| (19) |
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(11) |
EP 1 166 307 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.01.2003 Patentblatt 2003/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 07.04.2000 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/IB0000/424 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 0006/0625 (12.10.2000 Gazette 2000/41) |
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| (54) |
ELEKTROMAGNETISCHES RELAIS
ELECTROMAGNETIC RELAY
RELAIS ELECTROMAGNETIQUE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT NL |
| (30) |
Priorität: |
07.04.1999 DE 19915691
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.01.2002 Patentblatt 2002/01 |
| (73) |
Patentinhaber: TYCO Electronics Logistics AG |
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9323 Steinach (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- HANKE, Martin
D-13125 Berlin (DE)
- HOFFMANN, Ralf
D-12349 Berlin (DE)
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| (74) |
Vertreter: Heinz-Schäfer, Marion |
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Tyco Electronics Logistics AG
Ampèrestrasse 3 9323 Steinach 9323 Steinach (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
CA-A- 978 577 GB-A- 1 554 423
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DE-A- 3 640 737 US-A- 3 742 405
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein elektromagnetisches Relais, das universell einsetzbar
ist.
[0002] Eine Kontaktfeder für ein Relais muß im allgemeinen zwei Aufgaben erfüllen. Einerseits
trägt sie einen Schaltkontakt, der durch die Federkraft der Kontaktfeder gegen einen
Festkontakt gedrückt wird, andererseits fließt über sie der Strom zum Schaltkontakt.
Während im ersten Fall die mechanische Belastbarkeit von Bedeutung ist, erfordert
die zweite Aufgabe eine hohe elektrische Leitfähigkeit. Materialien, die eine hohe
Biegefestigkeit besitzen, um den hohen mechanischen Belastungen gerecht zu werden,
weisen jedoch eine geringe Leitfähigkeit auf und umgekehrt. Soll das Relais große
Ströme schalten, so ist der Durchgangawiderstand aufgrund der schlechten Leitfähigkeit
der Kontaktfeder im allgemeinen zu groß und es muß eine zusätzliche Litze vorgesehen
werden, die den Strom zu dem beweglichen Kontakt führt.
[0003] Eine einfachere Möglichkeit zur Verringerung des Durchgangswiderstandes eines Relais
ist es, die Feder entweder besonders breit auszuführen, oder ein Material zu verwenden,
das ein gute Leitfähigkeit besitzt. Letztere Variante setzt allerdings voraus, daß
die mechanische Belastung der Feder verhältnismäßig gering ist. Zu diesem Zweck kann
die Feder bogenförmig gestaltet sein, um die auftretende Biegespannung gleichmäßig
zu verteilen.
[0004] Aus der DE 36 40 737 C2 ist bereits ein Relais bekannt, das eine bogenförmige Blattfeder
besitzt. Diese Feder ist an einem Ende an einem Magnetjoch befestigt und mit dem anderen
Ende an einer Flachseite des Ankers vernietet. Eine Verlängerung dieser Blattfeder
trägt einen Schaltkontakt. Im Bereich nahe der Befestigungen treten wesentlich höhere
mechanische Belastungen des Federmaterials auf als in der Mitte der Feder. Daher ist
eine solche Bogenform nur bedingt dazu geeignet, durch niedrige mechanische Belastung
des Federmaterials die Verwendgung eines Materials mit hoher elektrischer Leitfähigkeit
zu ermöglichen.
[0005] Dokument CA-A-978577, das als Beschreibung des nächstliegenden Standes der Technik
angesehen wird, offenbart ein
Elektromagnetisches Relais mit
- einem Grundkörper,
- einer Spule,
- einer Kernanordnung,
- einem Anker,
- mindestens einem Festkontakt,
- einer Kontaktfeder, die mit einem Befestigungsende an einem unbeweglichen Abschnitt
des Relais befestigt ist, mit einem beweglichen Kontaktfederende und mindestens einem
Schaltkontakt, der mit mindenstens einem der Festkontakte zusammenwirkt, wobei die
Kontaktfeder insgesamt ungefähr eine Bogenform aufweist und als Momentenfeder ausgebildet
ist und wobei der Schaltkontakt an einem mittleren Abschnitt der Kontaktfeder angeordnet
ist.
[0006] Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, ein elektromagnetisches Relais zu schaffen,
dessen Durchgangswiderstand gering ist, ohne dass dazu zusätzliche Teile verwendet
werden müssen oder der Aufbau voluminöser wird.
[0007] Erfindungsgemäss wird dieses Ziel durch ein Relais gemäß Anspruch 1 erreicht.
[0008] Das erfindungsgemässe Relais ist vorteilhaft, weil die mechanische Belastung der
Kontaktfeder sehr gering und gleichmässig ist. Dies wird vor allem dadurch erreicht,
dass die Kontaktfeder als Momentenfeder ausgestaltet ist. Eine Momentenfeder kann
dadurch definiert werden, dass beide Federenden derart an dritten Teilen befestigt
sind, dass keine Rotation des Federendes zum jeweiligen dritten Teil um den Befestigungspunkt
erfolgt.
[0009] Durch die Bewegung des freien Ankerendes wird ein Drehmoment auf die Kontaktfeder
ausgeübt. Beide Federenden sinddrehmomentenfest befestigt.
[0010] Die Kontaktfeder hat die Eigenschaft, dass die Verformung der Feder bei Bewegung
so erfolgt, dass die Krümmungsänderung nahezu konstant ist. Aufgrund dessen sind die
Biegebelastungen der Kontaktfeder weitgehend konstant entlang der Feder. Die mechanischen
Belastungen der Feder sind auch daher gering, da die Länge der Kontaktfeder sehr gross
ist. Dies ist der Fall, wenn das freie Kontaktfederende an dem freien Ankerende befestigt
ist.
[0011] Die geringe Belastung im Beriech der Kontaktfederenden ist in vorteilhafter Weise
dadurch gewährleistet, dass die Befestigungsebene des beweglichen Kontaktfederendes
tangential zu der Bewegungsrichtung des freien Ankerendes liegt, weil dadurch die
Feder im Befestigungspunkt nur unwesentlich gebogen wird. Gleichermassen ergibt sich
ein Vorteil, wenn die Befestigungsebene des Befestigungsendes im wesentlichen senkrecht
zu einer kürzesten Verbindungslinie von einer Befestigungskante, an der der bewegliche
Teil der Kontaktfeder beginnt, zur Ankerdrehachse liegt.
[0012] Weiter verkleinert wird der Durchgangswiderstand, wenn der Schaltkontakt in einem
mittleren Bereich der Kontaktfeder angeordnet ist, denn dadurch verkürzt sich der
Strompfad von einem Anschlussleiter zu dem Schaltkontakt. Zudem ergibt sich durch
diese Anordnung der Vorteil, dass eine Wegtransformation von dem freien Ankerende
zu dem Schaltkontakt auftritt und sich die Kontaktaufreisskräfte des Schaltkontakts
erhöhen im Vergleich zu einer Anordnung nahe dem Ankerende oder darüber hinaus. In
Verbindung mit einem Anker, der einen besonders grossen Öffnungswinkel aufweist und
so beim Schliessen einen grossen Weg zurücklegt, ist eine schwächere Auslegung des
Magnetsystems möglich, was einem kompakten Aufbau förderlich ist. Zudem kann so ein
noch weicheres Material für die Kontaktfeder verwendet werden, da die erforderliche
Rückstellkraft geringer ist.
[0013] In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung beschreibt die Kontaktfeder die Form
eines Ellipsenabschnitts, denn in dieser Ausgestaltung ist die Belastung besonders
gleichmässig über die Länge der Kontaktfeder verteilt.
[0014] Ein weiterer Vorteil ergibt sich, wenn die Ankerdrehachse ungefähr in der Mitte des
durch die Kontaktfeder beschriebenen Bereiches liegt, weil dadurch das freie Ankerende
auf einer Kreisbahn geführt ist, die die Kontaktfeder besonders schonend beansprucht,
denn es ergibt sich für die Kontaktfeder eine homogene Belastungsverteilung. Für eine
nahezu bogenförmige Feder gilt: Wenn die Form der Feder an einen Bogen angenähert
wäre, läge dort, wo der Bogen seinen Mittelpunkt hätte, die Rotationsachse.
[0015] Ein zusätzlicher Vorteil der Erfindung ergibt sich dadurch, dass die Kontaktfeder
zugleich den Anker in eine Ruheposition vorspannen kann, denn smoit ist eine Ankerrückstellfeder
verzichtbar.
[0016] Die Herstellung der Kontaktfeder für ein erfindungsgemässes Relais gestaltet sich
besonders einfach, wenn die Kontaktfeder über der gesamten Länge eine konstante Breite
aufweist und beispielsweise Bohrungen zur Entlastung der Kontaktfeder an bestimmten
Stellen entfallen können.
[0017] Vorzugsweise besteht die Kontaktfeder aus einem elektrisch gut leitenden Material,
dessen mechanische Eigenschaften aufgrund der gleichmässigen niedrigen mechanischen
Belastung aber ausreichend sind.
[0018] Weitere Einzelheiten der Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
[0019] Die Erfindung wird nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung
näher erläutert. Es zeigt:
- Figur 1
- ein erfindgungsgemässes Relais, bei dem die Kontaktfeder auch als Rückstellfeder wirkt.
- Figur 2
- eine Teilansicht mit dem Anker und dem Kontaktsystem des Relais von Figur 1, und
- Figur 3
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Relais.
[0020] Bei einem ersten Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 1 und 2 sitzt eine Spule 1
auf einem ersten Schenkel einer Kernanordnung 3, so daß sich ein Ankerlagerabschnitt
4 des ansonsten in den Figuren nicht sichtbaren ersten Schenkels außerhalb der Spule
1 befindet. Ein Polabschnitt 5 eines zweiten Schenkels 6 der Kernanordnung 3 bildet
eine Kernpolfläche 7, die mit einer Ankerpolfläche 8 an einem freien Ende 9 eines
Ankers 10 zusammenwirkt. An der von dem zweiten Schenkel 6 abgewandten Kante des Ankerlagerabschnitts
4 ist der Anker 10 mit einer Innenkante um eine Lagerkante 11, die die Ankerdrehachse
bildet, schwenkbar gelagert, so daß sich im geöffneten Zustand zwischen dem Anker
10 und dem Ankerlagerabschnitt 8 ein keilförmiger Ankerlagerspalt 12 ergibt, der in
einer Ankerschließposition verschwindet. Die Innenkante ergibt sich durch die Anformung
von zwei Nasen 20 an den Anker 10. Der Anker 10 ist im wesentlichen L-förmig gestaltet
und derart angeordnet, daß der Querschenkel des L, den das freie Ankerende 9 darstellt,
nach außen weist. Der Anker 10 weicht insofern von der L-Form ab, daß er in einem
mittleren Abschnitt 14 nach innen gebogen ist.
[0021] Das freie Ankerende 9 bildet mit seiner Ankerpolfläche 8 und der Kernpolfläche 7
einen Arbeitsluftspalt 15. Die Ankerpolfläche 8 steht im Bereich ihres in Schließrichtung
vorderen Endes 8a im wesentlichen senkrecht zu einer Verbindungslinie zur Lagerkante
11. Die Kernpolfläche 7 erstreckt sich bei angezogenem Anker 10 zumindest annähernd
parallel zur Ankerpolfläche 8. Durch die angeformten Nasen 20 kann sich der Anker
10 nicht durch die im Arbeitsluftspalt 15 wirkende Magnetkraft so verschieben, daß
sich der Arbeitsluftspalt 15 schließt. Eine Kontaktfeder 16 hat unter anderem die
Aufgabe, die Innenkante des Ankers 10 gegen die Lagerkante 11 des Endabschnitts 4
zu drücken, so daß dem Anker 10 nur eine Drehbewegung möglich ist.
[0022] Der Öffnungswinkel des Ankerlagerspalts 12 eines derartigen Magnetsystems ist mit
beispielsweise 10° groß gegenüber einem konventionellen Klappankersystem, dessen Öffnungswinkel
üblicherweise nicht größer als 5° ist.
[0023] Ein Befestigungsende 17 der Kontaktfeder 16 ist an dem Ankerlagerabschnitt 4 an der
Seite, an der sich auch die Lagerkante 11 befindet, nahe eines Spulenkörperflanschs
13 vorzugsweise durch Einspritzen zusammen mit einem nicht gezeichneten Anschlußleiter,
befestigt. Im Bereich ihres Befestigungsendes 17 nähert sich die Kontaktfeder 16 tangential
an eine Ebene an, die parallel zu der Stirnfläche des Ankerlagerabschnitts 4 liegt.
[0024] Eine kürzeste Verbindungslinie 18 zwischen einer Einspannkante 19, an der das Befestigungsende
17 der Kontaktfeder 16 und ein beweglicher Teil 21 der Kontaktfeder 16 aneinander
grenzen, und der Lagerkante 11 steht ungefähr senkrecht auf der Befestigungsebene
des Befestigungsendes 17. Dadurch wird erreicht, daß die Belastung der Kontaktfeder
16 an der Einspannkante 19 ähnlich hoch wie in den anderen Bereichen der Kontaktfeder
16 ist. Allerdings besteht die Möglichkeit, daß in anderen Ausführungsformen dieses
Kriterium nicht in gleichem Maße erfüllt ist, wenn beispielsweise konstruktive Überlegungen
zur Raumausnutzung zu einer anderen Lage der Befestigungskante führen.
[0025] Der bewegliche Teil 21 der Kontaktfeder 16 ist um den Ankerlagerabschnitt 4 und einen
Längsschenkel 22 des Ankers 10 herumgebogen und an dem freien Ankerende 9 befestigt.
Das bewegliche Ende 23 der Kontaktfeder 16 folgt in seiner Bewegung dem freien Ankerende
9. Die Kontakfeder 16 liegt im Bereich ihrer Befestigung am Anker 10 in einer Ebene,
die tangential zu der Bewegungsrichtung des freien Ankerendes 9 verläuft. Durch diese
Anordnung nimmt die Kontaktfeder 16 ungefähr die Form einer Ellipse an, wobei in etwa
ein Viertel der Ellipse offen bleibt. Die Befestigung der Kontaktfeder an dem Anker
könnte auch durch eine bewegliche Kopplung erfolgen. Zur Optimierung der Baugröße
des Relais kann die Kontaktfeder 16 auch so ausgestaltet sein, daß die Form stark
von einer Ellipse abweicht.
[0026] Durch die Anordnung der Kontaktfläche 16 liegt die Lagerkante 11 ungefähr in der
Mitte der Ellipse, so daß für die Kontaktfeder 16 bei Bewegung des Ankers eine "natürliche"
Belastung resultiert, die sich gleichmäßig auf die gesamte Länge der Kontaktfeder
16 verteilt.
[0027] Die Kontaktfeder 16 besitzt einen mittleren Abschnitt 24, an dem ein Schaltkontakt
25 befestigt ist. Dieser wirkt im Ausführungsbeispiel von den Figuren 1 und 2 mit
einem Festkontakt 26 zusammen, dessen Position auf einem Grundkörper 27 fixiert ist.
Der Schaltkontakt 25 liegt auf etwa der halben Kontaktfederlänge, wodurch sich ein
kurzer Strompfad zu dem nicht gezeichneten Anschlußleiter am Befestigungsende 17 der
Kontaktfeder 16 ergibt. Die Aufreißkräfte zur Öffnung der Kontakte 25 und 26 sind
besonders groß, weil zwischen dem freien Ankerende 9 und dem Schaltkontakt 25 eine
Kraftübersetzung stattfindet. Der Abstand der Kontakte 25 und 26 in der Öffnungsposition
ist trotzdem ausreichend, da der Öffnungswinkel des Ankerlagerspalts 12 entsprechend
groß gewählt werden kann. Aufgrund der vorteilhaften Ausgestaltung des Ankers 10 ergeben
sich trotzdem keine Nachteile für die Effizienz des Magnetkreises.
[0028] Bei Erregung der Spule 1 wird die Ankerpolfläche 8 an die Kernpolfläche 7 angezogen,
und der Anker 10 bewegt sich in die Schließposition. Der bewegliche Kontakt 25 bildet
in der geschlossenen Position des Ankers 10 eine Verbindung mit dem Festkontakt 26.
[0029] Bei Entregung der Spule 1 bewegt die Kontaktfeder 16, die in besonders vorteilhafter
Weise auch als Rückstellfeder wirkt, den Anker 10 in Richtung der geöffneten Position,
da der Anker 10 im Ruhezustand des Relais in die geöffnete Position vorgespannt ist.
Es ist jedoch auch denkbar, eine zusätzliche Rückstellfeder einzusetzen. Mit der Öffnungsbewegung
des Ankers 10 trennen sich die Kontakte 25 und 26, und der Strompfad durch das Relais
ist unterbrochen.
[0030] Eine erfindungsgemäße Gestaltung der Kontaktfeder nach dem Ausführungsbeispiel von
den Figuren 1 und 2 ist auch deshalb günstig, weil zur gleichmäßigen Belastung der
Feder weder die Federbreite variiert werden muß noch andere Maßnahmen, wie zum Beispiel
Entlastungsbohrungen, notwendig sind, wie dies normalerweise der Fall ist. Dadurch
vereinfacht sich die Herstellung, was auch unter Kostengesichtspunkten vorteilhaft
ist.
[0031] In einem weiteren Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3 ist ein erfindungsgemäßes Relais
in einer konkreten Ausführungsform gezeigt. Wie in der schematischen Darstellung von
Figur 1 und 2 besitzt das Relais keine zusätzliche Ankerrückstellfeder, sondern die
Ankerrückstellkraft, die den Anker 35 in eine geöffnete Position vorspannt, wird durch
die Kontaktfeder 30 aufgebracht. Es ist aber auch möglich, das Relais mit einer zusätzlichen
Ankerrückstellfeder auszustatten; diese kann beispielsweise in dem freien Bereich
zwischen dem Anker 35 und der Kontaktfeder 30 angeordnet sein.
[0032] Auf der Kontaktfeder 30 ist in einem mittleren Bereich ein beweglicher Kontakt 32
angeordnet, der in der geöffneten Position des Ankers 35 mit einem ersten Festkontakt
33, in der geschlossenen Ankerposition mit einem zweiten Festkontakt 34 zusammenwirkt.
[0033] Die Form der Kontaktfeder 30 weicht von der Form der Kontaktfeder 16 vom ersten Ausführungsbeispiel
ab und ermöglicht durch mehrere Biegekanten der Kontaktfeder 30 einen platzsparenden
Aufbau.
[0034] Neben der dargestellten Ausführungsform mit einem Einfachkontakt können die Kontakte
32,33 und 34 auch als Doppelkontakte ausgeführt werden. Allerdings müßte in diesem
Fall ein Längsschlitz in der Kontaktfeder 30 zwischen den beiden Schaltkontakten vorgesehen
werden, um die unvermeidlichen Toleranzen in der Höhe der Kontakte auszugleichen.
In einer solchen Ausgestaltung der Kontakte kann das Kontaktsystem auch als Brükkenwechsler
geschaltet sein. In diesem Fall müßte die Stromzuführung zu den Schaltkontakten getrennt
von der Federeinspannung erfolgen.
1. Elektromagnetisches Relais mit
- einem Grundkörper (27),
- einer Spule (1),
- einer Kernanordnung (3),
- einem Anker (10,35),
- mindestens einem Festkontakt (26;33;34),
- einer Kontaktfeder (16;30), die mit einem Befestigungsende (17) an einem unbeweglichen
Abschnitt des Relais befestigt ist, mit einem beweglichen Kontaktfederende (23) und
mindestens einem Schaltkontakt (25;32), der mit mindenstens einem der Festkontakte
(26;33,34) zusammenwirkt, wobei die Kontaktfeder (16;30) insgesamt ungefähr eine Bogenform
aufweist und als Momentenfeder ausgebildet ist und wobei der Schaltkontakt (25;32)
an einem mittleren Abschnitt (24) der Kontaktfeder (16;30) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Anker (10;35) mit einem Ankerende an einem Ankerlagerabschnitt (4) der Kernanordnung
(3) um eine Ankerdrehachse (11) schwenkbar angeordnet ist, daß sein anderes Ende ein
freies Ankerende (9) bildet und daß das bewegliche Kontaktfederende (23) mit dem freien
Ankerende (9) gekoppelt ist.
2. Relais nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerdrehachse (11) ungefähr in der Mitte des durch die Kontaktfeder (16;30)
umschriebenen Bereichs liegt.
3. Relais nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsebene des beweglichen Kontaktfederendes (23) tangential zur Bewegungsrichtung
des freien Ankerendes (9) liegt.
4. Relais nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsebene des Befestigungsendes (17) der Kontaktfeder (16;30) im wesentlichen
senkrecht zu einer kürzesten Verbindungslinie (18) von einer Befestigungskante (19)
an der der bewegliche Teil
der Kontaktfeder (16;30) beginnt, zur Ankerdrehachse (11) liegt.
5. Relais nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche Kontaktfederende (23) beweglich mit dem freien Ankerende (9) gekoppelt
ist.
6. Relais nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfeder (16;30) zugleich den Anker (10;35) in eine Ruheposition vorspannt.
7. Relais nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß an den Anker (10;35) im Bereich der Ankerdrehachse (11) mindestens eine Nase angeformt
ist, die an dem Ankerlagerabschnitt (4) anliegt, wodurch eine Verschiebung des Ankers
(10;35) in Richtung des freien Ankerendes (9) verhindert ist.
8. Relais nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ankerdrehachse durch eine Lagerkante (11) an dem Ankerlagerabschnitt (4) der
Kernanordnung (3) und eine daran anliegende Innenkante des Ankers (10;35) festgelegt
ist.
9. Relais nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfeder (16;30) die Innenkante des Ankers (10;35) gegen die Lagerkante (11)
drückt.
10. Relais nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfeder (16;30) aus einem elektrisch gut leitenden Material besteht.
11. Relais nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine zusätzliche Rückstellfeder den Anker (10;35) in eine Ruheposition vorspannt.
12. Relais nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfeder (16) im wesentlichen einen Ellipsenabschnitt beschreibt.
13. Relais nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfeder (16;30) über ihrer Länge zumindest zwischen dem Befestigungsende
(17) und dem Schaltkontakt (25;32) eine konstante Breite aufweist.
14. Relais nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Öffnungswinkel zwischen dem Anker (10;35) und dem Ankerlagerabschnitt (4) der
Kernanordnung (3) zwischen 5° und 15° liegt.
15. Relais nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schaltkontakt (25;32) und die Festkontakte (26;33,34) als Doppelkontakte ausgeführt
ist.
16. Relais nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktfeder (16;30) im mittleren Abschnitt (24) zwischen den beiden Kontakten
einen Längsschlitz aufweist.
17. Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ankerpolfläche (8) im Bereich ihres in Schließrichtung vorderen Endes (8a) im
wesentlichen senkrecht zu einer Verbindungslinie zur Ankerdrehachse (11) steht und
daß sich die Kernpolfläche (7) bei angezogenem Anker (10;35) zumindest annähernd parallel
zur Ankerpolfläche (8) erstreckt.
1. An electromagnetic relay having
a base (27),
a coil (1),
a core arrangement (3),
an armature (10, 35),
at least one fixed contact (26; 33; 34),
a spring contact (16; 30) which is secured to an unmovable portion of the relay
by means of a securing end (17), having a movable spring contact end (23) and at least
one switching contact (25; 32) which cooperates with at least one of the fixed contacts
(26; 33, 34), with the spring contact (16; 30) as a whole having an approximately
arcuate shape and being constructed as a torque-type spring, and the switching contact
(25; 32) being arranged on a central portion (24) of the spring contact 16; 30),
characterised in that
the armature (10; 35) is arranged to pivot about an axis of rotation (11) of the
armature by means of an armature end on an armature bearing portion (4) of the core
arrangement (3),and in that its other end forms a free armature end (9), and in that the movable spring contact end (23) is coupled to the free armature end (9).
2. A relay according to Claim 1, characterised in that the axis of rotation (11) of the armature lies approximately in the centre of the
region circumscribed by the spring contact (16; 30).
3. A relay according to Claim 1, characterised in that the plane of securing the movable spring contact end (23) lies tangentially with
respect to the direction of movement of the free armature end (9).
4. A relay according to Claim 1, characterised in that the plane of securing the securing end (17) of the spring contact (16; 30) lies substantially
perpendicular with respect to a shortest line (18) connecting a securing edge (19),
at which the movable part of the spring contact (16; 30) begins, to the axis of rotation
(11) of the armature.
5. A relay according to Claim 1, characterised in that the movable spring contact end (23) is coupled movably to the free armature end (9).
6. A relay according to Claim 1, characterised in that the spring contact (16; 30) at the same time pretensions the armature (10; 35) into
a rest position.
7. A relay according to Claim 1, characterised in that at least one lug is integrally formed on the armature (10; 35) in the region of the
axis of rotation (11) of the armature and abuts against the armature bearing portion
(4), as a result of which the armature (10; 35) is prevented from being displaced
in the direction of the free armature end (9).
8. A relay according to Claim 1, characterised in that the axis of rotation of the armature is fixed by a bearing edge (11) on the armature
bearing portion (4) of the core arrangement (3) and an inside edge of the armature
(10; 35) which abuts against this.
9. A relay according to Claim 8, characterised in that the spring contact (16; 30) presses the inside edge of the armature (10; 35) against
the bearing edge (11).
10. A relay according to Claim 1, characterised in that the spring contact (16; 30) is made from a material with good electrical conductivity.
11. A relay according to Claim 1, characterised in that an additional restoring spring pretensions the armature (10; 35) into a rest position.
12. A relay according to Claim 1, characterised in that the spring contact (16) substantially describes an elliptical section.
13. A relay according to Claim 1, characterised in that the spring contact (16; 30) has a constant width over its length, at least between
the securing end (17) and the switching contact (25; 32).
14. A relay according to Claim 1, characterised in that an angle of opening between the armature (10; 35) and the armature bearing portion
(4) of the core arrangement (3) is between 5° and 15°.
15. A relay according to Claim 1, characterised in that the switching contact (25; 32) and the fixed contacts (26; 33, 34) are constructed
as double contacts.
16. A relay according to Claim 15, characterised in that the spring contact (16; 30) has an elongate slot in the central portion (24) between
the two contacts.
17. A relay according to Claim 1, characterised in that the pole face (8) of the armature stands substantially perpendicular with respect
to a line of connection to the axis of rotation (11) of the armature in the region
of its front end (8a) (as seen in the direction of closing), and in that the pole face (7) of the core extends at least approximately parallel to the pole
face (8) of the armature when the armature (10; 35) is attracted.
1. Relais électromagnétique comportant
un corps de base (27),
une bobine (1),
un agencement de noyau (3),
une armature (10, 35),
au moins un contact fixe (26; 33; 34),
un ressort de contact (16; 30) fixée au niveau d'une extrémité de fixation (17)
à une section immobile du relais, comportant une extrémité de ressort de contact mobile
(23) et au moins un contact de commutation (25; 32), coopérant avec au moins un des
contacts fixes (26; 33; 34), le ressort de contact (16; 30) ayant dans l'ensemble
pratiquement une forme en arc et constituant un ressort antagoniste, le contact de
commutation (25; 32) étant agencé sur une section centrale (24) du ressort de contact
(16; 30)
caractérisé en ce que
l'armature (10; 35) est agencée pour pivoter avec une extrémité de l'armature sur
une section de support d'armature (4) de l'agencement de noyau (3) autour d'un axe
de pivotement de l'armature (11), son autre extrémité constituant une extrémité d'armature
libre (9) et l'extrémité du ressort de contact mobile (23) étant accouplée à l'extrémité
libre de l'armature (9).
2. Relais selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'axe de pivotement de l'armature (11) se situe à peu près au centre de la région
définie par le ressort de contact (16; 30).
3. Relais selon la revendication 1, caractérisé en ce que le plan de fixation de l'extrémité du ressort de contact mobile (23) est tangentielle
par rapport au sens du déplacement de l'extrémité libre de l'armature (9).
4. Relais selon la revendication 1, caractérisé en ce que le plan de fixation de l'extrémité de fixation (17) du ressort de contact (16; 30)
est agencé pour l'essentiel perpendiculairement à la ligne de jonction la plus courte
(18) entre un bord de fixation (19) au niveau duquel commence la partie mobile du
ressort de contact (16; 30), et l'axe de rotation de l'armature (11).
5. Relais selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'extrémité du ressort de contact mobile (23) et accouplée de manière mobile à l'extrémité
libre de l'armature (9).
6. Relais selon la revendication 1, caractérisé en ce que le ressort de contact (16; 30) sollicite en même temps l'armature (10; 35) dans une
position de repos.
7. Relais selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'armature (10; 35) comporte dans la région de l'axe de rotation de l'armature (11)
au moins une patte, adjacente à la section de support de l'armature (4), empêchant
ainsi un déplacement de l'armature (10; 35) en direction de l'extrémité libre de l'armature
(9).
8. Relais selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'axe de rotation de l'armature est fixé par un bord de support (11) sur la section
de support de l'armature (4) de l'agencement de noyau (3) et à un bord interne adjacent
de l'armature (10; 35).
9. Relais selon la revendication 8, caractérisé en ce que le ressort de contact (16; 30) pousse le bord interne de l'armature (10; 35) contre
le bord de support (11).
10. Relais selon la revendication 1, caractérisé en ce que le ressort de contact (16; 30) est composé d'un matériau présentant une bonne conductivité
électrique.
11. Relais selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un ressort de rappel supplémentaire sollicite l'armature (10; 35) dans une position
de repos.
12. Relais selon la revendication 1, caractérisé en ce que le ressort de contact (16) définit pour l'essentiel une section elliptique.
13. Relais selon la revendication 1, caractérisé en ce que le ressort de contact (16; 30) a une largeur constante sur sa longueur, au moins
entre l'extrémité de fixation (17) et le contact de commutation (25; 32).
14. Relais selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un angle d'ouverture entre l'armature (10; 35) et la section de support de l'armature
(4) de l'agencement du noyau (3) est compris entre 5° et 15°.
15. Relais selon la revendication 1, caractérisé en ce que le contact de commutation (25; 32) et les contacts fixes (26; 33, 34) ont la forme
de contacts doubles.
16. Relais selon la revendication 15, caractérisé en ce que le ressort de contact (16; 30) comporte une fente longitudinale dans la section centrale
(24) entre les deux contacts.
17. Relais selon la revendication 1, caractérisé en ce que la surface polaire de l'armature (8) est agencée dans la région de son extrémité
libre (8a) dans la direction de son sens de fermeture, de manière pratiquement perpendiculaire
à une ligne de jonction de l'axe de rotation de l'armature (11), la surface polaire
du noyau (7) s'étendant au moins de manière pratiquement parallèle à la surface polaire
de l'armature (8) lors de l'attraction de l'armature (10; 35).