[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Verpacken
einer mit verderblicher Ware gefüllten Schachtel, insbesondere einer Pralinenschachtel.
Ferner betrifft die vorliegende Erfindung eine verpackte Schachtel mit verderblicher
Ware, insbesondere eine Pralinenschachtel.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Pralinenschachteln bekannt, die im allgemeinen aus
einem Bodenteil mit Boden und umlaufender Wand sowie einem Deckelteil mit Decke und
einem die umlaufende Wand umgebenden Kragen bestehen. Eine derartige Verpackung ist
beispielsweise aus der DE 199 16 687 A1 bekannt.
[0003] Vor dem Umhüllen der Pralinenschachtel mit Schrumpffolie wird diese zuerst mit einer
oder mehreren durchgehenden Lochreihen versehen. In der Regel wird die Pralinenschachtel
mit der Folie umwickelt. Anschließend wird die Folie geschrumpft. Die in der Folie
vorgesehenen Löcher der durchgehenden Lochreihen ermöglichen beim Schrumpfungsprozeß
ein Entweichen der zwischen Folie und Schachtel befindlichen Luft.
[0004] Verpackungsmaschinen zum industriemässigen automatischen Verpacken sind allgemein
bekannt. Beispielsweise beschreibt die DE 40 31 349 C2 eine Verpackungsstrasse für
Umlaufmünzen. Als Umhüllung für die Münzpakete dient eine Schrumpffolie, die kleine
Löcher aufweist, so dass die während des Schrumpfungsprozesses eingeschlossene Luft
entweichen kann.
[0005] Schrumpffolienverpackungen mit Perforationen, die ein leichtes Öffnen der Verpackungen
erlauben sollen, sind ebenfalls allgemein bekannt. Beispielsweise die DE 196 48 242
A1 und DE 28 43 931 beschreiben Maschinen zur Herstellung derartiger Umhüllungen.
[0006] Die Schweizer Patentschrift Nr. 515 150 beschreibt eine perforierte Verpackungsfolie
für Bananen. Mit der gezielten Perforation der Folie kann für die Bananen eine bestimmte
Gaszusammensetzung erhalten werden, die für eine längere Lagerung oder den Transport
der Bananen ideal ist.
[0007] Zum Schutz des Konfekts vor dem Befall durch Schädlinge, beispielsweise Dörrobstmotten,
werden die bekannten Pralinenschachteln mit einer geschrumpften Schutzfolie verpackt.
[0008] In seitens des Anmelders durchgeführten Untersuchungen wurden die vorbeschriebenen,
mit einer Folie verpackten Pralinenschachteln beispielhaft einem massiven Befall durch
Dörrobstmotten ausgesetzt. Es hat sich gezeigt, daß eine nach dem Stand der Technik
verpackte Pralinenschachtel keinen sicheren Schutz gegen das Eindringen der Larven
der Dörrobstmotte bietet, was letztlich auch zum Befall der in der Pralinenschachtel
befindlichen Pralinen führte.
[0009] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Verpacken einer
mit verderblicher Ware gefüllten Schachtel, insbesondere einer Pralinenschachtel,
anzugeben, mit dem sich das Eindringen von Schädlingen weitgehend verhindern läßt.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
zu schaffen. Ferner ist eine Aufgabe der Erfindung, eine verpackte Schachtel, insbesondere
Pralinenschachtel, mit den genannten Vorteilen zu bereitzustellen.
[0010] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt mit den Merkmalen der Patentansprüche 1, 3, 7 bzw.
16. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche
[0011] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Verpacken einer Schachtel mit verderblicher Ware
weist die im folgenden beschriebenen Verfahrensschritte auf. Zuerst wird eine Schachtel
mit einem Bodenteil, der einen Boden und eine umlaufende Wand aufweist, und einem
Deckelteil, der eine Decke und einen umlaufenden, die Wand des Bodenteils umgebenden
Kragen aufweist, zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wird eine schrumpfbare Folie,
die auch als Schrumpffolie bezeichnet wird, zur Verfügung gestellt. In der Folie wird
mindestens eine Lochreihe erzeugt. Dies kann beispielsweise durch eine auf der Folie
abrollende Nadelrolle erfolgen, deren radial nach außen weisende Nadeln die Folie
durchstechen. Anschließend wird die Schachtel in die Folie eingebracht. Dies kann
beispielsweise dadurch erfolgen, daß die Schachtel mit der Folie umwickelt wird. Nach
dem Einbringen der Schachtel in die Folie wird die Folie geschrumpft. In der Regel
wird dies durch Erwärmen der Folie erzielt, wodurch die in der Folie eingefrorenen
Spannungen gelöst werden, so daß diese sich zusammenzieht und fest an der Schachtel
anliegt. Die Löcher der Lochreihe sind notwendig, um ein Entweichen der Luft zwischen
der Schachtel und der Folie während des Schrumpfens zu gewährleisten. Erfindungsgemäß
wird die Länge der Lochreihe derart gewählt und die Schachtel derart in die Folie
eingebracht, daß sich die mindestens eine Lochreihe in der Folie lediglich über die
Decke und/oder den Boden der Schachtel erstreckt. Dies bedeutet, daß die Lochreihe
sich nicht über die umlaufende Wand des Bodens oder den Kragen des Deckels erstreckt.
[0012] Ein wesentlicher Vorteil des Verfahrens besteht darin, daß die mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren verpackte Schachtel gegen den Befall durch Schädlingslarven geschützt ist,
was darauf zurückgeführt werden kann, daß sich die Lochreihen in der Folie lediglich
über die Decke und/oder den Boden der Schachtel erstrecken, d. h. nicht durchgehend
ausgebildet sind. Den Larven kann es zwar gelingen, durch die Löcher einzudringen,
der Weg zwischen der Folie und der Decke bzw. dem Boden erweist sich allerdings als
schwer passierbar, da die Folie eng an Decke bzw. Boden anliegt. Daher können die
Larven nicht bis zu dem Kragen und der umlaufenden Wand der Schachtel vordringen.
[0013] Es hat sich nämlich gezeigt, daß sich genau der Bereich von Kragen und umlaufender
Wand als besonders kritisch erweist. Zum einen haben die Larven nur hier die Möglichkeit,
zwischen Wand und Kragen hindurch in die Schachtel einzudringen. Zum anderen entstehen
nach dem Schrumpfen in diesem Bereich Freiräume zwischen Folie und Schachtel, die
darauf zurückzuführen sind, daß Kragen und Wand nicht in einer Ebene angeordnet sind.
Da bei dem erfindungsgemäßen Verfahren im Gegensatz zum Stand der Technik auf die
Anordnung der Lochreihen in diesem kritischen Bereich verzichtet wird, können die
obengenannten Vorteile erzielt werden.
[0014] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die Folie
nach dem Einbringen der Schachtel zumindest teilweise verschweißt. Dies ist insbesondere
dann sinnvoll, wenn die Verpackung mit der Folie umwickelt wird, um die offenen Enden
der Folienverpackung zu verschließen.
[0015] Gemäß einer weiteren Ausführungsform umfaßt das Verfahren die im folgenden beschriebenen
Verfahrensschritte. Bei dieser Ausführungsform wird die Folie als kontinuierliche
Folienbahn zugeführt und in der Folienbahn werden hintereinander liegende Lochreihen
erzeugt. Die hintereinander liegenden Lochreihen werden derart erzeugt, daß diese
durch einen ungelochten Bereich voneinander beabstandet sind, wobei der Abstand zwischen
den Lochreihen größer als der Abstand zwischen den Löchern der einzelnen Lochreihe
ist. Neben der Zufuhr der Folienbahn werden auch die Schachteln mit einem Bodenteil,
der einen Boden und eine umlaufende Wand aufweist, und einem Deckelteil, der eine
Decke und einen umlaufenden, die Wand des Bodenteils umgebenden Kragen aufweist, kontinuierlich
zugeführt, um die Schachteln in Folienbahnabschnitte der Folienbahn einzubringen.
Letzteres kann beispielsweise durch Einwickeln der Schachteln in die einzelnen Abschnitte
der Folienbahn erfolgen. Im Anschluß daran werden die Folienbahnabschnitte, die die
einzelnen Schachteln umgeben, von der Folienbahn abgetrennt, und der abgetrennte Folienbahnabschnitt
wird geschrumpft. Erfindungsgemäß wird die Länge der Lochreihen derart gewählt und
die Schachtel derart in den Folienbahnabschnitt eingebracht, daß sich die Lochreihen
in dem Folienbahnabschnitt lediglich über die Decke und/oder den Boden der Schachtel
erstrecken.
[0016] Der besondere Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens dieser eigenständigen Ausführungsform
liegt neben den bereits oben genannten Vorteilen in der hohen Produktionsleistung
dieses kontinuierlichen Prozesses.
[0017] Eine Vereinfachung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform dadurch erzielt, daß das Abtrennen durch Abschweißen erfolgt, wobei
der jeweilige Folienbahnabschnitt gleichzeitig zumindest teilweise verschweißt wird.
[0018] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die Erzeugung
der Lochreihen derart gesteuert, daß die Lochreihen jeweils eine Länge aufweisen,
die kleiner als die Länge des Bodens oder der Decke in die Richtung ist, in die sich
die Lochreihe nach dem Einbringen der Schachtel in den Folienabschnitt erstreckt.
Unabhängig von der Ausrichtung der Lochreihe auf der Schachtel nach dem Einbringen
in die Folie ist somit gewährleistet, daß sich die Lochreihe lediglich über den Boden
und/oder die Decke erstreckt.
[0019] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die Folienbahn
mindestens einmal gefaltet, bevor die Lochreihen erzeugt werden. Um eine Symmetrie
der Lochreihen zu erzeugen, kann die Folienbahn beispielsweise einmal gefaltet werden,
wobei die beiden Hälften deckungsgleich aufeinanderliegen. Das vorherige Falten hat
den Vorteil, daß durch einmaliges Durchstechen der gefalteten Folienbahn in Abhängigkeit
von der Vielzahl der Faltungen gleichzeitig zwei oder mehrere Löcher entstehen, wodurch
der Arbeitsaufwand verringert wird.
[0020] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Verpacken einer Schachtel mit verderblicher
Ware, insbesondere einer Pralinenschachtel, weist eine Einrichtung zur Erzeugung von
Lochreihen in einer Folienbahn auf. Darüber hinaus sind Mittel zum Zuführen und Einbringen
einer Schachtel mit einem Bodenteil, der einen Boden und eine umlaufende Wand aufweist,
und einem Deckelteil, der eine Decke und einen umlaufenden, die Wand des Bodenteils
umgebenden Kragen aufweist, in einen Folienabschnitt vorgesehen. Des weiteren sind
Abtrennmittel zum Abtrennen des Folienabschnittes vorgesehen, in den eine Schachtel
eingebracht ist. Diese können beispielsweise aus einer Schneideinrichtung bestehen.
Ferner weist die Vorrichtung eine Schrumpfeinrichtung zum Schrumpfen des abgetrennten
Folienabschnittes auf. Eine derartige Schrumpfeinrichtung kann beispielsweise aus
einem Transporttunnel bestehen, in dem die Schachtel mitsamt dem Folienabschnitt transportiert
und erwärmt wird. Um die oben genannten Vorteile zu erzielen, können mittels der Einrichtung
zur Erzeugung der Lochreihen mehrere hintereinander liegende Lochreihen erzeugt werden,
die durch einen ungelochten Bereich voneinander beabstandet sind, wobei der Abstand
zwischen den Lochreihen größer als der Abstand zwischen den Löchern einer einzelnen
Lochreihe ist. Die Schachtel kann derart in den Folienabschnitt eingebracht werden,
daß sich die Lochreihen in dem Folienbahnabschnitt lediglich über die Decke und/oder
den Boden der Schachtel erstrecken.
[0021] Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist vorzugsweise eine Schalteinrichtung zur Überwachung
des Bewegungspfades der Schachteln auf. Diese kann beispielsweise aus einer Lichtschranke
bestehen. Die Schalteinrichtung kann von einem ersten Schaltzustand, in dem eine Lücke
zwischen den Schachteln erfaßt wird, in einen zweiten Schaltzustand schalten, wenn
das Vorhandensein einer Schachtel erfaßt wird. Die Schalteinrichtung wirkt derart
mit der Einrichtung zur Erzeugung der Lochreihen zusammen, daß im ersten Schaltzustand
der Schalteinrichtung keine Lochreihe und im zweiten Schaltzustand der Schalteinrichtung
eine Lochreihe erzeugt wird. Auf diese Weise wird eine Lochreihe mit einer Länge erzielt,
die der Länge der zu verpackenden Schachtel entspricht. Es wird aber angestrebt, daß
Löcher nicht im Randbereich der Schachtel angeordnet sind. Daher sollte die Lochreihe
kürzer als die Schachtel sein.
[0022] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist ein Zeitschalter vorgesehen ist, der derart mit der Schalteinrichtung zusammenwirkt,
daß die Erzeugung der Lochreihen im zweiten Schaltzustand der Schalteinrichtung erst
nach einer vorbestimmten Zeit bzw. einer Verzögerung erfolgt. Auf diese Weise ist
gewährleistet, daß die erzeugte Lochreihe eine geringere Länge als die Schachtel hat,
so daß die Löcher nach dem Einbringen der Schachtel in den Folienabschnitt nicht zu
nah im Randbereich der Decke bzw. des Bodens der Schachtel angeordnet sind.
[0023] Die Schalteinrichtung kann in einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
entlang des Bewegungspfades der Schachteln verschoben werden. Da die Schachteln sowie
die Folienbahn kontinuierlich und in der Regel mit gleicher Geschwindigkeit zugeführt
werden, ermöglicht dieses Merkmal, daß durch geeignete Positionierung der Schalteinrichtung
eine genaue Anordnung der Lochreihen auf der Decke bzw. dem Boden der Schachtel vorgenommen
werden kann, ohne daß sich die Lochreihe über den Rand hinaus und über den Kragen
oder die umlaufende Wand der Schachtel erstreckt.
[0024] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist
die Einrichtung zur Erzeugung von Lochreihen in der Folienbahn mindestens eine Nadelrolle
mit radial nach außen weisenden Nadeln auf. Die Nadelrolle kann von einer ersten Position,
in der die Nadeln die Folienbahn nicht durchdringen, in eine zweite Position bewegt
werden, in der die Nadeln die Folienbahn durchstechen.
[0025] Vorzugsweise ist eine Gegenrolle vorgesehen, auf der die Folienbahn geführt ist und
an der die Nadelrolle in der zweiten Position anliegt. Auf diese Weise kann sich die
zwischen Nadelrolle und Gegenrolle geführte Folienbahn der durch die Nadelrolle erfolgenden
Bearbeitung nicht entziehen, was eine sichere Bearbeitung gewährleistet.
[0026] Vorzugsweise besteht die Gegenrolle aus einem Material, in das die Nadeln der Nadelrolle
einstechbar sind. Besonders bevorzugt ist Schaumstoff als Material für die Gegenrolle.
[0027] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wirkt die Schalteinrichtung
derart mit der Nadelrolle zusammen, daß die Nadelrolle im ersten Schaltzustand der
Schalteinrichtung in die erste Position und im zweiten Schaltzustand der Schalteinrichtung
in die zweite Position bewegt wird.
[0028] Die erfindungsgemäß verpackte, mit verderblicher Ware gefüllte Schachtel, insbesondere
Pralinenschachtel, weist einen Bodenteil, der einen Boden und eine umlaufende Wand
aufweist, und einen Deckelteil auf, der eine Decke und einen umlaufenden, die Wand
des Bodenteils umgebenden Kragen aufweist. Die Schachtel ist von einer geschrumpften
Folie umhüllt, wobei die Folie mindestens eine Lochreihe aufweist, die sich lediglich
über die Decke und/oder den Boden der Schachtel erstreckt. Dies bedeutet, daß sich
keine der Lochreihen über den Kragen und/oder die umlaufende Wand erstreckt. Die Lochreihen
sollten vor den Kanten der Verpackung in einem ausreichenden Sicherheitsabstand von
etwa 0,5 bis 5 cm, vorzugsweise 1 bis 2 cm, enden.
[0029] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles unter Bezugnahme
auf die beigefügten Figuren eingehender erläutert.
[0030] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Schachtel nach dem Stand der Technik, die durch das erfindungsgemäße Verfahren
bzw. die erfindungsgemäße Vorrichtung verpackt werden soll,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
- Fig. 3 bis 7
- die unterschiedlichen, in den einzelnen Bearbeitungsstufen der Vorrichtung von Fig.
2 erzeugten Halbfabrikate und
- Fig. 8
- die erfindungsgemäß verpackte Schachtel.
[0031] Fig. 1 zeigt eine Schachtel 2 nach dem Stand der Technik, die nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren mit der erfindungsgemäße Vorrichtung verpackt werden soll. Die Schachtel
2 weist einen Bodenteil 4 und einen darauf aufsetzbaren Deckelteil 6 auf. Der Bodenteil
4 umfaßt einen Boden 8 und eine umlaufende Wand 10, so daß in dem Bodenteil 4 die
verderbliche Ware, wie beispielsweise Pralinen (nicht dargestellt), aufgenommen werden
kann. Der Deckelteil 6 weist eine dem Boden 8 gegenüberliegende Decke 12 auf, an deren
Rand ein umlaufender Kragen 14 vorgesehen ist. Der Kragen ist derart ausgebildet,
daß er die obere Kante und die Wand 10 zumindest teilweise umgibt, wenn der Deckelteil
4 auf den Bodenteil 4 aufgesetzt ist (nicht dargestellt). Im vorliegenden Beispiel
ist die Schachtel 2 quaderförmig ausgebildet, es sind prinzipiell aber auch unregelmäßige
Schachtelformen möglich, wie beispielsweise eine sechseckförmige Verpackung o. ä.
[0032] In Fig. 2 ist die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Verpacken der Schachtel 2 schematisch
dargestellt, wobei der Pfeil A die Vorschubrichtung von Folie und Schachtel 2 zeigt.
Die Vorrichtung weist eine Falteinrichtung 16 zum Falten einer Folienbahn 18 auf.
In Vorschubrichtung hinter der Falteinrichtung 16 ist eine Einrichtung 20 zum Erzeugen
von Lochreihen in der Folienbahn 18 angeordnet. Die Einrichtung 20 zum Erzeugen von
Lochreihen umfaßt eine Nadelrolle 22 und eine Gegenrolle 24, die um ihre Achsen rotierbar
sind und zwischen denen die Folienbahn 18 hindurchgeführt werden kann. In der dargestellten
Ausführungsform sind zwei nebeneinander angeordnete Nadelrollen 22 vorgesehen, allerdings
wird die hintere Nadelrolle in Fig. 2 von der vorderen Nadelrolle 22 verdeckt. Grundsätzlich
können auch mehr oder weniger Nadelrollen vorgesehen sein. Die Nadelrolle 22 weist
radial nach außen weisende Nadeln 26 auf und kann von einer ersten Position (Fig.2),
in der die Nadelrolle 22 nicht an der Gegenrolle 24 anliegt, in eine zweite Position
(Fig. 2, gestrichelte Darstellung) bewegt werden, in der die Nadelrolle 22 an der
Gegenrolle 24 anliegt, so daß die Nadeln 26 die zwischen den Rollen angeordnete Folienbahn
18 durchstechen. Die Beweglichkeit der Nadelrolle 22 wird durch eine Kolben-Zylinder-Anordnung
28 realisiert, die eine Bewegung der Nadelrolle 22 in Richtung des Pfeiles B ermöglicht.
Die Gegenrolle 24 besteht aus Schaumstoff, so daß die Nadeln 26 in der zweiten Position
der Nadelrolle 22 in die Gegenrolle 24 eindringen können, und die Folienbahn 18 sicher
durchstochen wird.
[0033] Die Umfangsgeschwindigkeit der Nadelrolle sollte der Umfangsgeschwindigkeit der Gegenrolle
entsprechen, wenn die Nadeln die Folienbahn durchstechen. Ist dies nicht der Fall,
besteht die Gefahr, daß die Löcher einreißen. Dies wird vorzugsweise dadurch verhindert,
daß die Nadelrolle an ihrer Umfangsfläche mit einem zusammendrückbaren Belag, insbesondere
mit einem Belag aus Schaumstoff versehen ist, der stärker als die Länge der Nadeln
ist. Wenn die Nadelrolle in die zweite Position verfahren wird, kommt zunächst der
zusammendrückbare Belag mit der Gegenrolle in Kontakt, so daß die Nadelrolle auf die
Umfangsgeschwindigkeit der Gegenrolle beschleunigt wird. Beim weiteren Vorschub der
Nadelrolle wird der Belag zusammengedrückt, so daß die Nadeln die Folienbahn erst
dann durchstechen, wenn die Umfangsgeschwindigkeit der Nadelrolle der Umfangsgeschwindigkeit
der Gegenrolle entspricht.
[0034] In Vorschubrichtung hinter der Einrichtung 20 zum Erzeugen von Lochreihen sind Mittel
30 zum Zuführen und Einbringen der Schachteln 2 in einen Abschnitt der Folienbahn
18 angeordnet, der im folgenden als Folienabschnitt 32 bezeichnet wird. Die Mittel
30 zum Zuführen und Einbringen der Schachteln 2 sind in der dargestellten Ausführungsform
derart ausgebildet, daß die Schachteln 2 von der Folienbahn 18 umwickelt werden, so
daß die Folienbahn nach dem Passieren der Mittel 30 im wesentlichen schlauchförmig
ausgebildet ist, was unter Bezugnahme auf Fig. 6 noch eingehender erläutert wird.
[0035] In Vorschubrichtung hinter den Mitteln 30 zum Zuführen und Einbringen der Schachteln
2 ist eine Schalteinrichtung 34 angeordnet. Die Schalteinrichtung 34 ist in der Lage
festzustellen, ob an einem Punkt C in Vorschubrichtung gerade eine Schachtel 2 oder
eine Lücke zwischen den Schachteln 2 vorhanden ist. In der dargestellten Ausführungsform
der Vorrichtung ist die Schalteinrichtung 34 als Lichtschranke ausgebildet, die über
einen auf den Punkt C gerichteten Lichtstrahl 36 die oben genannten Zustände erfassen
kann. Der den Lichtstrahl aussendende Teil 38 der Lichtschranke kann auf einer Führungsschiene
40 verschoben werden, die parallel zur Vorschubrichtung A angeordnet ist, so daß auch
die Anordnung des zu überwachenden Punktes C verschoben werden kann. Die Schalteinrichtung
34 hat zwei Schaltzustände, nämlich einen ersten Schaltzustand, wenn der Lichtstrahl
von einer Schachtel 2 unterbrochen wird, und einen zweiten Schaltzustand, wenn am
Punkt C eine Lücke zwischen den Schachteln 2 vorliegt und der Lichtstrahl somit nicht
unterbrochen ist. Die Schalteinrichtung 34 ist ferner über eine Steuerleitung 42 mit
der Kolben-Zylinder-Anordnung 28 verbunden, wobei in der Steuerleitung 42 ein Zeitschalter
44 angeordnet ist, dessen Funktion später eingehender beschrieben wird.
[0036] In Vorschubrichtung hinter der Schalteinrichtung 34 sind Abtrennmittel 46 zum Abtrennen
der Folienabschnitte 32 von der Folienbahn 18 vorgesehen. In der dargestellten Ausführungsform
werden die Abtrennmittel 46 von zwei Schweißbalken 48, 50 gebildet, zwischen denen
die Folienbahn 18 mit den einliegenden Schachteln 2 hindurchgeführt werden kann und
die gegeneinander verfahren werden können, wie dies anhand der Pfeile D dargestellt
ist. Die Schweißbalken 48, 50 bewirken einerseits ein Durchtrennen der Folienbahn
18 und andererseits ein Verschweißen sowohl des Folienabschnittes 32 in Vorschubrichtung
vor als auch ein Verschweißen des Folienabschnittes 32 in Vorschubrichtung hinter
den Abtrennmitteln 46.
[0037] In Vorschubrichtung hinter den Abtrennmitteln 46 ist eine Schrumpfeinrichtung 52
zum Schrumpfen des abgetrennten Folienabschnittes 32 vorgesehen. In der dargestellten
Ausführungsform ist die Schrumpfeinrichtung 52 als Schrumpftunnel ausgebildet, durch
den die in den abgetrennten Folienabschnitten 32 eingeschweißten Schachteln 2 hindurchgeführt
und in dem die Folienabschnitte 32 derart erwärmt werden, daß sie schrumpfen.
[0038] Im folgenden wird die Funktionsweise der in Fig. 2 dargestellten Vorrichtung zum
Verpacken von Schachteln unter Bezugnahme auf die Fig. 2 bis 7 näher erläutert.
[0039] Die Folienbahn 18 wird durch nicht dargestellte Transportwalzen in Vorschubrichtung
zugeführt. Die Folienbahn 18 in ihrem ursprünglichen Zustand ist in Fig. 3 perspektivisch
dargestellt. In der Falteinrichtung 16 wird die Folienbahn 18 einmal symmetrisch gefaltet,
wie dies in Fig. 4 anhand des Pfeiles E zu erkennen ist. Grundsätzlich kann auf die
Falteinrichtung 16 auch verzichtet werden, allerdings sind durch das Falten weniger
Nadelrollen 22 erforderlich.
[0040] Die gefaltete Folienbahn 18 wird in Vorschubrichtung zwischen der Nadelrolle 22 und
der Gegenrolle 24 hindurchgeführt, wobei die Folienbahn 18 stets an der Gegenrolle
24 anliegt. Die Nadelrolle 22 wird nun wie folgt angesteuert. Wird der Lichtstrahl
36 nicht durch eine Schachtel 2 unterbrochen, d. h. am Punkt C ist eine Lücke zwischen
den Schachteln 2, so empfängt die Kolben-Zylinder-Anordnung 28 ein Steuersignal über
die Steuerleitung 42, und die Nadelrolle wird in die erste Position bewegt, in der
keine Lochreihen in der Folienbahn 18 erzeugt werden. Wird der Lichtstrahl 36 hingegen
durch eine Schachtel 2 unterbrochen, so nimmt die Schalteinrichtung 34 den zweiten
Schaltzustand ein und sendet ein zweites Steuersignal über die Steuerleitung 42, wobei
das zweite Steuersignal durch den Zeitschalter 44 erst nach einer vorbestimmten Zeit
an die Kolben-Zylinder-Anordnung 28 weitergegeben wird. Letztere bewegt die Nadelrolle
22 in Reaktion auf das zweite Steuersignal in die zweite Position, in der die Nadelrolle
22 an der Gegenrolle 24 anliegt, so daß eine Lochreihe in der Folienbahn 18 erzeugt
wird.
[0041] Die zuvor beschriebenen Schaltzustände der Schalteinrichtung 34 wechseln sich ab,
so daß die in Fig. 5 dargestellte Folienbahn 18 erzeugt wird. Die gezeigte Folienbahn
18 weist nach diesem Arbeitsschritt mehrere in Vorschubrichtung hintereinander liegende
Lochreihen 54 auf, die durch einen ungelochten Bereich 56 voneinander beabstandet
sind. Durch die beiden Nadelrollen 22, von denen in Fig. 2 lediglich eine zu sehen
ist, und das einmalige Falten der Folienbahn 18 sind nunmehr vier Lochreihenserien
58 der vorbeschriebenen Art in der Folienbahn 18 vorhanden, wobei in Fig. 5 aus Gründen
der Übersichtlichkeit lediglich zwei Lochreihenserien 58 gezeigt sind.
[0042] Nach dem Erzeugen der Lochreihen 54 bzw. der Lochreihenserien 58 werden Schachteln
2 durch die Mittel 30 in die Folienbahn 18 eingebracht. In der vorliegenden Ausführungsform
werden die Schachteln 2 in die Folienbahn 18 eingewickelt, so daß die Foliebahn 18
die Schachteln 2 schlauchförmig umgibt, wie dies in Fig. 6 dargestellt ist. Um später
eine ausreichende Dichtigkeit der Folienverpackung zu gewährleisten, werden die Schachteln
2 derart umwickelt, daß sich die vormaligen Seitenbereiche der Folienbahn 18 in einem
Bereich 60 überlappen. Wie insbesondere in Fig. 6 zu erkennen ist, werden die Schachteln
2 derart in die Folienabschnitte 32 der Folienbahn 18 eingebracht, daß sich die Lochreihen
54 lediglich über den Boden 8 und/oder die Decke 12 erstrecken. Aufgrund der zuvor
beschriebenen Steuerung der Nadelrolle 22 mit der Verzögerung des zweiten Steuersignales
sind die Lochreihen 54 stets kürzer als die Schachteln 2. Sollte sich bei einem ersten
Durchlauf herausstellen, daß sich die Lochreihe 54 nicht lediglich über den Boden
8 und/oder die Decke 12 erstreckt, so kann eine derartige Einstellung durch Verschieben
des Teiles 38 und somit des Punktes C entlang der Vorschubrichtung nachträglich vorgenommen
werden, da auf diese Weise die Position der Lochreihen 54 in Bezug auf die Schachteln
2 justiert werden kann.
[0043] Im Anschluß daran werden die Folienabschnitte 32 mit den einliegenden Schachteln
2 einzeln abgetrennt und gleichzeitig seitlich verschweißt, so daß in Vorschubrichtung
vor und hinter der Schachtel 2 eine Schweißnaht 62 entsteht. Anschließend werden die
von dem abgetrennten Folienabschnitt 32 umgebenen Schachteln 2 durch die Schrumpfeinrichtung
geführt, so daß der Folienabschnitt 32 schrumpft und fest an der Schachtel 2 anliegt,
wie dies in Fig. 8 dargestellt ist, die die erfindungsgemäß verpackte Schachtel 2
zeigt. Fig. 8 verdeutlicht, daß sich die Lochreihen 54 lediglich über den Boden und/oder
die Decke 12 der Schachtel 2 erstrecken, so daß eventuelle Schädlingslarven nicht
bis zu dem Kragen und der umlaufenden Wand der Schachtel vordringen können. Gerade
in diesem Bereich entstehen nämlich Freiräume 64 zwischen Folienabschnitt 32 und Schachtel
2, in die Schädlingslarven eindringen könnten. Aus ästhetischen Gründen kann der Überlappungsbereich
60 in Fig. 8 auch bodenseitig angeordnet sein.
1. Verfahren zum Verpacken einer Schachtel mit verderblicher Ware, insbesondere einer
Pralinenschachtel, mit den Verfahrensschritten
Zurverfügungstellen einer Schachtel mit einem Bodenteil, der einen Boden und eine
umlaufende Wand aufweist, und einem Deckelteil, der eine Decke und einen umlaufenden,
die Wand des Bodenteils umgebenden Kragen aufweist,
Zurverfügungstellen einer Folie,
Erzeugen mindestens einer Lochreihe in der Folie,
Einbringen der Schachtel in die Folie und
Schrumpfen der Folie,
dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Lochreihe derart gewählt und die Schachtel derart in die Folie eingebracht
wird, daß sich die mindestens eine Lochreihe in der Folie lediglich über die Decke
und/oder den Boden der Schachtel erstreckt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie nach dem Einbringen der Schachtel mindestens teilweise verschweißt wird.
3. Verfahren zum Verpacken einer Schachtel mit verderblicher Ware, insbesondere einer
Pralinenschachtel, mit den Verfahrensschritten
Zuführen der Folie als kontinuierliche Folienbahn und Erzeugen hintereinanderliegender
Lochreihen in der Folienbahn, wobei die Lochreihen durch einen ungelochten Bereich
voneinander beabstandet sind und der Abstand zwischen den Lochreihen größer als der
Abstand zwischen den Löchern der einzelnen Lochreihe ist,
Kontinuierliches Zuführen von Schachteln mit einem Bodenteil, der einen Boden und
eine umlaufende Wand aufweist, und einem Deckelteil, der eine Decke und einen umlaufenden,
die Wand des Bodenteils umgebenden Kragen aufweist,
Kontinuierliches Einbringen der Schachteln in Folienbahnabschnitte der Folienbahn,
Abtrennen der Folienbahnabschnitte von der Folienbahn und
Schrumpfen der abgetrennten Folienbahnabschnitte,
dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Lochreihen derart gewählt und die Schachtel derart in den Folienbahnabschnitt
eingebracht wird, daß sich die Lochreihen in dem Folienbahnabschnitt lediglich über
die Decke und/oder den Boden der Schachtel erstrecken.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Abtrennen durch Abschweißen erfolgt, wobei der jeweilige Folienbahnabschnitt
gleichzeitig zumindest teilweise verschweißt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Erzeugung der Lochreihen derart gesteuert wird, daß die Lochreihen jeweils eine
Länge aufweisen, die kleiner als die Länge des Bodens oder der Decke in die Richtung
ist, in die sich die Lochreihe nach dem Einbringen der Schachtel in den Folienabschnitt
erstreckt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Folienbahn mindestens einmal gefaltet wird, bevor die Lochreihen erzeugt werden.
7. Vorrichtung zum Verpacken einer Schachtel mit verderblicher Ware, insbesondere einer
Pralinenschachtel aufweisend
eine Einrichtung (20) zur Erzeugung von Lochreihen (54) in einer Folienbahn (18),
Mittel (30) zum Zuführen und Einbringen einer Schachtel (2) mit einem Bodenteil (4),
der einen Boden (8) und eine umlaufende Wand (10) aufweist, und einem Deckelteil (6),
der eine Decke (12) und einen umlaufenden, die Wand (10) des Bodenteils umgebenden
Kragen (14) aufweist, in einen Folienabschnitt (32),
Abtrennmittel (46) zum Abtrennen des Folienabschnittes (32), in den eine Schachtel
(2) eingebracht ist und
eine Schrumpfeinrichtung (52) zum Schrumpfen des abgetrennten Folienabschnittes (32),
wobei mittels der Einrichtung (20) zur Erzeugung der Lochreihen (54) mehrere hintereinanderliegende
Lochreihen (54) erzeugbar sind, die durch einen ungelochten Bereich (56) voneinander
beabstandet sind, so daß der Abstand zwischen den Lochreihen (54) größer als der Abstand
zwischen den Löchern einer einzelnen Lochreihe (54) ist, und die Schachtel (2) derart
in den Folienabschnitt (32) einbringbar ist, daß sich die Lochreihen (54) in dem Folienbahnabschnitt
(32) lediglich über die Decke (12) und/oder den Boden (8) der Schachtel erstrecken.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schalteinrichtung (34) zur Überwachung des Bewegungspfades der Schachteln (2)
vorgesehen ist, die von einem ersten Schaltzustand, in dem eine Lücke zwischen den
Schachteln (2) erfaßt wird, in einen zweiten Schaltzustand schaltbar ist, wenn das
Vorhandensein einer Schachtel (2) erfaßt wird, wobei die Schalteinrichtung (34) derart
mit der Einrichtung (20) zur Erzeugung der Lochreihen (54) zusammenwirkt, daß im ersten
Schaltzustand der Schalteinrichtung (34) keine Lochreihen und im zweiten Schaltzustand
der Schalteinrichtung (34) eine Lochreihe (54) erzeugt wird.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zeitschalter (44) vorgesehen ist, der derart mit der Schalteinrichtung (34) zusammenwirkt,
daß die Erzeugung der Lochreihen (54) im zweiten Schaltzustand der Schalteinrichtung
(34) erst nach einer Verzögerung erfolgt.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtung (34) entlang des Bewegungspfades der Schachteln (2) verschiebbar
ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (20) zur Erzeugung von Lochreihen (54) in der Folienbahn (18) eine
Nadelrolle (22) mit radial nach außen weisenden Nadeln (26) aufweist, die von einer
ersten Position, in der die Nadeln (26) die Folienbahn (18) nicht durchdringen, in
eine zweite Position bewegbar ist, in der die Nadeln (26) die Folienbahn (18) durchstechen.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß eine Gegenrolle (24) vorgesehen ist, auf der die Folienbahn (18) geführt ist und
an der die Nadelrolle (22) in der zweiten Position anliegt.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenrolle (24) aus einem Material besteht, in das die Nadeln (26) der Nadelrolle
(22) einstechbar sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Material der Gegenrolle Schaumstoff ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtung (34) derart mit der Nadelrolle (22) zusammenwirkt, daß die
Nadelrolle (22) im ersten Schaltzustand der Schalteinrichtung (34) in die erste Position
und im zweiten Schaltzustand der Schalteinrichtung (34) in die zweite Position bewegt
wird.
16. Schachtel mit einem Bodenteil (4), der einen Boden (8) und eine umlaufende Wand (10)
aufweist, und einem Deckelteil (6), der eine Decke (12) und einen umlaufenden, die
Wand (10) des Bodenteils (8) umgebenden Kragen (14) aufweist, die von einer geschrumpften
Folie (32) umgeben ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (32) mindestens eine Lochreihe (54) aufweist, die sich lediglich über die
Decke (12) und/oder den Boden (8) der Schachtel (2) erstreckt.