(19)
(11) EP 0 846 214 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
07.08.2002  Patentblatt  2002/32

(21) Anmeldenummer: 97923782.3

(22) Anmeldetag:  02.05.1997
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7E05D 15/06
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/DE9700/899
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 9749/885 (31.12.1997 Gazette  1997/57)

(54)

SCHIEBEWAND

SLIDING PARTITION

PAROI COULISSANTE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FI FR GB IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 21.06.1996 CH 154696

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
10.06.1998  Patentblatt  1998/24

(73) Patentinhaber: DORMA GmbH + Co. KG
58256 Ennepetal (DE)

(72) Erfinder:
  • BISCHOF, Markus
    CH-9423 Altenrhein (CH)
  • RECHSTEINER, Stefan
    CH-9422 Staad (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 437 029
WO-A-89/05389
DE-A- 1 509 476
DE-A- 2 404 875
EP-A- 0 574 851
CH-A- 482 090
DE-A- 2 108 593
DE-C- 4 424 660
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schiebewand mit Führungsschiene nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1, die mindestens zwei an mindestens einer ortsfest waagerecht anzuordnenden Führungsschiene gelagerte und verfahrbare Schiebewandelemente aufweist.

    [0002] Derartige Schiebwände sind für die verschiedensten Zwecke einsetzbar. Dabei kann im Bereich der Führungschiene eine umlaufende Mitnehmerkette vorgesehen sein, durch die beim Einschalten des Antriebes die einzelnen Schiebewandelemente in die eine oder andere Richtung mitgenommen werden. Ja nach Verwendung können die einzelnen Schiebewandelemente mit einem geschlossenen Paneel, beispielsweise aus Holz oder Metall oder aber mit einer lichtdurchlässigen Scheibe, beispielsweise aus Glas bestehen. Mit einer solchen Schiebewand kann ein großer Raum unterteilbar gestaltet werden. Auch sind durch Schiebewände Geschäftslokale in Einkaufszentren oder Einkaufspassagen von den Durchgangsbereichen abschließbar. Beispielsweise im letzten Fall muss die Schiebewand zur Geschäftsöffnung bzw. -schließung zwei- oder viermal am Tag betätigt werden. Bei geöffneter Schiebewand werden die Schiebewandelemente meistens jeweils mit ihrer Fläche parallel zueinander stehend in einem so genannten Bahnhof geparkt. Zum Schließen der Schiebewand sind die Schiebewandelemente derart nacheinander entlang der Führungsschiene bzw. den Führungsschienen in die Schließposition so verfahrbar, dass sie beispielsweise eine zwischen zwei Wänden liegende Raumöffnung abschließen. Dabei kann sowohl je eine Führungsschiene an der Decke und am Boden des Raumes vorgesehen werden.

    [0003] Aus der DE-A-2404875 ist eine Schiebewand bekannt, die mindestens zwei an einer ortsfest angeordneten Führungsschiene über Trag- und Führungselemente gelagerte und verfahrbare Schiebewandelemente aufweist. Das in Richtung der Schließbewegung der Schiebewand letzte Schiebewandelement ist dabei an Trag- und Führungselementen gelagert, von denen mindestens das in Richtung der Schließbewegung hintere Tragund Führungselement derart am Schiebewandelement gelagert ist, dass es in Längsrichtung des Schiebewandelementes verschiebbar ist.

    [0004] Die DE 44 24 660 C1 offenbart eine Horizontalschiebewand, bei der vor eine bestehende Führungsschiene, in der die einzelnen Elemente verfahren werden können, ein weiteres Schienensystem im Deckenbereich angebracht wird. In diesem Schienensystem läuft eine schaltbare Kuppelvorrichtung, die mit einem Identifikationssystem ausgerüstet ist, um die einzelnen Elemente, welche entsprechende Indikatoren beinhalten, aufzufinden und in die um 90° verschwenkte Parkposition zu bringen. Angetrieben wird die gesamte Vorrichtung durch einen Elektromotor, der einen Endlosriemen über eine Umlenkrolle antreibt. In Verbindung mit einer speicherprogrammierbaren Steuerung wird das Identifikationssystem so gesteuert, dass es die einzelnen Elemente nach einer erfolgten Lernfahrt erkennt, und auf die gewünschte Parkposition bzw. in die Verschlusslage der Trennwand bringt. Auch ist es möglich, nur eine Teilöffnung zu realisieren, um nicht den gesamten Frontbereich beispielsweise in kalten Jahreszeiten zu öffnen. Die schaltbare Kuppelvorrichtung besteht aus einem Elektromagneten, an dessen Anker ein Schieber angebracht ist, der in seinem herausragenden Bereich gabelförmig so ausgeführt ist, dass er einen Verbindungsstift zwischen dem Laufwagen und dem darunter befindlichen Element erfasst und somit innerhalb der Führungsschienen das gesamte Element entsprechend dem gewählten Programm verfährt. Die Kuppelvorrichtung und das Identifikationssystem werden mit den entsprechenden Signalen und der notwendigen Spannung entweder über Schleifkontakte oder über ein Schleppkabel versorgt. Das Identifikationssystem kann dabei ein Sensor, beispielsweise ein Näherungsschalter sein, bzw. es können optische Systeme, Magnete mit entsprechenden Reed-Kontakten oder aber auch Schalter verwendet werden.

    [0005] Der DE 31 48 464 C2 ist eine Vorrichtung zum Verfahren beweglich aufgehängter Trennwände zu entnehmen. Für die verschiedenen Trennwände, z.B. um sie in einer Ecke eines Raumes zu parken, sind Führungsschienen vorhanden, die in Kreuz-, T- oder Y-Form bzw. in Bögen ausgeführt sind.

    [0006] Eine spitzwinkelige Abzweigung zeigt die DE 72 47 479 U1. An diesem Abzweig fährt eine der beiden Tragvorrichtungen ein, wobei die zweite Tragvorrichtung des Wandelementes weiter in der geraden Führungsschiene verfahren wird.

    [0007] Ein ebensolcher Abzweig ist auch in der DE 21 08 593 A1 wiedergegeben.

    [0008] Fast immer sind die Führungsschienen, die den von den Schiebewandelementen vom Bahnhof in die Schließposition zurückzulegenden Weg bestimmen, im Bereich der zu schließenden Raumöffnung in einem Bogen um 90° herumgeführt, um das Einschwenken der Schiebewandelemente aus der Parkposition in die Schließposition zu ermöglichen. Wegen dieses Bogens der Führungsschienen entsteht das Problem, dass das in Richtung der Schließbewegung letzte Schiebewandelement so weit in die Raumöffnung gefahren werden muss, bis es vollständig in seine mit den übrigen Schiebewandelementen fluchtende Endposition eingeschwenkt ist. Aus diesem Grund verbleibt im Bereich des besagten Bogens der Führungsschienen, auch nachdem sich das letzte Schiebewandelement in der Schiebewand-Schließposition befindet, ein offener Spalt. Zum Schließen dieses Spaltes sind bei den bisher bekannten Schiebewänden die verschiedensten Vorrichtungen verwendet worden. Am gebräuchlichsten ist es, in diesem Bereich eine türartig zuschwenkende Abschlussklappe vorzusehen. Dies sieht optisch allerdings unvorteilhaft aus und ist in jeder Hinsicht als Notlösung anzusehen. Es wurde daher vorgeschlagen, für das letzte Schiebewandelement je eine zusätzliche eigene, nur dieses eine Schiebewand-Element in die Schließposition führende Führungsschiene vorzusehen, welche in diesem Bereich endet und nicht in einem Bogen in die Schiebewandflucht herumgeführt ist. Diese Lösung bringt einige technische Probleme mit sich und ist trotz des damit verbundenen Aufwandes ebenfalls unbefriedigend.

    [0009] Die vorliegende Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, eine Schiebewand zu schaffen, die ein vollständiges Schließen im Bereich des letzten in eine Raumöffnung zu überführenden Schiebewandelementes ermöglicht.

    [0010] Die erfindungsgemäße Schiebewand entspricht den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruches 1. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den abhängigen Patentansprüchen hervor.

    [0011] Um eine Schiebewand in der Front zu verschließen, ohne dass es hierzu separater Verschlusselemente, wie Klappen oder Türen, bedarf, wird erfindungsgemäß eine besondere Anordnung der Führungsschienen und eine spezielle Anbindung des letzten zu schließenden Schiebewandelementes vorgeschlagen.

    [0012] Die Anordnung der unter der Gebäudedecke befestigten Führungsschienen ist nicht wie beim aufgezeigten Stand der Technik im Park- oder Bahnhofsbereich U-förmig, sondern in Fortführung der Verschlussposition wird die Führungsschiene in einem Bogen mit anschließendem in Parkrichtung der anderen Schiebewandelemente verlaufenden geraden Stück verlängert. In diesen Bogen und das abgewinkelte Stück fährt nur ein Schiebewandelement, nämlich das, welches zuerst in die Parkposition fährt. Alle anderen Schiebewandelemente fahren mit einer ihrer Aufhängungen über einen Abzweig in den Bahnhof. Das Verfahren der einzelnen Schiebewandelemente kann manuell bzw. mit motorischer Kraft ausgeführt werden. Bei den nachfolgenden Betrachtungen wird jedoch nur auf die motorische Ausführung eingegangen, weil diese für das Bedienpersonal einen größeren Komfort mit sich bringt.

    [0013] Bei der motorbetriebenen Ausführung ist jedes Schiebewandelement mit einem separaten Elektromotor ausgestattet. Erfindungsgemäß kann das letzte Verschlusselement mit einem weiteren Antriebsmotor versehen. Somit sind an beiden Trag- und Führungselementen Antriebsmotoren vorhanden. Während ein Trag- und Führungselement nur drehbar mit dem Schiebewand-Element verbunden ist, ist das zweite Trag- und Führungselement innerhalb des Schiebewandelementes in Längsrichtung des Elementes darüber hinaus zusätzlich verschiebbar und zwar mit einem Laufwagen.

    [0014] Soll nun die Schiebewand geschlossen werden, so wird das der Gebäudewand am nächsten geparkte Schiebewandelement zuletzt aus der Parkposition verfahren. Durch den Antrieb des Elektromotors an dem nicht verschiebbaren Trag- und Führungselement wird das Schiebewandelement aus der Parkposition des Bahnhofs herausgefahren (gezogen) und zwar über den zusätzlichen Bogen, um in die Führungsschiene der Front zu gelangen. Ab einer bestimmten Position, die durch die Steuerung für die Elektromotoren aktiviert wird, wird der zweite Elektromotor auch bestromt. Dadurch wird das Ende des Schiebewandelementes zusätzlich geschoben und verschwenkt, nämlich dadurch, dass die Vorderkante des Elementes bereits gegen die in der Flucht stehenden anderen Elemente drückt. Gleichzeitig verfährt aber aufgrund der Kinematik der in dem Element vorhandene Laufwagen, an dem die zweite Antriebseinheit mit dem zweiten Elektromotor angeflanscht ist, in Richtung auf das erste Trag- und Führungselement. Durch den Bogen der Führungsschiene hat dies zur Folge, dass das Ende des Schiebewandelementes in die Front gedrückt wird und somit die Front verschließt.

    [0015] In Ausgestaltung der Erfindung ist es auch möglich, dieses Schiebewandelement nur, wie auch die anderen Schiebewandelemente, mit einem Elektromotor auszurüsten. Dieser Eleketromotor ist an dem Trag- und Führungselement montiert, das mit dem im/am Schiebewandelement vorhandenen Laufwagen zusammenwirkt, d.h. dieses Schiebewandelement wird bei der Öffnung der Wand in den Bahnhof gezogen und bei der Schließung der Wand aus dem Bahnhof herausgedrückt. Dies ist aber nur dann möglich, wenn an dem Laufwagen mindestens ein Federelement vorhanden ist. Wird das Schiebewandelement in die Verschlussposition gefahren, so wird ab der Position, in der die Vorderkante des Schiebewandelementes gegen das bereits in der Verschlussposition stehende Schiebewandelement stößt, der Elektromotor die Kraft des Federelementes überwinden und das Schiebewandelement in die Verschlussposition bringen; dies ist aufgrund der Verschiebbarkeit des Trag- und Führungselementes auch bei stillstehendem Schiebewandelement möglich. Neben der Verschiebbarkeit durch einen Elektromotor kann diese auch durch ein Gestänge oder manuell erfolgen.

    [0016] Nachfolgend wird anhand der Zeichnungen ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes näher beschrieben. Es zeigen:
    Figur 1:
    abgestellte Schiebewandelemente einer offenen Schiebewand
    Figur 2:
    Einschwenkvorgang des letzten Schiebewandelementes in die Schließposition
    Figur 3:
    eine Antriebseinheit eines Schiebewandelementes
    Figur 4:
    Aufhängung und Anbindung eines Schiebewandelementes
    Figur 5:
    Verlauf der Führungsschienen


    [0017] Wie an sich bekannt, wurden die im vorliegenden Beispiel insgesamt neun Schiebewandelemente 2, 4 bei offener Schiebewand gemäß Figur 1 in einem Bahnhof geparkt. Ein dabei am Ende einer Führungsschiene 1, die im Bahnhofsbereich zweigeteilt ist, angeordnetes Schiebewandelement 2, ist das für die Erfindung wesentliche, weil es das als jeweils letztes in die Schließposition der Schiebewand gelangende Schiebewandelement 2 ist. Im Bereich der zu verschließenden Raumöffnung, die sich beispielsweise zwischen zwei Raumwänden befindet, von denen eine Raumwand 3 zu sehen ist, ist die Führungsschiene 1 am Ende der Front in einem Bogen 21 um 90° herumgeführt und geht anschließend in einer annähernd parallelen Anordnung 22 zum Raumwand 3 weiter. So ist das Einschwenken des Schiebewandelementes 2 in die Schließposition möglich.

    [0018] Der gesamte Verlauf der Führungsschienen ist der Figur 5 zu entnehmen. Um die Schiebewandelemente 4 in ihrer Anzahl in den Bahnhof zu verfahren, ist ein Abzweig 17 von der geraden oder auch gebogenen Führungsschiene 1 vorhanden. An den Abzweig 17 schließt sich eine Bahnhofseinfahrt 18 mit anschließendem Bogen 19 und gerader Führungsschiene 20 an.

    [0019] Es sei hier eingefügt, dass die Schiebewandelemente 2, 4 neben der Führung an der Raumdecke 3 auch am Raumboden geführt sein können. Die deckenseitige Führungsschiene 1 ist jedoch aufwendiger, da die Schiebewandelemente 2, 4 an dieser aufgehängt sind und sich hier auch der Antrieb bei motorisch verfahrbaren Elementen befindet.

    [0020] Die Schiebewandelemente 4 sind an mindestens zwei Trag- und Führungselementen 5 aufgehängt, wobei an mindestens einem Trag- und Führungselement eine Antriebseinheit vorhanden ist. Das Schiebewandelement 2 weist neben dem Trag- und Führungselement 5 ein weiteres Tragund Führungselement 6 auf. An dem Trag- und Führungselement 5 befindet sich eine nicht dargestellte Antriebseinheit, welche dazu bestimmt ist, die Schiebewandelemente 2, 4 in bekannter Weise in die Raumöffnung zu befördern. Das zweite, in Schließrichtung hintere Trag- und Führungselement 6 weist eine zweite zusätzliche Antriebseinheit auf, d.h. das Schiebewandelement 2 ist immer mit zwei Antriebseinheiten versehen.

    [0021] Die Führungsschiene 1 ist gemäß dem vorliegenden Beispiel im wesentlichen C-förmig und über eine Deckenbefestigung 28 an der Raumdecke befestigt. An ihr ist das obere Ende des Schiebewandelementes 2 mittels der jeweiligen Trag- und Führungselemente 5, 6 gelagert, die mindestens eine Tragrolle 7 und Führungsrolle 23 aufweisen. Der Antrieb für die Antriebseinheit wird von einem vorzugsweise als Gleichstrommotor ausgebildeten Elektromotor geleistet. An dessen Antriebsachse ist ein Antriebsritzel 8 vorgesehen, das in einen an der Führungsschiene 1 ortsfest angeordneten Zahnriemen 9 einzugreifen bestimmt ist. Der Zahnriemen 9 erstreckt sich über die Länge der Führungsschienen. Durch Drehung des Antriebsritzels 8 sind daher die Trag- und Führungselemente 5, 6 entlang der Führungsschienen 1, 17, 18, 19, 20, 21, 22 verfahrbar. Die Stromversorgung und Ansteuerung der Antriebsmotoren erfolgt über eine parallel zu den Führungsschienen verlaufenden, nicht dargestellten Stromschiene mittels Stromabnehmern.

    [0022] Insbesondere das zweite Trag- und Führungselement 6 ist derart ausgebildet, dass dies nicht nur entlang der Führungsschiene 1, sondern darüber hinaus, wenn auch in einem begrenzten Bereich, in einer Führungsrinne 10, die sich innerhalb eines Abschlussprofiles 26 befindet, entlang der Oberkante des Schiebewandelementes 2 bewegbar ist. Hierzu ist das Trag- und Führungselement 6 mit mindestens einer in der Führungsrinne 10 verfahrbaren Rolle 11 versehen. Im vorliegenden Beispiel sind insgesamt acht Rollen 11 vorgesehen, wobei die Führungsrinne 10 so geformt ist dass das Schiebewandelement 2 hängend gelagert ist. Zu diesem Zweck weist die Führungsrinne 10 zwei seitliche, sich über ihre Längsrichtung erstreckende Vertiefungen 12 auf, in denen die Rollen 11 verfahrbar sind. Der Laufwagen 13 der Rollen 11 ist derart ausgebildet, dass er drehbar an einem Bolzen 14 gelagert ist, welcher seinerseits mit dem Teil des Trag- und Führungselementes 6 über eine Kontermutter 25 verbunden ist, welches die in die Führungsschienen 1, 21, 22 einzugreifen bestimmten Rollen 7 beinhaltet.

    [0023] Beim Schließen der Schiebewand werden die einzelnen Schiebewandelemente 4 nacheinander in die Schließposition verfahren. Gelangt nun - wie aus Figur 2 ersichtlich - das letzte Schiebewandelement 2 in den Bereich der zu schließenden Raumöffnung, also in den Bereich des dortigen Bogens 21 der Führungsschiene 1, geschieht folgendes: Nachdem das in Schließrichtung erste Trag- und Führungselement 5 den Führungsschienenbogen 21 passiert hat und sich auf der Geraden der Führungsschiene 1 befindet, welche die Schließposition der Schiebewand definiert, kommt das zweite, bis dahin nachgezogene Trag- und Führungselement 6 an den Bogenanfang. Durch die elektrische Steuerung wird nun der dem Antrieb des Ritzels 8 dienende Elektromotor des Trag- und Führungselementes 6 derart angesteuert, dass das Schiebewandelement 2 von hinten in die Schließrichtung geschoben wird. Das Schiebewandelement 2 steht dabei am vorangegangenen Schiebewandelement 4 mit der Vorderkante an, bzw. es wird durch entsprechende Ansteuerung des ersten Trag- und Führungselementes 5 gebremst. Das sich entlang des Bogens 21 aus der Führungsschiene 22 und anschließend in der Führungsschiene 1 vorwärts bewegende zweite Trag- und Führungselement 6 verschiebt sich dabei auch innerhalb der Führungsrinne 10 derart an der Oberkante des Schiebewandelementes 2 nach vorn, dass sich der Abstand zwischen dem Tragund Führungselement 6 und der Hinterkante des Schiebewandelementes 2 vergrößert. Hierdurch wird diese Hinterkante 15, wie durch einen Pfeil veranschaulicht, so weit heraumgeschwenkt, bis sie an einem an der Raumwand 3 befestigten Schließanschlag 16 ansteht. Nun ist das beim Schließvorgang als letztes eintreffende Schiebewandelement 2 vollständig in seine mit den übrigen Schiebewandelementen 4 fluchtende Endposition eingeschwenkt. Im Bereich des Schließanschlages 16 verbleibt kein offener Spalt mehr, der mit Klappen oder anderen Hilfsmitteln zu verschließen wäre. Der seitliche Abschiuss der Schiebewand sieht daher sowohl bei offener wie auch bei geschlossener Schiebewand optisch sehr vorteilhaft aus. Im Bereich des Schließanschlages 16 können außerdem auf einfache Weise Schließriegel vorgesehen werden, so dass die vorgeschlagene Schiebewand auch sicherheitstechnische Vorteile bietet. Es ist aber auch möglich, den Verschluss der Schiebewand durch ein vorzugsweise elektrisch lösbares Absprerren des Trag- und Führungselementes 6 zu gewährleisten.

    [0024] Die Schiebewand ist vorzugsweise so ausgebildet, dass nicht nur das Trag- und Führungselement 6, sondern zumindest das jeweils in Schließrichtung hintere Trag- und Führungselement der übrigen Schiebewandelemente 4 entlang der Oberkante des jeweiligen Schiebewandelementes verfahrbar ist. Besonders im Bahnhofbereich gemäß Figur 1 lassen sich hierdurch Vorteile beim Bewegen und beim kompakten Parken der Schiebewandelemente erzielen. Der sogenannte Bahnhof kann sich im übrigen entweder im Bereich der zu schließenden Raumöffnung befinden, so dass sich die Schiebewandelemente 2, 4 bei geöffneter Schiebewand parallel an einer der Raumwände legen oder auch abseits hinter einer Ecke oder gar in einem eigenen Raum angeordnet sind. Es versteht sich von selbst, dass analog zur beschriebenen deckenseitigen Führungsschiene der Trag- und Führungselemente auch im Bodenbereich eine Führung vorgesehen sein kann.

    [0025] Die vorbeschriebenen Schiebewandelemente 2, 4 können aus unterschiedlichsten Materialien hergestellt sein. Gerade bei Geschäftsfronten ist jedoch das Abschlussprofil 26 mit einer Glasscheibe 27 versehen.

    Bezugszeichen



    [0026] 
    1
    Führungsschiene
    2
    Schiebewandelement
    3
    Raumwand
    4
    Schiebewandelement
    5
    Trag- und Führungselement
    6
    Trag- und Führungselement
    7
    Tragrolle
    8
    Antriebsritzel
    9
    Zahnriemen
    10
    Führungsrinne
    11
    Rolle
    12
    Vertiefungen
    13
    Laufwagen
    14
    Bolzen
    15
    Hinterkante
    16
    Schließanschlag
    17
    Abzweig
    18
    Bahnhofseinfahrt
    19
    Bogen
    20
    Führungsschiene
    21
    Bogen
    22
    Führungsschiene
    23
    Führungsrollen
    24
    Aufhängung
    25
    Kontermutter
    26
    Abschlußprofil
    27
    Glasscheibe
    28
    Deckenbefestigung



    Ansprüche

    1. Schiebewand mit Führungsschiene, wobei mindestens zwei an mindestens einer ortsfest waagerecht anzuordnenden Führungsschiene (1) über Trag- und Führungselemente (5, 6) gelagerte und verfahrbare Schiebewandelemente (2, 4) aufweist, wobei mindestens das in Richtung der Schließbewegung der Schiebewand letzte Schiebewandelement (2) an Trag- und Führungselementen (5, 6) gelagert ist, von denen mindestens das in Richtung der Schließbewegung hintere Trag- und Führungselement (6) derart am Schiebewandelement (2) gelagert ist, dass es in Längsrichtung des Schiebewandelementes (2) verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschiene (1) mit einem im Endbereich anschließenden Bogen (21) und daran anschließender Führungsschiene (22) versehen ist.
     
    2. Schiebewand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das in Richtung der Schließbewegung hintere Trag- und Führungselement (6) des letzten Schiebewandelementes (2) eine eigene Antriebseinheit aufweist, wodurch beim Schließvorgang dieses letzte Schiebewandelement (2) selbsttätig in die mit den übrigen Schiebewandelementen (4) fluchtende Schließposition bewegbar ist.
     
    3. Schiebewand nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das hintere Trag- und Führungselement (6) verschiebbar in einer am Schiebewandelement (2) angeordneten Führungsrinne (10) gelagert ist.
     
    4. Schiebewand nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass das hintere Trag- und Führungselement (6) mindestens einen in der Führungsrinne (10) beweglichen Laufwagen (13) mit mindestens einer Rolle (11) aufweist.
     
    5. Schiebewand nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Laufwagen (13) mit mindestens einem Federelement versehen ist, dessen Kraft beim Schließen des Schiebewandelementes (2) manuell oder durch eine Antriebseinheit überwunden wird.
     
    6. Schiebewand nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsrinne (10) des Schiebewandelementes (2) derart ausgebildet ist, dass das Schiebewandelement (2) hängend an der in die Führungsrinne (10) hineinragenden Rolle (11) des hinteren Trag- und Führungselementes (6) gelagert ist.
     
    7. Schiebewand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das hintere Trag- und Führungselement (6) derart drehbar ausgebildet ist, dass das Schiebewandelement (2) gegenüber der Führungsschiene (1) schwenkbar ist.
     
    8. Schiebewand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trag- und Führungselemente (5) mit einer Antriebseinheit versehen sind.
     
    9. Schiebewand nach den Ansprüchen 2 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit einen Elektromotor aufweist, dessen Antriebsachse mit Mitteln versehen ist, durch das in Wirkverbindung mit einer entlang der Führungsschiene (1, 21, 22) oder annähernd parallel zu dieser angeordneten Angriffsfläche oder einem Angriffsprofil die Trag- und Führungselemente (5, 6) bzw. die Schiebewandelemente (2, 4) entlang der Führungsschienen verfahrbar sind.
     
    10. Schiebewand nach den Ansprüchen 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass an der Antriebsachse des Elektromotors ein Antriebsritzel (8) drehfest angeordnet ist, welches in ein gezahntes Angriffsprofil (9) einzugreifen bestimmt ist, das aus einem in einer entsprechenden Ausnehmung, die sich längs der Führungsschiene (1) erstreckt, angeordneten Zahnriemen besteht.
     
    11. Schiebewand nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine über Stromschienen und Stromabnehmern, die Stromzufuhr und den Betriebsablauf kontrollierende Steuerung vorhanden ist.
     


    Claims

    1. A sliding partition comprising a guide rail, and presenting at least two sliding partition elements (2, 4) mounted and movable by means of bearing and guide elements (5, 6), on at least one guide rail (1) to be stationary horizontally disposed, at least the last sliding partition element (2), as considered in the direction of the closing movement of the sliding partition, is mounted on bearing and guide elements (5, 6), of which at least the rear bearing and guide element (6), as considered in the direction of the closing movement, is mounted in such a way on the sliding partition element (2) that it is slidable in the longitudinal direction of the sliding partition element (2), characterised in that the guide rail (1) is provided with a bend (21) adjoining it in the end zone, and a thereto adjoining guide rail (22).
     
    2. A sliding partition according to claim 1, characterised in that the rear bearing and guide element (6) of the last sliding partition element (2), as considered in the direction of the closing movement, presents an own drive unit so that during the closing operation, said last sliding partition element (2) is automatically movable into the closed position in alignment with the other sliding partition elements (4).
     
    3. A sliding partition according to the claims 1 and 2, characterised in that the rear bearing and guide element (6) is mounted slidably in a guide channel (10) disposed on the sliding partition element (2).
     
    4. A sliding partition according to the claims 1 and 3, characterised in that the rear bearing and guide element (6) presents at least one carriage (13) movable in the guide channel (10) and having at least one roller (11).
     
    5. A sliding partition according to claim 4, characterised in that the carriage (13) is provided with at least one spring element, the force of which being overcome manually or by a drive unit on the closing of the sliding partition element (2).
     
    6. A sliding partition according to claim 4, characterised in that the guide channel (10) of the sliding partition element (2) is designed such that the sliding partition element (2) is mounted so as to be suspended from the roller (11) of the rear bearing and guide element (6), said roller projecting into the guide channel (10).
     
    7. A sliding partition according to claim 1, characterised in that the rear bearing and guide element (6) is designed such to be rotatable in such a manner that the sliding partition element (2) is pivotable relative to the guide rail (1).
     
    8. A sliding partition according to claim 1, characterised in that the bearing and guide elements (5) are provided with a drive unit.
     
    9. A sliding partition according to claims 2 and 8, characterised in that the drive unit comprises an electric motor, the drive shaft of which is provided with means, through which the bearing and guide elements (5, 6) respectively the sliding partition elements (2, 4) are movable along the guide rails in operative connection with an engagement surface or an engagement profile disposed along or approximately parallel to the guide rail (1, 21, 22).
     
    10. A sliding partition according to claims 8 and 9, characterised in that a drive pinion (8) is disposed on the drive shaft of the electric motor so as to rotate therewith and is intended to engage in a toothed engagement profile (9), which consists of a toothed belt disposed in a corresponding recess extending along the guide rail (1).
     
    11. A sliding partition according to one or more of the preceding claims, characterised in that a control system is provided, which, by way of current busbars and current taps, controls the current supply and the sequence of operations.
     


    Revendications

    1. Paroi coulissante comportant un rail de guidage, qui présente au moins deux éléments de paroi coulissante (2, 4) supportés et déplaçables, par l'intermédiaire d'éléments porteurs et de guidage (5, 6), sur au moins un rail de guidage (1) à monter de façon fixe et horizontale, et au moins l'élément de paroi coulissante (2), situé en dernier par rapport au sens de mouvement de fermeture de la paroi coulissante, étant monté sur des éléments porteurs et de guidage (5, 6), dont au moins celui des éléments porteurs et de guidage (6) situé en arrière, par rapport au sens de mouvement de fermeture de la paroi coulissante, est monté sur l'élément de paroi coulissante (2) de manière à être déplaçable dans le sens longitudinal de cet élément de paroi coulissante (2), caractérisée en ce que le rail de guidage (1) présente en sa zone d'extrémité une partie en arc (21) à laquelle est raccordé un rail de guidage (22).
     
    2. Paroi coulissante selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'élément porteur et de guidage (6), du dernier élément de paroi coulissante (2), situé en arrière par rapport au sens de mouvement de fermeture, présente une unité d'entraînement à part, de sorte qu'à la fermeture ce dernier élément de paroi coulissante (2) peut se déplacer automatiquement pour venir occuper une position de fermeture alignée avec les autres éléments de paroi coulissante (4).
     
    3. Paroi coulissante selon les revendications 1 et 2, caractérisée en ce que l'élément porteur et de guidage (6) situé en arrière est monté de façon coulissante dans une rainure de guidage (10) disposée sur un élément de paroi coulissante (2).
     
    4. Paroi coulissante selon les revendications 1 et 3, caractérisée en ce que l'élément porteur et de guidage (6) situé en arrière présente au moins un chariot (13) mobile dans la rainure de guidage (10) et avec au moins un galet (11).
     
    5. Paroi coulissante selon la revendication 4, caractérisée en ce que le chariot (13) est équipé avec au moins un élément élastique dont la force est dépassée lors de la fermeture de l'élément de paroi coulissante (2), effectué à la main ou par l'intermédiaire d'une unité d'entraînement.
     
    6. Paroi coulissante selon la revendication 4, caractérisée en ce que la rainure de guidage (10) de l'élément de paroi coulissante (2) est constituée de manière que l'élément de paroi coulissante (2) est monté suspendu au galet (11) de l'élément porteur et de guidage (6) situé en arrière, galet s'étendant jusque dans la rainure de guidage (10).
     
    7. Paroi coulissante selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'élément porteur et de guidage (6) situé en arrière est constitué de façon tournante de manière à permettre à l'élément de paroi coulissante (2) de pivoter par rapport au rail de guidage (1).
     
    8. Paroi coulissante selon la revendication 1, caractérisée en ce que les éléments porteurs et de guidage (5) sont équipés d'une unité d'entraînement.
     
    9. Paroi coulissante selon les revendications 2 et 8, caractérisée en ce que l'unité d'entraînement comprend un moteur électrique, dont l'arbre d'entraînement est équipé de moyens qui, en coopérant avec une portée d'engagement ou un profilé d'engagement monté le long du rail de guidage (1, 21, 22) ou à peu près parallèlement par rapport à celui-ci, peuvent déplacer les éléments de paroi coulissante (2, 4) le long des rails de guidage.
     
    10. Paroi coulissante selon les revendications 8 et 9, caractérisée en ce que sur l'arbre d'entraînement du moteur électrique est monté solidairement un pignon d'entraînement (8) destiné à venir en prise avec un profilé d'engagement (9) denté constitué par une courroie crantée logée dans un évidement correspondant pratiqué le long du rail de guidage (1).
     
    11. Paroi coulissante selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'il est prévu une commande contrôlant, par des rails de contact et des prises de courant, l'amenée du courant et le processus de fonctionnement.
     




    Zeichnung