(19)
(11) EP 0 867 542 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
15.05.2002  Patentblatt  2002/20

(21) Anmeldenummer: 98103547.0

(22) Anmeldetag:  28.02.1998
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7D03D 49/00, D03J 1/00

(54)

Webmaschine mit einer Einrichtung zum besseren Sichtbarmachen von Unzulänglichkeiten in einer Gewebebahn

Loom with a device for better visualizing deficiencies in a woven fabric

Métier à tisser avec un dispositif pour mieux visualiser les déficiences dans une bande de tissu


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE ES FR GB IT LI PT

(30) Priorität: 27.03.1997 DE 29705553 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
30.09.1998  Patentblatt  1998/40

(73) Patentinhaber: LINDAUER DORNIER GESELLSCHAFT M.B.H
88129 Lindau (DE)

(72) Erfinder:
  • Herrlein, Wilhelm
    88239 Neuravensburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-U- 29 705 553
US-A- 4 727 911
US-A- 5 456 292
US-A- 3 502 115
US-A- 5 431 192
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Webmaschine mit einer Einrichtung zum besseren Sichtbarmachen von Unzulänglichkeiten in einer Gewebebahn, wobei die Gewebebahn über mehrere achsparallel angeordnete Walzen geführt und auf einen sogenannten Warenbaum aufgewickelt wird.

    [0002] In bekannten Webmaschinen sind z.B. zwei Gewebeführungwalzen vorhanden, über welche die Gewebebahn im gespanntem Zustand geführt wird.
    Während des Abziehvorganges der Gewebebahn prüft der Weber stichprobenartig die Warenqualität, um mögliche Unzulänglichkeiten im Gewebe rechtzeitig zu erkennen. Dazu bietet das über eine erste Walze und eine zweite Walze gespannt geführte Gewebe die Möglichkeit zur Sichtung im Hinblick auf Unzulänglichkeiten.
    Nicht jede Unzulänglichkeit in einem Gewebe ist ohne zusätzliche Beleuchtung erkennbar. Insbesondere dann nicht, wenn ungenügende Lichtverhältnisse im Webbetrieb vorherrschen. Auch mittels Auflicht können Fehler in der Gewebebahn durch den Weber optisch nur schwer wahrgenommen werden.

    [0003] Aus dem US-Patent 4,727,911 ist ferner eine Webmaschine bekannt, in der im Bereich des fertigen Gewebes eine Walzenanordnung in Form einer Sandwalze mit relativ großem Durchmesser und zwei einander beabstandet angeordnete Presswalzen, relativ kleinen Durchmessers, angeordnet sind, wobei die Presswalzen mit der Sandwalze in Kontakt stehen.
    Die Gewebebahn ist über die vorgenannte Walzenanordnung geführt und über eine der Walzenanordnung nachgeordneten Umlenkwalze aus der Webmaschine herausgeführt. Außerhalb der Webmaschine passiert die Gewebebahn eine Einrichtung zur Gewebeinspektion.
    Der bekannte Stand der Technik besitzt den Nachteil, dass zum Sichtbarmachen von Unzulänglichkeiten in einer Gewebebahn eine separate, außerhalb der Webmaschine installierte Einrichtung erforderlich ist.

    [0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Webmaschine mit einer Einrichtung zum Sichtbarmachen von Unzulänglichkeiten in der hergestellten Gewebebahn zu schaffen.

    [0005] Zur Lösung der Aufgabe ist die Erfindung durch die Merkmale des Anspruchs 1 gekennzeichnet.

    [0006] Wesentliches Merkmal der Erfindung ist die Integration einer Leuchteneinheit in eine Webmaschine und zwar in einem von mehreren Gewebeführungswalzen definierten Freiraum, der von der maximal herstellbaren Breite einer Gewebebahn abgedeckt wird. Die Leuchteneinheit ist derart angeordnet, daß vorhandene Unzulänglichkeiten in der Gewebebahn im Durchleuchtverfahren gut erkannt werden können.
    Der Weber kann also durch die erfindungsgemäß angeordnete Einrichtung das Gewebe gut sichten und Webfehler leichter als bisher erkennen.

    [0007] Die Einrichtung selbst besteht aus einem langgestreckten Reflektor mit etwa u-förmiger Ausbildung, in welchem ein geeignetes Leuchtmittel, z.B. eine oder mehrere Leuchtstoffröhren, aufgenommen ist. Die Einrichtung erstreckt sich vorzugsweise über die gesamte Webbreite der Webmaschine. Die Einrichtung ist mit einem an der ersten und zweiten Webmaschinenwand schwenkbar angeordneten Tragarm verbunden.
    Dadurch ist ein Verschwenken der Einrichtung innerhalb des definierten Freiraums um die Mittenachse des dem jeweiligen Tragarm an der inneren Webmaschinenwand haltenden Bolzens möglich.

    [0008] Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert.

    [0009] Hierbei ergeben sich aus den Zeichnungen und deren Beschreibung weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung.
    Figur 1
    zeigt die Vorderansicht der erfindungsgemäß angeordneten Einrichtung und deren Befestigung;
    Figur 2
    zeigt, gegenüber Figur 1 vergrößert dargestellt, einen Schnitt entlang der Linie A-A gemäß Figur 1 mit schematischer Darstellung mehrerer Gewebeführungswalzen;
    Figur 3
    zeigt einen Schnitt entlang der Linie B-B in Figur 1.


    [0010] Figur 1 zeigt die Anordnung der Einrichtung 1. Die Einrichtung 1 besteht aus einem langgestreckten Reflektor 1a, der etwa u-förmiger Ausbildung ist, welcher am jeweiligen Ende eine Aufnahme 2 umfasst, die den Reflektor 1a umgreift. Zur Befestigung des Reflektors 1a sind in den Aufnahmen 2 Steckhülsen 5 eingesteckt. Jede Steckhülse 5 ist von einem am Tragarm 4 vorhandenen Zapfen 4a getragen. Die Tragarme 4 sind an der jeweiligen Webmaschinenwand 8 befestigt. An den Webmaschinenwänden 8 sind Ausnehmungen, z.B. Durchgangsbohrungen vorgesehen, in welchen jeweils ein Einsatz 10 eingesetzt ist. In diesen Einsätzen 10 werden mit Hilfe von Befestigungsbolzen 9 die Tragarme 4 angebracht, von welchen die Einrichtung 1 getragen wird.

    [0011] In der Einrichtung 1 selbst befindet sich ein langgestrecktes Leuchtmittel 3, vorzugsweise eine Kaltlicht-Leuchtstoffröhre. Die Stromversorgung des Leuchtmittels 3 erfolgt über Zuleitungskabel 6.

    [0012] Figur 2 zeigt schematisch die Anordnung der Einrichtung 1 innerhalb des Freiraumes 20. Die Gewebebahn 11 wird in Richtung des Pfeiles 19 über Umlenkwalzen 12,13 abgezogen und gelangt auf die untere Walze 15. Die Gewebebahn 11 wird im Beispiel gegen den Uhrzeigersinn am Umfang der unteren Walze 15 geführt und anschließend zu einer oberhalb der unteren Walze 15 angeordneten oberen Walze 14 geführt. Die Gewebebahn läuft über den Umfang der oberen Walze 14 und über weitere Walzen 16,17, welche die Gewebebahn 11 auf einen Warenbaum 18 führen, auf dem die Gewebebahn aufgewickelt wird.

    [0013] Die Einrichtung 1 ist zwischen den Webmaschinenwänden 8 im Bereich des durch die Walzen 14,15,16 und die Gewebebahn 11 selbst definierten Freiraumes 20 schwenkbar angeordnet.

    [0014] Da über diesem Freiraum die Gewebebahn 11 flächig gespannt ist, ist im Lichte der Einrichtung 1 eine gute Sichtung der Gewebebahn auf Unzulänglichkeiten möglich. Gleichzeitig wird in vorteilhafter Weise der zwischen den Walzen 14, 15 vorhandene Spalt zum Hindurchführen der Gewebebahn 11 über seine gesamte Länge abgedeckt.

    [0015] Figur 3 zeigt im Schnitt, wie das Leuchtmittel 3 in der Einrichtung 1 angeordnet ist. Wie zu erkennen ist, lässt sich der Tragarm 4 zusammen mit der Einrichtung 1 in Richtung des Doppelpfeils 7 verschwenken. Dies ist nützlich, um die Wartungsarbeiten an der Webmaschine oder der Einrichtung 1 zu erleichtern und die Position der Einrichtung 1, deren Leuchtwinkel usw. an die Bedürfnisse des Webers anzupassen.

    ZEICHNUNGS-LEGENDE



    [0016] 
    1
    Einrichtung
    1a
    Reflektor
    2
    Aufnahme
    3
    Leuchtmittel
    4
    Tragarm
    4a
    Zapfen
    5
    Steckhülse
    6
    Zuleitungskabel
    7
    Doppelpfeil
    8
    Webmaschinenwand
    9
    Bolzen
    9a
    Mittenachse
    10
    Einsatz
    11
    Gewebebahn
    12
    Umlenkwalze
    13
    Umlenkwalze
    14
    Walze
    15
    Walze
    16
    Walze
    17
    Walze
    18
    Warenbaum
    19
    Pfeil
    20
    Freiraum



    Ansprüche

    1. Webmaschine mit einer Einrichtung (1) zum besseren Sichtbarmachen von Unzulänglichkeiten in einer zwischen wenigstens einer ersten und einer zweiten Walze (14,16) einer Walzenanordnung (14,15,16) gespannt geführten Gewebebahn (11), wobei die Webmaschine eine äußere linke und eine äußere rechte Webmaschinenwand (8) besitzt, wobei in den Webmaschinenwänden (8) die Walzen (14,15,16) endseitig, achsparallel gelagert und derat voneinander beabstandet angeordnet sind, daß zwischen den Walzen (14,15,16) und der über diese Walzen geführte Gewebebahn ein definierter Freiraum (20) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des Freiraumes (20) die Einrichtung (1) mit wenigstens einem Leuchtmittel (3) derart angeordnet ist, daß das Leuchtmittel (3) die über die Walzen (14,16) geführte Gewebebahn (11) gezielt beleuchtet.
     
    2. Webmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (1) aus einem etwa u-förmigen Querschnitt aufweisenden Reflektor (1a) besteht, dessen freie Enden von jeweils einem Aufnahmemittel (2) umgriffen sind und wobei das Aufnahmemittel (2) mit einem schwenkbar an der Webmaschinenwand (8) angeordneten Tragarm (4) verbunden ist.
     
    3. Webmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmemittel (2) mit je einer am freien Ende der Tragarme (4) vorhandenen Steckhülse (5) verbunden sind.
     
    4. Webmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Leuchtmittel (3) eine oder mehrere Leuchtstoffröhren verwendet werden.
     


    Claims

    1. Loom having a device (1) for improved visualisation of defects in a woven fabric web guided under tension between at least a first and a second roller (14, 16) of a roller arrangement (14, 15, 16), wherein the loom has an outer left and an outer right loom wall (8), wherein the rollers (14, 15, 16) are mounted by their ends and with their axes parallel in the loom walls (8) and are arranged spaced from one another such that a defined free space (20) is formed between the rollers (14, 15, 16) and the woven fabric web guided thereover, characterised in that the device (1) having at least one illuminating means (3) is arranged inside the free space (20) such that the illuminating means (3) specifically illuminates the woven fabric web (11) guided over the rollers (14, 16).
     
    2. A loom according to Claim 1, characterised in that the device (1) consists of a reflector (la) having an approximately U-shaped cross-section, the free ends of which are enclosed by a respective holding means (2) and wherein the holding means (2) is connected to a bracket (4) arranged pivotally on the loom wall (8).
     
    3. A loom according to claim 2, characterised in that the holding means (2) are connected to a respective insertable sleeve (5) provided at the free end of the brackets (4).
     
    4. A loom according to Claim 1, characterised in that one or more fluorescent tubes are used as illuminating means (3).
     


    Revendications

    1. Métier à tisser comprenant un dispositif (1) destiné à une meilleure visualisation des insuffisances dans une bande de tissu (11) acheminée, en étant tendue, entre au moins un premier et un deuxième rouleau (14, 16) d'un système de rouleaux (14, 15, 16), le métier à tisser étant muni d'une paroi (8) extérieure gauche et d'une paroi (8) extérieure droite, les rouleaux (14, 15, 16) étant logés par leurs extrémités et parallèlement à leur axe dans les parois (8) du métier à tisser et étant écartés l'un de l'autre de manière à former une zone de dégagement (20) définie entre les rouleaux (14, 15, 16) et la bande de tissu acheminée par l'intermédiaire de ces rouleaux, caractérisé en ce que, à l'intérieur de la zone de dégagement (20), le dispositif (1) est monté avec au moins un moyen d'éclairage (3), de telle sorte que le moyen d'éclairage (3) éclaire de manière ciblée la bande de tissu (11) acheminée par l'intermédiaire des rouleaux (14, 16).
     
    2. Métier à tisser selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif (1) est formé par un réflecteur (la) avec une section pratiquement en forme de u et dont les extrémités libres sont entourées chacune par un élément de réception (2), l'élément de réception (2) étant assemblé à un bras de support (4) monté contre la paroi (8) du métier à tisser de manière à pouvoir pivoter.
     
    3. Métier à tisser selon la revendication 2, caractérisé en ce que les éléments de réception (2) sont assemblés chacun avec un manchon d'accouplement embrochable (5) disposé contre l'extrémité libre du bras de support (4).
     
    4. Métier à tisser selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un ou plusieurs tubes fluorescents sont utilisés pour former le moyen d'éclairage (3).
     




    Zeichnung