[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung Alkylpolyglycosid(APG)-haltiger
Granulate in einem Mischgranulationsprozeß.
[0002] Granulare Wasch- und Reinigungsmittelzusammensetzungen werden zu einem Großteil durch
Sprühtrocknung hergestellt. Bei der Sprühtrocknung werden die Inhaltsstoffe wie Tenside,
Gerüststoffe usw. mit ca. 35 bis 50 Gew.-% Wasser zu einer wäßrigen Aufschlämmung,
dem sogenannten Slurry, vermischt und in Sprühtürmen in einem Heißgasstrom zerstäubt,
wobei sich die Wasch- und Reinigungsmittel-Partikel ausbilden. Sowohl die Anlagen
für dieses Verfahren als auch die Durchführung des Verfahrens sind kostenaufwendig,
da ca. 30 bis 40 Gew.-% des Slurry-Wassers verdampft werden müssen. Zudem haben die
durch Sprühtrocknung hergestellten Granulate zwar meist eine ausgezeichnete Löslichkeit,
weisen aber nur geringe Schüttgewichte auf, was zu höheren Verpackungsvolumina sowie
Transport- und Lagerkapazitäten führt. Auch die Fließfähigkeit sprühgetrockneter Granulate
ist aufgrund ihrer unregelmäßigen Oberflächenstruktur nicht optimal, was sich auch
auf ihr optisches Erscheinungsbild auswirkt. Zudem ist die Sprühtrocknung nichtionischer
Tenside mit weiteren Problemen verbunden. Aufgrund ihrer relativ niedrigen Schmelzpunkte
und aufgrund ihrer relativ hohen Flüchtigkeit neigen nichtionische Tenside beim Sprühtrocknungsprozeß
dazu, zu einem Teil mit dem Heißgastrocknungsstrom mitgerissen zu werden und in die
Abluft überzugehen, was dem Fachmann als "pluming" oder "blue smoke" bekannt ist.
Sprühtrocknungsverfahren weisen eine weitere Reihe von Nachteilen auf, so daß es nicht
an Versuchen gefehlt hat, die Herstellung von Wasch- und Reinigungsmitteln völlig
ohne Sprühtrocknung durchzuführen.
[0003] So beschreibt
W.Hermann de Groot, I. Adami, G.F. Moretti "The Manufacture of Modern Detergent Powders",
Hermann de Groot Academic Publisher, Wassenaar, 1995, Seite 102 ff. verschiedene Misch- und Granulierverfahren zur Herstellung von Wasch- und Reinigungsmitteln.
Diese Verfahren haben die Gemeinsamkeit, daß vorgemischte Feststoffe unter Zusatz
der flüssigen Inhaltsstoffe granuliert und gegebenenfalls nachgetrocknet werden.
[0004] Auch in der Patentliteratur existiert ein breiter Stand der Technik zur Non-Tower-Herstellung
von Wasch- und Reinigungsmitteln. Hierbei ist die Herstellung von Tensidgranulaten,
die Alkylpolyglycoside (APG) enthalten, mit weiteren Schwierigkeiten verbunden, da
wäßrige Lösungen bzw. Pasten von APG nicht einfach als Granulierflüssigkeit verwendet
werden können, wie dies üblicherweise für nichtionische Tenside der Fall ist. Versucht
man nämlich, APG-Lösungen auf bewegte Feststoffe aufzutragen, so erhält man Granulate,
welche nur ein geringes Aufnahmevermögen für weitere optional einzusetzende Wasch-
und Reinigungsmittel-Inhaltsstoffe besitzen und zudem zur Verklumpung neigen. Auch
hat diese Verfahrensweise den Nachteil, daß sich die zu granulierende Mischung hartnäckig
an den Mischwerkzeugen und der Mischerwandung festsetzt und auf diese Weise eine kontinuierliche
Produktion verhindert.
[0005] Der vorliegenden Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung
APG-haltiger Granulate bereitzustellen, das frei von den genannten Nachteilen ist.
Es sollte ein Granulationsverfahren bereitgestellt werden, das sowohl die diskontinuierliche
als auch die kontinuierliche Herstellung von APG-haltigen Granulaten erlaubt, ohne
daß Anbakkungen auftreten oder die Granulate nachteilige Eigenschaften aufweisen.
[0006] Die Lösung dieser Aufgabe gelingt, wenn man die APG-Lösungen bzw. Pasten nicht allein,
sondern in Mischung mit weiteren wäßrigen Lösungen nichttensidischer Granulationskomponenten
als Granulationsflüssigkeit verwendet.
[0007] Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung Alkylpolyglycosid(APG)-haltiger
Granulate, bei dem eine wäßrige APG-Paste mit anderen wäßrigen Lösungen nichttensidischer
Granulationskomponenten vermischt und auf eine in einem Mischer bewegte Feststoffmischung
aufgesprüht wird.
[0008] Erfindungsgemäß einsetzbare Alkypolyglycoside genügen der allgemeinen Formel RO(G)
2, in der R für einen linearen oder verzweigten, insbesondere in 2-Stellung methylverzweigten,
gesättigten oder ungesättigten, aliphatischen Rest mit 8 bis 22, vorzugsweise 12 bis
18 C-Atomen bedeutet und G das Symbol ist, das für eine Glykoseeinheit mit 5 oder
6 C-Atomen, vorzugsweise für Glucose, steht. Der Glycosidierungsgrad z liegt dabei
zwischen 1,0 und 4,0, vorzugsweise zwischen 1,0 und 2,0 und insbesondere zwischen
1,1 und 1,4.
[0009] Bevorzugt eingesetzt werden lineare Alkylpolyglucoside, also Alkylpolyglycoside,
in denen der Polyglycosylrest ein Glucoserest und der Alkylrest ein n-Alkylrest ist.
Diese lassen sich durch folgende Formel beschreiben

wobei x der um 1 verringerte oben beschriebene Glycosidierungsgrad z ist, bevorzugte
Werte von x also zwischen 0 und 3, vorzugsweise zwischen 0 und 1 und insbesondere
zwischen 0,1 und 0,4 liegen. Die Zahl n der Methylengruppen liegt vorzugsweise zwischen
7 und 21, bevorzugt zwischen 11 und 17, C-Atomen.
[0010] Die erfindungsgemäß eingesetzten Alkylpolyglycoside (nachfolgend kurz als APG bezeichnet)
können nach bekannten Verfahren auf Basis bekannter Rohstoffe hergestellt werden.
Beispielsweise wird Dextrose in Gegenwart eines sauren Katalysators mit n-Butanol
zu Butylpolyglycosidgemischen umgesetzt, welche mit langkettigen Alkoholen ebenfalls
in Gegenwart eines sauren katalysators zu den gewünschten Alkylpolyglycosidgemischen
umglycosidiert werden. Es ist auch möglich, Dextrose direkt mit dem gewünschten langkettigen
Alkohol zu den gewünschten Alkylpolyglycosidgemischen zu glycosidieren.
Die Struktur der Produkte ist in gewissen Grenzen variierbar. Der Alkylrest wird dabei
durch die Auswahl des langkettigen Alkohols festgelegt. Aus wirtschaftlichen Gründen
sind dabei die großtechnisch zugänglichen Alkohole mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen,
insbesondere native Alkohole aus der Hydrierung von Carbonsäuren bzw. Carbonsäurederivaten,
bevorzugt. Auch die aus technischen Alkoholsynthesen zugänglichen Alkohole wie Oxoalkohole
und Ziegleralkohole sind verwendbar.
[0011] Die Polyglycosylreste G
y werden einerseits durch die Auswahl des Kohlenhydrats und andererseits durch die
Einstellung des mittleren Polymerisationsgrads (Glycosidierungsgrad y) festgelegt,
wie es beispielsweise in der
DE 19 43 689 beschrieben ist. Im Prinzip können bekanntlich Polysaccharide, z.B. Stärken, maltodextrine,
Dextrose, Galactose, Mannose, Xylose usw. eingesetzt werden. Bevorzugt sind die großtechnisch
verfügbaren Kohlenhydrate Stärke, Maltodextrine und insbesondere Dextrose. Da die
wirtschaftlich interessanten APG-Synthesen nicht regio- und stereoselektiv verlaufen,
sind die Alkylpolyglycoside stets Gemische von Oligomeren, die ihrerseits Gemische
verschiedener isomerer Formen darstellen. Sie liegen nebeneinander mit α- und β-glycosidischen
Bindungen in Pyranoseund Furanoseform vor. Auch die Verknüpfungsstellen zwischen zwei
Saccharidresten sind unterschiedlich.
[0012] Erfindungsgemäß einsetzbare Alkylpolyglycoside lassen sich auch durch Abmischen von
Alkylpolyglycosiden mit Alkylmonoglycosiden herstellen. Alkylmonoglycoside lassen
sich beispielsweise nach dem in der
EP 092 355 offenbarten Verfahren mittels polarer Lösungsmittel wie Aceton aus Alkylpolyglycosiden
gewinnen bzw. anreichern. Der Glycosidierungsgrad von Alkylpolyglycosiden wird dabei
üblicherweise durch
1H-Kernresonanzmessungen bestimmt.
[0013] Erfindungsgemäß werden die Alkylpolyglycoside in Form wäßriger Lösungen bzw. Pasten
mit wäßrigen Lösungen weiterer nichttensidischer Granulationskomponenten vermischt
und auf die Feststoffe aufgesprüht. Es ist hierbei bevorzugt, daß die APG-Lösungen
bzw.- Pasten vor dem Vermischen mit den anderen Lösungen APG-Gehalte von mindestens
40 Gew.-%, vorzugsweise mindestens 45 Gew.-% und insbesondere mindestens 50 Gew.-%,
jeweils bezogen auf die APG-Lösung oder -Paste, aufweisen.
[0014] Die wäßrigen Lösungen nichttensidischer Granulationskomponenten werden vor dem Aufsprühen
auf die Feststoffe mit den vorstehend beschriebenen APG-Pasten vermischt. Als nichttensidische
Granulationskomponenten kommen dabei sämtliche Inhaltsstoffe von Wasch- und Reinigungsmitteln
in Frage, welche wasserlöslich sind und nicht aus der Gruppe der Tenside stammen.
Insbesondere sind hier Silikate, Polymere, Komplexierungsmittel, optische Aufheller
und anorganische Salze als nichttensidische Granulationskomponenten zu nennen.
[0015] Als Silikate sind sowohl kristalline als auch amorphe Silikate einsetzbar, wobei
die Alkalimetallsilikate bevorzugt sind.
[0016] Geeignete kristalline, schichtförmige Natriumsilikate besitzen die allgemeine Formel
NaMSi
xO
2x+1 ·H
2O, wobei M Natrium oder Wasserstoff bedeutet, x eine Zahl von 1,9 bis 4 und y eine
Zahl von 0 bis 20 ist und bevorzugte Werte für x 2, 3 oder 4 sind. Derartige kristalline
Schichtsilikate werden beispielsweise in der europäischen Patentanmeldung
EP-A-0 164 514 beschrieben. Bevorzugte kristalline Schichtsilikate der angegebenen Formel sind solche,
in denen M für Natrium steht und x die Werte 2 oder 3 annimmt. Insbesondere sind sowohl
β- als auch δ-Natriumdisilikate Na
2Si
2O
5 · yH
2O bevorzugt, wobei β-Natriumdisilikat beispielsweise nach dem Verfahren crhalten werden
kann, das in der internationalen Patentanmeldung
WO-A-91/08171 beschrieben ist.
[0017] Einsetzbar sind auch amorphe Natriumsilikate mit einem Modul Na
2O : SiO
2 von 1:2 bis 1:3,3, vorzugsweise von 1:2 bis 1:2,8 und insbesondere von 1:2 bis 1:2,6,
welche löseverzögert sind und Sekundärwascheigenschaften aufweisen. Die Löseverzögerung
gegenüber herkömmlichen amorphen Natriumsilikaten kann dabei auf verschiedene Weise,
beispielsweise durch Oberflächenbehandlung, Compoundierung, Kompaktierung/ Verdichtung
oder durch Übertrocknung hervorgerufen worden sein. Im Rahmen dieser Erfindung wird
unter dem Begriff "amorph" auch "röntgenamorph" verstanden. Dies heißt, daß die Silikate
bei Röntgenbeugungsexperimenten keine scharfen Röntgenreflexe liefern, wie sie für
kristalline Substanzen typisch sind, sondern allenfalls ein oder mehrere Maxima der
gestreuten Röntgenstrahlung, die eine Breite von mehreren Gradeinheiten des Beugungswinkels
aufweisen. Es kann jedoch sehr wohl sogar zu besonders guten Buildereigenschaften
führen, wenn die Silikatpartikel bei Elektronenbeugungsexperimenten verwaschene oder
sogar scharfe Beugungsmaxima liefern. Dies ist so zu interpretieren, daß die Produkte
mikrokristalline Bereiche der Größe 10 bis einige Hundert nm aufweisen, wobei Werte
bis max. 50 nm und insbesondere bis max. 20 nm bevorzugt sind. Derartige sogenannte
röntgenamorphe Silikate, welche ebenfalls eine Löseverzögerung gegenüber den herkömmlichen
Wassergläsern aufweisen, werden beispielsweise in der deutschen Patentanmeldung
DE-A- 44 00 024 beschrieben. Insbesondere bevorzugt sind verdichtete/kompaktierte amorphe Silikate,
compoundierte amorphe Silikate und übertrocknete röntgenamorphe Silikate.
[0018] Als Polymere kommen wasserlösliche Polymere in betracht, die wegen ihrer Sekundärwascheigenschaften
oft in Wasch- und Reinigungsmitteln eingesetzt werden. In diese Gruppe fallen insbesondere
die Polyacrylsäuren bzw. Polyacrylate sowie die Copolymere von Acrylsäure mit anderen
Mononmeren, insbesondere ungesättigten Säuren wie Maleinsäure. Acrylsäure-Maleinsäure-Copolymere
sind beispielsweise unter dem Handelsnamen Sokalan® CP 5 (BASF) erhältlich
[0019] Geeignete Komplexbildner sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung beispielsweise
die Alkalisalze der Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA) oder der Nitrilotriessigsäure
(NTA) sowie Alkalimetallsalze von anionischen Polyelektrolyten wie Polymaleaten und
Polysulfonaten. Weiterhin sind niedermolekulare Hydroxycarbonsäuren wie Citronensäure,
Weinsäure, Äpfelsäure oder Gluconsäure geeignet. Geeignete Komplexbildner können weiterhin
ausgewählt sein aus Organophosphonaten wie beispielsweise 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure
(HEDP), Aminotri(methylenphosphonsäure) (ATMP), Diethylentriaminpenta(methylenphosphon-säure)
sowie 2-Phosphonobutan-1,2,4-tricarbonsäure (PBS-AM).
[0020] Als optische Aufheller können Derivate der Diaminostilbendisulfonsäure bzw. deren
Alkalimetallsalze eingesetzt werden. Geeignet sind z.B. Salze der 4,4'-Bis(2-anilino-4-morpholino-1,3,5-triazinyl-6-amino)stilben-2,2'-disulfonsäure
oder gleichartig aufgebaute Verbindungen, die anstelle der Morpholino-Gruppe eine
Diethanolaminogruppe, eine Methylaminogruppe, eine Anilinogruppe oder eine 2-Methoxyethylaminogruppe
tragen. Weiterhin können Aufheller vom Typ der substituierten Diphenylstyryle anwesend
sein, z.B. die Alkalisalze des 4,4'-Bis(2-sulfostyryl)-diphenyls, 4,4'-Bis(4-chlor-3-sulfostyryl)-diphenyls,
oder 4-(4-Chlorstyryl)-4'-(2-sulfostyryl)-diphenyls. Auch Gemische der vorgenannten
Aufheller können verwendet werden.
[0021] Schließlich können auch anorganische Salze als Granulationskomponente verwendet werden,
sofern dies gewünscht wird. Aus dieser Gruppe sind insbesondere die Alkalimetallsalze
und unter ihnen die Carbonate, Hydrogencarbonate und Sulfate bevorzugt.
[0022] Die genannten Granulationskomponenten können auch im Gemisch miteinander eingesetzt
werden, wobei der Formulierungsfreiheit keine Grenzen gesetzt sind. Die Mischung mit
anderen Granulationskomponenten empfiehlt sich immer dann, wenn bestimmte Stoffe nicht
in hohen Mengen in den Granulaten enthalten sein sollen ― so werden optische Aufheller
üblicherweise mit anderen Granulationskomponenten kombiniert. Der Gehalt der wäßrigen
Lösung der Granulationskomponenten an Aktivsubstanz beträgt vor dem Vermischen mit
der APG-Paste beispielsweise mehr als 20 Gew.-%, vorzugsweise mehr als 25 Gew.-% und
insbesondere mehr als 30 Gew.-%, jeweils bezogen auf die wäßrige Lösung.
[0023] Mit besonderem Vorteil wird als Granulationskomponente eine wäßrigc Natriumsilikatlösung
zum Vermischen mit der APG-Paste eingesetzt, die mehr als 20 Gew.-%, vorzugsweise
mehr als 25 Gew.-% und insbesondere mehr als 30 Gew.-% Natriumsilikat, jeweils bezogen
auf die wäßrige Lösung, enthält.
[0024] Die APG-Paste und die wäßrige Lösung der Granulationskomponenten werden vermischt
und auf die im Mischer bewegten Feststoffe aufgesprüht. Es ist hierbei bevorzugt,
daß die Mischung aus APG-Paste und anderen wäßrigen Lösungen nichttensidischer Granulationskomponenten
weniger als 70 Gew.-%, vorzugsweise weniger als 65 Gew.-% und insbesondere weniger
als 60 Gew.-% Wasser, bezogen auf die Mischung, enthält. Die APG-Paste und die wäßrige
Lösung der Granulationskomponenten können in variierenden Verhältnissen zueinander
vermischt werden, wobei ein Rahmen des Verhältnisses APG:übrige Granulationskomponenten
von 50:1 bis 1:50, jeweils bezogen auf Aktivsubstanz, vorteilhaft ist. Besonders bevorzugt
ist es im Rahmen der vorliegenden Erfindung jedoch, diesen bereich enger zu wählen,
so daß das Verhältnis von APG zu nichttensidischen Granulationskomponenten in der
Mischung im Bereich 2:1 bis 1:10, vorzugsweise im Bereich von 1:1 bis 1:5 und insbesondere
im Bereich von 1:1,5 bis 1:3, jeweils bezogen auf Aktivsubstanz, liegt.
[0025] Die Feststoffmischung, auf die das Gemisch aus APG-Paste und wäßriger Lösung nichttensidischer
Granulationskomponenten aufgesprüht wird, kann sämtliche üblicherweise in Wasch- und
Reinigungsmitteln verwendetenen Inhaltsstoffe enthalten. Diese Stoffe stammen üblicherweise
aus der Gruppe der Gerüststoff(e) und/oder Tensidgranulat(e) und/oder Bleichmittel
und/oder Bleichaktivatoren sowie gegebenenfalls weiterer übliche Inhaltsstoffe von
Wasch- und Reinigungsmitteln.
[0026] Neben den waschaktiven Substanzen sind Gerüststoffe die wichtigsten Inhaltsstoffe
von Wasch- und Reinigungsmitteln. Im erfindungsgemäßen Verfahren können im Feststoffgemisch
dabei alle üblicherweise in Wasch- und Reinigungsmitteln eingesetzten Gerüststoffe
enthalten sein, insbesondere also Zeolithe, Silikate, Carbonate, organische Cobuilder
und wo keine ökologischen Vorurteile gegen ihren Einsatz bestehen- auch die Phosphate.
[0027] Der eingesetzte feinkristalline, synthetische und gebundenes Wasser enthaltende Zeolith
ist vorzugsweise Zeolith A und/oder P. Als Zeolith P wird Zeolith MAP® (Handelsprodukt
der Firma Crosfield) besonders bevorzugt. Geeignet sind jedoch auch Zeolith X sowie
Mischungen aus A, X und/oder P. Kommerziell erhältlich und im Rahmen der vorliegenden
Erfindung bevorzugt einsetzbar ist beispielsweise auch ein Co-Kristallisat aus Zeolith
X und Zeolith A (ca. 80 Gew.-% Zeolith X), das von der Firma CONDEA Augusta S.p.A.
unter dem Markennamen VEGOBOND AX® vertrieben wird und durch die Formel
nNa
2O · (1-n)K
2O · Al
2O
3 · (2 - 2,5)SiO
2 · (3,5 - 5,5) H
2O
beschrieben werden kann. Der Zeolith kann dabei sowohl als Gerüststoff in einem granularen
Compound eingesetzt, als auch zu einer Art "Abpuderung" der gesamten zu verpressenden
Mischung verwendet werden, wobei üblicherweise beide Wege zur Inkorporation des Zeoliths
in das Vorgemisch genutzt werden. Geeignete Zeolithe weisen eine mittlere Teilchengröße
von weniger als 10 µm (Volumenverteilung; Meßmethode: Coulter Counter) auf und enthalten
vorzugsweise 18 bis 22 Gew.-%, insbesondere 20 bis 22 Gew.-% an gebundenem Wasser.
In bevorzugten Verfahren enthält die im Mischer bewegte Feststoffmischung Zeolith(e)
in Mengen von mehr als 10 Gew.-%, vorzugsweise in Mengen von mehr als 20 Gew.-% und
insbesondere in Mengen oberhalb 30 Gew.-%, bezogen auf die Feststoffmischung.
[0028] Selbstverständlich ist auch ein Einsatz der allgemein bekannten Phosphate als Buildersubstanzen
möglich, sofern ein derartiger Einsatz nicht aus ökologischen Gründen vermieden werden
sollte. Geeignet sind insbesondere die Natriumsalze der Orthophosphate, der Pyrophosphate
und insbesondere der Tripolyphosphate.
[0029] Brauchbare organische Gerüstsubstanzen sind beispielsweise die in Form ihrer Natriumsalze
einsetzbaren Polycarbonsäuren, wie Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure,
Weinsäure, Zuckersäuren, Aminocarbonsäuren, Nitrilotriessigsäure (NTA), sofern ein
derartiger Einsatz aus ökologischen Gründen nicht zu beanstanden ist, sowie Mischungen
aus diesen. Bevorzugte Salze sind die Salze der Polycarbonsäuren wie Citronensäure,
Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Weinsäure, Zuckersäuren und Mischungen aus
diesen.
[0030] Auch die bereits weiter oben beschriebenen Silikate können sowohl als Granulationskomponente
(wäßrige Lösung in Mischung mit der APG-Paste) als auch in der Feststoffmischung enthalten
sein.
[0031] Neben den Gerüststoffen kann die Feststoffmischung waschaktive Substanzen enthalten,
die vorzugsweise aus der Gruppe der anionischen und/oder nichtionischen Tenside stammen.
Diese Tenside können dabei als reine Substanzen eingesetzt werden, sofern sie bei
der Verfahrenstemperatur fest sind; sie können aber auch als compoundierte Rohstoffe
oder auf Trägermaterialien aufgebracht in die Feststoffmischung inkorporiert werrden.
[0032] Als anionische Tenside werden beispielsweise solche vom Typ der Sulfonate und Sulfate
eingesetzt. Als Tenside vom Sulfonat-Typ kommen dabei vorzugsweise C
9-13-Alkylbenzolsulfonate, Olefinsulfonate, d.h. Gemische aus Alken- und Hydroxyalkansulfonaten
sowie Disulfonaten, wie man sie beispielsweise aus C
12-18-Monoolefinen mit endoder innenständiger Doppelbindung durch Sulfonieren mit gasförmigem
Schwefeltrioxid und anschließende alkalische oder saure Hydrolyse der Sulfonierungsprodukte
erhält, in Betracht. Geeignet sind auch Alkansulfonate, die aus C
12-18-Alkanen beispielsweise durch Sulfochlorierung oder Sulfoxidation mit anschließender
Hydrolyse bzw. Neutralisation gewonnen werden. Ebenso sind auch die Ester von α-Sulfofettsäuren
(Estersulfonate), z.B. die α-sulfonierten Methylester der hydrierten Kokos-, Palmkem-
oder Talgfettsäuren geeignet.
[0033] Weitere geeignete Aniontenside sind sulfierte Fettsäureglycerinester. Unter Fettsäureglycerinestern
sind die Mono-, Di- und Triester sowie deren Gemische zu verstehen, wie sie bei der
Herstellung durch Veresterung von einem Monoglycerin mit 1 bis 3 Mol Fettsäure oder
bei der Umesterung von Triglyceriden mit 0,3 bis 2 Mol Glycerin erhalten werden. Bevorzugte
sulfierte Fettsäureglycerinester sind dabei die Sulfierprodukte von gesättigten Fettsäuren
mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, beispielsweise der Capronsäure, Caprylsäure, Caprinsäure,
Myristinsäure, Laurinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure oder Behensäure.
[0034] Als Alk(en)ylsulfate werden die Alkali- und insbesondere die Natriumsalze der Schwefelsäurehalbester
der C
12-C
18-Fettalkohole, beispielsweise aus Kokosfettalkohol, Talgfettalkohol, Lauryl-, Myristyl-,
Cetyl- oder Stearylalkohol oder der C
10-C
20-Oxoalkohole und diejenigen Halbester sekundärer Alkohole dieser Kettenlängen bevorzugt.
Weiterhin bevorzugt sind Alk(en)ylsulfate der genannten Kettenlänge, welche einen
synthetischen, auf petrochemischer Basis hergestellten geradkettigen Alkylrest enthalten,
die ein analoges Abbauverhalten besitzen wie die adäquaten Verbindungen auf der basis
von fettchemischen Rohstoffen. Aus waschtechnischem Interesse sind die C
12-C
16-Alkylsulfate und C
12-C
15-Alkylsulfate sowie C
14-C
15-Alkylsulfate bevorzugt. Auch 2,3-Alkylsulfate, welche beispielsweise gemäß den US-Patentschriften
3,234,258 oder
5,075,041 hergestellt werden und als Handelsprodukte der Shell Oil Company unter dem Namen
DAN® erhalten werden können, sind geeignete Aniontenside.
[0035] Auch die Schwefelsäuremonoester der mit 1 bis 6 Mol Ethylenoxid ethoxylierten geradkettigen
oder verzweigten C
7-21-Alkohole, wie 2-Methyl-verzweigte C
9-11-Alkohole mit im Durchschnitt 3,5 Mol Ethylenoxid (EO) oder C
12-18-Fettalkohole mit 1 bis 4 EO, sind geeignet. Sie werden in Reinigungsmitteln aufgrund
ihres hohen Schaumverhaltens nur in relativ geringen Mengen, beispielsweise in Mengen
von 1 bis 5 Gew.-%, eingesetzt.
[0036] Weitere geeignete Aniontenside sind auch die Salze der Alkylsulfobernsteinsäure,
die auch als Sulfosuccinate oder als Sulfobernsteinsäureester bezeichnet werden und
die Monoester und/oder Diester der Sulfobernsteinsäure mit Alkoholen, vorzugsweise
Fettalkoholen und insbesondere ethoxylierten Fettalkoholen darstellen. Bevorzugte
Sulfosuccinate enthalten C
8-18-Fettalkoholreste oder Mischungen aus diesen. Insbesondere bevorzugte Sulfosuccinate
enthalten einen Fettalkoholrest, der sich von ethoxylierten Fettalkoholen ableitet,
die für sich betrachtet nichtionische Tenside darstellen (Beschreibung siehe unten).
Dabei sind wiederum Sulfosuccinate, deren Fettalkohol-Reste sich von ethoxylierten
Fettalkoholen mit eingeengter Homologenverteilung ableiten, besonders bevorzugt. Ebenso
ist es auch möglich, Alk(en)ylbernsteinsäure mit vorzugsweise 8 bis 18 Kohlenstoffatomen
in der Alk(en)ylkette oder deren Salze einzusetzen.
[0037] Als weitere anionische Tenside kommen insbesondere Seifen in Betracht. Geeignet sind
gesättigte Fettsäureseifen, wie die Salze der Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure,
Stearinsäure, hydrierte Erucasäure und Behensäure sowie insbesondere aus natürlichen
Fettsäuren, z.B. Kokos-, Palmkem- oder Talgfettsäuren, abgeleitete Seifengemische.
[0038] Die anionischen Tenside einschließlich der Seifen können in Form ihrer Natrium-,
Kaliumoder Ammoniumsalze sowie als lösliche Salze organischer Basen, wie Mono-, Di-
oder Triethanolamin, vorliegen. Vorzugsweise liegen die anionischen Tenside in Form
ihrer Natrium- oder Kaliumsalze, insbesondere in Form der Natriumsalze vor.
[0039] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt, daß die Feststoffmischung
5 bis 60 Gew.-%, vorzugsweise 10 bis 50 Gew.-% uns insbesondere 20 bis 40 Gew.-% anionische(s)
Tensid(e) enthält.
[0040] Bei der Auswahl der anionischen Tenside, die in dem erfindungsgemäßen Verfahren zum
Einsatz kommen, stehen der Formulierungsfreiheit keine einzuhaltenden Rahmenbedingungen
im Weg. Bevorzugte Feststoffmischungen weisen jedoch einen Gehalt an Seife auf, der
0,2 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der vorgelegten Feststoffe, übersteigt.
Bevorzugt einzusetzende anionische Tenside sind dabei die Alkylbenzolsulfonate Fettalkoholsulfate,
wobei bevorzugte Feststoffmischungen 2 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 5 bis 15 Gew.-%
und insbesondere 7,5 bis 12,5 Gew.-% Fettalkoholsulfat(e), jeweils bezogen auf das
Gesamtgewicht der vorgelegten Feststoffe, enthalten
[0041] Als nichtionische Tenside werden vorzugsweise alkoxylierte, vorteilhafterweise ethoxylierte,
insbesondere primäre Alkohole mit vorzugsweise 8 bis 18 C-Atomen und durchschnittlich
1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) pro Mol Alkohol eingesetzt, in denen der Alkoholrest
linear oder bevorzugt in 2-Stellung methylverzweigt sein kann bzw. lineare und methylverzweigte
Reste im Gemisch enthalten kann, so wie sie üblicherweise in Oxoalkoholresten vorliegen.
Insbesondere sind jedoch Alkoholethoxylate mit linearen Resten aus Alkoholen nativen
Ursprungs mit 12 bis 18 C-Atomen, z.B. aus Kokos-, Palm-, Talgfettoder Oleylalkohol,
und durchschnittlich 2 bis 8 EO pro Mol Alkohol bevorzugt. Zu den bevorzugten ethoxylierten
Alkoholen gehören beispielsweise C
12-14-Alkohole mit 3 EO oder 4 EO, C
9-11-Alkohol mit 7 EO, C
13-15-Alkohole mit 3 EO, 5 EO, 7 EO oder 8 EO, C
12-18-Alkohole mit 3 EO, 5 EO oder 7 EO und Mischungen aus diesen, wie Mischungen aus C
12-14-Alkohol mit 3 EO und C
12-18-Alkohol mit 5 EO. Die angegebenen Ethoxylierungsgrade stellen statistische Mittelwerte
dar, die für ein spezielles Produkt eine ganze oder eine gebrochene Zahl sein können.
Bevorzugte Alkoholethoxylate weisen eine eingeengte Homologenverteilung auf (narrow
range ethoxylates, NRE). Zusätzlich zu diesen nichtionischen Tensiden können auch
Fettalkohole mit mehr als 12 EO eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind Talgfettalkohol
mit 14 EO, 25 EO, 30 EO oder 40 EO.
[0042] Eine weitere Klasse bevorzugt eingesetzter nichtionischer Tenside, die entweder als
alleiniges nichtionisches Tensid oder in Kombination mit anderen nichtionischen Tensiden
eingesetzt werden, sind alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder ethoxylierte
und propoxylierte Fettsäurealkylester, vorzugsweise mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
in der Alkylkette, insbesondere Fettsäuremethylester, wie sie beispielsweise in der
japanischen Patentanmeldung
JP 58/217598 beschrieben sind oder die vorzugsweise nach dem in der internationalen Patentanmeldung
WO-A-90/13533 beschriebenen Verfahren hergestellt werden.
[0043] Auch nichtionische Tenside vom Typ der Aminoxide, beispielsweise N-Kokosalkyl-N,N-dimethylaminoxid
und N-Talgalkyl-N,N-dihydroxyethylaminoxid, und der Fettsäurealkanolamide können geeignet
sein. Die Menge dieser nichtionischen Tenside beträgt vorzugsweise nicht mehr als
die der ethoxylierten Fettalkohole, insbesondere nicht mehr als die Hälfte davon.
[0044] Weitere geeignete Tenside sind Polyhydroxyfettsäureamide der Formel (I),

in der RCO für einen aliphatischen Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, R
1 für Wasserstoff, einen Alkyl- oder Hydroxyalkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
und [Z] für einen linearen oder verzweigten Polyhydroxyalkylrest mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen
und 3 bis 10 Hydroxylgruppen steht. Bei den Polyhydroxyfettsäureamiden handelt es
sich um bekannte Stoffe, die üblicherweise durch reduktive Aminierung eines reduzierenden
Zukkers mit Ammoniak, einem Alkylamin oder einem Alkanolamin und nachfolgende Acylierung
mit einer Fettsäure, einem Fettsäurealkylester oder einem Fettsäurechlorid erhalten
werden können.
[0045] Zur Gruppe der Polyhydroxyfettsäureamide gehören auch Verbindungen der Formel (II),

in der R für einen linearen oder verzweigten Alkyl- oder Alkenylrest mit 7 bis 12
Kohlenstoffatomen, R
1 für einen linearen, verzweigten oder cyclischen Alkylrest oder einen Arylrest mit
2 bis 8 Kohlenstoffatomen und R
2 für einen linearen, verzweigten oder cyclischen Alkylrest oder einen Arylrest oder
einen Oxy-Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen steht, wobei C
1-4-Alkyl- oder Phenylreste bevorzugt sind und [Z] für einen linearen Polyhydroxyalkylrest
steht, dessen Alkylkette mit mindestens zwei Hydroxylgruppen substituiert ist, oder
alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder propxylierte Derivate dieses Restes.
[0046] [Z] wird vorzugsweise durch reduktive Aminierung eines reduzierten Zuckers erhalten,
beispielsweise Glucose, Fructose, Maltose, Lactose, Galactose, Mannose oder Xylose.
Die N-Alkoxy- oder N-Aryloxy-substituierten Verbindungen können dann beispielweise
nach der Lehre der internationalen Anmeldung
WO-A-95/07331 durch Umsetzung mit Fettsäuremethylestern in Gegenwart eines Alkoxids als Katalysator
in die gewünschten Polyhydroxyfettsäureamide überführt werden.
[0047] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist es bevorzugt, daß die Feststoffmischung
5 bis 40 Gew.-%, vorzugsweise 7,5 bis 30 Gew.-% uns insbesondere 10 bis 20 Gew.-%
nichtionische(s) Tensid(e) enthält.
[0048] Neben den genannten Bestandteilen können im erfindungsgemäßen Verfahren weitere in
Wasch- und Reinigungsmittel übliche Inhaltsstoffe aus der Gruppe der Bleichmittel,
Bleichaktivatoren, Enzyme, Duftstoffe, Parfümträger, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe,
Schauminhibitoren, Silikonöle, Antiredepositionsmittel, optischen Aufheller, Vergrauungsinhibitoren,
Farbübertragungsinhibitoren und Korrosionsinhibitoren eingesetzt werden.
[0049] Unter den als Bleichmittel dienenden, in Wasser H
2O
2 liefernden Verbindungen haben das Natriumperborattetrahydrat und das Natriumperboratmonohydrat
besondere Bedeutung. Weitere brauchbare Bleichmittel sind beispielsweise Natriumpercarbonat,
Peroxypyrophosphate, Citratperhydrate sowie H
2O
2 liefernde persaure Salze oder Persäuren, wie Perbenzoate, Peroxophthalate, Diperazelainsäure,
Phthaloiminopersäure oder Diperdodecandisäure.
[0050] Um beim Waschen bei Temperaturen von 60 °C und darunter eine verbesserte Bleichwirkung
zu erreichen, können Bleichaktivatoren in die Feststoffmischung eingearbeitet werden.
Als Bleichaktivatoren können Verbindungen, die unter Perhydrolysebedingungen aliphatische
Peroxocarbonsäuren mit vorzugsweise 1 bis 10 C-Atomen, insbesondere 2 bis 4 C-Atomen,
und/oder gegebenenfalls substituierte Perbenzoesäure ergeben, eingesetzt werden. Geeignet
sind Substanzen, die O- und/oder N-Acylgruppen der genannten C-Atomzahl und/oder gegebenenfalls
substituierte Benzoylgruppen tragen. Bevorzugt sind mehrfach acylierte Alkylendiamine,
insbesondere Tetraacetylethylendiamin (TAED), acylierte Triazinderivate, insbesondere
1,5-Diacetyl-2,4-dioxohexahydro-1,3,5-triazin (DADHT), acylierte Glykolurile, insbesondere
Tetraacetylglykoluril (TAGU), N-Acylimide, insbesondere N-Nonanoylsuccinimid (NOSI),
acylierte Phenolsulfonate, insbesondere n-Nonanoyl- oder Isononanoyloxybenzolsulfonat
(n- bzw. iso-NOBS), Carbonsäureanhydride, insbesondere Phthalsäureanhydrid, acylierte
mehrwertige Alkohole, insbesondere Triacetin, Ethylenglykoldiacetat und 2,5-Diacetoxy-2,5-dihydrofuran.
[0051] Zusätzlich zu den konventionellen Bleichaktivatoren oder an deren Stelle können auch
sogenannte Bleichkatalysatoren in die Formkörper eingearbeitet werden. Bei diesen
Stoffen handelt es sich um bleichverstärkende Übergangsmetallsalze bzw. Übergangsmetallkomplexe
wie beispielsweise Mn-, Fe-, Co-, Ru - oder Mo-Salenkomplexe oder - carbonylkomplexe.
Auch Mn-, Fe-, Co-, Ru-, Mo-, Ti-, V- und Cu-Komplexe mit N-haltigen Tripod-Liganden
sowie Co-, Fe-, Cu- und Ru-Amminkomplexe sind als Bleichkatalysatoren verwendbar.
[0052] Als Enzyme kommen solche aus der Klasse der Proteasen, Lipasen, Amylasen, Cellulasen
bzw. deren Gemische in Frage. Besonders gut geeignet sind aus Bakterienstämmen oder
Pilzen, wie Bacillus subtilis, Bacillus licheniformis und Streptomyces griseus gewonnene
enzymatische Wirkstoffe. Vorzugsweise werden Proteasen vom Subtilisin-Typ und insbesondere
Proteasen, die aus Bacillus lentus gewonnen werden, eingesetzt. Dabei sind Enzymmischungen,
beispielsweise aus Protease und Amylase oder Protease und Lipase oder Protease und
Cellulase oder aus Cellulase und Lipase oder aus Protease, Amylase und Lipase oder
Protease, Lipase und Cellulase, insbesondere jedoch Cellulase-haltige Mischungen von
besonderem Interesse. Auch Peroxidasen oder Oxidasen haben sich in einigen Fällen
als geeignet erwiesen. Die Enzyme können an Trägerstoffen adsorbiert und/oder in Hüllsubstanzen
eingebettet sein, um sie gegen vorzeitige Zersetzung zu schützen. Der Anteil der Enzyme,
Enzymmischungen oder Enzymgranulate in der Feststoffmischung kann beispielsweise etwa
0,1 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 bis etwa 2 Gew.-% betragen.
[0053] Zusätzlich können auch Komponenten eingesetzt werden, welche die Öl- und Fettauswaschbarkeit
aus Textilien positiv beeinflussen (sogenannte soil repellents). Dieser Effekt wird
besonders deutlich, wenn ein Textil verschmutzt wird, das bereits vorher mehrfach
mit einem erfindungsgemäßen Waschmittel, das diese öl- und fettlösende Komponente
enthält, gewaschen wurde. Zu den bevorzugten öl- und fettlösenden Komponenten zählen
beispielsweise nichtionische Celluloseether wie Methylcellulose und Methylhydroxypropylcellulose
mit einem Anteil an Methoxyl-Gruppen von 15 bis 30 Gew.-% und an Hydroxypropoxyl-Gruppen
von 1 bis 15 Gew.-%, jeweils bezogen auf den nichtionischen Celluloseether, sowie
die aus dem Stand der Technik bekannten Polymere der Phthalsäure und/oder der Terephthalsäure
bzw. von deren Derivaten, insbesondere Polymere aus Ethylenterephthalaten und/oder
Polyethylenglykolterephthalaten oder anionisch und/oder nichtionisch modifizierten
Derivaten von diesen. Besonders bevorzugt von diesen sind die sulfonierten Derivate
der Phthalsäure- und der Terephthalsäure-Polymere.
[0054] Farb- und Duftstoffe können zugesetzt werden, um den ästhetischen Eindruck der Produkte
zu verbessern und dem Verbraucher neben der Weichheitsleistung ein visuell und sensorisch
"typisches und unverwechselbares" Produkt zur Verfüfung zu stellen. Als Parfümöle
bzw. Duftstoffe können einzelne Riechstoffverbindungen, z.B. die synthetischen Produkte
vom Typ der Ester, Ether, Aldehyde, Ketone, Alkohole und Kohlenwasserstoffe verwendet
werden. Riechstoffverbindungen vom Typ der Ester sind z.B. Benzylacetat, Phenoxyethylisobutyrat,
p-tert.-Butylcyclohexylacetat, Linalylacetat, Dimethylbenzyl-carbinylacetat, Phenylethylacetat,
Linalylbenzoat, Benzylformiat, Ethylmethylphenyl-glycinat, Allylcyclohexylpropionat,
Styrallylpropionat und Benzylsalicylat. Zu den Ethern zählen beispielsweise Benzylethylether,
zu den Aldehyden z.B. die linearen Alkanale mit 8-18 C-Atomen, Citral, Citronellal,
Citronellyloxyacetaldehyd, Cyclamenaldehyd, Hydroxycitronellal, Lilial und Bourgeonal,
zu den Ketonen z.B. die Jonone, ∝-Isomethylionon und Methyl-cedrylketon, zu den Alkoholen
Anethol, Citronellol, Eugenol, Geraniol, Linalool, Phenylethylalkohol und Terpineol,
zu den Kohlenwasserstoffen gehören hauptsächlich die Terpene wie Limonen und Pinen.
Bevorzugt werden jedoch Mischungen verschiedener Riechstoffe verwendet, die gemeinsam
eine ansprechende Duftnote erzeugen. Solche Parfümöle können auch natürliche Riechstoffgemische
enthalten, wie sie aus pflanzlichen Quellen zugänglich sind, z.B. Pine-, Citrus-,
Jasmin-, Patchouly-, Rosen- oder Ylang-Ylang-Öl. Ebenfalls geeignet sind Muskateller,
Salbeiöl, Kamillenöl, Nelkenöl, Melissenöl, Minzöl, Zimtblätteröl, Lindenblütenöl,
Wacholderbeeröl, Vetiveröl, Olibanumöl, Galbanumöl und Labdanumöl sowie Orangenblütenöl,
Neroliol, Orangerischalenöl und Sandelholzöl.
[0055] Üblicherweise liegt der Gehalt der erfindungsgemäßen Weichmacher an Farbstoffen unter
0,01 Gew.-%, während Duftstoffe bis zu 2 Gew.-% der gesamten Formulierung ausmachen
können.
[0056] Die Duftstoffe können direkt über die Feststoffmischung in das erfindungsgemäße Verfahren
eingebracht werden, es kann aber auch vorteilhaft sein, die Duftstoffe auf Träger
aufzubringen, die die Haftung des Parfüms auf der Wäsche verstärken und durch eine
langsamere Duftfreisetzung für langanhaltenden Duft der Textilien sorgen. Als solche
Trägermaterialien haben sich beispielsweise Cyclodextrine bewährt, wobei die Cyclodextrin-Parfüm-Komplexe
zusätzlich noch mit weiteren Hilfsstoffen beschichtet werden können.
[0057] Um den ästhetischen Eindruck der erfindungsgemäßen Mittel zu verbessern, können sie
mit geeigneten Farbstoffen eingefärbt werden. Bevorzugte Farbstoffe, deren Auswahl
dem Fachmann keinerlei Schwierigkeit bereitet, besitzen eine hohe Lagerstabilität
und Unempfindlichkeit gegenüber den übrigen Inhaltsstoffen der Mittel und gegen Licht
sowie keine ausgeprägte Substantivität gegenüber Textilfasem, um diese nicht anzufärben.
[0058] Das erfindungsgemäße Verfahren erfolgt zunächst durch das trockene Vermischen der
Feststoffe in einem geeigneten Mischer und nachfolgende Granulation unter Zugabe der
Mischung aus APG-Paste und wäßriger Lösung nichttensidischer Grranulationskomponenten,
wobei die Zugabe der Flüssigkeit vorzugsweise durch Aufdüsen erfolgt.
[0059] Das Verfahren kann in den unterschiedlichsten Misch- und Granuliervorrichtungen durchgeführt
werden. In einer geeigneten Misch- und Granuliervorrichtung, beispielsweise in entsprechenden
Anlagen vom Typ eines Eirich-Mischers, eines Lödige-Mischers, beispielsweise eines
Pflugscharmischers der Firma Lödige, oder eines Mischers der Firma Schugi, werden
bei Umfangsgeschwindigkeiten der Mischorgane vorzugsweise zwischen 2 und 7 m/s (Pflugscharmischer)
beziehungsweise 5 bis 50 m/s (Eirich, Schugi), insbesondere zwischen 15 und 40 m/s
die Feststoffe vorgelegt und nachfolgend unter Zusatz der Mischung aus APG und GRanulationskomponenten
granuliert. Dabei kann gleichzeitig in an sich bekannter Weise eine vorbestimmte Korngröße
des Granulats eingestellt werden. Der Prozeß benötigt nur einen sehr kurzen Zeitraum
von beispielsweise etwa 0,5 bis 10 Minuten, insbesondere etwa 0,5 bis 5 Minuten (Eirich-Mischer,
Lödige-Mischer) zur Homogenisierung des Gemisches unter Ausbildung des rieselfähigen
Granulates. Im Schugi-Mischer hingegen reicht normalerweise eine Verweilzeit von 0,5
bis 10 Sekunden aus, um ein rieselfähiges Granulat zu erhalten. Für die Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignete Mischer sind beispielsweise Eirich®-Mischer
der Serien R oder RV (Warenzeichen der Maschinenfabrik Gustav Eirich, Hardheim), der
Schugi® Flexomix, die Fukae® FS-G-Mischer (Warenzeichen der Fukae Powtech, Kogyo Co.,
Japan), die Lödige® FM-, KM- und CB-Mischer (Warenzeichen der Lödige Maschinenbau
GmbH, Paderborn) oder die Drais®-Serien T oder K-T (Warenzeichen der Drais-Werke GmbH,
Mannheim).
[0060] Die Mischung aus wäßriger APG-Paste mit anderen wäßrigen Lösungen nichttensidischer
Granulationskomponenten wird vorzugsweise bei einer Temperatur eingesetzt, die über
Raumtemperatur liegt. Die Zugabe zur bewegten Feststoffmischung erfolgt vorzugsweise
bei Temperaturen oberhalb von 60°C, insbesondere bei Temperaturen oberhalb von 70°C.
Die erhöhte Temperatur der Granulierflüssigkeit hat zur Folge, daß höhere Flüssigkeitsanteile
eingesetzt werden können und die Klebrigkeit der entstehenden Granulate weiter verringert
wird.
Beispiele:
[0061] Durch Sprühtrocknung wurde ein tensidhaltiges Basispulver hergestellt, das kein APG
enthielt und dessen Zusammensetzung in Tabelle 1 angegeben ist. Dieses Basispulver
wurde mit weiteren Feststoffen vermengt und in einem Mischer vorgelegt. Auf die bewegte
Feststoffmischung wurden eine 50 Gew.-%-ige APG-Paste und eine 35 Gew.-%-ige Natriumsilikatlösung
(jeweils in Wasser) aufgesprüht. Nach der Bildung von Granulaten wurde eine 43 Gew.-%-ige
Lösung eines Acrylsäure-Maleinsäure-Copolymers in Wasser aufgesprüht. Beim erfindungsgemäßen
Verfahrensablauf E1 wurde die APG-Paste vor dem Aufsprühen mit der Natriumsilikatlösung
vermischt und das Gemisch auf die Feststoffmischung aufgesprüht. Beim Vergleichsbeispiel
V1 wurde zunächst die APG-Paste und nachfolgend die Natriumsilikatlösung aufgedüst.
[0062] Bei der erfindungsgemäßen Verfahrensweise E1 lassen sich (bezogen auf das fertige
Granulat) 6 Gew.-% der Copolymerlösung problemlos aufbringen, wobei ein feines, trockenes
und gut rieselfähiges Granulat erhalten wurde. Geht man nicht erfindungsgemäß vor
(V1), so läßt sich nur eine verringerte Menge der Copolymerlösung auftragen, da sich
ansonsten grobe Klumpen bilden und der Mischerinhalt verklebt und den Mischer zusetzt.
Selbst bei der verringerten Menge an Copolymerlösung erhält man ein klebriges Granulat,
das zudem deutlich gröber war. Aufgrund der geringeren möglichen Mengen an Copolymerlösung,
die beim Vergleichsbesipiel zugegeben werden konnte, sind die relativen Mengenanteile
(Angaben in Gew.-%) der übrigen Inhaltsstoffe gegenüber dem erfindungsgemäßen Beispiel
E1 verändert; die absoluten Mengen (Angaben in kg), die eingesetzt wurden, sind bei
beiden Beispielen bis auf die Copolymerlösung gleich. Die prozentuale Zusammensetzung
der Granulate zeigt Tabelle 2, die physikalischen Daten der nach den Verfahrenswegen
E1 bzw. V1 erhaltenen Granulate zeigt Tabelle 3.
Tabelle 1:
| Zusammensetzung des Basispulvers [Gew.-%]: |
| C9-13-Alkylbenzolsulfonat |
26,0 |
| Seife |
4,0 |
| Natriumcarbonat |
43,0 |
| Natriumsilikat |
12,0 |
| Acrylsäure-Maleinsäure-Copolymer |
7,5 |
| Na-Hydroxyethan-1,1-diphosphonat |
2,0 |
| Wasser, Salze |
Rest |
Tabelle 2:
| Zusammensetzung der Granulate [Gew.-%] |
| |
E1 |
V1 |
| Tensidgranulat (Tabelle I) |
36,40 |
37,27 |
| Zeolith A |
32,30 |
33,08 |
| C12-18-Fettalkoholsulfat |
5,10 |
5,20 |
| C9-13-Alkylbenzolsulfonat, 97 %ig |
7,95 |
8,14 |
| C12-18-Fettalkohol mit 7 EO |
5,25 |
5,38 |
| opt. Aufheller |
0,3 |
0,31 |
| Natriumsilikatlösung, 35 Gew.-%-ig |
3,47 |
2,63 |
| APG-Paste, 50 Gew.-%-ig |
1,80 |
1,89 |
| Sokalan® CP 5 (43 Gew.-%-ige Lösung) |
5,93 |
4,55 |
| Wasser, Salze |
Rest |
Rest |
| Sokalan® CP 5 ist ein Acrylsäure-Malemsäure-Copolymer (BASF) |
Tabelle 3:
| physikalische Daten der Granulate |
| |
E1 |
V1 |
| Schüttgewicht [g/l] |
800 |
830 |
| Siebzahlen: [%] |
|
|
| > 1,6 mm |
22 |
27 |
| > 0,8 mm |
24 |
26 |
| > 0,4 mm |
35 |
30 |
| > 0,2 mm |
16 |
13 |
| > 0,1 mm |
3 |
3,5 |
| < 0,1 mm |
- |
0,5 |
1. Verfahren zur Herstellung Alkylpolyglycosid(APG)-haltiger Granulate, dadurch gekennzeichnet, daß eine wäßrige APG-Paste mit anderen wäßrigen Lösungen nichttensidischer Granulationskomponenten
vermischt und auf eine in einem Mischer bewegte Feststoffmischung aufgesprüht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige APG-Paste mindestens 40 Gew.-%, vorzugsweise mindestens 45 Gew.-% und
insbesondere mindestens 50 Gew.-%, Alkypolyglycoside, bezogen auf die Paste, enthält.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das eingesetzte APG einen Glycosidierungsgrad von 1,0 bis 4,0, vorzugsweise von 1,0
bis 2,0 und insbesondere von 1,1 bis 1,4 aufweist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als APG ein Alkylpolyglucosid eingesetzt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die anderen wäßrigen Lösungen nichttensidischer Granulationskomponenten ausgewählt
sind aus der Gruppe der wäßrigen Lösungen von Silikaten, Polymeren, Komplexierungsmitteln,
optischen Aufhellern und anorganischen Salzen.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als wäßrige Granulationskomponente eine Natriumsilikatlösung eingesetzt wird, die
mehr als 20 Gew.-%, vorzugsweise mehr als 25 Gew.-% und insbesondere mehr als 30 Gew.-%
Natriumsilikate, bezogen auf die wäßrige Lösung, enthält.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die im Mischer bewegte Feststoffmischung Gerüststoff(e) und/oder Tensidgranulat(e)
und/oder Bleichmittel und/oder Bleichaktivatoren sowie gegebenenfalls weitere übliche
Inhaltsstoffe von Wasch- und Reinigungsmitteln enthält.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die im Mischer bewegte Feststoffmischung Zeolith(e) in Mengen von mehr als 10 Gew.-%,
vorzugsweise in Mengen von mehr als 20 Gew.-% und insbesondere in Mengen oberhalb
30 Gew.-%, bezogen auf die Feststoffmischung, enthält.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung aus APG-Paste mit anderen wäßrigen Lösungen nichttensidischer Granulationskomponenten
weniger als 70 Gew.-%, vorzugsweise weniger als 65 Gew.-% und insbesondere weniger
als 60 Gew.-% Wasser, bezogen auf die Mischung, enthält.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis von APG zu nichttensidischen Granulationskomponenten in der Mischung
im Bereich 2:1 bis 1:10, vorzugsweise im Bereich von 1:1 bis 1:5 und insbesondere
im Bereich von 1:1,5 bis 1:3, jeweils bezogen auf Aktivsubstanz, liegt.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung aus wäßriger APG-Paste und anderen wäßrigen Lösungen nichttensidischer
Granulationskomponenten beim Aufsprühen auf die bewegte Feststoffmischung eine Temperatur
oberhalb von 60°C, vorzugsweise oberhalb von 70°C aufweist.
1. Procédé de fabrication de granulés contenant de l'alkylpolyglycoside (APG), caractérisé en ce qu'une pâte aqueuse d'APG est mélangée avec d'autres solutions aqueuses de composants
de granulation non tensioactifs et pulvérisée sur un mélange de matières solides agité
dans un mélangeur.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la pâte aqueuse d'APG renferme au moins 40 % en poids, de préférence au moins 45
% en poids et en particulier, au moins 50 % en poids d'alkylpolyglycosides, par rapport
à la pâte.
3. Procédé selon une des revendications 1 à 2, caractérisé en ce que l'APG mis en oeuvre présente un degré de glycosidation compris entre 1,0 et 4,0,
de préférence entre 1,0 et 2,0 et en particulier, entre 1,1 et 1,4.
4. Procédé selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'on utilise comme APG, un alkylpolyglucoside.
5. Procédé selon une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les autres solutions aqueuses de composants de granulation non tensioactifs sont
sélectionnées parmi le groupe des solutions aqueuses de silicates, de polymères, d'agents
complexants, d'agents de blanchiment optique et de sels inorganiques.
6. Procédé selon une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'on met en oeuvre comme composant de granulation aqueux, une solution de silicate
de sodium, qui renferme plus de 20 % en poids, de préférence plus de 25 % en poids
et en particulier, plus de 30 % en poids de silicates de sodium, par rapport à la
solution aqueuse.
7. Procédé selon une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le mélange de matières solides agité dans le mélangeur renferme un ou des adjuvants
et/ou un ou des granulés de tensioactifs et/ou des agents de blanchiment et/ou des
activateurs de blanchiment ainsi que, le cas échéant, d'autres ingrédients usuels
des produits de lavage et de nettoyage.
8. Procédé selon une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le mélange de matières solides agité dans le mélangeur renferme de la ou des zéolithes
en proportions supérieures à 10 % en poids, de préférence supérieures à 20 % en poids
et en particulier supérieures à 30 % en poids, par rapport au mélange de matières
solides.
9. Procédé selon une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le mélange de pâte d'APG avec les autres solutions de composants de granulation non
tensioactifs renferme moins de 70 % en poids, de préférence moins de 65 % en poids
et en particulier moins de 60 % en poids d'eau, par rapport au mélange.
10. Procédé selon une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le rapport entre l'APG et les composants de granulation non tensioactifs dans le
mélange se situe dans la plage s'étendant de 2:1 à 1:10, de préférence dans la plage
de 1:1 à 1:5 et en particulier dans la plage de 1:1,5 à 1:3, dans chaque cas par rapport
à la substance active.
11. Procédé selon une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le mélange de la pâte aqueuse d'APG et des autres solutions aqueuses de composants
de granulation non tensioactifs présente une température supérieure à 60 °C, de préférence
supérieure à 70 °C, lors de sa pulvérisation sur le mélange de matières solides agité.