(19)
(11) EP 1 071 352 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
07.05.2003  Patentblatt  2003/19

(21) Anmeldenummer: 99907552.6

(22) Anmeldetag:  13.02.1999
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7A45D 20/00, A45D 20/12
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP9900/970
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 9904/5814 (16.09.1999 Gazette  1999/37)

(54)

WERKZEUG ZUR HAARBEHANDLUNG, APPLIKATOR-HAARERFASSUNGSELEMENT, VERFAHREN UND VERWENDUNG

TOOL FOR TREATING HAIR, APPLICATOR/HAIR-HOLDING ELEMENT, AND CORRESPONDING METHOD AND USE

INSTRUMENT A USAGE CAPILLAIRE, ELEMENT D'APPLICATION/DE PREHENSION DES CHEVEUX, PROCEDE ET UTILISATION CORRESPONDANTS


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE ES FI FR GB IT LI NL

(30) Priorität: 12.03.1998 DE 19810595

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
31.01.2001  Patentblatt  2001/05

(73) Patentinhaber: Braun GmbH
61476 Kronberg (DE)

(72) Erfinder:
  • CAUSTON, Brian Edward
    Reading, Berkshire RG1 4QX (GB)
  • HOLE, Philip Norman
    Reading, Berkshire RG6 7JB (GB)
  • JUNG, Robert
    D-61381 Friedberg (DE)
  • ROLF, Wilfried
    D-65594 Eschenau (DE)
  • TAVERN, Sydney Christopher
    Readding, Berkshire RG2 0DX (GB)
  • WICHLACZ, Alexander
    D-65824 Schwalbach (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 414 893
GB-A- 270 491
US-A- 5 572 800
EP-A- 0 522 770
GB-A- 2 308 062
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Werkzeug zur Haarbehandlung, insbesondere Haarformung und/oder Haartrocknung, das mit der Luftaustrittsseite eines luftdurchströmten Haarpflegegerätes verbindbar ist, daß mehrere Haarerfassungselemente aufweist, wobei zumindest eines dieser Haarerfassungselemente als Applikator-Haarerfassungselement mit Bereichen ausgebildet ist, von denen eine kosmetische Substanz abgebbar ist. Ferner betrifft die Erfindung ein Applikator-Haarerfassungselement gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 28, ein Verfahren zur Applikation einer kosmetischen Substanz gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 31, ein Verfahren zur Herstellung eines Applikator-Haarerfassungselementes und eine Verwendung eines Applikator-Haarerfassungselementes gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 34.

    [0002] Aus der FR 1,471,557 ist ein Haartrockner bekannt, mit einem Gebläse, einer Heizeinrichtung und mehreren kammartig angeordneten Haarerfassungselementen, die an der Luftaustrittsseite des Haartrockners angeordnet sind. Die durch den Haartrockner erwärmte Luft wird in einem Bereich nahe den Haarerfassungselementen geblasen, wobei entweder seitlich neben den Haarerfassungselementen und/oder in den Haarerfassungselementen selbst Luftaustrittsöffnungen vorgesehen sind. Ferner ist im Haartrockner ein Reservoir zur Aufnahme einer Applikationsflüssigkeit vorgesehen, wobei an der Unterseite des Haartrockners ein Pumpbalg angeordnet ist, der mit einem Spray in Flüssigkeitsverbindung steht, so daß durch Deformation des Pumpbalgs die Applikationsflüssigkeit in den Luftströmungsweg eingesprüht wird. Auf diese Weise gelangt die Applikationsflüssigkeit bei einer Pumptätigkeit mit dem erwärmten Luftstrom zu den Luftaustrittsöffnungen im Bereich der Haarerfassungselemente. Die Applikationsflüssigkeit ist damit mittels des Haartrockners in das Haar applizierbar.

    [0003] Dieser bekannte Haartrockner ist jedoch insofern nachteilig, als daß lediglich kosmetische Substanzen applizierbar sind, die nur in flüssigem Zustand bevorratet werden können.

    [0004] Dadurch werden von vornherein eine ganze Reihe von Anwendungen ausgeschlossen bzw. nur durch verflüssigende Zusatzstoffe ermöglicht. Weiterhin ist ein Wechsel von einer bestimmten Applikationsflüssigkeit zu einer anderen nur mit großem Reinigungsaufwand möglich. Würde zum Beispiel das Reservoir zunächst mit einem Tönungsmittel mit einem bestimmten Farbton gefüllt werden und später mit einem anderen Farbton, so ist nicht auszuschließen, daß bei der späteren Anwendung Rückstände von der früheren Anwendung mit ausgetrieben werden. Schließlich ist der bekannte Haartrockner in der Handhabung relativ umständlich, da zur dauerhaften Applikation ständige manuelle Betätigung erforderlich ist.

    [0005] Aus der EP 0 522 770 sind verschiedene Haarpflegegeräte bekannt, an die ein Werkzeug zur Haarbehandlung an die Luftaustrittsseite des luftdurchströmten Haarpflegegeräts ansteckbar ist. Die in den verschiedenen Ausführungsformen dargestellten Werkzeuge zur Haarbehandlung weisen mehrere Haarerfassungselemente auf. In das Werkzeug ist eine Kartusche mit kosmetischer Substanz einsteckbar. Durch öffnen eines Verschlusses der Kartusche wird ein Austritt der leicht flüchtigen kosmetischen Substanz aktiviert. Auch in diesem Fall ist die Handhabung des bekannten Haartrockners relativ umständlich, da zur Applikation der kosmetischen Substanz eine manuelle Betätigung erforderlich ist.

    [0006] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Werkzeug, ein Applikator-Haarerfassungselement und Verfahren und Verwendungen der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, daß ein Werkzeug bzw. Applikator-Haarerfassungselement bereitgestellt ist, das zumindest eines der obigen Probleme des Standes der Technik löst, wobei insbesondere die Handhabung deutlich verbessert werden soll.

    [0007] Dieser Aufgabe wird durch ein Werkzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

    [0008] Erfindungsgemäß ist es somit möglich, bei gleichzeitiger Trocknung der Haare oder zumindest mit dem gleichen Werkzeug, daß zur Haartrocknung verwendet wird, eine kosmetische Substanz in das Haar oder auf die Kopfhaut zu applizieren, ohne daß hierzu die Hände des Benutzers mit der kosmetischen Substanz in Berührung kommen oder ein weiteres beispielsweise kammartiges Applikationssystem zusätzlich zum Haartrockner notwendig ist. Durch die Ausbildung des .Applikator-Haarerfassungselementes und/oder der kosmetischen Substanz derart, daß bei Austritt der kosmetischen Substanz aus dem Applikator-Haarerfassungselement durch Wärme mit einer Temperatur zumindest größer als Zimmertemperatur, also größer als 22°C und/oder Feuchtigkeit und/oder Vibration aktivierbar ist, wird es dem Anwender erspart, irgendwelche Betätigungseinrichtungen oder Regulierungseinrichtungen während des Applikationsvorganges durchzuführen, durch das die Handhabung des erfindungsgemäßen Werkzeugs wesentlich vereinfacht wird. Die Handhabung wird jedoch auch insofern vereinfacht, als daß durch diese Art der Aktivierung des Austritts der kosmetischen Substanz aus dem Applikator-Haarerfassungselement die Dosierung der kosmetischen Substanz wesentlich vereinfacht wird. Wenn z.B. der Austritt der kosmetischen Substanz durch Temperatur und Feuchtigkeit und Vibration akitivert wird, wobei die Feuchtigkeit beispielsweise der maßgebende Einflußfaktor ist und die Temperatur und Vibration beispielsweise nur die gleichbleibende Menge je Zeiteinheit gewährleisten, so wird auf eine bestimmte nasse Haarregion nur solange und in einem solchen Ausmaß, bzw. einer entsprechenden Menge kosmetische Substanz auf einem bestimmten Haarbereich appliziert, wie dieser Haarbereich noch nicht durch die Haartrocknung ganz trocken geworden ist. Bleibt beispielsweise der Anwender versehentlich oder bewußt an einem Haarbereich länger, obwohl ausreichend kosmetische Substanz auf diesen Haarbereich aufgetragen ist, aber ein bestimmtes Haarformungsergebnis noch nicht erreicht ist, so kann derselbe Haartrockner ohne irgendwelche Veränderungen weiterbenutzt werden, da keine Feuchtigkeit mehr im Haar ist, die aus den Applikator-Haarerfassungselementen die kosmetische Substanz extrahieren würde. Wird beispielsweise der Austritt der kosmetischen Substanz maßgeblich durch eine Vibration des Applikator-Haarerfassungselementes akitiviert, so geschieht die Aktivierung an sich entweder durch Herausschleudern der kosmetischen Substanz aus dem Applikator-Haarerfassungselement, Abrieb am Applikator-Haarerfassungselement, oder durch Mehrfachkontakte des Applikator-Haarerfassungselementes mit von kosmetischer Substanz unbenetzten oder wenig kontaktierten Haarbereichen. Die noch nicht mit kosmetischer Substanz versehenen Haarbereiche werden durch die Vibration der Applikator-Haarerfassungselemente gleichmäßig und an vielen Kontaktflächen an den Haaren mit den Applikator-Haarerfassungselementen in Kontakt gebracht, so daß durch diese Mehrfachkontaktierung die Applikator-Haarerfassungselemente jeweils aktiviert werden. Wird beispielsweise der Austritt der kosmetischen Substanz maßgeblich durch die Temperatur oder/und die Vibration beeinflußt, so kann die Dosierung der kosmetischen Substanz sehr einfach durch den ohnehin vorhandenen Temperaturwahlschalter am Haartrockner oder dem Ein/Ausschalter für die Vibration des Werkzeugs eingestellt werden.

    [0009] In vorteilhafter Ausbildung ist die kosmetische Substanz (ausschließlich) im Haarerfassungselement gespeichert. Somit werden keine weiteren Abschnitte des Haartrockners, insbesondere innere, luftdurchströmte Bereiche des Haartrockners durch die kosmetische Substanz verunreinigt. Es ist daher ohne weiteres möglich, mit geringem Aufwand verschiedene Applikator-Haarerfassungselemente abwechselnd mit unterschiedlichen Haar- bzw. Hautpflegeprodukten zu versehen, ohne daß dabei eine Vermischung von Rückständen früher verwendeter kosmetischer Substanz mit augenblicklich benötigten kosmetischen Substanzen geschieht. Des weiteren ist das einzige auszuwechselnde Teil, nämlich das Applikator-Haarerfassungselement sehr leicht von außen zugänglich. Es ist vorgesehen, einfach Haarerfassungselemente ohne kosmetische Substanz durch solche mit kosmetischer Substanz je nach Bedarf auszutauschen, sobald die im Applikator-Haarerfassungselement gespeicherte kosmetische Substanz verbraucht ist, oder eine andere kosmetische Substanz Anwendung finden soll.

    [0010] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist das Applikator-Haarerfassungselement ausschließlich kosmetische Substanz auf. Dies kann beispielsweise durch ein Applikator-Haarerfassungselement aus einem seifenartigen Grundstoff realisiert werden. Es ist jedoch auch eine Mischform realisierbar, in der eine seifenartige kosmetische Substanz beispielsweise um ein Haarerfassungselement aus einem Kunststoffinger herum oder in diesen in seitlichen Austrittsöffnungen angeordnet ist.

    [0011] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist das Applikator-Haarerfassungselement eine vorzugsweise im wesentlichen unverformbaren Speicherstruktur auf, in der die kosmetische Substanz gespeichert ist.

    [0012] Mit einer im wesentlichen unverformbaren Speicherstruktur sind physikalisch besonders vorteilhafte Austrittsmechanismen der kosmetischen Substanz aus den Poren bzw. Hohlräumen der Speicherstruktur möglich. Selbstverständlich ist in einer Variante das Applikator-Haarerfassungselement ausschließlich aus der unverformbaren Speicherstruktur und der kosmetischen Substanz ausbildbar. Es versteht sich, daß auch ein Applikator-Haarerfassungselement vorgesehen sein kann, bei dem ausschießlich eine verformbare Speicherstruktur und die kosmetische Substanz vorgesehen sind.

    [0013] In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist das Applikator-Haarerfassungselement einen Träger auf, der mit der Speicherstruktur und/oder der kosmetischen Substanz verbunden ist. Vorzugsweise wird dabei der Träger in Form eines Vollkörpers z.B. eines stabförmigen Kunststoffingers, vergleichbar zu den übrigen Haarerfassungselementen zuerst hergestellt und anschließend an einer Außenschicht, Zwischenschicht oder Innenschicht (z.B. bei einem hohlen Kunststoffinger) als Träger mit der Speicherstruktur und/oder kosmetischen Substanz verbunden. Es ist sowohl möglich die Speicherstruktur und/oder die kosmetische Substanz nachträglich z.B. durch den Benutzer auf dem Träger zu versehen, als auch bereits vorgefertigte Appiikator-Haarerfassungselemente auszuführen, die bereits gebrauchsfertig hinsichtlich der Dosierung der kosmetischen Substanz je Träger konfiguriert sind.

    [0014] In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist der Träger von der Speicherstruktur und/oder der kosmetischen Substanz im wesentlichen ummantelt. Ist der Träger beispielsweise nur von der Speicherstruktur umgeben bzw. völlig oder teilweise überzogen, so wird die kosmetische Substanz beispielsweise vom Benutzer vor der Anwendung über die Innenseite der Speicherstruktur relativ zum Träger mit kosmetischer Substanz beladen oder über die Außenseite. Durch eine außenliegende Speicherstruktur und/oder kosmetische Substanz ist zu dem eine sehr gute Applizierbarkeit und Aktivierbarkeit der kosmetischen Substanz auf das Haar und/oder die Kopfhaut möglich. Wird beispielsweise der Austritt der kosmetischen Substanz durch die Feuchtigkeit der Haare beeinflußt, so liegen die Haare bereits ganz an der Speicherstruktur bzw. der kosmetischen Substanz an, so daß eine maximale Fläche am Applikator-Haarerfassungselement aktiviert ist.

    [0015] Mit einer gewebe- oder gitterartigen Hülse, oder einer Hülse aus POM-Kunststoff mit beschichteter Speicherstruktur, ist in einer Variante der Erfindung die Speicherstruktur für die Aufnahme der kosmetischen Substanz gebildet, so daß der Benutzer nur die jeweiligen Hülsen auf die jeweiligen Haarerfassungselemente aufstecken muß, um aus den gewöhnlichen Haarerfassungselementen Applikator-Haarerfassungselemente zu erhalten. In vorteilhafter Weise sind diese Hülsen mit geringem Herstellaufwand anfertigbar und besonders leicht mit kosmetischer Substanz wieder aufladbar, wenn diese aus der Hülse ausgetragen ist.
    Alternativ zu der soeben dargestellten Ausführungsform werden nicht, wie soeben dargestellt, Teile der übrigen Haarerfassungselemente zu Appllkator-Haarerfassungselementen ergänzt, sondern werden zu Haarerfassungselementen ohne Applikatorfunktion solche mit Applikatorfunktion daneben angeordnet. Beispielsweise sind die Haarerfassungselemente auf einer Frontplatte angeordnet, wobei ein Teil der Haarerfassungselemente oder alle Haarerfassungselemente durch eines oder mehrere Applikator-Haarerfassungselemente ausgetauscht wird. Die Applikator-Haarerfassungselemente sind also relativ zu den anderen Haarerfassungselementen lösbar angeordnet. Wird einmal die kosmetische Substanz in den Applikator-Haarerfassungselementen völlig verbraucht, so können diese von der Frontplatte abgenommen werden und durch neue Applikator-Haarerfassungselemente oder normale Haarerfassungselemente ohne Applikatorfunktion ersetzt werden. Die Teile, die ersetzt werden, sind demnach sehr gut von außen für den Verbraucher zugänglich. Außerdem ist ein sehr einfaches Wechseln verschiedener Applikator-Haarerfassungselemente mit unterschiedlichen kosmetischen Substanzen möglich.

    [0016] In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind die kosmetische Substanz und die Speicherstruktur zueinander getrennt angeordnet, wobei die kosmetische Substanz innerhalb und die Speicherstruktur außerhalb des Trägers angeordnet sind und der Träger Öffnungen zum Durchtritt der kosmetischen Substanz in die Speicherstruktur aufweist. Beispielsweise ist der Träger als hohler stabförmiger Kunststoffinger ausgebildet, wobei an dessen Innenseite die kosmetische Substanz und an der Außenseite die Speicherstruktur angeordnet sind. Die kosmetische Substanz wird erst in die Speicherstruktur überführt, wenn das Applikator-Haarerfassungselement benutzt werden soll. Zu diesem Zweck wird eine Finger- oder eine andere Nachdrückeinrichtung in die kosmetische Substanz oder in den verbliebenen Hohlraum der kosmetischen Substanz eingeführt, so daß diese durch die Öffnungen des Träger in die Speicherstruktur eintritt, so daß das Applikator-Haarerfassungselement für eine Anwendung vorbereitet ist. Auf diese Weise ist beispielsweise eine sehr hohe Haltbarkeit der Applikator-Haarerfassungselemente realisierbar.

    [0017] Dadurch daß das Applikator-Haarerfassungselement unabhängig vom Füllungszustand mit kosmetischer Substanz gleiche Form und Größe aufweist, muß das Applikator-Haarerfassungselement nicht unbedingt durch ein anderes Applikator-Haarerfassungselement oder Haarerfassungselement ausgetauscht werden, wenn die darin enthaltene kosmetische Substanz verbraucht ist, so daß das Applikator-Haarerfassungselement als gewöhnliches Haarerfassungselement fungiert und unverändert die gleichen Formungseigenschaften aufweist. Dies ist beispielsweise dann von größerer Bedeutung, wenn die Haarerfassungselemente besonders dafür ausgebildet und angeordnet sind, daß Stand und Volumen im Haar erzeugbar ist.

    [0018] Vorzugsweise weist das Appllkator-Haarerfassungselement an der Außenfläche Mikroporen mit einer Öffnungsgröße kleiner 1 mm, vorzugsweise kleiner 0,05 mm, vorzugsweise kleiner 0,015 mm Durchmesser zum Austritt der kosmetischen Substanz auf. Insbesondere bei einer außen am Applikator-Haarerfassungselement angeordnet Speicherstruktur werden solche Öffnungsgrößen für die Mikroporen vorgesehen. Die Öffnungsgröße ist zumindest so groß, wie die größte Partikelgröße der kosmetischen Substanz, so daß der Austritt der kosmetischen Substanz aus der Speicherstruktur möglich ist.

    [0019] In einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung, der auch eigenständiger Erfindungscharakter zukommen kann, sind das Applikator-Haarerfassungselement und/oder die kosmetische Substanz derart ausgebildet, daß die Austrittsmenge der kosmetischen Substanz aus dem Applikator-Haarerfassungselement unabhängig von deren Konzentration im Applikator-Haarerfassungselement ist. Dabei ist je Aktivierung des Applikator-Haarerfassungselementes nur eine begrenzte Austrittsmenge, die vorzugsweise je Aktivierung etwa gleich groß ist, der kosmetischen Substanz vorgesehen. Eine derartige, gleichmäßige Abgabemenge wird auch als Austritt Nullter Ordnung (engl.: zero order release) bezeichnet. Es besteht somit für den Anwender kein Risiko, die kosmetische Substanz bei der Anwendung über zu dosieren. Es ist eine abhängig von der Anzahl der Anwendungen festgelegte Nutzungsdauer der Applikator-Haarerfassungselemente vorgesehen, so daß der Verbraucher sichergehen kann, bei beispielsweise zehn vorgesehenen Aktivierungsportionen an kosmetischer Substanz in einem Applikator-Haarerfassungselement von der ersten bis zur letzten Anwendung eine gleiche Menge an kosmetischer Substanz zur Verfügung zu haben.

    [0020] In einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung ist die Speicherstruktur als eine wasserunlösliche, poröse (also mit Hohlräumen versehene), wechselseitig gebundene (cross linked) Polymermatrix ausgebildet. Diese Polymermatrix weist besonders vorteilhafte Herstelleigenschaften auf, wobei mit ihr eine Speicherstruktur für einen Austritt der kosmetischen Substanz mit Nullter Ordnung möglich ist. In einer Variante kann die Polymermatrix jedoch durch eine andere wasserunlösliche Gerüstspeicherstruktur ersetzt werden, die relativ zur kosmetischen Substanz Phasen trennbar (die kosmetische Substanz ist im Gegensatz zur Speicherstruktur wasserlöslich) ist.

    [0021] In einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung ist die Polymermatrix ein Acryl-Methaacryl-, Epoxy-, Polystyren-, Polyurethan-, Polyolefin-, Polyamid oder Silikon-Kunstoff.

    [0022] Die Speicherstruktur bildet ein Gerüst mit Hohlräumen bzw. Poren in denen homogen verteilt die kosmetische Substanz eingelagert ist. In besonders bevorzugter Weise sind die Hohlräume als längliche Kanäle ausgebildet, d.h. die Speicherstruktur bildet eine strudel- oder lasagneartige Struktur. D.h. eine Zwischenschicht wird von einer Schicht kosmetischer Substanz jeweils abgewechselt. Diese Schichten haben dabei eine Austrittsöffnung bzw. Pore an der Außenfläche der Speicherstruktur, so daß die kosmetische Substanz aus einem verschlungenen, länglichen, schichtartigen Hohlraum aus dieser Pore austritt.

    [0023] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die kosmetische Substanz ein Kopfhaut oder/und Haarpflegemittel, insbesondere ein Haarschutzmittel, ein Haartönungsmittel, ein Haarkonditionierer, ein Haarstylingmittel, ein Duftstoff und o.dgl. Beispielsweise ist die kosmetische Substanz ein Polyvinylpyrrolydon, ein Polyvinylpyrrolydon-Vinylacetatcopolymer, ein Vinylcaprolactam-Vinylpyrrolydon-Dimethylamino-Ethyl-Methacrylat-Terpolymer und/oder dgl. In vorteilhafter Weise erlaubt die erfindungsgemäße Speicherstruktur nahezu alle gängigen kosmetischen Substanzen zu speichern und auszugeben, auch solche, die temperaturempfindlich herstellbar sind.

    [0024] In weiterer vorteilhafter Ausbildung weisen die Applikator-Haarerfassungselemente einen Indikatorfarbstoff auf, dessen Farbe abhängig vom Füllungszustand der Applikator-Haarerfassungselemente mit kosmetischer Substanz ist. Beispielsweise ist hierzu der innerste Bereich der Speicherstruktur, also der unmittelbar zum Träger benachbarte Bereich mit einer kosmetischen Substanz versehen, die mit einem Indikator-Farbstoff gefärbt ist. Sobald die kosmetische Substanz der äußeren Bereiche der Speicherstruktur bzw. des Applikator-Haarerfassungselementes verbraucht sind, wird somit der Indikatorfarbstoff sichtbar und zeigt dem Verbraucher an, daß nur noch kosmetische Substanz für eine bestimmte Menge von Anwendungen in der Speicherstruktur vorhanden ist.

    [0025] In einer weiteren vorteilhaften Ausbildung der Erfindung nach Anspruch 23 und Anspruch 22 ist das Applikator-Haarerfassungselement mit unterschiedlichen Bereichen versehen, die entweder die Applizierung von kosmetischer Substanz z.B. nur an den Endabschnitten oder nur an den Mantelflächen der Applikator-Haarerfassungselemente ohne den Endabschnitten zulassen, oder die derart ausgebildet sind, daß an den Endabschnitten eine die Kopfhaut pflegende Substanz abgebbar ist und über die übrigen Bereiche eine haarpflegende Substanz abgebbar ist. In einer alternativen Variante wird über die freien Endabschnitte nur eine die Haarwurzel pflegende kosmetische Substanz abgegeben oder über diese freien Stirnflächen eine Haarwurzel pflegende Substanz abgegeben und über die sich anschließenden Mantelbereiche eine haarpflegende Substanz abgegeben.

    [0026] Indem zwischen den Haarerfassungselementen beispielsweise in der Frontplatte auf der die Haarerfassungselemente befestigt sind, Luftaustrittsöffnungen vorgesehen sind, wird die erwärmte Luft an den Außenseiten der Applikator-Haarerfassungselemente entlanggeführt, so daß dadurch beispielsweise die kosmetische Substanz durch Wärmeeinwirkung aktiviert oder verflüssigt wird, so daß diese an den Außenseiten des Applikator-Haarerfassungselementes austritt oder leichter austritt. Zusätzlich führt die erwärmte Luft zu erwärmten Haaren und/oder einer erwärmten kosmetischen Substanz, so daß die physikalischen oder chemischen Einwirkungsmechanismen der kosmetischen Substanz auf das Haar verbessert werden. In einer alternativen oder ergänzenden Ausführungsform sind die Applikator-Haarerfassungselemente und/oder die sonstigen Haarerfassungselemente hohl ausgebildet, so daß diese von innen erwärmt werden und damit eine thermische Aktivierung der kosmetischen Substanz für den Austritt aus dem Applikator-Haarerfassungselement ermöglicht ist. In einer weiteren Variante sind am Applikator-Haarerfassungselement seitlich Diffusoröffnungen vorgesehen, so daß die in den Hohlkörper des Haarerfassungselementes eindringende warme Luft auf bestimmte, z.B. wurzelnahe Haarbereiche gerichtet ist.

    [0027] In weiterer vorteilhafter Ausbildung der Erfindung weist das Werkzeug, also das mit dem Haarpflegegerät zu verbindende Formungsmittel oder das Häarpflegegerät selbst eine Einrichtung zum Erzeugen von Vibrationen an den Haarerfassungselementen auf. Hierzu ist im Werkzeug ein Elektromotor mit einem an der Welle gelagerten exzentrischen Gewicht befestigt, so daß durch die Rotation der Motorantriebswelle die Haarerfassungselemente vibrieren. Diese Vibration bewirkt auf die kosmetische Substanz Zentrifugalkräfte, wodurch der Austritt der kosmetischen Substanz vereinfacht wird. In einer Variante führt die Vibration der Haarerfassungselemente zu einer Reibung an deren Außenfläche relativ zu den Haaren oder zur Kopfhaut, wodurch die Abtragung der kosmetischen Substanz und das sehr gleichmäßige Einmassieren der kosmetischen Substanz in das Haar bzw. in die Kopfhaut erfolgt.

    [0028] In einer bevorzugten Ausführungsform, die ebenfalls ein eigenständiger Erfindungsgedanke sein kann, ist eine Einrichtung zur Aufnahme der Hülse vorgesehen, die zumindest eine zum Applikator-Haarerfassungselement korrespondierende Bohrung aufweist, so daß das stabförmige Applikator-Haarerfassungselement in die in der Bohrung aufgenommene Hülse einsteckbar ist. Das Applikator-Haarerfassungselement ist hierbei ohne die Hülse ein Haarerfassungselement wie alle anderen auch, so daß individuell die Haarerfassungselemente vom Anwender mit Hülsen versehen werden, für die es z.B. zum Erreichen bestimmter Bereiche bzw. Stellen im Haar mit kosmetischer Substanz gewünscht wird. Um die unbestückten Haarerfassungselemente mit den Hülsen zur Applizierung von kosmetischer Substanz zu versehen, ist es für den Anwender auf einfache Weise möglich, alle Hülsen in einem Arbeitsgang durch einfaches Einstecken aller Haarerfassungsgelemente in die Einrichtung einzustecken. Ferner bietet die Einrichtung zur Aufnahme der Hülsen einen Schutz der kosmetischen Substanz vor Umwelteinflüssen, so daß die Haltbarkeit verlängert wird. Weiterhin wird auf diese Weise vermieden, daß der Anwender die einmal in die Einrichtung eingesteckten Hülsen mit kosmetischer Substanz für jede Anwendung mit den Händen berühren muß.

    [0029] In weiterer vorteilhafter Ausbildung der Erfindung, die ebenfalls auch ein eigenständiger Erfindungsgedanke sein kann, ist eine Einrichtung zur Aufrechterhaltung einer bestimmten Umgebungsfeuchtigkeit für das Applikator-Haarerfassungselement zwischen den Anwendungen vorgesehen. Diese ist beispielsweise ähnlich zur zuvor beschriebenen Einrichtung zur Aufnahme der Hülse ausgebildet, so daß diese Einrichtung zur Aufrechterhaltung einer bestimmten Umgebungsfeuchtigkeit derart geformt ist, daß sie ein Gegenstück zumindest zu den Applikator-Haarerfassungselementen bildet, und diese zumindest an ihren Applikator-Außenflächen umhüllt ist. Die Einrichtung zur Aufrechterhaltung einer bestimmten Umgebungsfeuchtigkeit ist für bestimmte Ausführungsformen der Erfindung notwendig, um eine Portion kosmetische Substanz, die in der Speicherstruktur gespeichert ist, anzulösen und somit für die nächste Anwendung bereitzustellen.

    [0030] Die eingangs genannte Aufgabe wird auch durch ein Applikator-Haarerfassungselement mit den Merkmalen des Anspruchs 28 gelöst.

    [0031] Die Ansprüche 30 und 29 geben vorteilhafte Weiterbildungen des Applikator-Haarerfassungselementes an.

    [0032] Die eingangs genannte Aufgabe wird auch durch ein Verfahren zur Applikaton der kosmetischen Substanz nach Anspruch 31 gelöst. Die kosmetische Substanz wird selbsttätig durch den Kontakt des Applikator-Haarerfassungselements mit dem nassen Haar auf das Haar appliziert. Demgemäß erfolgt solange eine Übergabe an das Haar, wie dieses noch naß ist. Die kosmetische Substanz dosiert sich auf diese Weise selbst gleichmäßig über das gesamte Haar während des Haartrocknungsprozesses. die kosmetische Substanz wird dabei gleichmäßig in das Haar übergeführt, in dem die Applikator-Haarerfassungselemente bzw. das Werkzeug mit Applikator-Haarerfassungselementen im Haar von Hand und/oder durch eine Vibrationserzeugung im Werkzeug auf dem Kopf bewegt werden. Es werden dadurch Mehrfachkontakte zwischen Haar und kosmetischer Substanz bereitgestellt, so daß alle zu behandelnden Haarbereiche mit kosmetischer Substanz versehen werden.

    [0033] Die eingangs genannte Aufgabe wird auch durch ein Verfahren zur Herstellung eines Applikator-Haarerfassungselements mit den Merkmalen des Anspruchs 32 gelöst. Erfindungsgemäß wird eine Speicherstruktur und eine homogen darin verteilte Substanz hergestellt, wobei die kosmetische Substanz und die die Speicherstruktur bildende Substanz vermischt werden, die die Speicherstruktur bildende Substanz polymerisiert und/oder wechselseitig verbunden (engl.: cross linked) wird, so daß eine wasserunlösliche, poröse Polymermatrix entsteht, in deren Poren die kosmetische Substanz homogen verteilt ist. Dieses Verfahren ist besonders wirtschaftlich durchführbar, um die bereits oben beschriebenen Applikator-Haarerfassungselemente mit ihren Vorteilen herzustellen.

    [0034] Dadurch, daß die Polymermatrix und die kosmetische Substanz in einem Tauchverfahren das Haarerfassungselement oder eine Hülse beschichten, sind sehr dünne Schichtdicken in einem einfachen Verfahren herstellbar.

    [0035] Die eingangs genannte Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 34 ebenfalls gelöst.

    [0036] Der/die weiteren Unteransprüche bilden vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung.

    [0037] Weitere Ziele, Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele und anhand der Zeichnungen. Dabei bilden alle beschriebenen und oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger sinnvoller Kombination den Gegenstand der vorliegenden Erfindung auch unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Patentansprüchen oder deren Rückbeziehung.

    [0038] Es zeigen:
    Fig. 1
    eine Vorderansicht eines Werkzeugs nach einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
    Fig. 2
    eine Draufsicht auf das Werkzeug gemäß Fig. 1;
    Fig. 3
    eine Seitenansicht des Werkzeugs gemäß Fig. 1;
    Fig. 4
    eine perspektivische Darstellung eines Werkzeugs nach einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
    Fig. 5
    eine Schnittdarstellung durch das Werkzeug gemäß Fig. 4;
    Fig. 6
    eine Innenansicht des Werkzeugs nach Fig. 4 von oben gesehen;
    Fig. 7
    eine perspektivische Detailansicht des Werkzeugs nach Fig. 4;
    Fig. 8
    eine Draufsicht auf das Werkzeug nach Fig. 4;
    Fig. 9
    eine Explosionsdarstellung des Werkzeugs nach Fig. 4;
    Fig. 10
    eine teilweise Schnittdarstellung durch einen Haartrockner auf dem das Werkzeug nach den Fig. 1 bis 9 aufsetzbar oder mit diesem fest verbunden ist;
    Fig. 11
    eine Seitenansicht des Werkzeugs nach Fig. 4, das abnehmbar an einem Haartrockner nach Fig. 10 befestigt ist;
    Fig. 12
    eine perspektivische Darstellung eines Werkzeugs ähnlich zu Fig. 1 oder Fig. 4 mit einem Haartrockner nach Fig. 10, wobei das Werkzeug gerade mit den Applikator-Haarerfassungselementen bestückt wird;
    Fig. 13
    eine Seitenansicht des Werkzeugs und Haartrockners nach Fig. 12 mit bestückten Applikator-Haarerfassungselementen und abnehmbaren Werkzeug;
    Fig. 14
    eine Seitenansicht eines einstückig miteinander verbundenen Werkzeugs und Haartrockners nach Fig. 12 mit bestückten Applikator-Haarerfassungselementen;
    Fig. 15a
    eine Seitenansicht eines Teils des Werkzeugs nach Fig. 4 oder 1;
    Fig. 15b
    eine Seitenansicht von Applikator-Haarerfassungselementen nach einem dritten Ausführungsbeispiel;
    Fig. 15c
    eine Seitenansicht von Applikator-Haarerfassungselementen nach einem vierten Ausführungsbeispiel;
    Fig. 16
    eine Explosionsdarstellung der Haarerfassungselemente, der Applikator-Haarerfassungselemente und einer Einrichtung zur Aufnahme der Applikator-Haarerfassungselemente oder Hülsen;
    Fig. 17
    eine perspektivische Darstellung nach Fig. 16 in zusammengestecktem Zustand;
    Fig. 18
    eine Schnittdarstellung nach Fig. 17;
    Fig. 19a
    eine Schnittdarstellung durch ein Appllkator-Haarerfassungselement nach dem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
    Fig. 19b
    eine Schnittdarstellung durch ein Applikator-Haarerfassungselement nach einem fünften Ausführungsbeispiel der Erfindung;
    Fig. 20
    eine Explosionsdarstellung eines Werkzeugs mit Applikator-Haarerfassungselementen nach einem sechsten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
    Fig. 21a
    eine Schnittdarstellung durch ein Applikator-Haarerfassungselement nach Fig. 20;
    Fig. 21b
    eine relativ zur Fig. 21a verdrehte Schnittdarstellung durch ein Applikator-Haarerfassungselement nach Fig. 20;
    Fig. 22
    eine perspektivische Darstellung eines Applikator-Haarerfassungselementes nach einem siebten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
    Fig. 23
    eine schematische Schnittdarstellung durch ein Applikator-Haarerfassungs-element nach einem achten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
    Fig. 24
    eine schematische Schnittdarstellung durch ein Applikator-Haarerfassungselement nach einem neunten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
    Fig. 25
    eine schematische Schnittdarstellung durch ein Applikator-Haarerfassungselement nach einem zehnten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
    Fig. 26
    eine schematische Schnittdarstellung durch ein Applikator-Haarerfassungselement nach einem elften Ausführungsbeispiel der Erfindung;
    Fig. 27
    ein vergrößerter Ausschnitt X aus dem Applikator-Haarerfassungselement nach Fig. 24;
    Fig. 28
    eine schematische Schnittdarstellung eines Haarerfassungselementes, das teilweise in ein Appiikator-Haarerfassungselement nach Fig. 25 eingesteckt ist und
    Fig. 29
    eine vergrößerte schematische Schnittdarstellung eines Details eines Applikator-Haarerfassungselementes.


    [0039] Die Fig. 1-3 zeigen ein Werkzeug 1, das insbesondere zur Erzeugung von Stand und Volumen im Haar geeignet ist. Das Werkzeug 1 weist ein Werkzeuggehäuse 7 auf, über das das Werkzeug bzw. Haartrockneraufsatzteil an einen Haartrockner befestigbar ist. Ferner weist das Werkzeug 1 eine Frontplatte 5 auf, die sich an das Werkzeuggehäuse 7 anschließt und an der die Haarerfassungselemente 3 einstückig befestigt sind. Die Frontplatte 5 weist Luftaustrittsöffnungen 6 auf, so daß die vom Haartrockner erwärmte Luft zwischen den stabförmigen Haarerfassungsselementen 3 entlangzieht. Die Haarerfassungselemente 3 weisen mindestens einen Durchmesser von 5 mm auf und sind mindestens 25 mm lang, wobei das Längen:Durchmesserverhältnis mindestens 5:1 vorzugsweise größer 8:1 ist. Die Haarerfassungselemente haben vorzugsweise eine Länge zwischen 40 und 70 mm. Die Haarerfassungselemente 3 sind derart angeordnet und ausgebildet, daß eine Mehrzahl der stromabwärtigen Enden 8 der Haarerfassungselemente 3 während der Benutzung in Kontakt mit der Kopfhaut des Benutzers sind und aufgrund einer Bewegung der Haarerfassungselemente 3 auf der Kopfhaut die Haare erfaßt, zwischen den Haarerfassungsselementen hochgeschoben und in Richtung der Luftaustrittsseite des Haartrockners angehoben werden, so daß Stand bzw. Volumen im Haar des Benutzers erhalten wird. Vorzugsweise sind die stromabwärtigen Enden 8 der Haarerfassungsselemente 3 in einer konkaven Fläche angeordnet. Um die Beschreibung dieses Werkzeugs mit allen seinen Merkmalen hier nicht unnötig in die Länge zu ziehen, wird der Inhalt der EP 0 620 713 hier ausdrücklich mit einbezogen.

    [0040] Die Fig. 4-9 zeigen ein Werkzeug 10 nach einem zweiten Ausführungsbeispiel. Die wesentlichen Unterschiede zum zuvor beschriebenen ersten Ausführungsbeispiel des Werkzeugs 1 bestehen darin, daß die Frontplatte 11 mit den Haarerfassungselementen 3 relativ zum Werkzeuggehäuse 12 abnehmbar ist und daß im Werkzeug 10 ein Elektromotor 13 angeordnet ist, an dessen Motorwelle 15 eine Exzentermasse 14 befestigt ist, so daß auf die Frontplatte 11 und die Haarerfassungselemente 3 die durch die rotierende Exzentermasse erzeugten Vibrationen übertragbar sind. Hierzu ist die Frontplatte 11 und die Haarerfassungselemente 3 über vier Silikonschläuche 16 mit dem übrigen Werkzeuggehäuse 12 verbunden. Die Frontplatte 12 mit den Haarerfassungselementen 3 und den Silikonschläuchen 16 bilden somit ein zu Vibrationen anregbares Federmassesystem. Die durch die Drehzahl des Elektromotors 13 festgelegte Vibrationsfrequenz kann grundsätzlich zwischen 0 Hz und dem Ultraschallbereich liegen, bevorzugt wird jedoch ein Frequenzbereich zwischen 25 und 130 Hz, insbesondere zwischen 50 und 70 Hz. Die stromabwärtigen Enden 8 der Haarerfassungselemente 3 schwingen durch diese Vibrationsanregung auf einer im wesentlichen räumlichen, elliptischen Bahn. Die stromabwärtigen Enden 8 der Haarerfassungselemente 3 schwingen dadurch mit einer maximalen Amplitude von drei vorzugsweise einem Millimeter. In diesen Figuren ist mit 18 die Luftströmungsrichtung für die erwärmte Luft angegeben. Es versteht sich, daß die Fig. 4, 5 und teilweise 9 insofern schematisch dargestellt sind, als daß die Luftaustrittsöffnungen 6 auf der Frontplatte 11 in diesen Figuren nicht dargestellt sind. Aber dennoch am Werkzeug 10 ausgebildet sind. Ferner ist in diesen Figuren nur ein Teil aller Haarerfassungselemente 3 dargestellt. Fig. 8 zeigt in diesem Zusammenhang das Werkzeug 10 mit allen Haarerfassungsselementen 3 und Luftaustrittsöffnungen 6. Das Werkzeug 10 weist ferner einen elektromechanischen Werkzeugschalter 17 auf, durch dessen Verschieben einerseits das Werkzeug 10 mit dem Haartrockner befestigbar und in einer weiteren tieferen Stellung der Elektromotor ein- und ausschaltbar ist. Um die Beschreibung des Werkzeugs 10 nicht unnötig auszudehnen, wird der Inhalt der DE 196 33 035 ausdrücklich in diese Beschreibung mit einbezogen.

    [0041] Die zuvor beschriebenen Werkzeuge 1 und 10 bilden eine bevorzugte Grundlage für die Anbringung von Applikator-Haarerfassungselementen. Die Applikator-Haarerfassungselemente werden bevorzugt in Kombination mit diesen Werkzeugen eingesetzt, da somit mit dem gleichen Werkzeug Stand bzw. Volumen im Haar erzeugbar ist oder durch die Vibration ein angenehmes Einmassieren und gleichmäßiges Verteilen der kosmetischen Substanz möglich ist. Es versteht sich jedoch, daß die Applikator-Haarerfassungselemente für die verschiedensten Arten von Haartrocknern einsetzbar sind. Dabei wird die Form und Größe der Applikator-Haarerfassungselemente dem jeweiligen Einsatzzweck bzw. der jeweiligen Ausbildung des Haartrockners angepaßt. In einer Variante kann statt der in den Fig. 4 - 9 dargestellten Art der Vibrationserzeugung auch eine andere Art der Vibrationserzeugung an den Haarerfassungselementen 3 stehen. Natürlich können die Applikator-Haarerfassungselemente auch in Bürsten oder Kämmen als Haartrockneraufsatz oder an sich vorteilhafte Wirkungen entfalten. Es wird jedoch in der Kombination Haartrockner, insbesondere mit Volumenerzeugung und vorzugsweise mit Vibrationserzeugung eine besonders vorteilhafte Ausbildung gesehen.

    [0042] Die in den Fig. 1 - 9 dargestellten Haarerfassungselemente sind ganz oder teilweise durch Applikator-Haarerfassungselemente 4 austauschbar oder zu Applikator-Haarerfassungselementen 4 ergänzbar.

    [0043] Die Fig. 10 zeigt einen Haartrockner, an dessen Luftaustrittsseite 9 die Werkzeuge nach den Fig. 1 bis 9 befestigbar sind. Der Haartrockner 2 weist eine Heizungseinrichtung 19 auf, an der die von dem Lüftermotor 21 mit dem Lüfterrad durch das Gehäuse 22 durchströmte Luft erwärmt wird. Auf der zur Luftaustrittsseite gegenüberliegenden Seite des Haartrockners ist ein Lufteinlaß 20 angeordnet. Ferner weist der Haartrockner einen Handgriff 23 auf.

    [0044] Fig. 11 zeigt schematisch die Seitenansicht eines Haartrockners 2, an dessen Luftaustrittsseite ein Werkzeug 1, 10 befestigbar ist, wobei die Frontplatte 5, 11 mit den Haarerfassungselementen 3 vom Werkzeuggehäuse 7, 12 ebenfalls abnehmbar ist. In einer Variante sind die Haarerfassungselemente 3 als Applikator-Haarerfassungselemente 4 ausgebildet.

    [0045] Fig. 12 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Haartrockners 2 mit einem Werkzeug 1, 10, wobei Applikator-Haarerfassungselemente 4 vorgesehen sind, die innen hohl sind, so daß sie auf die Haarerfassungselemente 3 aufsteckbar sind. Die Applikator-Haarerfassungselemente 4 sind alle auf einer Grundplatte 24 befestigt und auf dieser derart angeordnet, daß die Grundplatte 24 mit den Applikator-Haarerfassungselementen 4 auf die Haarerfassungselemente 3 aufsteckbar sind. Die Grundplatte 24 weist Luftaustrittsöffnungen 6 auf, die mit den Luftaustrittsöffnungen 6 der Frontplatte korrrespondieren. Auf diese Weise sind alle Applikator-Haarerfassungselemente auf einem einzigen Körper, namentlich der Grundplatte 24 fest angeordnet, so daß der Anwender nicht jedes Applikator-Haarerfassungselement einzeln auf die Haarerfassungselemente 3 aufstecken muß. Zu dem kann bei einer derartigen Ausbildung nach Fig. 12 der Haartrockner 2 mit dem Werkzeug 1, 10 leicht durch die Applikator-Haarerfassungselemente 4 auf bzw. abgerüstet werden, ohne daß hierzu die Hände mit dem Applikator-Haarerfassungselementen 4 oder andere Teile des Werkzeugs 1, 10 mit eventuell verschmutzten Bereichen der Applikator-Haarerfassungselemente 4 in Kontakt kommen.

    [0046] Fig. 13 zeigt das gleiche Arrangement wie in Fig. 12, nur daß die Applikator-Haarerfassungselemente 4 der Grundplatte 24 auf die Haarerfassungselemente 3 aufgesteckt sind. In vorteilhafter Weise ist eine Einrichtung in den hohlen Innenräumen der Applikator-Haarerfassungselemente 4 oder im unteren Bereich der Haarerfassungselemente 3 bzw. an der Frontplatte 5, 11 oder der gegenüberliegenden Seite der Grundplatte 24 vorgesehen, mit der die Applikator-Haarerfassungselemente 4 rastend oder schnappend oder auf ähnliche Weise lösbar verbunden sind.

    [0047] Fig. 14 unterscheidet sich von Fig. 13 nur insofern, als daß das Werkzeug 1, 10 mit dem Haatrockner 2 einstückig ausgebildet ist.

    [0048] Fig. 15a zeigt eine Seitendarstellung der Haarerfassungselemente 3 an sich, die zueinander beabstandet auf der Frontplatte 5, 11 angeordnet sind.

    [0049] Fig. 15b zeigt die Applikatör-Haarerfassungselemente 4 und die Grundplatte 24 ähnlich zu den Fig. 12 - 14. In einer Variante zu dieser in Fig. 15b gezeigten Ausführungsform werden nicht alle Haarerfassungselemente 3 von Fig. 15a mit Applikator-Haarerfassungselementen 4 umhüllt. Es ist für manche Anwendungen beispielsweise ausreichend, lediglich eine ringartige Anordnung der Applikator-Haarerfassungselemente 4 auf einer Grundplatte 24 vorzusehen und diese auf die Haarerfassungselemente 3 aufzustecken. So können beispielsweise verschiedene konzentrische Ringe mit verschiedenen Applikator-Haarerfassungselementen für verschiedene kosmetische Substanzen miteinander kombiniert werden. Statt einer Ringform kann auch eine Kreuzform, eine Längsform oder eine sonstige Anordnung und Zusammenfassung von mehreren Applikator-Haarerfassungselementen erfolgen.

    [0050] Fig. 15c zeigt Applikator-Haarerfassungselemente 4 die nicht wie zuvor bei Fig. 15b über eine Grundplatte 24 miteinander verbunden sind. Somit kann der Verbraucher noch individueller nach seinen persönlichen Wünschen die Anzahl der Applikator-Haarerfassungselemente und damit in gewisser Weise auch die Dosierung oder die Mischung verschiedener kosmetischer Substanzen aus verschiedenen Applikator-Haarerfassungselementen 4 durch die jeweilige Bestückung der Haarerfassungselemente 3 gemäß Fig. 15a festlegen. Die Applikator-Haarerfassungselemente, wie sie in den Fig. 15b und 15c dargestellt sind, haben eine hülsenartige Ausbildung, wobei entgegen den Darstellungen in Fig. 15b und 15c das Applikator-Haarerfassungselement 4 auch als bloßes zylindrisches Rohr ohne abschließende Endkappe am stromabwärtigen Ende ausbildbar ist.

    [0051] Fig. 16 zeigt eine perspektivische Expolosionsdarstellung der Haarerfassungselemente 3, der Applikator-Haarerfassungselemente 4 und einer Einrichtung 25 zur Aufnahme der Hülsen- bzw. Applikator-Haarerfassungselemente 4. Diese Einrichtung 25 weist zu dem Applikator-Haarerfassungselementen 4 in Form und Größe etwa korrespondierende Bohrungen 26 auf, die zur Anordnung der Haarerfassungselemente 3 korrespondierend angeordnet sind. In Fig. 16 ist diese Einrichtung 25 schematisch als zylindrischer Vollkörper mit den Bohrungen 26 dargestellt. In einer Variante wird für diese Einrichtung 25 kein Vollkörper sondern ein Kunststoffspritzgrußteil verwendet, das ebenfalls so ausgebildet ist, daß alle Applikator-Haarerfassungselemente an ihren Außenseiten umhüllt sind, ohne daß hierzu die übrigen Bereiche der Einrichtung 25 aus Vollmaterial angefertigt sind. Die Einrichtung 25 erleichtert die Handhabung des Bestückens der Haarerfassungselemente 3 mit Applikator-Haarerfassungselementen, da der Anwender nur vor der ersten Benutzung seine Einrichtung 25 nach seinen individuellen Wünschen mit Applikator-Haarerfassungselementen bestücken muß, und für alle weiteren Anwendungen wenn gewünscht, stets auf die gleiche Konfiguration zurückgreifen kann, ohne hierzu die Applikator-Haarerfassungselemente 4 nochmals zu berühren. Der Anwender steckt also zu diesem Zweck die gewünschten Applikator-Haarerfassungselemente 4 in einer bestimmten Konfiguration in die Einrichtung 25 und setzt anschließend das Werkzeug 1, 10 mit den Haarerfassungselementen 3 in die in der Einrichtung 25 aufgenommenen hülsenartigen Applikator-Haarerfassungselemente 4, wodurch die Applikator-Haarerfassungselemente 4 gleichzeitig mit den Haarerfassungselementen 3 befestigt werden. Beim Herausziehen der Haarerfassungselemente 3 aus der Einrichtung 25 ist dadurch das Werkzeug 1, 10 komplett mit Applikator-Haarerfassungselementen 4 bestückt. Um die Applikator-Haarerfassungselemente 4 nach der Benutzung zu lagern, oder um ausschließlich das Werkzeug 1, 10 ohne Applikator-Haarerfassungselemente 4 weiter zu verwenden, wird das mit Applikator-Haarerfassungselementen 4 bestückte Werkzeug 1, 10 erneut in die Einrichtung 25 eingesteckt, so daß durch einen Mechanismus das Lösen der Befestigung zwischen den Haarerfassungselementen 3 und den Applikator-Haarerfassungsselementen 4 automatisch erfolgt. Beim Herausziehen der Haarerfassungselemente 3 aus der Einrichtung 25 ist das Werkzeug 1, 10 wieder in den unbestückten Ausgangszustand versetzt.

    [0052] Fig. 17 zeigt die Anordnung nach Fig. 16, wobei die Haarerfassungselemente 3 in der Einrichtung 25 eingesteckt sind.

    [0053] Fig. 18 zeigt den gleichen Zustand nochmals in Schnittdarstellung. Wie in Fig. 18 erkennbar ist, liegt die Einrichtung 25 flächig an den Applikator-Haarerfassungselementen 4 an, so daß die kosmetische Substanz in der Einrichtung 25 unabhängig von den Umwelteinflüssen gelagert werden kann. Alternativ zu der Einrichtung 25 sind folienartige Blisterverpackungen für die Applikator-Haarerfassungselemente 4 vorgesehen.

    [0054] Fig. 20 zeigt eine Explosionsdarstellung eines Werkzeugs mit Appiikator-Haarerfassungselementen nach einem sechsten Ausführungsbeispiel der Erfindung. Das Bestückungsprinzip der Haarerfassungselemente 3 mit den Applikator-Haarerfassungselementen 4 ist vergleichbar durchführbar wie zur Fig. 16 bereits beschrieben. Im Unterschied zu den vorangegangenen Haarerfassungselementen und Applikator-Haarerfassungselementen sind beide als Diffusor-Haarerfassungselemente mit einem hohlen Innenraum und seitlichen Öffnungsschlitzen 27 versehen. Die Öffnungsschlitze 27 der Applikator-Haarerfassungselemente 4 korrespondieren dabei in ihrer Ausbildung zu den Öffnungsschlitzen 27 der Haarerfassungselemente. Auf diese Weise wird erwärmte Luft durch die Öffnungsschlitze 27 unmittelbar benachbart zu den Haarwurzelansätzen transportiert.

    [0055] Fig. 21a und Fig. 21b verdeutlichen nochmals die hohle Struktur der Haarerfassungselemente 3, so daß durch deren Innenraum die vom Haartrockner erzeugte warme Luft durchströmen kann. Fig. 21a stellt dabei einen Schnitt in eine Winkelposition dar, in der kein Öffnungsschlitz 27 geschnitten, während in der Schnittdarstellung nach Fig. 21b ein öffnungsschlitz 27 geschnitten wird. In einer weiteren Ausführungsform der in Fig. 21a und Fig. 21b dargestellten Applikator-Haarerfassungselemente 4 sind diese durch eine feste, d.h. nicht lösbare Beschichtung an den Haarerfassungselementen 3 bzw. Diffusor-Haarerfassungelementen realisiert.

    [0056] Fig. 22 zeigt ein Applikator-Haarerfassungselement 4, das eine Speicherstruktur 28 aufweist, die einen X-förmigen Querschnitt bildet. Die zwischen den Schenkeln liegenden Abschnitte sind hier mit dem gleichen Kunststoff versehen, der für die übrigen Haarerfassungselemente 3 verwendet wird, so daß nur bestimmte Bereiche zur Abgabe der kosmetischen Substanz geeignet sind. In diesem Fall weist das Applikator-Haarerfassungselement 4 aufgeteilt in Längsrichtung Abschnitte auf, über die die kosmetische Substanz abgebbar ist und über die die kosmetische Substanz nicht abgebbar ist. Das Applikator-Haarerfassungselement nach Fig. 22 weist insgesamt einen kreisrunden Querschnitt auf - es kann jedoch auch derart ausgebildet sein, daß die Speicherstruktur ausschließlich oder hauptsächlich an einer Stelle angeordnete ist, an der bedingt durch die Gesamtform des Applikator-Haarerfassungselementes eine Haarumlenkung vorgesehen ist. Auf diese Weise wird auf das Haar nur dort beispielsweise ein Haarstyling oder Haarformungsprodukt als kosmetische Substanz übertragen, wo dies erforderlich ist. Insbesondere diese Ausbildung ist auch zur Formung von Locken oder anderen Stylingeffekten mit dem Lockenstab vorteilhaft.

    [0057] Die Fig. 23 - 26 zeigen Applikator-Haarerfassungselemente mit im Längsschnitt jeweils unterschiedlicher Struktur. Es versteht sich, daß dabei zwischen den einzelnen Strukturen mehrere Kombinationsmöglichkeiten gegeben sind, die dieser Konzeption ebenfalls unterliegen. Wie bereits anhand von Fig. 22 erläutert, sind am Applikator-Haarerfassungselement nur bestimmte Bereiche mit einer Speicherstruktur und/oder kosmetischer Substanz versehen. In Fig. 23 ist in Längsrichtung eine Unterteilung - im Gegensatz zur Fig. 22 in der eine Unterteilung in Querrichtung, also über den Umfang ausgebildet ist - des Applikator-Haarerfassungselementes 4 vorgesehen. Hierbei werden die freien Stirnflächen 32 bzw. die stromabwärtigen Enden der Applikator-Haarerfassungselemente mit einer Speicherstruktur und/oder kosmetischen Substanz versehen, die insbesondere zur Applizierung von Haarwurzel pflegenden Substanzen oder Kopfhaut pflegenden Substanzen geeignet ist. Die Mantelfläche 33 ist dabei frei von einer Applizierbarkeit einer kosmetischen Substanz ausgebildet oder mit einer Speicherstruktur und/oder kosmetischen Substanz versehen, die zur Applizierung von speziell haarpflegenden Substanzen geeignet ist. In einer weiteren Variante wird nur über die Mantelflächen 33 eine kosmetische Substanz appliziert, nicht jedoch über die freien Stirnflächen 32.

    [0058] Alle diese Strukturen sind auch insofern miteinander kombinierbar, als daß das Applikator-Haarerfassungselement wie in Fig. 23 dargestellt, einen Träger 29 aufweist, der als stabförmiger Vollkörper oder innen hohl ausgebildet ist. Der Träger 29 ist vorzugsweise ähnlich dem Haarerfassungselement 3 stabförmig als Kunststoffinger ausgebildet.

    [0059] Weitere Kombinationsmöglichkeiten in der Struktur ergeben sich dadurch, daß die als vom Träger 29 oder Haarerfassungselement lösbar oder aufsteckbar dargestellte Speicherstruktur und/oder kosmetische Substanz des Applikator-Haarerfassungselementes mit ähnlicher Struktur auch als Applikator-Haarerfassungselemente mit unlösbar befestigter Speicherstruktur ausgebildet sein kann und umgekehrt.

    [0060] In Fig. 23 ist beispielsweise der Träger 29 völlig mit einer Speicherstruktur 28 und/oder einer kosmetischen Substanz umhüllt. Dabei ist die Speicherstruktur fest durch eine Beschichtung mit dem Träger verbunden.

    [0061] In Fig. 24 bildet die hülsenförmige Speicherstruktur 28 nicht nur eine Struktur zur Aufnahme der kosmetischen Substanz sondern auch eine Trägerstruktur, die die nötige mechanische Biegesteifigkeit und sonstige Stabilität des Applikator-Haarerfassungselementes bereitstellt.

    [0062] Fig. 25 zeigt einen hülsenförmigen Träger 29 an dessen Innenseite ein Depot 34 für die kosmetische Substanz und an dessen Außenseite eine Speicherstruktur 28 angeordnet ist. Gerade bei diesem Ausführungsbeispiel muß die Speicherstruktur 28 nicht unverformbar sondern kann auch schwammartig verformbar ausgebildet sein. Die Innenseite des Depots 34 ist beispielsweise mit einer dünnen Blisterfolie gehalten. In Fig. 25 nicht dargestellt sind die Durchtrittsöffnungen in dem hülsenartigen Träger 29, damit die kosmetische Substanz des Depots 34 in die Speicherstruktur 28 übertragbar ist.

    [0063] Das Applikator-Haarerfassungselement 4 nach Fig. 25 ist nochmals mit Fig. 28 gezeigt, wobei gerade ein Haarerfassungselement 3 in den Innenraum des Applikator-Haarerfassungselements 4 eingeschoben wird. Dabei ist der freie Innendurchmesser des Trägers 29 bzw. in gewisser Weise auch des Depots 34 auf den Außendurchmesser des einzusteckenden Haarerfassungselements 3 abgestimmt. Diese Innen- und Außendurchmesser sind derart ausgebildet, daß während des Einsteckens des Haarerfassungselementes 3 die kosmetische Substanz im Depot 34 durch die Durchtrittsöffnungen im Träger 29 hindurchgedrückt und damit in die Speicherstruktur weitergeleitet wird.

    [0064] Fig. 26 zeigt eine Struktur des Applikator-Haarerfassungselementes 4, bei der die den Träger 29 umhüllende Speicherstrukturschicht zusätzlich zur kosmetischen Substanz oder ausschließlich mit einem Indikatorfarbstoff 35versehen ist. Die weiter außenliegende Speicherstruktur 28 mit kosmetischer Substanz ohne Indikatorfarbstoff verdeckt somit den Indikatorfarbstoff solange, bis dieser durch den Verbrauch der außenliegenden kosmetischen Substanz zu Tage tritt. Auf diese Weise wird dem Anwender angezeigt, daß das Applikator-Haarerfassungselement keine kosmetische Substanz mehr enthält oder nur noch kosmetische Substanz für eine oder wenige Applikationen.

    [0065] Fig. 27 zeigt schematisch die Anlagerung eines feuchten Haares 36 während eines Haartrocknungsprozesses an einer Speicherstruktur 28, wie sie bei allen dargestellten Ausführungsformen ausgebildet sein kann. Beispielhaft ist mit Fig. 27 ein vergrößerter Ausschnitt X aus Fig. 24 an der Grenzfläche zwischen Speicherstruktur und Außenseite des Applikator-Haarerfassungselementes 4 gezeigt. Die Feuchtigkeit des Haares 36 bewirkt oder unterstützt, wie mit Fig. 27 gezeigt, ein Herauslösen der kosmetischen Substanz aus der Speicherstruktur 28 beispielsweise durch Kapillareffekte, Adsorbtion oder ähnliche Effekte.

    [0066] Nachfolgend wird ein besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel beschrieben. Hierbei wird die Speicherstruktur und die kosmetische Substanz durch eine Beschichtung eines Trägers des Applikator-Haarerfassungselementes erzeugt. Als Träger kann dabei ein wie zuvor beschrieben hülsenartiger hohler Körper dienen, der auf die bereits vorhandenen Haarerfassungselemente 3 des Werkzeugs 1, 10 aufgesteckt wird. In einer alternativen Ausführungsform fungieren alle oder einige Haarerfassungselemente des Werkzeugs 1, 10 als Träger und werden mit der Mischung aus der die Speicherstruktur bildenden Substanz und der kosmetischen Substanz beschichtet.

    [0067] Zur Verdeutlichung des Aufbaus und der Herstellung einer solchen Beschichtung wird nachfolgend beispielhaft ein möglicher Herstellprozess beschrieben.

    1. Herstellen einer Lösung aus dem Lösungsmittel Tetrahydrofuran (THF) und Hitad, wobei Hitad der Handelsname für ein Acryl-, bzw. Methaarcyl-Polymer ist.

    2. Eintauchen der unbeschichteten Träger in Röhren, in denen die Lösung nach 1. enthalten ist. Nach einigen Sekunden bzw. wenigen Minuten setzt sich auf diese Weise eine erste Schicht der Polymermatrix Hitad als Speicherstruktur am Träger ab. Es wird vorzugsweise für die erste Beschichtung nur die Speicherstruktur und nicht die kosmetische Substanz am Träger angelagert. Das Lösungsmittel THF dient dabei zum Anlösen der Trägeroberfläche und verbessert damit die Haftung der Speicherstruktur am Träger, der beispielsweise aus Polycarbonat ist. Die Zeit des Eintauchens ist beispielsweise durch das Abwiegen der Träger während des Eintauchens festlegbar, so daß auf die Beschichtungsdicke zurückgeschlossen werden kann. Später wird dieser Wiegeprozess durch Erfahrungswerte für die nötige Einwirkzeit ersetzt.

    3. Lufttrocknung der beschichteten Träger, so daß das Lösungsmittel (z.B. Chloroform oder THF) verdampft.

    4. Erstellen einer Mischungslösung aus einem Lösungsmittel z.B. Chloroform, einer oder mehrerer kosmetischer Substanzen, z.B. PVP (= Polyvinylpyrrolydon) und einer Substanz für die Speicherstruktur wie z.B. die Polymermatrix Hitad. Die Mischung wird mit hoher Drehzahl und häufigem Richtungswechsel vermischt, so daß eine hohe Scherung der Mischung erzeugt und die Bildung der Strudelstruktur begünstigt wird. Es wird also ein wasserunlösliches Polymer für die Speicherstruktur mit einem wasserlöslichen Polymer für die kosmetische Substanz (mit dem Lösungsmittel) vermischt. Anstelle von Hitad können viele andere Polymere verwendet werden, die vorzugsweise durch Strahlung wechselseitig gebunden (engl.: crosslinked) werden, die eine geringe Wasseradsorption bzw. keine Wasseradsorption und eine hohe Festigkeit und Steifigkeit aufweisen. Statt PVP kann jedes andere Haarpflegende oder hautpflegende Produkt verwendet werden, das ein wasserlöslichen Polymer ist und zu einer nicht klebrigen flexiblen Schicht auf dem Haar trocknet. PVP ist in trockenem Zustand in fester Phase. Welche kosmetische Substanz letztlich verwendet wird, hängt von den gewünschten Eigenschaften der kosmetischen Substanz für Haut oder Haar ab.

    5. Eintauchen der gemäß den Schritten 1 bis 3 vorbehandelten Träger und Trocknen derselben. Anschließend oder während des Eintauchens Abwiegen der Träger um die gewünschte Schichtdicke zu kontrollieren. Auch dieser Wiegeprozessschritt wird später durch einen Erfahrungswert für die Eintauchzeit ersetzt.

    6. Wiederholen des Schrittes 5 bis das gewünschte Beschichtungsgewicht auf dem Träger niedergeschlagen ist. Auf diese Weise werden die Portionsmengen an kosmetischer Substanz festgelegt, die je Aktivierung aus den Poren der Speicherstruktur austreten bzw. mit Wasser anlösbar und somit verfügbar sind.

    7. Einsetzen der beschichteten Träger in eine versiegelte Tasche in StickstoffAtmosphäre. Der Stickstoff bewirkt eine Verdrängung des Sauerstoffes, der die nachfolgende Polymerisation des Hitad behindern würde.

    8. Aushärten der Polymermatrix (Hitad) mittels (Licht- oder) Elektronenstrahlung mit einer definierten Intensität, z.B. 2 Mrad.



    [0068] Auf diese Weise sind z.B. vier Eintauchvorgänge in die PVP enthaltende Mischung erfolgt, so daß eine PVP Portionsmenge von etwa je 100mg für fünf Aktivierungen verfügbar ist. Vorzugsweise ist in den Applikator-Haarerfassungselementen für zwei bis 50 Aktivierungen ausreichende und stets etwa gleichbleibend viel kosmetische Substanz gespeichert. In einer besonderen Ausführungsform ist für zwischen 4 und 30, oder 10 bis 20, oder vorzugsweise für 20 oder 25 Anwendungen ausreichend kosmetische Substanz in der Speicherstruktur gespeichert.

    [0069] Figur 29 zeigt schematisch den auf diese Weise erzeugten Schichtaufbau angrenzend an den Träger 29 der Speicherstruktur 28 und der kosmetischen Substanz in Schnittdarstellung. Die Speicherstruktur 28 bzw. die Polymermatrix Hitad bildet im Schnitt eine steife, wasserunlösliche Gerüststuktur mit dazwischenliegenden, schlangenartig, verwundenen Hohlräumen 31, wobei die Hohlräume31 vor der Nutzung mit der kosmetischen Substanz aufgefüllt sind. Auf diese weise bilden die Hohlräume 31 bzw die kosmetische Substanz mit der Speicherstruktur eine strudel- oder lasagneartige Schichtstruktur. Die länglichen kanalartigen Hohlräume 31 werden erst nach Verbrauch der kosmetischen Substanz zu solchen. Die Enden der Hohlräume 31 an der Außenseite der Beschichtung bilden dabei die Öffnungen bzw. Mikroporen 30 aus denen die kosmetische Substanz austritt und an das Haar oder die Kopfhaut übergeben wird. Die in Fig. 29 dargestellte Dicke der Beschichtung A bestimmt letztlich die Anzahl der möglichen Akitivierungen bzw. verfügbaren Portionen mit kosmetischer Substanz. Die Beschichtungsdicke A kann dabei zwischen wenigen Mikrometern und einigen Millimetern betragen. Durch das oben beschriebene Eintauchverfahren sind jedoch extrem dünne Beschichtungen herstellbar, so daß mit einer Beschichtungsdicke von weniger als einem Millimeter, vorzugsweise weniger als 0,1 mm, insbesondere vorzugsweise weniger als 0,05 mm ausreichend ist, um eine Speicherstruktur und kosmetische Substanz für 10 oder 20 Anwendungen bereitzustellen, Somit ist durch das Beschichten mittels eines Eintauchverfahrens nicht nur ein sehr wirtschaftliches Herstellverfahren gegeben, sondern auch ein Verfahren, das eine Beschichtung erzeugt die die äußeren Abmessungen und die Form der zu beschichtenden Haarerfassungselemente oder Träger kaum wesentlich beeinflußt. Dies ist insbesondere für solche Haarerfassungselemente 3 bzw. Haarerfassungselemente 4 von Vorteil, die sehr länglich und stabförmig ausgebildet sind, wie bei denen nach den Fig. 1 bis 9, die zur Erzeugung von Volumen an Stand im Haar geeignet sind. Diese dünne Beschichtungsdicke erweist sich auch insbesondere in Kombination mit Haarerfassungselementen 3 als vorteilhaft die zu Vibrationen angeregt werden und daher klar definierte mechanische bzw. Biegesteifigkeit Anforderungen erfüllen müssen.

    [0070] Es versteht sich, daß auch andere Schichtstrukturen ähnliche Effekte mit sich bringen. Die dargestellte Strudelstruktur wird jedoch deshalb bevorzugt, weil die Extraktionsgeschwindigkeit der kosmetischen Substanz aus den länglichen Kanälen je Anwendung schneller geschieht.

    [0071] Sobald Wasser an die Außenseite der Beschichtung gelangt, erreicht das Wasser auch die Öffnungen bzw. Mikroporen 30 und dringt damit zur kosmetischen Substanz vor und löst diese an. Dieses lösende Wasser wird durch das nasse Haar für eine kurze Zeit (bis zur Trocknung) bereitgestellt. Je mehr kosmetische Substanz innerhalb einer Anwendung aus den Zwischenräumen bzw. Hohlräumen 31 der Speicherstruktur 28 extrahiert ist, desto weiter muß das Wasser im länglichen Kanal bzw. Hohlraum 31 eindringen um kosmetische Substanz zu lösen und weiterhin zu extrahieren. Durch die Anlösung der kosmetischen Substanz mit Wasser dehnt sich diese in ihrem Volumen so weit aus, daß sie an den Öffnungen 30 zur Verfügung steht. Es besteht also ein sehr großer Volumenunterschied zwischen der festen ungelösten kosmetischen Substanz und der gelösten Substanz.

    [0072] Alternativ oder ergänzend zur Aktivierung der kosmetischen Substanz mit Wasser kann diese auch durch Wärme und/oder durch Vibration gelöst werden bzw. der Austritt aus den Mikroporen 30 beschleunigt werden. Hierzu werden in der Regel entweder kosmetische Substanzen verwendet, die dementsprechende physikalische Eigenschaften aufweisen oder es werden entsprechende Additive zur Mischung gemäß Prozeßschritt 4 beigefügt, beispielsweise werden Wachse in die kosmetische Substanz beigemischt, so daß die vom Haartrockner erzeugte warme Luft an den Haarerfassungselementen entlangstreicht und die kosmetische Substanz verflüssigt bzw. die Konsistenz so weit verändert, daß ein Austritt der kosmetischen Substanz aus den Öffnungen möglich ist.

    [0073] Sobald die für eine Anwendung etwa zur Verfügung stehende Portionsmenge an kosmetischer Substanz verbraucht ist, muß das Applikator-Haarerfassungselement, bzw. die in der Speicherstruktur gespeicherte kosmetische Substanz soweit aktiviert oder regeneriert werden, daß kosmetische Substanz aus den inneren bzw. hinteren benachbart zum Träger 29 liegenden Abschnitten hin zur Außenfläche der Beschichtung bzw. zu den Öffnungen 30 hin transportiert wird und damit für eine weitere Anwendung zur Verfügung steht. Neben verschiedenen Verfahren, die eine sehr rasche Regenerierung und damit Neubeladung der äußeren Schichten der Hohlräume 31 bewirken, wird für das obige Ausführungsbeispiel mit z.B. PVP als kosmetischer Substanz und einem Acrylpolymer (Hitad) als Speicherstruktursubstanz die folgende Wiederregenerierung vorgeschlagen. Die Applikator-Haarerfassungselemente werden hierzu in eine Einrichtung gegeben, die zunächst grundsätzlich ähnlich aufgebaut sein kann wie die Einrichtung 25. Diese Einrichtung zur Regenerierung bzw. zur Aufrechterhaltung einer bestimmten Umgebungsfeuchtigkeit ist derart ausgebildet, daß an den Außenflächen der Applikator-Haarerfassungselemente eine Luftfeuchtigkeit von 60, 70, 80 oder 90 %, vorzugsweise 80% oder ein Wert zwischen diesen Werten für einige Stunden z.B. für 8 Stunden anliegt. Durch diese Luftfeuchtigkeit, diffundiert ebenfalls feuchte Luft in die Mikroporen 30, die entstanden sind, nachdem zum ersten Mal kosmetische Substanz aus diesen Poren extrahiert wurde. Die feuchte Luft kommt somit in Kontakt mit der festen kosmetischen Substanz. Die kosmetische Substanz adsorbiert die Feuchtigkeit, wird gelöst und wird im Hohlraum 31 entlang weiter transportiert bzw. dehnt sich darin aufgrund des großen Volumenunterschiedes der gelösten kosmetischen Substanz zur festen kosmetischen Substanz aus. Die kosmetische Substanz quillt in den Hohlräumen der Speicherstruktur auf, zumindest bis diese ganz ausgefüllt sind. Nach einigen Stunden erreicht auf diese Weise die kosmetische Substanz PVP in gelöstem Zustand die Außenseite der Beschichtung. Wenn nun der Haartrockner das nächste Mal benutzt wird, ist es diese gelöste kosmetische Substanz die durch das nasse Haar extrahiert wird. Nachdem die Speicherstruktur 28 sich dadurch auszeichnet, daß sie unverändert von diesen Lösungsprozessen an der kosmetischen Substanz ihre Struktur beibehält, bleiben die länglichen Kanäle 31 erhalten, über die die kosmetische Substanz transportiert wird. Auf diese Weise steht auch für alle weiteren Anwendungen etwa die gleiche Menge an kosmetischer Substanz je Aktivierung bzw. Anwendung zur Verfügung.

    [0074] Die Einrichtung zur Aufrechterhaltung der Umgebungsfeuchtigkeit bzw. zur Regenerierung der Applikator-Haarerfassungselemente nach einer Benutzung ist derart ausgebildet, daß die Applikator-Haarerfassungselemente an ihren beschichteten Flächen von einer Umhüllung umgeben sind, in der ein wasserabsorbierendes Gewebe, ein Stoff oder ein Schwamm enthalten sind, um die gewünschte Luftfeuchtigkeit aufrechtzuerhalten. Vorzugsweise ist diese Einrichtung verschließbar, um eine Verdunstung zu vermeiden. Die Wiederregenerierung dauert solange, bis sich ein Equilibrationszustand zwischen der kosmetischen Substanz und der Luftfeuchtigkeit eingestellt hat.

    [0075] Als Substanz für die Speicherstruktur kommen in der Hauptsache wasserunlösliche oder nahezu wasserunlösliche Substanzen infrage, die zu dem vorzugsweise in einem Niedertemperaturverfahren aushärtbar sind, wie z.B. einem Licht- oder Elektronenbestrahlungsverfahren, so daß auch kosmetische Substanzen verwendet werden können, die sehr temperaturempfindlich sind. In vorteilhafter Weise ist die Substanz für die Speicherstruktur möglichst wenig spröde und weist gute Hafteigenschaften am Träger auf. Als kosmetische Substanz kommt Polyvinylpoyrolidon mit einem Molekulargewicht von vorzugsweise 200 000 oder einem anderen Molekulargewicht oder eine nahezu verwandte Substanz in Frage. Als weitere Additive oder eigenstände kosmetische Substanzen sind parfümierende Stoffe mit einem Gewichtsanteil von z.B. 2 % zur Mischung nach Verfahrensschritt 4, Schmelzpunkt herabsetzender Substanzen, wie Polyäthylenglycolwachse mit einem Gewichtsanteil in der Mischung nach Verfahrensschritt 4 von 1 - 10%, Konditionierer, die die Haftung der kosmetischen Substanz am Haar modifizierende Substanzen, acrylmodifzierende Substanzen um die Härte einzustellen, Haarschutzadditive, Glanz- und Kämmbarkeit verbessernde Substanzen u.a. beifügbar. Die kosmetische Substanz ist vor der Aktivierung in flüssiger, fester oder gasförmiger und nach der Aktivierung vorzugsweise in flüssiger oder gasförmiger Phase.

    [0076] Natürlich können die Applikator-Haarerfassungselemente an einem Haartrockner oder einer anderen Bürstvorrichtung mit zueinander unterschiedlichen Beschichtungen versehen werden. Dies kann z.B. durch die Verwendung von mehr als einer Eintauchlösung realisiert werden. Auch ist durch unterschiedlich tiefes Eintauchen der Träger bzw. Applikator-Haarerfassungselemente in die Eintauchlösung ein über die Länge gesehen unterschiedlicher Schichtaufbau auf einfache Weise realisierbar. Beispielsweise wird ein Haarerfassungselement oder ein Träger ganz in eine Lösung für eine parfümierende Beschichtung und bei den nachfolgenden Eintauchvorgängen nur weniger tief in andere Lösungen eingetaucht, so daß ein für alle Anwendungen freiliegender Beschichtungsabschnitt vorliegt, über den keine weiteren kosmetischen Substanzen angeordnet sind.

    [0077] Diese parfümierte Substanz wird beispielsweise durch die warme Luft des Haartrockners freigesetzt.

    [0078] In vorteilhafter Weise wird durch die vorgeschlagene Kombination von Applikator-Haarerfassungselementen an einem Haartrockner erreicht, daß stets die optimale Menge an Substanz dem Haar verabreicht wird. Je nach Art der kosmetischen Substanz und der Speicherstruktur nimmt das Haar vom Applikator-Haarerfassungselement nur kosmetische Substanz bis zu einer bestimmten Sättigungsmenge an, die von der Struktur, Beschaffenheit und dem Zustand der Haare oder vom Appllkator-Haarerfassungselement vorgegeben ist. Es ist kein Auswaschen eines Überschusses an kosmetischer Substanz mehr nötig. Es wird nie zu wenig Substanz im Haar appliziert. Die Substanz wird optimal auf dem Kopf und im Haar (vom Ansatz bis zur Spitze) dementsprechende durch eine Bewegung verteilt. Das Einbringen der kosmetischen Substanz, das Styling und das Haaretrocknen erfolgt in einem Arbeitsschritt. Ein ermüdendes Einmassieren oder Einkneten der kosmetischen Substanz mit der Hand entfällt (zumindest teilweise). Ein Kontakt der kosmetischen Substanz mit den Händen wird weitgehend vermieden. Die Applikation der kosmetischen Substanz ist wesentlich einfacher handhabbar. Die kosmetische Substanz wird gezielt an das Haar oder die Kopfhaut abgegeben. Ist die im Applikator-Haarerfassungselement gespeicherte kosmetische Substanz verbraucht, so wird dieses einfach durch ein neues ersetzt. Während der Applikation auf das Haar wird das Haar gleichzeitig getrocknet und gleichzeitig geformt.


    Ansprüche

    1. Werkzeug zur Haarbehandlung, insbesondere Haarformung und/oder Haartrocknung, das mit der Luftaustrittsseite (9) eines luftdurchströmten Haarpflegegerätes (2) verbindbar ist, und das mehrere Haarerfassungselemente (3) aufweist, wobei die kosmetische Substanz im Applikator-Haarerfassungselement (4) gespeichert ist und wobei zumindest eines dieser Haarerfassungselemente (3) als Applikator-Haarerfassungselement (4) mit Bereichen ausgebildet ist, von denen eine kosmetische Substanz abgebbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Applikator-Haarerfassungselement (4) und die kosmetische Substanz derart ausgebildet sind, daß der Austritt der kosmetischen Substanz aus dem Applikator-Haarerfassungselement (4) durch Feuchtigkeit aktivierbar ist.
     
    2. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Applikator-Haarerfassungselement (4) und die kosmetische Substanz derart ausgebildet sind, daß der Austritt der kosmetischen Substanz aus dem Applikator-Haarerfassungselement (4) zusätzlich durch Wärme mit einer Temperatur zumindest größer als Raumtemperatur aktivierbar ist.
     
    3. Werkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Applikator-Haarerfassungselement (4) und die kosmetische Substanz derart ausgebildet sind, daß der Austritt der kosmetischen Substanz aus dem Applikator-Haarerfassungselement (4) zusätzlich durch Vbration aktivierbar ist.
     
    4. Werkzeug nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Applikator-Haarerfassungselement (4) ausschließlich kosmetische Substanz aufweist.
     
    5. Werkzeug nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Applikator-Haarerfassungselement (4) eine vorzugsweise im wesentlichen unverformbare Speicherstruktur (28) aufweist, in der die kosmetische Substanz gespeichert ist.
     
    6. Werkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Applikator-Haarerfassungselement (4) ausschließlich die im wesentlichen unverformbare Speicherstruktur (28) und die kosmetische Substanz aufweist.
     
    7. Werkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Applikator-Haarerfassungselement (4) einen im wesentlichen biegesteifen Träger (29) aufweist, der als Vollkörper, vorzugsweise als Kunststoffinger, oder als Hohlkörper ausgebildet ist und an dem die Speicherstruktur (28) und/oder die kosmetische Substanz gelagert ist.
     
    8. Werkzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (29) von der Speicherstruktur (28) und/oder der kosmetischen Substanz im wesentlichen ummantelt ist.
     
    9. Werkzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Speicherstruktur (28) und/oder die kosmetische Substanz, die insbesondere als Hülse ausgebildet ist, auf dem Träger des Applikator-Haarerfassungselementes (4) aufsteckbar ist.
     
    10. Werkzeug nach Anspruch 1 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Applikator-Haarerfassungselemente (4) vorgesehen sind, die mit den übrigen Haarerfassungselementen (3) lösbar verbunden sind.
     
    11. Werkzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die kosmetische Substanz und die Speicherstruktur (28) getrennt zueinander angeordnet sind, wobei die kosmetische Substanz innerhalb und die Speicherstruktur (28) außerhalb des Trägers (29) angeordnet sind und der Träger Öffnungen zum Durchtritt der kosmetischen Substanz in die Speicherstruktur (28) aufweist.
     
    12. Werkzeug nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Applikator-Haarerfassungselement (4) unabhängig vom Füllungszustand mit kosmetischer Substanz gleiche Form und Größe aufweist.
     
    13. Werkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Applikator-Haarerfassungselement (4) an der Außenfläche Mikroporen (30) mit einer Öffnungsgröße kleiner 1 mm, vorzugsweise kleiner 0,05 mm, vorzugsweise kleiner 0,015 mm Durchmesser zum Austritt der kosmetischen Substanz aufweist.
     
    14. Werkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Applikator-Haarerfassungselement (4) und/oder die kosmetische Substanz derart ausgebildet sind, daß die Austrittsmenge der kosmetischen Substanz aus dem Applikator-Haarerfassungselement (4) unabhängig von deren Konzentration im Applikator-Haarerfassungselement (4) ist.
     
    15. Werkzeug nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Applikator-Haarerfassungselement (4) und/oder die kosmetische Substanz derart ausgebildet sind, daß je Aktivierung des Applikator-Haarerfassungselement (4) nur eine begrenzte Austrittsmenge, die vorzugsweise je Aktivierung etwa gleich groß ist, der kosmetischen Substanz vorgesehen ist.
     
    16. Werkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Speicherstruktur (28) als eine wasserunlösliche, poröse, wechselseitig gebundene Polymermatrix ausgebildet ist.
     
    17. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Polymermatrix ein Acryl-, Methaacryl-, Epoxy-, Polystyren-, Polyurethan-, Polyolefin-, Polyamid- oder Silikon-Kunststoff ist.
     
    18. Werkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Speicherstruktur (28) Hohlräume (31) zur Aufnahme der kosmetischen Substanz aufweist, wobei insbesondere die Hohlräume als längliche Kanäle ausgebildet sind.
     
    19. Werkzeug nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die kosmetische Substanz ein Kopfhaut- oder/und Haarpflegemittel ist, insbesondere ein Haarschutzmittel, ein Haartönungsmittel, ein Haarkonditionierer, ein Haarstylingmittel, ein Duftstoff und/oder dgl.
     
    20. Werkzeug nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die kosmetische Substanz ein Polyvinylpyrrolydon, ein Polyvinylpyrrolydon-Vinylacetatcopolymer, ein Vinylcaprolactam-Vinylpyrrolydon-Dimethylamino-Ethyl-Methacrylat-Terpolymer und/oder dgl. ist.
     
    21. Werkzeug nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Applikator-Haarerfassungselemente (4) einen Indikatorfarbstoff (35) aufweisen, dessen Farbe abhängig vom Füllungszustand der Applikator-Haarerfassungselemente (4) mit kosmetischer Substanz ist.
     
    22. Werkzeug nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Applikator-Haarerfassungselemente (4) nur an ihren freien Endabschnitten Öffnungen bzw. Mikroporen für den Austritt von kosmetischer Substanz aufweisen, so daß eine gezielte Applikation der kosmetischen Substanz auf die Kopfhaut oder die Haarwurzelbereiche gewährleistet ist.
     
    23. Werkzeug nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Applikator-Haarerfassungselemente (4) zumindest an ihren freien Stirnflächen (32) geschlossenporig ausgebildet sind, so daß die kosmetische Substanz, insbesondere nur über die Mantelfläche (33) der Applikator-Haarerfassungselemente (4), auf die Haare applizierbar ist.
     
    24. Werkzeug nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Haarerfassungselementen Luftaustrittsöffnungen (6) vorgesehen sind, so daß erwärmte Luft an den Außenseiten der Applikator-Haarerfassungselemente (4) entlang zieht.
     
    25. Werkzeug nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug (1, 10) oder das Haarpflegegerät (2) eine Einrichtung (13, 14, 15, 16) zum Erzeugen von Vibrationen an den Haarerfassungselementen aufweist.
     
    26. Werkzeug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung (25) zur Aufnahme der Hülse vorgesehen ist, die zumindest eine zum Applikator-Haarerfassungselement (4) korrespondierende Bohrung (26) aufweist, so daß das Applikator-Haarerfassungselement (4) in die in der Bohrung (26) aufgenommene Hülse einsteckbar ist
     
    27. Werkzeug nach Anspruch 1 in Verbindung mit einer Einrichtung zur Aufrechterhaltung einer bestimmten Umgebungsfeuchtigkeit für das Applikator-Haarerfassungselement (4) zwischen den Anwendungen.
     
    28. Applikator-Haarerfassungselement zur Haarbehandlung, insbesondere Haarformung und/oder Haartrocknung, an dem Bereiche ausgebildet sind, von denen eine kosmetische Substanz abgebbar ist, und das mit der Luftaustrittsseite (9) eines luftdurchströmten Haarpflegegeräts (2) verbunden oder verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Applikator-Haarerfassungselement (4) und die kosmetische Substanz derart ausgebildet sind, daß der Austritt der kosmetischen Substanz aus dem Applikator-Haarerfassungselement durch Feuchtigkeit aktivierbar ist.
     
    29. Applikator-Haarerfassungselement nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß das Applikator-Haarerfassungselement (4) und die kosmetische Substanz derart ausgebildet sind, daß der Austritt der kosmetischen Substanz aus dem Applikator-Haarerfassungselement (4) zusätzlich durch Wärme mit einer Temperatur zumindest größer als Raumtemperatur, vorzugsweise größer als 22°C und/oder Vibration aktivierbar ist.
     
    30. Applikator-Haarerfassungselement nach Anspruch 28, gekennzeichnet durch die kennzeichnenden Merkmale eines der Ansprüche 3 bis 8 oder 11 bis 23.
     
    31. Verfahren zur Applikation einer kosmetischen Substanz mit einem Applikator-Haarerfassungselement nach Anspruch 28 bis 30, eines Werkzeugs nach einem der Ansprüche 1 bis 27, für ein luftdurchströmtes Haarpflegegerät, dadurch gekennzeichnet, daß die kosmetische Substanz selbsttätig durch den Kontakt des Applikator-Haarerfassungselements mit dem nassen Haar auf das Haar appliziert wird.
     
    32. Verfahren zur Herstellung eines Applikator-Haarerfassungselementes, insbesondere nach Anspruch 28 bis 30, für ein luftdurchströmtes Haarpflegegerät mit einer Speicherstruktur und einer homogen darin verteilten kosmetischen Substanz, wobei die kosmetische Substanz und die die Speicherstruktur bildende Substanz vermischt werden, die die Speicherstruktur bildende Substanz polymerisiert und/oder wechselseitig verbunden wird, so daß eine wasserunlösliche, poröse Polymermatrix entsteht, in deren Poren die kosmetische Substanz homogen verteilt ist.
     
    33. Verfahren nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, daß das unbeschichtete Haarerfassungselement in einem Tauchverfahren mit der Polymermatrix und der kosmetischen Substanz beschichtet wird.
     
    34. Verwendung eines an der Luftaustrittsseite eines luftdurchströmtes Haarpflegegerätes angeordneten Applikator-Haarerfassungselementes, an dem Bereiche ausgebildet sind, von denen eine kosmetische Substanz abgebbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Applikator-Haarerfassungselement und die kosmetische Substanz derart ausgebildet sind, daß der Austritt der kosmetischen Substanz aus dem Applikator-Haarerfassungselement durch Feuchtigkeit aktivierbar ist.
     
    35. Verwendung eines an der Luftaustrittsseite eines luftdurchströmtes Haarpflegegerätes angeordneten Applikator-Haarerfassungselementes, an dem Bereiche ausgebildet sind, von denen eine kosmetische Substanz abgebbar ist nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, daß das Applikator-Haarerfassungselement und die kosmetische Substanz derart ausgebildet sind, daß der Austritt der kosmetischen Substanz aus dem Applikator-Haarerfassungselement durch Wärme mit einer Temperatur zumindest größer als Raumtemperatur bzw. 22°C und/oder Vibration aktivierbar ist.
     
    36. Verwendung eines Applikator-Haarerfassungselementes nach Anspruch 34, gekennzeichnet durch die Verwendung mit Merkmalen nach zumindest einem der Ansprüche 28, 29 oder 30.
     


    Claims

    1. An implement for the treatment of hair, in particular for the styling and/or drying of hair, which is adapted to be attached to the air exit end (9) of an air-moving hair-care appliance (2) and includes several hair pickup elements (3), with a cosmetic substance being stored in the applicator hair pickup element (4) and at least one of said hair pickup elements (3) being configured as applicator hair pickup element (4) having zones adapted for dispensing a cosmetic substance, characterized in that the applicator hair pickup element (4) and the cosmetic substance are configured in such fashion that the process of dispensing the cosmetic substance from the applicator hair pickup element (4) is activatable by humidity.
     
    2. The implement as claimed in claim 1, characterized in that the applicator hair pickup element (4) and the cosmetic substance are configured in such fashion that the process of dispensing the cosmetic substance from the applicator hair pickup element (4) is activatable additionally by heat at a temperature at least higher than room temperature.
     
    3. The implement as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the applicator hair pickup element (4) and the cosmetic substance are configured in such fashion that the process of dispensing the cosmetic substance from the applicator hair pickup element (4) is activatable additionally by vibration.
     
    4. The implement as claimed in claims 1 to 3, characterized in that the applicator hair pickup element (4) comprises solely a cosmetic substance.
     
    5. The implement as claimed in claims 1 to 3, characterized in that the applicator hair pickup element (4) has a preferably substantially non-deformable storage structure (28) in which the cosmetic substance is held.
     
    6. The implement as claimed in claim 5, characterized in that the applicator hair pickup element (4) is configured solely from the substantially non-deformable storage structure (28) and the cosmetic substance.
     
    7. The implement as claimed in claim 5, characterized in that the applicator hair pickup element (4) includes a substantially flexurally rigid substrate support (29) configured as a solid body, preferably as a plastic finger, or as a hollow body carrying the storage structure (28) and/or the cosmetic substance.
     
    8. The implement as claimed in claim 7, characterized in that the substrate (29) is substantially sheathed by the storage structure (28) and/or the cosmetic substance.
     
    9. The implement as claimed in claim 8, characterized in that the storage structure (28) and/or the cosmetic substance, which is in particular configured as a sleeve, is adapted to be plugged onto the substrate of the applicator hair pickup element (4).
     
    10. The implement as claimed in claim 1 or 7, characterized in that several applicator hair pickup elements (4) are provided which are detachably connected to the remaining hair pickup elements (3).
     
    11. The implement as claimed in claim 7, characterized in that the cosmetic substance and the storage structure (28) are arranged separate from each other, with the cosmetic substance being disposed inside and the storage structure (28) outside the substrate (29), and said substrate having openings for passage of the cosmetic substance into the storage structure (28).
     
    12. The implement as claimed in claims 1 to 3, characterized in that the applicator hair pickup element (4) has the same shape and size regardless of the filling level of the cosmetic substance.
     
    13. The implement as claimed in claim 3, characterized in that on its outer surface the applicator hair pickup element (4) has micro pores (30) with a diameter smaller than 1 mm, preferably smaller than 0.05 mm, preferably smaller than 0.015 mm for discharge of the cosmetic substance.
     
    14. The implement as claimed in claim 3, characterized in that the applicator hair pickup element (4) and/or the cosmetic substance are configured in such fashion that the amount of cosmetic substance dispensed from the applicator hair pickup element (4) is independent of the substance's concentration in the applicator hair pickup element (4).
     
    15. The implement as claimed in claim 14, characterized in that the applicator hair pickup element (4) and/or the cosmetic substance are configured in such fashion that on each activation of the applicator hair pickup element (4) only a limited amount of the cosmetic substance is dispensed which is preferably of approximately like amount for each activation.
     
    16. The implement as claimed in claim 5, characterized in that the storage structure (28) is constructed as a water-insoluble, porous, cross-linked polymeric matrix.
     
    17. The implement as claimed in claim 1, characterized in that the polymeric matrix is a plastic material made of acrylate, methacrylate, epoxy, polystyrene, polyurethane, polyolefin, polyamide or silicone.
     
    18. The implement as claimed in claim 5, characterized in that the storage structure (28) includes cavities (31) for receiving the cosmetic substance, said cavities being in particular configured as elongate passageways.
     
    19. The implement as claimed in claims 1 to 3, characterized in that the cosmetic substance is an agent for the care of the scalp and/or the hair, in particular a hair-protection agent, a hair-dyeing agent, a hair conditioner, a hair-styling agent, an aromatic principle and/or the like.
     
    20. The implement as claimed in claim 19, characterized in that the cosmetic substance is a polyvinyl pyrrolidone, a polyvinyl pyrrolidone/vinyl acetate copolymer, a vinyl caprolactam/vinyl pyrrolidone/dimethylaminoethyl methacrylate terpolymer and/or the like.
     
    21. The implement as claimed in claims 1 to 3, characterized in that the applicator hair pickup elements (4) include a color indicator (35) whose color is dependent on the level to which the applicator hair pickup elements (4) are filled with cosmetic substance.
     
    22. The implement as claimed in claims 1 to 3, characterized in that the applicator hair pickup elements (4) have openings or micro pores for the passage of cosmetic substance at their free end sections only, thereby ensuring that the cosmetic substance is applied to selected regions of the scalp or the hair roots.
     
    23. The implement as claimed in claims 1 to 3, characterized in that the applicator hair pickup elements (4) have closed pores at least at their free end surfaces (32), so that the cosmetic substance can be applied to the hair in particular only via the envelope surface (33) of the applicator hair pickup elements (4).
     
    24. The implement as claimed in claims 1 to 3, characterized in that air exit openings (6) are provided between the hair pickup elements, causing heated air to flow along the outsides of the applicator hair pickup elements (4).
     
    25. The implement as claimed in claims 1 to 3, characterized in that the implement (1, 10) or the hair-care appliance (2) includes a device (13, 14, 15, 16) for generating vibrations on the hair pickup elements.
     
    26. The implement as claimed in claim 9, characterized in that a device (25) for receiving the sleeve is provided, which includes at least one bore (26) corresponding to the applicator hair pickup element (4), thereby enabling the applicator hair pickup element (4) to be inserted into the sleeve received in the bore (26).
     
    27. The implement as claimed in claim 1, in combination with a device for maintaining a predetermined ambient humidity for the applicator hair pickup element (4) between uses.
     
    28. An applicator hair pickup element for the treatment of hair, in particular for the styling and/or drying of hair, which includes zones that are adapted for dispensing a cosmetic substance and is attached or attachable to the air exit end (9) of an air-moving hair-care appliance (2), characterized in that the applicator hair pickup element (4) and the cosmetic substance are configured in such fashion that the process of dispensing the cosmetic substance from the applicator hair pickup element is activatable by humidity.
     
    29. The applicator hair pickup element as claimed in claim 28, characterized in that the applicator hair pickup element (4) and the cosmetic substance are configured in such fashion that the process of dispensing the cosmetic substance from the applicator hair pickup element (4) is activatable additionally by heat at a temperature at least higher than room temperature, preferably higher than 22°C and/or by vibration.
     
    30. The applicator hair pickup element as claimed in claim 28, characterized by the characterizing features of any one of the claims 3 to 8 or 11 to 23.
     
    31. A method of applying a cosmetic substance using an applicator hair pickup element according to claims 28 to 30, of an implement according to any one of the claims 1 to 27 for an air-moving hair-care appliance, characterized in that the application of the cosmetic substance to the hair takes place automatically by contact of the applicator hair pickup element with the wet hair.
     
    32. A method of manufacturing an applicator hair pickup element in particular according to claims 28 to 30, for an air-moving hair-care appliance having a storage structure and a cosmetic substance homogeneously distributed therein, wherein the cosmetic substance and the substance forming the storage structure are mixed and the substance forming the storage structure is polymerized and/or cross-linked, resulting in a water-insoluble, porous polymeric matrix in whose pores the cosmetic substance is distributed homogeneously.
     
    33. The method as claimed in claim 32, characterized in that the uncoated hair pickup element is coated with the polymeric matrix and the cosmetic substance by dipping.
     
    34. The use of an applicator hair pickup element disposed on the air exit end of an air-moving hair-care appliance and formed with zones that are adapted for dispensing a cosmetic substance, characterized in that the applicator hair pickup element and the cosmetic substance are configured in such fashion that the process of dispensing the cosmetic substance from the applicator hair pickup element is activatable by humidity.
     
    35. The use of an applicator hair pickup element disposed on the air exit end of an air-moving hair-care appliance and formed with zones that are adapted for dispensing a cosmetic substance according to claim 34, characterized in that the applicator hair pickup element and the cosmetic substance are configured in such fashion that the process of dispensing the cosmetic substance from the applicator hair pickup element is activatable by heat at a temperature at least higher than room temperature, i.e., more than 22°C, and/or by vibration.
     
    36. The use of an applicator hair pickup element according to claim 34, characterized by the use with features according to at least one of the claims 28, 29 or 30.
     


    Revendications

    1. Outil de traitement capillaire, notamment pour la mise en forme des cheveux et/ou le séchage des cheveux, qui peut être relié au côté de sortie d'air (9) d'un outil de soins capillaires (2) traversé par de l'air et qui comporte plusieurs éléments (3) de saisie des cheveux, dans lequel la substance cosmétique est stockée dans l'élément de saisie des cheveux formant applicateur (4) et dans lequel au moins l'un de ces éléments (3) de saisie des cheveux est agencé sous la forme d'un élément de saisie des cheveux formant applicateur (4) dans des parties au niveau desquelles une substance cosmétique peut être délivrée, caractérisé en ce que l'élément de saisie des cheveux formant applicateur (4) et la substance cosmétique sont conçus de telle sorte que la sortie de la substance cosmétique de l'élément de saisie des cheveux formant applicateur (4) peut être activée par une humidité.
     
    2. Outil selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de saisie des cheveux formant applicateur (4) et la substance cosmétique sont conçus de telle sorte que la sortie de la substance cosmétique de l'élément de saisie des cheveux formant applicateur (4) peut être activée en supplément par une chaleur à une température au moins supérieure à la température ambiante.
     
    3. Outil selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'élément de saisie des cheveux formant applicateur (4) et la substance cosmétique sont conçus de telle sorte que la sortie de la substance cosmétique de l'élément de saisie des cheveux formant applicateur (4) peut être activée en outre par une vibration.
     
    4. Outil selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'élément de saisie des cheveux formant applicateur (4) comporte exclusivement une substance cosmétique.
     
    5. Outil selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'élément de saisie des cheveux formant applicateur (4) possède une structure d'accumulation essentiellement indéformable (26), dans laquelle est stockée la substance cosmétique.
     
    6. Outil selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'élément de saisie des cheveux formant applicateur (4) comporte exclusivement la structure d'accumulation essentiellement indéformable (28) et la substance cosmétique.
     
    7. Outil selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'élément de saisie des cheveux formant applicateur (4) comporte un support (29) qui résiste essentiellement à la flexion et qui est agencé de préférence sous la forme d'un corps massif, de préférence sous la forme d'un doigt en matière plastique ou sous la forme d'un corps creux et sur lequel est disposée la structure d'accumulation (28) et/ou la substance cosmétique.
     
    8. Outil selon la revendication 7, caractérisé en ce que le support (29) est enveloppé pour l'essentiel par la structure d'accumulation (28) et/ou par la substance cosmétique.
     
    9. Outil selon la revendication 8, caractérisé en ce que la structure de mémoire (28) et/ou la substance cosmétique, qui est réalisée notamment sous la forme d'une douille, peuvent être enfichées sur le support de l'élément de saisie des cheveux formant applicateur (4).
     
    10. Outil selon la revendication 1 ou 7, caractérisé en ce qu'il est prévu plusieurs éléments de saisie des cheveux formant applicateurs (4), qui sont reliés de façon amovible aux autres éléments de saisie des cheveux.
     
    11. Outil selon la revendication 7, caractérisé en ce que la substance cosmétique et la structure d'accumulation (28) sont disposées séparément l'une de l'autre, la substance cosmétique étant disposée à l'intérieur du support (29) et la structure d'accumulation (28) étant disposée à l'extérieur de ce support, et le support comportant des ouvertures permettant le passage de la substance cosmétique dans la structure d'accumulation (28).
     
    12. Outil selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'élément de saisie des cheveux formant applicateur (4) comporte la même forme et la même taille indépendamment de l'état de remplissage par une substance cosmétique.
     
    13. Outil selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'élément de saisie des cheveux formant applicateur (4) possède sur la surface extérieure, des micropores (100) ayant un ouverture dont le diamètre est inférieur à 1 mm, de préférence inférieur à 0,05 mm et de préférence inférieur à 0,04 mm pour la sortie de la substance cosmétique.
     
    14. Outil selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'élément de saisie des cheveux formant applicateur (4) et/ou la substance cosmétique sont conçus de telle sorte que la quantité de la substance cosmétique sortant de l'élément de saisie des cheveux formant applicateur (4) est indépendante de la concentration dans l'élément de saisie des cheveux formant applicateur (4).
     
    15. Outil selon la revendication 14, caractérisé en ce que l'élément de saisie des cheveux formant applicateur (4) et/ou la substance cosmétique sont conçus de telle sorte qu'en fonction de l'activation de l'élément de saisie des cheveux formant applicateur (4), il n'est prévu qu'une quantité de sortie limitée, qui de préférence possède la même valeur en fonction de l'activation, de la substance cosmétique.
     
    16. Outil selon la revendication 5, caractérisé en ce que la structure d'accumulation (28) est agencée sous la forme d'une matrice polymère insoluble à l'eau, poreuse et liée selon une liaison interne.
     
    17. Outil selon la revendication 1, caractérisé en ce que la matrice polymère est une matière plastique acrylique, une matière plastique méthacrylique, de l'époxy, du polystyrène, du polyuréthane, une polyoléfine, du polyamide ou du silicone.
     
    18. Outil selon la revendication 5, caractérisé en ce que la structure d'accumulation (28) comporte des cavités (31) servant à loger la substance cosmétique, les cavités étant réalisées notamment sous la forme de canaux allongés.
     
    19. Outil selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la substance cosmétique est un agent du soin du cuir chevelu et/ou des cheveux, notamment un agent de protection des cheveux, un agent tonique pour les cheveux, un agent de conditionnement des cheveux, un agent de stylisation des cheveux, un parfum et/ou analogue.
     
    20. Outil selon la revendication 19, caractérisé en ce que la substance cosmétique est de la polyvinylpyrrolidone, un copolymère polyvinylpyrrolidone - acétate de vinyle, un terpolymère vinylcaprolactame-vinylpyrrolidone-diméthylaminoéthylméthacrylate et/ou analogue.
     
    21. Outil selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les éléments de saisie des cheveux formant applicateurs (4) comportent un colorant indicateur (35), dont la couleur dépend de l'état de remplissage des éléments de saisie des cheveux formant applicateurs (4) avec une substance cosmétique.
     
    22. Outil selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les éléments de saisie des cheveux formant applicateurs (4) possèdent des ouvertures des micropores pour la sortie de la substance cosmétique, uniquement au niveau de leurs sections d'extrémité libres, de sorte qu'une application ciblée de la substance cosmétique au cuir chevelu dans les zones des racines des cheveux est garantie.
     
    23. Outil selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les éléments de saisie des cheveux formant applicateurs (4) sont agencés avec des pores fermés au moins au niveau de leurs surfaces frontales libres (32) de sorte que la substance cosmétique peut être appliquée aux cheveux notamment uniquement sur la surface enveloppe (33) des éléments de saisie des cheveux formant applicateurs (4).
     
    24. Outil selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'entre les éléments de détection des cheveux sont prévus des ouvertures de sortie d'air (6), de sorte que de l'air chauffé circule le long des côtés extérieurs des éléments de saisie des cheveux formant applicateurs (4).
     
    25. Outil selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'outil (1,10) ou l'appareil de traitement capillaire (2) comporte un dispositif (13,14,15,16) pour la production de vibrations au niveau des éléments de saisie des cheveux.
     
    26. Outil selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'il est prévu un dispositif (25) pour loger la douille, qui comporte au moins un perçage (26) qui correspond à un élément de saisie des cheveux formant applicateur (4) de sorte que l'élément de saisie des cheveux formant applicateur (4) peut être enfiché dans la douille logée dans le perçage (26).
     
    27. Outil selon la revendication 1, en liaison avec un dispositif servant à maintenir une humidité d'environnement déterminée pour l'élément de saisie des cheveux formant applicateur (4) entre les utilisations.
     
    28. Elément de saisie des cheveux formant applicateur pour le traitement capillaire, notamment la mise en forme des cheveux et/ou le séchage des cheveux, sur lequel sont formés des zones, à partir desquelles une substance cosmétique peut être délivrée, et qui est relié ou peut être relié au côté de sortie de l'air (9) d'un appareil de soins capillaires (2) traversé par de l'air, caractérisé en ce que l'élément de saisie des cheveux formant applicateur (4) et la substance cosmétique sont conçus de telle sorte que la sortie de la substance cosmétique de l'élément de saisie des cheveux formant applicateur peut être activée par l'humidité.
     
    29. Elément de détection des cheveux formant applicateur selon la revendication 28, caractérisé en ce que l'élément de détection des cheveux formant applicateur (4) et la substance cosmétique sont conçus de telle sorte que la sortie de la substance cosmétique de l'élément de saisie des cheveux formant applicateur (4) peut être activée en outre par une chaleur à une température au moins supérieure à la température ambiante, de préférence supérieure à 22°C, et/ou par vibration.
     
    30. Elément de saisie des cheveux formant applicateur selon la revendication 28, caractérisé par les éléments caractéristiques de l'une des revendications 3 à 8 ou 11 à 23.
     
    31. Procédé d'application d'une substance cosmétique à l'aide d'un élément de saisie des cheveux formant applicateur selon les revendications 28 à 30, d'un outil selon l'une des revendications 1 à 27, pour un appareil de soins capillaires traversé par de l'air, caractérisé en ce que la substance cosmétique est appliquée automatiquement aux cheveux sous l'effet du contact de l'élément de saisie des cheveux formant applicateur avec les cheveux humides.
     
    32. Procédé pour fabriquer un élément de saisie des cheveux formant applicateur, notamment les revendications 28 à 30, pour un appareil de soins capillaires traversé par de l'air, comportant une structure d'accumulation, et une substance cosmétique répartie de façon amovible dans la structure, la substance cosmétique et la substance formant une structure d'accumulation étant mélangées, et la substance formant la structure d'accumulation étant polymérisée et/ou liée selon une liaison interne de sorte qu'on obtient une matrice polymère poreuse insoluble à l'eau, dans les pores de laquelle la substance cosmétique est répartie de façon homogène.
     
    33. Procédé selon la revendication 32, caractérisé en ce que l'élément de saisie des cheveux non recouverts est recouvert dans un procédé d'immersion par la matrice polymère et par la substance cosmétique.
     
    34. Utilisation d'un élément de saisie des cheveux formant applicateur, qui est disposé sur le côté de sortie de l'air d'un appareil de soins capillaires traversé par de l'air, et sur laquelle sont formées, des zones qui délivrent une substance cosmétique, caractérisée en ce que l'élément de saisie des cheveux formant applicateur et la substance cosmétique sont conçus de telle sorte que la sortie de la substance cosmétique sortant de l'élément de saisie des cheveux formant applicateur peut être activée par une humidité.
     
    35. Utilisation d'un élément de saisie des cheveux formant applicateur, disposé sur le côté de sortie de l'air d'un appareil de soins capillaires traversé par de l'air, et dans lequel sont formées des zones, qui délivrent une substance cosmétique, selon la revendication 34, caractérisée en ce que l'élément de saisie des cheveux formant applicateur et la substance cosmétique sont conçus de telle sorte que la sortie de la substance cosmétique de l'élément de saisie des cheveux formant applicateur peut être activée par application d'une chaleur avec une température au moins supérieure à la température ambiante ou 22°C et/ou par vibration.
     
    36. Utilisation d'un élément de saisie des cheveux formant applicateur selon la revendication 34, caractérisée par l'utilisation avec des caractéristiques selon au moins l'une des revendications 28, 29 ou 30.
     




    Zeichnung