[0001] Die Erfindung betrifft eine Schiebernadel, insbesondere zum Einsatz in maschenbildenden
Textilmaschinen.
[0002] Für Strickmaschinen und ähnliche maschenbildende Textilmaschinen sind Schiebernadeln
in Gebrauch, deren Haken über einen Schieber geschlossen werden kann. Der Schieber
ist dabei so geführt und gesondert gesteuert, dass er auf den Haken zu und von diesem
weg bewegt werden kann. Auf diese Weise können Fäden sicher in dem Haken eingeschlossen
werden. Außerdem kann der Schieber den Haken schließen, so dass die Masche über den
Haken gleiten kann. Diesen Vorgang nennt man Abschlagen. Wird der Schieber über den
Haken hinaus geschoben, können auf den Schieber übertragene Maschen von anderen Nadeln
übernommen werden. Dieser Vorgang wird Umhängen genannt.
[0003] Maschenbildende Textilmaschinen müssen die gewünschten Maschen mit höchster Zuverlässigkeit
ausbilden. Treten auch nur vereinzelt Fehlfunktionen auf, ist die Qualität der hergestellten
Textilien sofort unzulässig beeinträchtigt. Andererseits muss die Maschenbildung mit
hoher Geschwindigkeit ablaufen, um textile Flächengebilde rationell herstellen zu
können. Der Maschenbildungsprozess darf dabei trotz hoher Geschwindigkeit möglichst
nicht durch Störeinflüsse beeinträchtigt werden, wie sie infolge wechselnder Fadenzugkräfte,
bspw. infolge von gewünschten Mustern, ungleichmäßigen Fadendicken oder anderen Einflüssen
herrühren können.
[0004] Schließlich sollen die Schiebernadeln einem möglichst geringen Verschleiß unterliegen,
d.h. auf Dauer zuverlässig arbeiten. Auf diese Weise wird angestrebt, Wartungsund
Stillstandszeiten auf ein nicht zu großes Maß einzugrenzen.
[0005] Aus der US-PS 1.673.634 ist eine Schiebernadel mit einem geteilten Schieber bekannt.
Der Schieber ist aus zwei federnden dünnen Blechen aufgebaut, die miteinander verbunden
sind. Sie sind längs verschiebbar in einem in dem Schaft der Nadel vorgesehenen Schieberschlitz
angeordnet. Der Schieberschlitz beginnt in der Nähe des Hakens. Die beiden aus dem
Schieberschlitz ragenden freien Enden des Schiebers definieren einen Trichter, der,
wenn der Schieber auf den Haken hin geschoben wird, die Spitze des Hakens aufnimmt.
Dazu sind die beiden freien Enden der den Schieber bildenden Schenkel etwas voneinander
weg gebogen. Außerdem sind sie so aufgebaut, dass sie dazu neigen, etwas voneinander
weg zu federn, wenn sie aus dem Schieberschlitz herauskommen.
[0006] Es ist Aufgabe der Erfindung, die Betriebssicherheit einer Schiebernadel zu verbessern.
[0007] Diese Aufgabe wird mit einer Schiebernadel gelöst, die die Merkmale des Patentanspruchs
1 aufweist.
[0008] Die erfindungsgemäße Schiebernadel weist einen geteilten bzw. geschlitzten Schieber
auf. Dieser Schieber wird üblicherweise durch zwei oder mehrere Schieberteile gebildet.
Es sind auch Ausführungsformen möglich, bei denen dieser Schieber aus einem geschlitzten
Teil gebildet wird.
[0009] Die durch einen Spalt getrennten Schiebeteile oder Bereiche des Schiebers sind in
eingebautem Zustand voneinander weg federnd vorgespannt. Dabei federn nicht nur die
den Trichter bildenden Schenkel, sondern darüber hinaus auch sich an den Trichter
anschließende Teile oder Bereiche. Dies wird durch eine federnde seitliche Ausbauchung
der Schieberteile erreicht, die an anderer Stelle fest miteinander verbunden oder
miteinander einstückig ausgebildet sein können. In dem sich an den Trichter anschließenden
Bereich sind sie jedoch nicht miteinander verbunden, um voneinander weg frei zu federn.
Die Krümmung der beiden Schieberteile ist dabei so beschaffen, dass die sich unmittelbar
an den Trichter des Schiebers anschließenden Bereiche der beiden Schieberteile an
den Flanken des Schieberschlitzes anliegen. Die sich ergebende rechte und linke Anlagestelle
bilden Führungs- oder Lagerstellen für den Schieber und zentrieren diesen.
[0010] Die Führungs- und Lagerstellen sind durch die entsprechende Biegung der Schieberteile
sehr nahe zu dem freien Ende des Schiebers angeordnet. Ist der Schieber in Schließstellung,
dann befinden sich die Bereiche des Schiebers, die die Anlagestellen bilden, im Bereich
des Anfangs des Schieberschlitz. Sie sind so angeordnet, dass sie, wenn der Schieber
in die Umhängestellung, d.h. über den Haken hinaus, geschoben wird, wenigstens abschnittsweise
aus dem Schieberschlitz heraus kommen. Bei einer Ausführungsform erreichen die Bereiche
des Schiebers, die die Anlagestellen bilden, den Schlitzanfang bereits dann, wenn
der Schieber in Abschlagstellung steht. Bevorzugterweise erreichen diese Bereiche
den Schlitzanfang jedoch schon in Schließstellung des Schiebers.
[0011] Durch die spezielle Biegung der Schieberteile wird ein kleiner Abstand zwischen den
Anlagestelle und dem freien Ende des Schiebers erzielt. Dies ermöglicht eine präzise
Führung des freien Endes des Schiebers und somit die Ausbildung eines sehr engen Trichters.
Die präzise Führung des Schiebers an oder in der Schiebernadel ermöglicht ein sicheres
Einfinden der Hakenspitze in den Trichter, auch wenn dessen Maulweite sehr gering
ist. Auch bei seitlich an den freien Enden des Schiebers angreifenden Kräften, bspw.
durch seitlich wirkenden Fadenzug, werden die den Trichter festlegenden Schenkel des
Schiebers nicht so weit ausgelenkt, dass sie beim Schließen des Hakens an der Hakenspitze
anstoßen würden, was verschleißmindernd wirkt.
[0012] Außerdem ermöglicht der enge Trichter das sichere Gleiten der Maschen über den Haken
beim Abschlagen, was wie das sichere öffnen und Schließen des Schiebers der Funktionssicherheit
dient.
[0013] Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus der möglichen Verkleinerung des Trichters durch
die Verbesserung der Führung des Schiebers in dem Schieberschlitz. Ein kleinerer Trichter
gestattet einen reibungsarmen Lauf des Schiebers in dem Schieberschlitz, insbesondere
wenn der Trichter beim Rückziehen des Schiebers in den Schieberschlitz eintritt. Dies
wiederum ermöglicht es, den Schieberschlitz relativ eng auszulegen, d.h. das zwischen
dem Schieber und dem Kanal vorhandene Spiel zu minimieren. Ein geringes Spiel erhöht
wiederum die Positioniersicherheit und somit die Funktionssicherheit der Schiebernadel.
[0014] Durch die erfindungsgemäße Biegung der Schieberteile wird der Schieber in dem Schieberschlitz
zentriert, d.h. mittig geführt. Der Schieber steht mit seinen beiden Schieberteilen
mit beiden Flanken des Schieberschlitzes in Anlage. Die Anlage ist lokalisiert und
definiert eingestellt. Bei der hin- und her gehenden Bewegung des Schiebers während
der Arbeit der Schiebernadel werden somit beide Flanken des Schieberschlitzes fortwährend
abgestreift. Schmutzanlagerungen werden vermieden und der Schieberschlitz wird saubergehalten.
Auch dies kommt der Funktionssicherheit der Schiebernadel zugute.
[0015] Die beiden Schieberteile sind vorzugsweise symmetrisch zueinander ausgebildet und
liegen am Ende oder Grund des Trichters aneinander an. Dies führt dazu, dass die sich
anschließenden ausgebauchten Abschnitte der Schieberteile gewissermaßen doppelt aneinander
abstützen, nämlich am Ende des Trichters und an einer tiefer im Schieberschlitz liegenden
Stelle. Es werden dadurch ausreichende Federkräfte auch mit geringen Anfangsbiegungen
der Schieberteile erreicht. Außerdem können die Schieberteile sehr dünn ausgebildet
werden.
[0016] Die gewünschte seitliche Ausbiegung der Schieberteile kann bedarfsweise durch eine
einzige Biegung erreicht werden, die nahe an dem Trichter angeordnet ist. Die Biegestelle
bestimmt in etwa die Führungs- und Lagerstelle am Anfang des Schieberschlitzes. Bei
einer weiter verbesserten Ausführungsform sind an jedem Schieberteil jedoch zwei Biegestellen
vorgesehen, die in einem gewissen Abstand zueinander angeordnet sind. Es bildet sich
somit eine seitliche Ausbauchung mit einer Abflachung an dem Schieberteil aus. Die
Berührung zwischen dem Schieberteil und der Flanke des Schieberschlitzes wird dadurch
eher flächenhaft, wodurch der Verschleiß des Schiebers durch Materialabrieb vermindert
wird.
[0017] Ein weiterer Vorteil der Ausführungsform mit zwei Biegestellen zur Ausbildung der
erfindungsgemäßen Ausbiegung liegt darin, dass der Schieber über den Haken hinaus
in eine Umhängestellung (Maschenübergabe) geschoben werden kann, ohne dass die beiden
Schieberteile dabei zu weit voneinander weg gespreizt werden.
[0018] Die Führung des aus dem Schieberschlitz herausragenden Schiebertelis erfolgt vorzugsweise
in allen Stellungen des Schiebers, d.h. sowohl in Offenstellung als auch in Schließstellung,
Abschlagsstellung bzw. Geschlossenstellung oder in Umhängestellung im Wesentlichen
am Anfang des Schieberschlitzes. Auf diese Weise wird die Länge des über die Lagerstelle
frei hinausragenden Teils des Schiebers minimiert, was eine verbesserte Präzision
und somit erhöhte Funktionssicherheit ermöglicht.
[0019] Bei vorteilhaften Ausführungsformen der Erfindung ist der Schieberschlitz eng und
beträgt weniger als die 3-fache Materialstärke eines der Schieberteile. Die seitlich
mögliche federnde Auslenkung des Trichters, welcher durch die beiden Schieberteile
gebildet wird, wird dadurch klein gehalten.
[0020] Vorteilhafte Einzelheiten von Ausführungsformen und Weiterbildungen der Erfindung
sind.Gegenstand von Unteransprüchen und/oder der Zeichnung und/oder der zugehörigen
Beschreibung zu entnehmen. In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung
veranschaulicht. Es zeigen:
Fig. 1 die erfindungsgemäße Schiebernadel mit Schieber, in schematisierter und ausschnittsweiser
perspektivischer Darstellung,
Fig. 2 die Schiebernadel nach Figur 1, in einer Draufsicht mit Schieber in Umhängestellung,
Fig. 3 die Schiebernadel nach den Figuren 1 und 2, in Schließstellung, in einer schematisierten
und ausschnittsweisen Draufsicht,
Fig. 4 die Schiebernadel nach den Figuren 1, 2 und 3, in Abschlagstellung, in einer
schematisierten und ausschnittsweisen Draufsicht,
Fig. 5 die Schiebernadeln nach den Figuren 1 bis 4, in Rückzugstellung, in einer schematisierten
und ausschnittsweisen Draufsicht,
Fig. 6 den Schieber der Schiebernadeln nach den Figuren 1 bis 5, in entspanntem Zustand,
in schematisierter ausschnittsweiser Draufsicht,
Fig. 7 einen Teil des Schiebers nach Figur 6, in einem anderen Maßstab, in einer schematisierten
Draufsicht,
Fig. 8 eine abgewandelte Ausführungsform der Schiebernadel, in Schließstellung, in
einer schematisierten ausschnittsweisen Draufsicht,
Fig. 9 die Schiebernadel nach Figur 8, in Abschlagstellung, in einer schematisierten
und ausschnittsweisen Draufsicht,
Fig. 10 die Schiebernadel nach den Figuren 8 und 9, in Umhängestellung in einer schematisierten
Draufsicht,
Fig. 11 die Schiebernadel nach den Figuren 8 bis 10, in Rückzugstellung in einer schematisierten
Draufsicht,
Fig. 12 den Schieber der Schiebernadel nach den Figuren 8 bis 11, in einer schematisierten
und ausschnittsweisen Draufsicht, und
Fig. 13 einen Teil des Schiebers nach Figur 12, in einem anderen Maßstab in einer
schematisierten Draufsicht.
[0021] In Figur 1 ist eine Schiebernadel 1 veranschaulicht, die einen Schaft 2 mit einem
endseitig daran ausgebildeten Haken 4 aufweist. Der in einer leicht verrundeten Spitze
5 auslaufende Haken 4 verjüngt sich dabei, wie insbesondere auch aus Figur 2 hervorgeht.
Die Spitze 5 ist dabei in der Regel auf einer Symmetrieebene des Schafts 2 angeordnet.
Die Schiebernadel 1 kann bedarfsweise auch seitlich gekröpft, abgewinkelt oder gebogen
sein.
[0022] Der Schaft 2 enthält einen Schieberschlitz 6, der von zwei Schlitzwänden 7, 8 begrenzt
wird. Die Schlitzwände 7, 8 weisen im Abstand parallel zueinander verlaufende, plan
ausgebildete Innenflächen 9, 10 auf, die die Flanken des Schieberschlitzes 6 bilden.
Der Schieberschlitz 6 läuft an seiner dem Haken 4 zugewandten Seite flach aus, indem
sich die Höhe der Schlitzwände 7, 8 bis auf Null vermindert. Der Schlitzanfang 11
befindet sich in dem Bereich, in dem die Schlitzwände 7, 8 eine zur Führung eines
in dem Schieberschlitz 6 angeordneten Schiebers 12 ausreichende Höhe erreicht haben.
Diese Höhe ist spätestens an einer Übergangsstelle 14 erreicht, von der ausgehend
die Höhe der Schlitzwände 7, 8 entlang des Schafts 2 zunächst unverändert bleibt.
Ist eine zur Führung des Schiebers 12 ausreichende Höhe bereits früher erreicht, kann
diese Stelle als Anfang 11 des Schieberschlitzes 6 angesehen werden.
[0023] Der Schieber ist, wie bereits aus Figur 1 hervorgeht, aus zwei Schieberteilen 35,
15 gebildet, die bezüglich der Symmetrieebene des Schafts 2 zueinander symmetrisch
ausgebildet sind. Sie sind in Figur 6 gesondert veranschaulicht, wobei der oder das
Schieberteil 35 nochmals in Figur 7 dargestellt ist. Wegen der Symmetrie der beiden
Schieberteile 35, 15 gilt die nachfolgende Beschreibung des Schieberteils 35 entsprechend
für den oder das Schieberteil 15.
[0024] An seinem freien Ende 16 ist das Schieberteil 35 von außen gesehen konkav gewölbt,
wobei die Biegung etwa einem Kreisbogen folgt. Auf diese Weise bilden die Schieberteile
35, 15 endseitig einen offenen, von zwei Schenkeln 19, 20 begrenzten Trichter 17,
der, wie Figur 1 oder 3 veranschaulicht, der Spitze 5 des Hakens 4 zugewandt und dafür
eingerichtet ist, den Haken 4 oder zumindest seine Spitze 5 aufzunehmen. Die den Trichter
17 festlegenden Abschnitte oder Schenkel 19, 20 der Schieberteile 35, 15 liegen an
einer Kontaktstelle 18 aneinander an. Von hier ausgehend erstrecken sich die Schenkel
19, 20 der beiden Schieberteile 35, 15 voneinander weg bis zu einer Trichteröffnungsweite,
die etwa dem Durchmesser der Spitze 5 des Hakens 4 entspricht. Dies ist insbesondere
aus Figur 3 mit Darstellung der Schließstellung der Schiebernadel 1 ersichtlich, bei
der die freien Enden der Schenkel 19, 20 unmittelbar an bzw. vor der Spitze 5 stehen.
[0025] Von der Kontaktstelle 18 ausgehend und von dem Trichter 17 weg führt die etwa kreisförmige
Biegung der Schieberteile 35, 15 wieder zur Entfernung der Schieberteile 35, 15 voneinander
weg. Die kreisbogenförmige Biegung setzt sich bis zu einer ersten Biegestelle 22 fort.
Ein sich hier anschließender Abschnitt 23 des Schieberteils 35 ist im Wesentlichen
gerade und flach. Der Abschnitt 23 schließt mit dem benachbarten Bereich des freien
Endes 16 einen stumpfen Winkel ein. Der Übergang kann als scharfe Biegelinie oder
auch als eher sanft gekrümmter Bereich ausgebildet sein.
[0026] Weiter von dem freien Ende 16 abliegend, schließt sich an den geraden Abschnitt 23
über eine Biegestelle 24 ein weiterer, wiederum ungebogener Bereich 25 des Schieberteils
35 an. Der Abschnitt 23 und der Bereich 25 schließen miteinander einen stumpfen Winkel
ein. Vorzugsweise ist dieser Winkel etwas größer als der Winkel an der Biegestelle
22. In entspanntem Zustand (Fig. 6) haben die Schieberteile 35, 15 die größte Entfernung
voneinander vorzugsweise an der Biegestelle 24. Auch an der Biegestelle 22 ist jedoch
der Abstand zwischen den Außenseiten der Schieberteile 35, 15 größer als die Breite
des Schieberschlitz 6. Die Schieberteile 35, 15 federn auf Grund der Biegung in einem
sich an den Trichter 17 und die Kontaktstelle 18 anschließenden Bereich voneinander
weg und im Trichterbereich aufeinander zu.
[0027] Wird der aus den beiden Schieberteilen 35, 15 bestehende Schieber 12 in den Schieberschlitz
6 der Schiebernadel 1 eingesetzt, federn die Schieberteile 35, 15 im Bereich 23 etwas
zusammen. Wie aus Figur 3 ersichtlich, liegen die Schieberteile 35, 15 unmittelbar
im Anschluss an den Anfang 11 des Schieberschlitz 6 an den Flanken 9, 10 des Schieberschlitz
6 an. Die Anlage ist dabei flächenhaft und vorzugsweise auf einem vorderen Bereich
(z.B. den Abschnitt 23) des Schiebers 12 beschränkt. Der Schieber 12 wird dadurch
in dem Schieberschlitz 6 zentriert. Wie aus Figur 3 hervorgeht, steht der Trichter
17 mittig vor der Spitze 5.
[0028] Die insoweit beschriebene Schiebernadel 1 arbeitet wie folgt:
[0029] Während des Betriebs einer maschenbildenden Maschine, in der die Schiebernadel 1
verwendet wird, wird die Schiebernadel 1 entlang ihrer Längsachse bewegt. Darauf abgestimmt
wird der Schieber 12 längs bewegt, d.h. in dem Schieberschlitz 6 verschoben. Aus der
in Figur 3 veranschaulichten Schließstellung heraus wird er bspw. in die Abschlagstellung
gemäß Figur 4 verschoben. Der Schieber 12 hält sich dabei in dem Schieberschlitz 6
zentriert und die Schenkel 19, 20 des Trichters 17 fahren seitlich über die Spitze
5 und schließen somit den Haken 4. Aufgrund der geringen öffnungsweite des Trichters
17 liegen die Schenkel 19, 20 dicht an dem Haken 4 an und stehen seitlich von diesen
kaum ab. Es ergibt sich eine glatte Außenkontur, über die Maschen leicht gleiten können
bzw. abgeschlagen werden.
[0030] Durch weiteres Vorschieben des Schiebers 12 in Bezug auf den Haken 4, kann die Schiebernadel
1 in Umhängestellung überführt werden, wie sie in Figur 2 veranschaulicht ist. Die
Schieberteile 35, 15 fahren dabei seitlich an dem Haken 4 vorbei und werden dabei
aufgespreizt. Aufgrund der durch die Biegestellen 22, 24 vorgegebenen Biegung erstrecken
sich die über den Haken 4 hinausragenden Bereiche 23 der Schieberteile 35, 15 etwa
parallel zueinander von dem Haken 4 weg. Die Führung des Schiebers 12 ist durch das
Zusammenspiel von Anlagepunkten an dem Anfang 11 des Schieberschlitzes 6 und der seitlichen
Anlage der Schieberteile 35, 15 an dem Haken 4 gegeben.
[0031] Zusätzlich kann der Schieber 12 in die in Fig. 5 veranschaulichte Rückzugstellung
verschoben werden. Die Schenkel 19, 20 treten dabei in den Schieberschlitz 6 ein.
Wegen der geringen Öffnungsweite des Trichters 17, die den Abstand der Schieberteile
35, 15 an der Biegestelle 22 nicht oder nur geringfügig übersteigt, ist die Reibung
der Enden der Schenkel 19, 20 an den Flanken 9, 10 gering. Dies wirkt verschleißmindernd
und dadurch läuft der Schieber leicht in dem Schieberschlitz.
[0032] Eine abgewandelte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schiebernadel 1 ist in den
Figuren 8 bis 13 veranschaulicht. Soweit gleiche oder funktionsgleiche Teile vorhanden
sind, werden die Bezugszeichen der vorstehenden Beschreibung ohne gesonderte Erläuterung
verwendet. Wegen der Bau- und Funktionsbeschreibung wird auf die vorstehenden Ausführungen
verwiesen.
[0033] Der Unterschied der in Figur 8 veranschaulichten Schiebernadel 1 zu der vorstehend
beschriebenen liegt in dem Schieber 12. Seine Schieberteile 35, 15 weisen lediglich
die Biegestelle 22, nicht aber die Biegestelle 24 auf. Ausgehend von der Biegestelle
22 erstrecken sich die Schieberteile 35, 15 (wie für das Schieberteil 35 insbesondere
aus Figur 13 hervorgeht) in entspanntem Zustand gerade weg. Jedoch führt auch dies
zu einer Anlage der Schieberteile 35, 15 an den Flanken 9, 10 der Schlitzwände 7,
8 in Nachbarschaft zu dem oder in unmittelbarer Nähe von dem Anfang 11 des Schieberschlitzes.
Der Schieber 12 wird dadurch zentriert und das Spiel zwischen dem Schieber 12 und
den Flanken 9, 10 des Schlitzkanals 6 wird hier wie auch bei der vorstehend beschriebenen
Ausführungsform kompensiert. Das Spiel stellt sich als Abstand 30 zwischen den Schieberteilen
35, 15 ein.
[0034] Auch bei dieser Ausführungsform der Schiebernadel 1 weist der zwischen den Schenkeln
19, 20 definierte Trichter 17 eine Weite auf, die kaum oder nicht größer ist als der
Durchmesser der Spitze 5 des Hakens 4. Wird der Schieber 12 aus seiner in Figur 8
veranschaulichten Schließstellung in die Abschlagstellung nach Figur 9 geschoben,
finden die Schenkel 19, 20 über die Spitze 5, ohne mit dieser zu kollidieren. Dies
wird dadurch erreicht, dass der Schieber 12 über die Lagerstellen, bei denen die Schieberteile
35, 15 an den Flanken 9, 10 anliegen, zentriert ist. Der geringe Abstand zwischen
der Lagerstelle 14 und der Spitze 5 des Hakens 4 gewährleistet die Zentrierung.
[0035] Durch weiteres Vorschieben des Schiebers kann die in Figur 10 veranschaulichte Umhängestellung
eingenommen werden. Durch die fehlende zweite Biegestelle 24 schließen die über den
Haken 4 hinausragenden Enden der Schieberteile 35, 15 miteinander einen spitzen Winkel
ein.
[0036] Die öffnungsweite des Trichters 17 ist wesentlich geringer als bei bisher verwendeten
Schiebernadeln mit geteiltem bzw. geschlitztem Schiebern. Deshalb muß der Trichter
beim Einzug in den Schieberschlitz wesentlich weniger zusammengedrückt werden. Dadurch
tritt der Trichter 17 mit geringer Reibung leicht in den Schieberschlitz 6 ein.
[0037] Eine Schiebernadel 1 weist einen aus zwei federnden Schieberteilen 35, 15 gebildeten
geteilten Schieber 12 auf, der in einem Schieberschlitz 6 der Schiebernadel 1 verschiebbar
gelagert ist. Die Schieberteile 35, 15 sind voneinander weg gewölbt oder gebogen,
wobei die Wölbung nahe an dem freien Ende des Schiebers angeordnet ist. Der Abstand
zwischen einem Ende des Schieberteils 35 oder 15 bis zu einer ersten Biegestelle 22
stimmt dabei etwa mit dem Abstand zwischen der Spitze 5 des Hakens 4 und dem Anfang
11 des Schieberschlitzes 6 überein. Dadurch wird es möglich, den Abstand zwischen
voneinander weg gebogenen Schenkeln 19, 20 der Schieberteile 35, 15, die einen Trichter
17 zur Aufnahme der Spitze 5 des Hakens 4 bilden sollen, sehr gering zu halten. Sowohl
die durch die spezielle Biegung verbesserte Führung des Schiebers 12 als auch die
lediglich geringere Aufweitung des Trichters 17 erhöhen die Funktionssicherheit und
Lebensdauer der Schiebernadel 1.
1. Schiebernadel (1) für maschenbildende Textilmaschinen,
mit einem Nadelkörper, dessen Schaft (2) an einem Ende einen eine Spitze (5) aufweisenden
Haken (4) trägt und einen Schieberschlitz (6) aufweist, der der offenen Seite des
Hakens (4) gegenüberliegend beginnt, zwei zueinander parallele Flanken (9, 10) aufweist
und sich von dem Haken (4) weg erstreckt,
mit einem Schieber (12), der wenigstens zwei Schieberteile (35, 15) aufweist und in
dem Schieberschlitz (6) längs verschiebbar angeordnet ist und der sich in einer Schließstellung
mit seinem freien Ende in unmittelbarer Nachbarschaft zu der Spitze (5) des Hakens
(4) befindet,
wobei die Schieberteile (35, 15) mit ihren freien, auf den Haken (4) zu weisenden
Schenkeln (19, 20) voneinander weg gebogen sind, um einen auf den Haken (4) hin geöffneten
Trichter (17) zu bilden,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schieberteile (35, 15) im Anschluss an den Trichter (17) voneinander weg gebogen
sind, so dass die Schieberteile (35, 15) bereichsweise an den Flanken (9, 10) des
Schieberschlitz (6) in Anlagestellen federnd anliegen, wobei die Ausbiegung derart
bemessen ist, dass sich die Anlagestellen in der Nähe des Anfangs (11) des Schieberschlitz
(6) befinden, wenn der Schieber (12) in Schließstellung überführt ist.
2. Schiebernadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schieberteile (35, 15) zueinander symmetrisch ausgebildet sind und am Ende des
Trichters (17) aneinander anliegen.
3. Schiebernadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegung des jeweiligen Schieberteils (35, 15) durch wenigstens eine Biegestelle
(22) gebildet ist, bei der benachbarte Bereiche des Schieberteils (35, 15) miteinander
einen stumpfen Winkel einschließen.
4. Schiebernadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegung des jeweiligen Schieberteils durch nur eine Biegestelle (22) gebildet
ist, bei der benachbarte Bereiche des Schieberteils (35, 15) miteinander einen stumpfen
Winkel einschließen.
5. Schiebernadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegung des jeweiligen Schieberteils durch nur zwei Biegestellen (22, 24) gebildet
ist, bei der benachbarte Bereiche des Schieberteils (35, 15) miteinander einen stumpfen
Winkel einschließen.
6. Schiebernadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (12) in eine Abschlagstellung überführbar ist, in der die den Trichter
(17) bildenden Schenkel (19, 20) des Schiebers (12) über die Spitze (5) des Hakens
(4) geschoben sind.
7. Schiebernadel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlagestelle des Schiebers (12) in Abschlagstellung an dem Anfang (11) des Schieberschlitz
(6) liegt.
8. Schiebernadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hakenspitze (5) etwas verrundet ist und dass der von dem Schieber (12) gebildete
Trichter (17) eine öffnungsweite aufweist, die im Wesentlichen so groß ist, wie ein
von der Spitze (5) festgelegter Rundungsdurchmesser.
9. Schiebernadel nach Anspruch 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (12) in eine Umhängestellung überführbar ist, in der sich die beiden
Schieberteile (35, 15) seitlich an dem Haken (4) vorbei über diesen hinaus erstrecken,
und dass die Biegung der Schieberteile (35, 15) derart getroffen ist, dass die Schieberteile
(35, 15) im Wesentlichen parallel zueinander über den Haken (4) hinaus ragen.
10. Schiebernadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bereiche der Schieberteile (35, 15) des Schiebers (12), die in Schließstellung
die Anlagestellen bilden, sich außerhalb des Schieberschlitz (6) befinden, wenn der
Schieber (12) in Umhängestellung überführt ist.
1. Compound needle (1) for loop-forming textile machines,
with a needle body, the blade (2) of which bears a hook (4) with a point (5) at one
end and has a slider slot (6) beginning opposite the open side of the hook (4), has
two parallel flanks (9, 10) and extends away from the hook (4),
with a slider (12), which has at least two slider parts (35, 15) and is disposed to
be longitudinally displaceable in the slider slot (6) and which is located in a closed
position with its free end in direct proximity to the point (5) of the hook (4),
wherein the slider parts (35, 15) are bent away from one another at their free legs
(19, 20) pointing towards the hook (4) in order to form a funnel (17) open towards
the hook (4),
characterised in that the slider parts (35, 15) adjoining the funnel (17) are bent away from one another
so that in some regions the slider parts (35, 15) resiliently abut against the flanks
(9, 10) of the slider slot (6) at abutment points, wherein the bent-out section is
dimensioned such that the abutment points are located in the vicinity of the beginning
(11) of the slider slot (6) when the slider (12) is moved into the closed position.
2. Compound needle according to Claim 1, characterised in that the slider parts (35, 15) are constructed symmetrically to one another and abut against
one another at the end of the funnel (17).
3. Compound needle according to Claim 1, characterised in that the bend of the respective slider part (35, 15) is formed by at least one bending
point (22), at which adjacent regions of the slider part (35, 15) enclose an obtuse
angle with one another.
4. Compound needle according to Claim 1, characterised in that the bend of the respective slider part is formed by only one bending point (22),
at which adjacent regions of the slider part (35, 15) enclose an obtuse angle with
one another.
5. Compound needle according to Claim 1, characterised in that the bend of the respective slider part is formed by only two bending points (22,
24), at which adjacent regions of the slider part (35, 15) enclose an obtuse angle
with one another.
6. Compound needle according to Claim 1, characterised in that the slider (12) can be moved into a cast-off position, in which the legs (19, 20)
of the slider (12) forming the funnel (17) are pushed over the point (5) of the hook
(4).
7. Compound needle according to Claim 6, characterised in that the abutment point of the slider (12) lies in the cast-off position at the beginning
(11) of the slider slot (6).
8. Compound needle according to Claim 1, characterised in that the point of the hook (5) is slightly rounded, and that the funnel (17) formed by
the slider (12) has an opening width which is essentially as large as a diameter of
curvature fixed by the point (5).
9. Compound needle according to Claim 1 or 5, characterised in that the slider (12) may be moved into a stitch transfer position, in which the two slider
parts (35, 15) extend laterally past and beyond the hook (4), and that the bend of
the slider parts (35, 15) is such that the slider parts (35, 15) project essentially
parallel to one another beyond the hook (4).
10. Compound needle according to Claim 1, characterised in that the regions of the slider parts (35, 15) of the slider (12), which form the abutment
points in the closed position, are located outside the slider slot (6) when the slider
(12) is moved into the stitch transfer position.
1. Aiguille à coulisse (1) pour machines textiles à formation de mailles,
avec un corps d'aiguille, dont la tige (2) porte à une extrémité un crochet (4) pourvu
d'une pointe (4) et présente une fente à coulisse (6), dont le début est situé en
regard du côté ouvert du crochet (4), qui présente deux flancs (9, 10) mutuellement
parallèles et s'étend dans la direction opposée au crochet (4),
avec une coulisse (12), qui comprend au moins deux éléments de coulisse (35, 15),
se déplace longitudinalement dans la fente à coulisse (6) et dont l'extrémité libre,
dans une position de fermeture, est située dans le voisinage immédiat de la pointe
(5) du crochet (4),
les éléments de coulisse (35, 15), avec leurs bras (19, 20) libres orientés en direction
du crochet (4), étant cintrés dans des directions opposées aux fins de former un entonnoir
(17) ouvert en direction du crochet (4),
caractérisée en ce que
les éléments de coulisse (35, 15), à la suite de l'entonnoir (17), sont cintrés dans
des directions opposées, de telle sorte que les éléments de coulisse (35, 15), localement,
prennent appui élastiquement en des points de contact sur les flancs (9, 10) de la
fente à coulisse (6), le pliage étant choisi de telle sorte que les points d'appui
soient situés dans le voisinage du début (11) de la fente à coulisse (6) lorsque la
coulisse (12) est amenée dans la position de fermeture.
2. Aiguille à coulisse selon la revendication 1, caractérisée en ce que les éléments de coulisse (35, 15) sont mutuellement symétriques et sont appliqués
l'un contre l'autre à l'extrémité de l'entonnoir (17).
3. Aiguille à coulisse selon la revendication 1, caractérisée en ce que le cintrage de l'élément de coulisse (35, 15) concerné est obtenu par au moins un
point de pliage (22), au niveau duquel des parties voisines de l'élément de coulisse
(35, 15) forment entre elles un angle obtus.
4. Aiguille à coulisse selon la revendication 1, caractérisée en ce que le cintrage de l'élément de coulisse concerné est obtenu par un point de pliage (22)
unique, au niveau duquel des parties voisines de l'élément de coulisse (35, 15) forment
entre elles un angle obtus.
5. Aiguille à coulisse selon la revendication 1, caractérisée en ce que le cintrage de l'élément de coulisse (35, 15) concerné est obtenu par seulement deux
points de pliage (22, 24), au niveau desquels des parties voisines de l'élément de
coulisse (35, 15) forment entre elles un angle obtus.
6. Aiguille à coulisse selon la revendication 1, caractérisée en ce que la coulisse (12) peut être amenée dans une position de dépointage, dans laquelle
les bras (19, 20) formant l'entonnoir (17) de la coulisse (12) sont glissés sur la
pointe (5) du crochet (4).
7. Aiguille à coulisse selon la revendication 6, caractérisée en ce que le point de contact de la coulisse (12), dans la position de dépointage, est situé
au début (11) de la fente à coulisse (6).
8. Aiguille à coulisse selon la revendication 1, caractérisée en ce que la pointe de crochet (5) est légèrement arrondie et en ce que l'entonnoir (17) formé par la coulisse (12) présente une largeur d'ouverture qui
est sensiblement égale à un rayon d'arrondi déterminé par la pointe (5).
9. Aiguille à coulisse selon la revendication 1 ou 5, caractérisée en ce que la coulisse (12) peut être amenée dans une position de report, dans laquelle les
deux éléments de coulisse (35, 15) s'étendent latéralement au-delà du crochet (4),
et en ce que la courbure des éléments de coulisse (35, 15) est telle que lesdits éléments de coulisse
(35, 15) s'étendent au-delà du crochet (4) en étant essentiellement mutuellement parallèles.
10. Aiguille à coulisse selon la revendication 1, caractérisée en ce que les portions des éléments de coulisse (35, 15) de la coulisse (12) qui, dans la position
de fermeture, forment les points d'appui, sont situées en dehors de la fente à coulisse
(6) lorsque la coulisse (12) est amenée dans la position de report.