[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder gemäß
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder dienen dazu, zwei Leiterplatten im wesentlichen
kraftfrei elektrisch und mechanisch miteinander zu verbinden; sie werden unter anderem
dazu verwendet, um eine erste Leiterplatte einfach und schonend im wesentlichen senkrecht
auf eine zweite Leiterplatte (beispielsweise eine sogenannte Rückwand-Leiterplatte)
aufstecken zu können und sie dabei elektrisch und mechanisch fest und zuverlässig
mit dieser zu verbinden.
[0003] Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder sind seit langem und in einer Vielzahl von
Auführungsformen bekannt; ein Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder der im Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 beanspruchten Art ist beispielsweise in der US-PS 3 853 379
beschrieben.
[0004] Der aus dieser Druckschrift bekannte Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder ist fest
auf einer der miteinander in Verbindung zu bringenden Leiterplatten montiert und dazu
ausgelegt, daß die andere der miteinander in Verbindung zu bringenden Leiterplatten
in diesen einsteckbar ist. Er ist so aufgebaut, daß er durch die Betätigung eines
Betätigungsgliedes in eine das Einstecken oder Entfernen einer Leiterplatte gestattende
Montagestellung, und durch das Einstecken einer Leiterplatte in die Verbindungsstellung
bringbar ist. Das Betätigungsglied ist eine Stange, die parallel neben einer Leiterplatten-Führungsvorrichtung
verläuft, mit deren Hilfe die mit dem Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder in Verbindung
zu bringende oder mit diesem verbundene Leiterplatte zu diesem hinführbar oder von
diesem wegführbar ist. Die Stange ragt mit einem Schwenkhebel über die bezüglich der
Einsteckrichtung hintere Kante derselben so weit hinaus, daß sie stets frei zugänglich
und betätigbar ist, wobei sie zusammen mit der Leiterplatten-Führungsvorrichtung fest
an der Ausnahme-Leiterplatte montiert ist.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, den Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 derart weiterzubilden, daß dessen Betätigungsglied
selbst bei einer mechanisch relativ schwachen Ausbildung desselben unter allen Umständen
zuverlässig vor Beschädigungen und Deformierungen geschützt ist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs
1 beanspruchte Merkmal gelöst.
[0007] Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0008] Das Betätigungsglied kann dadurch unmittelbar an Teilen der Leiterplatten-Führungsvorrichtung
und/oder der Leiterplatte anliegend geführt werden. Dadurch bietet das Betätigungsglied
einerseits eine geringere Angriffsfläche für externe Krafteinwirkungen auf dieses,
und andererseits wird es durch die Leiterplatten-Führungsvorrichtung und/oder die
Leiterplatte seitlich gestützt.
[0009] Die Integration des Betätigungsgliedes in die Leiterplatten-Führungsvorrichtung hat
darüber hinaus den positiven Effekt, daß das Betätigungsglied einen (Schwenk-)Mechanismus
des Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinders, der vorhanden ist, um den Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder
von der Montagestellung in die Verbindungsstellung und/oder umgekehrt zu bringen,
an einer zentral gelegenen Stelle erreicht, wodurch dieser symmetrisch ausgebildet
werden kann. Ein symmetrischer Aufbau des Schwenkmechanismus ermöglicht es, daß die
von diesem auf das Betätigungsglied ausgeübten Kräfte sich teilweise aufheben und/oder
daß asymmetrische Belastungen des Betätigungsgliedes vermieden werden, wodurch die
auf das Betätigungsglied wirkenden Kräfte oder zumindest deren negativen Begleiterscheinungen
auf ein Minimum reduzierbar sind.
[0010] Das Betätigungsglied des erfindungsgemäßen Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinders
ist daher selbst bei einer mechanisch relativ schwachen Ausbildung desselben zuverlässig
vor Beschädigungen und Deformierungen geschützt.
[0011] Dies gilt in besonderem Maße, aber erkennbar nicht ausschließlich dann, wenn das
Betätigungsglied zwischen der Leiterplatten-Führungsvorrichtung und der Leiterplatte
verläuft.
[0012] Unabhängig davon stellt das wie beansprucht ausgebildete und angeordnete Betätigungsglied
aufgrund dessen Integration in die normalerweise ohnehin vorhandene Leiterplatten-Führungsvorrichtung
anders als bisher kein Hindernis mehr für den Luftstrom zur Leiterplattenkühlung dar.
Dies ist insbesondere bei auf Rückwand-Leiterplatten aufgesteckten Leiterplatten von
erheblicher Bedeutung, denn die aufgesteckten Leiterplatten sind dort teilweise so
eng benachbart, daß eine ausreichende Kühlung ohnedies immer aufwendiger und schwieriger
wird.
[0013] Im Fall eines symmetrische Aufbaus des Schwenkmechanismus des Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinders
lassen sich sowohl die Herstellung als auch der Einbau des Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinders
erheblich vereinfachen und vereinheitlichen.
[0014] Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0015] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
- Figur 1
- eine Explosionsdarstellung einer den erfindungsgemäßen Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder
enthaltenden Anordnung,
- Figur 2
- eine perspektivische Ansicht der das Betätigungsglied enthaltenden Leiterplatten-Führungsvorrichtung,
und
- Figur 3
- die Leiterplatten-Führungsvorrichtung gemäß Figur 2 mit teilweise eingeschobener Leiterplatte.
[0016] Der nachfolgend näher beschriebene Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder ist dazu
ausgelegt, zwei im wesentlichen senkrecht zueinander anzuordnende (senkrecht aufeinanderzusteckende)
Leiterplatten elektrisch und mechanisch miteinander zu verbinden. Die Anwendung des
erfindungsgemäßen Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinders ist jedoch nicht auf solche
Anwendungen beschränkt; die Leiterplatten, die durch Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder
der beschriebenen Art verbindbar sind, können grundsätzlich beliebige Relativlagen
einnehmen.
[0017] Der im folgenden näher beschriebene Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder ist in
den Figuren mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet. Die Leiterplatten, die durch diesen
Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder 1 verbunden werden sollen, sind eine erste Leiterplatte
3 und eine zweite Leiterplatte 4, wobei die erste Leiterplatte 3 im wesentlichen senkrecht
auf die zweite Leiterplatte 4 aufsteckbar sein soll. Leiterplatten nach Art der zweiten
Leiterplatte 4 sind beispielsweise die sogenannten Rückwand-Leiterplatten; die darauf
aufsteckbaren Leiterplatten nach Art der ersten Leiterplatte 3 werden häufig ihrer
Montage entsprechend als Einsteckkarten bezeichnet.
[0018] Der Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder 1 ist unter Verwendung einer Montageplatte
2 fest auf der zweiten Leiterplatte 4 montiert. Dabei werden der Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder
1 und die zweite Leiterplatte 4 sowohl mechanisch als auch elektrisch fest und zuverlässig
miteinander verbunden.
[0019] Der Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder 1 enthält in seinem Inneren zwei (in den
Figuren verdeckte) Verbinderhälften 11 und 12, die durch einen länglichen Schlitz
13 voneinander getrennt sind. Die erste Verbinderhälfte 11 und die zweite Verbinderhälfte
12 sind (selbst im auf der zweiten Leiterplatte 4 montierten Zustand des Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinders
1) durch die Betätigung eines seitlich am Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder 1
vorgesehenen, aber vorliegend nicht näher beschriebenen Schwenkmechanismus 14 zueinander
hin und voneinander weg schwenkbar bzw. klappbar.
[0020] Durch das Auseinanderschwenken der Verbinderhälften 11 und 12 entfernen diese sich
an dem gemäß der Darstellung in der Figur 1 oberen Ende des Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinders
1, wodurch sich der Schlitz 13 verbreitert. Wenn und so lange der Schlitz 13 verbreitert
ist, kann in diesen eine erste Leiterplatte 3 eingesteckt werden. Diese Stellung des
Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinders 1 wird daher als dessen Montagestellung bezeichnet.
[0021] Durch das Zusammenschwenken der Verbinderhälften 11 und 12 bewegen sich diese an
dem gemäß der Darstellung in der Figur 1 oberen Ende des Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinders
1 aufeinander zu, wodurch der Schlitz 13 schmaler wird. Wenn und so lange der Schlitz
so verengt ist, wird die gegebenenfalls darin eingesteckte erste Leiterplatte 3 dort
mehr oder weniger fest eingeklemmt und kommt dadurch über den Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder
1 elektrisch und mechanisch mit der zweiten Leiterplatte 4 in Verbindung; die elektrische
Verbindung zwischen dem Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder 1 und der ersten Leiterplatte
3 wird dabei durch ein Andrücken von zusammen mit den Verbinderhälften 11 und 12 schwenkbaren
(in den Figuren nicht gezeigten) Kontaktfedern des Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinders
1 gegen (in den Figuren ebenfalls nicht gezeigte) Oberflächenkontakte der ersten Leiterplatte
3 bewerkstelligt.
[0022] An zwei gegenüberliegenden Seiten des Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinders 1 sind
Leiterplatten-Führungsvorrichtungen 5 vorgesehen, mit Hilfe welcher (zwischen welchen)
die erste Leiterplatte 3 definiert in oder aus dem Schlitz 13 des Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinders
1 führbar ist; in den Figuren ist nur eine der Leiterplatten-Führungsvorrichtungen
5 gezeigt. Diese, mit dem Bezugszeichen 5 bezeichnete Leiterplatten-Führungsvorrichtung
ist mittels Montageplatten 6 und 7 an dem die gezeigte Anordnung beherbergenden Gehäuse
oder Rahmen montierbar, wobei das Gehäuse bzw. der Rahmen in den Figuren nicht gezeigt
ist.
[0023] In der Leiterplatten-Führungsvorrichtung 5 ist in dem Bereich, der der durch diese
zu führenden ersten Leiterplatte 3 zugewandt ist, ein als Betätigungsglied 8 bezeichnetes
Element in dieses eingesetzt, welches zugleich als Führungselement der Leiterplatten-Führungsvorrichtung
5 und als Betätigungselement zum Betätigen des Schwenkmechanismus 14 des Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinders
1 dient; obgleich dies im vorliegend betrachteten Beispiel nicht der Fall ist, kann
jede der Leiterplatten-Führungsvorrichtungen mit einem solchen oder ähnlichen Betätigungsglied
8 ausgestattet sein.
[0024] Das Betätigungsglied 8 ist ein im wesentlichen stangenartiges Element (eine Druck-
und Ziehstange), das im Mittelteil 81, d.h. außer an seinen beiden Endabschnitten
82 und 83 einen im wesentlichen U-förmigen Querschnitt aufweist. Das Mittelteil 81
ist so bemessen, daß es in die Leiterplatten-Führungsvorrichtung 5, genauer gesagt
einen dafür vorgesehenen Freiraum 51 derselben derart eingesetzt werden kann, daß
das Betätigungsglied 8 zwar in der Längsrichtung desselben frei verschiebbar ist,
ansonsten aber ziemlich wenig Bewegungsspielraum innerhalb der Leiterplatten-Führungsvorrichtung
5 hat; die Leiterplatten-Führungsvorrichtung 5 und/oder das Betätigungsglied 8 und/oder
die Montageplatten 6, 7 sind so ausgebildet, daß das Betätigungsglied 8 gegen ein
Herausfallen und/oder ein Herausziehen aus der Leiterplatten-Führungsvorrichtung 5
gesichert ist oder werden kann.
[0025] Im in die Leiterplatten-Führungsvorrichtung 5 eingesetzten Zustand des Betätigungsgliedes
8 wird, wie insbesondere aus den Figuren 2 und 3 ersichtlich ist, durch dieses an
der der zu führenden Leiterplatte zugewandten Seite der Leiterplätten-Führungsvorrichtung
5 eine nutenartige Aussparung 84 definiert, in welcher die durch die Führungsvorrichtung
5 zu führende erste Leiterplatte 3 wie in Figur 3 veranschaulicht geführt werden kann.
Dadurch wirkt das Betätigungsglied 8 als Führungselement der Leiterplatten-Führungsvorrichtung
5.
[0026] Der im zusammengebauten Zustand dem Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder 1 zugewandte
Endabschnitt, d.h. der mit dem Bezugszeichen 82 bezeichnete Endabschnitt des Betätigungsgliedes
8 kommt beim bestimmungsgemäßen Gebrauch derart mit dem Schwenkmechanismus 14 in Eingriff,
daß durch eine Betätigung, d.h. eine Bewegung des Betätigungsgliedes 8 in Längsrichtung
ein Auf- und Zuklappen der Verbinderhälften 11 und 12 des Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinders
1 hervorgerufen wird. Der Eingriff zwischen dem Endabschnitt 82 des Betätigungsgliedes
8 und dem Schwenkmechanismus 14 ist so gestaltet, daß diese Elemente zumindest entweder
in der Montagestellung oder in der Verbindungsstellung des Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinders
1 nicht miteinander in Verbindung stehen (voneinander losgelöst sind); das Betätigungsglied
8 kann dadurch völlig unabhängig vom Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder 1 zu beliebigen
Zeitpunkten zusammen mit der Leiterplatten-Führungsvorrichtung 5 oder ohne diese in
die Anordnung eingesetzt oder aus dieser entfernt werden.
[0027] Der im zusammengebauten Zustand vom Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder 1 abgewandte
Endabschnitt, d.h. der mit dem Bezugszeichen 83 bezeichnete Endabschnitt des Betätigungsgliedes
8 ragt über eine in den Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder 1 eingesetzte Leiterplatte,
genauer gesagt über die bezüglich der Einsteckrichtung hintere Kante derselben hinaus
und ist im betrachteten Beispiel mit einem einem zweiarmigen Hebel ähnelnden Klappteil
85 versehen. Dieses vorliegend nicht näher beschriebene Klappteil 85 dient dazu, das
Verschieben des Betätigungsgliedes 8 in dessen Längsrichtung zu erleichtern und/oder
mit dem Einsetzen/Herausnehmen einer Leiterplatte (der Leiterplatte 3) zu koordinieren.
Das Verschieben des Betätigungsgliedes 8 kann jedoch auch ohne Zuhilfenahme des Klappteils
85 oder dergleichen durchgeführt werden.
[0028] Das Verschieben des Betätigungsgliedes 8, d.h. ein Hinschieben bzw. Hindrücken desselben
zum Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder 1 oder ein Wegziehen desselben vom Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder
1 muß durchgeführt werden, wenn der Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder 1 von der
Montagestellung in die Verbindungsstellung oder umgekehrt gebracht werden soll.
[0029] Wenn und so lange das Betätigungsglied 8 sich in einer vom Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder
1 weggezogenen (losgelösten) Stellung befindet, hat der Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder
1 die Montagestellung inne. In dieser Stellung kann eine Leiterplatte unter Führung
durch die Leiterplatten-Führungsvorrichtungen 5 im wesentlichen kraftfrei zwischen
die aufgeklappten Verbinderhälften 11 und 12 des Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinders
1 eingesetzt werden.
[0030] Beim einem anschließenden Hineindrücken des Betätigungsgliedes 8 zum Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder
1 hin kommt dieses mit seinem Endabschnitt 82 mit dem Schwenkmechanismus 14 in Eingriff
und bewirkt dadurch, daß der in der Montagestellung befindliche Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder
1 in die Verbindungsstellung gebracht wird. Die Verbinderhälften 11 und 12 des Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinders
1 klappen dabei zusammen und klemmen die dazwischen eingesetzte Leiterplatte zwischen
sich ein, wodurch eine feste und zuverlässige elektrische und mechanische Verbindung
mit der eingesteckten Leiterplatte zustandekommt.
[0031] Zum Entfernen der Leiterplatte aus dem Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder 1 muß
das Betätigungsglied 8 von diesem weggezogen werden. Dadurch wird der Schwenkmechanismus
14 so betätigt, daß er den Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder 1 von der Verbindungsstellung
in die Montagestellung bringt. D.h., die in der Verbindungsstellung des Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinders
1 zusammengeklappten Verbinderhälften 11 und 12 desselben klappen auf und ermöglichen
eine im wesentlichen kraftfreie Herausnahme der in den Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder
1 eingesteckten Leiterplatte aus demselben.
[0032] Das Verschieben des Betätigungsgliedes 8 durch Drücken und Ziehen an diesem stellt
eine enorme mechanische Belastung für dieses dar. Diese Belastung hat vorliegend jedoch
keine negativen Auswirkungen auf das Betätigungsglied 8, denn dieses ist hier in der
Leiterplatten-Führungsvorrichtung 5 integriert und wird von dieser ohne Behinderung
der Verschiebbarkeit in der Längsrichtung seitlich gestützt.
[0033] Als besonders vorteilhaft erweist es sich vorliegend, daß das Betätigungsglied 8
zusätzlich auch noch von der jeweils durch die Leiterplatten-Führungsvorrichtung 5
geführten Leiterplatte gestützt wird. Die zusätzliche Stützung des Betätigungsgliedes
durch die Leiterplatte ist jedoch nicht zwingend; das Betätigungsglied kann auch so
umfassend (all- oder mehrseitig gestützt) in die Führungsvorrichtung 5 integriert
werden, daß es der erwähnten zusätzlichen Stützung durch die Leiterplatte nicht bedarf.
[0034] Die fast über die gesamte Länge des Betätigungsgliedes 8 und nach mehreren oder allen
Seiten hin erfolgende seitliche Stützung desselben verhindert, daß dieses durch das
Verschieben oder sonstige äußere Einflüsse verbogen oder geknickt werden kann, und
zwar selbst dann, wenn das Betätigungsglied 8 mechanisch relativ schwach ausgebildet
ist.
[0035] Hinzu kommt, daß die beschriebene Ausbildung und Anordnung des Betätigungsgliedes
8 die Möglichkeit bietet, die auf dieses wirkenden Kräfte oder deren negative Wirkung
außerordentlich gering zu halten.
[0036] Die Integration des Betätigungsgliedes 8 in die Leiterplatten-Führungsvorrichtung
5 hat nämlich den positiven Effekt, daß das Betätigungsglied 8 den Schwenkmechanismus
14 an einer zentral gelegenen Stelle erreichen kann, wodurch dieser symmetrisch ausgebildet
werden kann. Ein symmetrischer Aufbau des Schwenkmechanismus ermöglicht es, daß die
von diesem auf das Betätigungsglied ausgeübten Kräfte, insbesondere die quer zur Verschieberichtung
des Betätigungsgliedes 8 wirkenden Kräfte einander zumindest teilweise aufheben und/oder
daß asymmetrische Belastungen des Betätigungsgliedes vermieden werden, wodurch die
auf das Betätigungsglied wirkenden Kräfte oder zumindest deren negativen Begleiterscheinungen
auf ein Minimum reduzierbar sind.
[0037] Die Integration des Betätigungsgliedes 8 in die Leiterplatten-Führungsvorrichtung
5 hat darüber hinaus den positiven Effekt, daß das Betätigungsglied 8 platzsparend
unterbringbar ist (die Leiterplatten-Führungsvorrichtung 5 muß nicht größer oder allenfalls
unwesentlich größer als bisher ausgebildet werden) und kein Hindernis für die Durchlüftung
(Kühlung) oder eine Verkleinerung der Anordnung darstellt.
[0038] Zusammenfassend kann festgestellt werden, daß der beschriebene Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder
trotz dessen vereinfachten Aufbaus den herkömmlichen Leiterplatten-Nullkraftsteckverbindern
in mehrfacher Hinsicht deutlich überlegen ist.
1. Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder mit einem Betätigungsglied (8), durch dessen
Betätigung der Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder (1; 11-14) von einer das Einstecken
oder Entfernen einer Leiterplatte (3) gestattenden Montagestellung in eine die Leiterplatte
ordnungsgemäß kontaktierende Verbindungsstellung und/oder umgekehrt bringbar ist,
wobei das Betätigungsglied in eine Leiterplatten-Führungsvorrichtung (5) integriert
ist, mit deren Hilfe die mit dem Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder in Verbindung
zu bringende oder mit diesem verbundene Leiterplatte zu diesem hinführbar oder von
diesem wegführbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Betätigungsglied (8) in der Montagestellung und/oder in der Verbindungsstellung
von einem durch das Betätigungsglied (8) zu betätigenden Schwenkmechanismus (14) des
Nullkraftsteckverbinders losgelöst ist.
2. Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Betätigungsglied (8) ein in Längsrichtung verschiebbares stangenartiges Element
ist.
3. Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Betätigungsglied (8) derart in die Leiterplatten-Führungsvorrichtung (5) integriert
ist, daß es von dieser seitlich gestützt wird.
4. Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Betätigungsglied (8) derart in die Leiterplatten-Führungsvorrichtung (5) integriert
ist, daß es zusätzlich von der durch die Leiterplatten-Führungsvorrichtung geführte
Leiterplatte gestützt (3) wird.
5. Leiterplatten-Nullkraftsteckverbinder nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß durch das Betätigungsglied (8) eine Nut (84) definiert wird, in welcher die Leiterplatte
(3) geführt werden kann.
1. A plug connector for plugging printed circuit boards with zero force, having an actuation
member (8), by the actuation of which the plug connector for plugging printed circuit
boards with zero force (1; 11 - 14) may be moved from a mounting position, enabling
a printed circuit board (3) to be inserted or removed, into a connected position in
which proper contact is made with the printed circuit board, and/or vice versa, in
which the actuation member is integrated into a printed circuit board guide means
(5) with the aid of which the printed circuit board which is to be connected or is
connected to the plug connector for plugging printed circuit boards with zero force
may be guided towards or away from the latter,
characterised in that
the actuation member (8) is, in the mounting position and/or the connected position,
uncoupled from a pivot mechanism (14), to be actuated by the actuation member (8),
of the plug connector for plugging with zero force.
2. A plug connector for plugging printed circuit boards with zero force according to
Claim 1, characterised in that the actuation member (8) is a rod-like element which is displaceable in the longitudinal
direction.
3. A plug connector for plugging printed circuit boards with zero force according to
Claim 1 or 2, characterised in that the actuation member (8) is integrated into the printed circuit board guide means
(5) such that it is laterally supported thereby.
4. A plug connector for plugging printed circuit boards with zero force according to
Claim 3, characterised in that the actuation member (8) is integrated into the printed circuit board guide means
(5) such that it is additionally supported by the printed circuit board (3) guided
by the printed circuit board guide means.
5. A plug connector for plugging printed circuit boards with zero force according to
Claim 4, characterised in that the actuation member (8) defines a groove (84) in which the printed circuit board
(3) can be guided.
1. Connecteur à force d'insertion nulle pour une carte de circuits imprimés, comportant
un élément d'actionnement (8), dont l'actionnement permet de déplacer le connecteur
à force d'insertion nulle de la carte de circuits imprimés (1; 11-14) d'une position
de montage, permettant l'insertion ou le retrait d'une carte de circuits imprimés
(3), dans une position de raccordement contactant la carte de circuits imprimés de
façon appropriée et/ou inversement, l'élément d'actionnement étant intégré dans un
dispositif de guidage de la carte de circuits imprimés (5), permettant de rapprocher
ou d'écarter la carte de circuits imprimés devant être raccordée au connecteur à force
d'insertion nulle de la carte de circuits imprimés ou étant raccordée à celui-ci,
caractérisé en ce que
l'élément d'actionnement (8) est dégagé dans la position de montage et/ou dans
la position de raccordement d'un mécanisme de basculement (14) du connecteur à force
d'insertion nulle destiné à être actionnée par l'élément d'actionnement (8).
2. Connecteur à force d'insertion nulle pour une carte de circuits imprimés selon la
revendication 1, caractérisé en ce que l'élément d'actionnement (8) est constitué par un élément en forme de barre pouvant
être déplacé dans la direction longitudinale.
3. Connecteur à force d'insertion nulle pour une carte de circuits imprimés selon les
revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que l'élément d'actionnement (8) est intégré dans le dispositif de guidage de la carte
de circuits imprimés (5) de sorte à être supporté latéralement par celui-ci.
4. Connecteur à force d'insertion nulle pour une carte de circuits imprimés selon la
revendication 3, caractérisé en ce que l'élément d'actionnement (8) est intégré dans le dispositif de guidage de la carte
de circuits imprimés (5) de sorte à être supporté en plus par la carte de circuits
imprimés (3) guidée par le dispositif de guidage de la carte de circuits imprimés.
5. Connecteur à force d'insertion nulle pour une carte de circuits imprimés selon la
revendication 4, caractérisé en ce que l'élément d'actionnement (8) définit une rainure (84) dans laquelle la carte de circuits
imprimés (3) peut être guidée.