(19)
(11) EP 0 918 033 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
07.08.2002  Patentblatt  2002/32

(21) Anmeldenummer: 98120239.3

(22) Anmeldetag:  26.10.1998
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7B65H 19/22, B65H 18/10, B65H 18/20

(54)

Wickelvorrichtung und Verfahren zum Aufwickeln von Materialbahnen

Winding device and method to take up material webs

Dispositif et procédé de bobinage pour l'enroulement de bandes de matériau


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT DE FI FR GB SE

(30) Priorität: 22.11.1997 DE 19751856

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
26.05.1999  Patentblatt  1999/21

(73) Patentinhaber: Voith Paper Patent GmbH
89522 Heidenheim (DE)

(72) Erfinder:
  • Cramer, Dirk Dipl.-Ing.
    47259 Duisburg (DE)
  • Kayser, Franz
    47608 Geldern (DE)

(74) Vertreter: Knoblauch, Andreas, Dr.-Ing. et al
Schlosserstrasse 23
60322 Frankfurt
60322 Frankfurt (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 300 220
EP-A- 0 791 549
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Wickelvorrichtung zum Aufwickeln von Materialbahnen auf Wickelrollen mit einem Wickelbett, das aus mindestens zwei Tragwalzen gebildet ist, von denen mindestens eine angetrieben ist. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Aufwickeln von Materialbahnen, die aus einer Grundbahn geschnitten werden, zu Wickelrollen.

    [0002] Die Erfindung wird im folgenden anhand einer Papierbahn als Beispiel für eine Materialbahn beschrieben. Sie ist jedoch darauf nicht beschränkt. Die gleichen Probleme ergeben sich auch bei anderen Materialbahnen, etwa Folien aus Kunststoff oder Metall, oder textilen Materialien.

    [0003] In einem der letzten Herstellungsschritte muß eine Papierbahn zu einer Wickelrolle aufgewickelt werden, bevor sie die Papierfabrik verläßt, um zum Endverbraucher, beispielsweise einer Druckerei, zu gelangen. Da die Papierbahnen vielfach mit einer größeren Breite hergestellt werden, als sie der Verbraucher später benötigt, müssen sie vor dem Verpacken noch auf die richtige Breite geschnitten werden. Hierbei entstehen dann in der Regel mehrere Materialbahnen, die auch zu mehreren Wickelrollen aufgewickelt werden müssen.

    [0004] Ein sehr einfaches Prinzip für das Aufwickeln der Wikkelrollen ist das sogenannte "Tragwalzenprinzip". Hierbei liegt die zu wickelnde Wickelrolle in einem Wickelbett, daß aus mindestens zwei Walzen gebildet ist, von denen mindestens eine angetrieben ist. Die angetriebene Walze wirkt auf den Umfang der Wickelrolle, so daß diese aufgewickelt wird. Der notwendige Anpreßdruck kann beispielsweise von einer Anpreßwalze aufgebracht werden, die die Wickelrolle zumindest zu Beginn des Wikkelvorgangs in das Wickelbett hineindrückt. Das Tragwalzenprinzip ist für viele Anwendungszwecke ausreichend. Der hierfür benötigte Tragwalzenroller hat einen relativ einfachen Aufbau und kann daher kostengünstig bereitgestellt werden.

    [0005] In der letzten Zeit hat sich eine Entwicklung zu immer breiteren Rollen ergeben. Mit zunehmender Rollenbreite steigt aber auch das Gewicht der Rolle. Das Eigengewicht hat aber einen erheblichen Einfluß auf die Wikkelhärte, weil die Gewichtskraft an der Auflagefläche den Anpreßdruck bestimmt. Die Wickelhärte sollte normalerweise von innen nach außen abnehmen. Bei einem zu hohen Rollengewicht ist der Wickelhärteverlauf aber genau umgekehrt, was zu Problemen führt. So ergeben sich gelegentlich Hülsenläufer, d.h. Papierlagen im Inneren der Wickelrolle verschieben sich axial. Gelegentlich ist auch ein Platzen der Papierbahn im Innern der Wikkelrolle zu beobachten. Diese und andere Erscheinungen führen zur beschädigten oder zumindest vorgeschädigten Wickelrollen, was naturgemäß vermieden werden soll.

    [0006] Um den Verlauf der Wickelhärte besser steuern zu können, ist man vielfach zum sogenannten "Stützwalzenprinzip" übergegangen. Hier wird die Wickelrolle zentrisch, d.h. an ihrem Wickelkern, gehalten und in der Regel auch dort angetrieben. Auf den Umfang der Rolle wirkt dann eine Andruckwalze, die auch angetrieben sein kann, mit deren Hilfe es möglich ist, den Wickelhärteverlauf zu steuern. Ein Durchbiegen der Wickelrolle, das bei größeren Rollenbreiten zu erwarten ist, weil die Rolle dann in der Mitte durchhängt, wird durch eine Abstützung von unten kompensiert. Allerdings ist ein Stützwalzenroller sehr viel aufwendiger und daher auch sehr viel kostenträchtiger. Erschwerend kommt hierbei hinzu, daß man wegen der Halterung der Wickelrollen an ihren Stirnseiten die einzelnen Wickelrollen nicht mehr axial unmittelbar aneinander anschließen lassen kann, wie das bei einem Tragwalzenroller noch möglich ist. Wickelrollen, deren Kerne auf einer gemeinsamen gedachten Achse liegen, müssen vielmehr einen axialen Abstand zueinander aufweisen, damit die am Rollenkern angreifenden Einrichtungen genügend Platz zur Verfügung haben.

    [0007] Eine Vorrichtung und ein Verfahren der eingangs genannten Art sind aus EP 0 300 220 A2 bekannt. Dort wird eine Wickelrolle zunächst in einem Wickelbett, das durch zwei Tragwalzen gebildet ist, angewickelt, bis sie eine vorbestimmte Größe erreicht hat. Danach wird sie übernommen und in einer nach dem Pope-Prinzip arbeitenden Wickelstation weitergewickelt, in der die Wickelrolle zentrisch gehalten ist und an einer Stützwalze anliegt. Die Stützwalze hat dabei einen größeren Durchmesser als die Tragwalzen.

    [0008] EP 0 791 549 A2 beschreibt ein Verfahren zum Aufwickeln einer längsgeschnittenen Materialbahn und eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens, die zwei Wickelbetten aufweist, die jeweils zwischen einer größeren mittleren Tragwalze und zwei kleineren, außenliegenden Tragwalzen gebildet sind. Die Wickelrollen können gleichzeitig zentrisch gehalten werden.

    [0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, auf kostengünstige Weise eine größere Flexibilität beim Wickeln zu ermöglichen.

    [0010] Diese Aufgabe wird bei einer Wickelvorrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß mindestens eine Tragwalze als Andruckwalze für eine Stützwalzenanordnung ausgebildet ist, bei der neben der Tragwalze außerhalb des Wickelbetts eine Rollenstützeinrichtung mit einer Kernaufnahme angeordnet ist, in der eine Wickelrolle zentrisch lagerbar ist.

    [0011] Damit verwendet man sozusagen einen Kompromiß zwischen dem oben diskutierten Tragwalzenroller und einem Stützwalzenroller. Der Tragwalzenroller mit seiner auch konstruktiv relativ einfachen Ausgestaltung kann nach wie vor verwendet werden, um eine Wickelrolle nach dem Tragwalzenprinzip zu wickeln. Für Wickelrollen, bei denen das Tragwalzenprinzip aus irgendwelchen Gründen nicht zur Anwendung kommen kann, ist neben dem Wickelbett eine nach dem Stützwalzenprinzip arbeitende Wikkeleinrichtung angeordnet, die durch die Rollenstützeinrichtung mit Kernaufnahme gebildet ist. Die benachbarte Tragwalze kann dann gleichzeitig als Andruckwalze für die Stützwalzenanordnung dienen. Man muß also den bekannten Tragwalzenroller nur mit einem relativ einfach zu realisierenden Zusatz versehen, um eine Kombination aus Tragwalzen- und Stützwalzenroller, also einen "Kombi-Roller", zu erhalten. Dieser Kombi-Roller ist eine Kombination aus einer nach dem Tragwalzenprinzip arbeitenden ersten Wickeleinrichtung, die ein Wikkelbrett aufweist, das aus mindestens zwei Tragwalzen gebildet ist, von denen eine angetrieben ist, und einer nach dem Stützwalzenprinzip arbeitenden zweiten Wikkeleinrichtung außerhalb des Wickelbetts, die eine Rollenstützeinrichtung mit einer Kernaufnahme aufweist, in der eine Wickelrolle zentrisch lagerbar ist, wobei eine Tragwalze sowohl als Tragwalze der ersten Wickeleinrichtung als auch als Andruckwalze der zweiten Wikkeleinrichtung dient. Man geht hierbei von der Annahme aus, daß von einer breiten Grundbahn vielfach mehrere Materialbahnen geschnitten werden, die unterschiedliche Breiten aufweisen. Für die schmaleren Materialbahnen würde es ausreichen, das Tragwalzenprinzip zu verwenden. Hier wäre der teure Stützwalzenroller überflüssig. Andererseits kann man für die breiten Materialbahnen dann das Stützwalzenprinzip verwenden.

    [0012] Durch eine geschickte Wahl des Schneidplanes, beispielsweise dadurch, daß man die schmalen Materialbahnen zwischen den breiten Materialbahnen angeordnet, kann man sogar dafür Sorge tragen, daß die breiten Materialbahnen alle nach dem Stützwalzenprinzip gewickelt werden, während die schmalen Materialbahnen nach dem Tragwalzenprinzip gewickelt werden.

    [0013] Selbstverständlich ist es auch möglich, die Wickelvorrichtung auch zum Umrollen zu verwenden. Hierbei hat man nur eine einzige Ausgangsbreite, so daß man hier die Stützwalzeneinrichtung verwenden kann, beispielsweise um einen definierten Verlauf der Wickelhärte zu erzielen. Hier reicht eine Wickelstation nach dem Stützwalzenprinzip aus, weil die Rollenbreite bereits festliegt.

    [0014] In einer bevorzugten Ausgestaltung weist die Kernaufnahme einen Zentrumsantrieb auf. Damit wird, wie dies von herkömmlichen Stützwalzenrollern her bekannt ist, eine noch bessere Steuerung der Wickelhärte möglich, als wenn man die Wickelrolle nur über die angetriebene Tragwalze antreibt.

    [0015] Vorzugsweise ist der Abstand der Kernaufnahme von der benachbarten Tragwalze veränderbar. Man kann damit den Abstand zwischen der Achse der Wickelrolle und dem Umfang der Tragwalze verändern, um bei einem sich verändernden Durchmesser der Wickelrolle stets den gewünschten Anpreßdruck zu erzielen.

    [0016] Vorzugsweise ist die Kernaufnahme im wesentlichen horizontal bewegbar. Sie muß dann weder die Wickelrolle anheben, wozu zusätzliche Arbeitsleistung erforderlich wäre, noch ein Absenken abbremsen, was ebenfalls zusätzliche Energien erfordert.

    [0017] Mit Vorteil liegen die Achsen von Kernaufnahme und benachbarter Tragwalze in einer horizontalen Ebene. Damit läßt sich die Tragwalze unabhängig vom Gewicht der Wikkelrolle als Andruckwalze verwenden. Das Gewicht muß nicht kompensiert werden, wie es beispielsweise der Fall wäre, wenn sich die entsprechende Tragwalze etwas unterhalb der Wickelrolle befände.

    [0018] Mit Vorteil weist die Rollenstützeinrichtung eine Entlastungseinrichtung auf, die von unten an den Umfang der Wickelrolle anlegbar ist. Damit kann man, wie dies bei Stützwalzenrollern bekannt ist, ein Durchhängen oder Durchbiegen der Wickelrolle vermeiden, was ansonsten zu unzulässigen und vor allem über die axiale Länge der Wickelrolle ungleichmäßigen Bahnspannungen führen könnte.

    [0019] Vorzugsweise ist die Entlastungseinrichtung als Rollenteppich ausgebildet. Hierbei liegt die Wickelrolle auf einer Vielzahl von Rollen oder Rädern an, die sich über einen vorbestimmten Winkelbereich in Umfangsrichtung erstrecken. Der Winkelbereich kann hierbei veränderlich sein. Bei einem größeren Rollendurchmesser taucht die Wickelrolle tiefer in den Rollenteppich ein, so daß sich hier mehrere Auflagepunkte ergeben, auf die sich das Rollengewicht besser verteilt. Hierdurch können die Anpreßdrücke, die von der Entlastungseinrichtung hervorgerufen werden, relativ gut kontrolliert und in niedrigen Grenzen gehalten werden.

    [0020] Mit Vorteil weist die Rollenstützeinrichtung mindestens ein Paar von Lagerböcken auf, die parallel zu den Tragwalzen verschiebbar angeordnet sind. Damit kann man unterschiedliche Breiten der Wickelrollen einstellen. Die axiale Verschiebung der Lagerböcke läßt sich leicht realisieren.

    [0021] Mit Vorteil ist die Kernaufnahme auf den Böcken im wesentlichen senkrecht zu den Tragwalzen bewegbar. Man entkoppelt hierbei die Einstellmöglichkeit in Axialrichtung von der Nachführung der Position der Kernaufnahme, die aufgrund des sich verändernden Durchmessers der Wickelrolle nötig ist.

    [0022] Bevorzugterweise ist die Materialbahn unter den Tragwalzen hindurchgeführt und umschließt die der Rollenstützeinrichtung zugewandte Tragwalze von außen. Damit wird der Verlauf der Materialbahn für das Wickeln nach dem Tragwalzenprinzip und das Wickeln nach dem Stützwalzenprinzip weitgehend gleich gehalten. Erst nachdem die Materialbahn um die entsprechende Tragwalze herumgeführt worden ist, ändert sich der Verlauf für beide Wickelprinzipien. Dies ist insbesondere dann günstig, wenn gleichzeitig mindestens eine Wickelrolle nach dem Tragwalzenprinzip und mindestens eine Wickelrolle nach dem Stützwalzenprinzip gewickelt wird.

    [0023] Hierbei ist besonders bevorzugt, daß im Wickelbett eine pneumatisch wirkende Entlastungseinrichtung angeordnet ist. Die pneumatisch wirkende Entlastungseinrichtung erzeugt ein Luftkissen, das zur Unterstützung der nach dem Tragwalzenprinzip gewickelten Wickelrolle dient. Da das Luftkissen nur auf die Außenseite der Wickelrolle gerichtet ist, wird die Luft nicht mit in die Rolle eingewickelt, was der Fall wäre, wenn die Materialbahn zwischen den Tragwalzen in das Wickelbett eingeführt werden würde. Man kann daher auch Papiere, die wenig oder keine Luft entweichen lassen, weil entweder durch eine vorgelagerte Satinage oder durch eine Beschichtung die Poren des Papiers verschlossen wurden, eine Luftunterstützung vorsehen, bei der die Druckluft nur auf die Außenfläche der Rolle wirkt.

    [0024] Die Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß gleichzeitig mindestens eine Wickelrolle nach dem Tragwalzenprinzip, bei dem die Wickelrolle in einem durch zwei Tragwalzen gebildeten Wickelbett liegt, und mindestens eine andere Wikkelrolle nach dem Stützwalzenprinzip gewickelt wird, bei dem die Wickelrolle zentrisch gehalten wird und an einer Stützwalze anliegt, die durch eine der Tragwalzen gebildet wird.

    [0025] Wie oben ausgeführt, kommt man dann mit einem relativ preisgünstig ausgestalten Tragwalzenroller aus, der lediglich eine Zusatzeinrichtung benötigt, um das Wickeln nach dem Stützwalzenprinzip zu ermöglichen. Die Kosten für die Gesamtanordnung liegen dann zwischen den Kosten für eine Vorrichtung, die nach dem Tragwalzenprinzip arbeitet, und einer Vorrichtung, die nach dem Stützwalzenprinzip arbeitet. Gleichwohl hat man mehr Möglichkeiten zum Wickeln.

    [0026] Hierbei ist besonders bevorzugt, daß Materialbahnen mit mindestens zwei unterschiedlichen Breiten geschnitten werden. Man kann dann in Abhängigkeit der Breite der jeweiligen Materialbahnen das geeignete Wickelprinzip wählen.

    [0027] Dabei wird bevorzugterweise die breiteste Wickelrolle nach dem Stützwalzenprinzip gewickelt. Die schmalste Wickelrolle wird nach dem Tragwalzenprinzip gewickelt. In Abhängigkeit von den jeweiligen Rollengewichten kann man dann Einfluß auf den gewünschten Verlauf der Wikkelhärte nehmen.

    [0028] Die Erfindung wird im folgenden anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung näher beschrieben. Darin zeigen:
    Fig. 1
    ein schematische Seitenansicht einer Wickelvorrichtung,
    Fig. 2
    eine einer Wickelvorrichtung nach dem Tragwalzenprinzip und
    Fig. 3
    eine Seitenansicht einer kombinierten Wickelvorrichtung.


    [0029] Eine Wickelvorrichtung 1 dient zum Aufwickeln von Materialbahnen 2 auf Wickelrollen 3, 4. Die Materialbahnen 2 werden hierbei aus einer Grundbahn 5 geschnitten, die von einer Jumbo- oder Mutterrolle 6 abgewickelt wird. Zum Schneiden dient eine Schneideinrichtung 7, die die Grundbahn 5 in Längsrichtung schneidet. Die Jumborolle 6 ist hierbei von einer Stützeinrichtung 8 unterstützt, die aus einer Vielzahl von Rollen 9 besteht, die von unten auf die Jumborolle 6 wirken.

    [0030] Die Wickelvorrichtung weist nun zwei verschiedene Aufwickelmöglichkeiten auf, in denen die Wickelrollen 3, 4 gleichzeitig, aber nach unterschiedlichen Prinzipien gewickelt werden können.

    [0031] Zunächst ist ein Wickelbett 10 durch zwei Tragwalzen 11, 12 gebildet. In dem Wickelbett 10 liegt die Wickelrolle 3, die beiden Tragwalze 11, 12 sind angetrieben. Sie wirken dabei auf den Umfang der Wickelrolle 3 und treiben diese ebenfalls an. Die entsprechenden Drehrichtungen der Wickelrolle 3 und der Tragwalzen 11, 12 sind durch Pfeile gekennzeichnet.

    [0032] Im Wickelbett 10 ist zwischen den beiden Tragwalzen 11, 12 ein Blaskasten 13 als pneumatisch wirkende Entlastungseinrichtung angeordnet. Der Blaskasten 13 erzeugt ein Druckluftpolster, das einen Teil der Gewichtskraft der Wickelrolle aufnimmt.

    [0033] Seitlich neben der rechten Tragwalze 12 und außerhalb des Wickelbetts 10, d.h. auf der Seite einer vertikalen Ebene durch die Achse der Tragwalze 12, auf der sich nicht das Wickelbett 10 befindet, ist eine Rollenstützeinrichtung 14 angeordnet, die eine angetriebene Kernaufnahme 15 aufweist, in der die andere Wickelrolle 4 zentrisch lagerbar ist. Mit der angetriebenen Kernaufnahme 15 wird die Wickelrolle 4 gedreht. Die Tragwalze 12 dient hierbei als Andruckwalze. Die Kernaufnahme 15 ist in Richtung eines Doppelpfeiles 16 horizontal verschiebbar, wobei die Achse der angetrieben Kernaufnahme 15 und die Achse der Tragwalze 12 in der gleichen horizontalen Ebene liegen.

    [0034] Selbstverständlich kann auch neben der Tragwalze 11 oder sogar auf beiden Seiten des Wickelbetts 10 eine Rollenstützeinrichtung 14 angeordnet sein.

    [0035] Auch für die Wickelrolle 4 ist eine Entlastungseinrichtung 17 vorgesehen, die ebenfalls eine Vielzahl von Rollen 18 aufweist, die an den Umfang der Wickelrolle 4 von unten anlegbar sind.

    [0036] Mit der dargestellten Wickelvorrichtung 1 lassen sich nun einerseits Wickelrollen nach dem Tragwalzenprinzip wickeln. Hier wird man bevorzugterweise Wickelrollen mit einer geringeren Breite wickeln. Es lassen sich aber auch andererseits Wickelrollen nach dem Stützwalzenprinzip wickeln. Hier wird man bevorzugterweise Wikkelrollen mit einer größeren Breite, d.h. Wickelrollen mit einer größeren axialen Länge, wickeln. Wenn man nun den Schneidplan entsprechend gestaltet, dann kann man beispielsweise breitere und schmalere Materialbahnen aus der gleichen Grundbahn schneiden, wobei dann die schmaleren Materialbahnen nach dem Tragwalzenprinzip zu Wickelrollen 3 gewickelt werden. Die schmaleren Materialbahnen sind dann zwischen den breiteren Materialbahnen angeordnet, so daß genügend Platz vorhanden ist, um auch mehrere Wickelrollen 4 nach dem Stützwalzenprinzip zu wickeln. Hierfür ist es notwendig, daß die Kernaufnahmen an die Stirnseiten der Wickelrollen 4 gelangen können.

    [0037] Ist hingegen lediglich ein Umrollen erforderlich, bei dem zum einen nur eine Wickelrolle gewickelt werden muß und zum anderen die Breite dieser Wickelrolle feststeht, dann kann man diese Wickelrolle 4 nach dem Stützwalzenprinzip wickeln, wodurch es möglich ist, den Verlauf der Wickelhärte über den Durchmesser der Wikkelrolle 4 relativ gut zu steuern.

    [0038] Aufgrund des Verlaufs der Materialbahn 2, die unter den Tragwalzen hindurchgeführt ist und die Tragwalze 12 zumindest teilweise umschlingt, ist sichergestellt, daß die Wickelrollen 3, 4 sowohl nach dem Tragwalzenprinzip als auch nach dem Stützwalzenprinzip synchron gewickelt werden können. Es bereitet daher keine Schwierigkeiten, Materialbahnen auch dann nach unterschiedlichen Prinzipien zu wickeln, wenn sie aus der gleichen Grundbahn stammen. Der Verlauf der Materialbahn 2 wird nämlich für beide Prinzipien bis fast zum Schluß gleich gehalten. Lediglich für die Wickelrollen 3 ist der Weg etwas länger, weil die Materialbahn 2 noch ein wenig weiter um die Tragwalze 12 herum geführt werden muß.

    [0039] Die Ausgestaltung hat darüber hinaus den Vorteil, daß der Blaskasten 13 nur auf die Außenseite der Wickelrolle 3 wirken kann. Es besteht also nicht die Gefahr, daß Luft zwischen einzelne Wickellagen hineingeblasen wird, was insbesondere dann Probleme bereitet, wenn die Materialbahn 2 an sich nur schlecht oder gar nicht luftdurchlässig ist.

    [0040] Die Fig. 2 und 3 zeigen konstruktiv nähere Einzelheiten. Durch einen Vergleich der Fig. 2 und 3 läßt sich erkennen, daß nur relativ wenige zusätzlich Maßnahmen notwendig sind, um von einem herkömmlichen Tragwalzenwickler zu der erfindungsgemäßen Wickelvorrichtung zu gelangen.

    [0041] Gleiche Teile wie in Fig. 1 sind in Fig. 2 und 3 mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

    [0042] Fig. 2 zeigt eine Wickelvorrichtung, die ausschließlich nach dem Tragwalzenprinzip arbeitet. Die Wickelrolle 3 ist nahezu fertig gewickelt und hat deswegen bereits einen relativ großen Durchmesser erreicht.

    [0043] Fig. 3 zeigt nun die Wickelrolle 4, die seitlich neben der Tragwalze 12 und außerhalb des Wickelbetts 10 angeordnet ist. Es ist erkennbar, daß die angetriebene Kernaufnahme 15 auf einem Bock 19 angeordnet ist. Der Bock 19 ist parallel zur Tragwalze 12 verschiebbar. Selbstverständlich sind für beide Stirnseiten der Wikkelrolle 4 derartige Böcke 19 vorgesehen.

    [0044] Die Kernaufnahme 15 ist auf dem Bock 19 in Richtung des Doppelpfeiles 16 bewegbar. Man kann also die Einstellbewegung des Bockes 19 in Axialrichtung von der Bewegung in Richtung des Doppelpfeiles 16 während des Wikkelns entkoppeln.

    [0045] Zusätzlich sind Andruckrollen 20, 21 zwischen den Bökken 19 eines Paares vorgesehen. Da diese aber nur zu Beginn des Wickelvorganges in Aktion treten, um die Materialbahn 2 mit dem nötigen Druck gegen den Kern 22 zu halten, sind diese beiden Andruckrollen 20, 21 gestrichelt dargestellt und "im Innern" der Wickelrolle 4 angeordnet. Sie können bei forgeschrittenem Wickelvorgang weggeschwenkt werden. In diesem Fall wird der Verlauf der Wickelhärte nur durch das Zusammenwirken der Tragwalze 12, die hier als Andruckwalze wirkt, und der Kernaufnahme 15 bestimmt.

    [0046] Um die Wickelrolle 3 auch am Beginn des Wickelvorganges mit dem notwendigen Anpreßdruck wickeln zu können, d.h. eine hohe Wickelhärte erzeugen zu können, ist ein Hebel 23 durch einen Zylinder 24 belastbar. Am vorderen Ende des Hebels 23 befindet sich eine Andruckrolle 25, die zu Beginn des Wickels der Wickelrolle 3 diese in das Wickelbett 10 gegen die Tragwalzen 11, 12 drückt.

    [0047] Mit der dargestellten Wickelvorrichtung 1 sind nun mehrere Betriebsweisen möglich. Zum einen ist es beispielsweise beim Umrollen möglich, ausschließlich nach dem Stützwalzenprinzip zu wickeln. Bei einfach ausgestalteten Papieren und anderen Materialbahnen ist es möglich, ausschließlich nach dem Tragwalzenprinzip zu wickeln (Wickelrolle 3).

    [0048] Der besondere Vorteil ergibt sich aber dann, wenn man gleichzeitig Wickelrollen 3 nach dem Tragwalzenprinzip und Wickelrollen 4 nach dem Stützwalzenprinzip wickeln kann, weil man dann schmale Wickelrollen 3 zwischen breiten Wickelrollen 4 anordnen kann, wobei die schmalen und damit leichten Wickelrollen 3 nach dem Tragwalzenprinzip gewickelt werden, während die breiten und damit schweren Wickelrollen 4 nach dem Stützwalzenprinzip gewickelt werden.

    [0049] Da die Wickelrollen 3 es erlauben, zwischen den breiten Wickelrollen 4 ein axialen Abstand zu schaffen, kann man hier die benötigten Kernaufnahmen einfahren.


    Ansprüche

    1. Wickelvorrichtung zum Aufwickeln von Materialbahnen auf Wickelrollen mit einem Wickelbett (10), das aus mindestens zwei Tragwalzen (11, 12) gebildet ist, von denen mindestens eine angetrieben ist, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Tragwalze (12) als Andruckwalze für eine Stützwalzenanordnung ausgebildet ist, bei der neben der Tragwalze (12) außerhalb des Wickelbetts (10) eine Rollenstützeinrichtung (14) mit einer Kernaufnahme (15) angeordnet ist, und nach dem Stützwalzenprinzip gewickelt wird in der eine weitere Wickelrolle (4) zentrisch lagerbar ist und an einer Stützwalze anliegt, die durch eine der Tragwalzen (11,12) gebildet wird.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kernaufnahme (15) einen Zentrumsantrieb aufweist.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Kernaufnahme (15) von der benachbarten Tragwalze (12) veränderbar ist.
     
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kernaufnahme (15) im wesentlichen horizontal bewegbar ist.
     
    5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsen von Kernaufnahme (15) und benachbarter Tragwalze (12) in einer horizontalen Ebene liegen.
     
    6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, die Rollenstützeinrichtung (14) eine Entlastungseinrichtung (17) aufweist, die von unten an den Umfang der Wickelrolle (4) anlegbar ist.
     
    7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Entlastungseinrichtung (17) als Rollenteppich ausgebildet ist.
     
    8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollenstützeinrichtung (14) mindestens ein Paar von Lagerböcken (19) aufweist, die parallel zu den Tragwalzen verschiebbar angeordnet sind.
     
    9. Vorrichtung nach Anspruch 8 dadurch gekennzeichnet, daß die Kernaufnahme (15) auf den Böcken (19) im wesentlichen senkrecht zu den Tragwalzen bewegbar ist.
     
    10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Materialbahn (2) unter den Tragwalzen (11, 12) hindurchgeführt ist und die der Rollenstützeinrichtung (14) zugewandte Tragwalze (12) von außen umschließt.
     
    11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß im Wickelbett (10) eine pneumatisch wirkende Entlastungseinrichtung (13) angeordnet ist.
     
    12. Verfahren zum Aufwickeln von Materialbahnen (2), die aus einer Grundbahn (5) geschnitten werden, zu Wickelrollen (3, 4), dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig mindestens eine Wickelrolle (3) nach dem Tragwalzenprinzip, bei dem die Wickelrolle (3) in einem durch zwei Tragwalzen (11, 12) gebildeten Wickelbett (10) liegt, und mindestens eine andere Wickelrolle (4) nach dem Stützwalzenprinzip gewikkelt wird, bei dem die Wickelrolle (4) zentrisch gehalten wird und an einer Stützwalze anliegt, die durch eine der Tragwalzen (12) gebildet wird.
     
    13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß Materialbahnen (2) mit mindestens zwei unterschiedlichen Breiten geschnitten werden.
     
    14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die breiteste Wickelrolle (4) nach dem Stützwalzenprinzip gewickelt wird.
     
    15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die schmalste Wickelrolle (3) nach dem Tragwalzenprinzip gewickelt wird.
     


    Claims

    1. Winding device for winding material webs onto wound rolls, having a winding bed (10) which is formed from at least two carrier rolls (11, 12), of which at least one is driven, characterized in that at least one carrier roll (12) is designed as a pressure roll for a supporting roll arrangement in which, beside the carrier roll (12) and outside the winding bed (10) there is arranged a roll supporting device (14) having a core holder (15), and winding is carried out on the supporting roll principle, in which a further wound roll (4) can be mounted centrally and rests on a supporting roll which is formed by one of the carrier rolls (11, 12).
     
    2. Device according to Claim 1, characterized in that the core holder (15) has a centre drive.
     
    3. Device according to Claim 1 or 2, characterized in that the distance of the core holder (15) from the adjacent carrier roll (12) can be varied.
     
    4. Device according to Claim 3, characterized in that the core holder (15) can be moved substantially horizontally.
     
    5. Device according to Claim 4, characterized in that the axes of core holder (15) and adjacent carrier roll (12) lie in a horizontal plane.
     
    6. Device according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the roll supporting device (14) has a load relieving device (17) which can be placed from below against the circumference of the wound roll (4).
     
    7. Device according to Claim 6, characterized in that the load relieving device (17) is designed as a roller carpet.
     
    8. Device according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the roll supporting device (14) has at least one pair of bearing blocks (19), which are arranged such that they can be displaced parallel to the carrier rolls.
     
    9. Device according to Claim 8, characterized in that the core holder (15) can be moved on the blocks (19) substantially perpendicular to the carrier rolls.
     
    10. Device according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the material web (2) is guided through under the carrier rolls (11, 12) and wraps from the outside around the carrier roll (12) facing the roll supporting device (14).
     
    11. Device according to Claim 10, characterized in that a pneumatically acting load relieving device (13) is arranged in the winding bed (10).
     
    12. Process of winding material webs (2) which are cut from a primary web (5) to form wound rolls (3, 4), characterized in that at the same time, at least one wound roll (3) is formed on the carrier roll principle, in which the wound roll (3) lies in a winding bed (10) formed by two carrier rolls (11, 12), and at least one other wound roll (4) is wound on the supporting roll principle, in which the wound roll (4) is held centrally and rests on a supporting roll, which is formed by one of the carrier rolls (12).
     
    13. Process according to Claim 12, characterized in that material webs (2) of at least two different widths are cut.
     
    14. Process according to Claim 13, characterized in that the widest wound roll (4) is wound on the supporting roll principle.
     
    15. Process according to Claim 13 or 14, characterized in that the narrowest wound roll (3) is wound on the carrier roll principle.
     


    Revendications

    1. Dispositif de bobinage pour l'enroulement de bandes de matériau sur des rouleaux de bobinage, comprenant un lit de bobinage (10), qui est formé par au moins deux cylindres porteurs (11, 12) dont au moins un est entraîné, caractérisé en ce qu'au moins un cylindre porteur (12) est réalisé en tant que cylindre presseur pour un agencement de cylindres de support, dans lequel un dispositif de support de rouleaux (14) comprenant un logement de noyau (15) est disposé à côté du cylindre porteur (12) en dehors du lit de bobinage (10) et est enroulé selon le principe des cylindres de support, un rouleau de bobinage supplémentaire (4) pouvant être monté de manière centrale dans ce dispositif de support de rouleaux et reposant contre un cylindre de support qui est formé par l'un des cylindres porteurs (11, 12).
     
    2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le logement de noyau (15) présente un entraînement central.
     
    3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la distance du logement de noyau (15) au cylindre porteur voisin (12) est variable.
     
    4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que le logement de noyau (15) est déplaçable essentiellement horizontalement.
     
    5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que les axes du logement de noyau (15) et du cylindre porteur voisin (12) se trouvent dans un plan horizontal.
     
    6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le dispositif de support de rouleaux (14) présente un dispositif d'allègement (17) qui peut être appliqué par le dessous sur la périphérie du rouleau de bobinage (4).
     
    7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que le dispositif d'allègement (17) est réalisé en tant que tapis de rouleaux.
     
    8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le dispositif de support de rouleaux (14) présente au moins une paire de paliers de support (19) qui sont disposés de manière déplaçable parallèlement aux cylindres porteurs.
     
    9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que le logement de noyau (15) est déplaçable sur les paliers (19) essentiellement perpendiculairement aux cylindres porteurs.
     
    10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que la bande de matériau (2) est guidée sous les cylindres porteurs (11, 12) et entoure de l'extérieur le cylindre porteur (12) tourné vers le dispositif de support de rouleaux (14).
     
    11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'un dispositif d'allégement (13) pneumatique est disposé dans le lit de bobinage (10).
     
    12. Procédé pour l'enroulement de bandes de matériau (2) qui sont découpées à partir d'une bande de base (5), pour former des rouleaux de bobinage (3, 4), caractérisé en ce que simultanément, au moins un rouleau de bobinage (3) est enroulé selon le principe des cylindres porteurs, dans lequel le rouleau de bobinage (3) se trouve dans un lit de bobinage (10) formé par deux cylindres porteurs (11, 12), et au moins un autre rouleau de bobinage (4) est enroulé selon le principe des cylindres de support, dans lequel le rouleau de bobinage (4) est maintenu centralement et s'applique contre un cylindre de support qui est formé par l'un des cylindres porteurs (12).
     
    13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que des bandes de matériau (2) sont découpées avec au moins deux largeurs différentes.
     
    14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que le rouleau de bobinage le plus large (4) est enroulé selon le principe des cylindres de support.
     
    15. Procédé selon la revendication 13 ou 14, caractérisé en ce que le rouleau de bobinage le plus étroit (3) est enroulé selon le principe des cylindres porteurs.
     




    Zeichnung