| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 941 956 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
04.12.2002 Patentblatt 2002/49 |
| (22) |
Anmeldetag: 01.02.1999 |
|
|
| (54) |
Vorrichtung zum flexiblen Führen von transportierten Produkten
Device for flexible guiding of moved products
Dispositif de guidage souple de produits transportés
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
CH DE FR GB IT LI NL |
| (30) |
Priorität: |
13.03.1998 US 42009
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
15.09.1999 Patentblatt 1999/37 |
| (73) |
Patentinhaber: Heidelberger Druckmaschinen
Aktiengesellschaft |
|
69115 Heidelberg (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Belanger, James Richard
Portsmouth, NH 03801 (US)
- Cote, Kevin Lauren
Durham
New Hampshire 03824 (US)
|
| (74) |
Vertreter: Hörschler, Wolfram Johannes, Dipl.-Ing. et al |
|
Heidelberger Druckmaschinen AG,
Patentabteilung,
Kurfürstenanlage 52-60 69115 Heidelberg 69115 Heidelberg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 059 873 EP-A- 0 662 439
|
EP-A- 0 490 272 DE-A- 3 513 353
|
|
| |
|
|
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 006, no. 087 (E-108), 25. Mai 1982 & JP 57 021164 A
(HITACHI LTD), 3. Februar 1982
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum flexiblen Führen von transportierten
flachen Produkten, im besonderen von Druckprodukten, wenn diese von einem Falzapparat
zu weiteren Bearbeitungsstationen befördert werden.
[0002] Bei herkömmlichen Auslagesystemen von Rollendruckmaschinen ist für eine plötzliche
Richtungsänderung einer Signatur, die an einer ortsfesten Führung aufschlägt, eine
große Aufschlagkraft erforderlich. Wenn diese Aufschlagkraft der Signatur zu heftig
ist, können Schmierstellen auf deren Oberfläche entstehen oder die auf die Signatur
gedruckte Farbe abgerieben werden, während diese entlang der Führung transportiert
wird. Die abgeriebene Farbe kann sich wiederum an der Führung absetzen und auf eine
weitere Signatur übertragen werden, wobei diese verschmiert und somit beschädigt.wird.
[0003] EP 0 662 439 B1 zeigt eine pneumatische Bogenführungsvorrichtung in einer Bogendruckmaschine,
die entlang eines Bogenförderpfades angeordnet ist. Die pneumatische Bogenführungsvorrichtung
umfaßt einen oberen Teil mit Blasluft-Öffnungen und einen ausdehnbaren unteren Teil,
der umfänglich mit dem oberen Teil verbunden ist. Der obere und der untere Teil bilden
einen luftundurchlässigen Hohlraum. Beide Teile bestehen aus einem flexiblen Material,
wobei jedoch der untere Teil wesentlich flexibler ist als der obere Teil. Der obere
Teil ist biegsam und der untere Teil ist in der Weise ausdehnbar, daß durch Blasen
von Luft in den zwischen beiden Teilen gebildeten Hohlraum sich eine Luftblase bildet,
die bewirkt, daß der untere Teil seine Krümmung ändert.
[0004] Im Dokument EP 0 490 272 ist eine Vorrichtung zum flexiblen Führen von transportierten
Signaturen aus einem Zuführmechanismus in eine Stapelablage offenbart. Sich in den
Pfad der Signaturen erstreckende flexible Führungen sind an einem Aufnahmeelement
als Stütze oberhalb des Signaturpfades vorgesehen. Die flexiblen Führungen werden
durch zugeführte Signaturen aus ihrer Ruhelage ausgelegt und üben eine Kraftwirkung
auf die Oberfläche der Signatur, wenn sie von Zuführmechanismus freigegeben ist, derart
aus, dass die Signatur in die unterhalb des Pfades liegenden Stapelablage gedrückt
wird.
[0005] Bei der Übergabe von Bogenmaterial, wie z. B. Signaturen, und bei der Richtungsänderung
von Signaturen während hoher Fördergeschwindigkeiten taucht jedoch das Problem auf,
daß die auf die zu fördernden Signaturen ausgeübten Kontakt- und Scherkräfte einen
schädigenden Effekt hervorrufen können. Die Kontaktkraft wirkt in der Richtung der
Führung, während die Scherkraft in der Richtung der Bewegung der Signatur wirkt.
[0006] Normalerweise steigt bei einem Aufschlag eine von einem Körper auf einen anderen
ausgeübte konstante Kraft in relativ kurzer Zeit auf einen sehr hohen Wert an. Der
durchschnittliche Wert (F
average) und die Zeit (Δ t), über welche die Kraft wirkt, stellen den Kraftimpuls der Signatur
(d. h. Kraft gegen Zeitkurve) und somit das Bewegungsmoment der Signatur dar. Folglich
ist es notwendig, den Effekt der auf eine entlang eines Pfades transportierten Signatur
wirkenden Aufschlagkräfte zu reduzieren.
[0007] Im Hinblick auf den oben beschriebenen Stand der Technik und die damit einher gehenden
Nachteile ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zum flexiblen
Führen von transportierten Produkten einschließlich einer flexiblen Führung zum Stützen
von Signaturen zu schaffen. Die flexible Führung der vorliegenden Erfindung ist fähig,
sich zu verformen, um den Zeitabstand, in dem ein Aufprall der Signatur zu deren Richtungsänderung
stattfindet, zu verlängern. Die Führung ist auf mindestens einer Stütze gelagert.
Die Vorrichtung zum flexiblen Führen von transportierten Produkten ist besonders nützlich
in Auslagekomponenten eines Falzapparates oder in Falzapparaten allgemein.
[0008] Die erfindungsgemäße Vorrichtung bietet den Vorteil, daß die auf die Signatur ausgeübte
durchschnittliche Aufschlagkraft verringert werden kann, indem der Zeitabstand, in
dem der Zusammenstoß zwischen der Signatur und der Führung erfolgt, verlängert wird.
Somit kann der auf die Signatur wirkende Aufschlag bedeutend abgeschwächt werden,
weil der Zusammenstoß der Signatur mit der Führung, wobei die Signatur ihre Richtung
ändert, in einem längeren Zeitabstand stattfinden kann.
[0009] Nach einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann die flexible
Führung entweder von stationärer oder dynamischer Art sein. Beide Führungsarten können
sich verformen, um beim Aufschlag der Signatur auf der Führung Aufschlagkraft zu absorbieren.
Bei der stationären flexiblen Führung kann sich deren bogenförmige Länge verformen.
Die Verformung der flexiblen Führung kann noch begünstigt werden, indem diese zwischen
zwei Stützen gelagert wird, die jeweils auf einer anderen Ebene angeordnet sind.
[0010] Gemäß vorliegender Erfindung kann eine flexible Führung eine beliebige gewünschte
Form und Breite haben, sie kann auch die Breite der Signatur oder eine größere Breite
aufweisen. Zwischen der Signatur und einer undurchlässigen Oberfläche der flexiblen
Führung kann sich ein natürliches Luftkissen bilden. Die flexible Führung kann auch
aus durchlässigem Material konstruiert sein, so daß Druckluft durch die flexible Führung
geblasen werden kann, um so die Bildung eines Luftkissens zu fördern.
[0011] Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist die erfindungsgemäße
Vorrichtung nicht als eine stationäre flexible Führung, sondern als eine endlose Schlaufe
angeordnet, die sich in die Richtung der jeweiligen Signatur bewegt. Bei dieser Konstruktion
entwickeln sich keine Scherkräfte zwischen der Signatur und der flexiblen Führung.
Wenn die Geschwindigkeiten der Signatur und der dynamischen flexiblen Führung aneinander
angepaßt sind, so daß keine Differenz besteht, ist eine gleichmäßigere Signaturführung
erzielt, bei der Scherkräfte ausgeschlossen sind. Die dynamische flexible Führung
ist als eine geschlossene Schlaufe konstruiert und kann von walzenförmigen Stützen
gestützt sein, so daß eine Relativbewegung der Führung bezüglich der Stützwalzen möglich
ist. Für die Bewegung der dynamischen flexiblen Führung kann dieser mindestens eine
Antriebsstation zugeordnet sein. In einem Ausführungsbeispiel der Erfindung weist
die Antriebsstation Preßwalzen auf, die miteinander kooperieren, indem sie die dynamische
flexible Führung entlang ihres Bewegungspfades winden.
[0012] Ferner kann die Vorrichtung und das Verfahren gemäß vorliegender Erfindung eine Flüssigkeitsauftragstation
umfassen, wo eine Flüssigkeit, z. B. Silikon, aufgetragen wird, um den Reibungsfaktor
zu verringern und folglich Schmierstellen zu verhindern. Es können auch antistatische
Flüssigkeiten aufgetragen werden, die die statische Anziehungskraft zwischen der Führung
und den Signaturen vermindern. Letztendlich kann der dynamischen flexiblen Führung
eine Reinigungsstation zugeordnet sein, um Verunreinigungen von der Oberfläche der
dynamischen flexiblen Führung zu entfernen und einen Farbaufbau dauerhaft zu verhindern.
[0013] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren
für die Schaffung einer flexiblen Führung dargestellt, die von mindestens einer Stütze
getragen wird und sich durch den Aufschlag einer Signatur verformen kann, so daß der
Zeitraum, in dem die Richtungsänderung der Signatur stattfindet, verlängert wird und
somit die auf die Signatur durchschnittlich einwirkenden Kräfte verringert werden.
Die dynamische flexible Führung kann in der Weise angetrieben werden, daß die Geschwindigkeitsdifferenz
zwischen der Signatur und der dynamischen flexiblen Führung minimiert ist.
[0014] Die Merkmale der vorliegenden Erfindung werden in der folgenden Beschreibung bevorzugter
Ausführungsbeispiele im Zusammenhang mit den beigefügten, nachstehend aufgeführten
Zeichnungen näher erläutert.
[0015] Es zeigen:
- Fig. 1A und 1B
- jeweils eine perspektivische und eine Seitenansicht einer herkömmlichen ortsfesten
Führung;
- Fig. 2
- eine Seitenansicht einer stationär angebrachten flexiblen Führung gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 3
- eine Seitenansicht einer dynamischen flexiblen Führung, die in einer geschlossenen
Schlaufe angeordnet ist und zugeordnete Antriebsstationen gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung aufweist; und
- Fig. 4
- eine Seitenansicht einer dynamischen flexiblen Führung mit einer Flüssigkeitsauftragstation
sowie einer Reinigungsstation für die Oberfläche der flexiblen Führung gemäß einem
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
[0016] Die Fig. 1A und 1B zeigen eine herkömmliche stationäre Führung 4, auf der eine Signatur
1 befördert wird. Eine jeweilige Signatur 1 weist eine Vorderkante 2 und eine Hinterkante
3 auf und bewegt sich in die von dem Pfeil 6 angedeutete Richtung. Die Hinterkante
3 der Signatur 1 schwingt aufgrund der zentripetalen oder Zustrebekräfte nach außen,
bis sie die stationäre Führung 4 kontaktiert. Dadurch wird jedoch die Signatur 1 mit
einer Kraft derart beaufschlagt, daß sich die Signatur 1 an die Form der stationären
Führung 4 anpaßt. Beim Aufschlag der Signatur 1 auf die stationäre Führung 4 wird
eine sehr schnell und stark ansteigende Kraft auf die Signatur 1 ausgeübt, die letztere
beschädigen kann.
[0017] Fig. 2 zeigt eine stationär angebrachte flexible Führung 7 gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung. Eine Signatur wird mit ihrer Vorderkante 2, die durch
ein an einen von mehreren Armen einer Verzögerungstrommel (nicht gezeigt) befestigtes
Greifelement gehalten wird, in die Richtung 6 geführt. Dies kann z. B. eine Verzögerungstrornmel
sein, wie sie in US 5,452,886 offenbart ist. Es kann eine Achse, um die sich die Verzögerungstrommel
dreht, gewählt werden, so daß bei der Drehbewegung die Greifelemente einem Pfad folgen,
der sich in einem vorbestimmten Abstand von der Oberfläche der flexiblen Führung befindet.
Da die Vorderkante von dem Greifelement gehalten wird, schlägt diese nicht auf der
flexiblen Führung 7 auf, wenn die Signatur bei ihrer Bewegung in diese Richtung verlangsamt
wird. Jedoch der Körper der Signatur 1 schwingt aufgrund der Zentriptalkräfte nach
außen und schlägt auf der stationären flexiblen Führung 7 auf.
[0018] Die flexible Führung 7 ist zwischen einer oberen Stütze 8 und einer unteren Stütze
9 angeordnet. Die Stützen 8 und 9 befinden sich jeweils auf verschiedenen Ebenen.
Die flexible Führung 7 begibt sich aufgrund der Schwerkraft in eine bogenförmige Position.
Die Bogenlänge zwischen den beiden Stützen 8 und 9 ist mit der Bezugsziffer 11 bezeichnet.
Die flexible Führung 7 verformt sich beim Kontakt mit einer jeweiligen Signatur 1,
so daß der Signatur 1 mehr Zeit gewährt ist, in Entsprechung ihres Impulses eine Durchschnittskraft
auf die flexible Führung 7 zu übertragen (d. h., daß sich der Zeitabstand des Aufschlags
verlängert und sich somit die Durchschnittskraft für einen gegebenen Impuls verringert).
Die Form der flexiblen Führung 7, die sich zwischen den beiden Stützen 8, 9 hängend
erstreckt, kann durch Ändern der Länge der flexiblen Führung 7 variiert werden.
[0019] Die zwischen den beiden Stützen 8, 9 frei hängende bogenförmige Länge 11 der Führung
7 beeinflußt die Verformung und folglich die darauf ausgeübten Kontaktkräfte. Ferner
kann der Grad der Verformung und damit der Grad der Verlängerung des Zeitabstandes
durch Wählen eines Materials für die Führung, das die geeigneten Eigenschaften besitzt,
verändert werden. Eine Führung aus einem leichteren, flexibleren Material wird sich
der Form der zu führenden Signatur 1 leichter anpassen, wohingegen eine Führung aus
einem schwereren, weniger flexiblen Material die Signatur veranlaßt, beim Aufschlag
auf die Führung 7 schneller zu reagieren.
[0020] Fig. 3 zeigt eine dynamische flexible Führung 12, die in einer geschlossenen Schlaufe
mit zugeordneten Antriebsstationen angeordnet ist. Bei dieser Ausführungsform der
Erfindung ist die flexible Führung 12 auf mehreren Stützwalzen 14 angebracht. Die
Walzen können jeweils auf Trägern 15, 16 angeordnet sein. Die flexible Führung 12,
die als eine geschlossene Schlaufe ausgebildet ist, bewegt sich in eine durch den
Pfeil 13 angedeutete Richtung, die der Bewegungsrichtung der Signatur 1 entspricht.
Der geschlossenen Schlaufe ist mindestens eine Antriebsstation 17, 23 zugeordnet,
um die flexible Führung 12 um die Walzen 14 mit einer Geschwindigkeit zu bewegen,
die der Geschwindigkeit der Signatur angepaßt werden kann, so daß eine Geschwindigkeitsdifferenz
zwischen den Signaturen 1 und der Oberfläche der flexiblen Führung 12 vermieden werden.
Die Eliminierung einer Geschwindigkeitsdifferenz zwischen den in einem Abstand bewegten
Signaturen und der Geschwindigkeit der Führung verhindert Schmierstellen auf den Signaturen
und gewährleistet einen reibungslosen Signaturtransport.
[0021] Nach einem weiteren in Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
kann die flexible Führung 12 jeweils mit zwei Antriebsstationen 17 und 23 ausgestattet
sein. Die Antriebsstation 17 ist dem unteren Ende der flexiblen Führung 12 zugeordnet,
nachdem sich letztere um die Walze 14 gedreht hat, und die Antriebsstation 23 ist
dem oberen Ende der flexiblen Führung 12 zugeordnet. Eine zusätzliche Spannwalze 14
kann in der unteren rechten Ecke angeordnet sein, die die flexible Führung 12 zwischen
den Antriebsstationen 17 und 23 spannt und die Form der flexiblen Führung 12 auf dem
bogenförmigen Abschnitt ihrer Laufbahn nicht beeinflußt. Die Antriebsstationen 17
und 23 können jeweils ein Paar Preßwalzen 18, 19 umfassen, die miteinander kooperieren.
Die Preßwalze 19 dreht sich in die Richtung 20 und die Preßwalze 18 dreht sich in
die Richtung 21. Beide Antriebsstationen 17 und 23 für die flexible Führung 12 werden
synchron betätigt, so daß diese kontinuierlich bewegt wird.
[0022] Wie im Zusammenhang mit dem in Fig. 2 gezeigten Ausführungsbeispiel der Erfindung
erwähnt wurde, bestimmen die Materialeigenschaften der flexiblen Führung 12 den Grad
der Verformung der flexiblen Führung 12. Ein leichtes, flexibleres Material paßt sich
der Form der Signatur leichter an und ein schweres, weniger flexibles Material zwingt
die Signatur, sich schneller an die Führung anzupassen. Das Material kann durchlässig
sein (d. h. es kann aus mehreren voneinander beabstandeten Streifen, z. B. aus Nylon
oder aus einem flexiblen Gitter, bestehen), oder es kann undurchlässig sein (d. h.
es können Bogen eines gewebeartigen Materials, wie Nylon, sein). Das Material kann
jede gewünschte Breite haben, es kann auch breiter als die Signatur oder genauso breit
wie diese sein.
[0023] Wie oben beschrieben, kann eine Signatur 1 von einem Greifelement (nicht gezeigt)
an seiner Vorderkante 2 ergriffen und durch eine Verzögerungstrommel (nicht gezeigt)
bewegt werden, um entlang der flexiblen Führung 12 gemäß vorliegender Erfindung bewegt
zu werden. Zwischen der oberen und der unteren Stütze 15 und 16 nimmt die flexible
Führung 12 eine bogenartige Form an, während diese mit der gleichen Geschwindigkeit
wie die Signatur 1 bewegt wird. Somit treten keine nennenswerten Geschwindigkeitsdifferenzen
zwischen der bewegten Oberfläche der flexiblen Führung 12 und der eintreffenden Signatur
1 in Erscheinung. Folglich ist aufgrund der Reduzierung der Relativbewegung zwischen
zwei Oberflächen ein Abschmieren der Signaturen ausgeschlossen. Mit der Reduzierung
der Geschwindigkeitsdifferenz verringert sich auch wesentlich der Effekt der Scherkräfte.
Beim Kontakt mit der flexiblen Führung 12 entwickelt sich eine Kontaktkraft zwischen
der flexiblen Führung 12 und der jeweiligen Signatur 1, die normal auf die flexible
Führung 12 gerichtet ist. Die Aufschlagkraft, welcher eine von der flexiblen Führung
12 aufgenommenen Signatur ausgesetzt ist, entspricht einer Impulskraft, die gleich
1 F
average x Δ t (d. h. das Produkt einer Durchschnittskraft (F
average) multipliziert mit dem Zeitabstand des Aufschlags (Δ t)) ist. Um die Durchschmittskraft,
der die Signatur für einen gegebenen Impuls ausgesetzt ist, zu reduzieren, wird der
Zeitabstand des Zusammenstoßes verlängert. Dies wird durch Verformung der flexiblen
Führung 12 während des Zusammenstoßens mit einer jeweiligen Signatur 1 erzielt. Die
flexible Führung 12 folgt der Form der einlaufenden Signatur 1 und nimmt diese Form
an, wobei der Zeitabstand Δ t, in dem der Kontakt zwischen der Signatur und der flexiblen
Führung 12 stattfindet, verlängert wird. Somit ist die auf die Signatur 1 ausgeübte
Durchschnittskraft in bedeutendem Maße reduziert.
[0024] Wie bereits erwähnt, hängt der Grad der Verformung der flexiblen Führungen 7 und
12 beispielsweise von den Eigenschaften des gewählten Materials für diese Führungen
ab. Bei einer Gestaltung der flexiblen Führung 12 in einer Breite, die der Breite
der jeweiligen zu befördernden Signatur 1 entspricht oder breiter als diese ist, und
bei Verwendung eines undurchlässigen Materials für die Führung wird ein natürliches
Luftkissen zwischen der Oberfläche der flexiblen Führung und der Signatur 1 geschaffen.
Beispielsweise kann mittels eines Gebläses 34 zusätzliche Luft in den Bereich zwischen
der Signatur und der Führung 7 eingeführt werden. Zwischen der Oberfläche der flexiblen
Führung 12 und der Signatur 1 existiert also eingeschlossene Luft, so daß dadurch
ein direkter Kontakt zwischen den Oberflächen der Signatur 1 und der flexiblen Führung
12 vermieden wird. Der Effekt dieser zwischen der Signatur 1 und der Oberfläche der
flexiblen Führung 12 eingeschlossenen Luft wird natürlich von der Geschwindigkeit
der Signatur und den zentripetalen Kräften, die während der Umdrehung des mit einem
Arm einer Verzögerungstrommel (nicht gezeigt) oder einer anderen geeigneten Verzögerungseinrichtung
verbundenen Greifelements auf die Signatur 1 ausgeübt werden, abhängen.
[0025] In einem weiteren Ausführungsbeispiel kann die Führung aus einem undurchlässigen
Material, das eine gewählte Anzahl von Luftlöchern 37 aufweist, oder auch aus einem
durchlässigen Material konstruiert sein. Die Luft zwischen der sich bewegenden Signatur
1 und der Oberfläche der flexiblen Führung 12 kann mittels einer Blaseinrichtung 35
durch die durchlässige Oberfläche hinausgepreßt werden, wobei die Blaseinrichtung
35 über einen wahlweise angelegten Leitkanal 36 mit einem Hohlraum der Führung in
Verbindung steht und der Hohlraum mit Ausnahme der Luftlöcher 37 luftdicht ist.
[0026] Fig. 4 zeigt ein weiteres erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel der dynamischen flexiblen
Führung gemäß Fig. 3, das eine Flüssigkeitsauftragstation 24 sowie eine Reinigungsstation
umfaßt, die in die Laufbahn der flexiblen Führung 12 integriert sind. Die Flüssigkeitsauftragstation
24 weist einen Flüssigkeitsbehälter 26, der z. B. flüssiges Silikon 25 enthält. Ein
sich drehendes Flüssigkeitsauftragselement 27, z. B. eine Tauchwalze, bringt die Flüssigkeit
auf die Oberfläche der flexiblen Führung 12 auf.
[0027] Durch das Auftragen von Silikon bevor eine Signatur 1 die Oberfläche der flexiblen
Führung 12 bei hohen Geschwindigkeiten kontaktiert, verringert sich der Reibungskoeffizient
in bedeutendem Maße. Bei mit hohen Geschwindigkeiten bearbeiteten Signaturen reicht
das erzeugte Luftkissen zwischen der Signatur 1 und der Oberfläche der flexiblen Führung
12 nicht aus, um einen direkten Kontakt zu verhindern. Somit werden die Auswirkungen
des direkten Kontakts zwischen der Signatur und der flexiblen Führung 12 durch die
Verringerung des Reibungskoeffizienten minimiert. Dies ist jedoch wichtiger für eine
stationären flexible Führung 7, wie in Fig. 2 gezeigt, als für eine dynamische flexible
Führung 12, die angetrieben wird und bei der keine Geschwindigkeitsdifferenzen auftreten.
Die Flüssigkeitsauftragstation 24 ist hinter einer oberen Antriebsstation 23 angeordnet,
um eine frisch aufgetragene, sehr dünne Beschichtung der Oberfläche der flexiblen
Führung 12 zu erzeugen. Zusätzlich zu flüssigem Silikon oder einer Silikonlösung kann
eine antistatische Lösung innerhalb der Flüssigkeitsauftragstation 24 verwendet werden,
um die statische Anziehungskraft zwischen den beiden sich bewegenden Elementen, nämlich
der Signatur 1 und der flexiblen Führung 12 zu verringern.
[0028] Eine Reinigungsstation 29 befindet sich am unteren Ende der flexiblen Führung 12,
nachdem diese eine untere Antriebsstation 17 passiert hat. Die Reinigungsstation 29
umfaßt zwei Führungswalzen 30, welche die flexible Führung 12 verformen, so daß eine
ausreichende Kontaktlänge gewährleistet ist, entlang der die Oberfläche der flexiblen
Führung 12 mittels einer Reinigungsbürste 31 o. ä. gereinigt werden kann. Die Reinigungsbürste
31 ist einem Behälter 32 zugeordnet, der eine Reinigungslösung enthält, um die Beseitigung
von Verunreinigungen auf der Oberfläche der flexiblen Führung 12 zu erleichtern.
[0029] Die vorliegende Erfindung offenbart auch ein Verfahren zum Führen transportierter
Produkte. Die flexiblen Führungen 7 und 12, wie sie in den Fig. 2-4 gezeigt sind,
werden von mindestens einer Stütze 8, 15 getragen und die Materialeigenschaften sind
so gewählt, daß die flexiblen Führungen 7, 12 verformbar sind, um den Zeitabstands
des Aufschlags bezüglich einer jeweiligen Signatur 1 zu verlängern. Dabei werden starke
Kontaktkräfte, die beim Zusammenstoß zwischen zwei sich bewegenden Körpern ausgeübt
und normal auf die Führung gerichtet werden, eliminiert. Gemäß dem Verfahren der vorliegenden
Erfindung wird die flexible Führung 12 derart angetrieben, daß keine Geschwindigkeitsdifferenzen
zwischen den Signaturen 1 und der Oberfläche der flexiblen Führung 12 entstehen. Somit
sind auch Scherkräfte zwischen zwei sich bewegenden Körpern beseitigt oder wesentlich
reduziert.
LISTE DER BEZUGSZEICHEN
[0030]
- 1
- Signatur
- 2
- Vorderkante der Signatur
- 3
- Hinterkante der Signatur
- 4
- stationäre Führung
- 6
- Pfeil
- 7
- stationäre flexible Führung
- 8
- Stütze
- 9
- Stütze
- 11
- bogenförmige Länge der Führung 7
- 12
- dynamische flexible Führung
- 13
- Richtungspfeil
- 14
- Stützwalzen, Spannwalze
- 15
- Träger
- 16
- Träger
- 17
- Antriebsstation (Fig. 3)
- 18
- Preßwalze
- 19
- Preßwalze
- 20
- Drehrichtung der Preßwalze 19
- 21
- Drehrichtung der Preßwalze 20
- 23
- Antriebsstation
- 24
- Flüssigkeitsauftragstation
- 25
- flüssiges Silikon
- 26
- Flüssigkeitsbehälter
- 27
- Tauchwalze
- 29
- Reinigungsstation
- 30
- Führungswalzen
- 31
- Reinigungsbürste
- 32
- Reinigungslösungsbehälter
- 34
- Gebläse
- 35
- Blaseinrichtung
- 36
- Leitkanal
- 37
- Luftlöcher
1. Vorrichtung zum flexiblen Führen von transportierten Produkten, mit einer flexiblen
Führung (7, 12), die zwischen einer oberen Stütze (8,14) und einer unteren Stütze
(9,14) eine bogenförmige Länge (11) aufweist und die ein transportiertes Produkt (1),
welches an seiner Vorderkante (2) mittels eines Greifelementes gehalten wird, stützt,
dadurch gekennzeichnet,
dass die flexible Führung (7, 12) während eines Zusammenstoßes zwischen sich und dem transportierten
Produkt (1) verformbar ist, um einen Zeitabstand, in dem die flexible Führung (7,
12) mit dem transportierten Produkt (1) in Kontakt ist, zu verlängern.
2. Vorrichtung zum flexiblen Führen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die flexible Führung (7, 12) eine stationäre Führung ist.
3. Vorrichtung zum flexiblen Führen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die flexible Führung (7, 12) eine sich bewegende Führung ist.
4. Vorrichtung zum flexiblen Führen nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass für die Verformung der flexiblen Führung (7) die bogenförmige Länge (11) derselben
gewählt wird.
5. Vorrichtung zum flexiblen Führen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die flexible Führung (7, 12) eine mit der Breite des transportierten Produktes (1)
identische Breite aufweist oder breiter als dieses ist, so dass sich ein Luftkissen
zwischen der undurchlässigen Oberfläche der Führung (7, 12) und dem transportierten
Produkt (1) bilden kann.
6. Vorrichtung zum flexiblen Führen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die flexible Führung (7, 12) durchlässig ist, so dass mittels Druckluft ein Luftkissen
zwischen der durchlässigen Führungsfläche (7, 12) und dem transportierten Produkt
(1) gebildet werden kann.
7. Vorrichtung zum flexiblen Führen nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die flexible Führung (12) eine endlose Schlaufe ist, die sich in der Richtung (6)
des transportierten Produktes (1) bewegt.
8. Vorrichtung zum flexiblen Führen nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die flexible Führung (12) als endlose Schlaufe mit einer Oberflächengeschwindigkeit
angetrieben wird, die in etwa die Geschwindigkeit des transportierten Produktes (1)
ist.
9. Vorrichtung zum flexiblen Führen nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die flexible Führung (12) eine geschlossene Schlaufe und auf als Walzen (14) ausgebildeten
Stützen (15, 16) angebracht ist.
10. Vorrichtung zum flexiblen Führen nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die flexible Führung (12) von mindestens einer Antriebsstation (17, 23) angetrieben
wird.
11. Vorrichtung zum flexiblen Führen nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mindestens eine Antriebsstation (17, 23) miteinander kooperierende Presswalzen
(20, 21) umfasst, durch die die flexible Führung (12) in die Bewegungsrichtung des
transportierten Produktes (1) gewunden wird.
12. Vorrichtung zum flexiblen Führen nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die flexible Führung (12) eine Flüssigkeitsauftragstation (24) passiert, durch die
eine Flüssigkeit auf die Oberfläche der flexiblen Führung (12) aufgetragen wird.
13. Vorrichtung zum flexiblen Führen nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die flexible Führung (12) eine Reinigungsstation (29) passiert, durch die Verunreinigungen
von der Oberfläche der flexiblen Führung (12) entfernt werden.
14. Vorrichtung zum flexiblen Führen nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die aufgetragene Flüssigkeit eine Silikonlösung ist.
15. Vorrichtung zum flexiblen Führen nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass die aufgetragene Flüssigkeit eine antistatische Lösung ist.
16. Vorrichtung zum flexiblen Führen nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass das transportierte Produkt (1) eine bedruckte Signatur ist.
17. Falzapparat,
gekennzeichnet durch
eine Vorrichtung zum flexiblen Führen von transportieren Produkten gemäß Anspruch
1.
18. Verfahren zum Führen eines transportierten Produktes (1) mit den folgenden Schritten:
- Halten des transportierten Produktes (1) an seiner Vorderkante (2) mittels eines
Greifelementes;
- Stützen einer flexiblen Führung (7,12) mit einer oberen Stütze (8,14) und einer
unteren Stütze (9,14) in einer bogenförmigen Position; und
- Befördern des transportieren Produktes (1) zur flexiblen Führung (7,12);
gekennzeichnet durch
Verlängern des Zeitabstandes, in dem die flexible Führung (7, 12) mit dem transportierten
Produkt (1) in Kontakt ist, für die Richtungsänderung des transportierten Produktes
(1) mittels einer Verformung der flexiblen Führung (7,12).
19. Verfahren zum Führen eines transportierten Produktes (1) nach Anspruch 18,
gekennzeichnet durch
Bewegen der flexible Führung (12) in einer geschlossenen Schlaufe und Antreiben der
flexiblen Führung (12) derart, dass eine Geschwindigkeitsdifferenz zwischen dem transportierten
Produkt (1) und der flexiblen Führung (12) minimiert ist.
1. Device for flexible guiding of conveyed products with a flexible guide (7, 12) which
has an arc-lenth (11) between an upper support (8, 14) and a lower support (9, 14)
and which supports a conveyed product (1) which is supported at its leading edge (2)
by means of a gripper element,
characterized in
that the flexible guide (7, 12) is deformable during a collision between itself and the
conveyed product (1) in order to increase a time interval during which the flexible
guide (7, 12) and the conveyed product (1) are in contact.
2. Device for flexible guiding according to claim 1,
characterized in
that the flexible guide (7, 12) is a stationary guide.
3. Device for flexible guiding according to claim 1,
characterized in
that the flexible guide (7, 12) is a moving guide.
4. Device for flexible guiding according to claim 2,
characterized in
that the arc-length of the flexible guide (11) is selected for deformation of the flexible
guide (7).
5. Device for flexible guiding according to claim 1,
characterized in
that the flexible guide (7, 12) is as wide as or wider than the conveyed product (1) to
form an air cushion between the non-permeable guide surface (7, 12) and the conveyed
product (1).
6. Device for flexible guiding according to claim 1,
characterized in
that the flexible guide (7, 12) is permeable to form an air cushion between the permeable
guide surface (7, 12) and the conveyed product (1) using forced air.
7. Device for flexible guiding according to claim 3,
characterized in
that the flexible guide (12) is an endless loop, traveling in a direction (6) of the conveyed
product (1).
8. Device for flexible guiding according to claim 3,
characterized in
that the flexible guide (12) as an endless loop is driven at a surface speed which is
approximately the speed of the conveyed product (1).
9. Device for flexible guiding according to claim 3,
characterized in
that the flexible guide (12) is a closed loop and is mounted on supports (15,1 6) shaped
as rollers (14).
10. Device for flexible guiding according to claim 3,
characterized in
that the flexible guide (12) is driven by at least one drive station (17, 23).
11. Device for flexible guiding according to claim 10,
characterized in
that the at least one drive station (17, 23) includes cooperating nip rollers (20, 21)
winding the flexible guide (12) in the travel direction of the conveyed product (1).
12. Device for flexible guiding according to claim 3,
characterized in
that the flexible guide (12) passes a solution application station (224) which applies
a liquid to the surface flexible guide (12).
13. Device for flexible guiding according to claim 3,
characterized in
that the flexible guide (12) passes a cleaning station (29) which removes contaminants
from the surface of the flexible guide (12).
14. Device for flexible guiding according to claim 13,
characterized in
that the applied liquid is a silicone solution.
15. Device for flexible guiding according to claim 14,
characterized in
that the applied liquid is an anti-static solution.
16. Device for flexible guiding according to claim 13,
characterized in
that the conveyed product (1) is a printed signature.
17. Folder apparatus
characterized in
a device for flexible guiding of conveyed products according to claim 1.
18. Method for guiding a conveyed product (1) comprising the following steps:
- holding supporting the conveyed product (1) at its leading edge (2) by means of
a gripper element;
- supporting a flexible guide (7, 12) with an upper support (8, 14) and a lower support
(9, 14) in a arc-length position; and
- transporting the conveyed product (1) to the flexible guide (7, 12);
characterized in
increasing the time interval during which the flexible guide (7, 12) and the conveyed
product (1) are in contact for redirection of the conveyed product (1) using a deformation
of the flexible guide (7, 12).
19. Method for guiding a conveyed product (1) according to claim 18,
characterized in
moving the flexible guide (12) in a closed loop and driving the flexible guide (12)
such that a speed differential between the conveyed product (1) and the flexible guide
(12) is minimized.
1. Dispositif de guidage flexible de produits transportés, comprenant un guide flexible
(7, 12) qui présente une étendue en longueur (11) en forme d'arc entre un support
supérieur (8, 14) et un support inférieur (9, 14), et qui soutient un produit transporté
(1) maintenu au niveau de son bord avant au moyen d'un élément de préhension, caractérisé en ce que le guide flexible (7, 12) peut être déformé pendant sa rencontre avec le produit
transporté (1), en vue d'allonger un intervalle de temps durant lequel le guide flexible
(7, 12) est en contact avec le produit transporté (1).
2. Dispositif de guidage flexible selon la revendication 1, caractérisé en ce que le guide flexible (7, 12) est un guide stationnaire.
3. Dispositif de guidage flexible selon la revendication 1, caractérisé en ce que le guide flexible (7, 12) est un guide en mouvement.
4. Dispositif de guidage flexible selon la revendication 2, caractérisé en ce que pour la déformation du guide flexible (7), on choisit son étendue en longueur (11)
en forme d'arc.
5. Dispositif de guidage flexible selon la revendication 1, caractérisé en ce que le guide flexible (7, 12) présente une largeur identique à la largeur du produit
transporté (1) ou est plus large que celui-ci, de sorte qu'il peut se former un coussin
d'air entre la surface imperméable du guide (7, 12) et le produit transporté (1).
6. Dispositif de guidage flexible selon la revendication 1, caractérisé en ce que le guide flexible (7, 12) est perméable, de sorte qu'il est possible de former un
coussin d'air entre la surface du guide (7, 12) perméable et le produit transporté
(1).
7. Dispositif de guidage flexible selon la revendication 3, caractérisé en ce que le guide flexible (12) est une boucle sans fin, qui se déplace dans la direction
(6) du produit transporté (1).
8. Dispositif de guidage flexible selon la revendication 3, caractérisé en ce que le guide flexible (12), en tant que boucle sans fin, est entraîné avec une vitesse
superficielle qui correspond environ à la vitesse du produit transporté (1).
9. Dispositif de guidage flexible selon la revendication 3, caractérisé en ce que le guide flexible (12) est une boucle fermée et est placée sur des supports (15,
16) réalisés sous forme de rouleaux.
10. Dispositif de guidage flexible selon la revendication 3, caractérisé en ce que le guide flexible (12) est entraîné par au moins un poste d'entraînement (17, 23).
11. Dispositif de guidage flexible selon la revendication 10, caractérisé en ce que ledit au moins un poste d'entraînement (17, 23) comprend des rouleaux presseurs (20,
21) coopérant mutuellement, par lesquels le guide flexible (12) est mis en mouvement
par enroulement, dans la direction de déplacement du produit transporté (1).
12. Dispositif de guidage flexible selon la revendication 3, caractérisé en ce que le guide flexible (12) traverse un poste d'application de fluide (24), par lequel
un fluide est appliqué sur la surface du guide flexible (12).
13. Dispositif de guidage flexible selon la revendication 3, caractérisé en ce que le guide flexible (12) traverse un poste de nettoyage (29) par lequel des impuretés
sont éliminées de la surface du guide flexible (12).
14. Dispositif de guidage flexible selon la revendication 13, caractérisé en ce que le fluide appliqué est une solution de silicones.
15. Dispositif de guidage flexible selon la revendication 14, caractérisé en ce que le fluide appliqué est une solution antistatique.
16. Dispositif de guidage flexible selon la revendication 13, caractérisé en ce que le produit transporté (1) est un cahier imprimé.
17. Plieuse, caractérisée par un dispositif de guidage flexible de produits transportés selon la revendication
1.
18. Procédé de guidage d'un produit transporté (1), présentant les étapes suivantes :
- tenue du produit transporté (1) au niveau de son bord avant (2) au moyen d'un élément
de préhension ;
- soutien d'un guide flexible (7, 12) à l'aide d'un support supérieur (8, 14) et d'un
support inférieur (9, 14), dans une position en forme d'arc ; et
- amenée du produit transporté (1) sur le guide flexible (7, 12),
caractérisé par un allongement de l'intervalle de temps durant lequel le guide flexible (7, 12) est
en contact avec le produit transporté (1), en vue du changement de direction du produit
transporté (1) moyennant une déformation du guide flexible (7, 12).
19. Procédé de guidage d'un produit transporté (1) selon la revendication 18, caractérisé par la mise en mouvement du guide flexible (12) dans une boucle fermée et entraînement
du guide flexible (12) de façon à minimiser une différence de vitesse entre le produit
transporté (1) et le guide flexible (12).