Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung befaßt sich mit Plattenlautsprechern, insbesondere mit der Verbesserung
der Tieftonabstrahlung solcher Plattenlautspecher.
Stand der Technik
[0002] Beispielsweise aus der WO-A-9 709 840 oder der EP-A 0 924 960 (Stand der Technik
nach Artikel 54(3) EPÜ) sind Plattenlautsprecher bekannt, die nach dem Multiresonanzprinzip
arbeiten und auch unter dem Begriff "Distributed Mode Loudspreakers" bekannt sind.
Derartige Anordnungen werden im wesentlichen von einem flachen Paneel und wenigstens
einem Antriebssystem gebildet, wobei das Paneel in Schwingungen versetzt wird, wenn
dem Antriebssystem niederfrequente, elektrische Tonsignale zugeführt werden. Je nach
Anwendungszweck werden die Antriebssysteme für diese Anordnungen von einem oder einer
Mehrzahl von elektromagnetischen Treibern (Shaker) gebildet. Letzteres schließt aber
nicht aus, daß auch piezoelektrische Biegeschwinger ausschließlich oder in Kombination
mit den vorbenannten Shakern als Antriebssysteme eingesetzt werden.
[0003] Um die Plattenlautsprecher sachgerecht betreiben zu können, sind diese mit Verbindungselementen
mit einer Peripherie verbunden. Diese Peripherie gestattet einerseits das äußere Festhalten
des gesamten Plattenlautsprechers und stellt andererseits ein für die Tonwiedergabe
günstiges Auffangen des Gewichts des Paneels und des oder der verwendeten Antriebssysteme
sicher.
[0004] Charakteristisch für solche Schallwiedergabeanordnungen in der Form von Plattenlautsprechern
ist, daß ab einer kritischen unteren Grenzfrequenz eine "Biegewellenabstrahlung" möglich
wird, wobei die Biegewellen im Plattenlautsprecher zu einer Schallabstrahlung mit
frequenzabhängiger Richtung führen. Ein Schnitt durch ein erstelltes Richtdiagramm
zeigt eine Hauptkeule, deren Richtung frequenzabhängig ist.
[0005] Das Paneel des Plattenlautsprechers ist nach dem Sandwich-Prinzip aufgebaut, indem
vorzugsweise zwei einander gegenüberliegende Oberflächen einer sehr leichten Kernschicht
mit jeweils einer im Vergleich zur Kernschicht dünnen Deckschicht beispielsweise durch.
Verklebung verbunden sind. Damit der Plattenlautsprecher gute Schallwiedergabeeigenschaften
aufweist, muß das Material für die Deckschicht eine besonders hohe Dehnwellengeschwindigkeit
haben. Geeignete Deckschichtmaterialien sind beispielsweise dünne Metallfolien oder
auch faserverstärkte Kunststoffolien. Auch an die Kernschicht werden besondere Anforderungen
gestellt, denn diese Schicht muß vor allem eine besonders geringe Dichte (z.B. 20
bis 30 kg/m
3) aufweisen. Weiterhin soll die Kernschicht hohe Schubspannungen normal zu den Deckschichten
aufnehmen können. Dazu muß letztlich der Elastizitätsmodul in Richtung normal zu den
Deckschichten ausreichend groß sein, während parallel zu den Deckschichten auch ein
sehr geringer E-Modul nicht stört. Insofern kann die Kernschicht anisotropes oder
auch isotropes Verhalten zeigen. Als ultraleichte Kernschichtstrukturen haben sich
beispielsweise Waben aus Leichtmetall-Legierungen oder harzgetränkte faserverstärkte
Papiere (anisotrop) und Hartschäume (isotrop) bewährt.
Um mittels einer oben beschriebenen Anordnung Schallwellen abzustrahlen ist es notwendig,
das Paneel mit einem Antriebssystem zu verbinden, welches dann das Paneel senkrecht
zur Ebene der Deckschichten wellenförmig verformt. Um dies zu realisieren, werden
in aller Regel aus dem Stand der Technik bekannte Magnetsysteme verwendet, indem diese
am Paneel angesetzt oder auch in diesem integriert werden.
[0006] Zur Maximierung des Wirkungsgrades von Plattenlautsprechern nach dem Multiresonanzprinzip
sollte der Rand des Paneels nach Möglichkeit "befreit" sein, d.h. die auf dem Paneel
sich ausbreitenden Transversalschwingungen sollten im Randbereich des Paneels weder
fixiert noch bedämpft werden.
[0007] Obwohl sich mittels der eben beschriebenen Plattenlautsprecher im Mittel- und Hochtonbereich
gute Wiedergabeergebnisse erzielen lassen, hat sich gezeigt, daß für eine gute Tieftonwiedergabe
unerwünscht große Paneelflächen notwendig sind. Werden solche Paneelflächen nicht
zur Verfügung gestellt, so verschieben sich die die Baßwiedergabe tragenden, tiefsten
Plattenresonanzen in den Mittelbereich.
[0008] Daher liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, Plattenlautsprecher anzugeben, welche
trotz verhältnismäßig kleiner Paneelflächen verbesserte Klangwiedergabeleistungen
im Tieftonbereich aufweisen.
Darstellung der Erfindung
[0009] Diese Aufgabe wird mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte
Aus- und Weiterbildungen sind den Ansprüchen 2 bis 8 entnehmbar.
[0010] Ist das jeweilige Paneel des Plattenlautsprechers mit der Peripherie mittels unter
mechanischer Spannung stehenden Verbindungselementen verbunden, so entstehen zusätzlich
zu den vorhandenen tieffrequenten Plattenresonanzen noch weitere, besonders tieffrequente
Trommelresonanzen. Diese können durch die Spannung in den Verbindungselementen abgestimmt
werden.
[0011] Schon an dieser Stelle sei darauf hingewiesen, daß die jeweils verwendeten Materialien
und der Grad der Vorspannung der jeweiligen Verbindungselemente entscheidenden Einfluß
auf die Wiedergabefähigkeit tieffrequenter Tonsignale haben.
[0012] Auch ist es nicht notwendig, daß die gespannten Verbindungselemente in unterschiedlichen
Raumrichtungen die gleichen Spannungen aufweisen müssen.
[0013] Werden gemäß Anspruch 2 die jeweiligen Verbindungselemente von einer oder auch beiden
Deckschichten gebildet, indem die jeweiligen Deckschichten den seitlichen Abstand
bis zur Peripherie überspannen, ist eine sehr kostengünstige und in der Herstellung
sehr einfach realisierbare Einheit aus Peripherie und Paneel geschaffen.
[0014] Wird gemäß Anspruch 3 die jeweilige Peripherie von einem Rahmen gebildet, können
derartige Anordnungen ohne großen Aufwand mit anderen Gegenständen verbunden werden,
da die für die Erzeugung der notwendigen Spannung in den Deckschichten und/oder Verbindungselementen
notwendigen Arbeiten schon werksseitig mit hoher Fertigungsgüte ausgeführt werden
können.
[0015] Auch sind die erfindungsgemäßen Plattenlautsprecher nicht als bloß monotäre Schallwiedergabeanordnungen
einsetzbar. Vielmehr ist es gemäß Anspruch 4 auch möglich, eine Mehrzahl von Plattenlautsprechern
zu einer größeren Schallwand zu kombinieren, ohne daß das einzelne Paneel unmittelbar
mit einer durch Wandler nicht angeregten Peripherie verbunden ist. Vielmehr hat sich
im Zusammenhang mit der Erfindung gezeigt, daß die sonst zur Verbindung mit einer
nicht angeregten Peripherie (z.B. einem Ralunen) eingesetzten Verbindungselemente
auch zur gegenseitigen und entkoppelten Verbindung von einander nebengeordneten Paneelen
einer größeren Schallwand verwendet werden können. Ist diese größere Schallwand -wie
schon im Zusammenhang mit Anspruch 1 beschrieben- ebenfalls mittels entsprechender
Verbindungselemente beispielsweise mit einem Ralunen verbunden, kann durch die in
diesen Verbindungselementen vorherrschende Spannung auch die Spannung in den Verbindungselementen
eingestellt werden, die zwischen den Paneelen einer solchen Schallwand angeordnet
sind. In diesem Fall kann die Feineinstellung zur entkoppelten und gespannten Verbindung
zwischen zwei benachbarten Paneelen durch eine entsprechende Größen- und/oder Materialauswahl
für das jeweilige Verbindungselement vorgenommen werden.
[0016] Eine besonders einfache Einstellung der Spannung in den Deckschichten und/oder Verbindungselementen
ist gegeben, wenn gemäß Anspruch 5 die jeweiligen Verbindungselemente an ihren Rändern,
welche mit der Peripherie verbunden sind, mit Spannleisten versehen sind, wenn die
Peripherie mit Kanten versehen ist, an denen die Spannleisten anliegen, wenn das Paneel
mit der Peripherie verbunden ist, und wenn bei einem noch nicht mit der Peripherie
verbundenen Paneel die Abstände zwischen den Spannleisten und den durch den Mittelpunkt
des jeweiligen Plattenlautsprechers verlaufenden Koordinatenlinien kleiner sind als
die Abstände zwischen den Kanten und den ebenfalls durch den Mittelpunkt der Peripherie
verlaufenden Koordinatenlinien. Werden in diesem Fall die Spannleisten mit den Kanten
in Verbindung gebracht, stellt sich ohne großen Aufwand eine sehr gleichmäßige und
über die jeweiligen Abstandsverhältnisse definierbare Spannung in den Deckschichten
und den Verbindungselementen des jeweiligen Plattenlautsprechers ein.
[0017] Besonders gute Wiedergabeverhältnisse der unter Spannung stehenden Verbindungselemente
werden dann erzielt, wenn die so ausgebildeten Plattenlautsprecher zur Wiedergabe
tieffrequenter Tonsignale eingesetzt werden. Dies heißt aber nicht, daß vorgespannte
Verbindungselemente ausschließlich der Verbesserung der Baßübertragung vorbehalten
sind. Vielmehr sind gespannte Deckschichten und/oder Verbindungselemente auch bei
Mittelton- und Breitbandpaneelen einsetzbar.
[0018] Stehen gemäß Anspruch 7 auch die Bereiche der Deckschichten, welche mit der Kernschicht
verbunden sind, unter mechanischer Spannung, wird speziell bei dünnen Metallfolien
die Dehnwellengeschwindigkeit bei den Deckschichten erhöht.
[0019] Die durch mechanische Spannung der Verbindungselemente und/oder der Deckschichten
entstehenden besonders tieffrequenten Resonanzen können in ihrer Schwingungsamplidude
reduziert werden, indem gemäß Anspruch 8 die jeweils unter mechanischer Spannung stehenden
Teile (Deckschichten und/oder Verbindungselemente) mit Dämpfungselementen 30 versehen
werden.
[0020] Auch kann gemäß Anspruch 9 die mechanische Spannung der Verbindungselemente und der
Deckschichten unterschiedlich sein. Dadurch lassen sich sehr einfach unterschiedlich
große Dämpfungswerte bei den verschiedenen Teilen realisieren.
Kurze Darstellung der Figuren
[0021] Es zeigen:
- Figur 1
- einen Plattenlautsprecher in Draufsicht;
- Figur 2
- einen weiterer Plattenlautsprecher in Draufsicht;
- Figur 3
- einen Plattenlautsprecher gemäß Figur 1 in Seitenansicht;
- Figur 4a u. b
- eine weitere Seitenansicht eines Plattenlautsprechers; und
- Figur 5a u. b
- eine weitere Seitenansicht eines Plattenlautsprechers.
Wege zum Ausführen der Erfindung
[0022] Die Erfindung soll nun anhand der Figuren näher erläutert werden. In Figur 1 ist
eine Schallwiedergabeanordnung 10 in der Form eines Plattenlautsprechers gezeigt,
welche nach dem schon erläuterten "Biegewellenprinzip" arbeitet. Diese Anordnung 10
wird von einem Paneel 11 und einer Peripherie 12 gebildet.
[0023] Das Paneel 11, welches in Figur 3 näher gezeigt ist, ist sandwich-förmig aufgebaut,
indem eine Kernschicht 13, welche vorliegend eine Wabenstruktur besitzt, an zwei gegenüberliegenden
Oberflächen mit je einer dünnen Dichtschicht 14o, 14u versehen ist.
[0024] Die Peripherie 12 wird im in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel von einer mit
einer Öffnung 15 versehenen Einbauwand 16 gebildet. In diese Öffnung 15 ist das Paneel
11 eingesetzt. Die Verbindung zwischen dem Paneel 11 und der Peripherie 12 in Form
der Einbauwand 16 ist so realisiert, daß ein Verbindungselement 17 mit der Deckschicht
14.o und der Einbauwand 16 verbunden ist. Aus Figur 1, welche eine Draufsicht auf
einen Plattenlautsprecher 10 zeigt, ist auch entnehmbar, daß das Verbindungselement
17 einteilig ausgebildet ist und den gegenseitigen Abstand A zwischen den einander
zugewandten Rändern 24 und 24' von Paneel 11 und Öffnung 15 vollständig überdeckt.
[0025] Die überragenden Ergebnisse bei der Tonwiedergabe werden dadurch erzielt, daß die
Deckschichten 14,o, 14.u des Paneels 11 unter mechanischer Spannung stehen. Die Spannung
in den Verbindungselementen 17, welche in Figur 3 durch den gezeigten Doppelpfeil
P angedeutet ist, kann im in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel dadurch erzielt
werden, daß nach dem Einsetzen des Paneels 11 in die Öffnung 15 die an der Einbauwand
16 anliegenden Bereiche des Verbindungselements 17 vor ihrem Verbinden mit der Einbauwand
16 in x- und y-Richtung (Figur 1) gestreckt werden.
[0026] Im Zusammenhang mit den Figuren 1 und 3 sei nur der Vollständigkeit halber ausgeführt,
daß in Figur 1 mit dem Bezugszeichen 18 Treiber bezeichnet sind, welche das Paneel
11 in Schwingungen versetzen, und daß mittels des in Figur 3 gestrichelt gezeigten
Verbindungselement 17" im Bedarfsfall eine weitere - ebenfalls gespannte - Verbindung
zwischen der Einbauwand 16 und dem Paneel 11 hergestellt werden kann.
[0027] Außerdem ist in Fig. 3 durch die gestrichelt dargestellten Doppelpfeile P4 angedeutet,
daß auch die mit der Kernschicht 13 verbundenen Deckschichten 14.u., 14.o unter mechanischer
Spannung stehen, wobei in diesem Falle der Grad der mechanischen Spannung der Verbindungselemente
17 und der Deckschichten 14,u., 14.o nicht notwendig gleich groß sein muß. Mit dem
Bezugszeichen 30 sind in Fig. 3 Dämpfelemente bezeichnet, die ggf. zur Begrenzung
der Schwingungsamplitude bei unter mechanischer Spannung stehenden Verbindungselementen
17, 17' und/oder Deckschichten 14.o, 14.u zum Einsatz kommen können.
[0028] In Figur 2 ist ein Plattenlautsprecher 10 dargestellt, welcher eine Mehrzahl von
Paneelen 11 aufweist. Bezogen auf das mittlere Paneel 11' bedeutet dies, daß die das
Paneel 11' umgebenden Paneele 11'' dessen Peripherie bilden. Im übrigen wird in diesem
Ausführungsbeispiel die Peripherie 12 für alle Paneele von einem eigenständigen Ralunen
19 gebildet, welcher alle Paneele 11 umrandet. Die Verwendung eines eigenständigen
Rahmens 19 bei einem oder auch bei mehreren Paneelen 11 hat den Vorteil, daß die Spannung
in den Verbindungselementen 17 nicht erst beim unmittelbaren Verbinden des oder der
Paneele 11 am jeweiligen Einbauort ausgeführt werden muß, sondern schon werksseitig
sehr einfach und genau eingestellt werden kann, wenn der oder die jeweiligen Plattenlautsprecher
10 nur zusammen mit einem Rahmen 19 ausgeliefert wird werden.
[0029] Ferner ist der Draufsicht gemäß Figur 2 entnehmbar, daß die Paneele 11 unterschiedliche
Abmessungen sowie auch unterschiedliche Abstände untereinander bzw. zum Rahmen aufweisen.
Die unterschiedlichen Abmessungen der Paneele 11 haben ihre Ursache darin, daß die
verschiedenen Paneele 11 der in Figur 2 gezeigten Anordnung 10 als sogenannte Bereichsstrahler
für unterschiedliche Tonfrequenzbereiche optimiert ausgebildet sind. Diese Art der
Ausbildung macht es zur gegenseitigen Entkopplung der verschiedenen Paneele 11 ferner
erforderlich, daß auch die Abstände zwischen den einzelnen Paneelen 11 bzw. die Abstände
der Paneele 11 zum Rahmen 19 dem entsprechenden Wiedergabebereich der betroffenen
Paneele 11 angepaßt werden. Nur der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen,
daß wegen der für unterschiedliche Frequenzbereiche optimiert ausgebildeten Paneele
11 die mechanische Spannung in den Deckschichten (in Fig.2 nicht näher gezeigt) der
verschiedenen Paneele 11 ebenfalls den entsprechenden Wiedergabezwecken angepaßt ist.
[0030] Auch wird im in Figur 2 gezeigten Ausführungsbeispiel auf die Verwendung eigenständiger
Verbindungselemente 17 verzichtet. Vielmehr sind die Paneele 11 miteinander bzw. mit
dem Ralunen 19 ausschließlich mittels der Deckschicht 14o verbunden. Diese Art der
Verbindung ist in den Figuren 4b und 5b näher gezeigt und wird im Zusammenhang mit
diesen Figuren näher erläutert werden.
[0031] In Figur 4a ist ein Ausführungsbeispiel für einen Rahmen 19 gezeigt. Oberhalb des
Rahmens 19 ist ein Paneel 11 angeordnet. In Gegensatz zum in Figur 3 gezeigten Paneel
11 steht die Deckschicht etwas über die Ränder 24 der Kernschicht 13 über. Außerdem
sind an den Rändern 24" der Deckschicht 14.o Spannleisten 20 befestigt. Wird nun die
Deckschicht 14.o in Pfleilrichtung P1 durch externe Kraftwirkungen elastisch verformt
und in diesem Zustand in Richtung P2 auf den Rahmen 19 abgesenkt, stellen sich, wenn
die Deckschicht 14.o am Rahmen anliegt, Verhältnisse ein, die in Figur 4b gezeigt
sind. Dieser Darstellung ist auch entnehmbar, daß das Paneel 11 ausschließlich mittels
der Deckschicht 14.o mit dem Rahmen 19 verbunden ist und daß die Spannleisten 20 an
den seitlichen Kanten 21 des Ralunens anliegenden, wenn die Bewegung entlang der Pfeilrichtung
P2 abgeschlossen ist. Da vor der Montage entsprechend den in Figur 4a gezeigten Verhältnissen
der Abstand A' zwischen den beiden Spannleisten 20 geringer ist als der Abstand A''
zwischen zwei gegenüber liegenden Kanten 21 des Rahmens 19, baut sich nach der Montage,
dank der Rückstellkrafte, im Bereich 17' der Deckschicht 14.o die gewünschte mechanische
Spannung (angedeutet durch die Doppelpfeile) auf, wenn der gemäß Figur 4b gezeigte
Zustand erreicht ist.
[0032] Ist entgegen der Darstellung gemäß Fig. 4a und 4b die Deckschicht 14.o nicht mit
der Kernschicht 13 verbunden, wird die Spannung in der gesamten Deckschicht 14.o aufgebaut.
Um die für die Übertragung vorteilhaften Wirkungen der gespannten Deckschicht 14.o
zu erhalten, muß dann nur noch die Kernschicht 13 mit der Deckschicht 14.o verbunden
werden
[0033] Figur 5a und b zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer unter mechanischer Spannung
stehenden Verbindung zwischen einem Paneel 11 und einem Rahmen 19. Hier ist im Gegensatz
zur Darstellung gemäß Figur 4a und b der Abstand A' zwischen den Spannleisten 20 gleich
dem Abstand A" zwischen den gegenüber liegenden Kanten 21 des Rahmens 19. Diese Abstandsverhältnisse
machen es auch überflüssig die Decksicht 14.o in Figur 5a zur Herstellung der Verbindung
mit dem Rahmen 19 (Figur 5b) einer im Zusammenhang mit Figur 4a gezeigten Kraftwirkung
(P1) auszusetzen. Die erforderliche Spannung in den Bereichen 17' der Deckschicht
14.o wird dadurch herbeigeführt, daß nachdem die Deckschicht 14.o am Rahmen 19 bzw.
die Spannleisten 20 an den Kanten 21 spannungsfrei anliegen (gezeigt an der linken
Seite in Figur 5b), eine oder auch beide Spannleisten 20 in Pfeilrichtung P3 gedreht
werden, so daß nicht mehr die Längsseite 22, sondern die Schmalseite 23 der Spannleiste
20 an der Kante 21 des Rahmens 19 anliegt (gezeigt an der rechten Seite in Figur 5b).
[0034] Soll nicht nur eine Spannung in den Bereichen 17' der Deckschicht 14.o, sondern auch
in der gesamten Decksicht 14.o herbeigeführt werden, muß nur die Deckschicht 14.o
entsprechend den Ausführungen zu den Figuren 4a bis 5b mit dem Rahmen 19 verbunden
und anschließend die Kernschicht 13 an der dann vollständig gespannten Deckschicht
14.o beispielsweise durch Verkleben befestigt werden. Auf ein nachträgliches Verbinden
von Kernschicht 13 und Deckschicht 14.o als separatem Arbeitsschritt bei einer vollständig
gespannten Deckschicht 14.o kann dann verzichtet werden, wenn die Einheit aus Kernschicht
13 und Deckschicht 14.o gemäß den Figuren 4a bis 5b verbunden wird, solange der Klebstoff,
welcher die Verbindung zwischen der Deckschicht 14.o und der Kernschicht 13 herstellt,
noch nicht abgebunden hat.
[0035] Nur der Vollständigkeit halber sei angemerkt, daß in den Ausführungsbeispielen gemäß
den Figuren 4a bis 5b bei entsprechender Modifikation auch beide Deckschichten 14.o
und 14.u unter mechanischer Spannung stehen können.
1. Plattenlautsprecher
mit einer Kernschicht (13) und zumindest einer Deckschicht (14.o, 14.u),
mit einer Peripherie (12), welche den Plattenlautsprecher (11) mit seitlichem Abstand
(A) umrandet, und
mit Verbindungselementen (17, 17''), welche den Plattenlautsprecher (11) mit der
Peripherie (12) verbinden,
wobei die Verbindungselemente (17, 17'') im mit der Peripherie (12) verbundenen
Zustand unter mechanischer Spannung stehen, dadurch gekennzeichnet,
daß auch die Bereiche der Deckschichten (14.o; 14.u), welche mit der Kernschicht (13)
verbunden sind, unter mechanischer Spannung stehen.
2. Plattenlautsprecher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungselemente (17, 17'') von der oder den Deckschichten (14.o; 14.u) des
jeweiligen Plattenlautsprechers (11) gebildet sind, indem wenigstens eine der Deckschichten
(14.o; 14u) des jeweiligen Plattenlautsprechers (11) bis zur Peripherie (12) geführt
ist.
3. Plattenlautsprecher nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Peripherie von einem Rahmen (19) gebildet ist.
4. Plattenlautsprecher nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Peripherie (12) des Plattenlautsprechers (11) von zumindest einem Paneel (10)
gebildet ist.
5. Plattenlautsprecher nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die jeweiligen Verbindungselemente (17, 17'') an ihren Rändern (24''), welche mit
der Peripherie (12) verbunden sind, mit Spannleisten (20) versehen sind,
daß die Peripherie mit Kanten (21) versehen ist, an die Spannleisten (20) anliegen, wenn
der Plattenlautsprecher (11) mit der Peripherie (12) verbunden ist, und
daß bei einem noch nicht mit der Peripherie (12) verbundenen Plattenlautsprecher (11)
die Abstände (A') zwischen den Spannleisten (20) und den durch den Mittelpunkt des
jeweiligen Plattenlautsprechers (11) verlaufenden Koordinatenlinien (x, y) kleiner
sind als die Abstände (A'') zwischen den Kanten (21) und den ebenfalls durch den Mittelpunkt
der Peripherie (12) verlaufenden Koordinatenlinien (x, y).
6. Plattenlautsprecher nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Plattenlautsprecher (11) ein Baßpaneel zur Wiedergabe tieffrequenter Töne ist.
7. Plattenlautsprecher nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kernschicht (13) und/oder die Verbindungselemente (17, 17'') mit Dämpfungselementen
(30) versehen sind.
8. Plattenlautsprecher nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die mechanische Spannung in den Verbindungselementen (17, 17'') zu der mechanischen
Spannung in den unter Spannung stehenden Deckschichten (14.o, 14.u) verschieden ist.
1. A panel loudspeaker
having a core layer (13) and at least one covering layer (14 top, 14 bottom),
having a periphery (12) which surrounds the panel loudspeaker (11) with lateral spacing
(A), and
having connection elements (17, 17'') which connect the panel loudspeaker (11) to
the periphery (12), wherein the connection elements (17, 17'') are subjected to mechanical
stress in the state connected with the periphery (12),
characterised in that the regions of the covering layers (14 top; 14 bottom) which are connected to the
core layer (13) are also subjected to mechanical stress.
2. A panel loudspeaker according to Claim 1,
characterised in that the connection elements (17, 17'') are formed by the covering layer or layers (14
top; 14 bottom) of the respective panel loudspeaker (11), by at least one of the covering
layers (14 top; 14 bottom) of the respective panel loudspeaker (11) being guided to
the periphery (12).
3. A panel loudspeaker according to Claim 1 or 2,
characterised in that the periphery is formed by a frame (19).
4. A panel loudspeaker according to Claim 1 or Claim 2,
characterised in that the periphery (12) of the panel loudspeaker (11) is formed by at least one panel
(10).
5. A panel loudspeaker according to Claim 1 or Claim 2,
characterised in that the respective connection elements (17, 17") are provided with tensioning bars (20)
at their edges (24") which are connected to the periphery (12),
in that the periphery is provided with edges (21) against which the tensioning bars (20)
abut when the panel loudspeaker (11) is connected to the periphery (12),
and in that in the case of a panel loudspeaker (11) not yet connected to the periphery (12),
the distances (A') between the tensioning bars (20) and the coordinate lines (x, y)
running through the centre point of the respective panel loudspeaker (11) are less
than the distances (A") between the edges (21) and the coordinate lines (x, y) also
running through the centre point of the periphery (12).
6. A panel loudspeaker according to one of Claims 1 to 5,
characterised in that the panel loudspeaker (11) is a bass panel for the reproduction of low-frequency
sound.
7. A panel loudspeaker according to one of Claims 1 to 6,
characterised in that the core layer (13) and/or the connection elements (17, 17'') are provided with damping
elements (30).
8. A panel loudspeaker according to Claim 7,
characterised in that the mechanical stress in the connection elements (17, 17'') is different to the mechanical
stress in the covering layers (14 top, 14 bottom) subjected to tension.
1. Haut-parleur à plaques comprenant
- une couche de noyau (13) et au moins une couche de revêtement (14.o,14.u)
- une périphérie (12) entourant le haut-parleur à plaques (11) en laissant au moins
un intervalle latéral (A),
- des éléments de liaison (17, 17") reliant le haut-parleur à plaques (11) à la périphérie
(12), les éléments de liaison (17, 17") étant sous tension mécanique lorsqu'ils sont
reliés à la périphérie (12),
caractérisé en ce que
les zones des couches de revêtement (14.o, 14.u) et reliées à la couche de noyau (13)
sont sous tension mécanique.
2. Haut-parleur à plaques selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
les éléments de liaison (17, 17") sont formés par là où les couches de revêtement
(14.o, 14.u) du haut-parleur à plaques (11) respectif, et pour cela au moins l'une
des couches de revêtement (14.o, 14.u) du haut-parleur (11) respectif est prolongé
jusqu'à la périphérie (12).
3. Haut-parleur selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que
la périphérie est formée par un cadre (19).
4. Haut-parleur selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que
la périphérie (12) du haut-parleur à plaques (11) est formé par au moins une plaque
(10).
5. Haut-parleur selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que
- les bords (24") des éléments de liaison (17, 17") respectifs, reliés à la périphérie
(12) sont munis de baguettes (20),
- la périphérie est munie d'arêtes (21) contre lesquelles s'appliquent les baguettes
(20) lorsque le haut-parleur à plaques (11) est relié à la périphérie (12), et
- lorsque le haut-parleur à plaques (11) n'est pas encore relié à la périphérie (12),
les distances (A') entre les baguettes (20) et les axes de coordonnées (x, y) passant
par le centre du haut-parleur à plaques (11) respectif sont inférieures au distances
(A") entre les arêtes (21) et les lignes de coordonnées (x, y) qui passent également
par le centre de la périphérie (12).
6. Haut-parleur selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que
le haut-parleur à plaques (11) est une plaque de basses pour reproduire les sons de
basses fréquences.
7. Haut-parleur selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que
la couche de noyau (13) et/ou les éléments de liaison (17, 17") comportent des éléments
amortisseurs (30).
8. Haut-parleur selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
la tension mécanique dans les éléments de liaison (17, 17") est différente de la tension
mécanique des couches de revêtement (14.o, 14.u) mises en tension.