which there are joined at least in partial regions side walls (31, 32, 41), with the
exception of one front edge (24) in the case of three edges,
- that, when the information cassette is closed, the hinged lid (20, 21) is wrapped
around at least in sections in its inspection panel edges (24, 25) extending parallel
to the pivotal axis of the hinged lid (20, 21), whereby it is supported against the
carrier housing (10) by way of a spring mechanism (42) arranged between these and
the sector of the carrier housing (10) - close to said sector the respective floor
(41) of a hinged lid (20, 21) is located - at least in regions with the front edge
(24), which is not neighbouring the spring mechanism (42), or by way of another front
partial region, and
- that the spring stroke of the spring mechanism (42)is larger than the closure stroke
of the hinged lid (20, 21) in support direction.
2. Information cassette according to claim 1, characterized thereby that the spring mechanism consists of at least two pliable springs (42),
in that the pliable springs (42) are arranged in the side wall (41) parallel to the
pivotal axis of the hinged lid (20, 21).
3. Information cassette according to the claims 1 and 2, characterized thereby that the pliable springs (42) project from the side wall (41) forming the
floor of the hinged lid (20, 21) at an angle of about 15-30° relative to the pivotal
axis of the hinged lid (20, 21), whereby the free ends are directed outwardly.
4. Information cassette according to claims 1 to 3, characterized thereby that the individual pliable spring (42) is formed onto the hinged lid (20,
21) and consists of an angle formed by two legs (43, 44) in that the shorter leg (43)
is arranged at the side wall (41) and is arranged in its plane.
5. Information panel according to claim 1, characterized thereby that the sides (31, 32, 41) of the hinged lid (20, 21) are arranged perpendicularly
to its inspection panel (23).
6. Information cassette according to claim 1, characterized thereby that the side walls (31, 32, 41) of the hinged lid (20, 21) are provided
at least in section with transverse plates (34) and form the side boundary or part
boundary of at least one drawer.
1. Cassette d'information pour porteurs d'informations (1,2) échangeables avec une boîte
porteuse (10), dans laquelle un couvercle (20, 21) au moins partiellement transparent
est arrangé, qui peut être ouvert par un mouvement pivotant, avec au minimum une case
intégrée pour recevoir un porteur d'informations (1, 2),
caractérisée en ce,
- que le couvercle (20, 21) amovible de la boîte porteuse (10), ferméable par un mouvement
pivotant et levant, a un carreau de vue (23), aux côtés duquel se rangent au moins
dans zones partielles parois latérales (31, 32, 42) à l'exception d'une face devant
(24) sur trois faces,
- qu'à la cassette d'information fermé le couvercle (20, 21) est entouré au moins partiellement
dans la section des deux faces (24, 25) du carreau de vue (23) orientées parallèlement
au axe de pivotation, en se étayant par un mécanisme à ressort, situé entre le couvercle
(20, 21) et la zone de la boîte porteuse (10) - près de laquelle se trouve le fond
(41) respectif d'un couvercle (20, 21) - au moins par sections avec la face (24) du
carreau de vue (23) qui ne range pas le mécanisme à ressort (42) ou un autre secteur
devant contre la boîte porteuse (10), et
- que la course du ressort du mécanisme à ressort (42) est plus grande que la course de
fermeture du couvercle (20, 21) dans la direction d'étayage.
2. Cassette d'information selon la revendication 1, caractérisée en ce, que le mécanisme à ressort a au minimum deux ressorts à courber (42), duquel les ressorts
à courber (42) sont situés dans la paroi latéral (41), qui est parallèle au axe de
pivotation du couvercle (20, 21).
3. Cassette d'information selon les revendications 1 et 2, caractérisée en ce, que les ressorts à courber (42) saillent de la paroi latéral (41), qui est le fond du
couvercle (20, 21), avec un angle de 15 - 30° contre l'axe de pivotation du couvercle
(20, 21), desquels les fins libres sont orientés vers l'extérieur.
4. Cassette d'information selon les revendications 1 à 3, caractérisée en ce, que le ressort à courber (42) particulier est moulé au couvercle (20, 21) et qu'il consiste
en un angle de deux côtés (43, 44), dont le côté (43) plus court est situé à la paroi
latérale et est orienté dans son plan.
5. Cassette d'information selon la revendication 1, caractérisée en ce, que les parois latérales (31, 32, 41) du couvercle (20, 21) sont arrangées perpendiculaire
sur son carreau de vue (23).
6. Cassette d'information selon la revendication 1, caractérisée en ce, que les parois latérales (31, 32, 41) du couvercle (20, 21) ont au moins secteurs avec
des traverses (34) et ,qu'elles forment le bornage ou le bornage partial du moins
une case.