| (19) |
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(11) |
EP 0 950 148 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.05.2003 Patentblatt 2003/19 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.06.1998 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9801/778 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9902/3379 (14.05.1999 Gazette 1999/19) |
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| (54) |
VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUR STEUERUNG DER ANTRIEBSEINHEIT EINES FAHRZEUGS
METHOD AND DEVICE FOR CONTROLLING A DRIVE UNIT OF A VEHICLE
PROCEDE ET DISPOSITIF DE COMMANDE DE L'UNITE D'ENTRAINEMENT D'UN VEHICULE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR IT SE |
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Priorität: |
03.11.1997 DE 19748355
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.10.1999 Patentblatt 1999/42 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- STEINMANN, Berthold
D-71679 Asperg (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 19 536 038
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US-A- 5 457 633
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 016, no. 545 (M-1337), 16. November 1992 & JP 04 203251
A (MITSUBISHI MOTORS CORP), 23. Juli 1992
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 098, no. 001, 30. Januar 1998 & JP 09 229170 A (NISSAN
MOTOR CO LTD), 2. September 1997
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 014, no. 164 (M-0957), 30. März 1990 & JP 02 024078
A (MITSUBISHI HEAVY IND LTD), 26. Januar 1990
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Steuerung der Antriebseinheit
eines Kraftfahrzeugs gemäß den Oberbegriffen der unabhängigen Patentansprüche.
[0002] Aus der DE-A 195 36 038 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Steuerung der
Antriebseinheit eines Kraftfahrzeugs bekannt, bei welchem ein Drehmoment der Antriebseinheit
abhängig von einem Sollwert für dieses Drehmoment gesteuert wird. Zur Sicherstellung
der Betriebssicherheit dieses Steuersystems wird ferner ein maximal zulässiges Drehmoment
der Antriebseinheit gebildet, dieses mit einem tatsächlichen Drehmoment der Antriebseinheit
verglichen und Fehlerreaktionsmaßnahmen eingeleitet, wenn das tatsächliche Drehmoment
der Antriebseinheit das maximal zulässige Drehmoment überschreitet. In einem dort
beschriebenen Ausführungsbeispiel wird das maximal zulässige Drehmoment abhängig vom
Sollmomentenwert gebildet. Dieser wiederum wird auf der Basis der Stellung eines vom
Fahrer betätigbaren Bedienelements, beispielsweise eines Fahrpedals, oder abhängig
von den von anderen Steuersystemen bzw. -funktionen vorgegebenen Solldrehmoment, beispielsweise
abhängig von einem Solldrehmoment einer Motorschleppmomentenregelung und/oder einer
Leerlaufdrehzahlregelung berechnet. Das maximal zulässige Drehmoment wird abhängig
vom Sollmomentenwert mittels einer Kennlinie oder eines Kennfeldes gebildet. Eine
Berücksichtigung von Toleranzen der Antriebseinheit, die z.B. durch innere Reibung
bedingt sind, ist nicht beschrieben. Ferner ist das zulässige Moment abhängig vom
Fahrerwunschmoment, so daß bei einem theoretisch denkbaren Fehler bei der Berechnung
dieses Moments das zulässige Moment ebenfalls fehlerhaft ist.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, Maßnahmen zur Überwachung einer Motorsteuerung auf
der Basis eines maximal zulässigen Moments anzugeben, durch welche diese Überwachung
optimiert wird.
[0004] Dies wird durch die kennzeichnenden Merkmale der unabhängigen Patentansprüche erreicht.
Vorteile der Erfindung
[0005] Die Überwachung einer Steuerung einer Antriebseinheit auf Drehmomentenbasis wird
wesentlich verbessert, weil bei der Bildung des maximal zulässigen Moments, welches
der Überwachung zugrundeliegt, Toleranzen berücksichtigt sind, auch wenn externe Eingriffe
wirken.
[0006] Durch die Heranziehung der von externen Funktionen vorgegebenen Sollmomenten bei
der Bildung des maximal zulässigen Moments wird eine von der Pedalcharakteristik unabhängige
Bildung des maximal zulässigen Moments erreicht, so daß die Momentenüberwachung unter
Berücksichtigung der Toleranzen auch dann ermöglicht ist, wenn externe Funktionen
wirken und der Fahrer das Pedal im Extremfall losgelassen hat (z.B. Fahrgeschwindigkeitsregelbetrieb,
Motorschleppmomentenregelbetrieb, etc.).
[0007] Ferner ist vorteilhaft, daß das Fahrerwunschmoment nicht in die Berechnung des zulässigen
Moments eingeht.
[0008] Weitere Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen
bzw. aus den abhängigen Patentansprüchen.
Zeichnung
[0009] Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen
näher erläutert. Dabei zeigt Figur 1 eine Übersichtsdarstellung einer Steuereinheit
zur Steuerung des Drehmoments der Antriebseinheit, während in Figur 2 ein bevorzugtes
Ausführungsbeispiel in Form eines Ablaufdiagramms zur Überwachung der Steuerung auf
Drehmomentenbasis dargestellt ist.
Beschreibung von Ausführungsbeispielen
[0010] In Figur 1 ist eine Steuervorrichtung für eine mehrzylindrige Brennkraftmaschine
10 dargestellt. Die Steuervorrichtung umfaßt ein elektronisches Steuergerät 12, welches
aus wenigstens einem Mikrocomputer 14, einer Eingabe- 16 und einer Ausgabeeinheit
18 besteht. Eingabeeinheit 16, Ausgabeeinheit 18 und der wenigstens eine Mikrocomputer
14 sind über einen Kommunikationsbus 20 zum gegenseitigen Datenaustausch miteinander
verknüpft. Der Eingabeeinheit 16 sind die Eingangsleitungen 22, 24, 28 und 30 zugeführt.
Die Leitung 22 stammt dabei von einer Meßeinrichtung 32 zur Erfassung der Pedalstellung,
die Leitung 24 von einer Meßeinrichtung 34 zur Erfassung der Motordrehzahl, die Leitung
28 von einer Meßeinrichtung 38 zur Erfassung einer die Motorlast repräsentierenden
Größe und die Leitung 30 von wenigstens einem weiteren Steuergerät 40, beispielsweise
einem Steuergerät zur Antriebsschlupfregelung, zur Getriebesteuerung, zur Motorschleppmomentenregelung,
zur Fahrgeschwindigkeitsregelung, etc.. Zur Erfassung der die Motorlast repräsentierenden
Größe sind je nach Ausführungsbeispiel Luftmassen-, Luftmengenmesser oder Drucksensoren
zur Erfassung des Saugrohrdrucks vorgesehen. Neben der dargestellten Betriebsgröße
erfaßt die Steuereinheit weitere zur Motorsteuerung wesentliche Größen wie Motortemperatur,
Fahrgeschwindigkeit, die Zeit nach Start, Ansauglufttemperatur, etc..
[0011] An der Ausgabeeinheit 18 ist eine Ausgangsleitung 42 angeschlossen, die auf eine
elektrisch betätigbare Drosselklappe 44, die im Luftansaugsystem 46 der Brennkraftmaschine
angeordnet ist, führt. Ferner sind Ausgangsleitungen 48,50, 52, 54, usw. dargestellt,
welche mit Stelleinrichtungen zur Kraftstoffzumessung in jedem Zylinder der Brennkraftmaschine
10 verbunden sind bzw. zur Einstellung des Zündwinkels in jedem Zylinder dienen.
[0012] Die im Rahmen der beschriebenen, durch Programme des Mikrocomputers realisierten
Motorsteuerung erfolgt durch Koordination des Füllungseingriffs (Lufteingriff), der
Zündwinkeleinstellung und der Veränderung der Kraftstoffzumessung (Ausblendung einzelner
Zylinder, Verschiebung des Luft-/Kraftstoffzusammensetzung) auf der Basis des Drehmoments
der Antriebseinheit. Abhängig vom Fahrerwunsch, ermittelt durch die Stellung des Pedals,
sowie entsprechenden Signalen der weiteren Steuereinheiten 40 wird ein Sollmoment
zur Steuerung der Antriebseinheit ausgewählt. Dieses Sollmoment wird in einen Sollwert
für die einzustellende Füllung, in eine Zündwinkel- und/oder eine Kraftstoffzumessungskorrektur
umgerechnet. Auf diese Weise wird das Drehmoment der Antriebseinheit dem vorgegebenen
Sollmoment angenähert.
[0013] Zur Sicherstellung der Betriebssicherheit ist ferner vorgesehen, auf der Basis von
Betriebsgrößen wie Motordrehzahl, der die Last repräsentierenden Größe, der aktuellen
Zündwinkel- und Kraftstoffzumessungseinstellung wie im eingangs genannten Stand der
Technik beschrieben das Istmoment der Antriebseinheit zu ermitteln. Ferner wird ein
maximal zulässiges Moment gebildet, mit dem Istmoment verglichen und eine Momentenreduzierung
durchgeführt, wenn das Istmoment das maximal zulässige Moment überschreitet. In einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel sind im Mikrocomputer 14 wenigstens zwei Programmebenen
vorgesehen, die voneinander getrennt arbeiten. Die beschriebene Momentenüberwachung
findet dabei in einer übergeordneten Überwachungsebene statt, während die oben dargestellte
Motorsteuerung selbst in einer sogenannten Funktionsebene berechnet wird. Ferner ist
vorgesehen, um die aufgrund des Momentenvergleichs ausgelöste Sicherheitsfunktion,
die vorzugsweise als Abschalten der Kraftstoffzufuhr realisiert ist, solange das Istmoment
das zulässige Moment überschreitet, zu vermeiden, den Sollmomentenwert zur Steuerung
des Moments der Antriebseinheit abhängig von einem maximalen Moment zu begrenzen.
Dieses maximale Moment ist in der Regel betragsmäßig kleiner als das maximal zulässige
Moment, so daß die Sicherheitsreaktion nur dann stattfindet, wenn tatsächlich ein
Fehlerzustand vorliegt.
[0014] Bei der Bestimmung des maximal zulässigen Moments wird, wie nachfolgend anhand des
Ablaufdiagramms nach Figur 2 dargestellt, auf der Basis der Fahrpedalstellung und
der Motordrehzahl aus wenigstens einem Kennfeld, in dem die wesentlichen Toleranzen
berücksichtigt sind, das maximal zulässige Moment ausgelesen. Ferner ist in einer
bevorzugten Ausführungsform ein weiteres Kennfeld vorgesehen, welches die nach Start
der Antriebseinheit insbesondere bei kalter Antriebseinheit erhöhten Toleranzen beispielsweise
infolge von Reibung berücksichtigt. Dieses maximal zulässige Moment im Nachstart wird
ebenfalls abhängig von Fahrpedalstellung und Motordrehzahl nach Maßgabe eines weiteren
Kennfeldes bestimmt. Auf dieses Kennfeld wird umgeschaltet, wenn nach Start bestimmte
Bedingungen vorliegen, beispielsweise die Temperatur des Motors, die Ansauglufttemperatur
und/oder die nach dem Start vergangene Zeit innerhalb vorgegebener Wertebereiche liegen.
[0015] Das auf diese Weise bestimmte maximal zulässige Moment wird zu der obengenannten
Momentenüberwachung und/oder zur Begrenzung des Sollmoments herangezogen. Das maximal
zulässige Moment ist dabei abhängig vom Fahrerwunsch. Sind Funktionen aktiv, die den
Fahrerwunsch ersetzen oder das Drehmoment gegenüber dem Fahrerwunsch erhöhen oder
verringern, gibt das maximal zulässige Moment, welches auf die obengenannte Weise
gebildet wird, die tatsächliche Situation der Steuerung nicht wieder. Besonders bedeutsam
ist dies bei Eingriffen, die das Moment der Antriebseinheit gegenüber dem Fahrerwunsch
erhöhen, wie beispielsweise bei einer Fahrgeschwindigkeitsregelung oder einer Motorschleppmomentenregelung.
Um auch während der Wirkungszeit solcher externer Eingriffe eine zuverlässige Momentenüberwachung
(und/oder Begrenzung) zu gewährleisten, ist vorgesehen, das auf der Basis des Fahrerwunsches
gebildete maximal zulässige Moment mit dem von den externen Eingriffen gebildeten
Sollmoment zu vergleichen. Der jeweils größere der beiden Werte wird dabei als zulässiges
Moment der Überwachung und/oder der Begrenzung zugeführt. Darüber hinaus wird ein
zusätzlicher Offsetwert gebildet, der aus einem Kennfeld abhängig vom resultierenden
zulässigen Moment und der Motordrehzahl gebildet wird. Dieser Offsetwert berücksichtigt
die je nach Betriebszustand unterschiedliche Toleranz und führt zur Veränderung des
resultierenden maximal zulässigen Moments und somit zur Berücksichtigung der vom Betriebszustand
des Motors abhängigen Toleranz.
[0016] Die entsprechende Lösung ist in Figur 2 als Ablaufdiagramm dargestellt, welches ein
im Mikrocomputer 14 ablaufendes Programm repräsentiert.
[0017] Die Momentensollwerte, die von externen Eingriffen gebildet werden, wie beispielsweise
einer Motorschleppmomentenregelung (mimsr) oder einer Fahrgeschwindigkeitsregelung
(mifgr) und die das Moment der Antriebseinheit gegenüber dem Fahrerwunsch erhöhen
können, werden einer Maximalwertauswahl 100 zugeführt. Dort wird der jeweils größere
dieser Sollmomente als Sollmoment miext der externen Eingriffe weitergeführt. Der
Sollmomentenwert für die externen Eingriffe wird dann in einer Maximalwertauswahl
102 mit dem abhängig vom Fahrerwunsch gebildeten maximal zulässigen Moment verglichen.
Der jeweils größere der beiden Momentenwerte wird als resultierendes maximal zulässiges
Moment mizul der Momentenüberwachung zugeführt. Das fahrerwunschabhängige maximal
zulässige Moment wird entweder in einem ersten Kennfeld 104 oder in einem zweiten
Kennfeld 106 bestimmt, je nachdem, welcher Betriebszustand vorliegt. Beiden Kennfeldern
wird die Fahrpedalstellung wped und die Motordrehzahl nmot zugeführt. In den beiden
Kennfeldern ist das maximal zulässige Moment über diesen beiden Eingangswerten abgelegt,
wobei die Kennfeldwerte appliziert werden. Außerhalb der Nachstartphase, welche durch
die durchgezogene Stellung des Schaltelements 108 repräsentiert ist, wird der aus
dem Kennfeld 104 ausgelesene maximal zulässige Momentenwert, während der Nachstartphase
der aus dem Kennfeld 106 ausgelesene maximal zulässige Wert der Maximalwertauswahl
102 zugeführt. Das Schaltelememt 108 wird abhängig von der Bedingung für den Nachstart
B_nachstart umgeschaltet. Die Nachstartphase liegt im bevorzugten Ausführungsbeispiel
vor, wenn eine bestimmte Zeit seit Start noch nicht abgelaufen ist, die Motortemperatur
auf eine kalte Antriebseinheit hinweist und/oder die Ansauglufttemperatur in einem
bestimmten Wertebereich liegt.
[0018] Das in der Maximalwertauswahl 102 bestimmte resultierende maximal zulässige Moment
wird in einer Verknüpfungsstelle 110 zum maximal zulässigen Moment mizul korrigiert.
Letzteres wird einem Vergleicher 112 zugeführt. Diesem wird ferner ein Istmoment miist
zugeführt, das in 114 abhängig von Eingangsgrößen wie die von der erfaßte Luftmasse
abhängige Istfüllung rl, die Motordrehzahl nmot, die aktuelle Zündwinkelund Kraftstoffzumessungseinstellung
des Motors gebildet wird. Das Istmoment miist wird im Vergleicher 112 mit dem maximal
zulässigen Moment mizul verglichen. Überschreitet es das maximal zulässige Moment,
wird insbesondere durch Abschalten der Kraftstoffzufuhr eine Sicherheitsreaktion (SKA)
ausgelöst. Die Kraftstoffzufuhr bleibt solange abgeschaltet, bis das Istmoment wieder
unter das maximal zulässige Moment fällt.
[0019] In der Verknüpfungsstelle 110 wird das resultierende maximal zulässige Moment mit
einem Momentenoffsetwert mioff korrigiert. Dieser wird in einem Kennfeld 116 abhängig
von Motordrehzahl und dem resultierenden maximal zulässigen Moment, dem Ausgangswert
der Maximalwertauswahl 102, ausgelesen. Die Kennfeldwerte sind dabei ebenfalls appliziert.
[0020] Im Kennfeld 116 sind die Toleranzwerte (z.B. durch Reibung erzeugte Toleranzen, Bauteiletoleranzen,
etc.) abgelegt, die vom Betriebszustand der Antriebseinheit abhängen. Da eine Eingangsgröße
des Kennfelds 116 das auch bei externen Eingriffen vorgegebene maximal zulässige Moment
darstellt, werden diese Toleranzwerte auch dann berücksichtigt, wenn externe Eingriffe
wirken. Der Offsetwert, der die Toleranzen beinhaltet, wird nicht abhängig von der
Fahrpedalstellung gebildet, so daß die Momentenüberwachung auch während dem Eingriff
externer Funktionen gewährleistet ist. Ferner geht das Sollmoment nicht in die Bildung
des maximal zulässigen Moments ein, so daß theoretisch auftretende Fehler bei der
Berechnung des Sollmoment nicht in die Überwachung mit eingehen.
[0021] In einem anderen Ausführungsbeispiel wird als Eingangsgröße für das Kennfeld 116
nicht das maximal zulässige Moment, das heißt ein Maß des Momentenwunsches berücksichtigt,
sondern der daraus ggf. abgeleitete Füllungswunsch, das heißt die über die Drosselklappe
einzustellende maximal zulässige Sollfüllung. Die Überwachung wird dann auch der Basis
von Füllungswerte durchgeführt. In diesem Sinne ist bei der Verwendung des Begriffs
Moment auch die Füllung als Überwachungsgröße zu verstehen.
1. Verfahren zur Steuerung der Antriebseinheit eines Fahrzeugs, wobei das Drehmoment
der Antriebseinheit abhängig von einem aus der Stellung eines vom Fahrer betätigbaren
Bedienelements abgeleiteten Fahrerwunschmoment und abhängig von wenigstens einem Sollmoment,
welches von wenigstens einer externen Funktion vorgegeben wird, die anstelle oder
zusätzlich zur Fahrervorgabe das Drehmoment beeinflusst, wobei ein maximal zulässiges
Drehmoment vorgegeben wird und bei Überschreiten dieses maximal zulässigen Werts durch
den entsprechenden Istwert eine Reduzierung des Drehmoments vorgenommen wird, dadurch gekennzeichnet, dass das maximal zulässige Moment wenigstens abhängig von der Stellung des Bedienelements
unabhängig vom Fahrerwunschmoment gebildet wird, das maximal zulässige Moment abhängig
von dem Sollmoment der wenigstens einen externen Funktion gebildet wird, wenn dieses
Sollmoment größer ist als das von der Bedienelementestellung abhängigen zulässigen
Moments.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wenigstens eine externe Funktion das Drehmoment gegenüber dem Fahrerwunsch erhöht,
wie eine Motorschleppmomentenregelung und/oder eine Fahrgeschwindigkeitsregelung.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß abhängig vom Fahrerwunsch, insbesondere der Stellung des Fahrpedals, und der Motordrehzahl
abhängig vom Betriebszustand der Antriebseinheit ein maximal zulässiges Drehmoment
vorgegeben wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der Nachstartphase ein anderes maximal zulässiges Moment vorgegeben wird als außerhalb
dieser Phase.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im maximal zulässigen Moment Toleranzen berücksichtigt sind, die als Offsetwert auf
das zulässigen Moment aufgeschaltet werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Offsetwert abhängig ist von Größen, die das Motormoment direkt beschreiben.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Offsetwert abhängig von der Drehzahl und dem resultierende maximal zulässige
Moment ist.
8. Vorrichtung zur Steuerung der Antriebseinheit eines Fahrzeugs, mit einer Steuereinheit,
welche das Drehmoment der Antriebseinheit abhängig von einem aus der Stellung eines
vom Fahrer betätigbaren Bedienelements abgeleiteten Fahrerwunschmoment und abhängig
von wenigstens einem Sollmoment, welches von wenigstens einer externen Funktion vorgegeben
wird, die Steuereinheit wenigstens einen Mikrocomputer (14) aufweist, der ein maximal
zulässiges Moment vorgibt und bei Überschreiten dieses maximal zulässige Moments durch
das Moment der Antriebseinheit das Moment der Antriebseinheit reduziert, dadurch gekennzeichnet, dass der Mikrocomputer derart ausgebildet ist, dass das maximal zulässige Moment wenigstens
abhängig von der Stellung des Bedienelements unabhängig vom Fahrerwunschmoment gebildet
wird, das maximal zulässige Moment abhängig von dem Sollmoment der wenigstens einen
externen Punktion gebildet wird, wenn dieses Sollmoment größer ist als das von der
Bedienelementestellung abhängigen zulässigen Moments.
1. Method for controlling the drive unit of a vehicle, the torque of the drive unit [lacuna]
as a function of a driver's desired torque derived from the position of an operator
control which can be activated by the driver, and as a function of at least one setpoint
torque which is predefined by at least one external function which influences the
torque instead of or in addition to the driver's prescription, a maximum permitted
torque being predefined and the torque being reduced when this maximum permitted torque
is exceeded by the corresponding actual value, characterized in that the maximum permitted torque is formed at least as a function of the position of
the operator control independently of the driver's desired torque and the maximum
permitted torque is formed as a function of the setpoint torque of the at least one
external function if said setpoint torque is greater than the permitted torque which
is dependent on the position of the operator control.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the at least one external function increases the torque with respect to the driver's
requirement in the manner of an engine torque control and/or a driving speed control.
3. Method according to one of the preceding claims, characterized in that a maximum permitted torque is predefined as a function of the driver's requirement,
in particular the position of the accelerator pedal, and of the engine speed as a
function of the operating state of the drive unit.
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that in the post-starting phase a different maximum permitted moment is predefined from
the one outside this phase.
5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that tolerances which are applied to the permitted torque as an offset value are taken
into account in the maximum permitted torque.
6. Method according to Claim 5, characterized in that the offset value is dependent on variables which directly describe the engine torque.
7. Method according to Claim 5 or 6, characterized in that the offset value is dependent on the rotational speed and the resulting maximum permitted
torque.
8. Device for controlling the drive unit of a vehicle, having a control unit which [lacuna]
the torque of the drive unit as a function of at least one driver's desired torque
derived from the position of an operator control which can be activated by the driver,
and as a function of at least one setpoint torque which is predefined by at least
one external function, the control unit has at least one microcomputer (14) which
predefines a maximum permitted torque and, when this maximum permitted torque is exceeded
by the torque of the drive unit, reduces the torque of the drive unit, characterized in that the microcomputer is embodied in such a way that the maximum permitted torque is
formed at least as a function of the position of the operator control independently
of the driver's desired torque, and the maximum permitted torque is formed as a function
of the setpoint torque of the at least one external function if this said setpoint
torque is greater than the permitted torque which is dependent on the position of
the operator control.
1. Procédé de commande de l'unité motrice d'un véhicule selon lequel on prédétermine
le couple de l'unité motrice en fonction du couple demandé par le conducteur, déduit
de l'élément de manoeuvre actionné par le conducteur et en fonction d'au moins un
couple de consigne donné par au moins une fonction externe, et qui influence le couple
à la place ou en plus de la consigne du conducteur, on prédétermine un couple maximum
autorisé et en cas de dépassement de cette valeur maximale autorisée par la valeur
réelle correspondante, on réduit le couple,
caractérisé en ce qu'
on forme le couple maximum autorisé au moins en fonction de la position de l'élément
de commande, indépendamment du couple de consigne du conducteur,
on forme le couple maximum autorisé en fonction du couple de consigne d'au moins une
fonction externe si ce couple de consigne est supérieur au couple autorisé dépendant
de la position de l'élément d'actionnement.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
au moins une fonction externe augmente le couple par rapport à la consigne du conducteur
comme par exemple la régulation du couple moteur tiré et/ou la régulation de vitesse.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
on prédétermine un couple maximum autorisé en fonction de la consigne du conducteur,
notamment de la position de la pédale d'accélérateur et du régime moteur selon l'état
de fonctionnement de l'unité motrice.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
dans la phase post-démarrage on prédétermine un couple maximum autorisé autre que
celui en dehors de cette phase.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le couple maximum autorisé tient compte de tolérances qui sont combinées au couple
autorisé comme valeurs de décalage.
6. Procédé selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
la valeur de décalage dépend de grandeurs décrivant directement le couple moteur.
7. Procédé selon l'une des revendications 5 ou 6,
caractérisé en ce que
la valeur de décalage dépend du régime moteur et du couple maximum autorisé résultant.
8. Dispositif de commande de l'unité motrice d'un véhicule comportant une unité de commande
qui prédétermine le couple moteur demandé à l'unité motrice en fonction d'un couple
de consigne déduit de la position d'un élément de manoeuvre actionné par le conducteur
et en fonction d'au moins un couple de consigne prédéterminé par au moins une fonction
externe, l'unité de commande comportant au moins un micro-ordinateur (14) qui prédétermine
le couple maximum autorisé et qui en cas de dépassement de ce couple maximum autorisé
par le couple fourni par l'unité motrice, réduit ce couple de l'unité motrice,
caractérisé en ce que
le micro-ordinateur forme le couple maximum autorisé au moins en fonction de la position
de l'élément de manoeuvre indépendamment du couple de consigne du conducteur, et le
couple maximum autorisé est formé en fonction du couple de consigne d'au moins une
fonction externe si ce couple de consigne est plus grand que le couple autorisé dépendant
de la position de l'élément de manoeuvre.

