[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Rippe zur Verwendung in einem Rohr, insbesondere
einem Flachrohr, für einen Wärmetauscher, insbesondere einen Kondensator. Vorzugsweise
ist die erfindungsgemäße Rippe für ein Rohr für die Verwendung in mehrflutigen Kondensatoren
vorgesehen.
[0002] Vor allem bei Kondensatoren werden häufig Flachrohre verwendet, die als Mehrkanalrohre
ausgebildet sind, wobei durch die einzelnen Kanäle beispielsweise Kältemittel strömt.
Bei diesen Flachrohren handelt es sich üblicherweise um extrudierte Profile oder um
geschweißte Rohre, in die eine im wesentlichen gewellte Rippe eingelegt ist. Durch
diese Formgebung ergeben sich diskrete Strömungskanäle, die voneinander getrennt sind.
Bei Wärmetauschern und Kondensatoren befinden sich herkömmlicherweise zwischen den
Flachrohren Rippen, die zur Vergrößerung der wärmeübertragenden Oberfläche im Hinblick
auf die darüber strömende Luft dienen und die miteinander verlötet ein wärmeübertragendes
Netz des Wärmetauschers bzw. Kondensators bilden.
[0003] Ein derartiger Kondensator ist beispielsweise in der EP-A-0 219 974 beschrieben.
Der Kondensator weist ein Paar beabstandeter Sammelrohre zur Aufnahme von Kühlmitteldampf
und zum Sammeln von kondensiertem Kühlmittel sowie eine Vielzahl von Röhren auf, die
hydraulisch parallel zwischen den Sammelrohren verlaufen. Jede Röhre steht mit jedem
der Sammelrohre in Fluidverbindung und ist im Querschnitt länglich, wobei die kleinere
Abmessung des Querschnitts im wesentlichen senkrecht zur Richtung des Luftstroms durch
den Kondensator ausgerichtet ist. Jede der Röhren hat ferner eine Vielzahl getrennter,
hydraulisch paralleler Fluidströmungswege.
[0004] Durch diese konstruktive Ausführung der Flachrohre, d. h. durch diese diskrete Anordnung
der einzelnen Strömungskanäle im Flachrohr, ist eine Wärmeübertragung zwischen den
einzelnen Strömungskanälen nur bedingt möglich. Es ergeben sich somit relativ große
Temperaturunterschiede des im Flachrohr strömenden Mediums zwischen den einzelnen
Strömungskanälen.
[0005] In Figur 8 ist ein in der EP-A-1 065 466 beschriebenes Flachrohr 20 für Wärmetauscher
mit einer im Flachrohr vorgesehenen Verwirbelungseinrichtung (Turbulator) 22 dargestellt.
Die Verwirbelungseinrichtung 22 hat eine im wesentlichen ebene Basis 24, die sich
in Längs- und Querrichtung zum Rohr über eine vorbestimmte Länge erstreckt. Ferner
weist die Verwirbelungseinrichtung 22 mehrere voneinander lateral beabstandete und
sich in Längsrichtung erstreckende Rillen 26 zum Verwirbeln des Fluids im Flachrohr
auf. Die Rillen 26 weisen eine Länge von etwa 2,5 bis 7,0 mm in Strömungsrichtung
auf. Darüber hinaus sind die Rillen 26 seitlich etwa 0,76 mm voneinander beabstandet.
Die seitlich voneinander beabstandeten Rillen 26 erstrecken sich senkrecht zur Ebene
der Basis 24 in einem abwechselnden Muster, so daß sich eine Rille 26 nach oben erstreckt
und die seitlich daneben liegende Rille 26 sich nach unten erstreckt. Ferner sind
die einzelnen Rillen 26 auch in Strömungsrichtung abwechselnd in entgegengesetzte
Richtungen ausgebildet, so daß die Stirnseiten 28 zweier in Längsrichtung benachbarter
Rillen 26 vollständig offen sind. Dadurch kann Fluid durch die offenen Stirnseiten
28 hindurchströmen.
[0006] Auch diese Konstruktion läßt hinsichtlich ihrer Wärmeübertragungscharakteristik,
insbesondere jedoch im Hinblick auf den Strömungswiderstand, weiterhin erheblich zu
wünschen übrig.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Einrichtung
bzw. Rippe zur Verfügung zu stellen, die insbesondere in einem fluiddurchströmten
Rohr, vorzugsweise einem Flachrohr, für einen Wärmetauscher und/oder Kondensator anwendbar
ist, um einen verbesserten Wirkungsgrad zu erzielen. Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen
der Patentansprüche gelöst.
[0008] Die Erfindung geht dabei von dem Grundgedanken aus, die Einrichtung (nachfolgend
auch als "Rippe" bezeichnet) in Querrichtung gewellt auszubilden, wobei in den einzelnen
Wellentälern und/oder Wellenbergen Vertiefungen vorgesehen sind. Die Wellung der Rippe
bildet zusammen mit einem Rohr, in das die Rippe eingebracht wird, mehrere im wesentlichen
parallel zueinander verlaufende Strömungskanäle aus. Durch die Vertiefungen entstehen
zwischen zwei parallel verlaufenden Strömungskanälen, die jedoch nicht direkt benachbart
sind, sondern durch einen dazwischen liegenden Strömungskanal voneinander getrennt
sind, Querverbindungen, durch die ein Teil des Fluids umgeleitet wird. Der restliche,
nicht umgeleitete Teil des Fluids strömt durch den jeweiligen Strömungskanal weiter.
[0009] Im montierten Zustand weist das Rohr mindestens eine zumindest abschnittsweise in
Rohrlängsrichtung verlaufenden Rippe dieser Art auf, wobei die Rippe, wie vorstehend
bereits beschrieben, im Querschnitt im wesentlichen wellenförmig ist, wodurch im Rohr
mehrere im wesentlichen parallel zueinander verlaufende Strömungskanäle ausgebildet
werden. In den einzelnen Rippen sind Vertiefungen vorgesehen, durch die mindestens
einer der Strömungskanäle mit mindestens einem weiteren, nicht direkt benachbarten
Strömungskanal, d. h. dem übernächsten Strömungskanal, verbunden ist. Die Vertiefungen
sind dabei derart ausgebildet, daß sie die einzelnen Strömungskanäle nicht vollständig
blockieren, sondern das Fluid kann durch jeden einzelnen der Strömungskanäle weiterströmen.
[0010] Die erfindungsgemäße Rippe weist also mehrere Vertiefungen auf, die als Möglichkeit
für einen Queraustausch des im Rohr strömenden Fluids dienen. Dieser Queraustausch
findet über eine Vertiefung statt, die in einem Strömungskanal vorgesehen ist und
die beiden neben diesem Strömungskanal liegenden benachbarten Strömungskanäle miteinander
verbindet. Die Form der Vertiefung, d. h. ihre Länge und Tiefe, kann je nach Anwendungsfall
in gewissen Bereichen variieren. Üblicherweise beträgt die Tiefe der Vertiefung etwa
die halbe Höhe des Strömungskanals. Für das in den Strömungskanälen strömende Fluid
wirkt eine Vertiefung im jeweiligen Strömungskanal als eine Art Barriere; vom jeweiligen
Strömungskanal aus betrachtet bildet eine in die Rille bzw. Welle eingebrachte Vertiefung
also eine Erhebung. Um eine möglichst gute Durchmischung zwischen dem in den einzelnen
Strömungskanälen strömenden Fluid zu erzielen, ist es bevorzugt, die Anordnung der
Vertiefungen entlang der einzelnen Strömungskanäle so zu wählen, daß sich vor jeder
Vertiefung bzw. Barriere im jeweiligen Strömungskanal eine Vertiefung in mindestens
einem benachbarten Strömungskanal befindet, die eine Öffnung bzw. einen Durchgang
zum übernächsten Strömungskanal bildet. Die Barriere im Strömungskanal wirkt als Strömungswiderstand
und leitet einen Teil des Fluids durch die im benachbarten Strömungskanal liegende
Vertiefung in den übernächsten, also neben dem benachbarten Strömungskanal liegenden
Strömungskanal um. Der andere Teil des Fluids strömt über die Barriere hinweg durch
denselben Strömungskanal weiter.
[0011] Ferner ist es bevorzugt, die Vertiefungen in einem sich wiederholenden Muster anzuordnen.
Die Vertiefungen sind vorzugsweise in benachbarten Strömungskanälen alternierend in
entgegengesetzte Richtungen ausgebildet, d. h. in einem Strömungskanal sind die Vertiefungen
beispielsweise nach unten gerichtet und im benachbarten Strömungskanal sind die Vertiefungen
nach oben gerichtet. Dadurch kann die Rippe endlos hergestellt werden.
[0012] Um keine einseitig gerichtete Querströmung durch die Vertiefungen zu erzeugen, ist
es bevorzugt, eine mäanderartige Abfolge der Vertiefungen in der Rippe vorzusehen,
wobei sich die Mäanderbahn in Längsrichtung fortlaufend und in Querrichtung über mehrere
Strömungskanäle erstreckt. Dadurch wird verhindert, daß die Massenstromdichte zwischen
den einzelnen Strömungskanälen stark variiert.
[0013] Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Rohrs mit den Vertiefungen in der Rippe
stellt sich unabhängig von der Strömungsrichtung des Fluids im Rohr derselbe Druckverlust
ein. Dies hat den Vorteil, daß man beim Aufbau eines Wärmetauschers mit den erfindungsgemäßen
Rohren nicht auf die Lage der Rippe Rücksicht nehmen muß.
[0014] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform können die Vertiefungen ferner mit
mindestens einem Schlitz versehen sein, durch den der Druckverlust des in den Strömungskanälen
strömenden Fluids weiter verringert werden kann. Bei dieser Ausführungsform bietet
sich dem strömenden Fluid nicht nur die Möglichkeit, über die durch die Vertiefungen
gebildeten Querverbindungen vor einer als Barriere dienenden Vertiefung in den übernächsten
Strömungskanal oder über die Barriere hinweg entlang des Strömungskanals zu strömen,
sondern es besteht auch die Möglichkeit, daß das Fluid durch den Schlitz direkt in
den benachbarten Strömungskanal gelangen kann.
[0015] Mit der erfindungsgemäßen Rippe läßt sich also ein stofflicher Austausch zwischen
den einzelnen Strömungskanälen eines mit der Rippe ausgestatteten Rohrs auf besonders
vorteilhafte Weise realisieren. Dabei werden die Temperaturunterschiede des in den
einzelnen Strömungskanälen strömenden Fluids durch verbesserte Vermischung stark reduziert.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Rippe ist dadurch gegeben, daß unabhängig
von der Strömungsrichtung im Rohr gleiche innere Druckverluste des strömenden Fluids
auftreten. Ferner entsteht keine einseitig gerichtete Querströmung, d. h. keine unterschiedliche
Massenstromdichte in den jeweiligen Strömungskanälen. Fertigungstechnisch betrachtet
kann die Rippe als Endloselement hergestellt werden, wodurch eine kostengünstige Herstellung
gewährleistet wird.
[0016] Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Rippe in einem Rohr wird nachstehend
anhand der Zeichnungen beispielhaft beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine räumliche Ansicht der erfindungsgemäßen Rippe in einem teilweise geschnittenen
Rohr;
- Fig. 2
- eine räumliche Ansicht der erfindungsgemäßen Rippe ähnlich Fig. 1, wobei darin verschiedene
Schnittverläufe kenntlich gemacht sind;
- Fig. 3
- einen Teillängsschnitt entlang der Linie VII-VII von Fig. 2;
- Fig. 4
- einen Querschnitt entlang der Linie IV-IV von Fig. 2;
- Fig. 5
- einen Querschnitt entlang der Linie V-V von Fig. 2;
- Fig. 6
- einen Längsschnitt entlang der Linie VI-VI von Fig. 2;
- Fig. 7
- einen Längsschnitt entlang der Linie VII-VII von Fig. 2; und
- Fig. 8
- eine räumliche Ansicht eines Rohres mit Verwirbelungseinrichtung gemäß dem Stand der
Technik.
[0017] Fig. 1 zeigt eine bevorzugte Anwendung der Rippe der vorliegenden in Kombination
mit einem Rohr 2, das insbesondere für einen mit Fluid durchströmten Wärmetauscher
und/oder Kondensator geeignet ist. Entsprechend dieser bevorzugten Ausführungsform
ist das Rohr 2 als Flachrohr, insbesondere als geschweißtes Flachrohr, ausgebildet.
Das Rohr 2 weist im wesentlichen einen Mantel 4 und eine darin eingebrachte Rippe
6 auf, die sich zumindest abschnittsweise, vorzugsweise vollständig, in Rohrlängsrichtung
erstreckt. Die Rippe 6 ist im Querschnitt im wesentlichen wellenförmig ausgebildet,
so daß zusammen mit dem Außenmantel 4 ein Rohr mit mehreren im wesentlichen parallel
verlaufenden Strömungskanälen 8 entsteht. Dabei wirkt jede einzelne Welle bzw. Rille
(Wellental/Wellenberg) der Rippe 6 als Strömungskanal. Die Rippe 6 weist ferner mehrere
Vertiefungen 10 auf, durch die mindestens einer der Strömungskanäle 8 mit mindestens
einem weiteren, nicht direkt benachbarten Strömungskanal 8 verbunden ist. Die Vertiefungen
10 sind dabei so in der Rippe 6 ausgebildet, daß sie die einzelnen Strömungskanäle
8 nicht vollständig blockieren, sondern lediglich Strömungsbarrieren darstellen, die
ein Weiterströmen des Fluids im jeweiligen Strömungskanal erlauben.
[0018] Die Rippe 6 ist im Außenmantel 4 des Rohrs 2 derart aufgenommen, daß die einzelnen
Wellen bzw. Rillen fluiddicht voneinander getrennt werden, um die Strömungskanäle
8 auszubilden. Durch jede der Vertiefungen 10 werden zwei Strömungskanäle 8 miteinander
verbunden, die durch einen dazwischen liegenden Strömungskanal 8 voneinander beabstandet
sind. Dies bedeutet, daß eine Vertiefung 10 eine Querverbindung zwischen einem und
dem übernächsten, daneben liegenden Strömungskanal 8 bereitstellt. Durch die Vielzahl
der Vertiefungen 10 in den einzelnen Rillen der Rippe 6 entsteht ein Netz von Querverbindungen,
die eine optimale Durchmischung des durch die Strömungskanäle 8 strömenden Fluids
gewährleistet. Dazu sind gemäß der in den Figuren gezeigten bevorzugten Ausführungsform
die Vertiefungen 10 in benachbarten Strömungskanälen derart angeordnet, daß in Strömungsrichtung
des Fluids betrachtet vor einer Vertiefung 10-1 in einem Strömungskanal 8-1 jeweils
eine Vertiefung 10-2 in mindestens einem dazu benachbarten Strömungskanal 8-2 vorgesehen
ist. Dadurch wirkt die im Strömungskanal 8-1 vorgesehene Vertiefung 10-1 als Strömungsbarriere,
wodurch ein Teil des darin strömenden Fluids in den übernächsten, neben dem benachbarten
Strömungskanal 8-2 liegenden Strömungskanal 8-3 umgeleitet wird. Der nicht umgeleitete
Teil des Fluids strömt durch den Strömungskanal 8-1 weiter.
[0019] Die Vertiefungen in benachbarten Strömungskanälen sind vorzugsweise alternierend
in entgegengesetzte Richtungen ausgebildet, d. h. im Kanal 8-1 sind sämtliche Vertiefungen
10-1 nach unten ausgebildet, während im benachbarten Kanal 8-2 sämtliche Vertiefungen
10-2 nach oben ausgebildet sind. Insbesondere können die Vertiefungen 10 in einem
sich wiederholenden Muster in der Rippe 6 ausgebildet sein. Um sicherzustellen, daß
lediglich ein Teil des Fluids umgeleitet wird, sind die Vertiefungen vorzugsweise
etwa bis zur halben Höhe der Strömungskanäle ausgebildet. Um keine einseitig gerichtete
Querströmung durch die Vertiefungen 10 zu erhalten, ist in der dargestellten bevorzugten
Ausführungsform die Rippe mit Vertiefungen 10 in mäanderartiger Abfolge versehen,
wobei sich die Mäanderbahn in Längsrichtung der Rippe und in Querrichtung über mehrere
Strömungskanäle 10 erstreckt. Eine derartige Mäanderbahn ist in Fig. 1 als gestrichelte
Linie 12 eingezeichnet. Dies verhindert auf effektive Weise, daß die Massenstromdichte
zwischen den einzelnen Strömungskanälen 8 stark variiert.
[0020] Fig. 2 zeigt die unter Bezugnahme auf Fig. 1 bereits beschriebene erfindungsgemäße
Rippe 6 nochmals ohne den Außenmantel 4. In der Darstellung gemäß Fig. 2 ist die mäanderartige
Abfolge der Vertiefungen 10 deutlich zu erkennen. In dieser Figur sind zwei Querschnitte
entlang der Linien IV-IV und V-V durch die Rippe 6 sowie zwei Längsschnitte entlang
der Linien VI-VI und VII-VII durch die Rippe 6 gekennzeichnet. Die jeweiligen Schnittbilder
der Rippe 6 samt Außenmantel 4 sind in den Figuren 4 bis 7 dargestellt.
[0021] In den Figuren 4 bis 7 ist insbesondere deutlich zu erkennen, daß die Rippe 6 mit
ihren einzelnen Wellen bzw. Rillen dicht im Außenmantel 4 aufgenommen ist, wodurch
die im wesentlichen parallel verlaufenden Strömungskanäle 8 entstehen. Des weiteren
ist insbesondere aus den Fig. 4 und 5 deutlich zu entnehmen, daß durch die Vertiefungen
10 Querverbindungen 14 zwischen zwei nicht direkt benachbarten Strömungskanälen, also
zwischen einem und dem übernächsten Strömungskanal gebildet werden. Die Längsschnitte
entlang der Linien VI-VI und VII-VII gemäß Fig. 2 sind in den Fig. 6 und7 dargestellt.
Diese beiden Längsschnitte stellen die beiden in der Rippe 6 verwirklichten Formen
der Strömungskanäle 8 dar. Die nach oben gewölbten Strömungskanäle entsprechend dem
Schnitt VII-VII in Fig. 2 und Fig. 7 sind in jedem übernächsten Strömungskanal identisch,
wobei sie in Längsrichtung versetzt sind. Gleiches gilt für die nach unten gewölbten
Strömungskanäle 8 gemäß der Schnittlinie VI-VI, bei denen ebenfalls ein Längsversatz
zwischen jedem übernächsten Strömungskanal vorhanden ist. Dadurch kann die vorstehend
beschriebene, besonders vorteilhafte Mäanderstruktur der Vertiefungen realisiert werden.
[0022] Das vorstehend beschriebene Rohr 2 mit der erfindungsgemäßen Rippe 6 ist insbesondere
für den Einbau in einen Wärmetauscher bzw. Kondensator, insbesondere einen mehrflutigen
Kondensator, geeignet. Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Rippe 6 im Rohr 2 läßt sich
der Wirkungsgrad eines Wärmetauschers bzw. Kondensators erheblich verbessern, was
insbesondere auf die verbesserte Durchmischung des durch die einzelnen Strömungskanäle
strömenden Fluids zurückzuführen ist. Für den Einbau des Rohrs in Wärmetauschern oder
Kondensatoren ist es ferner vorteilhaft, daß der innere Druckverlust des durch das
Rohr strömenden Fluids unabhängig von der Strömungsrichtung gleich ist, so daß das
Rohr in beide Richtungen einbaubar ist. Außerdem entstehen keine einseitig gerichteten
Querströmungen, d. h. keine unterschiedlichen Massenstromdichten in den jeweiligen
Strömungskanälen und eine Endlosfertigung der Rippe sorgt für eine kostengünstige
Herstellungsmöglichkeit.
1. Rippe (6), insbesondere für ein mit Fluid durchströmtes Rohr (2), die in Querrichtung
gewellt ist, wodurch in Längsrichtung der Rippe (6) zueinander benachbarte Wellentäler
und Wellenberge gebildet sind, wobei in den einzelnen Wellentälern und/oder Wellenbergen
Vertiefungen (10) vorgesehen sind.
2. Rippe (6) nach Anspruch 1, wobei durch eine Vertiefung (10) jeweils zwei Wellentäler
miteinander verbunden sind, die durch einen dazwischen liegenden Wellenberg voneinander
beabstandet sind.
3. Rippe (6) nach Anspruch 1 oder 2, wobei durch eine Vertiefung (10) jeweils zwei Wellenberge
miteinander verbunden sind, die durch ein dazwischen liegendes Wellental voneinander
beabstandet sind.
4. Rippe (6) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Vertiefungen (10) in jedem Wellental
und Wellenberg vorgesehen sind.
5. Rippe (6) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Vertiefungen (10) in einem sich
wiederholenden Muster angeordnet sind.
6. Rippe (6) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Vertiefungen (10) in benachbarten
Wellentälern und Wellenbergen alternierend in entgegengesetzte Richtungen ausgebildet
sind.
7. Rippe (6) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei sich die Vertiefungen (10) im wesentlichen
bis zur halben Höhe der Wellung erstrecken.
8. Rippe (6) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Vertiefungen (10) in mäanderartiger
Abfolge vorgesehen sind, wobei die Mäanderbahn in Längsrichtung vorgesehen ist und
sich in Querrichtung über mehrere Wellentäler und Wellenberge erstreckt.
9. Rippe (6) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei eine oder mehrere der Vertiefungen
(10) Schlitze aufweisen, die eine Strömungsverbindung zwischen benachbarten Wellentälern
und Wellenbergen bilden.
10. Rohr (2) mit einer Rippe nach einem der Ansprüche 1 bis 9.
11. Rohr (2), insbesondere für einen mit Fluid durchströmten Wärmetauscher und/ oder Kondensator,
mit mindestens einer im Mantel (4) des Rohrs (2) vorgesehenen und zumindest abschnittsweise
in Rohrlängsrichtung verlaufenden Rippe (6), wobei:
a) die Rippe (6) im Querschnitt im wesentlichen wellenförmig ist, wodurch im Rohr
(2) mehrere im wesentlichen parallel verlaufende Strömungskanäle (8) ausbildet sind;
b) in der Rippe (6) Vertiefungen (10) vorgesehen sind, durch die mindestens einer
der Strömungskanäle (8) mit mindestens einem weiteren, nicht direkt benachbarten Strömungskanal
(8) verbunden ist; und
c) unabhängig von den Vertiefungen (10) Fluid durch jeden einzelnen der Strömungskanäle
(8) strömen kann.
12. Rohr (2) nach Anspruch 10 oder 11, das als Flachrohr, insbesondere als geschweißtes
Flachrohr, ausgebildet ist.
13. Rohr (2) nach einem der Ansprüche 10 bis 12, wobei sich die Rippe (6) im wesentlichen
entlang der gesamten Länge des Rohrs (2) erstreckt.
14. Rohr (2) nach einem der Ansprüche 10 bis 13, wobei die Vertiefungen (10) in benachbarten
Strömungskanälen (8) derart angeordnet sind, daß in Strömungsrichtung des Fluids vor
einer Vertiefung (10-1) in einem Strömungskanal (8-1) jeweils eine Vertiefung (10-2)
in mindestens einem dazu benachbarten Strömungskanal (8-2) vorgesehen ist, wodurch
die im Strömungskanal (8-1) vorgesehene Vertiefung (10-1) als Strömungsbarriere zum
Umleiten eines Teils des darin strömenden Fluids in den übernächsten, neben dem benachbarten
Strömungskanal (8-2) liegenden Strömungskanal (8-3) dient.
15. Wärmetauscher mit mindestens einem Rohr (2) nach einem der Ansprüche 10 bis 14.
16. Kondensator mit mindestens einem Rohr (2) nach einem der Ansprüche 10 bis 14.
17. Mehrflutiger Kondensator mit mindestens einem Rohr (2) nach einem der Ansprüche 10
bis 14.
18. Verwendung eines Rohres (2) nach einem der Ansprüche 10 bis 14 für einen mehrflutigen
Kondensator.
19. Verfahren zum Herstellen einer Rippe (6), insbesondere für ein mit Fluid durchströmtes
Rohr (2), mit den Schritten:
a) Einbringen einer Wellung in Querrichtung eines Substrats, wodurch in Längsrichtung
des Substrats zueinander benachbarte Wellentäler und Wellenberge ausgebildet werden;
und
b) Einbringen von Vertiefungen (10) in die einzelnen Wellentälern und/oder Wellenbergen,
um benachbarte Wellentäler und/oder Wellenberge miteinander zu verbinden.
20. Verfahren nach Anspruch 19, wobei in jedem der Wellentäler und Wellenberge Vertiefungen
(10) ausgebildet werden.
21. Verfahren nach Ansprüche 19 oder 20, wobei die Vertiefungen (10) gemäß Schritt b)
in einem sich wiederholenden Muster ausgebildet werden.
22. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 21, wobei die Vertiefungen (10) gemäß Schritt
b) in benachbarten Wellentälern und Wellenbergen alternierend in entgegengesetzte
Richtungen ausgebildet werden.
23. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 22, wobei die Vertiefungen (10) gemäß Schritt
b) im wesentlichen bis zur halben Höhe der Wellung ausgebildet werden.
24. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 23, wobei die Vertiefungen (10) gemäß Schritt
b) in mäanderartiger Abfolge ausgebildet werden, wobei die Mäanderbahn in Längsrichtung
der Rippe (6) verläuft und sich in Querrichtung über mehrere Wellentäler und Wellenberge
erstreckt.
25. Verfahren nach einem der Ansprüche 19 bis 24, wobei eine oder mehrere der Vertiefungen
(10) mit Schlitzen versehen werden, die eine Strömungsverbindung zwischen benachbarten
Wellentälern und Wellenbergen bilden.
26. Verfahren zum Herstellen eines Rohres (2), insbesondere für einen mit Fluid durchströmten
Wärmetauscher und/oder Kondensator, mit den Schritten:
a) Bereitstellen eines Rohrmantels (4);
b) Bereitstellen mindestens einer zumindest abschnittsweise in Rohrlängsrichtung verlaufenden
Rippe (6) nach einem der Ansprüche 19 bis 25; und
c) Einbringen der Rippe (6) in den Rohrmantel (4), wobei durch die Wellentäler und
Wellenberge im Rohr (2) mehrere im wesentlichen parallel verlaufende Strömungskanäle
(8) ausgebildet werden, wobei mindestens einer der Strömungskanäle (8) mit mindestens
einem weiteren, nicht direkt benachbarten Strömungskanal (8) durch mindestens eine
der Vertiefungen (10) in Fluid-Verbindung steht und unabhängig von den Vertiefungen
(10) Fluid durch jeden einzelnen der Strömungskanäle (8) strömen kann.
27. Verfahren nach Anspruch 26, wobei die Rippe (6) in den Rohrmantel (4) eingebracht
und der Rohrmantel (4) anschließend verschweißt wird.
28. Verfahren nach Anspruch 26 oder 27, wobei die Vertiefungen (10) derart ausgebildet
werden, daß jeweils zwei Strömungskanäle (8) miteinander verbunden werden, die durch
einen dazwischen liegenden Strömungskanal (8) voneinander beabstandet sind.
29. Verfahren nach einem der Ansprüche 26 bis 28, wobei das Ausbilden der Vertiefungen
(10) derart in benachbarten Strömungskanälen (8) erfolgt, daß in Strömungsrichtung
des Fluids vor einer Vertiefung (10-1) in einem Strömungskanal (8-1) jeweils eine
Vertiefung (10-2) in mindestens einem dazu benachbarten Strömungskanal (8-2) vorgesehen
ist, wodurch die im Strömungskanal (8-1) vorgesehene Vertiefung als Strömungsbarriere
zum Umleiten des darin strömenden Fluids in den übernächsten, neben dem benachbarten
Strömungskanal (8-2) liegenden Strömungskanal (8-3) dient.