[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Auflösewalze gemäß Oberbegriff des Anspruches
1.
[0002] Bei einer bekannten Ausbildung einer Auflösewalze ist auf einer drehbaren Antriebswelle
ein Grundkörper angeordnet, mit welchem ein Garniturträger mit Hilfe mehrerer Schrauben
verbunden ist, die durch entsprechende Bohrungen im Grundkörper bis in als Sackbohrungen
ausgebildete Gewindebohrungen im Garniturträger erstrecken (Offenend-Rotorspinnmaschine
der Fa. RIETER INGOLSTADT Spinnereimaschinenbau AG). Für einen notwendig werdenden
Garniturwechsel ist die Auflösewalze einschließlich ihrer Antriebswelle auszubauen.
Dabei muß die Achse oder Antriebswelle der Auflösewalze außer Eingriff von dem ihr
zugeordneten Antriebsriemen gebracht werden, was bei den gegebenen beengten Platzverhältnissen
in der Spinnstelle mühsam ist und der mit dieser Aufgabe betrauten Person einiges
Geschick abverlangt. Damit die durch den Austausch derartiger Auflösewalzen bedingte
Stillstandszeit möglichst kurz gehalten werden kann, werden komplette Auflösewalzen
auf Lager gehalten. Ein Austausch des Garniturträgers wird sodann außerhalb der Maschine
und zeitunabhängig von dem Austausch der Auflösewalzen an den betroffenen Spinnstellen
durchgeführt.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, die beschriebene Auflösewalze in der Weise zu verbessern,
daß ein notwendig werdender Wechsel der Auflösewalzengarnitur einfach und schnell
ohne Ausbau der kompletten Auflösewalze durchgeführt werden kann.
[0004] Die genannte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 bzw.
5 gelöst.
[0005] Aufgrund der erfindungsgemäßen Befestigung des Grundkörpers auf der Antriebswelle
mit Hilfe einer wiederlösbaren Verbindung gemäß Anspruch 1 läßt sich diese Verbindung
rasch und in zeitsparender Weise und ohne Ausbau der Antriebswelle aufheben bzw. wiederherstellen.
[0006] Die Auflösewalze kann dabei mehrteilig ausgebildet sein. Vorzugsweise ist sie zweiteilig
aus Garniturträger und Grundkörper oder dreiteilig aus Garniturträger, Grundkörper
und Abdeckelement ausgebildet. Bei der dreiteiligen Ausbildung kann der Garniturträger
zwischen dem Abdeckelement und dem Grundkörper gehalten werden. Bei der dreiteiligen
Ausbildung ist das Abdeckelement als zum Garniturträger gehörig zu verstehen, so daß
die wiederlösbare Verbindung auch zwischen dem Abdeckelement und dem Grundkörper herstellbar
ist.
[0007] Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung ist die wiederlösbare Verbindung
durch Zug oder Druck in axiale Richtung herstellbar. Dadurch ist es nicht notwendig,
daß die Antriebswelle bzw. der Grundkörper zum Ablösen oder Aufsetzen der Auflösewalze
auf die Welle bzw. des Garniturträgers auf den Grundkörper gegen ein Verdrehen gesichert
wird. Zum Lösen oder Befestigen sind keine Drehbewegungen oder Drehmomente notwendig.
Daher kann eine Feststellvorrichtung zur Verhinderung der Drehung der Antriebswelle
entfallen.
[0008] Auf besonders vorteilhafte Weise wird die wiederlösbare Verbindung durch eine clips-
oder rastartige Verbindung erreicht, die einen geringen mechanischen Aufwand erfordert
und daher kostengünstig ist. Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Auflösewalze
kann nach Anspruch 4 vorgesehen werden, daß sich die Verbindungsvorrichtung ohne Zuhilfenahme
von Werkzeugen oder Elementen, die sich nicht ohnehin an der betreffenden Spinnstelle
befinden, betätigen läßt.
[0009] Gemäß Anspruch 5 wird alternativ oder zusätzlich zur wiederlösbaren Verbindungseinrichtung
zwischen dem Grundkörper und der Antriebswelle eine clips- oder rastenartige Verbindungseinrichtung
zwischen dem Garniturträger und dem Grundkörper vorgesehen, für die die oben beschriebenen
Vorteile entsprechend zutreffen.
[0010] Für eine clipsartige Verbindungsvorrichtung ist dabei eine Ausbildung des Erfindungsgegenstandes
nach Anspruch 6 und für eine rastenartige Verbindungsvorrichtung eine Ausbildung nach
Anspruch 7 besonders vorteilhaft. Dabei weist die rastenartige Verbindungsvorrichtung
gemäß einer bevorzugten Ausbildung nach Anspruch 8 eine Freigabevorrichtung mit einem
Aushebeelement auf, auf welchen der Rasthaken zum Auflaufen gebracht und hierdurch
aus seiner Rastposition herausgehoben wird. Anschließend muß er, ohne erneut eine
Rastverbindung herzustellen, die durch eine Rastschulter begrenzte Ausnehmung passieren,
was vorzugsweise mit Hilfe einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß
Anspruch 9 oder 10 erreicht werden kann.
[0011] Um zu verhindern, daß aufgrund der während des Betriebes hierbei auftretenden hohen
Fliehkraft der Rasthaken seine Rastposition an der Rastschulter der zitierten Ausnehmung
verlassen kann, kann gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes
nach Anspruch 11 die Rastschulter als Hinterschneidung ausgebildet sein, in welche
der in seiner Form entsprechend angepaßte Rasthaken eingreift.
[0012] Durch Ausbildung der erfindungsgemäßen Verbindungsvorrichtung nach Anspruch 12 kann
die Verbindung zwischen Grundkörper und Garniturträger ohne Relativbewegung dieser
beiden Teile der Auflösewalze aufgehoben werden. Um auszuschließen, daß der bewegliche
Teil der Verbindungsvorrichtung den Garniturträger ungewollt verlassen kann, kann
dieser Teil der Verbindungsvorrichtung in zweckmäßiger Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes
nach Anspruch 13 durch einen Sicherungsanschlag und einen zusätzlichen Haken gesichert
werden.
[0013] Um der Bedienungsperson das Lösen der beschriebenen Verbindungsvorrichtung zu erleichtern,
kann in zweckmäßiger Weise die erfindungsgemäße Vorrichtung mit einer Auswerferangriffsfläche
nach Anspruch 14 ausgestattet werden, wobei diese zweckmäßigerweise gemäß Anspruch
15 koaxial zum Garniturträger angeordnet ist. Vorzugsweise kann dabei gemäß Anspruch
16 vorgesehen werden, daß in der als Hohlwelle ausgebildeten Antriebswelle der Auflösewalze
ein Betätigungselement axial beweglich geführt wird, wobei dieses Betätigungselement
gemäß Anspruch 17 als Auswerfer ausgebildet sein kann.
[0014] Um den Grundkörper und die Antriebswelle der Auflösewalze mit Hilfe einer clips-
oder rastenartigen Verbindungsvorrichtung einerseits rasch und sicher miteinander
zu verbinden, bei Bedarf aber auch wieder rasch wieder lösen zu können, kann gemäß
einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung eine Verbindungsvorrichtung
nach Anspruch 18 vorgesehen werden. Zum Lösen der Verbindungsvorrichtung kann dieser
dabei nach Anspruch 19 ein in der als Hohlwelle ausgebildeten Antriebswelle angeordnetes,
axialbewegliches Betätigungselement zugestellt werden.
[0015] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung nach Anspruch 20 kann das Betätigungselement
eine Aushebevorrichtung aufweisen, mit deren Hilfe die clipsoder rastenartige Verbindungsvorrichtung
zum Herstellen bzw. Lösen der Verbindung in radialer Richtung beaufschlagt werden
kann.
[0016] Aus Platzgründen und aus Gründen der einfacheren Handhabung ist es von Vorteil, wenn
das in der Antriebswelle angeordnete Betätigungselement gemäß Anspruch 21 permanent
in der als Hohlwelle ausgebildeten Antriebswelle der Auflösewalze verbleibt. Dabei
ist es zweckmäßig, das Betätigungselement gemäß Anspruch 22 mit Hilfe eines elastischen
Elementes derart zu beaufschlagen, daß dieses Betätigungselement verhindert, daß die
Verbindung zwischen dem Grundkörper und der Antriebswelle gelöst werden kann.
[0017] Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung läßt sich in zeitsparender Weise ein
Wechsel der Garnitur der Auflösewalze durchführen, ohne daß der Grundkörper bzw. die
Antriebswelle dabei aus der Arbeitsposition herausgenommen werden muß. Die wegen der
beengten Platzverhältnisse sonst während des Ein- und/oder Ausbaues der Antriebswelle
mit der auf ihr gelagerten Auflösewalze erforderlichen Schwenk- und/oder Drehbewegungen
entfallen somit. Vielmehr genügt für ein Auswechseln der Garnitur der Ausbau des Garniturträgers,
wozu lediglich eine clips- oder rastenartige Verbindung zu lösen ist, was sich in
einfachster und in zeitsparender Weise realisieren läßt. Außerdem wird bei der Lagerhaltung
eine wesentliche Platzeinsparung erreicht, da statt kompletter Auflösewalzen einschließlich
ihrer Antriebswellen lediglich die Garniturträger auf Vorrat gehalten werden müssen.
Auf diese Weise läßt sich selbst eine Verbindung zwischen dem Grundkörper und der
Antriebswelle der Auflösewalze ohne Schwierigkeiten lösen bzw. wieder herstellen,
obwohl sich diese Verbindungsstelle an einer schlecht zugänglichen Stelle befindet.
[0018] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend mit Hilfe von Zeichnungen erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine erfindungsgemäß ausgebildete Auflösewalze mit einer clipsartigen Verbindungsvorrichtung
zwischen ihrem Grundkörper und ihrem Garniturträger im Längsschnitt;
- Fig. 2:
- ein Detail der in Fig. 1 gezeigten Verbindungsvorrichtung in der Draufsicht (Ansicht
I-I);
- Fig. 3:
- ein weiteres Detail der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung in der Vorderansicht (in Richtung
des Pfeiles f2);
- Fig. 4:
- im Schnitt eine erfindungsgemäße rastenartige Verbindungsvorrichtung zwischen dem
Grundkörper und dem Garniturträger der Auflösewalze;
- Fig. 5:
- im Schnitt eine andere Ausbildung einer rastenartigen Verbindungsvorrichtung;
- Fig. 6:
- eine Draufsicht auf die in Fig. 5 gezeigte Verbindungsvorrichtung (Ansicht II-II);
- Fig. 7:
- ein Detail der in Fig. 5 gezeigten Verbindungsvorrichtung in abgewandelter Ausbildung
im Schnitt; und
- Fig. 8:
- in schematischem Querschnitt eine erfindungsgemäße Verbindungsvorrichtung zwischen
der Antriebswelle und dem Grundkörper der Auflösewalze einschließlich einem Betätigungselement
für diese Verbindungsvorrichtung.
[0019] Jede Spinnvorrichtung einer Offenend-Spinnmaschine weist eine Auflösevorrichtung
mit einer in einem Gehäuse (nicht gezeigt) angeordneten Auflösewalze 1 auf, welche
sich aus mehreren Auflösewalzenteilen, insbesondere aus einem Grundkörper 10 und einem
eine Garnitur 110 tragenden Garniturträger 11, zusammensetzt (Fig. 1). Der Grundkörper
10 ist mit Hilfe eines Presssitzes auf einer Antriebswelle 2 angeordnet, welche ihren
Drehantrieb in üblicher Weise mit Hilfe eines Antriebswirtels 21 (siehe Fig. 8), welcher
an dem dem Grundkörper 10 abgewandten Ende der Antriebswelle 2 angeordnet ist, sowie
eines an diesem Antriebswirtel 21 anliegenden Tangentialoder Einzelantriebsriemens
(nicht gezeigt) erhält. Die Antriebswelle 2 ist in an sich üblicher Weise mit Hilfe
von Kugellagern 22 sowie einer Lagerhülse 20 gelagert. Der Grundkörper 10 weist im
Hinblick auf diese Lagerhülse 20 eine Spielpassung 23 (Fig. 1) auf, so daß seine Rotation
durch die nichtrotierende Lagerhülse 20 nicht beeinträchtigt wird.
[0020] Die Garnitur 110 ist gemäß dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel unter Zwischenschaltung
eines Ringes 111 auf der Außenumfangsfläche des Garniturträgers 11 angeordnet, doch
wie ein Vergleich mit der Fig. 4 zeigt, ist es auch möglich, die Garnitur 110 direkt
auf der Außenumfangsfläche des Garniturträgers 11 anzuordnen. Zur Zentrierung des
Garniturträgers 11 weist der Grundkörper 10 eine dem Garniturträger 11 zugewandte
Ringnut 100 auf, in welche der Garniturträger 11 mit dem die Garnitur 110 tragenden
Ring 111 teilweise hineinragt.
[0021] Für die Verbindung des Garniturträgers 11 mit dem Grundkörper 10 sind keine großen
Axialkräfte zu berücksichtigen, da während des Spinnbetriebes im wesentlichen nur
radiale Kräfte auf die Einzelteile der Auflösewalze 1 einwirken. So genügt für eine
wiederlösbare Verbindung clipsartige Verbindungsvorrichtung 3, welche gemäß dem in
Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel aus einem Bolzen 30 sowie einer Bolzenaufnahme
31 besteht. Dabei erstreckt sich der Bolzen 30 oder ein bolzenartiges Element in radialer
Richtung nach innen, d. h. in Richtung Antriebswelle 2, und ist als integrierter Bestandteil
eines Ringes 300 ausgebildet, der in einer entsprechenden, sich über den gesamten
Umfang des Garniturträgers 11 erstreckenden Ausnehmung 112 des Garniturträgers 11
angeordnet ist.
[0022] Der Grundkörper 10 trägt ebenfalls einen Ring 310 mit der bereits erwähnten Bolzenaufnahme
31, welche im wesentlichen in Form eines an seinem einen Ende offenen Schlitzes 311
ausgebildet ist (Fig. 2), welcher seinerseits im wesentlichen parallel zur Antriebswelle
2 festgelegten Auflösewalzenachse orientiert ist. Der Schlitz 311 weist an diesem
offenen Ende, das dem in ihn einzuführenden Bolzen 30 zugewandt ist, eine keilförmige
Einführverjüngung 312 auf, die an einer Engstelle 313 endet. An dieser Engstelle 313
weisen die Seitenwände des Schlitzes 311 einen gegenseitigen Abstand a auf, der kleiner
ist als der Durchmesser d
1 des Bolzens 30. An die Engstelle 313 schließt sich eine Erweiterung 314 an, die hinsichtlich
Form und Dimensionierung im wesentlichen der Form und der Dimensionierung des Bolzens
30 angepaßt ist. Der Schlitz 311 setzt sich auch im Anschluß an diese Erweiterung
314 noch fort, besitzt allerdings in diesem Längenbereich 315 eine Breite b
1, die kleiner ist als der Querschnitt der Erweiterung 314.
[0023] Im wesentlichen parallel zu dem Schlitz 311 ist ein weiterer Schlitz 317 vorgesehen,
der so nahe bei dem ersten Schlitz 311 angeordnet ist, daß die auf diese Weise relativ
dünne Seitenwand 316 seitlich ausweichen kann, wenn der Bolzen 30 bei seiner Einführbewegung
die Engstelle 313 passiert, und in. ihre Ausgangsstellung zurückkehrt, wenn der Bolzen
30 die Engstelle 313 passiert hat und seine Position innerhalb der Erweiterung 314
erreicht. Zu diesem Zweck besteht der Ring 310 bei der Ausbildung gemäß Fig. 1 aus
einem elastischen Material, z. B. aus einem geeigneten Kunststoff.
[0024] Auf Offenend-Spinnmaschinen kommen in der Praxis verschiedene Fasermaterialien zum
Einsatz, insbesondere Naturfasern (Baumwolle), aber auch Kunstfasern wie Polyacryl,
Polyester, Viskose sowie Mischungen der genannten Fasern. Diese unterschiedlichen
Fasermaterialien lassen sich nicht in gleich guter Weise mit einer universellen Garnitur
110 auflösen, selbst wenn die Drehzahl der Auflösewalze an das Fasermaterial angepaßt
wird. Vielmehr ist es zur Erzielung optimaler Spinnergebnisse erforderlich, jeweils
die hierfür am besten geeignete Garnitur 110 mit entsprechend angepaßter Zahnteilung
oder -form oder mit einem Nadelbeschlag zum Einsatz zu bringen.
[0025] Ein Austausch der Garnitur 110 wird durch Stillsetzen der Auflösewalze 1 eingeleitet.
Sodann wird in an sich bekannter Weise die Auflösewalze 1 zugänglich gemacht, damit
der Garniturträger 11 nun ergriffen und in Richtung des Pfeiles f
1 weg vom Grundkörper 10 gezogen werden kann. Wenn der Bolzen 30 die Bolzenaufnahme
31 verläßt, weicht die Seitenwand 316 dem vom Bolzen 30 ausgeübten Druck aus, bis
der Bolzen 30 die Engstelle 313 passiert hat. Während des Herausziehens des Bolzens
30 aus der Bolzenaufnahme 31 verläßt auch der Bereich des Garniturträgers 11 mit dem
Ring 111 und der Garnitur 110 die Ringnut 100 des Grundkörpers 10. Der auf diese Weise
vom Grundkörper 10 gelöste Garniturträger 11 kann nun vollends aus dem Gehäuse der
Auflösevorrichtung herausgenommen werden.
[0026] In ähnlicher Weise erfolgt anschließend das Einsetzen eines bereits vorbereiteten,
mit einer andersartigen Garnitur 110 bestückten Garniturträgers 11. Nachdem dieser
gegenüber dem Grundkörper 10 richtig positioniert worden ist, wird der Garniturträger
11 durch axiale Druckausübung in Richtung zum Grundkörper 10 geschoben. Hierbei gelangt
der ringförmige, die Garnitur 110 tragende Bereich des Garniturträgers 11 in die Ringnut
100 des Grundkörpers 10 und wird auf diese Weise zentriert, während der Bolzen 30
zunächst in den Bereich der keilartigen Einführverjüngung 312 gelangt, wobei die Bolzenaufnahme
31 diesem Aufschieben des Garniturträgers 11 einen zunehmend wachsenden Widerstand
entgegensetzt, bis der Bolzen 30 die Engstelle 313 passiert und dann ruckartig in
die Erweiterung 314 gelangt. Wenn die Verbindungsvorrichtung 3 wieder ihre Verbindungsstellung
einnimmt, ist die Position des Bolzens 30 in der Bolzenaufnahme 31 genau definiert,
da der Bolzen die Erweiterung 314 weder in Richtung Einführverjüngung 312 noch in
Richtung zu dem hierfür zu engen Längenbereich 315 verlassen kann.
[0027] Wenn wie bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel die Verbindungsvorrichtung
3 nicht koaxial zur Antriebswelle 2 angeordnet ist, empfiehlt es sich, zwei oder mehr
derartige Verbindungsvorrichtungen 3 vorzusehen, die auf einem konzentrisch zur Antriebswelle
2 angeordneten Kreis in gleichmäßigen Abständen zueinander angeordnet werden (nicht
gezeigt). Dadurch wird eine Unwucht vermieden.
[0028] Das Freigeben der Verbindungsvorrichtung 3 kann mit Hilfe eines Auswerfers 4 unterstützt
werden, der gemäß Fig. 1 eine Auswerferplatte 40 aufweist, welche zur Anlage an eine
an einer Stirnwand 113 des Garniturträgers 11 vorgesehene Auswerferangriffsfläche
41 des Garniturträgers 11 gebracht werden kann. Diese Stirnwand 113 verschließt die
der Antriebswelle 2 abgewandte Seite des Garniturträgers 11. Die Auswerferangriffsfläche
41 befindet sich auf der dem Grundkörper 10 zugewandten Seite dieser Stirnwand 113.
Um ein Verkanten des Garniturträgers 11 gegenüber dem Grundkörper 10 während des Ausstoßens
durch die Auswerferplatte 40 mit Sicherheit auszuschließen, ist gemäß dem in Fig.
1 gezeigten Ausführungsbeispiel diese Auswerferangriffsfläche 41 konzentrisch zum
Garniturträger 11 angeordnet. Die Auswerferangriffsfläche 41 umgibt eine die Seitenwand
113 durchquerende Auswerferzuführöffnung 42 (Fig. 1 und 3). Sowohl diese Auswerferzuführöffnung
42 als auch die Auswerferplatte 40 weisen jeweils eine Kontur auf, welche von der
Kreisform abweicht, damit die Auswerferplatte 40 in einer ersten Drehstellung durch
diese Auswerferzuführöffnung 42 hindurch auf die dem Grundkörper 10 zugewandte Seite
der Stirnwand 113 gebracht werden kann. Dabei kann die von der Kreisform abweichende
Form der Auswerferzuführöffnung 42 und der Auswerferplatte 40 beispielsweise die Form
eines Drei- oder Viereckes, eines Ovals o. dgl. aufweisen.
[0029] Gemäß dem in Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel setzt sich die Auswerferzuführöffnung
42 aus einem kreisförmigen Mittelbereich 420 sowie zwei diametral gegenüber voneinander
angeordneten Schlitzen 421 und 422 zusammen, deren Breite b
2 kleiner ist als der Durchmesser d
2 des Mittelbereichs 420. Eine ähnliche Kontur weist die Auswerferplatte 40 auf, wobei
der Durchmesser d
3 seines Mittelbereichs 400 kleiner ist als der Durchmesser d
2 des Mittelbereichs 420 der Auswerferzuführöffnung 42 und die Länge I
2 und die Breite b
3 seiner radialen Vorsprünge 401 und 402 kleiner sind als die den Mittelbereich überragende
Länge I
1 und die Breite b
2 der Schlitze 421 und 422.
[0030] Hat die Auswerferplatte 40 die Auswerferzuführöffnung 42 passiert, so wird der Auswerfer
4 durch Drehen um seine Längsachse in eine zweite Drehstellung gebracht, in welcher
sich beim Ziehen des Auswerfers 4 in Richtung des Pfeiles f
1 die Vorsprünge 401 und 402 an die Auswerferangriffsfläche 41 zwischen den Schlitzen
421 und 422 anlegen und bei weiterer Zugausübung die Bolzen 30 aus den Bolzenaufnahmen
31 und den Ring 111 und die Garnitur 110 aus der Ringnut 100 herausziehen, so daß
der gelöste Garniturträger 11 vom Grundkörper 10 abgenommen werden kann.
[0031] Der Erfindungsgegenstand kann im Rahmen der Erfindung in vielfacher Weise abgewandelt
werden, insbesondere durch Austausch einzelner oder mehrerer Merkmale durch Äquivalente
oder durch andere Kombinationen der erfindungsgemäßen Merkmale oder ihrer Äquivalente.
Statt der beschriebenen Anordnung ist auch eine umgekehrte Anordnung des Bolzens 30
und der Bolzenaufnahme 31 möglich, so daß der Bolzen 30 vom Grundkörper 10 und die
Bolzenaufnahme 31 vom Garniturträger 11 getragen werden. Auch ist es möglich, den
Bolzen 30 parallel zur Achse der Antriebswelle 2 zu orientieren, wobei der Bolzen
30 einen verdickten Kopf (nicht gezeigt) aufweist. Auch bei einer solchen Ausbildung
und Orientierung des Bolzens 30 (nicht gezeigt) kann der Bolzen 30 bei im wesentlich
gleicher Funktion zum Herstellen der Verbindung zwischen Grundkörper 10 und Garniturträger
11 mit seinem verdickten Kopf in die Einführverjüngung 312, durch die Engstelle 313
hindurch und schließlich in die Erweiterung 314 gebracht werden. Das Aufheben dieser
Verbindung erfolgt dann in analoger Weise, wie dies im Zusammenhang mit einem sich
in radialer Richtung erstreckenden Bolzen 30 erörtert wurde.
[0032] Die Bolzenaufnahme 31 kann statt in Form eines Schlitzes 311 auch in Form einer Bohrung
ausgebildet sein, die seitlich angeordnete elastische Elemente zum Hintergreifen des
seine Arbeitsstellung einnehmenden Bolzens 30 aufweist.
[0033] Es versteht sich von selbst, daß der Bolzen 30 nicht durch einen vom Garniturträger
11 getragenen Ring 111 getragen werden muß, sondern direkt in einer entsprechenden
Bohrung (nicht gezeigt) des Garniturträgers 11 oder Grundkörpers 10 (bei umgekehrter
Ausbildung der Verbindungsvorrichtung 3) angeordnet sein kann.
[0034] Statt einer elastischen Ausbildung der Seitenwand 316 kann alternativ vorgesehen
sein, daß die Seitenwand 316 aus einem starren Material ausbildet ist und Teile dieser
Seitenwand 316 (z. B. der Bereich mit der Engstelle 313) durch ein elastisches Element
- z. B. eine Druckfeder o. dgl. - beaufschlagt sind, um die erforderlichen Ausweichbewegungen
zu ermöglichen. Alternativ kann vorgesehen werden, daß die Bolzenaufnahme 31 insgesamt
starr ausgebildet ist, dafür jedoch der Bolzen 30 entsprechend elastisch ausgebildet
ist, indem dieser beispielsweise in seinem freien End- oder Kopfbereich einen elastischen
Ring o. dgl. (nicht gezeigt) trägt, der bei seinem Einführen in die Einführungsverjüngung
312 in eine im Bolzen 30 vorgesehene Umfangsnut hineingedrückt wird, bis dieses elastische
Element bei Erreichen der Erweiterung 314 sich wieder entspannen kann und den Bolzen
30 in der gewünschten Position hält.
[0035] Statt einer clipsartigen Verbindungsvorrichtung 3 kann eine rastenartig arbeitende
Verbindungsvorrichtung 5 Anwendung finden (Fig. 4). Diese weist im wesentlichen einen
Rasthaken 50 sowie eine Rastschulter 51 und eine Freigabevorrichtung 52 auf. Prinzipiell
spielt es auch hier keine Rolle, ob der Rasthaken 50 von dem Garniturträger 11 und
die Ausnehmung 510 mit der Rastschulter 51 vom Grundkörper 10 getragen wird oder ob
eine umgekehrte Anordnung dieser Elemente vorgesehen wird, doch ist es aus konstruktiven
Gründen vorteilhaft, die Freigabevorrichtung 52 dort anzuordnen, wo sich auch die
Rastschulter 51 befindet.
[0036] Gemäß Fig. 4 ist der Rasthaken 50 fest mit dem Garniturträger 11 verbunden und erstreckt
sich parallel zur Achse der Antriebswelle 2 in Richtung zum Grundkörper 10. Dieser
weist eine sich an eine Führungsfläche 54 anschließende, in Längsrichtung des Rasthakens
50 erstreckende Ausnehmung 510 auf, welche auf ihrer dem Garniturträger 11 zugewandten
Ende durch die Rastschulter 51 begrenzt ist. An dem der Rastschulter 51 abgewandten
Ende der Ausnehmung 510 wird diese durch einen Anschlag 511 begrenzt.
[0037] Die Freigabevorrichtung 52 besitzt als wesentlichen Bestandteil ein in der Ausnehmung
510 angeordnetes, schlittenartiges Freigabeelement 520, das zwischen dem als Rastschulter
51 ausgebildeten Anschlag und dem Anschlag 511 hin- und herbewegbar ist. Hierbei wird
das Freigabeelement 520 durch entsprechende, nur schematisch angedeutete Führungen
512 in der Ausnehmung 510 gesichert.
[0038] In der in Fig. 4 gezeigten Verbindungsposition ist der Rasthaken 50 hinter der Rastschulter
51 eingerastet und wird in Anlage an dieser gehalten. Hierfür kann prinzipiell eine
elastische Ausbildung des Rasthakens 50 ausreichend sein. Um die Rückhaltesicherheit
zu erhöhen, ist der Garniturträger 11 durch ein elastisches Element, z. B. zwei Tellerfedern
53, in Richtung zur Rastschulter 51 beaufschlagt, so daß der Rasthaken 50 gegen die
Rastschulter 51 gedrückt wird. Dieses in Form von Tellerfedern 53 ausgebildete elastische
Element ist unabhängig von der Verbindungsvorrichtung 5 platziert, wobei sich hierfür
besonders die erwähnte Ringnut 100 des Grundkörpers 10 eignet.
[0039] Um die Freigabevorrichtung 52 zum Aufheben der Verbindung zwischen dem Grundkörper
10 und dem Garniturträger 11 zu aktivieren, damit die aufgehoben wird, wird der Rasthaken
50 gegen die Wirkung der Tellerfedern 53 in Längsrichtung der Ausnehmung 510 bewegt.
Zu diesem Zweck wird auf den Garniturträger 11 ein Druck in Richtung des Pfeiles f
2 ausgeübt. Hierbei schiebt der Rasthaken 50 das Freigabeelement 520 vor sich her,
bis dieses den Anschlag 511 am anderen Ende der Ausnehmung 510 erreicht. Hierdurch
gleitet der Rasthaken 50 über eine Aushebekante 521, die Teil des Freigabeelementes
520 ist, auf eine sich hieran anschließende Mitnahmefläche 524 des durch den Anschlag
511 stillgesetzten Freigabeelementes 520. Durch Beendigung der Druckausübung auf den
Garniturträger 11 drücken die Tellerfedern 53 den Garniturträger 11 in Richtung des
Pfeiles f
1 und damit weg vom Grundkörper 10. Hierbei wird der Rasthaken 50 mitgenommen, ohne
dabei die Mitnahmefläche 524 des Freigabeelementes 520 zu verlassen, das dieser Bewegung
ebenfalls folgt. Hierbei gelangt das Freigabeelement 520 schließlich zur Anlage an
die Rastschulter 51 und wird hierdurch daran gehindert, der sich fortsetzenden Rückzugsbewegung
des Garniturträgers 11 zu folgen. Aufgrund der Anlage des Freigabeelementes 520 an
der Rastschulter 51 kann sich der Rasthaken 50 nicht erneut an die Rastschulter 51
anlegen, sondern gleitet von der Mitnahmefläche 524 des Freigabeelements 520 herab
und gelangt auf die Führungsfläche 54. Der Garniturträger 11 kann nun vom Grundkörper
10 entnommen werden.
[0040] Wie sich aus der vorstehenden Beschreibung ergibt, gelangt der Rasthaken 50 durch
das Herausheben aus der Ausnehmung 510 in eine die Ausnehmung 510 umgehende Bewegungsbahn,
in welcher der Rasthaken 50 über die Ausnehmung 510 hinweggeführt wird. Dabei wird
diese Bewegungsbahn im wesentlichen durch die bewegliche Mitnahmefläche 524 des Freigabeelementes
520 sowie die Führungsfläche 54 gebildet.
[0041] Ein anderer, in der gewünschten Weise bestückter Garniturträger 11 kann nun anstelle
des abgenommenen Garniturträgers 11 in Richtung des Pfeiles f
2 auf den Grundkörper 10 aufgeschoben werden. Dabei erreicht der Rasthaken 50 das Freigabeelement
520 und schiebt dieses vor sich her, bis er hinter der Rastschulter 51 einrastet und
somit den Garniturträger 11 gegenüber dem Grundkörper 10 sichert.
[0042] Um das Verschieben bzw. Mitnehmen des Freigabeelementes 520 in der gewünschten Weise
sicherzustellen, kann vorgesehen werden, daß das Freigabeelement 520 die Ausnehmung
510 geringfügig überragt. Um andererseits das Aufschieben des Rasthakens 50 auf das
Freigabeelement 520 zu erleichtern, kann der Rasthaken 50 an seinem dem Freigabeelement
520 zugewandten Ende eine Auflauframpe 500 aufweisen, die dem elastisch ausgebildeten
oder elastisch gelagerten Rasthaken 50 ein Ausweichen in der Weise ermöglicht, daß
er auf das Freigabeelement 520 rutschen kann. Hierfür kann die dem Rasthaken 50 zugewandte
Aushebekante 521 außerhalb der Ausnehmung 510 mit einer Fase oder einer kleinen Rampe
522 versehen werden.
[0043] Bei einer nicht dargestellten Ausgestaltung kann bei der eben beschriebenen Ausführungsform
das Freigabeelement 520 ohne oder nur mit kurzer Auflauframpe 500 ausgebildet sein
und dafür die Aushebekante 521 bei Anlage des Freigabeelements 520 an der Rastschulter
51 leicht über die Rastschulter 51 hervorstehen. Dadurch überspringt der Rasthaken
50 ebenfalls die Rastschulter 51 beim Herausziehen des Rasthakens 50.
[0044] Gemäß der in den Fig. 5 und 6 gezeigten Abwandlung weist die Freigabevorrichtung
52 eine als Ablenkschräge 523 ausgebildete, den Rasthaken 50 zur Seite umlenkende
Umlenkvorrichtung auf. Beim Aufschieben des Garniturträgers 11 auf den Grundkörper
10 wird der elastisch ausgebildete oder gelagerte Rasthaken 50 hierdurch von der geraden
Bewegungsbahn A in eine gekrümmte Bewegungsbahn B überführt, in welcher sich die Ausnehmung
510 befindet, wo der Rasthaken 50 hinter der Rastschulter 51 einrastet.
[0045] Zum Aufheben dieser Rastverbindung wird der Rasthaken 51 mit seiner Rampe 500 zum
Auflaufen auf eine Aushebekante 513 am anderen Ende der Ausnehmung 510 gebracht und
dadurch restlos aus der Ausnehmung 510 und auch aus dem Wirkungsbereich der Ablenkschräge
523 herausgehoben, so daß der durch die seitliche Umlenkung zuvor vorgespannte Rasthaken
50 seine gestreckte Lage wieder einnimmt und somit in die gerade Bewegungsbahn A zurückkehrt,
welche neben der Bewegungsbahn A verläuft. Wird jetzt der Garniturträger 11 vom Grundkörper
10 weggezogen, so setzt ihm der Rasthaken 50 keinerlei Widerstand entgegen, da er
sich nicht mehr in der gekrümmten Bewegungsbahn B mit der Rastschulter 51 befindet.
[0046] Gemäß Fig. 5 ist der Rasthaken 50 mit einer Stützfläche 60 verbunden, welche beweglich
im Garniturträger 11 gelagert ist. Die Stützfläche 60 ist relativ groß gehalten und
dient als Bedienungselement für die Verbindungsvorrichtung 6. Sind mehrere Verbindungsvorrichtungen
6 gleichmäßig auf einer Kreislinie in der Stirnwand 113 des Garniturträgers 11 verteilt
angeordnet, so kann die Stützfläche 60 auch ringförmig und als gemeinsames Bedienungselement
für eine Mehrzahl von Verbindungsvorrichtungen 6 ausgebildet sein. Die radiale Stützfläche
60 wird durch eine Druckfeder 115, deren anderes Ende sich an einer radialen Stützwand
114 des Garniturträgers 11 abstützt, in Richtung Rastschulter 51 beaufschlagt. Zum
Aufheben der Rastverbindung zwischen dem Garniturträger 11 und dem Grundkörper 10
muß nicht der Garniturträger 11 bewegt werden, sondern es genügt eine Bewegung des
Rasthakens 50, was durch Drücken auf die Stützfläche 60 erreicht wird.
[0047] Zum Sichern der Verbindungsvorrichtung 6 im Garniturträger 11 kann eine Rückhaltevorrichtung
7 vorgesehen werden, als deren Teil der Rasthaken 50 gemäß Fig. 5 einen zweiten Haken
501 aufweist, der mit einem von der Verbindungsvorrichtung 6 unabhängigen Sicherungsanschlag
70 zusammenarbeitet. Wenn der Rasthaken 50 als Folge seiner Freigabe den Bereich der
Verbindungsvorrichtung 6 verläßt, so gelangt er mit seinem zweiten Haken 501 zur Anlage
an diesen Sicherungsanschlag 70 und wird in dieser Position zurückgehalten. Der Sicherungsanschlag
70 ist Teil eines Schiebers 71, der quer zur Bewegungsrichtung des Rasthakens 50 bewegbar
ist (siehe Doppelpfeil f
3) und mittels einer Betätigungsvorrichtung 72 betätigt wird, die durch eine Druckfeder
73 beaufschlagt ist und durch nicht gezeigte Anschläge o. dgl. daran gehindert wird,
nach außen über die Oberfläche der Stirnwand 113 herausgedrückt zu werden.
[0048] Die Betätigungsvorrichtung 72 weist eine Kulissenführung 74 auf, in welche ein vom
Schieber 71 getragener Bolzen 75 eingreift. Der Schieber 71 wird in radialer Richtung
mit Hilfe einer nicht gezeigten Führung geführt, so daß er lediglich radiale Bewegungen
ausführen kann. In der in Fig. 5 gestrichelt gezeigten Stellung befindet er sich in
seiner Arbeitsstellung, in welcher der Rasthaken 50 nach seiner Freigabe durch die
Verbindungsvorrichtung 6 zur Anlage an die Rastschulter 70 gelangt. Wird nun die Betätigungsvorrichtung
72 betätigt, so wird der Schieber 71 mit Hilfe der Kulissenführung 74 aus dem Bereich
des Rasthakens 50 gezogen, der hierdurch freigegeben wird. Zu diesem Zweck kann vorgesehen
werden, daß die Verbindungsvorrichtung 6 im Anschluß an die dem Garniturträger 11
zugewandte Führungsfläche 54 eine Schräge 76 dergestalt aufweist, daß der Bereich
zwischen der Stützwand 114 und dem Grundkörper 10 vergrößert wird. Ist der Haken 501
nach dem Zurückziehen des Schiebers 71 zur Anlage an die Stützwand 114 gekommen, so
kann durch entsprechendes Betätigen des Betätigungselementes 72 der Schieber 71 gegen
den Haken 501 geschoben werden, um diesen von der Stützwand 114 herunterzuschieben,
so daß der Rasthaken 50 unter Ausnützung des durch die Schräge 76 bewirkten Raumes
den Garniturträger 11 freigibt.
[0049] Bei den Betriebsdrehzahlen der Auflösewalze 1 von 8000 oder sogar mehr Umdrehungen
pro Minute treten hohe Fliehkräfte auf. Um den Rasthaken 50 gegen die Wirkung der
Fliehkräfte in seiner Rastposition zu sichern, kann die Rastschulter 51 als Hinterschneidung
514 (siehe Fig. 7) ausgebildet werden und der mit dieser Rastschulter 51 zusammenarbeitende
Rasthaken 50 eine entsprechende, an die Hinterschneidung 514 angepaßte Kehle 502 aufweisen.
Wird der Rasthaken 50 direkt oder indirekt mit Hilfe von Tellerfedern 53 o. dgl. (Fig.
4) oder einer Druckfeder 115 (Fig. 5) beaufschlagt, so wird der Rasthaken 50 hierdurch
noch tiefer in die Hinterschneidung 514 hineingedrückt, so der Rasthaken 50 die Hinterschneidung
514 nicht ungewollt verlassen kann. Die Hinterschneidung 514 kann durch Anordnung
der Rastschulter 51 in einem spitzen Winkel gegenüber der Führungsfläche 54 oder aber
auch durch eine abgestufte Form der Rastschulter 51 erreicht werden.
[0050] Statt einer Aushebekante 521 bzw. 513 kann auch eine durch die Bewegung des Rasthakens
50 aktivierte Aushebevorrichtung vorgesehen sein (nicht gezeigt), beispielsweise in
Art eines Winkelhebels, der durch den auflaufenden Rasthaken 50 verschwenkt wird und
dabei den Rasthaken 50 aus der Ausnehmung 510 heraushebt.
[0051] Fig. 8 zeigt ein als Auswerfer 43 ausgebildetes Betätigungselement 9, das in der
als Hohlwelle ausgebildeten Antriebswelle 2 der Auflösewalze 1 angeordnet ist und
innerhalb der Antriebswelle 2 in Längsrichtung verschoben und zur Anlage an die erwähnte
Auswerferangriffsfläche 41 gebracht werden kann, um so das Abnehmen des Garniturträgers
11 von dem Grundkörper 10 zu unterstützen.
[0052] Falls gewünscht und falls es die Platzverhältnisse erlauben, kann zwar dieser Auswerfer
43 jedes Mal bei Bedarf in die Antriebswelle 2 von deren der Auflösewalze 1 abgewandten
Ende eingeführt bzw. in umgekehrter Richtung wieder aus der Antriebswelle 2 herausgezogen
werden. Einfacher zu handhaben und in Anbetracht der meist recht engen Platzverhältnisse
zweckmäßiger ist es, wenn dieser Auswerfer 43 permanent in der Antriebswelle 2 der
Auflösewalze 1 verbleibt. Auf diese Weise kann die Verbindungsvorrichtung 3, 5 oder
6 ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen, die von außen zustellbar sind, nicht nur in ihre
Verbindungsposition, sondern auch in ihre Freigabeposition gebracht werden.
[0053] Um den Auswerfer 43 daran zu hindern, die Antriebswelle 2 ungewollt zu verlassen,
ist das der Stirnwand 113 des Garniturträgers 11 zugewandte Ende des Auswerfers 43
mit einer Anschlagplatte 430 ausgestattet, welche sich in radialer Richtung über die
den Auswerfer 43 aufnehmende Bohrung 24 der Antriebswelle 2 hinaus erstreckt. In analoger
Weise ist auch das dem Garniturträger 11 abgewandte Ende des Auswerfers 43 mit einer
Platte 431 ausgestattet. Hierdurch ist der maximale Hubweg des Auswerfers 43 relativ
zur Antriebswelle 2 festgelegt. Damit die Anschlagplatte 430 nicht ungewollt zur Anlage
an die Stirnwand 113 des Garniturträgers 11 gelangt, ist gemäß dem gezeigten Ausführungsbeispiel
zwischen der Platte 431 und dem dieser Platte zugewandten Ende 25 der Antriebswelle
2 eine Druckfeder 432 oder ein anderes geeignetes elastisches Element vorgesehen,
welche bzw. welches den Auswerfer 43 stets in jener Endstellung hält, in welcher sich
seine Anschlagplatte 430 in einem vorgegebenen Abstand von der an der Stirnwand 113
des Garniturträgers 11 vorgesehenen Auswerferangriffsfläche 41 oder von einer die
Verbindungsvorrichtung 3, 5 oder 6 lösenden Stellung befindet. Zum Unterstützen der
Abnahme des Garniturträgers 11 von dem Grundkörper 10 drückt die Bedienungsperson
den Auswerfer 43 gegen die Wirkung der Druckfeder 432 gegen die Auswerferangriffsfläche
41. Nach seiner Freigabe kehrt der Auswerfer 43 aufgrund der Beaufschlagung durch
die Druckfeder 432 in seine Grundstellung zurück.
[0054] Es kann angebracht sein, beispielsweise um die Umfangswand und die während des Spinnbetriebes
durch die Auflösewalze 1 abgedeckte innere Stirnfläche des Gehäuses (nicht gezeigt)
der Auflösewalze 1 reinigen zu können, die Auflösewalze 1 komplett von ihrer Antriebswelle
2 abzunehmen. Damit die Antriebswelle 2 hierbei in der Maschine verbleiben kann, ist
zwischen dem Grundkörper 10 und der Antriebswelle 2 eine Spielpassung 26 und für die
Verbindung des Grundkörpers 10 mit der Antriebswelle 2 eine clips- oder rastenartige
Verbindungsvorrichtung 8 vorgesehen. Diese hat dabei in erster Linie die Aufgabe,
den Grundkörper 10 in axialer Richtung auf der Antriebswelle 2 zu sichern, kann aber
gegebenenfalls auch die Aufgabe der Rotationsübertragung von der Antriebswelle 2 auf
den Grundkörper 10 mit übernehmen.
[0055] Die clips- oder rastenartige Verbindungsvorrichtung kann in verschiedener Weise ausgebildet
sein, doch beschränkt sich die nachstehende Beschreibung auf ein derartiges Ausführungsbeispiel
(Fig. 8), gemäß welchem für die Übertragung der Drehung von der Antriebswelle 2 auf
den Grundkörper 10 eine rastenartige Verbindungsvorrichtung 8 vorgesehen ist. Diese
weist mindestens eine Kugel 80 auf, welche teilweise sowohl in eine entsprechende
Ausnehmung 81 in der Umfangsfläche der Antriebswelle 2 als auch in eine entsprechende
Vertiefung 82 in der Innenumfangsfläche des Grundkörpers 10 eintaucht. Die Kugel 80
ist dabei durch eine Druckfeder 83 beaufschlagt, durch welche die Kugel 80 in die
Vertiefung 81 gedrückt wird.
[0056] Um den Grundkörper 10 von der Antriebswelle 2 abziehen zu können, bedarf es prinzipiell
keiner weiteren Maßnahmen oder Hilfsmittel. Dennoch lassen sich das Abnehmen von der
Antriebswelle 2 und auch das spätere Aufbringen des Grundkörpers 10 auf die Antriebswelle
2 durch das zitierte Betätigungselement 9 zusätzlich erleichtern. Gemäß dem in Fig.
8 gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Auswerfer 43 integrierter Bestandteil dieses
Betätigungselementes 9, doch kann das Betätigungselement 9 zur Betätigung der Verbindungsvorrichtung
8 auch unabhängig davon vorgesehen sein, ob ein Auswerfer 43 vorgesehen ist oder nicht.
Das Betätigungselement 9 weist eine in radialer Richtung wirkende Aushebevorrichtung
90 auf, die bei dem in Fig. 8 gezeigten Ausführungsbeispiel in Form eines oder mehrerer
Nocken 900 ausgebildet ist, die sich in radialer Richtung nach außen erstrecken und
im wesentlichen bis zu einer gedachten verlängerten Mantellinie 29 der Antriebswelle
2 reichen. Dieser mindestens eine Nocken 900 wird in einer schlitzförmigen radialen
Öffnung 27 der Antriebswelle 2 geführt, wobei diese Öffnung 27 in der Vertiefung 81
endet. Die Öffnung 27 hat in Bewegungsrichtung des in der Bohrung 24 der Antriebswelle
2 geführten Betätigungselementes 9 eine solche Länge, daß der Nocken 900 (oder eine
Mehrzahl von ihnen, von denen jeder einer anderen Kugel 80 zugeordnet ist) dann, wenn
die Kugel 80 in die Vertiefung 81 der Antriebswelle 2 gelangen soll, aus dem Bereich
der Vertiefung 81 weggezogen ist, während der Nocken 900 zum Aufheben der Verbindung
zwischen der Antriebswelle 2 und dem Grundkörper 10 der Verbindungsvorrichtung 8 zustellbar
ist und auf diese in der Weise zur Einwirkung gelangt, daß die Kugel 80 auf eine Fläche
901 des Nockens 900 angehoben wird, die sich auf dem Niveau der Umfangsfläche der
Antriebswelle 2 befindet. Bei dieser Position der Kugel 90 wird die Axialbewegung
des Grundkörpers 10 nicht behindert, so daß einem Ausoder Einbau des Grundkörpers
10 kein großer Widerstand entgegengesetzt wird.
[0057] Statt der Kugel 80 und der Vertiefung 81 können entsprechend auch ein in radiale
Richtung längsbeweglicher Zentrier- und Arretierstift und ein Zentrierloch vorgesehen
werden (nicht dargestellt). Bei einer weiteren Ausgestaltung können die Kugel 80 bzw.
der Zentrierstift an der Antriebswelle 2 und die Vertiefung 81 bzw. das Zentrierloch
an dem Grundkörper vorgesehen sein. Durch die Fliehkraft erhöht sich der Druck der
Kugel bzw. des Zentrierstifts auf die Vertiefung bzw. das Zentrierloch, was bei Drehung
eine stärkere Verbindung und Zentrierung bewirkt. Eine entsprechende Verbindung kann
auch zwischen Grundkörper 10 und Garniturträger 11 vorgesehen werden.
[0058] Wie erwähnt, können zur Rotationsmitnahme des Grundkörpers 10 durch die Antriebswelle
2 die beschriebenen Kugeln 90 der Verbindungsvorrichtung 8 ausreichend sein. Um die
Rotationsmitnahme unabhängig von der Verbindungsvorrichtung 8 zu erreichen, sind gemäß
Fig. 8 beispielsweise sowohl in der Umfangsfläche der Antriebswelle 2 als auch des
Grundkörpers 10 eine Längsnut 28 bzw. 101 vorgesehen, in welche eine Feder 102 eingelegt
ist. Die formschlüssige Verbindung zwischen der Antriebswelle 2 und dem Grundkörper
10 in Drehrichtung kann auch durch eine Art Verzahnung oder auf andere Weise bewirkt
werden.
1. Auflösewalze mit einem eine Garnitur tragenden Garniturträger und einem Grundkörper,
wobei die Auflösewalze durch eine Antriebswelle antreibbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Grundkörper (10) und der Antriebswelle (2) eine wiederlösbare Verbindungsvorrichtung
(8) vorgesehen ist.
2. Auflösewalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wiederlösbare Verbindungsvorrichtung (8) durch Zug oder Druck in axiale Richtung
herstellbar oder lösbar ist.
3. Auflösewalze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die wiederlösbare Verbindungsvorrichtung (8) clips- oder rastenartig ausgebildet
ist.
4. Auflösewalze nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die wiederlösbare Verbindungsvorrichtung (8) ohne Zuhilfenahme von von außen zustellbarer
Werkzeuge sowohl in ihre Verbindungsstellung als auch in ihre Freigabestellung bringbar
ist.
5. Auflösewalze mit einem eine Garnitur tragenden Garniturträger und einem Grundkörper,
insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Auflösewalze durch eine Antriebswelle
antreibbar ist und zwischen dem Grundkörper (10) und dem Garniturträger (11) eine
wiederlösbare Verbindungsvorrichtung (3, 5, 6) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die clips- oder rastenartig ausgebildete Verbindungsvorrichtung (3, 5, 6) ohne Zuhilfenahme
von von außen zustellbarer Werkzeuge sowohl in ihre Verbindungsstellung als auch in
ihre Freigabestellung bringbar ist.
6. Auflösewalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsvorrichtung (3) bolzenartiges Element (30) und eine damit zusammenwirkende
Bolzenaufnahme (31) aufweist, die parallel zur Auflösewalzenachse orientierte ist,
ein offenes Ende aufweist, an den Querschnitt des bolzenartigen Elementes (30) angepaßte
ist und an ihrem Ende eine Engstelle (313) aufweist, wobei die Bolzenaufnahme (31)
und/oder das bolzenartige Element (30) in Querrichtung elastisch ausgebildet ist.
7. Auflösewalze nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die die Verbindung des Garniturträgers (11) mit dem Grundkörper (10) und/oder des
Grundkörpers (10) mit der Antriebswelle (2) bewirkende Verbindungsvorrichtung (5,
6) an einem dieser beiden Teile (11, 10; 10, 2) einen Rasthaken (50) und am anderen
dieser beiden Teile (10, 11; 2, 10) eine eine Ausnehmung (510) begrenzende, mit dem
Rasthaken (50) zusammenarbeitende Rastschulter (51) sowie eine Freigabevorrichtung
(52) aufweist, welche durch eine Bewegung des Rasthakens (50) in Längsrichtung der
Ausnehmung (510) aktivierbar ist.
8. Auflösewalze nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Freigabevorrichtung (52) der Rastschulter (51) gegenüber eine die Ausnehmung
(510) begrenzende Aushebekante (513) aufweist, durch welche der auf die Aushebekante
(513) auflaufende Rasthaken (50) aus der Ausnehmung (510) heraushebbar und in eine
an der Ausnehmung (510) vorbeiführende Bewegungsbahn (A) bringbar ist, längs welcher
der Rasthaken (50) aus dem Längenbereich des die Ausnehmung (510 aufnehmenden Teils
(10, 11; 2, 10) herausführbar ist.
9. Auflösewalze nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Aushebekante (521) Teil eines Freigabeelementes (520) ist, welches zwischen zwei
die Ausnehmung (510) begrenzenden Anschlägen (51, 511) hin- und herbewegbar ist, von
denen einer durch die Rastschulter (51) gebildet wird, und daß ein Teil der an der
Ausnehmung (510) vorbeiführenden Bewegungsbahn (A) durch eine auf dem beweglichen
Freigabeelement (520) befindliche und durch die Aushebekante (521) begrenzte Mitnahmefläche
(524) ausgebildet ist, auf welche der aus der Ausnehmung (510) herausgehobene Rasthaken
(50) zur Auflage bringbar ist, von welcher der Rasthaken (50) während seiner Rückzugsbewegung
nach dem Anlegen des Freigabeelementes (520) an die Rastschulter (51) auf eine in
bezug auf die Ausnehmung (510) dem Garniturträger (11) zugewandte Führungsfläche (524)
überführbar ist.
10. Auflösewalze nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Freigabevorrichtung (52) eine den elastisch ausgebildeten oder gelagerten Rasthaken
(50) zur Seite umlenkende Umlenkvorrichtung (523) aufweist, daß die Ausnehmung (510)
sich in der Bewegungsbahn (B) des umgelenkten Rasthakens (50) befindet und die Aushebekante
(511) durch das gegenüber von der Rastschulter (51) angeordnete Ende der Ausnehmung
(510) gebildet wird, daß der Rasthaken (50) durch das Herausheben aus der Ausnehmung
(510) aus dem Wirkungsbereich der Umlenkvorrichtung (523) bringbar und durch Wiedereinnehmen
seiner gestreckten Lage aus der durch die Umlenkvorrichtung (523) vorgegebenen ersten
Bewegungsbahn (B) in seine zweite, neben der erwähnten ersten Bewegungsbahn (B) an
der Ausnehmung (510) vorbeigeführte Bewegungsbahn (A) überführbar ist.
11. Auflösewalze nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastschulter (51) als Hinterschneidung (514) ausgebildet ist und der mit der
Rastschulter (51) zusammenarbeitende Rasthaken (50) eine an die Form der Rastschulter
(51) angepaßte Kehle (502) aufweist.
12. Auflösewalze nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der den Rasthaken (50) aufweisende Teil der Verbindungsvorrichtung (6) im Garniturträger
(11) beweglich gelagert ist.
13. Auflösewalze nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Garniturträger (11) einen Sicherungsanschlag (70) aufweist, der mit einem zusätzlichen,
am Rasthaken (50) angebrachten Haken (501) zusammenarbeitet und den beweglichen Teil
der Verbindungsvorrichtung (6) im Garniturträger (11) sichert.
14. Auflösewalze nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Garniturträger (11) auf seiner dem Grundkörper (10) zugewandten Seite und/oder
der Grundkörper (10) eine Auswerferangriffsfläche (41) aufweist.
15. Auflösewalze nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswerferangriffsfläche (41) koaxial zum Garniturträger (11) oder Grundkörper
(10) angeordnet ist.
16. Auflösewalze nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß in der als Hohlwelle ausgebildeten Antriebswelle (2) ein axial bewegliches Betätigungselement
(9) angeordnet ist.
17. Auflösewalze nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement (9) als Auswerfer ausgebildet ist, welcher zur Anlage an die
koaxial zum Garniturträger (11) oder Grundkörper (2) angeordnete Auswerferangriffsfläche
(41) bringbar ist.
18. Auflösewalze nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkörper (10) und die Antriebswelle (2) in axialer Richtung mit Hilfe einer
clips- oder rastenartigen Verbindungsvorrichtung (8) miteinander verbunden sind, daß
zwischen dem Grundkörper (10) und der Antriebswelle (2) eine Spielpassung (23) vorgesehen
ist und daß der Grundkörper (10) und die Antriebswelle (2) in Drehrichtung formschlüssig
miteinander verbunden sind.
19. Auflösewalze nach einem oder mehreren der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement (9) der die Verbindung zwischen dem Grundkörper (10) und der
Antriebswelle (2) bewirkenden clips- oder rastenartigen Verbindungsvorrichtung (8)
zustellbar ist.
20. Auflösewalze nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement (9) eine in radialer Richtung wirkende Aushebevorrichtung
(90) aufweist, die durch mindestens eine radiale Öffnung (27) in der Antriebswelle
(2) auf die clips- oder rastenartige Verbindungsvorrichtung (8) zur Einwirkung bringbar
ist.
21. Auflösewalze nach einem oder mehreren der Ansprüche 16 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement (9) als permanent in der Antriebswelle (2) verbleibendes Element
ausgebildet ist.
22. Auflösewalze nach einem oder mehreren der Ansprüche 16 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungselement (9) durch ein elastisches Element (432) derartig beaufschlagt
ist, daß es sich in seiner Ruhestellung im Abstand von der Auswerferangriffsfläche
und/oder von der die Verbindungsvorrichtung (3, 5, 6, 8) lösenden Stellung befindet.
23. Offenend-Spinnmaschine mit einer Faserbandauflöseeinrichtung und einer Auflösewalze
nach einem der vorhergehenden Ansprüche.