(19)
(11) EP 0 860 597 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
07.05.2003  Patentblatt  2003/19

(21) Anmeldenummer: 98102187.6

(22) Anmeldetag:  09.02.1998
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7F02D 41/14, G01M 15/00, F01N 7/00

(54)

Verfahren zur Prüfung auf korrekt angeschlossene Lambda-Sonden

Method to detect correctly connected lambda sensors

Méthode de test des connections de sondes lambda


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB IT

(30) Priorität: 19.02.1997 DE 19706382

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
26.08.1998  Patentblatt  1998/35

(73) Patentinhaber: DaimlerChrysler AG
70567 Stuttgart (DE)

(72) Erfinder:
  • Busch, Michael-Rainer
    73061 Ebersbach (DE)
  • Kleinecke, Uwe
    71364 Winnenden (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 691 465
US-A- 5 212 947
US-A- 4 980 834
   
       
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    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Prüfung auf korrekt angeschlossene Lambda-Sonden bei einer Brennkraftmaschine mit einer oder mehreren Zylindergruppen, die eine Motorsteuerung und mehrere Lambda-Sonden beinhaltet, wobei jeder Zylindergruppe ein eigener Abgasstrang mit einem Abgaskatalysator und wenigstens einer Lambda-Sonde mit daran angeschlossener Lambda-Regeleinheit zugeordnet ist. Brennkraftmaschinen dieser Art werden häufig in Kraftfahrzeugen eingesetzt, wobei Lambda-Sonden je nach Bedarf vor und/oder hinter dem jeweiligen Abgaskatalysator positioniert sind. Dabei ist es bekannt, an die jeweilige Lambda-Sonde eine Lambda-Regeleinheit anzuschließen, die eine Integratorstufe und üblicherweise auch eine hier nicht weiter interessierende Proportionalstufe beinhaltet, siehe z.B. das Fachbuch J. Kasedorf, Steuerungselektronik an Motor und Kraftübertragung, Vogel-Verlag, 1989, S. 164. Bei solchen Brennkraftmaschinen, z.B. Ottomotoren mit Lambda-Stereoregelung oder -Quadroregelung, besteht die Gefahr von falsch angeschlossenen Lambda-Sonden, wonach dann ein erkanntes Lambda-Sondensignal der falschen Zylindergruppe zugeordnet wird und das Lambda-Regelsystem in Ungleichgewicht geraten kann. Das Verfahren vom eingangs genannten Typ dient zur Erkennung solcher Anschlußfehler.

    [0002] Ein derartiges Verfahren ist in der Offenlegungsschrift DE 44 23 344 A1 beschrieben. Das dortige Verfahren sieht vor, daß die Einspritzventile einer von zwei Zylinderreihen eine mindestens der Reaktions- oder Umschaltzeit der Lambda-Sonden entsprechende Zeitdauer abgeschaltet werden und das Lambda-Sondensignal derjenigen Lambda-Sonde, die der abgeschalteten Zylinderreihe zugeordnet ist, am Ende der Abschaltzeit der Einspritzventile mit einem vorgegebenen Schwellwert verglichen wird. Es wird dann auf einen seitenverkehrten Anschluss der Lambda-Sonden geschlossen, wenn das Lambda-Sondensignal den Schwellwert über- bzw. unterschreitet. Eine derartige Einspritzventilabschaltung stellt einen signifikanten Eingriff in den Motorbetrieb dar, der dieses bekannte Verfahren aus Sicherheitserwägungen nur bei stehendem Fahrzeug anwendbar erscheinen lässt.

    [0003] Aus den Patentschriften DE 41 17 986 C2 und UIS 5.212.947 sind Verfahren zur Erkennung des fehlerhaften Betriebs einer einzelnen Lambda-Sonde bei einer Brennkraftmaschine bekannt, bei denen das Luft/Kraftstoff-Verhältnis eines der Brennkraftmaschine zugeführten Luft/Kraftstoff-Gemischs unter Beibehaltung eines zündfähigen Gemischs verstellt wird und anschließend das Signal der Lambda-Sonde daraufhin untersucht wird, ob es eine zu der vorgenommenen Änderung des Luft/Kraftstoff-Verhältnisses gehörige, eine korrekte Funktion der Lambda-Sonde anzeigende Reaktion zeigt. Die Änderung des Luft/Kraftstoff-Verhältnisses erfolgt bei diesen bekannten Verfahren durch eine rechteckwellenförmige Variation desselben bzw. durch alternierendes Umkehren eines Luft/Kraftstoff-Verhältniskorrekturkoeffizienten um eine vorgebbare Amplitude.

    [0004] In der Patentschrift US 4.980.834 ist ein System zur Erkennung des fehlerhaften Betriebs einer Lambda-Sonde bei einer Brennkraftmaschine beschrieben, bei dem parallel zu einer Lambda-Regeleinheit, die das Luft/Kraftstoff-Verhältnis der Brennkraftmaschine regelt, an die Ausgangsseite der Lambda-Sonde Mittel zur Beurteilung von deren Aktivität angeschlossen sind, an die ihrerseits zum einen Mittel zur Beurteilung eines Ausfalls der Sonde und Mittel zur Änderung des Luft/Kraftstoff-Verhältnisses angeschlossen sind. Die Aktivitätsbeurteilungsmittel überwachen die Funktion der Lambda-Sonde. Wenn hierbei Anzeichen für einen Fehlbetrieb festgestellt werden, wird für einen Testzeitraum vom normalen Regelungsbetrieb auf einen reinen Steuerungsbetrieb für die Einstellung des Luft/Kraftstoff-Verhältnisses umgeschaltet. In diesem Zeitraum wird das Luft/Kraftstoff-Verhältnis durch die Luft/Kraftstoff-Verhältnisänderungsmittel ohne Rückkoppelung ausgehend vom zuletzt vorliegenden Wert in Richtung fett verstellt. Die Aktivitätsbeurteilungsmittel fragen dann ab, ob sich das Signal der Lambda-Sonde entsprechend ändert, und die Ausfallbeurteilungsmittel schließen dann ggf. auf einen Ausfall der Sonde.

    [0005] Der Erfindung liegt als technisches Problem die Bereitstellung eines Verfahrens der eingangs genannten Art zugrunde, das eine zuverlässige Prüfung auf korrekt angeschlossene Lambda-Sonden ermöglicht, ohne den normalen Motorbetrieb merklich zu stören.

    [0006] Die Erfindung löst dieses Problem durch die Bereitstellung eines Verfahrens mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Bei diesem Verfahren wird über die Motorsteuerung die Lambda-Regeleinheit jeweils einer Zylindergruppe und damit die von dieser geregelte Zusammensetzung des in die betreffenden Zylinder einzuspritzenden Kraftstoff/Luft-Gemischs unter Beibehaltung der Einspritzung eines zündfähigen Gemischs zu Beginn einer mindestens die Reaktions- oder Umschaltzeit der Lambda-Sonden beinhaltenden Verzögerungszeit gegenüber dem momentanen Regelungszustand verstellt oder in ihrer Regelfunktion während der Verzögerungszeit angehalten. Dabei erfolgt die Beeinflussung der Lambda-Regelung durch Verstellen bzw. Anhalten einer Integratorstufe der Lambda-Regeleinheit während der vorgebbaren Verzögerungszeit. Dadurch wird für die betreffende Zylindergruppe eine Beeinflussung des zugeführten Kraftstoff/Luft-Gemischs, z.B. eine Anfettung oder Abmagerung desselben, bewirkt, die einerseits so geringfügig ist, daß sie den normalen Motorbetrieb nicht wesentlich stört, und andererseits ausreicht, eine Reaktion an der oder den dieser Zylindergruppe zugeordneten Lambda-Sonden auszulösen.

    [0007] Nach Ablauf einer für die Verstellung typischen Verzögerungszeit wird das Signal der dieser jeweiligen Zylindergruppe zugedachten einen oder mehreren Lambda-Sonden daraufhin untersucht, ob sie eine zu der vorgenommenen Manipulation der betreffenden Integratorstufe gehörige Reaktion zeigen. Bei in Reihe vor bzw. hinter einem Abgaskatalysator angeordneten Lambda-Sonden beinhaltet diese Reaktion bei korrekt angeschlossenen Sonden Sondensignale, welche die vorgenommene Manipulation zeitlich versetzt wiederspiegeln, d.h. zuerst an der vor dem Katalysator und später an der nach dem Katalysator positionierten Sonde. Liegt die erwartete Reaktion vor, kann daraus geschlossen werden, daß die Lambda-Sonden korrekt an diese Zylindergruppe angeschlossen sind. Bleibt eine derartige Sondensignalreaktion aus, liegt ein verkehrtes Anschließen der Lambda-Sonden vor. Die Entscheidung kann anhand geeignet vorgegebener Kurvencharakteristika oder auch Schwellwerte für das jeweilige Lambda-Sondensignal erfolgen. Das Verfahren kann wegen des nur unmerklichen Eingriffs in den Motorbetrieb im laufenden Fahrbetrieb mit typischen Diagnosezeiten in der Größenordnung zwischen 0,1s und 180s beispielsweise gleichzeitig mit anderen, bei fahrendem Fahrzeug vorzunehmenden Diagnosen durchgeführt werden. Dies erspart ein extra für die Durchführung dieser Prüfung auf korrekt angeschlossene Lambda-Sonden auszuführendes Warmlaufen des Motors bis zur Erreichung der Katalysator-Betriebstemperatur.

    [0008] Bei einem nach Anspruch 2 weitergebildeten Verfahren werden jeweils die Integratorstufen für zwei Zylindergruppen gleichzeitig beeinflußt, und zwar die eine in Richtung fetterem und die andere in Richtung magererem Motorbetrieb. Dies ermöglicht eine erhöhte Diagnosesicherheit.

    [0009] Ein nach Anspruch 3 weitergebildetes Verfahren eignet sich speziell dazu, den korrekten Anschluß von mindestens zwei hintereinandergeschalteten Lambda-Sonden innerhalb einer Zylndergruppe zu überprüfen. Diese Vorgehensweise eignet sich besonders auch im Kaltstart, da Abgasoszillationen, d.h. Lambda-Wechsel, auch hinter dem noch kalten Abgaskatalysator meßbar sind.

    [0010] Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben.

    [0011] Die einzige Figur zeigt schematisch den Abgasstrang eines 12-Zylinder-Ottomotors mit Lambda-Quadroregelung.

    [0012] Der in der Figur dargestellte Abgasstrang eines 12-Zylinder-Ottomotors besitzt einen herkömmlichen Aufbau, bei dem einer ersten Zylindergruppe 2a ein erster Abgasstrang 1a, einer zweiten Zylindergruppe 2b ein zweiter Abgasstrang 1b, einer dritten Zylindergruppe 2c ein dritter Abgasstrang 1c und einer vierten Zylindergruppe 2d ein vierter Abgasstrang 1d zugeordnet ist. Jede Zylindergruppe 2a bis 2d umfaßt drei Zylinder. In jedem Abgasstrang 1a bis 1d befindet sich ein Abgaskatalysator 3a bis 3d. In Abgasströmungsrichtung vor jedem Abgaskatalysator 3a bis 3d ist eine Lambda-Sonde 4a bis 4d angeordnet. Außerdem ist je eine weitere Lambda-Sonde 5a bis 5d hinter jedem Abgaskatalysator 3a bis 3d positioniert. Der in Abgasströmungsrichtung nachfolgende Verlauf des Gesamtabgasstrangs ist von üblicher und hier nicht weiter interessierender Art.

    [0013] Die beiden Lambda-Sonden eines jeweiligen Abgasstrangs 1a bis 1d sind jeweils mit einer zugeordneten Lambda-Regeleinheit 6 verbunden, von denen stellvertretend eine in der Figur dargestellt ist und die jeweils eine in der Figur symbolisch gestrichelt angedeutete Integratorstufe 7 sowie eine hier nicht weitere interessierende Proportionalstufe beinhalten. Die Lambda-Regeleinheiten 6 sind ihrerseits an eine nicht gezeigte Motorsteuerung angeschlossen. Die genannten Signalverbindungen zwischen Lambda-Sonden 4a bis 5d und Lambda-Regeleinheiten 6 sowie zwischen letzteren und der Motorsteuerung sind herkömmlicher Natur und daher in der Figur nur durch abgeschnittene Anschlußleitungsstücke symbolisiert.

    [0014] Für die gezeigte Abgasanlage ist das nachfolgend näher beschriebene, erfindungsgemäße Verfahren vorgesehen, mit dem erkannt werden kann, ob den verschiedenen Zylindergruppen 2a bis 2d die ihnen zugedachten Lambda-Sonden richtig zugeordnet sind. Zur Verfahrensdurchführung dient ein herkömmliches, nicht gezeigtes Diagnosegerät, mit dem über die Motorsteuerung die Integratorstufen 7 der Lambda-Regeleinheiten 6 gezielt beeinflußt werden können. Dabei vermag das Verfahren die Verkabelung der Lambda-Sonden zu prüfen, ohne hierfür eine Dekontaktierung derselben vornehmen zu müssen, die ihrerseits Fehlerquellen in sich bergen könnte.

    [0015] Das Verfahren startet damit, daß für eine erste der vier Zylindergruppen 2a bis 2d durch entsprechende Eingabe am Diagnosegerät über die Motorsteuerung die dieser ausgewählten Zylindergruppe zugeordnete Lambda-Regeleinheit 6 dahingehend angesprochen wird, daß diese ihre Integratorstufe 7 oder die Gemischbildungseinheit für eine mindestens der Reaktions- oder Umschaltzeit der Lambda-Sonden 4a bis 5d entsprechende Verzögerungszeit verändert bzw. der Lambda-Sollwert oder der Lambda-Istwert verändert wird, und zwar je nach Wunsch bzw. Bedarf entweder in in Richtung fettem Motorbetrieb oder in Richtung magerem Motorbetrieb. Dementsprechend verschiebt sich für die ausgewählte Zylindergruppe der Motorbetrieb temporär in Richtung fett bzw. mager. Das Verändern oder Anhalten der Integratorstufe 7 bzw. der Gemischbildungseinheit kann beispielsweise am betreffenden Endpunkt des Integrationsbereiches vor dem Umspringen zum anderen Integrationsbereich erfolgen, d.h. am "fetten" Endpunkt von z.B. λ ≈ 0,9 oder am "mageren" Endpunkt von z.B. λ ≈ 1,1. Der Lambdawert kann auch länger angehalten werden. Daraus resultiert ein Ausbleiben von Schwingungen des Lambdawertes, d.h. ein annähernd ruhiges Sondenspannungssignal.

    [0016] Am Ende einer Verzögerungszeit, deren Dauer typischerweise etwa 50ms oder mehr beträgt, bestehend aus der Verstellzeit für die eventuelle Lambda-Sprungänderung, der Gaslaufzeit und der Sondenreaktionszeit, werden die Signale aller Lambda-Sonden 4a bis 5d abgefragt. Speziell wird das Signal derjenigen Lambda-Sonden, die der ausgewählten Zylindergruppe zugedacht sind, daraufhin analysiert, ob es eine zu der vorgenommenen Manipulation an der betreffenden Integratorstufe bzw. dem betreffenen Lambda-Sollwert oder -Istwert und dem daraus resultierenden, temporär in Richtung fett bzw. mager verschobenen Betrieb dieser Zylindergruppe entsprechende Reaktion zeigt. Zu diesem Zweck werden die Lambda-Sondensignale geeignet ausgewertet, z.B. durch Vergleich mit vorgegebenen Schwellwerten bzw. Signalkurvencharakteristika. Dies läßt sich sowohl für die Lambda-Sonde vor als auch für diejenige hinter dem jeweiligen Abgaskatalysator überprüfen. Wenn das Signal derjenigen Lambda-Sonde bzw. -Sonden, die der ausgewählten Zylindergruppe zugedacht sind, die beabsichtigte, richtige Reaktion zeigt, bedeutet dies, daß die vorgenommene Zuordnung dieser Lambda-Sonde zur ausgewählten Zylindergruppe richtig ist. Bleibt die richtige Reaktion des Signals der der ausgewählten Zylindergruppe zugedachten Lambda-Sonde hingegen aus, was an einer Unter- bzw. Überschreitung des betreffenden Schwellwertes bzw. durch Abweichen der Signalkuve von den erwarteten Kurvencharakteristika festgestellt wird, liegt eine fehlerhafte Kontaktierung der Lambda-Sonde für diese Zylindergruppe vor. Zweckmäßigerweise wird das erhaltene Resultat durch wiederholte Durchführung dieses Prüfvorgangs verifiziert, bis eine ausreichende Diagnosesicherheit gegeben ist.

    [0017] Der geschilderte Prüfvorgang wird dann so lange mit den weiteren Zylindergruppen wiederholt, bis die Zuordnung der verschiedenen Lambda-Sonden 4a bis 5d zu den unterschiedlichen Zylindergruppen 2a bis 2d vollständig erkannt und ggf. richtiggestellt ist. Ein Prüfzyklus dauert typischerweise zwischen etwa 0,1s und 180s und ist im normalen Fahrbetrieb ausführbar, da der Motorbetrieb durch die schwache und je nach Applikation der Sondeneinbaulage nur sehr kurzzeitige Anfettung bzw. Abmagerung des in die jeweils ausgewählte Zylindergruppe eingespritzten Luft/Kraftstoffgemischs nicht wesentlich gestört wird. Der Motor braucht daher nicht extra bei stehendem Fahrzeug betrieben werden bzw. bis zur Erreichung der Betriebstemperatur für die Abgaskatalysatoren 3a bis 3d in Betrieb gehalten zu werden. Vielmehr kann das Prüfverfahren gleichzeitig mit anderen, im laufenden Fahrbetrieb erfolgenden Fahrzeugdiagnosen vorgenommen werden. Hierbei ist es unerheblich, ob der Motor bzw. Katalysator betriebswarm sind. Lediglich die Lambda-Sonden müssen in Funktion sein.

    [0018] In einer vorteilhaften Variante des oben beschriebenen Verfahrens kann vorgesehen sein, jeweils gleichzeitig mit dem Anhalten bzw. Verändern der Integratorstufe bzw. der Gemischbildungseinheit der Lambda-Regeleinheit einer ersten ausgewählten Zylindergruppe im einen, in Richtung fettem oder magerem Motorbetrieb integrierenden Bereich die Integratorstufe der Lambda-Regeleinheit einer zweiten ausgewählten Zylindergruppe im anderen, in Richtung magerem bzw. fettem Motorbetrieb integrierenden Bereich für die ausreichend bemessene Verzögerungszeit anzuhalten bzw. zu verändern und danach die Signale der diesen beiden Zylindergruppen zugedachten Lambda-Sonden miteinander zu vergleichen. Die daraus resultierende Signaldifferenz variiert für den Fall korrekt angeschlossener Lambda-Sonden gleichsinnig zur Veränderung, hingegen für den Fall verkehrt angeschlossener Lambda-Sonden ersichtlich gegensinnig zur Lambda-Veränderung, was die Zuverlässigkeit der Schwellwertabfrage und damit die Diagnosesicherheit erhöht.

    [0019] Es versteht sich, daß das erfindungsgemäße Verfahren nicht nur für den speziell beschriebenen Motortyp, sondern für alle Brennkraftmaschinen anwendbar ist, die mindestens zwei hintereinandergeschaltete Lambda-Sonden und/oder zwei Zylindergruppen mit getrennten Lambda-Regelkreisen aufweisen. Dabei läßt sich nicht nur die Verkabelung der dem jeweiligen Abgaskatalysator vorgeschalteten Lambda-Sonde, sondern auch diejenige einer eventuell hinter dem Abgaskatalysator positionierten Lambda-Sonde überprüfen. Voraussetzung ist jeweils das Vorhandensein einer Motorsteuerung, welche die Möglichkeit der Realisierung einer zum erfindungsgemäßen Prüfzweck anstoßbaren Verzögerungszeit bzw. Veränderung der Lambda-Integration in Richtung fett und/oder mager getrennt für jeden der Lambda-Regelkreise bietet.


    Ansprüche

    1. Verfahren zur Prüfung auf korrekt angeschlossene Lambda-Sonden bei einer Brennkraftmaschine mit einer oder mehreren Zylindergruppen (2a bis 2d), die eine Motorsteuerung und mehrere Lambda-Sonden (4a bis 5d) beinhaltet, wobei jeder Zylindergruppe ein eigener Abgasstrang (1a bis 1d) mit einem Abgaskatalysator (3a bis 3d) und wenigstens einer Lambda-Sonde mit daran angeschlossener Lambda-Regeleinheit (6) zugeordnet ist,
    dadurch gekennzeichnet, daß

    - über die Motorsteuerung die Lambda-Regeleinheit (6) jeweils einer Zylindergruppe (2a bis 2d) unter Beibehaltung der Einspritzung eines zündfähigen Gemischs zu Beginn einer mindestens die Reaktions- oder Umschaltzeit der Lambda-Sonden (4a bis 5d) beinhaltenden Verzögerungszeit in ihrem momentanen Regelungszustand in Richtung fettem oder magerem Motorbetrieb verstellt und/oder während der Verzögerungszeit in ihrer Regelungsfunktion angehalten wird, indem eine Integratorstufe (7) der Lambda-Regeleinheit (6) jeweils einer Zylindergruppe (2a bis 2d) in einem ihrer beiden, in Richtung fettem bzw. magerem Motorbetrieb integrierenden Bereichen während der Verzögerungszeit verstellt bzw. angehalten wird, und

    - wenigstens das Signal der dieser jeweiligen Zylindergruppe zugedachten Lambda-Sonde bzw. -Sonden spätestens am Ende der Verzögerungszeit daraufhin untersucht wird, ob es eine zu der vorgenommenen Manipulation der Lambda-Regelung gehörige, ein korrektes Anschließen dieser Lambda-Sonde bzw. -Sonden an die ausgewählte Zylindergruppe anzeigende Reaktion zeigt.


     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, weiter
    dadurch gekennzeichnet, daß
    gleichzeitig mit dem Anhalten der Integratorstufe der Lambda-Regeleinheit einer jeweils ersten ausgewählten Zylindergruppe die Integratorstufe der Lambda-Regeleinheit einer jeweils zweiten ausgewählten Zylindergruppe in ihrem zu demjenigen der anderen Integratorstufe gegensinnig integrierenden Bereich für die entsprechende Verzögerungszeit angehalten wird und die Signale der den jeweils ausgewählten beiden Zylindergruppen zugedachten Lambda-Sonden am Ende der Verzögerungszeit daraufhin untersucht werden, ob ihre Signaldifferenz eine zu den vorgenommenen Manipulationen an den beiden betreffenden Integratorstufen gehörige, ein korrektes Anschließen der Lambda-Sonden an ihre zugedachten Zylindergruppen anzeigende Reaktion zeigt.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, weiter
    dadurch gekennzeichnet, daß
    nach einem Anhalten der Lambda-Regelung durch die Lambda-Regeleinheit das gleichbleibende Signal einer vor einem Abgaskatalysator positionierten, ersten Lambda-Sonde mit dem noch oszillierenden Signal einer hinter dem Abgaskatalysator für dieselbe Zylindergruppe vorgesehenen, zweiten Lambda-Sonde verglichen wird, um den korrekten Anschluß der beiden Lambda-Sonden zu überprüfen.
     


    Claims

    1. A process for checking for correctly connected lambda probes in an internal combustion engine with one or more cylinder groups (2a to 2d) which contains an engine control system and several lambda probes (4a to 5d), one dedicated exhaust gas train (1a to 1d) with a catalytic converter (3a to 3d) and at least one lambda probe to which is connected a lambda control unit (6) being associated with each cylinder group,
    characterised in that

    - by means of the engine control system the control mode of the lambda control unit (6) for one cylinder group (2a to 2d) is adjusted towards rich or lean engine operation whilst continuing to inject an ignitable mixture at the start of a delay period covering at least the reaction or switching time of the lambda probes (4a to 5d) and/or is deactivated during the delay period by adjusting an integrator stage (7) in the lambda control unit (6) of each cylinder group (2a to 2d) in one of the ranges in the direction of rich or lean engine operation during the delay period or by deactivating it, and

    - at least the signal from the lambda probe/s intended for this cylinder group is examined no later than the end of the delay period in order to determine whether or not it shows a reaction corresponding to the aforementioned adjustment of the lambda regulation system indicating that this/these lambda probe/s are correctly connected to the selected cylinder group.


     
    2. A process in accordance with claim 1, further
    characterised in that
    at the same time as the integrator stage of the lambda control unit of a first selected cylinder group is deactivated, the integrator stage of the lambda control unit of a second selected cylinder group is deactivated in the opposite range to that of the other integrator stage for the delay period in question, and that at the end of the delay period the signals from the lambda probes intended for the two selected cylinder groups are examined in order to determine whether or not the difference in the signals shows a reaction corresponding to the adjustments made to the two integrator stages in question indicating that the lambda probes are correctly connected to their intended cylinder groups.
     
    3. A process in accordance with claim 1 or 2, further
    characterised in that
    once the lambda control unit has deactivated the lambda control system, the constant signal from a first lambda probe positioned upstream of a catalytic converter is compared with the still oscillating signal from a second lambda probe positioned downstream of the catalytic converter for the same cylinder group in order to check that the two lambda probes are correctly connected.
     


    Revendications

    1. Procédé de vérification de l'état correct des connexions de sondes lambda dans un moteur à combustion interne qui comporte un ou plusieurs groupes de cylindres (2a à 2d) et qui inclut une commande de moteur et plusieurs sondes lambda (4a à 5d) et dans lequel est associé à chaque groupe de cylindres un propre circuit de gaz d'échappement (1a à 1d) avec un catalyseur de gaz d'échappement (3a à 3d) et avec au moins une sonde lambda comportant une unité de régulation lambda (6) branchée à celle-ci,
    caractérisé en ce que

    - au moyen de la commande de moteur, l'unité de régulation lambda (6) d'un groupe de cylindres respectif (2a à 2d) est réglée avec poursuite de l'injection d'un mélange détonant au début d'une période de décélération incluant au moins le temps de réaction ou d'inversion des sondes lambda (4a à 5d) dans son état de régulation momentané dans le sens d'un fonctionnement riche ou pauvre du moteur, et/ou elle est arrêtée dans sa fonction de régulation pendant la période de décélération du fait qu'un étage d'intégration (7) de l'unité de régulation lambda (6) d'un groupe de cylindres respectif (2a à 2d) est réglé ou arrêté dans l'une de ses deux plages d'intégration dans le sens d'un fonctionnement riche ou pauvre du moteur pendant la période de décélération, et

    - au moins le signal de la sonde ou des sondes lambda associée(s) à ce groupe de cylindres respectif est analysé au plus tard à la fin de la période de décélération pour savoir s'il montre une réaction appartenant à la manipulation effectuée de la régulation lambda et affichant un état correct de la connexion de cette sonde lambda ou de ces sondes lambda au groupe de cylindres choisi.


     
    2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que simultanément avec l'arrêt de l'étage d'intégration de l'unité de régulation lambda d'un premier groupe de cylindres choisi respectif, l'étage d'intégration de l'unité de régulation lambda d'un deuxième groupe de cylindres choisi respectif est arrêté pendant la durée de décélération correspondante dans sa plage d'intégration opposée à celle de l'autre étage d'intégration, et les signaux des sondes lambda associées aux deux groupes de cylindres respectifs choisis sont analysés à la fin de la période de décélération pour savoir si leur différence de signal montre une réaction appartenant aux manipulations effectuées au niveau des deux étages d'intégration concernés et affichant un état correct de connexion des sondes lambda à leurs groupes de cylindres associés.
     
    3. Procédé selon l'une ou l'autre des revendications 1 et 2, caractérisé en ce qu'après un arrêt de la régulation lambda par l'unité de régulation lambda, le signal restant constant d'une première sonde lambda positionnée en avant d'un catalyseur de gaz d'échappement est comparé avec le signal encore oscillant d'une deuxième sonde lambda prévue en arrière du catalyseur de gaz d'échappement pour le même groupe de cylindres, afin de vérifier l'état correct de la connexion des deux sondes lambda.
     




    Zeichnung