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(11) |
EP 0 844 386 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.12.2002 Patentblatt 2002/50 |
| (22) |
Anmeldetag: 24.09.1997 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: F02M 69/04 |
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Vorrichtung zur Einspritzung eines Brennstoff-Gas-Gemisches
Device for injecting a mixture of fuel and gas
Dispositif d'injection d'un mélange combustible/gaz
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT SE |
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Priorität: |
26.11.1996 DE 19648911
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.05.1998 Patentblatt 1998/22 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Arndt, Stefan, Dipl.-Physiker
70569 Stuttgart (DE)
- Degel, Achim, Dipl.-Ing. (TH)
71706 Markgröningen (DE)
- Krause, Heinz-Martin, Dipl.-Ing. (FH)
71254 Ditzingen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 4 442 350 FR-A- 2 727 721
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DE-A- 19 505 886
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zur Einspritzung eines Brennstoff-Gas-Gemisches
nach der Gattung des Hauptanspruchs. Es ist schon ein elektromagnetisch betätigbares
Ventil zur Einspritzung eines Brennstoff-Gas-Gemisches in eine gemischverdichtende
fremdgezündete Brennkraftmaschine aus der DE-OS 1 95 05 886 bekannt, bei der ein Gasumfassungskörper
das Einspritzventil teilweise umgibt. Innerhalb des Gasumfassungskörpers ist am stromabwärtigen
Ende des Einspritzventils ein Aufbereitungsvorsatz vorgesehen, der aus einem becherförmigen
Gasumfassungsteil und einem Einsatzkörper besteht. Im Inneren des Einsatzkörpers verläuft
eine zumindest teilweise sich in stromabwärtiger Richtung konisch erweiternde Öffnung,
die an einer Abtropfkrone enden kann. Die Abtropfkrone besitzt eine Vielzahl von Zacken
bzw. Zähnen, die in der gleichen Neigung wie die konische Öffnung, also schräg zur
Ventillängsachse sich stromabwärts erweiternd, verlaufen. Die schrägen Zacken ermöglichen
das Bilden eines Randnebels, der nachteilig zu einer Wandfilmbildung im Ansaugrohr
führt.
Vorteile der Erfindung
[0002] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Einspritzung eines Brennstoff-Gas-Gemisches
mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs hat den Vorteil, daß auf einfache
Art und Weise eine verbesserte Abspritzgeometrie erreicht wird, indem Randnebel am
stromabwärtigen Ende des Einspritzventils weitgehend vermieden werden, die eine Unschärfe
in das Strahlbild bringen. Dies wird dadurch erreicht, daß ein Aufbereitungsvorsatz
am stromabwärtigen Ende des Einspritzventils angeordnet ist, der mit einer Abtropfkrone
versehen ist, die eine Vielzahl von achsparallel ausgerichteten Zacken aufweist. Diese
Zacken der Abtropfkrone sorgen für eine Einschnürung des Brennstoffs, die Randnebel
weitgehend verhindert und zur Herabsetzung der Wahrscheinlichkeit der Bildung von
Großtropfen beiträgt. Als Konsequenz kann eine deutliche Reduzierung der Wandfilmbildung
im Ansaugrohr erzielt werden, die wiederum eine Verminderung der Abgasemission einer
Brennkraftmaschine zur Folge hat.
[0003] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Vorrichtung möglich.
[0004] Von Vorteil ist es, die innere Öffnung des Aufbereitungsvorsatzes gestuft und weitgehend
konisch auszuführen, da somit die Tropfenbildung noch weiter reduziert wird. Durch
die Absätze in der Wandung der Öffnung wird die Wandfilmbildung des abzuspritzenden
Brennstoffs innerhalb des Aufbereitungsvorsatzes immer wieder unterbrochen und die
Entstehung größerer Tropfen unterbunden. Besonders bei kleinen statischen Abspritzmengen
ist die Vermeidung der Tropfenbildung äußerst bedeutsam.
[0005] Ist die Aufrechterhaltung einer durch die Abspritzöffnungen vorgegebenen Mehrstrahligkeit
des Einspritzventils trotz der Gasumfassung erwünscht, so ist es besonders zweckmäßig,
im Abspritzraum des Aufbereitungsvorsatzes einen Strahlteiler anzuordnen. Besonders
vorteilhaft ist es, Strahlteiler mit konvexen Teilerflächen einzusetzen, die kreisförmige,
halbkreisförmige oder elliptische Querschnitte besitzen. Der konvexe Strahlteiler
wirkt als Strömungswiderstand, wodurch eine Stauströmung verursacht wird. Die Stauströmung
ist verantwortlich für die trotz Gasumfassung aufrechterhaltene Mehrstrahligkeit auch
stromabwärts des Strahlteilers und die gute Aufbereitungswirkung der Gasumfassung
durch eine verbesserte Durchmischung von Gas und Brennstoff.
Zeichnung
[0006] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung vereinfacht dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Figur 1 eine teilweise
dargestellte Vorrichtung zur Einspritzung eines Brennstoff-Gas-Gemisches, Figur 2
ein erstes Beispiel eines Aufbereitungsvorsatzes, Figur 3 eine Unteransicht des Aufbereitungsvorsatzes
gemäß Figur 2 und Figur 4 ein zweites Beispiel eines Aufbereitungsvorsatzes.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0007] In der Figur 1 ist als ein Ausführungsbeispiel ein Ventil in der Form eines Einspritzventils
für Brennstoffeinspritzanlagen von gemischverdichtenden fremdgezündeten Brennkraftmaschinen
teilweise und vereinfacht dargestellt. Das Einspritzventil hat einen rohrförmigen
Ventilsitzträger 1, in dem konzentrisch zu einer Ventillängsachse 2 eine Längsöffnung
3 ausgebildet ist. In der Längsöffnung 3 ist eine z.B. rohrförmige Ventilnadel 5 angeordnet,
die an ihrem stromabwärtigen Ende 6 mit einem z.B. kugelförmigen Ventilschließkörper
7, an dessen Umfang beispielsweise fünf Abflachungen 8 vorgesehen sind, verbunden
ist.
[0008] Die Betätigung des Einspritzventils erfolgt in bekannter Weise, beispielsweise elektromagnetisch.
Zur axialen Bewegung der Ventilnadel 5 und damit zum Öffnen entgegen der Federkraft
einer nicht dargestellten Rückstellfeder bzw. Schließen des Einspritzventils dient
ein angedeuteter elektromagnetischer Kreis mit einer Magnetspule 10, einem Anker 11
und einem Kern 12. Der Anker 11 ist mit dem dem Ventilschließkörper 7 abgewandten
Ende der Ventilnadel 5 durch z. B. eine Schweißnaht mittels eines Lasers verbunden
und auf den Kern 12 ausgerichtet. Die Magnetspule 10 umgibt den Kern 12, der beispielsweise
das sich durch die Magnetspule 10 umschließende Ende eines nicht näher gezeigten Einlaßstutzens
darstellt, der der Zufuhr des mittels des Ventils zuzumessenden Mediums, hier Brennstoff,
dient.
[0009] Zur Führung des Ventilschließkörpers 7 während der Axialbewegung dient eine Führungsöffnung
15 eines Ventilsitzkörpers 16. In das stromabwärts liegende, dem Kern abgewandte Ende
des Ventilsitzträgers 1 ist in der konzentrisch zur Ventillängsachse 2 verlaufenden
Längsöffnung 3 der zylinderförmige Ventilsitzkörper 16 dicht montiert. An seiner einen,
dem Ventilschließkörper 7 abgewandten unteren Stirnseite ist der Ventilsitzkörper
16 mit einer beispielsweise topfförmig ausgebildeten Spritzlochscheibe 21 konzentrisch
und fest verbunden. Die Verbindung von Ventilsitzkörper 16 und Spritzlochscheibe 21
erfolgt beispielsweise durch eine umlaufende und dichte, z.B. mittels eines Lasers
ausgebildete Schweißnaht. Durch diese Art der Montage ist die Gefahr einer unerwünschten
Verformung der Spritzlochscheibe 21 im Bereich seiner wenigstens zwei, beispielsweise
vier, durch Stanzen oder Erodieren ausgeformten Abspritzöffnungen 25, die sich zentral
in der Spritzlochscheibe 21 befinden, vermieden. Die Spritzlochscheibe 21 ist außerdem
mit dem Ventilsitzträger 1 beispielsweise durch eine umlaufende und dichte Schweißnaht
fest verbunden.
[0010] Die Einschubtiefe des aus Ventilsitzkörper 16 und topfförmiger Spritzlochscheibe
21 bestehenden Ventilsitzteils in die Längsöffnung 3 bestimmt die Größe des Hubs der
Ventilnadel 5, da die eine Endstellung der Ventilnadel 5 bei nicht erregter Magnetspule
10 durch die Anlage des Ventilschließkörpers 7 an einer Ventilsitzfläche 29 des Ventilsitzkörpers
16 festgelegt ist. Die andere Endstellung der Ventilnadel 5 wird bei erregter Magnetspule
10 beispielsweise durch die Anlage des Ankers 11 an dem Kern 12 festgelegt. Der Weg
zwischen diesen beiden Endstellungen der Ventilnadel 5 stellt somit den Hub dar.
[0011] Der kugelförmige Ventilschließkörper 7 wirkt mit der sich in Strömungsrichtung kegelstumpfförmig
verjüngenden Ventilsitzfläche 29 des Ventilsitzkörpers 16 zusammen, die in axialer
Richtung zwischen der Führungsöffnung 15 und der unteren Stirnseite des Ventilsitzkörpers
16 ausgebildet ist.
[0012] An seinem stromabwärtigen Ende wird das Einspritzventil und somit der Ventilsitzträger
1 von einem gestuften konzentrischen Gasumfassungskörper 41 zumindest teilweise radial
und axial umschlossen. Zu dem Gasumfassungskörper 41, der z. B. aus einem Kunststoff
ausgebildet ist, gehören beispielsweise sowohl die eigentliche Gasumfassung am stromabwärtigen
Ende des Ventilsitzträgers 1 als auch ein nicht dargestellter Gaseintrittskanal, der
der Zufuhr des Gases in den Gasumfassungskörper 41 dient und beispielsweise einteilig
mit dem Gasumfassungskörper 41 ausgebildet ist. Der Gasumfassungskörper 41 ist weitgehend
rohrförmig ausgeführt und beispielsweise mit einer Kunststoffumspritzung des Einspritzventils
in axialer Richtung zwischen der Magnetspule 10 und dem Ventilschließkörper 7 durch
Ultraschallschweißen verbunden. Der Gasumfassungskörper 41 setzt sich dabei z. B.
aus mehreren axial aufeinanderfolgenden Abschnitten unterschiedlicher Durchmesser
zusammen. Am stromabwärtigen Ende umgibt der Gasumfassungskörper 41 ein becherförmiges
Gasumfassungsteil 48 in einem zwischen dem Gasumfassungskörper 41 und dem Ventilsitzträger
1 gebildeten, mit dem Gaseintrittskanal direkt in Verbindung stehenden Zwischenraum
50. Somit wird die Zufuhr des Gases bis zum aus den Abspritzöffnungen 25 der Spritzlochscheibe
21 austretenden Brennstoff gewährleistet.
[0013] Zusammen mit einem Einsatzkörper 60, der z. B. aus Kunststoff gefertigt ist, bildet
das becherförmige Gasumfassungsteil 48 als Blechteil einen durch den Gasumfassungskörper
41 in axialer Richtung vollständig umschlossenen Aufbereitungsvorsatz 61. Der Einsatzkörper
60, der sich durch eine weitgehend konische Form auszeichnet, erstreckt sich vollständig
stromabwärts des Ventilsitzkörpers 16. Dagegen ist das fest mit dem Einsatzkörper
60 verbundene Gasumfassungsteil 48 so ausgebildet, daß ein Bodenabschnitt 63 zumindest
teilweise durch Material des Einsatzkörpers 60 umgeben ist und aus diesem radial,
beispielsweise über die axiale Länge des Einsatzkörpers 60 gesehen mittig herausragt.
An den Bodenabschnitt 63 schließt sich ein zylinderförmiger, axial verlaufender Mantelabschnitt
64 an, der in stromaufwärtiger Richtung den Ventilsitzträger 1 z. B. bis in Höhe des
Kugeläquators bzw. der Abflachungen 8 des Ventilschließkörpers 7 umgibt. Der Mantelabschnitt
64 des Gasumfassungsteils 48 erstreckt sich in dem zwischen dem Gasumfassungskörper
41 und dem Ventilsitzträger 1 gebildeten Zwischenraum 50 und garantiert durch seine
konstruktive Ausbildung eine definierte Gaszufuhr. Der Mantelabschnitt 64 ist insofern
nicht vollständig zylindrisch ausgebildet, als er z. B. vier Bereiche 66 größeren
Durchmessers und vier Bereiche 67 kleineren Durchmessers aufweist, die sich in Umfangsrichtung
des Mantelabschnitts 64 jeweils abwechseln. Im eingebauten Zustand des Gasumfassungsteils
48 sieht es dann so aus, daß der ringförmige Zwischenraum 50 in seiner gesamten radialen
Breite genutzt wird, da die Bereiche 67 kleineren Durchmessers am Ventilsitzträger
1 anliegen und z. B. mittels Schweißnähten 69 mit diesem fest verbunden sind, während
sich die Bereiche 66 größeren Durchmessers mit Spiel entlang der inneren Wandung des
Gasumfassungskörpers 41 erstrecken.
[0014] Zwischen dem Ventilsitzträger 1 und den Bereichen 66 größeren Durchmessers des Mantelabschnitts
64 sind entsprechend der Anzahl dieser Bereiche 66 gleich viele, also beispielsweise
vier Gaseinlaßkanäle 70 gebildet, die in gleichen Abständen in Umfangsrichtung um
den Ventilsitzträger 1 angeordnet axial verlaufen. Die Pfeile in Figur 1 verdeutlichen
die Strömungsrichtung des Gases. Der Bodenabschnitt 63 des Gasumfassungsteils 48 verläuft
mit einem axialen Abstand zu einer stromabwärtigen Stirnseite 72 des Ventilsitzträgers
1, so daß zwischen dem Bodenabschnitt 63 und der Stirnseite 72 ein ringförmiger, radial
verlaufender Strömungskanal 73 entsteht, der sich an die Gaseinlaßkanäle 70 anschließt
und vom Gas radial durchströmt wird. Danach strömt das Gas weitgehend axial stromaufwärts
in einen Ringkanal 74 zwischen dem eine stromaufwärts des Bodenabschnitts 63 konische,
sich zur Spritzlochscheibe 21 hin verjüngende Außenkontur aufweisenden Einsatzkörper
60 und der Wandung der Längsöffnung 3 im Ventilsitzträger 1 bis zur Umlenkung der
Strömung an der Spritzlochscheibe 21 in radialer Richtung.
[0015] Die Zumessung des Gases zur verbesserten Aufbereitung des aus den Abspritzöffnungen
25 der Spritzlochscheibe 21 austretenden Brennstoffs erfolgt über einen Gasringspalt
76, dessen axiale Ausdehnung sich durch den Abstand des Einsatzkörpers 60 von der
Spritzlochscheibe 21 ergibt. Das axiale Maß der Erstreckung des Gasringspalts 76 bildet
den Zumeßquerschnitt für das aus dem Ringkanal 74 einströmende Gas, beispielsweise
Aufbereitungsluft. Das durch die Gaseinlaßkanäle 70, den Strömungskanal 73 und den
Ringkanal 74 zugeführte Gas strömt durch den engen Gasringspalt 76 zu einer im Einsatzkörper
60 mittig und konzentrisch zur Ventillängsachse 2 und nahe der Spritzlochscheibe 21
vorgesehenen Gemischabspritzöffnung 78 und trifft dort auf den durch die beispielsweise
zwei oder vier Abspritzöffnungen 25 abgegebenen Brennstoff. Durch die geringe axiale
Erstreckung des Gasringspalts 76 wird das zugeführte Gas stark beschleunigt und zerstäubt
den Brennstoff besonders fein.
[0016] Der Einsatzkörper 60 ist derart ausgebildet, daß sich in seinem Inneren an die Gemischabspritzöffnung
78 eine im Querschnitt z.B. elliptische oder kreisförmige und in axialer stromabwärtiger
Richtung konisch sich erweiternde Öffnung 79 anschließt, die eine größere Öffnungsweite
hat als die Gemischabspritzöffnung 78. Diese Öffnung 79 im Einsatzkörper 60 ist z.
B. mehrfach gestuft ausgebildet und wird beispielsweise von einem einen kreisförmigen
Querschnitt besitzenden, stiftähnlichen Strahlteiler 80 quer gekreuzt. Der Strahlteiler
80 verläuft quer durch die Ventillängsachse 2 und teilt einen durch die Öffnung 79
gebildeten Abspritzraum 82 stromabwärts der Gemischabspritzöffnung 78 symmetrisch
auf. Der Strahlteiler 80 kann z. B. ein stiftförmiges Einbauteil sein. Der Strahlteiler
80 weist eine obere, stromaufwärts gerichtete, konvexe Teilerfläche 85 auf.
[0017] Der konvexe Strahlteiler 80 wirkt als Strömungswiderstand, wodurch eine Stauströmung
verursacht wird. Die Stauströmung ist verantwortlich für eine sehr kompakte Strahlteilung
im Bereich des Strahlteilers 80 und eine gute Aufbereitungswirkung der Gasumfassung
durch eine verbesserte Durchmischung von Gas und Brennstoff. Durch die konvexe Teilerfläche
85 des Strahlteilers 80 wird erreicht, daß in axialer Richtung stromabwärts ab dem
Strahlteiler 80 trotz der Gasumfassung eine gleich gute Zweistrahligkeit gegenüber
einer Anordnung ohne Gasumfassung geschaffen ist.
[0018] Ein Dichtring 87 sorgt für eine Abdichtung zwischen dem Gasumfassungskörper 41 und
dem Einsatzkörper 60 zwischen der Außenkontur des Einsatzkörpers 60 und der inneren
Wandung des Gasumfassungskörpers 41 unterhalb des Bodenabschnitts 63. Der Einsatzkörper
60 zeichnet sich durch eine besondere Abtropfgeometrie am stromabwärtigen Ende des
Aufbereitungsvorsatzes 61 aus. Eine sich stromabwärts an der unteren Stirnseite anschließende
Abtropfkrone 90 mit einer Vielzahl von Zacken 91 sorgt für ein verbessertes Abtropfverhalten
(besonders bei Betrieb ohne Gas) des Brennstoffs, da der Brennstoff nicht zu großen
Tropfen zusammenlaufen kann. Die Zacken 91 sind beispielsweise in der Form von dreieckförmigen
Zähnen ausgebildet, die in stromabwärtiger Richtung spitz zulaufen, wohingegen die
zwischen den Zacken 91 entstehenden freien Bereiche umgekehrt dreieckförmig sind,
also in stromabwärtiger Richtung breiter werden.
[0019] Figur 2 zeigt noch einmal den Aufbereitungsvorsatz 61 mit dem erfindungsgemäß ausgebildeten
Einsatzkörper 60 in geändertem Maßstab. Die Öffnung 79 im Inneren des Einsatzkörpers
60 ist in mehrere Abschnitte unterteilt. Unmittelbar an die Gemischabspritzöffnung
78 schließt sich stromabwärts ein kreisförmiger bzw. elliptischer Öffnungsabschnitt
79a mit größerem Querschnitt an, dessen Wandung parallel zur Ventillängsachse 2 verläuft.
Dieser erste Öffnungsabschnitt 79a geht z. B. in Höhe des Bodenabschnitts 63 in einen
konischen, sich stromabwärts erweiternden Öffnungsabschnitt 79b über. Diesem ersten
konischen Öffnungsabschnitt 79b folgen beispielsweise noch zwei weitere konische Öffnungsabschnitte
79c und 79d stromabwärts, die z. B. alle die gleiche Wandneigung zur Ventillängsachse
2 besitzen. Die Übergänge der einzelnen Öffnungsabschnitte 79b, 79c und 79d stellen
z. B. geringfügige Absätze 93 dar, so daß sich neben der weitgehend konischen Ausbildung
der Öffnung 79 auch eine abgestufte, sich radial erweiternde Innenkontur ergibt. Im
dritten Öffnungsabschnitt 79c ist beispielsweise der Strahlteiler 80 angeordnet. Die
Absätze 93 dienen als Abrißkanten für den Brennstoff. In dieser Form der Ausbildung
der Öffnung 79 und der Anordnung des Strahlteilers 80 eignet sich der Aufbereitungsvorsatz
61 besonders für den Einsatz in gasumfaßten Zweistrahlventilen. Die Innenwandung der
Abtropfkrone 90 schließt sich bezüglich der Öffnungsweite nahtlos an die konische
Öffnung 79 bzw. den Öffnungsabschnitt 79d im Einsatzkörper 60 an.
[0020] Die Anzahl der Absätze 93 bzw. der Öffnungsabschnitte 79a, 79b, 79c, 79d kann in
verschiedenen Ausführungsbeispielen variieren. Es ist ebenso denkbar, daß drei, vier,
fünf oder noch mehr Absätze 93 in der Öffnung 79 vorgesehen sind. Die axiale Erstreckungslänge
der einzelnen Öffnungsabschnitte 79a, 79b, 79c, 79d kann ebenso variieren wie die
Neigungswinkel der Wandungen einzelner Öffnungsabschnitte 79b, 79c, 79d zur Ventillängsachse
2. Die weitgehend konische Gesamtausbildung der Öffnung 79 wird jedoch auch im Falle
sich ändernder Wandneigungen beibehalten. Durch die Absätze 93 wird die Wandfilmbildung
des abzuspritzenden Brennstoffs immer wieder unterbrochen. So wird sehr wirkungsvoll
die Entstehung von Großtropfen (Tröpfchenkoagulationen) am Austritt des Aufbereitungsvorsatzes
61 unterbunden. Besonders bei kleinen statischen Abspritzmengen ist diese Vermeidung
von Tropfenbildungen äußerst bedeutsam.
[0021] Die Zacken 91 der Abtropfkrone 90 sind senkrecht ausgeführt, so daß also deren Innenwandung
achsparallel zur Ventillängsachse 2 verläuft. Im Gegensatz zu schrägen Zacken 91 werden
die Brennstoffstrahlen, die durch die konische Ausführung der Öffnung 79 ebenfalls
divergierend konisch auseinanderverlaufen, am Ende der Abtropfkrone 90 eingeschnürt.
Diese Einschnürung hat zur Folge, daß ein bei schrägen Zacken 91 auftretender Randnebel
weitgehend vermieden und die Neigung zur Tropfenbildung deutlich vermindert werden.
Als Konsequenz kann ebenso eine deutliche Reduzierung der nachteiligen Wandfilmbildung
im Ansaugrohr erzielt werden. Insgesamt entsteht ein besser abgegrenztes und weniger
diffuses Strahlbild.
[0022] Figur 3 zeigt eine Unteransicht des Aufbereitungsvorsatzes 61 gemäß Figur 2. Dabei
wird besonders deutlich, daß die Öffnung 79 mit ihren konisch verlaufenden Öffnungsabschnitten
79b, 79c, 79d im Querschnitt elliptisch ausgeformt ist, während der öffnungsabschnitt
79a einen weitgehend kreisförmigen Querschnitt besitzt. Entsprechend der Querschnittsform
des letzten stromabwärtigen Öffnungsabschnitts 79d ist die Abtropfkrone 90 in ihrer
grundlegenden Kontur ausgebildet. Die Zacken 91 der Abtropfkrone 90 sind dabei beispielsweise
über die gesamte Umfangslänge der Abtropfkrone 90 gleichmäßig ausgeführt. Die Breiten
und auch die Höhen der Zacken 91 können jedoch auch unterschiedlich groß sein. Mit
Hilfe des Strahlteilers 80, der quer durch die Öffnung 79 und beispielsweise im Öffnungsabschnitt
79b verläuft, kann sehr gut eine Zweistrahligkeit des Einspritzventils aufrechterhalten
bleiben.
[0023] In der Figur 4 ist ein zweites Ausführungsbeispiel eines Aufbereitungsvorsatzes 61
dargestellt, der zwar eine Abtropfkrone 90 mit senkrecht, d. h. achsparallel verlaufenden
Zacken 91 aufweist, jedoch weder einen Strahlteiler 80 noch Absätze 93 in der inneren
Öffnung 79 besitzt. Ein solcher Aufbereitungsvorsatz 61 eignet sich deshalb nur für
Einspritzventile, mit denen ein kegliges Strahlbild erzeugt werden soll, wobei große
statische Abspritzmengen verwendet werden. In vorteilhafter Weise sollten bei Verwendung
eines solchen Aufbereitungsvorsatzes 61 ohne Strahlteiler 80 an Einspritzventilen
mit kleinen abzuspritzenden statischen Abspritzmengen wiederum mehrere Absätze 93
in der Wandung der Öffnung 79 im Einsatzkörper 60 vorgesehen werden.
1. Vorrichtung zur Einspritzung eines Brennstoff-Gas-Gemisches, mit einem Einspritzventil,
insbesondere einem elektromagnetisch betätigbaren Brennstoffeinspritzventil, für Brennstoffeinspritzanlagen
von Brennkraftmaschinen, mit einer Ventillängsachse (2), mit einem bewegbaren Ventilschließkörper
(7), mit einem am stromabwärtigen Ende des Einspritzventils vorgesehenen Ventilsitzkörper
(16), der eine mit dem Ventilschließkörper (7) zusammenwirkende Ventilsitzfläche (29)
besitzt, mit wenigstens einer stromabwärts der Ventilsitzfläche (29) vorgesehenen
Abspritzöffnung (25), mit einer Gemischabspritzöffnung (78) zum Austritt des Brennstoff-Gas-Gemisches
in einem am stromabwärtigen Ende des Einspritzventils angeordneten Aufbereitungsvorsatz
(61), in dessen Inneren eine sich in stromabwärtiger Richtung zumindest teilweise
erweiternde Öffnung (79) vorgesehen ist, der wiederum unmittelbar eine Abtropfkrone
(90) mit einer Vielzahl von Zacken (91) folgt, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenwandung der einzelnen Zacken (91) der Abtropfkrone (90) achsparallel verläuft.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zacken (91) dreieckförmig verlaufen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Öffnung (79) des Aufbereitungsvorsatzes (61) aus wenigstens zwei axial
aufeinanderfolgenden Öffnungsabschnitten (79a, 79b, 79c, 79d) gebildet ist, wobei
sich wenigstens einer der Öffnungsabschnitte (79b, 79c, 79d) in stromabwärtiger Richtung
erweitert und zwischen wenigstens zwei Öffnungsabschnitten (79a, 79b, 79c, 79d) ein
Absatz (93) vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei Öffnungsabschnitte (79b, 79c, 79d) der Öffnung (79) stromabwärts
erweiternd verlaufen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens zwei Öffnungsabschnitte (79b, 79c, 79d) dieselbe Wandneigung bezüglich
der Ventillängsachse (2) besitzen.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Öffnung (79, 79a, 79b, 79c, 79d) im Inneren des Aufbereitungsvorsatzes
(61) ein Abspritzraum (82) vorgegeben ist, durch den ein Strahlteiler (80) quer zur
Ventillängsachse (2) verläuft.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Strahlteiler (80) der wenigstens einen Abspritzöffnung (25) zugewandt eine konvexe
Teilerfläche (85) aufweist.
1. Device for the injection of a fuel/gas mixture, having an injection valve, in particular
an electromagnetically actuable fuel injection valve, for fuel injection systems of
internal combustion engines, having a valve longitudinal axis (2), having a movable
valve-closing body (7), having a valve seat body (16) which is provided at the downstream
end of the injection valve and which has a valve seat surface (29) interacting with
the valve-closing body (7), having at least one ejection opening (25) provided downstream
of the valve seat surface (29), and having a mixture ejection opening (78) of the
outlet of the fuel/gas mixture in a treatment attachment (61) which is arranged at
the downstream end of the injection valve and in whose interior an opening (17) is
provided, the said opening widening at least partially in the downstream direction
and in turn being followed directly by a drip crown (90) having a multiplicity of
serrations (91), characterized in that the inner wall of the individual serrations (91) of the drip crown (90) runs parallel
to the axis.
2. Device according to Claim 1, characterized in that the serrations (91) have a triangular profile.
3. Device according to Claim 1 or 2, characterized in that the inner opening (79) of the treatment attachment (61) is formed from at least two
axially consecutive opening sections (79a, 79b, 79c, 79d), at least one of the opening
sections (79b, 79c, 79d) widening in the downstream direction and a step (93) being
provided between at least two opening sections (79a, 79b, 79c, 79d).
4. Device according to Claim 3, characterized in that at least two opening sections (79b, 79c, 79d) of the opening (79) run in a manner
such that they widen downstream.
5. Device according to Claim 4, characterized in that the at least two opening sections (79b, 79c, 79d) have the same wall inclination
with respect to the valve longitudinal axis (2).
6. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the opening (79, 79a, 79b, 79c, 79d) in the interior of the treatment attachment
(61) predetermines an ejection space (82) through which a jet divider (80) runs transversely
with respect to the valve longitudinal axis (2).
7. Device according to Claim 6, characterized in that the jet divider (80), which faces at least one ejection opening (25), has a convex
divider surface (85).
1. Dispositif d'injection d'un mélange carburant/gaz comprenant un injecteur notamment
un injecteur de carburant à commande électromagnétique pour une installation d'injection
de carburant d'un moteur à combustion interne, ayant un axe longitudinal (2), un organe
d'obturation (7), mobile, un organe d'obturation de soupape (16) à l'extrémité aval
de l'injecteur, qui comporte une surface formant siège de soupape (29) coopérant avec
l'organe d'obturation (7), au moins un orifice d'éjection (25) prévu en aval de la
surface formant siège de soupape (29), un orifice d'éjection de mélange (79) pour
la sortie du mélange carburant/gaz dans un prolongement de préparation (61) installé
à l'extrémité aval de l'injecteur et à l'intérieur duquel il est prévu une ouverture
(79) qui s'élargit au moins en partie vers l'aval, cette ouverture étant directement
suivie par une couronne d'égouttage (90) ayant un grand nombre de dents (91),
caractérisé en ce que
la paroi intérieure des différentes dents (91) de la couronne d'éjection (90) est
parallèle à l'axe.
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les dents (91) ont une forme triangulaire.
3. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que
l'ouverture intérieure (79) du prolongement de préparation (61) est formée d'au moins
deux segments d'ouverture (79a, 79b, 79c, 79d) qui se suivent axialement et au moins
l'un des segments d'ouverture (79b, 79c, 79d) s'élargit dans le sens de l'écoulement
et un décrochement (93) est prévu entre au moins deux segments d'ouverture (79a, 79b,
79c, 79d).
4. Dispositif selon la revendication 3,
caractérisé en ce qu'
au moins deux segments d'ouverture (79b, 79c, 79d) de l'ouverture (79) s'élargissent
dans le sens de l'écoulement.
5. Dispositif selon la revendication 4,
caractérisé en ce qu'
au moins deux segments d'ouverture (79b, 79c, 79d) ont la même inclinaison de paroi
par rapport à l'axe longitudinal (2) de l'injecteur.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'ouverture (79, 79a, 79b, 79c, 79d) à l'intérieur du prolongement de préparation
(61) définit un volume d'éjection (82) traversé par un diviseur de jet dirigé transversalement
à l'axe longitudinal (2) de l'injecteur.
7. Dispositif selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
le diviseur de jet (80) a au moins une surface de division convexe (85) tournée vers
l'orifice d'éjection (25).