[0001] Die Erfindung betrifft ein Schraubgerät mit einer abnehmbaren Schraubvorrichtung
gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Aus der EP-0 058 986 ist ein Schraubgerät mit einer abnehmbaren Schraubvorrichtung
bekannt, mit dem streifenförmig magazinierte Schrauben verarbeitbar sind. Das Schraubgerät
weist ein Gehäuse, eine im Gehäuse gelagerte Arbeitsspindel, einen im Gehäuse angeordneten
elektrischen Antriebsmotor mit einer Antriebswelle, einen Handgriff und einen Betätigungsschalter
auf. Der Handgriff befindet sich an einem entgegen der Eindrehrichtung gerichteten
Endbereich des Gehäuses. Im Handgriff ist der Betätigungsschalter integriert. Die
den eindrehrichtungsseitigen Endbereich des Gehäuses überragende Arbeitsspindel steht
in drehfester Verbindung mit der Antriebswelle des Antriebsmotors. Ein mit dem Kopf
der einzudrehenden Schrauben in Verbindung bringbares Eindrehwerkzeug steht in drehfester
Verbindung mit der Arbeitsspindel.
[0003] Der eindrehrichtungsseitige Endbereich des Gehäuses ist mit einem zylindrischen,
ein Aussengewinde aufweisenden Aufnahmebereich versehen. Dieser Aufnahmebereich dient
der Aufnahme und der Führung der Schraubvorrichtung mit der die in der Schraubvorrichtung
geführten, streifenförmig magazinierten Schrauben gegenüber dem Eindrehwerkzeug nacheinander
vereinzelt koaxial ausrichtbar sind.
[0004] Von dem Antriebsmotor wird auf die Arbeitsspindel ein einheitliches Drehmoment abgegeben.
Deshalb können mit diesem bekannten Schraubgerät gleiche Schrauben bei unterschiedlich
festen Untergrundmaterialien nicht einheitlich tief eingeschraubt werden. Insbesondere
bei sehr festen Untergrundmaterialien kann es vorkommen, dass das Drehmoment nicht
ausreicht um die Schraube ganz einzudrehen, so dass der Kopf der Schraube von der
Oberfläche des Untergrundmaterials beabstandet zu liegen kommt. Hingegen kann das
Drehmoment bei sehr weichen Untergrundmaterialien ausreichend gross sein, um die Schraube
bis zum Kopf mit Leichtigkeit einzudrehen und nach der Anlage des Kopfes an der Oberfläche
des Untergrundmaterials eine Beschädigung an der Schraube hervorzurufen, bei der beispielsweise
das Gewinde an der Schraube bzw. im Untergrund beschädigt oder der Kopf des Schraube
abgerissen wird.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schraubgerät mit einer einfach und
schnell abnehmbaren Schraubvorrichtung zu schaffen, mit dem mehrere Schrauben, die
in Bezug auf ihre Geometrie einheitlich ausgebildet sind, derart in unterschiedliche
feste Untergrundmaterialen eindrehbar sind, dass einerseits die Köpfe der Schraube
fest an der Oberfläche des Untergrundmaterials aufliegen oder die freie Stirnseite
der Köpfe und die Oberfläche des Untergrundmaterials in einer Ebene liegen, andererseits
eine Beschädigung der Schrauben verhindert wird. Ausserdem soll das Schraubgerät mit
einem Tiefenanschlag versehen sein, der es ermöglicht, die Schrauben derart in das
Untergrundmaterial einzudrehen, dass die Köpfe in einem vorbestimmten, gewollten Abstand
von der Oberfläche des Untergrundmaterials beabstandet sind. Als weitere Aufgabe liegt
der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Schraubgerät mit einer abnehmbaren Schraubvorrichtung
zu schaffen, mit dem eine Vielzahl von Schrauben in einer sehr kurzen Zeit in das
Untergrundmaterial eingedreht werden können. Ausserdem soll das Gesamtgewicht sowie
die Gesamtbaulänge des Schraubgerätes mitsamt der Schraubvorrichtung gering sein.
[0006] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch ein Schraubgerät mit einer abnehmbaren Schraubvorrichtung,
welches die im kennzeichnenden Abschnitt des Patentanspruchs 1 angeführten Merkmale
aufweist.
[0007] Mit Hilfe der erfindungsgemässen einstellbaren Drehmomentabschalteinrichtung lässt
sich die Grösse des auf die Schrauben einwirkenden Drehmomentes durch die Bedienungsperson
schnell und einfach verändern, ohne dass am Schraubgerät irgendwelche zeitaufwendigen
Umbauarbeiten getätigt werden müssen.
[0008] Zweckmässigerweise ist die Drehmomentabschalteinrichtung von einer zwischen der Antriebsspindel
und dem Eindrehwerkzeug angeordneten, mechanischen Überlastkupplung gebildet. Die
Überlastkupplung befindet sich beispielsweise zwischen der Antriebswelle sowie der
Arbeitsspindel und weist zwei koaxial zueinander angeordnete, in Umfangsrichtung verdrehbare
Kupplungshälften, mehrere zwischen den Kupplungshälften angeordnete Kugeln und ein
mit einer Kupplungshälfte zusammenwirkendes Federpaket auf. Eine erste Kupplungshälfte
ist drehbar sowie axial versetzbar auf der Arbeitsspindel gelagert und steht in drehschlüssiger
Verbindung mit der Antriebswelle. Eine dem eindrehrichtungsseitigen Endbereich des
Gehäuses näher liegende zweite Kupplungshälfte ist gegenüber der Arbeitsspindel ebenfalls
axial versetzbar aber drehfest mit dieser verbunden. Beide Kupplungshälften weisen
an ihren, einander zugewandten Stirnseiten mehrere halbkugelförmige Vertiefungen auf,
die der Aufnahme der Kugeln dienen. Bei Übersteigen eines Drehmomentes drücken diese
Kugeln die zweite Kupplungshälfte in Eindrehrichtung soweit gegen das Federpaket,
bis sich die beiden Kupplungshälften zueinander verdrehen können. Jene Kraft, mit
der das Federpaket entgegen der Eindrehrichtung gegen die zweite Kupplungshälfte drückt,
ist mit Hilfe eines in Umfangsrichtung verstellbaren Stellringes veränderbar. Je geringer
die Kraft ist, die auf die zweite Kupplungshälfte wirkt, desto geringer ist das Drehmoment,
das von der Antriebswelle auf die Arbeitswelle übertragbar ist.
[0009] Eine besonders kurze Baulänge des Schraubgerätes mit Schraubvorrichtung kann vorzugsweise
dadurch erreicht werden, indem die Drehmomentabschalteinrichtung von einer Steuerelektronik
gebildet ist, die bei Erreichen eines bestimmten Drehmomentes die Stromzuführung unterbricht.
[0010] Um eine Beschädigung bzw. eine Verschmutzung der Steuerelektronik verhindern zu können,
ist vorteilhafterweise die Steuerelektronik innerhalb des Gehäuses angeordnet. Beispielsweise
findet die Anordnung der Steuerelektronik im Handgriff selbst oder in der Nähe des
Handgriffes statt.
[0011] Zweckmässigerweise ist das für die Unterbrechung der Stromzuführung massgebliche
Drehmoment über einen mit der Steuerelektronik in Verbindung stehenden, stufenlos
verstellbaren, elektrischen Widerstand einstellbar. Dieser Widerstand ist vorzugsweise
mit einem ausserhalb des Gehäuses zugänglichen Stellelement veränderbar, damit die
Verstellung des Drehomentes von der Bedienungsperson mit wenigstens einem Finger schnell
und einfach durchgeführt werden kann.
[0012] Die Steuerelektronik ist beispielsweise mit dem Betätigungsschalter verbunden, damit
eine Aktivierung der Steuerelektronik erst nach einem erneuten Hochfahren des elektrischen
Antriebsmotors erfolgen kann.
[0013] Um eine einheitliche Einschraubtiefe der Schrauben gewährleisten zu können, ist vorteilhafterweise
die im Gehäuse gelagerte Arbeitsspindel entgegen der Eindrehrichtung gegen die Kraft
einer Feder in eine Arbeitsstellung versetzbar, in der eine zwischen der Antriebswelle
und der Arbeitsspindel angeordnete Kupplung die Antriebswelle und die Arbeitsspindel
drehschlüssig miteinander verbindet. Diese Kupplung weist zwei mit Klauen bestückte
Kupplungsteile und eine zwischen beiden Kupplungsteilen angeordnete Druckfeder auf.
In der Arbeitsstellung der Arbeitsspindel ist diese Druckfeder zusammengedrückt und
die Klauen beider Kupplungsteile greifen formschlüssig ineinander. In einer Ausgangsstellung
der Arbeitsspindel ist die Druckfeder entlastet und zwischen beiden Kupplungsteilen
ist kein Formschluss vorhanden.
[0014] Ein erstes Kupplungsteil steht in drehschlüssiger Verbindung mit der Arbeitsspindel
und ein auf der Arbeitsspindel drehbar sowie axial versetzbar gelagertes, zweites
Kupplungsteil steht in drehschlüssiger Verbindung mit der Antriebswelle. Beim Anpressen
des Schraubgerätes gegen einen Untergrund erfolgt eine axiale Versetzung der sich
an einer einzudrehenden Schraube abstützenden Arbeitsspindel entgegen der Eindrehrichtung
gegen die Kraft der Druckfeder. Dabei gelangt die Arbeitsspindel von der Ausgangsstellung
in die Arbeitsstellung, in der die Klauen beider Kupplungsteile drehschlüssig ineinandergreifen.
Beim anschliessenden Eindrehvorgang bleibt die drehschlüssige Verbindung so lange
erhalten, bis ein eindrehrichtungsseitiger Endbereich der Schraubvorrichtung auf der
Oberfläche des Untergrundes zur Auflage gelangt und sich dort abstützt. Beim weiteren
Eindrehvorgang ergibt sich eine Relatiwerschiebung der Arbeitsspindel gegenüber der
Schraubvorrichtung in Eindrehrichtung bis die beiden Kupplungsteile der Kupplung ausser
Eingriff gelangen.
[0015] Die gewünschte Einschraubtiefe kann beispielsweise mit Hilfe einer an dem Grundkörper
der Schraubvorrichtung angeordneten Stellschraube und einem mit dieser zusammenwirkenden
Anschlag an dem Führungskörper eingestellt werden. Anstelle der Stellschraube und
dem Anschlag ist die Eindrehtiefe beispielsweise auch mit einer Verbindung zwischen
dem Gehäuse und der Schraubvorrichtung einstellbar, bei der der axiale Abstand zwischen
dem Gehäuse und der Schraubvorrichtung einstellbar ist. Diese Kupplung ist verschleissarm
und funktioniert nur in Verbindung mit einem Tiefenanschlag. Sie kuppelt sehr schnell
und geräuschlos aus.
[0016] Als Stromquelle für den elektrischen Antriebsmotor und die Steuerelektronik kann
eine externe Wechsel- oder Gleichstromquelle oder ein mit dem Schraubgerät in Verbindung
stehender Wechsel- oder Gleichstrom-Batteriepack dienen. Dieser Batteriepack hat den
Vorteil, dass der Freiheitsgrad gegenüber einem Schraubgerät, das mit einer externen
Stromversorgung verbunden ist, grösser ist.
[0017] Die Erfindung wird anhand von Zeichnungen, die ein Ausführungsbeispiel wiedergeben
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig.1
- ein erfindungsgemässes Schraubgerät mit einer Strombegrenzungseinrichtung;
- Fig. 2
- ein weiteres erfindungsgemässes Schraubgerät mit einer Drehmomentabschalteinrichtung;
- Fig. 3
- eine vergrösserte Darstellung der im Schraubgerät gemäss Fig. 1 dargestellten Kupplung
sowie der Antriebswelle und der Arbeitsspindel.
[0018] Das in den Fig. 1 und 2 dargestellte Schraubgerät weist ein Gehäuse 1, 31, einen
seitlich vom Gehäuse 1, 31 abragenden Handgriff 2, 32, einen im Handgriff 2, 32 angeordneten
Betätigungsschalter 3, 33 sowie ein in den Handgriff 2, 32 ragendes elektrisches Anschlusskabel
4, 34 auf. Der in Fig. 1 dargestellte Betätigungsschalter 3 wirkt mit einer aus dem
Handgriff 2 teilweise herausragenden Schaltwippe 15 zusammen. Innerhalb des Gehäuses
1, 31 befindet sich beispielsweise ein elektrischer Antriebsmotor 5, 35 mit einer
zentralen Antriebswelle 6, 36. Eine sich parallel zur Antriebswelle 6, 36 erstreckende
Arbeitsspindel 7, 37 ist innerhalb des Gehäuses 1, 31 drehbar gelagert und steht in
drehschlüssiger Verbindung mit der Antriebswelle 6, 36.
[0019] An einem eindrehrichtungsseitigen Endbereich weist das Gehäuse 1, 31 einen im wesentlichen
zylindrisch ausgebildeten Aufnahmebereich 8, 38 auf, der von mehreren, voneinander
beabstandeten Längsrippen 9, 39 umgeben ist. Diese Längsrippen 9, 39 erstrecken sich
parallel zur Eindrehrichtung über einen Teil der Gesamtlänge dieses Aufnahmebereiches
8, 38. Zwischen diesen Längsrippen 9, 39 und dem eindrehrichtungsseitigen freien Ende
des Aufnahmebereiches 8, 38 befindet sich eine umlaufende Vertiefung 10, 40 mit einem
im wesentlichen halbkreisförmigen Querschnitt. Das eindrehrichtungsseitige, freie
Ende des Aufnahmebereiches 8, 38 wird in Eindrehrichtung von einem Eindrehwerkzeug
11, 41 überragt, das drehfest mit der Arbeitsspindel 7, 37 des Schraubgerätes zusammenwirkt.
[0020] Der Aufnahmebereich 8, 38 dient der Aufnahme und der Führung einer Schraubvorrichtung
18, 48, die einen Grundkörper 19, 49, einen Führungskörper 20, 50 und ein seitlich
vom Führungskörper 20, 50 abragendes Magazin 21, 51 aufweist. Ein von der Eindrehrichtung
abgewandter Endbereich ist mit einer Aufnahmebohrung 25, 55 versehen, die eine auf
den Aufnahmebereich 8, 38 des Gehäuses 1, 31 abgestimmte Aufnahmegeometrie aufweist.
Die Längsrippen 9, 39 des Aufnahmebereiches 8, 38 finden Aufnahme in entsprechenden
Ausnehmungen in der Wandung der Aufnahmebohrung 25, 55.
[0021] In Eindrehrichtung anschliessend an die Ausnehmungen ist der Grundkörper 19, 49 mit
wenigstens zwei sich senkrecht zur Eindrehrichtung erstreckenden Bohrungen 22, 52
versehen, in denen jeweils eine Kugel 24. 54, eine Druckfeder 23, 53 sowie ein Verschlusselement
Aufnahme finden. Die Kugel 24, 54 dient der axialen Festlegung des Grundkörpers 19,
39 an dem Aufnahmebereich 8, 38 des Gehäuses 1, 31. Ausgehend von der Aufnahmebohrung
25, 55 erstreckt sich im Grundkörper 19, 39, parallel zur Eindrehrichtung, eine zentrale
Durchgangsbohrung, durch die das Eindrehwerkzeug 11, 41 ragt. Die federbelasteten
Kugeln 24, 54 ermöglichen ein schnelles Abnehmen der Schraubvorrichtung von dem Aufnahmebereich
8, 38 des Gehäuses 1, 31.
[0022] Der Führungskörper 20, 50 ragt teilweise in den Grundkörper 19, 49 und ist gegenüber
diesem entgegen der Eindrehrichtung gegen die Kraft einer Feder versetzbar. Seitlich
von dem Führungskörper 19, 49 ragt ein Magazin 21, 51 mit einem nicht dargestellten
Transportkanal ab. Dieser Transportkanal dient der Aufnahme und der Führung mehrerer
hintereinander angeordneter Schrauben 27, 57, die zusammen mit einem, beispielsweise
aus Kunststoff gebildeten, flachen Streifen 26, 56 ein Schraubenmagazin bilden.
[0023] Um eine einheitliche Einschraubtiefe der Schrauben 27, 57 gewährleisten zu können,
kann die im Gehäuse 1, 31 gelagerte Arbeitsspindel 7, 37 wie in Fig. 3 dargestellt
ist, parallel zur Eindrehrichtung begrenzt versetzbar angeordnet sein und mit einer
Klauen aufweisenden Kupplung 28, 58 zusammenwirken, die zwischen der Arbeitsspindel
7, 37 und der Antriebswelle 6, 36 angeordnet ist. Ein erstes Kupplungsteil ist dabei
drehfest mit der Arbeitsspindel 7, 37 verbunden und ein zweites im Gehäuse 1, 31 drehbar
gelagertes Kupplungsteil steht in drehschlüssiger Verbindung mit der Antriebswelle.
Beim Anpressen des Schraubgerätes gegen einen Untergrund erfolgt eine axiale Versetzung
der sich an einer einzudrehenden Schraube 27, 57 abstützenden Arbeitsspindel 7, 37
entgegen der Eindrehrichtung gegen die Kraft einer Feder. Dabei gelangt die Arbeitsspindel
7, 37 in eine Arbeitsstellung, in der die Klauen beider Kupplungsteile drehschlüssig
ineinandergreifen. Beim anschliessenden Eindrehvorgang bleibt die drehschlüssige Verbindung
so lange erhalten, bis ein eindrehrichtungsseitiger Endbereich der Schraubvorrichtung
auf der Oberfläche des Untergrundes zur Auflage gelangt. Beim weiteren Eindrehvorgang
ergibt sich eine Relatiwerschiebung der Arbeitsspindel 7, 37 gegenüber der Schraubvorrichtung
19, 49 in Eindrehrichtung bis die beiden Kupplungsteile der Kupplung 28, 58 ausser
Eingriff gelangen.
[0024] Wie der Fig. 1 zu entnehmen ist, kann die gewünschte Einschraubtiefe mit Hilfe einer
an dem Grundkörper 19 angeordneten Stellschraube 29 und einem mit dieser zusammenwirkenden
Anschlag 30 an dem Führungskörper 20 eingestellt werden. Anstelle der Stellschraube
29 und dem Anschlag 30 ist die Eindrehtiefe beispielsweise auch mit einer Verbindung
zwischen dem Gehäuse 1 und der Schraubvorrichtung einstellbar, bei der der axiale
Abstand zwischen dem Gehäuse und der Schraubvorrichtung einstellbar ist.
[0025] Das Schraubgerät, das in Fig. 1 dargestellt ist, weist eine Drehmomentabschalteinrichtung
in Form einer Steuerelektronik 12 auf, mit deren Hilfe der von dem elektrischen Antriebsmotor
aufgenommene Strom begrenzt wird. Das für die Unterbrechung der Stromzuführung massgebliche
Drehmoment ist über einen mit der Steuerelektronik 12 in Verbindung stehenden, stufenlos
einstellbaren Wiederstand einstellbar. Dieser Widerstand wirkt mit einem Stellelement
13 zusammen, das im Bereich des Handgriffes 2 angeordnet ist. Über eine elektrische
Verbindungsleitung 14 steht die Steuerelektronik 12 in Verbindung mit dem elektrischen
Antriebsmotor 5. Wenn die Steuerelektronik 12 beispielsweise mit dem Betätigungsschalter
aktivierbar ist, steht die Steuerelektronik über die elektrischen Verbindungsleitungen
16, 17 mit dem Betätigungsschalter 3 und dem elektrischen Antriebsmotor 5 in Verbindung.
Das Schraubgerät gemäss Fig. 2 weist eine nicht näher dargestellte mechanische Drehmomentabschalteinrichtung
42 auf.
1. Schraubgerät mit einer abnehmbaren, der Aufnahme magazinierter Schrauben (27, 57)
dienenden Schraubvorrichtung (18, 48), einem Gehäuse (1, 31), einem Handgriff (2,
32), einem Betätigungsschalter (3, 33), einem Antriebsmotor (5, 35) mit einer Antriebswelle
(6, 36), einer in dem Gehäuse (1, 31) gelagerten und mit der Antriebswelle (6, 36)
zusammenwirkenden Arbeitsspindel (7, 37) sowie einem mit der Arbeitsspindel (7, 37)
in Verbindung stehenden Eindrehwerkzeug (11, 41), dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsspindel (7, 37) mit einer einstellbaren Drehmomentabschalteinrichtung
zusammenwirkt.
2. Schraubgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehmomentabschalteinrichtung von einer zwischen der Antriebsspindel (6, 36)
und dem Eindrehwerkzeug (11, 41) angeordneten, mechanischen Überlastkupplung gebildet
ist
3. Schraubgerät nach 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehmomentabschalteinrichtung von einer Steuerelektronik (12) gebildet ist, die
bei Erreichen eines bestimmten einstellbaren Drehomentes die Stromzuführung unterbricht.
4. Schraubgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerelektronik (12) innerhalb des Gehäuses (1) angeordnet ist.
5. Schraubgerät nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das für die Unterbrechung der Stromzuführung massgebliche Drehmoment über einen mit
der Steuerelektronik (12) in Verbindung stehenden stufenlos verstellbaren elektrischen
Widerstand einstellbar ist.
6. Schraubgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit dem elektrischen Widerstand in Verbindung stehendes Stellelement (13) ausserhalb
des Gehäuses (1) betätigbar ist.
7. Schraubgerät nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerelektronik (12) mit dem Betätigungsschalter (3) aktivierbar ist.
8. Schraubgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsspindel (7, 37) entgegen der Eindrehrichtung gegen die Kraft einer Feder
in eine Arbeitsstellung versetzbar ist, in der eine zwischen der Antriebswelle (36)
und der Arbeitsspindel (7, 37) angeordnete Kupplung (28, 58) die Antriebswelle (6,
36) und die Arbeitsspindel (7, 37) drehschlüssig miteinander verbindet.