[0001] Die Erfindung betrifft eine Blattablagevorrichtung für biegsames flächiges Gut, insbesondere
Papier, mit mindestens einem Umlenkrad, das mindestens einen im wesentlichen tangential
angeordneten Aufnahmeschlitz aufweist, einer Blattzufuhr, die in den mindestens einen
Aufnahmeschlitz mündet, wenn sich dieser in einer Aufnahmeposition befindet und einem
Blattablageanschlag in einem der Aufnahmeposition gegenüberliegenden Bereich des Umlenkrades,
wobei dieses in einer Aussparung des Blattablageanschlags läuft und letzterer in einer
Blattablageposition mindestens an einer Seite eines Aufnahmeschlitzes liegt.
[0002] Eine derartige Blattablagevorrichtung ist aus der DE 23 09 075 A1 bekannt. Bei dieser
Blattablagevorrichtung wird ein gerader Stapel erzeugt. Oftmals besteht jedoch das
Bedürfnis, daß in der Blattablage nach einer gewissen Anzahl von Blättern ein Versatz
im Stapel vorgenommen wird. Dies kann beispielsweise dazu dienen, die Gesamtzahl der
Blätter besser zu erfassen. Besonders wichtig ist dies aber dann, wenn fortlaufend
verschiedene Blätter gedruckt werden, die zusammengehören. Dies ist oft bei elektrophotografischen
Druckmaschinen der Fall. Dann ist es erforderlich, daß durch einen derartigen Versatz
ein Job vom anderen getrennt wird.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Blattablagevorrichtung der eingangs
genannten Art derart weiterzubilden, daß auf einfache Weise ein Versatz im ausgelegten
Stapel erzeugt werden kann.
[0004] Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß auf einer Welle mindestens zwei Umlenkräder
angeordnet sind, die positionsgleiche Aufnahmeschlitze aufweisen und daß die Welle
gegenüber der Transportrichtung der Blattzufuhr schrägstellbar ist.
[0005] Durch die Erfindung wird es mit einer einfachen Weiterbildung möglich, ohne Unterbrechung
der Blattablage zu jedem Zeitpunkt einen Versatz zu erzeugen. Dadurch ist es beispielsweise
möglich, einen Job vom anderen zu trennen, auch wenn die Jobs jeweils eine unterschiedliche
Blattanzahl aufweisen. Weiterhin ist es auch möglich, die Erfindung in einem kleineren
Stellbereich dazu einzusetzen, die Ablageposition der Blätter zu regeln, um Abweichungen
zu korrigieren und dadurch zusammengehörige Blätter sauber übereinanderzustapeln.
[0006] Die Funktion der Erfindung besteht darin, daß das flächige Gut in die Aufnahmeschlitze
läuft und nach 90° Drehung um denselben Winkel schräg gestellt ist wie die Welle mit
den Umlenkrädern. Bewegen sich jetzt die Umlenkräder weiter und führen sie dabei das
flächige Gut zu dem Blattablageanschlag, so kommt eine Drehung um ca. 180° zustande,
so daß das Blatt um den doppelten Winkel wie die Welle schräggestellt ist. Soll ein
Stapelteil gegenüber einem anderen versetzt werden, so wird die Welle von ihrer senkrechten
Lage zur Transportrichtung vorzugsweise einmal in der einen Richtung und einmal in
der anderen Richtung schräggestellt, so daß der Versatz ein Winkelversatz eines Stapelteils
gegenüber dem anderen Stapelteil ist, der das Vierfache der Schrägstellung der Welle
beträgt. Selbstverständlich könnte die Welle auch einmal senkrecht zur Transportrichtung
ausgerichtet sein und für den nächsten Stapelteil schräggestellt werden.
[0007] Durch die Blattablagevorrichtung werden gleichzeitig die Blätter gewendet. Dieser
Vorteil sowie einige weitere beziehen sich auf die Blattablagevorrichtung des Standes
der Technik, deshalb wird insoweit auf die DE 23 09 075 A1 verwiesen.
[0008] Im folgenden werden zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung beschrieben, auf erfindungsgemäße
Vorteile wird verwiesen.
[0009] Zweckmäßigerweise sind die Umlenkräder derart ausgebildet, daß sie jeweils zwei um
180° versetzte Aufnahmeschlitze aufweisen. Damit ist die Ablageposition der einen
Aufnahmeschlitze identisch mit der Aufnahmeposition der um 180° versetzten Aufnahmeschlitze.
Auf diese Weise können die Umlenkräder mit jeder halben Umdrehung ein neues Blatt
aufnehmen und das vorherige Blatt ablegen.
[0010] Wird ein Blatt zugeführt, so muß gewährleistet sein, daß sich die Aufnahmeschlitze
der beiden Umlenkräder in der Aufnahmeposition befinden. Dies kann dadurch erreicht
werden, daß an den Umlenkrädern eine Vielzahl von Aufnahmeschlitzen vorhanden ist
und diese eine so große Öffnung aufweisen, daß sich in jeder Position der Umlenkräder
Aufnahmeschlitze in der Aufnahmeposition befinden. Dies ist der Vorschlag der DE 23
09 075 A1. Es ist jedoch auch möglich, mittels anderer Maßnahmen zu gewährleisten,
daß sich bei einer Blattzufuhr die Aufnahmeschlitze in der Aufnahmeposition befinden.
Ein Vorschlag sieht beispielsweise vor, daß eine Bremseinrichtung vorgesehen ist,
die die Umlenkräder in der mindestens einen Aufnahmeposition anhält. Beispielsweise
kann eine Kurvenscheibe vorgesehen sein, gegen die sich ein Element drückt, wobei
das Element in den Aufnahmepositionen Erhöhungen der Kurvenscheibe überwinden muß.
[0011] Um die für die Blattablage erforderliche Bewegung der Umlenkräder zu erzielen, kann
vorgesehen sein, daß die Umlenkräder bezüglich ihres Gewichts und die Welle bezüglich
ihrer Lagerung derart ausgebildet sind, daß die Umlenkräder durch die Zuführung des
flächigen Guts antreibbar sind.
[0012] Eine Alternative sieht vor, daß ein Antrieb für die Umlenkräder vorgesehen ist. Dann
kann statt der Bremsvorrichtung vorgesehen sein, daß der Antrieb derart ausgebildet
ist, daß er die Umlenkräder in den Aufnahmepositionen anhält. Beispielsweise kann
dafür ein Schrittmotor eingesetzt werden.
[0013] Damit der Antrieb die Welle auch bei einer Schrägstellung derselben antreiben kann,
ist es möglich, diesen direkt an der Welle anzuordnen, so daß er die Schrägstellung
mitmacht. Alternativ kann jedoch auch vorgesehen sein, daß der Antrieb im Maschinengehäuse
angeordnet ist und eine Übertragung auf die Welle erfolgt. Wird beispielsweise die
Welle um eine Schwenkachse geschwenkt, so kann vorgesehen sein, daß die Schwenkachse
als Hohlwelle ausgebildet ist, in der sich eine Kraftübertragungswelle des Antriebs
befindet.
[0014] Vorzugsweise werden die Aufnahmeschlitze am Schlitzanfang V-förmig ausgebildet. Auf
diese Weise ist gewährleistet, daß das flächige Gut sicher aufgenommen wird und der
Aufnahmeschlitz nach dem Schlitzanfang so schmal ausgebildet werden kann, daß das
flächige Gut sicher gehalten wird.
[0015] Um einen sauberen Winkelversatz des flächigen Gutes zu erzielen, sollten die Schlitze
möglichst eng ausgeführt werden. Um ein Prellen durch Anschlagen am Schlitzende zu
verhindern, wird vorgeschlagen, daß an dem mindestens einen Aufnahmeschlitz eine Bremsvorrichtung
für das flächige Gut vorgesehen ist, die diesem vor dem Anschlag am Schlitzende derart
die Geschwindigkeit entzieht, daß es zu keinem Prellen an den Anschlägen kommt. Für
eine derartige Bremsvorrichtung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ein Vorschlag
sieht vor, daß die Bremsvorrichtung als federnde Laschen ausgebildet sind, die im
Bereich der Aufnahmeschlitze angeordnet sind und gegenüber dem flächigen Gut eine
Reibung aufweisen. Beispielsweise können Gummilaschen vorgesehen sein.
[0016] Eine zweckmäßige Ausgestaltung der vorgenannten Weiterbildung sieht vor, daß die
Laschen in den Einschubweg des flächigen Guts bewegbar sind. Dadurch ist es möglich,
sie in der Aufnahmeposition in den Einschubweg zu bewegen und bei der Ablageposition
aus diesem zu entfernen, damit die Blattablage nicht behindert wird. Es wird daher
vorgeschlagen, daß die Bremsvorrichtung für das flächige Gut in der Blattablageposition
freigeschaltet ist. Die Verbringung der Bremsvorrichtung in die Eingriffs- und Freischaltposition
kann beispielsweise mittels eines exzentrisch gelagerten Gewichts erfolgen, das die
Laschen in der Aufnahmeposition in den Einschubweg befördert und in der Ablageposition
wieder aus dem Bereich der Aufnahmeschlitze entfernt.
[0017] Eine Weiterbildung schlägt vor, daß der Blattablageanschlag bezüglich seiner Winkelstellung
einstellbar ist. Dann kann eine Einstellung entsprechend der Schrägstellung der Welle
vorgenommen werden. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, daß die Winkeleinstellung
des Blattablageanschlags mit der Winkeleinstellung der Welle derart gekoppelt ist,
daß die Schrägstellung des Blattablageanschlags immer dem doppelten Winkel der Schrägstellung
der Welle entspricht. Auf diese Weise hat der Blattablageanschlag automatisch die
richtige Position.
[0018] Eine Alternativausgestaltung sieht vor, daß die Welle aus der Senkrechten zur Transportrichtung
in beide Richtungen um einen vorbestimmten Winkel schrägstellbar ist und daß der Blattablageanschlag
V-förmig ausgebildet ist, wobei jeder Schenkel des V jeweils den doppelten Winkel
wie der für die Welle vorbestimmte Winkel aufweist. Auf diese Weise ist zwar der Winkelversatz
in der Ablage vorgeben, jedoch wird eine Einstellung des Blattablageanschlags eingespart,
da immer ein Schenkel der V-förmigen Ausbildung die richtige Position zu einem der
vorbestimmten Winkel aufweist.
[0019] Durch eine entsprechende Ausgestaltung der Blattzufuhr wird gewährleistet, daß es
immer zu einer exakten Positionierung des flächigen Gutes in den Aufnahmeschlitzen
kommt. Beispielsweise kann sich an der Blattzufuhr mindestens eine Transportwalze
für das flächige Gut befinden. Vorzugsweise werden jedoch zwei zusammenwirkende Transportwalzen
angeordnet.
[0020] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- wesentliche Funktionselemente eines erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels in perspektivischer
Ansicht,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf den Gegenstand der Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels mit weiteren Funktionselementen,
- Fig. 4
- ein Ausführungsbeispiel einer Blattablage und
- Fig. 5
- ein Ausführungsbeispiel mit Antrieb der Welle und Schwenkachse.
[0021] Fig. 1 zeigt wesentliche Funktionselemente eines erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels
der Blattablagevorrichtung 1 in perspektivischer Ansicht. Die Blattablagevorrichtung
1 besteht im wesentlichen aus einer Blattzufuhr 5 und mindestens zwei Umlenkrädern
3, in diesem Ausführungsbeispiel sind es vier, die auf einer Welle 9 angeordnet sind.
Die Umlenkräder 3 verfügen über bezüglich der Umdrehung 25 (siehe Fig. 3) positionsgleich
angeordnete Aufnahmeschlitze 4, wobei hier jeweils für jedes Umlenkrad 3 zwei um 180°
versetzt angeordnete Aufnahmeschlitze 4 angeordnet sind. Gegenüber der Blattzufuhr
5 um ca. 180° versetzt - dies ist hier der untere Bereich der Umlenkräder 3 - befindet
sich ein Blattablageanschlag 7, welcher Aussparungen 8 aufweist, in denen sich die
Umlenkräder 3 bewegen.
[0022] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß sich die Welle 9 mit den Umlenkrädern 3 aus der
gegenüber der Transportrichtung 10 senkrechten Position in eine Schräglage bringen
läßt. Dadurch wird erreicht, daß in Transportrichtung 10 auf der Blattzufuhr 5 ankommende
Blätter (hier nicht dargestellt) in die Aufnahmeschlitze 4 der Umlenkräder 3 eingefügt
werden, wobei durch die Schrägstellung der Welle 9 auch die Aufnahmeschlitze 4 gegenüber
der Transportrichtung 10 schräggestellt sind. Drehen sich die Aufnahmeräder 3 durch
einen Antrieb oder weil sie durch das Blatt angestoßen wurden, so wird ein Blatt von
der Blattzufuhr 5 abgehoben, wobei das Blattende 26 (siehe Fig. 3) durch ein Wenden
des Blatts zum Blattanfang wird. Gelangen die Aufnahmeschlitze 4 in den unteren Bereich,
so stößt das Blatt an dem Blattablageanschlag 7 an und wird durch letzteren aus den
Aufnahmeschlitzen 4 herausgeschoben und auf dem Ablagestapel 20 abgelegt. Durch die
Umkehrung des Blattes um 180° verdoppelt sich der Schrägstellungswinkel des Blattes
gegenüber der Schrägstellung der Welle 9, so daß ein entsprechender Winkelversatz
im Ablagestapel 20 erzielt wird.
[0023] Wird die Welle 9 einmal in einer Drehrichtung gegenüber der Transportrichtung 10
aus ihrer senkrechten Position herausgeschwenkt und zur Ablage eines gegenüber dem
ersten Stapelteil 20' versetzten Stapelteils 20" um denselben Winkel in der anderen
Richtung verschwenkt, so wird dadurch erreicht, daß Stapelteile 20' und 20" entstehen,
welche einen Winkelversatz um das Vierfache der Schrägstellung der Welle 9 aufweisen.
Wird also die Welle 9 um einen Winkel α schräg gestellt, so ist die Schrägstellung
der Stapelteile 20' und 22' gegeneinander viermal der Winkel α.
[0024] Der Blattablageanschlag 7 erstreckt sich seitlich der Aussparung 8 derart nach oben,
daß er seitlich der Aufnahmeschlitze 4 liegt, wenn diese in die Blattablageposition
17 gelangen, wodurch die Blätter an den Anschlag 7 anstoßen, aus den Aufnahmeschlitzen
4 herausgeschoben und abgelegt werden. Dies wird anhand der Fig. 3 noch näher erläutert.
[0025] Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf die in der Fig. 1 dargestellte Blattablagevorrichtung 1.
Dabei ist zu erkennen, wie die Blattzufuhr 5 vorzugsweise mit Transportwalzen 19 ausgestattet
ist, die sich in Bereichen von Führungsblechen 21 befinden, welche zungenartig zwischen
den Umlenkrädern 3 liegen. Dadurch wird ein sicherer Transport der Blätter in die
Aufnahmeschlitze 4 der Umlenkräder 3 garantiert. Durch den seitlichen Versatz der
Welle 9 um den Winkel α mittels einer Schwenkung um eine Schwenkachse 13 wird eine
erste Schrägstellung der Blätter um den Winkel α erzielt, wobei sich dieser Winkel
α durch das Wenden der Blätter und bei der Ablage derselben auf einer Blattablage
22 zu einem Winkel 2α verdoppelt.
[0026] In dieser Figur ist weiterhin dargestellt, daß der Blattablageanschlag 7 V-förmig
ausgebildet ist, wobei die beiden Schenkel 18 von der Senkrechten zur Transportrichtung
10 jeweils einen Winkel 2α aufweisen. Dadurch kommt ein Blatt mit der ursprünglichen
Vorderseite 26 (siehe Fig. 3), die durch die Wendung zur Rückseite wird, an einem
der Schenkel 18 derart an, daß die Blattkante parallel zum Schenkel 18 liegt. Wird
die Welle 9 einmal in der einen und dann in der anderen Richtung um den Winkel α zur
Senkrechten gegenüber der Transportrichtung 10 ausgelenkt, so erfolgt der bereits
zu Fig. 1 beschriebene und hier ebenfalls eingezeichnete Stapelversatz der Stapelteile
20' und 22', wobei selbstverständlich in beliebiger Folge weitere Stapelteile 20''',
20"" usw. versetzt auf der Blattablage 22 abgelegt werden können.
[0027] Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Blattablagevorrichtung
1 mit weiteren Funktionselementen. Dabei wurde die Blattzufuhr 5 etwas entgegen der
Transportrichtung 10 vorverlegt, um den Bereich der Einfügung des biegsamen flächigen
Gutes 2 - also der Blätter - in die Aufnahmeschlitze 4 unverdeckt darstellen zu können.
Selbstverständlich ist auch hier eine Ausgestaltung, wie zu Fig. 2 beschrieben, zweckmäßig.
[0028] Bei dieser Darstellung ist die Blattablagevorrichtung 1 gegenüber der Fig. 2 in Seitenansicht
gezeigt, wobei als weiteres Funktionselement eine Bremseinrichtung 11 für die Umlenkräder
3 angeordnet ist. Diese besteht aus einer auf der Welle 9 angeordneten Kurvenscheibe
27, welche Erhöhungen 28 aufweist. Mit dieser Kurvenscheibe 27 wirkt ein federndes
Element 29 zusammen, welches derart angeordnet und ausgebildet ist, daß es die Umlenkräder
3 immer dann anhält, wenn das federnde Element 29 gegen eine der Erhöhungen 28 läuft.
In dieser Position befindet sich der obere Aufnahmeschlitz 4 in seiner durch den Pfeil
6 symbolisierten Aufnahmeposition und der untere Aufnahmeschlitz 4 in seiner durch
den Pfeil 17 symbolisierten Blattablageposition.
[0029] Damit es aufgrund der Geschwindigkeit eines biegsamen, flächigen Gutes 2 zu keinem
Prellen an den Anschlägen 16 kommt, ist eine Bremsvorrichtung 15 für die flächigen
Güter 2 vorgesehen, welche aus einer Lasche 23 und einem exzentrisch gelagerten Gewicht
24 bestehen. Das Gewicht 24 sorgt dafür, daß die Laschen 23 immer nach oben gerichtet
sind und dadurch in der Aufnahmeposition 6 die Geschwindigkeit eines biegsamen, flächigen
Gutes 2 derart bremsen, daß es zu keinem Prellen an den Anschlägen 16 kommt.
[0030] Drehen sich die Umlenkräder 3 in Richtung des Pfeils 25 um 180° weiter, so stößt
die Blattvorderkante in der Blattablageposition 17 gegen den Blattablageanschlag 7,
wodurch das biegsame, flächige Gut 2 aus den Aufnahmeschlitzen 4 herausgeschoben wird
und auf der Blattablage 22 abgelegt wird. Da die exzentrisch gelagerten Gewichte 24
auch hier die Laschen 23 nach oben halten, sind letztere aus ihren Eingriffen in die
Aufnahmeschlitze 4 wegbewegt und können dadurch die Entfernung des biegsamen, flächigen
Gutes 2 nicht behindern.
[0031] Beim dargestellten Vorgang wurde das flächige Gut 2 gewendet, so daß das ehemalige
Blattende 26 jetzt vorne auf der Blattablage 22 liegt. Bei dieser Darstellung ist
auch gut sichtbar, wie die Aufnahmeschlitze 4 am Schlitzanfang V-förmig geweitet sind,
um eine sichere Einfügung des flächigen Gutes 2 zu gewährleisten. Weiterhin ist zu
sehen, wie der Ablagestapel 20 mehrere Stapelteile 20', 20", 20''', 20"" enthält,
welche jeweils den bereits erwähnten Winkelversatz aufweisen.
[0032] Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Blattablage 22, wobei die übrigen bereits beschriebenen
Teile weggelassen sind, um die Blattablage 22 besser sichtbar zu machen. In bereits
beschriebener Weise ist der Blattablageanschlag 7 mit V-förmig angeordneten Schenkeln
18 ausgebildet, welche jeweils um den Winkel 2α, dies ist der doppelte Winkel der
Schrägstellung, welche für die Welle 9 vorgesehen ist, versetzt sind. Dadurch kommt
es zu einer sauberen Anlage der Blätter 2 am Blattablageanschlag 7, da die Blätter
mittels der Umlenkräder 3 bereits in den Winkelversatz 2α verbracht wurden. Es ist
jedoch anzumerken, daß der Winkelversatz übertrieben gezeichnet wurde, tatsächlich
ist ein weit geringerer Versatz erforderlich, um den eingangs beschriebenen erfindungsgemäßen
Zweck zu erzielen.
[0033] Fig. 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Antriebs 12 mit Welle 9 und Schwenkachse 13.
Für den Antrieb der Welle 9 sowie zur Schwenkung der Welle 9 ist die Schwenkachse
13 als Hohlwelle ausgebildet, in der zentrisch eine Kraftübertragungswelle 14, angetrieben
durch den Antrieb 12, läuft. Der Antrieb 12 ist dabei im Maschinengehäuse 30 angeordnet
und die Schwenkachse 13 ist drehbar im Maschinengehäuse 30 gelagert. Die Kraftübertragung
der Kraftübertragungswelle 14 auf die Welle 9 erfolgt mittels eines Getriebes, wobei
beispielsweise zwei Kegelzahnräder 31 angeordnet werden können, um die Drehbewegung
der senkrechten Kraftübertragungswelle 14 auf die waagerechte Welle 9 zu übertragen.
Dabei wird die Schwenkachse 13 mittels eines Zahnkranzes 32 und eines Zahnrades 33
in ihrem Schwenkwinkel gehalten, wobei der Zahnkranz 32 und das Zahnrad 33 auch dazu
dienen, die Schwenkbewegung für die Welle 9 vorzunehmen.
[0034] Die vorgenannten Ausführungsbeispiele sind selbstverständlich nur beispielhaft und
es sind auch nicht aller erfindungsgemäßen Funktionselemente dargestellt, wie diese
aus den nicht die Zeichnung betreffenden Beschreibungsteil entnehmbar sind. Es sind
auch die verschiedensten Kombinationen möglich, beispielsweise kann ein Antrieb 12
mit einer Bremseinrichtung 11 kombiniert werden oder es ist möglich, daß der Antrieb
12 die Positionierung selbst vornimmt, indem beispielsweise ein Schrittmotor angeordnet
wird. Auch ist die Schrägstellung 9 mittels der Schwenkachse 13 lediglich ein Beispiel,
es kann auch ein Stellelement angeordnet sein, das in einem Außenbereich einer Lagerung
der Welle 9 angreift oder es ist eine andere Weise der Erzeugung der Schwenkbewegung
möglich. Auch die Blattzufuhr 5 kann auf unterschiedliche Weise ausgebildet sein.
Wesentlich ist lediglich, daß es zu einer sauberen Zuführung der Blätter in die Aufnahmeschlitze
4 kommt, dazu kann ein Führungsblech 21 oder können auch Transportwalzen 19 in verschiedener
Weise angeordnet dienen, wenn sie nur dafür sorgen, daß es zu einer sauberen Zuführung
zu den Aufnahmeschlitzen 4 kommt. Diesem Zweck kann selbstverständlich auch die vorgeordnete
Maschine, beispielsweise der Ausleger einer Druckmaschine dienen.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 1
- Blattablagevorrichtung
- 2
- biegsames flächiges Gut, z. B. Papier
- 3
- Umlenkrad
- 4
- Aufnahmeschlitz
- 5
- Blattzufuhr
- 6
- Pfeil: Aufnahmeposition
- 7
- Blattablageanschlag
- 8
- Aussparung
- 9
- Welle
- 10
- Transportrichtung
- 11
- Bremseinrichtung für die Umlenkräder
- 12
- Antrieb
- 13
- Schwenkachse
- 14
- Kraftübertragungswelle
- 15
- Bremsvorrichtung für das flächige Gut
- 16
- Schlitzende der Aufnahmeschlitze
- 17
- Pfeil: Blattablageposition
- 18
- Schenkel des V-förmigen Blattablageanschlags
- 19
- Transportwalze
- 20
- Ablagestapel
- 20', 20", 20''', 20''''
- Stapelteile mit Versatz
- 21
- Führungsblech
- 22
- Blattablage
- 23
- Laschen
- 24
- exzentrisch gelagerte Gewichte
- 25
- Pfeil: Drehrichtung des Umlenkrades
- 26
- Blattende
- 27
- Kurvenscheibe
- 28
- Erhöhungen der Kurvenscheibe
- 29
- Federndes Element
- 30
- Maschinengehäuse
- 31
- Kegelzahnräder
- 32
- Zahnkranz
- 33
- Zahnrad für die Schwenkbewegung
1. Blattablagevorrichtung (1) für biegsames flächiges Gut (2), insbesondere Papier, mit
mindestens einem Umlenkrad (3), das mindestens einen im wesentlichen tangential angeordneten
Aufnahmeschlitz (4) aufweist, einer Blattzufuhr (5), die in den mindestens einen Aufnahmeschlitz
(4) mündet, wenn sich dieser in einer Aufnahmeposition (6) befindet und einem Blattablageanschlag
(7) in einem der Aufnahmeposition (6) gegenüberliegenden Bereich des Umlenkrades (3),
wobei dieses in einer Aussparung (8) des Blattablageanschlags (7) läuft und letzterer
in einer Blattablageposition (17) mindestens an einer Seite eines Aufnahmeschlitzes
(4) liegt,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf einer Welle (9) mindestens zwei Umlenkräder (3) angeordnet sind, die positionsgleiche
Aufnahmeschlitze (4) aufweisen und daß die Welle (9) gegenüber der Transportrichtung
(10) der Blattzufuhr (5) schrägstellbar ist.
2. Blattablagevorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Umlenkräder (3) jeweils zwei um 180° versetzte Aufnahmeschlitze (4) aufweisen.
3. Blattablagevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Bremseinrichtung (11) vorgesehen ist, die die Umlenkräder (3) in der mindestens
einen Aufnahmeposition (6) anhält.
4. Blattablagevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Umlenkräder (3) bezüglich ihres Gewicht und die Welle (9) bezüglich ihrer Lagerung
derart ausgebildet sind, daß die Umlenkräder (3) durch die Zuführung des flächigen
Gutes (2) antreibbar sind.
5. Blattablagevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Antrieb (12) für die Umlenkräder (3) vorgesehen ist.
6. Blattablagevorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Antrieb (12) derart ausgebildet ist, daß er die Umlenkräder (3) in den Aufnahmepositionen
(6) anhält.
7. Blattablagevorrichtung nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Antrieb (12) an der Welle (9) angeordnet ist.
8. Blattablagevorrichtung nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Antrieb (12) im Maschinengehäuse (13) angeordnet ist und eine Übertragung auf
die Welle (9) erfolgt.
9. Blattablagevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Welle (9) um eine Schwenkachse (13) schwenkbar ist.
10. Blattablagevorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwenkachse (13) als Hohlwelle ausgebildet ist, in der sich eine Kraftübertragungswelle
(14) des Antriebs (12) befindet.
11. Blattablagevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Aufnahmeschlitze (4) am Schlitzanfang V-förmig ausgebildet sind.
12. Blattablagevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß an dem mindestens einen Aufnahmeschlitz (4) eine Bremsvorrichtung (15) für das flächige
Gut (2) vorgesehen ist, die diesem vor dem Anschlag (16) am Schlitzende derart die
Geschwindigkeit entzieht, daß es zu keinem Prellen an den Anschlägen (16) kommt.
13. Blattablagevorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bremsvorrichtung (15) als federnde Laschen (17) ausgebildet sind, die im Bereich
der Aufnahmeschlitze (4) angeordnet sind und gegenüber dem flächigen Gut (2) eine
Reibung aufweisen.
14. Blattablagevorrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Laschen (17) in den Einschubweg des flächigen Guts (2) bewegbar sind.
15. Blattablagevorrichtung nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bremsvorrichtung (15) in der Blattablageposition (17) freigeschaltet ist.
16. Blattablagevorrichtung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbringung der Bremsvorrichtung (15) in die Eingriffs- und Freischaltpositionen
mittels eines exzentrisch gelagerten Gewichts (24) erfolgt.
17. Blattablagevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Blattablageanschlag (7) bezüglich seiner Winkelstellung einstellbar ist.
18. Blattablagevorrichtung nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Winkeleinstellung des Blattablageanschlags (7) mit der Winkeleinstellung der
Welle (9) derart gekoppelt ist, daß die Schrägstellung des Blattablageanschlags (7)
immer dem doppelten Winkel der Schrägstellung der Welle (9) entspricht.
19. Blattablagevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Welle (9) aus der Senkrechten zur Transportrichtung (10) in beide Richtungen
um einen vorbestimmten Winkel (a) schrägstellbar ist und daß der Blattablageanschlag
(7) V-förmig ausgebildet ist, wobei jeder Schenkel (18) des V jeweils den doppelten
Winkel (2α) wie der für die Welle (9) vorbestimmte Winkel (α) aufweist.
20. Blattablagevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich an der Blattzufuhr (5) mindestens eine Transportwalze (19) für das flächige
Gut (2) befindet.
21. Blattablagevorrichtung nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwei zusammenwirkende Transportwalzen (19) angeordnet sind.