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EP 1 048 543 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.12.2002 Patentblatt 2002/49 |
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Anmeldetag: 18.03.2000 |
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Einstellbares Drehgestell mit drei Radsätzen für ein Schienenfahrzeug
Railway vehicle bogie with three steered wheel sets
Bogie de véhicule ferroviaire à trois essieux à orientation dirigée
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE FR IT LI |
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Priorität: |
28.04.1999 DE 19919208
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.11.2000 Patentblatt 2000/44 |
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Patentinhaber: Bombardier Transportation GmbH |
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13627 Berlin (DE) |
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Erfinder: |
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- Fehrenbach, Christophe
8405 Winterthur (CH)
- Meier, Bruno
8003 Zürich (CH)
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Vertreter: Cohausz & Florack |
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Postfach 33 02 29 40435 Düsseldorf 40435 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 094 548 DE-A- 4 140 126 US-A- 4 679 507
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CH-A- 670 228 US-A- 4 679 506
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Mechanik für Schienenfahrzeuge. Sie
geht aus von einem einstellbaren Drehgestell mit drei Radsätzen für ein Schienenfahrzeug
gemäss dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruches.
Stand der Technik
[0002] An Drehgestelle für heutige Schienenfahrzeuge wird oft die Anforderung gestellt,
dass hohe Kurvengeschwindigkeiten in zumeist engen Kurven bewältigbar sind. Dazu ist
ein einstellbares zweiachsiges Drehgestell bekannt, wie es in der CH 670 228 A5 beschrieben
ist. Bei diesem zweiachsigen Drehgestell werden die Radsätze beim Durchfahren von
Kurven jeweils selbsttätig, ohne Steuer- oder Regelaufwand, insbesondere ohne zusätzliche
Verstelleinrichtungen, im wesentlichen radial zu der zu durchfahrenden Kurve eingestellt.
Dabei sind die Radsätze über den Motor mittels Schräglenker so am Drehgestellrahmen
angeordnet, dass eine Drehbewegung um eine vertikale Achse (Hochachse) um das Zentrum
des Radsatzes, auch unter Ausübung von Zugkräften auf das Drehgestell, möglich ist.
Desweiteren ist aus der DE 41 40 126 A1 ein dreiachsiges Drehgestell bekannt, das
eine Radialsteuerung zur radialen Auslenkung der Radsätze des Drehgestells aufweist.
Dabei sind die Radsätze elastisch am Drehgestellrahmen gelagert, wobei mittels Lenkgestänge,
Längslenker, Lenkerstangen, Koppelstangen und Winkelhebeln mit daran angeordneten
Armen die radiale Auslenkung der Radsätze ermöglicht wird.
Bei diesem dreiachsigen Drehgestell ist die Radialeinstellung der Radsätze zwar möglich,
jedoch ist infolge des grossen Radstandes und der gleichzeitigen Ermöglichung der
Radialeinstellung der Radsätze eine grosse Anzahl von Teilen notwendig, die komplex
angeordnet bzw. eingebaut sind. Dadurch erhöhen sich die Herstellungskosten eines
solchen Drehgestells in einem nicht tragbarem Masse. Darüberhinaus erweist sich die
Wartung dieser Vielzahl von Teilen als zu kostenintensiv.
Weder aus der CH 670 228 A5 noch aus der DE 41 40 126 A1 ergibt sich eine kostengünstige
und wartungsextensive Lösung eines Drehgestells, insbesondere für heute geforderte
Dreiachsanwendungen.
Gängige Bremseinrichtungen für dreiachsige Drehgestelle sind fest am Drehgestellrahmen
verbunden. Ein Problem stellt eine solche drehgestellrahmenfeste und auf die jeweiligen
Radscheiben wirkende Bremseinrichtung in Hinblick auf deren Anbringung am Drehgestellrahmen
dar, da die Querauslenkung und Längsauslenkung zwischen der jeweiligen Bremseinrichtung
und der zugehörigen Radscheibe zu gross ist, um geeignet auf die Radscheibe einzuwirken.
Eine querelastische Aufhängung der Bremseinrichtung oder eine Querführung der Bremseinrichtung
ist zwar denkbar, verkompliziert jedoch die Drehgestellkonstruktion und erhöht die
Bauteil- und Wartungskosten erheblich, so dass eine drehgestellrahmenfeste Bremseinrichtung
für ein kostengünstiges dreiachsiges Drehgestell ausfällt.
[0003] EP 0 094 548 A2 beschreibt ein Laufwerk für Schienenfahrzeuge mit drei Radsätzen,
wobei über Kopplungselemente bzw. Führungen jeder Radsatz mit einem Fahrzeugrahmen
verbunden ist. Die äußeren Radsätze sind jeweils über ein etwa der Fahrzeuglängsmittelachse
zugeordnetes Führungselement als Übertrager mit dem Fahrzeugrahmen verbunden. Der
mittlere Radsatz ist an jeder Seite in Fahrzeuglängsrichtung angeordnetes Führungselement
mit dem Fahrzeugrahmen gekoppelt.
Darstellung der Erfindung
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, ein einstellbares Drehgestell mit drei Radsätzen
für ein Schienenfahrzeug anzugeben, welches eine Radialeinstellung der Radsätze, insbesondere
auch unter Zugkraft- und Bremskrafteinfluss auf das Drehgestell ohne Steuer- oder
Regelaufwand, insbesondere ohne zusätzliche zu betätigende Verstelleinrichtungen,
ermöglicht und bei dem die Anzahl der Teile reduziert und damit ein äusserst einfacher
Aufbau des Drehgestells möglich ist. Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des unabhängigen
Anspruchs gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
[0005] Beim erfindungsgemässen einstellbaren Drehgestell mit drei Radsätzen für ein Schienenfahrzeug
sind zwei Endradsätze des Drehgestells an ihren Antriebseinrichtungen über jeweils
zwei Schräglenker mit dem Drehgestellrahmen verbunden und ein Mittelradsatz mit
mindestens einem parallel zur Längsrichtung des Drehgestellrahmens geführtem Längslenker
ist am Drehgestellrahmen verbunden. Durch eine so geartete Kopplung des mittleren
Radsatzes mit dem Drehgestellrahmen kann dieser nur eine Querbewegung ausführen, wodurch
vorteilhaft gängige Koppelstangen eingespart werden. Weiterhin ist die Zug- und Bremskraft
über den Mittelradsatz, insbesondere über die Antriebseinrichtung des Mittelradsatzes
übertragbar. Die Radsätze des Drehgestells lassen sich somit in besonders einfacher
Weise radial einstellen.
Eine weitere Ausgestaltung des erfindungsgemässen Drehgestells sieht vor, dass die
Endradsätze über jeweils mindestens einen Querlenker und über einen am Querlenker
in Wirkverbindung angeordneten Antriebseinheitsausleger mit der Antriebseinheit des
Mittelradsatzes derart verbunden sind, dass bei einer Querbewegung des Mittelradsatzes
die Endradsätze mitgekoppelt sind und dass bei einer Ausdrehbewegung der Endradsätze
diese gegensinnig gekoppelt sind. Durch diese Ausgestaltung des erfindungsgemässen
Drehgestells wird die radiale Einstellung der Radsätze weiterhin unterstützt und kann
zügig vollzogen werden.
Zudem umfasst die Antriebseinheit eines jeden Radsatzes mindestens eine Bremseinrichtung,
die jeweils direkt an einem Motor oder am Getriebegehäuse angeordnet ist und auf mindestens
eine Radscheibe des zugehörigen Radsatzes einwirkt. Dadurch entfällt äusserst vorteilhaft
eine komplizierte, kosten- und wartungsintensive Anbringung der Bremsvorrichtung am
Drehgestellrahmen und die Bremseinrichtung kann sehr einfach direkt an der Antriebseinrichtung
angebracht werden, wobei sie jede Bewegung der Radsätze mit ausführt.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0006] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit
der Zeichnung näher erläutert.
[0007] Es zeigen
- Fig. 1
- eine Draufsicht eines Ausführungsbeispiels eines einstellbaren Drehgestells mit drei
Radsätzen für ein Schienenfahrzeug und
- Fig.2
- eine Darstellung des Ausführungsbeispiels des Drehgestells nach Fig.1 in der Seitenansicht.
[0008] Die in der Zeichnung verwendeten Bezugszeichen und deren Bedeutung sind in der Bezugszeichenliste
zusammengefasst aufgelistet. Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit gleichen
Bezugszeichen versehen.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0009] Fig. 1 zeigt ein erfindungsgemässes Ausführungsbeispiel eines Drehgestells mit drei
Radsätzen für ein Schienenfahrzeug. Darin sind die Radsätze 3, 12 des Drehgestells
gängigerweise durch zwei Endradsätze 3 und eine Mittelradsatz 12 gebildet. Die beide
Endradsätze 3 und der Mittelradsatz 12 sind in einem Drehgestellrahmen 2 angeordnet,
wobei die beiden Endradsätze 3 gegenüber der Längsrichtung des Drehgestellrahmens
2 ausdrehbar sind, d. h. eine Ausdrehbewegung durchführen können und somit bei Kurvenfahrt
durch einen Gleisbogen radial einstellbar sind. Jeder Radsatz 3, 12 umfasst eine Antriebseinheit,
die einen Motor 6 und ein Getriebegehäuse 11 mit darin angeordnetem Getriebe aufweist.
Gemäss Fig. 1 sind die beiden Endradsätze 3 erfindungsgemäss an ihren Antriebseinheiten
mit jeweils mindestens einem Schräglenker 1 mit dem Drehgestellrahmen 2 verbunden.
Zudem ist der Mittelradsatz 12 mit mindestens einem parallel zur Längsrichtung des
Drehgestellrahmens 2 geführten Längslenker 4 am Drehgestellrahmen 2 verbunden. Durch
diese Anordnung des Längslenkers 4 und des Schräglenkers 2 wird erreicht, dass gängige
Koppelstangen eingespart werden können. Desweiteren führt der Mittelradsatz 12, aufgrund
dieser Kopplung des Mittelradsatzes 12, nur ein Querbewegung aus. Demzufolge stellt
der Mittelradsatz 12 und insbesondere seine Antriebseinheit ein Koppelglied zwischen
den Endradsätzen 3 dar, über das Zug- und Bremskraft übertragbar ist. Dabei sind die
Radsätze 3, 12 radial einstellbar, wobei, wie eingangs erwähnt, die beiden Endradsätze
3 ausdrehbar sind und der Mittelradsatz 12 eine Querbewegung ausführen kann.
In einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemässen Drehgestells gemäss Fig. 1
und gemäss Fig. 2, welche eine Seitenansicht des Drehgestells gemäss Fig. 1 darstellt,
sind die Endradsätze 3 über jeweils mindestens einen Querlenker 5a,b und über einen
am Querlenker 5a,b in Wirkverbindung angeordneten Antriebseinheitsausleger 13 mit
der Antriebseinheit des Mittelradsatzes 12 verbunden und zwar derart, dass bei einer
Querbewegung des Mittelradsatzes 12 die Endradsätze mitgekoppelt sind und dass zudem
bei einer Ausdrehbewegung der Endradsätze 3 diese gegensinnig gekoppelt sind. Durch
diese Ausgestaltung des erfindungsgemässen Drehgestells wird die Ausdrehbewegung der
Endradsätze 3 und die Querbewegung des Mittelradsatzes 12 erleichtert, so dass die
Radsätze sich besonders leicht radial einstellen lassen und dies zügig abläuft.
Gemäss Fig. 1 is die Verbindung zwischen einem Endradsatz 3 und dem Mittelradsatz
12 so aufgebaut, dass der Querlenker 5a an der Antriebseinheit dieses Endradsatzes
3 angeordnet ist und über den am Querlenker 5a an in Wirkverbindung angeordneten Antriebseinheitsausleger
13 mit der Antriebseinheit des Mittelradsatzes 12 verbunden ist.
Weiterhin ist eine weiterer Verbindung zwischen dem weiteren Endradsatz 3 und dem
Mittelradsatz 12 so aufgebaut, dass der Querlenker 5b an der Antriebseinheit dieses
Mittelradsatzes 12 angeordnet ist und über den am Querlenker 5b an in Wirkverbindung
angeordneten Antriebseinheitsausleger 13 mit der Antriebseinheit des weiteren Endradsatzes
3 verbunden ist.
[0010] Denkbar, jedoch im Ausführungsbeispiel nicht dargestellt, ist, dass jeweils ein Antriebseinheitssausleger
13 entweder an jeder Antriebseinheit der Endradsätze 3 angeordnet ist, oder dass sämtliche
Antriebseinheitsausleger 13 an der Antriebseinheit des Mittelradsatzes 13 angeordnet
sind. Jeder Endradsatz 3 ist dann, wie eingangs erwähnt, über den Querlenker 5a,b
und über den zugehörigen am Querlenker 5a,b in Wirkverbindung angeordneten Antriebseinheitsausleger
13 mit der Antriebseinheit des Mittelradsatzes 12 verbunden.
Jeder Querlenker 5a,b ist mit dem daran in Wirkverbindung angeordnetem Antriebseinheitsausleger
13 dreidimensional gelagert. Dadurch können vorteilhaft Kräfte zwischen Querlenker
5a,b und Antriebseinheitsausleger 13, die zur Radialeinstellung der Radätze notwendig
sind, auch unter Zug- und Bremskrafteinfluss auf das Drehgestell sowie unter räumlich
auf das Drehgestell einwirkenden Kräften übertragen werden.
Gemäss Fig. 2 sind sämtlichen Achsen 14 der Antriebseinheiten der Radsätze 3,12 mittels
einer Achslagervorrichtung 7 tatzgelagert, so dass die Achsen 14 vorteilhaft vertikal
und quer zur Längsrichtung des Drehgestellrahmens 2 lagernd abgestützt sind.
[0011] Erfindungsgemäss umfasst jede Antriebseinheit gemäss Fig. 1 jeweils mindestens eine
Bremseinrichtung 8, wobei jede Bremseinrichtung direkt am Motor 6 oder am Getriebegehäuse
11 angeordnet ist. Dabei wirkt jede Bremseinrichtung 8 auf mindestens eine Radscheibe
10 des zugehörigen Radsatzes 3, 12. Durch diese Anordnung der Bremseinrichtung 8 kann
diese jegliche Bewegung des zugehörigen Radsatzes 3, 12 mit ausführen, wodurch eine
komplizierte sowie wartungs- und kostenintensive Anbringung einer Bremsvorrichtung
am Drehgestellrahmen 2 entfällt. Desweiteren hat sich als sehr vorteilhaft erwiesen,
dass die Bremseinrichtung über eine zwischen Motor 6 oder Getriebegehäuse 11 angeordnete
Haltevorrichtung 9 am Motor 6 oder Getriebegehäuse 11 angeordnet ist. Es ist dadurch
möglich die Bremseinrichtung 8 in kurzer Zeit zu warten. Die Bremseinrichtung 8 ist
vorteilhafterweise eine Bremsklotzeinrichtung, da diese für ein dreiachsiges Drehgestell
mit der hohen Anzahl zu bremsender Radscheiben 10 eine äusserst kostengünstige Bremseinrichtung
8 darstellt. Eine ebenfalls sehr günstige Ausführungsform der Bremseinrichtung 8 stellt
eine nicht dargestellte Radscheibenbremseinrichtung dar, die direkt auf die Radscheibe
10 des zugehörigen Radsatzes 3,12 einwirkt, wobei die Radscheibe 10 eine Bremsscheibe
darstellt.
Bezugszeichenliste
[0012]
- 1
- Schräglenker
- 2
- Drehgestellrahmen
- 3
- Endradsatz
- 4
- Längslenker
- 5a,b
- Querlenker
- 6
- Motor
- 7
- Achslagervorrichtung
- 8
- Bremseinrichtung
- 9
- Haltevorrichtung
- 10
- Radscheibe
- 11
- Getriebegehäuse
- 12
- Mittelradsatz
- 13
- Antriebseinheitsausleger
- 14
- Achsen
1. Einstellbares Drehgestell mit drei Radsätzen filr ein Schienenfahrzeug, wobei die
Radsätze, gebildet durch einen Mittelradsatz (12) und zwei Endradsätze (3), in einem
Drehgestellrahmen (2) angeordnet sind und jeder Radsatz (3, 12) eine Antriebseinheit
umfasst, wobei die beiden Endradsätze (3) bei Kurvenfahrt gegenüber der Längsrichtung
des Drehgestellrahmens (2) ausdrehbar sind und wobei der Mittelradsatz (12) mit mindestens
einem parallel zur Längsrichtung des Drehgestellrahmens (2) geführtem Längslenker
(4) am Drehgestellrahmen verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Endradsätze (3) an ihren Antriebseinheiten über jeweils zwei Schräglenker
(1) mit dem Drehgestellrahmen (2) verbunden sind.
2. Drehgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Endradsätze (3) über jeweils mindestens einen Querlenker (5a,b) und über einen
am Querlenker (5a,b) in Wirkverbindung angeordneten Antriebseinheitsausleger (13)
mit der Antriebseinheit des Mittelradsatzes (12) derart verbunden sind, dass bei einer
Querbewegung des Mittelradsatzes (12) die Endradsätze (3) mitgekoppelt sind und dass
bei einer Ausdrehbewegung der Endradsätze (3) diese gegensinnig gekoppelt sind.
3. Drehgestell nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Querlenker (5a,b) dreidimensional mit dem Antriebseinheitsausleger (13) gelagert
ist.
4. Drehgestell nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Achsen (14) der Antriebseinheiten der Radsätze (3, 12) mittels einer Achslagervorrichtung
(7) tatzgelagert sind.
5. Drehgestell nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheiten jeweils mindestens eine Bremseinrichtung (8) umfassen, wobei
jede Bremseinrichtung (8) direkt am Motor (6) oder am Getriebegehäuse (11) angeordnet
ist und auf mindestens eine Radscheibe (10) des zugehörigen Radsatzes (3,12) einwirkt.
6. Drehgestell nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremseinrichtung (8) über eine zwischen Motor (6) oder Getriebegehäuse (11) angeordnete
Haltevorrichtung (9) am Motor (6) oder am Getriebegehäuse (11) angeordnet ist.
7. Drehgestell nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremseinrichtung (8) eine Bremsklotzeinrichtung ist.
8. Drehgestell nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremseinrichtung (8) eine Radscheibenbremseinrichtung ist.
1. An adjustable bogie,which has three wheelsets, for a railway vehicle, the wheelsets,
formed by a central wheelset (12) and two end wheelsets (3), being arranged in a bogie
frame (2) and each wheelset (3, 12) including a drive unit, the two end wheelsets
(3) being rotatable outward in relation to the lengthwise direction of the bogie frame
(2) during curve travel and the central wheelset (12) being connected to the bogie
frame by at least one pull rod (4) guided parallel to the lengthwise direction of
the bogie frame (2),
characterized in that
the two end wheelsets (3), on their drive units, are each connected to the bogie frame
(2) via two tilted rods (1).
2. The bogie according to Claim 1,
characterized in that
the end wheelsets (3) are each connected via at least one transverse link (5a,b) and
via a drive unit extension arm (13), arranged on the transverse link (5a,b) in mechanical
linkage thereto, to the drive unit of the central wheelset (12) in such a way that
in the event of a transverse movement of the central wheelset (12), the end wheelsets
(3) are coupled with the latter and, in the event of an outward rotational movement
of the end wheelsets (3), they are coupled in the opposite direction.
3. The bogie according to Claim 2,
characterized in that
the transverse link (5a,b) is three-dimensionally mounted with the drive unit extension
arm (13).
4. The bogie according to Claim 3,
characterized in that
the axles (14) of the drive units of the wheelsets (3, 12) are nose-suspended using
an axle bearing device (7).
5. The bogie according to Claim 4,
characterized in that
the drive units each include at least one braking device (8), each braking device
(8) being arranged directly on the engine (6) or on the transmission housing (11)
and acting on at least one wheel disk (10) of the associated wheelset (3, 12).
6. The bogie according to Claim 5,
characterized in that
the braking device (8) is positioned on the engine (6) or on the transmission housing
(11) via a support device (9) arranged between the motor (6) or the transmission housing
(11).
7. The bogie according to Claim 6,
characterized in that
the braking device (8) is a brake pad device.
8. The bogie according to Claim 6,
characterized in that
the braking device (8) is a wheel disk braking device.
1. Bogie réglable avec trois essieux montés pour un véhicule sur rails, les essieux montés,
formés par un essieu monté central (12) et deux essieux montés d'extrémité (3), étant
disposés dans un châssis de bogie (2) et chaque essieu monté (3, 12) comprenant une
unité d'entraînement, les deux essieux montés d'extrémité (3) pouvant être tournés
vers l'extérieur par rapport au sens longitudinal du châssis de bogie (2) et l'essieu
monté central (12) étant relié à au moins un bras oscillant longitudinal (4) guidé
parallèlement au sens longitudinal du châssis de bogie (2), caractérisé en ce que les deux essieux d'extrémité (3) sont reliés au châssis de bogie (2) sur leurs unités
d'entraînement par respectivement deux bras obliques (1).
2. Bogie selon la revendication 1, caractérisé en ce que les essieux montés d'extrémité (3) sont reliés à l'unité d'entraînement de l'essieu
monté central (12) par respectivement au moins un bras oscillant transversal (5a,b)
et par un bras d'unité d'entraînement (13) disposé en liaison active sur le bras incliné
(5a,b) de telle façon que les essieux montés d'extrémité (3) sont couplés avec l'essieu
monté central lors d'un mouvement transversal de l'essieu monté central (12) et que
ceux-ci sont couplés dans le sens contraire lors d'un mouvement de rotation extérieure
des essieux montés d'extrémité (3).
3. Bogie selon la revendication 2, caractérisé en ce que le bras oscillant transversal (5a,b) est monté en trois dimensions avec le bras d'unité
d'entraînement (13).
4. Bogie selon la revendication 3, caractérisé e ce que les essieux (14) des unités d'entraînement
des essieux montés (3, 12) sont suspendus par le nez au moyen d'un dispositif de palier
d'essieu (7).
5. Bogie selon la revendication 4, caractérisé en ce que les unités d'entraînement comprennent respectivement au moins un système de freinage
(8), chaque système de freinage (8) étant disposé directement sur le moteur (6) ou
sur le carter de boîte de vitesses (11) et agit sur au moins un disque de roue (10)
de l'essieu monté (3, 12) respectif.
6. Bogie selon la revendication 5, caractérisé en ce que le système de freinage (8) est disposé sur le moteur (6) ou sur le carter de boîte
de vitesses (11) au moyen d'un dispositif de retenue (9) disposé entre le moteur (6)
ou le carter de boîte de vitesses (11).
7. Bogie selon la revendication 6, caractérisé en ce que le système de freinage (8) est un système de sabot de frein.
8. Bogie selon la revendication 6, caractérisé en ce que le système de freinage (8) est un système de freinage de disque de roue.

