| (19) |
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(11) |
EP 1 131 558 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.08.2002 Patentblatt 2002/32 |
| (22) |
Anmeldetag: 26.10.1999 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9908/082 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 0028/212 (18.05.2000 Gazette 2000/20) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUM FÖRDERN FEUCHTER GASE MITTELS EINER FÖRDEREINRICHTUNG SOWIE FÖRDEREINRICHTUNG
ZUM DURCHFÜHREN DIESES VERFAHRENS
METHOD FOR CONVEYING DAMP GASES BY MEANS OF A CONVEYOR DEVICE AND CONVEYOR DEVICE
FOR CARRYING OUT SAID METHOD
PROCEDE POUR ACHEMINER DES GAZ HUMIDES A L'AIDE D'UN DISPOSITIF DE TRANSPORT ET DISPOSITIF
DE TRANSPORT APPROPRIE POUR METTRE LEDIT PROCEDE EN OEUVRE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
| (30) |
Priorität: |
10.11.1998 DE 19851680
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.09.2001 Patentblatt 2001/37 |
| (73) |
Patentinhaber: KNF Neuberger GmbH |
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D-79112 Freiburg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- HAUSER, Erwin
D-79312 Emmendingen (DE)
- RIEDLINGER, Heinz
D-79098 Freiburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Patent- und Rechtsanwaltssozietät,
Maucher, Börjes & Kollegen |
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Dreikönigstrasse 13 79102 Freiburg i. Br. 79102 Freiburg i. Br. (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-96/41106 DE-U- 29 618 911
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DE-U- 29 514 009
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 007, no. 092 (M-208), 16. April 1983 (1983-04-16) &
JP 58 015777 A (TOKYO SHIBAURA DENKI KK), 29. Januar 1983 (1983-01-29)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Fördern feuchter Gase mittels einer Fördereinrichtung,
die zumindest eine Förderpumpe mit einem in einem Förderraum oszillierenden Verdränger
aufweist. Die Erfindung befaßt sich auch mit einer Fördereinrichtung, insbesondere
zur Durchführung des eingangs erwähnten Verfahrens, mit zumindest einer Förderpumpe,
die einen in einem Förderraum oszillierenden Verdränger aufweist und deren Förderraum
einen Einlaß mit zumindest einem Saugventil und einen Auslaß mit wenigstens einem
Auslaßventil hat, wobei mindestens eine Förderpumpe der Fördereinrichtung eine Belüftungseinrichtung
mit einem Belüftungskanal hat, der im Bereich des Förderraums mündet und wobei in
dem Belüftungskanal ein Belüftungsventil zwischengeschaltet ist, das bedarfsweise
und unabhängig von der Hubstellung des Verdrängers betätigbar ist.
[0002] Aus der DE 296 18 911 U1 kennt man bereits eine Fördereinrichtung der eingangs erwähnten
Art mit einer Membranpumpe, welche Fördereinrichtung insbesondere zur Evakuierung
der für die Fertigstellung von Zahnersatz oder Zahnteilersatz benötigten Brennöfen
dient. Um ein problemloses Anlaufen dieser Fördereinrichtung auch bei bereits erzeugtem
Unterdruck zu ermöglichen, weist die vorbekannte Fördereinrichtung ein Belüftungsventil
für den Pumpenarbeitsraum der Membranpumpe auf. Dieses Belüftungsventil ist in Strömungsrichtung
gesehen hinter dem Einlaßventil an den Pumpenarbeitsraum angeschlossen, so daß die
Ansaugleitung der Membranpumpe vom Belüftungsventil freigehalten werden und das Belüftungsventil
keinen Einfluß auf den Durchtrittsquerschnitt für das abgepumpte Medium haben kann.
[0003] Das Belüftungsventil in der aus DE 296 18 911 U1 vorbekannten Fördereinrichtung ist
allein dazu vorgesehen, auf kostengünstige Weise ein problemfreies Anlaufen der Pumpenanordnung
auch bei bereits bestehendem Unterdruck in der Ansaugleitung und zugleich eine hohe
Pumpleistung bei niedrigen Kosten zu gewährleisten. Die aus der DE 296 18 911 U1 vorbekannte
Fördereinrichtung ist jedoch weder geeignet noch dazu bestimmt, feuchte Gase zu fördern,
wie sie beispielsweise während des Betriebes eines Autoklaven anfallen.
[0004] Medizinische Instrumente und andere medizinische Gebrauchsgegenstände werden nämlich
in Autoklaven sterilisiert, die eine luftdicht verschließbare Sterilisationskammer
aufweisen. Dabei werden die in der Sterilisationskammer befindlichen Instrumente vor
dem Sterilisierungsvorgang zunächst einem sogenannten fraktionierten Vorvakuum ausgesetzt,
bei dem durch wiederholtes Evakuieren der Luft im Wechsel mit dem periodischen Einströmen
von Dampf eine besonders gute Luftentfernung auch aus englumigen Instrumenten erreicht
wird. Während des Sterilisationsvorganges werden die Instrumente in der Sterilisationskammer
unter Überdruck heißem Wasserdampf ausgesetzt. Um die Instrumente nach dem Sterilisieren
rasch und rückstandslos zu trocknen, wird in der Sterilisationskammer anschließend
wiederum ein sogenanntes Nachvakuum erzeugt, welches die Trocknungszeit des Sterilisiergutes
verkürzen und den Trocknungsvorgang opitimieren soll.
[0005] Zum Evakuieren ist die Sterilisationskammer solch vorbekannter Dampfsterilisationsvorrichtungen
an eine Fördereinrichtung angeschlossen, die eine Vakuumpumpe aufweist. Wegen der
Beaufschlagung der Vakuumpumpe mit Wasserdampf werden bislang nur Wasserringpumpen
oder Membranpumpen verwendet. Wegen der Baugröße und der Nachteile einer Wasserringpumpe
kommen in den beispielsweise für die Arztpraxis vorgesehenen kleineren Dampfsterilisationsvorrichtungen
meist nur Membranpumpen in Frage.
[0006] Bei der Verwendung herkömmlicher Membran-Gaspumpen besteht jedoch die Gefahr, daß
die beim Fördern feuchter Gase auftretenden Flüssigkeitströpfchen zum Verkleben der
Gasventile und somit zur Unterbrechung des Evakuierungsprozesses führen können. Darüber
hinaus können die beim Ausbohren der Strömungskanäle im Abschlußdeckel des Pumpenkopfes
kaum zu vermeidenden Taschen ebenfalls zu einer Ansammlung von Flüssigkeit führen,
wodurch die weitere Evakuierung noch zusätzlich erschwert wird.
[0007] Um ein Verdampfen der Wassertröpfchen zu erreichen und um einen möglichst störungsfreien
Betrieb der vorbekannten Fördereinrichtungen zu gewährleisten, werden die Pumpenköpfe
speziell der in Dampfsterilisationsvorrichtungen verwendeten Membranpumpen auf ca.
100°C aufgeheizt. Mit der Verdampfung der im Fördergas enthaltenen Flüssigkeit ist
jedoch eine erhebliche Volumenvergrößerung des Fördermediums verbunden, die zu einem
Ansteigen der Evakuierungszeit führt. Darüber hinaus wirken sich heiße Pumpenköpfe
negativ auf die Lebensdauer der eingesetzten Membranen, Ventile, Lager und sonstigen
Bauteile aus. Diese negativen Auswirkungen werden noch durch die ohnehin schon hohe
Umgebungstemperatur verstärkt, die in den Gehäusen derartiger Dampfsterilisationsvorrichtungen
durch die Dampferzeugung entsteht.
[0008] Darüber hinaus sind die zum Aufheizen der Pumpenköpfe erforderlichen Heizpatronen
verhältnismäßig teuer, weil zusätzlich zu diesen Heizpatronen stets auch eine Steuereinrichtung
mit Temperaturfühler zum Einregeln der Verdampfungstemperatur eingesetzt werden muß,
und weil diese Heizpatronen meist mindestens so viel elektrische Leistung benötigen
wie der Antriebsmotor der dazugehörigen Förderpumpe.
[0009] Es besteht daher die Aufgabe, ein Verfahren sowie eine Vorrichtung der eingangs erwähnten
Art zu schaffen, mit denen ein einfaches und störungsfreies Fördern feuchter Gase
möglich ist, ohne daß damit ein erhöhter Einsatz elektrischer Energie und ein erhöhter
Verschleiß der verwendeten Förderpumpen verbunden wäre.
[0010] Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht bei dem Verfahren der eingangs
erwähnten Art insbesondere darin, daß der Förderraum wenigstens einer Förderpumpe
während des Betriebs der Fördereinrichtung bedarfsweise und unabhängig von der Hubstellung
des im Förderraum oszillierenden Verdrängers einmal oder mehrmals stoßweise belüftet
wird.
[0011] Aus der US-A-2 812 893 ist bereits eine Vorrichtung bekannt, die als Kombination
einer Saugpumpe sowie eines Kompressors ausgebildet ist. Die vorbekannte Vorrichtung
arbeitet beim Abwärtshub des Kolbens als Saugpumpe, während sie beim Aufwärtshub als
Kompressor dient. Dabei öffnet der Kolben während des Abwärtshubes am Zylinderumfang
vorgesehene Ventilöffnungen, damit unter Atmosphärendruck von außen zusätzliche Luft
in den Hubraum einströmen und im nachfolgenden Aufwärtshub verdichtet werden kann,
weil die über das Einlaßventil angesaugte Luft zum Komprimieren allein eventuell nicht
ausreicht.
[0012] Die aus der US-A-2 812 893 vorbekannte Vorrichtung hat druckfederbelastete Ein- und
Auslaßventile, die bei einer definierten Druckdifferenz vorübergehend öffnen. Öffnet
das Auslaßventil der vorbekannten Vorrichtung beispielsweise bei einem Überdruck von
10 bar, so wird die beim Aufwärtshub komprimierte und 10 bar übersteigende Luftmenge
über das Auslaßventil ausgestoßen. Im oberen Totraum verbleibt dann zunächst lediglich
die unterhalb dieser Druckgrenze liegende Luftmenge. Da dieses schädliche Luftvolumen
noch einen Gasdruck von 10 bar hat, würde es normalerweise den Kolben derart nach
unten drücken, daß die vorbekannte Vorrichtung beim Abwärtshub nicht die Funktion
einer Saugpumpe übernehmen kann. Die vorbekannte Vorrichtung weist in ihrem Pumpenkopf
daher ein Entlüftungsventil auf, das mittels eines am Kolben angeordneten Betätigungsstabes
im oberen Totpunkt geöffnet wird. Die Betätigung des in der vorbekannten Vorrichtung
verwendeten Entlüftungsventils erfolgt daher zyklisch und in Abhängigkeit von der
Hubstellung des Kolbens.
[0013] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird der Förderraum zumindest einer Förderpumpe
demgegenüber bedarfsweise und unabhängig von der Hubstellung des Verdrängers einmal
oder in Zeitintervallen mehrmals stoßweise belüftet. Dabei werden die im Förderraum
eventuell verbliebenen Flüssigkeitströpfchen aus der Fördereinrichtung ausgeblasen.
Das Belüften des Förderraums kann während des Betriebes der Förderpumpe einmal oder
mehrmals zeitlich versetzt beispielsweise nach bestimmten Kondensationszeiten oder
bei verschiedenen Druckstufen in einer mittels der Fördereinrichtung zu evakuierenden
Kammer erfolgen. Da bei dem erfindungsgemäßen Verfahren eine schnelle und zielgerichtete
Pumpentrocknung erfolgt, kann die im Fördermedium enthaltene Feuchtigkeit kondensiert,
der Förderraum gekühlt und dementsprechend auf ein energiezehrendes Aufheizen des
Pumpenkopfes verzichtet werden. Dabei sieht eine bevorzugte Weiterbildung gemäß der
Erfindung vor, daß die Förderpumpe im Bereich ihres Förderraumes unter die bei gegebenem
Evakuierungsdruck vorhandene Verdampfungs- oder Siedetemperatur abgekühlt wird. Durch
die Abkühlung des feuchten Fördermediums wird gleichzeitig auch das Volumen des ursprünglich
dampfförmigen Fördermediums während der Kondensation auf ein Bruchteil des ursprünglichen
Volumens reduziert. Durch diese Volumenreduktion im Bereich der Fördereinrichtung
entsteht ein Kondensationspumpeffekt, welcher die Förderleistung der Fördereinrichtung
bestimmt oder zumindest unterstützt. Da die Förderpumpe unter die bei gegebenem Evakuierungsdruck
vorhandene Verdampfungs- oder Siedetemperatur abgekühlt wird, wird eine Rückverdampfung
des bereits kondensierten Fördermediums im Bereich der Förderpumpe mit Sicherheit
ausgeschlossen. Da insbesondere bei einer Dampfsterilisationsvorrichtung der im Fördermedium
enthaltene Wasserdampf gekühlt und in seinen flüssigen Aggregatzustand überführt wird,
hat die Förderpumpe nur ein geringeres Volumen des Fördermediums abzupumpen, wodurch
sich die erforderliche Pump-Betriebszeit wesentlich verkürzt. Die zur Abkühlung des
Fördermediums im Bereich des Förderraums erforderliche Kühlung der Förderpumpe bewirkt
gleichzeitig auch einen kühlen Lauf der Fördereinrichtung, was eine lange Lebensdauer
der Förderpumpe und lange Service-Intervalle begünstigt.
[0014] Das Belüften des Förderraums gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren kann auch manuell
erfolgen. Um jedoch den Aufwand und die Handhabung zu erleichtern, besteht die erfindungsgemäße
Lösung bei der Fördereinrichtung der eingangs erwähnten Art insbesondere darin, daß
das Belüftungsventil mit einer Steuereinrichtung in Steuerverbindung steht, und daß
die Steuereinrichtung ein Zeitglied und/oder einen Drucksensor hat, zum einmaligen
oder mehrmaligen stoßweisen Betätigen des Belüftungsventils in Abhängigkeit von der
Kondensationszeit und/oder in Abhängigkeit vorgegebener Druckstufen in einer mittels
der Fördereinrichtung zu evakuierenden Kammer.
[0015] Um die in der Förderpumpe eventuell verbliebenen Flüssigkeitströpfchen möglichst
aus allen Bereichen des Förderraums ausblasen zu können, sieht eine bevorzugte Ausführungsform
gemäß der Erfindung vor, daß der Förderraum mit dem Saugventil über einen Saugkanal
verbunden ist und daß der Belüftungskanal im Saugkanal vorzugsweise unmittelbar im
Bereich des Saugventils mündet, Sofern die Saug- und/oder Auslaßventile der die Belüftungseinrichtung
aufweisenden Förderpumpe wie üblich in Abhängigkeit von dem im Förderraum vorherrschenden
Druck betätigbar sind, wird bei einem Öffnen des Belüftungsventils und bei der Belüftung
des Förderraums das Saugventil der Förderpumpe schlagartig geschlossen, welches damit
gleichzeitig auch als Rückschlagventil gegenüber der vom Fördermedium zu evakuierenden
Kammer wirkt. Dadurch wird erreicht, daß beim Betätigen des Belüftungsventils in der
Förderpumpe eine zielgerichtete Strömung mit einer ausreichend hohen Strömungsgeschwindigkeit
aufgebaut wird, um die im Förderraum bislang verbliebenen Flüssigkeitströpfchen mitzureißen.
[0016] Da beim Öffnen des Belüftungsventils gleichzeitig auch das Saugventil schlagartig
schließt, kann das Belüftungs- beziehungsweise Trocknungsgas nur eine Richtung nehmen
und von der Pumpeneinlaßseite direkt durch den Förderraum zur Pumpenauslaßseite strömen.
Durch diese Maßnahme wird eine effektive Pumpentrocknung begünstigt.
[0017] Um auch eine mehrstufige Fördereinrichtung praktisch vollständig belüften und trocknen
zu können, ist es vorteilhaft, wenn die die Belüftungseinrichtung aufweisende Förderpumpe
die erste Pumpstufe der mehrstufigen Fördereinrichtung bildet.
[0018] Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Pumpstufen der Fördereinrichtung über einen Strömungskanal
verbunden sind, dessen Kanalquerschnitt so gewählt ist, daß die Strömungskraft größer
als Adhäsionskraft ist und insbesondere daß ein atmosphärischer Volumenstrom der Fördereinrichtung
eine mittlere Strömungsgeschwindigkeit größer 10 m/Sec. erzeugt. Diese Strömungsgeschwindigkeit
erzeugt eine Reibkraft an der Grenzschicht zwischen Belüftungsgas und Haftflüssigkeit,
die größer ist als die Haftkraft zwischen der Flüssigkeit und den im Förderraum vorgesehenen
Strömungsoberflächen. Dadurch ist gewährleistet, daß sich die im Förderraum verbliebenen
Flüssigkeitströpfchen von den Strömungsoberflächen des Förderraums lösen und mit dem
Belüftungs- bzw. Trocknungsgas mitgerissen werden.
[0019] Die Trocknung des Förderraums wird noch zusätzlich unterstützt, wenn die Fördereinrichtung
zumindest bereichsweise, vorzugsweise mindestens im Bereich des Pumpenkopfes der Förderpumpe(n)
adhäsionsarme und speziell nicht-metallische Strömungsoberflächen hat, welche sehr
geringe adhäsive Bindungskräfte zu Flüssigkeiten aufweisen. Dabei kann es besonders
vorteilhaft sein, wenn die Strömungsoberflächen der Fördereinrichtung zumindest in
einem Teilabschnitt eine Kunststoffbeschichtung, vorzugsweise eine Teflonbeschichtung,
aufweisen.
[0020] Um das Ansammeln auch kleinster Flüssigkeitströpfchen im Bereich des Förderraums
zu erschweren, ist es zweckmäßig, wenn der Pumpenkopf der Förderpumpe(n) zumindest
im Bereich eines Abschlußdeckels als Druckgußteil vorzugsweise mit eingeformten sacklochfreien
Strömungskanälen ausgebildet ist. Da bei dieser Pumpenausführung die Strömungskanäle
in den als Druckgußteil ausgebildeten Pumpenkopf eingeformt sind, werden die beim
Ausbohren der Strömungskanäle bislang nicht zu vermeidenden Taschen und Sacklöcher
vermieden, in denen sich ansonsten die Flüssigkeit sammeln könnte.
[0021] Nach einer Weiterbildung gemäß der Erfindung von eigener schutzwürdiger Bedeutung
ist vorgesehen, daß der Pumpenkopf der Förderpumpe(n) zwangsgekühlt ist und daß am
Pumpenkopf der Förderpumpe(n) außenseitig vorzugsweise Kühlrippen für eine Luft-Zwangskühlung
vorgesehen sind. Da der Pumpenkopf bei dieser weiterbildenden Ausführungsform zwangsgekühlt
ist, kann die Kopftemperatur auch unter die bei gegebenem Evakuierungsdruck vorhandene
Verdampfungs- oder Siedetemperatur abgekühlt werden. Bei dieser Weiterbildung gemäß
der Erfindung wird sichergestellt, daß der im Fördermedium enthaltene Wasserdampf
kondensieren und nicht mehr erneut verdampfen kann. Eine Rückverdampfung des Kondensats
hätte nämlich eine unerwünschte Volumenvergrößerung des Fördermediums sowie eine entsprechende
Verlängerung der erforderlichen Betriebszeiten der Fördereinrichtung zur Folge.
[0022] Eine bevorzugte Ausführungsform gemäß der Erfindung sieht vor, daß zwischen dem Pumpenkopf
und einem Kurbelgehäuse der Förderpumpe(n) ein Zwischendeckel oder eine Zwischenplatte
angeordnet ist, in welchem die zwischen dem Förderraum und den Ventilen vorgesehenen
Strömungskanäle vorgesehen sind und daß der Zwischendeckel als Kunststoffteil ausgebildet
ist. Da aufgrund des erfindungsgemäß vorgesehenen Belüftungsventiles auch ein Aufheizen
des Pumpenkopfes vermieden werden kann und da bei dem vorliegenden Erfindungsgegenstand
ein Kondensieren der im Fördermedium enthaltenen Flüssigkeit bevorzugt wird, kann
der Zwischendeckel beispielsweise als Spritzgußteil aus einem Kunststoff hergestellt
werden. Ein solches Kunststoffteil und insbesondere ein Kunststoffspritzgußteil weist
eine sehr glatte, wasserabweisende Oberfläche auf, wodurch der Hafteffekt noch zusätzlich
reduziert werden kann. Darüber hinaus bildet der aus Kunststoff hergestellte Zwischendeckel
einen schlechten Wärmeleiter, der eine wirksame Wärmeisolierung zwischen dem heißen
Pumpenkopf und dem Pumpengehäuse bildet. Da der aus Kunststoff hergestellte Zwischendeckel
im Vergleich zu einem beispielsweise aus Aluminium hergestellten Pumpenkopf relativ
kühl bleibt, wird eine Kondensation der im Fördermedium enthaltenen Feuchtigkeit und
ein rasches Abführen der Feuchtigkeitströpfchen im Bereich dieses Zwischendeckels
begünstigt. Darüber hinaus kann ein aus Kunststoff und insbesondere als Kunststoffspritzgußteil
hergestellter Zwischendeckel sehr preisgünstig produziert werden.
[0023] Eine bevorzugte Ausführungsform gemäß der Erfindung sieht vor, daß die Förderpumpe(n)
der Fördereinrichtung, insbesondere die die Belüftungseinrichtung auf weisende Förderpumpe,
als Hubkolbenpumpe oder vorzugsweise als Membranpumpe ausgebildet ist.
[0024] Sofern die Fördereinrichtung eine Strömungsführung mit zumindest einem rohrförmigen
Kanalabschnitt aufweist, kann eine Optimierung der Strömungsführung erreicht werden,
wenn dieser Kanalabschnitt stirnendseitig mit einem benachbarten Teilbereich der Strömungsführung
mittels eines Dichtringes aus elastischem Material im wesentlichen fugenlos verbunden
ist. Somit werden auch in diesem Bereich der Strömungsführung Fugen und andere Toträume
vermieden, in denen sich das Kondensat ansonsten ansammeln könnte.
[0025] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung erfindungsgemäßer
Ausführungsbeispiele in Verbindung mit den Ansprüchen sowie der Zeichnung. Die einzelnen
Merkmale können je für sich oder zu mehreren bei einer Ausführungsform gemäß der Erfindung
verwirklicht sein.
[0026] Es zeigt in schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- eine als Membranpumpe ausgebildete Förderpumpe mit einer Belüftungseinrichtung, deren
Belüftungskanal im Bereich des Förderraums der Pumpe mündet, und
- Fig. 2
- eine zweistufige Fördereinrichtung, die zwei Förderpumpen hat, von denen die erste
Pumpstufe eine Belüftungseinrichtung aufweist.
[0027] In Fig. 1 ist eine Förderpumpe in einem Längsschnitt dargestellt, die hier als Membranpumpe
2 ausgebildet ist. Die Membranpumpe 2 weist eine dünne elastische und als Verdränger
dienende Formmembran 3 auf, die an ihrem Umfang fest zwischen einem Pumpenkopf 4 und
einem Pumpengehäuse 5 eingespannt ist. Die Formembran 3 der Membranpumpe 2, die mittels
eines Pleuels 6 hinund herbewegt wird, begrenzt zwischen sich und dem Pumpenkopf 4
einen Förderraum 7.
[0028] Der Pumpenkopf 4 der Membranpumpe 2 ist im wesentlichen zweiteilig ausgebildet und
weist einen Zwischendeckel 8 sowie einen Abschlußdeckel 9 auf. Im Pumpenkopf 4 der
Membranpumpe 2 ist jeweils ein Einlaß 10 mit einem Saugventil 11 und ein Auslaß 12
mit einem Auslaßventil 13 vorgesehen. Das Saugventil 11 und das Auslaßventil 13 der
Förderpumpe 2 sind in Abhängigkeit von dem im Förderraum 7 vorherrschenden Druck betätigbar.
Die Ventile 11, 13 haben dazu einen Ventilkörper 14, der als eine aus einem Elastomer
bestehende Ventilscheibe ausgebildet ist. Diese Ventilscheiben können beispielsweise
auch zungenförmig oder rund ausgebildet sein.
[0029] Die Membranpumpe 2 ist Bestandteil einer ansonsten nicht weiterdargestellten Fördereinrichtung
1, die zum Fördern feuchter Gase dient. Solche Fördereinrichtungen werden beispielsweise
zum Evakuieren von Dampfsterilisationsvorrichtungen (sogenannte Autoklaven) oder im
Bereich der Gastrocknung eingesetzt.
[0030] Um dabei die im gasförmigen Fördermedium enthaltene Feuchtigkeit kondensieren, das
Fördervolumen reduzieren und die beispielsweise zum Evakuieren einer Dampfsterilisationskammer
benötigte Zeit möglichst klein halten zu können, ist der Pumpenkopf 4 der Förderpumpe
2 zwangsgekühlt. Der Pumpenkopf 4 kann dazu beispielsweise eine Wasserkühlung aufweisen,
deren Kühlkanäle sehr nahe und parallel zu den im Pumpenkopf befindlichen Gasströmungskanälen
angeordnet sind. Bevorzugt wird jedoch eine Ausführungsform, bei welcher der Pumpenkopf
4 insbesondere an seinem Abschlußdeckel 9 zusätzlich zu oder statt einer Wasserkühlung
hier nicht weiter dargestellte Kühlrippen für eine Luft-Zwangkühlung aufweist.
[0031] Mit Hilfe dieser Zwangskühlung wird die Förderpumpe 2 derart zwangsgekühlt, daß sie
im Bereich ihres Pumpenkopfes unter die vorhandene Verdampfungs- oder Siedetemperatur
der im gasförmigen Fördermedium enthaltenen Flüssigkeit abgekühlt wird, die dem in
der zu evakuierenden Kammer angestrebten Evakuierungsdruck entspricht. Durch die Abkühlung
des feuchten Fördermediums wird gleichzeitig auch das Volumen des ursprünglich dampfförmigen
Fördermediums während der Kondensation auf eine Bruchteil des ursprünglichen Volumens
reduziert. Durch diese Volumenreduktion im Bereich der Fördereinrichtung entsteht
ein Kondensationspumpeffekt, welcher die Förderleistung der Fördereinrichtung 1 unterstützt.
Da der im Fördermedium enthaltene Wasserdampf im Bereich der Förderpumpe 2 gekühlt
und in seinen flüssigen Aggregatzustand überführt wird, hat die Förderpumpe nur ein
geringeres Volumen des Fördermediums abzupumpen, wodurch sich die erforderliche Pump-Betriebszeit
wesentlich verkürzt. Die zur Abkühlung des Fördermediums im Bereich des Förderraums
7 erforderliche Kühlung der Förderpumpe 2 bewirkt gleichzeitig auch einen kühlen Lauf
der Fördereinrichtung 1, was eine lange Lebensdauer der Förderpumpe und lange Service-Intervalle
begünstigt.
[0032] Um ein Verkleben des Saugventiles 11 und des Auslaßventiles 13 durch die im Fördermedium
enthaltenen Flüssigkeitströpfchen zu vermeiden und um die einer raschen Evakuierung
entgegenstehende Ansammlung der Flüssigkeit in eventuellen Toträumen der Förderpumpe
2 zu verhindern, wird der Förderraum 7 während des Betriebes der Förderpumpe 2 in
Zeitintervallen stoßweise belüftet. Dabei können die Zeitintervalle in Abhängigkeit
von den in der zu evakuierenden (Dampfsterilisations-)Kammer erreichten Druckstufen
und/oder den Kondensationszeiten gesteuert werden.
[0033] Die Membranpumpe 2 hat dazu eine Belüftungseinrichtung 15 mit einem Belüftungskanal
16, der im Bereich des Förderraums mündet. In den Belüftungskanal 16 ist ein Belüftungsventil
17 zwischengeschaltet, welches mit einer Steuereinrichtung in Steuerverbindung steht.
Um die Belüftungseinrichtung 15 in festgelegten oder vorwählbaren Zeitabständen betätigen
zu können, weist die Steuereinrichtung eine Schaltuhr oder dergleichen Zeitglied auf.
Zusätzlich oder stattdessen kann die Steuereinrichtung auch mit einem beispielsweise
in der Dampfsterilisationskammer eines Autoklaven befindlichen Drucksensor verbunden
sein, wenn das Belüftungsventil 17 in Abhängigkeit vorgegebener Druckstufen in der
zu evakuierenden Kammer betätigt werden soll. Durch das stoßweise Belüften des Förderraums
7 werden die im Förderraum 7 eventuell verbliebenen Flüssigkeitströpfchen aus der
Fördereinrichtung 1 ausgeblasen. Das Belüften des Förderraums 7 kann während des Betriebes
der Förderpumpe 2 mehrmals zeitlich versetzt beispielsweise nach bestimmten Kondensationszeiten
oder Druckstufen erfolgen. Da mittels der Belüftungseinrichtung 15 eine schnelle und
zielgerichtete Pumpentrockung zu Erreichen ist, kann die im Fördermedium enthaltene
Feuchtigkeit kondensiert, der Förderraum gekühlt und dementsprechend auf ein energiezehrendes
Aufheizen des Pumpenkopfes 4 verzichtet werden.
[0034] Wie Fig. 1 zeigt, ist der Förderraum 7 mit dem Saugventil 11 über einen Saugkanal
18 verbunden. Um den Förderraum 7 möglichst vollständig ausblasen zu können, mündet
der Belüftungskanal 16 der Belüftungseinrichtung 15 in Strömungsrichtung des Pumpeneinlasses
10 unmittelbar hinter dem Saugventil 11 im Saugkanal 18.
[0035] Beim Belüften des Förderraums 7 schließt das Saugventil 11 der Membranpumpe 2 schlagartig.
Damit kann das Belüftungs- bzw. Trockungsgas nur eine Richtung nehmen und von der
Pumpeneinlaßseite über den Förderraum 7 zur Pumpenauslaßseite strömen. Das Betätigen
der Belüftungseinrichtung 15 bewirkt, daß in der Förderpumpe 2 eine zielgerichtete
Strömung mit sehr hoher Strömungsgeschwindigkeit aufgebaut wird, welche die im Förderraum
7 verbliebenen Flüssigkeitströpfchen mitreißt. Die im gasförmigen Fördermedium enthaltene
Flüssigkeit wird nach ihrer Kondensation im Pumpenkopf 4 durch ein- oder mehrmaliges
Takten der Belüftungseinrichtung 15 gezielt aus der Förderpumpe 2 gefördert. Wird
die Fördereinrichtung 1 beispielsweise zum Evakuieren der Dampfsterilisationskammer
eines Autoklaven oder eines Vakuumtrockenschrankes genutzt, kann die Evakuierungszeit
mit Hilfe der Belüftungseinrichtung 15 wesentlich verkürzt und das Endvakuum verbessert
werden.
[0036] Das Belüftungsventil 17, das auch als manuell betätigbares Ventil ausgebildet sein
kann, ist hier als elektromagnetisches Ventil ausgebildet und direkt in den Zwischendeckel
8 integriert. Dieser Zwischendeckel 8 ist als Kunststoff-Spritzgußteil ausgebildet,
das sich durch eine sehr glatte, flüssigkeitsabweisende Oberfläche auszeichnet.
[0037] Da der aus Kunststoff kostengünstig hergestellte Zwischendeckel 8 einen sehr schlechten
Wärmeleiter bildet, kann er als wirksame Wärmeisolierung zwischen Pumpengehäuse 5
und Abschlußdeckel 9 wirken. Die im gasförmigen Fördermedium enthaltene Feuchtigkeit
kann in dem im Vergleich zum gekühlten Abschlußdeckel 9 kühleren Zwischendeckel 8
gut kondensieren.
[0038] Im Bereich des zwangsgekühlten Abschlußdeckels 9 wird demgegenüber ein intensiver
Wärmeaustausch gewünscht, um die freiwerdende Kondensationswärme schnell abführen
und den Pumpenkopf kühlen zu können. Der Abschlußdeckel 9 ist daher als Druckgußteil
vorzugsweise aus Aluminium hergestellt. In dieses Aluminium-Druckgußteil sind die
für das Fördermedium vorgesehenen Gasströmungskanäle sacklochfrei eingeformt. Damit
werden Taschen und andere Toträume weitgehend vermieden, die ansonsten beim nachträglichen
Ausbohren solcher Kanäle entstehen und in denen sich die Flüssigkeit ansammeln kann.
Um ein Anhaften der Feuchtigkeit im Pumpeneinlaß und Pumpenauslaß zu verhindern, hat
der Pumpenkopf 4 auch im Bereich seines Abschlußdeckels 9 nicht-metallische Strömungsoberflächen.
Diese Strömungsoberflächen werden im Bereich des als Aluminium-Druckgußteil ausgebildeten
Abschlußdeckels 9 durch eine Kunststoffbeschichtung, insbesondere eine Teflonbeschichtung,
gebildet.
[0039] Wie Figur 2 zeigt, kann die in Figur 1 dargestellte Förderpumpe 2 auch Teil einer
mehrstufigen Fördereinrichtung 100 sein. In der zweistufigen und aus den Membranpumpen
2, 2' gebildeten Fördereinrichtung 100 ist die die Belüftungseinrichtung 15 aufweisende
Membranpumpe 2 als erste Pumpenstufe vorgesehen, deren Pumpenauslaß 12 über einen
rohrförmigen Kanalabschnitt 19 mit dem Pumpeneinlaß 10 der Membranpumpe 2' verbunden
ist. Dieser Kanalabschnitt 19 ist mit seinen Stirnenden in Verbindungsöffnungen 20
der Pumpen 2, 2' gehalten, wobei diese Stirnenden des Kanalabschnittes 19 jeweils
mit dem benachbarten Teilbereich der Strömungsführung mittels eines Dichtringes 21
fugen- und übergangslos verbunden ist. Auch im Kanalabschnitt 19 der zweistufigen
Fördereinrichtung 100 ist der Kanalquerschnitt des Strömungskanals so klein gewählt,
daß ein atmosphärischer Volumenstrom der mit der Belüftungseinrichtung 15 ausgestatteten
Förderpumpe 2 eine mittlere Strömungsgeschwindigkeit größer 10 m/Sec. erzeugt.
[0040] In den hier dargestellten Fördereinrichtungen 1, 100 werden die Pumpenköpfe 4 der
Förderpumpen 2, 2' derart gekühlt, daß die im gasförmigen Fördermedium enthaltene
Feuchtigkeit kondensieren kann. Die Kondensation wird durch'eine beispielsweise als
Luftund/oder Wasserkühlung ausgebildete Zwangskühlung der Pumpenköpfe 4 erreicht.
Durch strömungsoptimierte und beschichtete Strömungsführungen wird das Kondensat in
den Fördereinrichtungen 1, 100 haftungsfrei transportiert. Durch die Kondensation
erfolgt eine drastische Volumenverkleinerung, womit sich schnelle Pumpzeiten und hohe
Pumpleistungen erzielen lassen. Mit Hilfe der in den Förderpumpen 2 vorgesehenen Belüftungseinrichtung
15 kann eine schnelle und zielgerichtete Trocknung der Fördereinrichtungen 1, 100
erreicht werden, wodurch eine Verkürzung der Evakuierungszeit noch zusätzlich begünstigt
und das erreichbare Endvakuum maßgeblich reduziert werden kann. Da der Belüftungskanal
16 der Belüftungseinrichtung 15 im Förderraum 7 der Förderpumpe 2 mündet, kann das
in Abhängigkeit von dem im Förderraum vorherrschenden Druck arbeitende Saugventil
11 gleichzeitig auch als Rückschlagventil wirken, wodurch ein zielgerichtetes Trocknen
der Fördereinrichtungen 1, 100 erreicht wird.
1. Verfahren zum Fördern feuchter Gase mittels einer Fördereinrichtung (1, 100), die
zumindest eine Förderpumpe (2, 2') mit einem in einem Förderraum (7) oszillierenden
Verdränger (3) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Förderraum (7) wenigstens einer Förderpumpe (2) während des Betriebs der Fördereinrichtung
(1, 100) bedarfsweise und unabhängig von der Hubstellung des Verdrängers einmal oder
in Zeitintervallen mehrmals stoßweise belüftet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderpumpe(n) (2, 2') im Bereich ihres Pumpenkopfes (4) zwangsgekühlt wird (werden).
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderpumpe(n) (2, 2') im Bereich ihres Pumpenkopfes (4) unter die bei gegebenem
Evakuierungsdruck vorhandene Verdampfungs- oder Siedetemperatur abgekühlt wird (werden).
4. Fördereinrichtung (1, 100), insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach eines
der Ansprüche 1 bis 3, mit zumindest einer Förderpumpe (2, 2'), die einen in einem
Förderraum (7) oszillierenden Verdränger (3) aufweist und deren Förderraum (7) einen
Einlaß (10) mit zumindest einem Saugventil (11) und einen Auslaß (12) mit wenigstens
einem Auslaßventil (13) hat, wobei mindestens eine Förderpumpe der Fördereinrichtung
eine Belüftungseinrichtung (15) mit einem Belüftungskanal (16) hat, der im Bereich
des Förderraums (7) mündet, und wobei in dem Belüftungskanal (16) ein Belüftungsventil
(17) zwischengeschaltet ist, das bedarfsweise und unabhängig von der Hubstellung des
Verdrängers betätigbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Belüftungsventil (17) der zum Fördern feuchter Gase bestimmten Fördereinrichtung
mit einer Steuereinrichtung in Steuerverbindung steht, und daß die Steuereinrichtung
ein Zeitglied und/oder einen Drucksensor hat, zum einmaligen oder mehrmaligen stoßweisen
Betätigen des Belüftungsventils in Abhängigkeit von der Kondensationszeit und/oder
in Abhängigkeit vorgegebener Druckstufen in einer mittels der Fördereinrichtung (1,
100) zu evakuierenden Kammer.
5. Fördereinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Förderraum (7) mit dem Saugventil (11) über einen Saugkanal (18) verbunden ist
und daß der Belüftungskanal (16) in den Saugkanal vorzugsweise unmittelbar im Bereich
des Saugventils (11) mündet.
6. Fördereinrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Saug- und/oder Auslaßventile (11, 13)' zumindest der die Belüftungseinrichtung
(15) aufweisenden Förderpumpe (2) in Abhängigkeit von dem im Förderraum (7) vorherrschenden
Druck betätigbar sind.
7. Fördereinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die die Belüftungseinrichtung (15) aufweisende Förderpumpe (2) die erste Pumpstufe
einer mehrstufigen Fördereinrichtung (100) bildet.
8. Fördereinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördereinrichtung (1, 100) Strömungskanäle hat, deren Kanalquerschnitt so gewählt
ist, daß ein atmosphärischer Volumenstrom der Fördereinrichtung (2) eine mittlere
Strömungsgeschwindigkeit größer 10 m/Sec. erzeugt.
9. Fördereinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördereinrichtung (1, 100) zumindest bereichsweise, vorzugsweise mindestens im
Bereich des Pumpenkopfes (4) der Förderpumpe (n) (2,2') nicht-metallische Strömungsoberflächen
hat.
10. Fördereinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungsoberflächen der Fördereinrichtung (1, 100) zumindest in einem Teilabschnitt
eine Kunststoffbeschichtung, vorzugsweise eine Teflonbeschichtung, aufweisen.
11. Fördereinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Pumpenkopf (4) der Förderpumpe(n) (2, 2') zumindest im Bereich eines Abschlußdeckels
(9) als Druckgußteil vorzugsweise mit eingeformten sacklochfreien Strömungskanälen
ausgebildet ist.
12. Fördereinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Pumpenkopf (4) der Förderpumpe(n) (2, 2') zwangsgekühlt ist, und daß am Pumpenkopf
(4) der Förderpumpe(n) (2, 2') außenseitig vorzugsweise Kühlrippen für eine Luft-Zwangskühlung
vorgesehen sind.
13. Fördereinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Pumpenkopf (4) und einem Kurbelgehäuse (5) der Förderpumpe(n) (2, 2')
ein Zwischendeckel (8) angeordnet ist, in welchem die zwischen dem Förderraum (7)
und den Ventilen (11, 13) vorgesehenen Strömungskanäle angeordnet sind, und daß der
Zwischendeckel (8) vorzugsweise als Kunststoffteil ausgebildet ist.
14. Fördereinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderpumpe(n) (2, 2') der Fördereinrichtung (1, 100), insbesondere die die Belüftungseinrichtung
(15) aufweisende Förderpumpe (2), als Hubkolbenpumpe oder vorzugsweise als Membranpumpe
ausgebildet ist.
15. Fördereinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördereinrichtung (100) eine Strömungsführung mit zumindest einem rohrförmigen
Kanalabschnitt (19) aufweist und daß dieser Kanalabschnitt (19) stirnendseitig mit
einem benachbarten Teilbereich der Strömungsführung mittels eines Dichtringes (21)
aus elastischem Material im wesentlichen fugenlos verbunden ist.
1. Process for conveying damp gases by means of a conveyor apparatus (1, 100) which comprises
at least one feed pump (2, 2') having a displacement device (3) oscillating in a feed
chamber (7), characterised in that the feed chamber (7) of at least one feed pump (2) is ventilated spasmodically when
necessary, once or a number of times, at intervals of time during the operation of
the conveyor (1, 100) and independently of the stroke position of the displacement
device.
2. Process according to claim 1, characterised in that the feed pump(s) (2, 2') is or are blower-cooled in the region of the pump head (4)
thereof.
3. Process according to claim 2, characterised in that the feed pump(s) (2, 2') is or are cooled, in the region of the pump head (4) thereof,
to below the vaporisation or boiling temperature which prevails at a given evacuation
pressure.
4. Conveyor (1, 100), particularly for carrying out the process according to one of claims
1 to 3, with at least one feed pump (2, 2') which has a displacement device (3) oscillating
in a feed chamber (7) and the feed chamber (7) of which has an inlet (10) with at
least one intake valve (11) and an outlet (12) with at least one outlet valve (13),
wherein at least one feed pump of the conveyor has a ventilation device (15) with
a ventilating channel (16) which opens out in the region of the feed chamber (7),
and wherein in the ventilation channel (16) a ventilating valve (17) is interposed
which can be actuated as necessary independently of the stroke position of the displacement
device, characterised in that the ventilating valve (17) of the conveyor intended to convey damp gases is under
the control of a control device to which it is connected, and in that the control device has a timer and/or a pressure sensor, for spasmodically actuating
the ventilation valve either once or repeatedly as a function of the condensation
time and/or as a function of given pressure stages in a chamber which is to be evacuated
by means of the conveyor (1, 100).
5. Conveyor according to claim 4, characterised in that the feed chamber (7) is connected to the intake valve (11) via an intake channel
(18) and in that the ventilation channel (16) opens into the intake channel, preferably in the immediate
vicinity of the intake valve (11) .
6. Conveyor according to claim 4 or 5, characterised in that the intake and/or outlet valves (11, 13) of at least the feed pump (2) having the
ventilating device (15) can be actuated as a function of the pressure prevailing in
the feed chamber (7).
7. Conveyor according to one of claims 4 to 6, characterised in that the feed pump (2) comprising the ventilating device (15) forms the first pumping
stage of a multi-stage conveyor (100).
8. Conveyor according to one of claims 4 to 7, characterised in that the conveyor (1, 100) has flow channels the cross section of. which is designed so
that an atmospheric flow volume of the feed device (2) produces an average rate of
flow of more than 10 m/sec.
9. Conveyor according to one of claims 4 to 8, characterised in that the conveyor (1, 100) has non-metallic flow surfaces at least in certain areas, preferably
at least in the region of the pump head (4) of the feed pump(s) (2, 2').
10. Conveyor according to one of claims 4 to 9, characterised in that the flow surfaces of the conveyor (1, 100) have a plastic coating, preferably a Teflon
coating, at least in a partial area.
11. Conveyor according to one of claims 4 to 10, characterised in that the pump head (4) of the feed pump(s) (2, 2') is constructed, at least in the region
of a closure cover (9), as a die-cast component, preferably with flow channels free
from blind bores formed therein.
12. Conveyor according to one of claims 4 to 11, characterised in that the pump head (4) of the feed pump(s) (2, 2') is blower-cooled, and in that cooling fins for forced-air cooling are preferably provided on the outside of the
pump head (4) of the feed pump(s) (2, 2').
13. Conveyor according to one of claims 4 to 12, characterised in that between the pump head (4) and a crank housing (5) of the feed pump(s) (2, 2'), there
is an intermediate cover (8) in which are disposed the flow channels provided between
the feed chamber (7) and the valves (11, 13), and in that the intermediate cover (8) is preferably constructed as a plastics component.
14. Conveyor according to one of claims 4 to 13, characterised in that the feed pump(s) (2, 2') of the conveyor (1, 100), particularly the feed pump (2)
comprising the ventilating device (15), is constructed as a lifting cylinder pump
or preferably as a diaphragm pump.
15. Conveyor according to one of claims 4 to 14, characterised in that the conveyor (100) has a flow guide with at least one tubular channel portion (19)
and in that this channel portion (19) is attached substantially seamlessly at its end to an adjacent
part of the flow guide by means of a sealing ring (21) made of elastic material.
1. Procédé pour faire circuler des gaz humides au moyen d'un dispositif de transport
(1, 100) qui comprend au moins une pompe de circulation (2, 2') dotée d'un piston
(3) oscillant dans une chambre de pompe (7), caractérisé en ce qu'au cours du fonctionnement du dispositif de transport (1, 100), la chambre (7) d'au
moins une pompe de circulation (2) est ventilée par à-coups, en cas de besoin et quelle
que la soit la position du piston, à une reprise ou à plusieurs reprises espacées
dans le temps.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la (les) pompe(s) de circulation est (sont) refroidi(e)s de façon forcée dans la
zone de leur tête (4).
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que la (les) pompe(s) de circulation (2, 2') est (sont) refroidi(e)s dans la zone de
leur tête (4) pour la (les) ramener au-dessous de la température de vaporisation ou
d'ébullition qui vaut pour la pression d'évacuation donnée.
4. Dispositif de transport (1, 100) notamment pour mettre en oeuvre le procédé selon
l'une des revendications 1 à 3, comprenant au moins une pompe de circulation (2, 2')
dotée d'un piston (3) oscillant dans une chambre de pompe (7) et dont la chambre (7)
comporte une entrée (10) munie d'au moins une soupape d'admission (11) et une sortie
(12) munie d'au moins une soupape d'échappement (13), sachant qu'au moins une pompe
de circulation du dispositif de transport comporte un dispositif de ventilation (15)
comprenant un canal de ventilation (16) qui débouche au voisinage de la chambre (7),
et qu'une soupape de ventilation (17) est intercalée dans le canal de ventilation
(16), qui peut être actionnée en cas de besoin et quelle que soit la position du piston,
caractérisé en ce que la soupape de ventilation (17) du dispositif de transport destiné à faire circuler
des gaz humides est en liaison avec un dispositif de commande, et en ce que le dispositif de commande comporte un système de temporisation et/ou un capteur de
pression pour actionner par à-coups, à une ou plusieurs reprises, la soupape de ventilation
en fonction de la durée de condensation et/ou en fonction de niveaux de pression prédéfinis
régnant dans une chambre à évacuer à l'aide du dispositif de transport (1, 100).
5. Dispositif de transport selon la revendication 4, caractérisé en ce que la chambre (7) est reliée à la soupape d'admission (11) par un canal d'admission
(18) et en ce que le canal de ventilation (16) débouche dans le canal d'admission de préférence directement
au voisinage de la soupape d'admission (11).
6. Dispositif de transport selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce que les soupapes d'admission et/ou d'échappement (11, 13) tout au moins de la pompe de
circulation (2) présentant le dispositif de ventilation (15) peuvent être actionnées
en fonction de la pression prédominant dans la chambre (7).
7. Dispositif de transport selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisé en ce que la pompe de circulation (2) comportant le dispositif de ventilation (15) constitue
le premier niveau de pompage d'un dispositif de transport à plusieurs niveaux (100).
8. Dispositif de transport selon l'une des revendications 4 à 7, caractérisé en ce que le dispositif de transport (1, 100) comporte des canaux de circulation dont la section
transversale est telle qu'un débit volumétrique atmosphérique du dispositif de transport
(2) produit une vitesse de circulation moyenne supérieure à 10 m/s.
9. Dispositif de transport selon l'une des revendications 4 à 8, caractérisé en ce que le dispositif de transport (1, 100) comporte des surfaces de circulation non métalliques
au moins dans certaines zones, de préférence au moins dans la zone de la tête de la
(des) pompe(s) de circulation (2, 2').
10. Dispositif de transport selon l'une des revendications 4 à 9, caractérisé en ce que les surfaces de circulation du dispositif de transport (1, 100) présentent au moins
dans une partie un revêtement en matière plastique, de préférence un revêtement en
téflon.
11. Dispositif de transport selon l'une des revendications 4 à 10, caractérisé en ce que la tête (4) de la (des) pompe(s) de circulation (2, 2') est réalisée tout au moins
dans la zone d'un couvercle (9) en tant que pièce coulée sous pression dans laquelle
sont ménagés de préférence des canaux de circulation exempts de trous borgnes.
12. Dispositif de transport selon l'une des revendications 4 à 11, caractérisé en ce que la tête (4) de la (des) pompe(s) de circulation (2, 2') est refroidie de façon forcée
et en ce que des ailettes de refroidissement pour un refroidissement forcé par air sont de préférence
prévues sur l'extérieur de la tête (4) de la (des) pompe(s) de circulation (2, 2').
13. Dispositif de transport selon l'une des revendications 4 à 12, caractérisé en ce qu'entre la tête de pompe (4) et un carter de vilebrequin (5) de la (des) pompe(s) de
circulation (2, 2') est placé un couvercle intermédiaire (8) dans lequel se trouvent
les canaux de circulation prévus entre la chambre (7) et les soupapes (11, 13), et
en ce que le couvercle intermédiaire (8) est de préférence réalisé en tant que pièce en matière
plastique.
14. Dispositif de transport selon l'une des revendications 4 à 13, caractérisé en ce que la (les) pompe(s) de circulation (2, 2') du dispositif de transport (1, 100), notamment
la pompe de circulation (2) présentant le dispositif de ventilation (15) est réalisée
en tant que pompe à piston alternatif ou de préférence en tant que pompe à membrane.
15. Dispositif de transport selon l'une des revendications 4 à 14, caractérisé en ce que le dispositif de transport (100) présente un guide de circulation comprenant au moins
un segment de canal tubulaire (19), et en ce que ce segment de canal (19) est relié par son extrémité frontale à un segment adjacent
du guide de circulation, essentiellement sans joint, au moyen d'une bague d'étanchéité
(21) en une matière élastique.

