[0001] Die Erfindung betrifft metallische, beidseitig strukturierte Wärmeaustauscherrohre,
insbesondere Rippenrohre, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Stand der Technik
[0002] Wärmeübertragung tritt in vielen Bereichen der Kälte- und Klimatechnik sowie in der
Prozess- und Energietechnik auf. Zur Wärmeübertragung werden in diesen Gebieten häufig
Rohrbündelwärmeaustauscher eingesetzt. In vielen Anwendungen strömt hierbei auf der
Rohrinnenseite eine Flüssigkeit, die abhängig von der Richtung des Wärmestroms abgekühlt
oder erwärmt wird. Die Wärme wird an das auf der Rohraußenseite sich befindende Medium
abgegeben bzw. diesem entzogen. Es ist Stand der Technik, dass in Rohrbündelwärmeaustauschem
anstelle von Glattrohren beidseitig strukturierte Rohre eingesetzt werden. Hierdurch
wird der Wärmeübergang auf der Rohrinnenseite und auf der Rohraußenseite intensiviert.
Die übertragene Wärmestromdichte wird erhöht, und der Wärmeaustauscher kann kompakter
gebaut werden. Alternativ kann die Wärmestromdichte beibehalten und die treibende
Temperaturdifferenz erniedrigt werden, wodurch eine energieeffizientere Wärmeübertragung
möglich ist.
[0003] Strukturierte Wärmeaustauscherrohre für Rohrbündelwärmeaustauscher besitzen üblicherweise
mindestens einen strukturierten Bereich sowie glatte Endstücke und eventuell glatte
Zwischenstücke. Die glatten End- bzw. Zwischenstücke begrenzen die strukturierten
Bereiche. Damit das Rohr problemlos in den Rohrbündelwärmeaustauscher eingebaut werden
kann, darf der äußere Durchmesser der strukturierten Bereiche nicht größer sein als
der äußere Durchmesser der glatten End- und Zwischenstücke.
[0004] Als strukturierte Wärmeaustauscherrohre werden häufig integral gewalzte Rippenrohre
verwendet. Unter integral gewalzten Rippenrohren werden berippte Rohre verstanden,
bei denen die Rippen aus dem Wandungsmaterial eines Glattrohres geformt wurden. Rippenrohre
besitzen auf ihrer Außenseite ring- oder schraubenförmig umlaufende Rippen. In vielen
Fällen besitzen sie auf der Rohrinnenseite eine Vielzahl von achsparallelen oder schraubenlinienförmig
umlaufenden Rippen, die den Wärmeübergangskoeffizient auf der Rohrinnenseite verbessern.
Diese Innenrippen verlaufen mit konstantem Querschnitt parallel zur Rohrachse oder
in Form von Schraubenlinien unter einem bestimmten Winkel zur Rohrachse. Je höher
die Innenrippen sind, desto größer ist die Verbesserung des Wärmeübergangskoeffizienten.
Die Herstellung derartiger Rohre wird z.B. in DE 23 03 172 beschrieben. Hierbei ist
von Bedeutung, dass durch die dort offengelegte Verwendung eines profilierten Walzdorns
zur Erzeugung der Innenrippen die Abmessungen der Innen- und der Außenstruktur des
Rippenrohres voneinander unabhängig eingestellt werden können. Dadurch können beide
Strukturen auf die jeweiligen Anforderungen angepasst und so das Rohr optimal gestaltet
werden.
[0005] In der jüngsten Zeit wurden viele Möglichkeiten entwickelt, je nach Anwendung den
Wärmeübergang auf der Außenseite von integral gewalzten Rippenrohren weiter zu steigern,
indem die Rippen auf der Rohraußenseite mit weiteren Strukturmerkmalen versehen werden.
Beispielsweise wird bei Kondensation von Kältemitteln auf der
[0006] Rohraußenseite der Wärmeübergangskoeffizient deutlich erhöht, wenn die Rippenflanken
mit zusätzlichen konvexen Kanten versehen werden (US 5.775.411). Bei Verdampfung von
Kältemitteln auf der Rohraußenseite hat es sich als leistungssteigernd erwiesen, die
zwischen den Rippen befindlichen Kanäle teilweise zu verschließen, so dass Hohlräume
entstehen, die durch Poren oder Schlitze mit der Umgebung verbunden sind. Insbesondere
werden solche im wesentlichen geschlossene Kanäle durch Umbiegen oder Umlegen der
Rippe (US 3.696.861, US 5.054.548), durch Spalten und Stauchen der Rippe (DE 2.758.526,
US 4.577.381), und durch Kerben und Stauchen der Rippe (US 4.660.630, EP 0.713.072,
US 4.216.826) erzeugt.
[0007] Die genannten Leistungsverbesserungen auf der Rohraußenseite haben zur Folge, dass
der Hauptanteil des gesamten Wärmedurchgangswiderstands auf die Rohrinnenseite verschoben
wird. Dieser Effekt tritt insbesondere bei kleinen Strömungsgeschwindigkeiten auf
der Rohrinnenseite - also z.B. beim Teillastbetrieb - auf. Um den gesamten Wärmedurchgangswiderstand
signifikant zu reduzieren, ist es also notwendig, den Wärmeübergangskoeffizienten
auf der Rohrinnenseite weiter zu erhöhen. Dies wäre durch eine Vergrößerung der Höhe
der Innenrippen prinzipiell möglich, was jedoch aufgrund der zunehmenden, starken
Verformung des Materials technisch schwierig beherrschbar ist und ferner zu einem
hohen Gewicht des strukturierten Rohres führt. Aus Kostengründen ist dies jedoch unerwünscht.
Aufgabenstellung:
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es, beidseitig strukturierte Wärmeaustauscherrohre mit
leistungsgesteigerter Innenstruktur herzustellen, wobei der Gewichtsanteil der Innenstruktur
am Gesamtgewicht des Rohres nicht höher sein darf als bei herkömmlichen, schraubenlinienförmigen
Innenrippen konstanten Querschnitts. Die Abmessungen der Innen- und der Außenstruktur
des Rippenrohres müssen voneinander unabhängig einstellbar sein.
Kurze Beschreibung der Erfindung:
[0009] Die Aufgabenstellung wird bei einem Wärmeaustauscherrohr der genannten Art, bei dem
jeweils benachbarte Innenrippen durch eine parallel zu den Innenrippen verlaufende
Primärnut getrennt sind, erfindungsgemäß dadurch gelöst,
dass die Innenrippen von unter einem Steigungswinkel β verlaufenden Sekundärnuten
- gemessen gegen die Rohrachse - gekreuzt werden,
dass die Sekundämuten gegenüber den Innenrippen unter einem Neigungswinkel y von mindestens
10° verlaufen und
dass die Tiefe T der Sekundärnuten mindestens 20 % der Rippenhöhe H der Innenrippen
beträgt.
[0010] Durch das Einbringen der Sekundärnuten besitzen die Innenrippen nun keinen konstanten
Querschnitt mehr. Folgt man dem Verlauf der Innenrippen, dann ändert sich die Querschnittsform
der Innenrippen an den Stellen der Sekundärnuten. Durch die Sekundärnuten entstehen
im rohrseitig strömenden Medium zusätzliche Wirbel im wandnahen Bereich, wodurch der
Wärmeübergangskoeffizient gesteigert wird. Es ist einsichtig, dass durch das Hinzufügen
von Sekundärnuten der Gewichtsanteil der Innenstruktur am Gesamtgewicht des Rohres
nicht erhöht wird.
[0011] Die Tiefe der Sekundärnuten wird von der Spitze der Innenrippe aus in radialer Richtung
gemessen. Die Tiefe der Sekundärnuten beträgt mindestens 20% der Höhe der Innenrippen.
Wenn die Tiefe der Sekundämuten gleich der Höhe der Innenrippen ist, dann entstehen
auf der Rohrinnenseite voneinander beabstandete Strukturelemente, die Pyramidenstümpfen
ähnlich sind.
[0012] Die Ansprüche 2 bis 13 betreffen bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Wärmeaustauscherrohres.
[0013] Gegenstand der Erfindung ist weiterhin gemäß der Ansprüche 14 bis 19 ein Verfahren
zur Herstellung des erfindungsgemäßen Wärmeaustauscherrohres.
[0014] Gemäß der Erfindung wird zur Erzeugung eines beidseitig strukturierten Wärmeaustauscherrohres
mit den vorgeschlagenen Sekundärnuten in der Innenstruktur das Werkzeug zur Formung
der Außenrippen in mindestens zwei voneinander beabstandeten Walzscheibenpaketen aufgebaut.
Die Innenstruktur wird durch zwei unterschiedlich profilierte Walzdorne geformt. Der
erste Walzdom unterstützt das Rohr im ersten Umformbereich unter dem ersten Walzscheibenpaket
und formt zunächst schraubenlinienförmig umlaufende oder achsparallele Innenrippen,
wobei diese Innenrippen zunächst einen konstanten Querschnitt aufweisen. Der zweite
Walzdom unterstützt das Rohr im zweiten Umformbereich unter dem zweiten Walzscheibenpaket
größeren Durchmessers und formt die erfindungsgemäßen Sekundärnuten in die zuvor geformten
schraubenförmig umlaufenden bzw. achsparallelen Rippen. Die Tiefe der Sekundärnuten
wird im wesentlichen durch die Wahl der Durchmesser der beiden Walzdorne festgelegt.
Detaillierte Beschreibung:
[0015] Die Erfindung wird anhand der folgenden Ausführungsbeispiele näher erläutert:
[0016] Es zeigt:
- Fig.1:
- schematisch die Herstellung eines erfindungsgemäßen Wärmeaustauscherrohres mittels
zweier Dome mit unterschiedlicher Orientierung der Drallwinkel;
- Fig.2:
- eine Teilansicht eines erfindungsgemäßen Wärmeaustauscherrohrs, bei dem sich die Sekundärnuten
über die gesamte Höhe der Innenrippe ausdehnen, so dass pyramidenstumpfartige Elemente
als Innenstruktur erzeugt werden. Die Ansicht ist teilweise als Schnitt dargestellt;
- Fig.3:
- ein Foto einer Innenstruktur, bei der sich die Sekundärnuten nur über einen Teil der
Höhe der Innenrippe erstrecken;
- Fig.4:
- schematisch einen Schnitt durch die Innenstruktur von Fig. 3 entlang der Linie X-X
von Fig. 3;
- Fig.5:
- ein Diagramm, das den Leistungsvorteil durch die Sekundärnuten der Innenstruktur dokumentiert;
[0017] Das integral gewalzte Rippenrohr 1 nach Figuren 1 und 2 weist auf der Rohraußenseite
schraubenlinienförmig umlaufende Rippen 3 auf. Die Herstellung des erfindungsgemäßen
Rippenrohres erfolgt durch einen Walzvorgang (vgl. US-PSen 1.865.575 / 3.327.512 sowie
DE 23 03 172) mittels der in Figur 1 dargestellten Vorrichtung.
[0018] Es wird eine Vorrichtung verwendet, die aus n = 3 oder 4 Werkzeughaltern 10 besteht,
in die jeweils mindestens zwei von einander beabstandete Walzwerkzeuge 11 und 12 integriert
sind. (In Fig. 1 ist aus Gründen der Übersicht nur ein Werkzeughalter 10 dargestellt.)
Die Achse des Werkzeughalters 10 ist gleichzeitig die Achse der beiden zugehörigen
Walzwerkzeuge 11 und 12 und sie verläuft schräg zur Rohrachse. Die Werkzeughalter
10 sind jeweils um 360°/n versetzt am Umfang des Rippenrohres angeordnet. Die Werkzeughalter
10 sind radial zustellbar. Sie sind ihrerseits in einem ortsfesten (nicht dargestellten)
Walzkopf angeordnet. Der Walzkopf ist im Grundgerüst der Walzvorrichtung fixiert.
Die Walzwerkzeuge 11 und 12 bestehen jeweils aus mehreren nebeneinander angeordneten
Walzscheiben 13 bzw. 14, deren Durchmesser in Pfeilrichtung ansteigt. Die Walzscheiben
14 des zweiten Walzwerkzeugs 12 haben folglich einen größeren Durchmesser als die
Walzscheiben 13 des ersten Walzwerkzeugs 11.
[0019] Ebenfalls Bestandteil der Vorrichtung sind zwei profilierte Walzdorne 15 und 16,
mit deren Hilfe die Innenstruktur des Rohres erzeugt wird. Die Walzdorne 15 und 16
sind am freien Ende einer Stange 9 angebracht und zueinander drehbar gelagert. Die
Stange 9 ist an ihrem anderen Ende am Grundgerüst der Walzvorrichtung befestigt. Die
Walzdorne 15 und 16 sind im Arbeitsbereich der Walzwerkzeuge 11 und 12 zu positionieren.
Die Stange 9 muss mindestens so lang sein wie das herzustellende Rippenrohr 1. Vor
der Bearbeitung wird das Glattrohr 2 bei nicht zugestellten Walzwerkzeugen 11 und
12 nahezu vollständig über die Walzdorne 15 und 16 auf die Stange 9 geschoben. Lediglich
der Teil des Glattrohres 2, der beim fertigen Rippenrohr 1 das erste glatte Endstück
bilden soll, wird nicht über die Walzdorne 15 und 16 geschoben.
[0020] Zur Bearbeitung des Rohres werden die am Umfang angeordneten, rotierenden Walzwerkzeuge
11 und 12 auf das Glattrohr 2 radial zugestellt und mit dem Glattrohr 2 in Eingriff
gebracht. Das Glattrohr 2 wird dadurch in Drehung versetzt. Da die Achse der Walzwerkzeuge
11 und 12 zur Rohrachse schräg gestellt ist, formen die Walzwerkzeuge 11 und 12 schraubenlinienförmig
umlaufenden Rippen 3 aus der Rohrwandung des Glattrohrs 2 und schieben gleichzeitig
das entstehende Rippenrohr 1 entsprechend der Steigung der schraubenlinienförmig umlaufenden
Rippen 3 in Pfeilrichtung vor. Die Rippen 3 laufen vorzugsweise wie ein mehrgängiges
Gewinde um. Der längs zur Rohrachse gemessene Abstand der Mitten zweier benachbarter
Rippen wird als Rippenteilung p bezeichnet. Der Abstand zwischen den beiden Walzwerkzeuge
11 und 12 muß so angepasst sein, dass die Walzscheiben 14 des zweiten Walzwerkzeugs
12 in die Nuten 4 greifen, die zwischen den vom ersten Walzwerkzeug 11 geformten Rippen
3a sind. Idealerweise ist dieser Abstand ein ganzzahliges Vielfaches der Rippenteilung
p. Das zweite Walzwerkzeug 12 führt dann die weitere Formung der Außenrippen 3 fort.
[0021] In der Umformzone des ersten Walzwerkzeugs 11 (= erster Umformbereich) wird die Rohrwandung
durch einen ersten profilierten Walzdorn 15 unterstützt, und in der Umformzone des
zweiten Walzwerkzeugs 12 (= zweiter Umformbereich) wird die Rohrwandung durch einen
zweiten profilierten Walzdorn 16 unterstützt. Die Achsen der beiden Walzdorne 15 und
16 sind identisch mit der Achse des Rohres. Die Walzdorne 15 und 16 sind unterschiedlich
profiliert und der Außendurchmesser des zweiten Walzdorns 16 ist höchstens so groß
wie der Außendurchmesser des ersten Walzdorns 15. Typischerweise ist derAußendurchmesser
des zweiten Walzdoms 16 um bis zu 0,8 mm kleiner als der Außendurchmesser des ersten
Walzdorns 15. Das Profil der Walzdorne besteht üblicherweise aus einer Vielzahl von
trapezförmigen oder nahezu trapezförmigen Nuten, die parallel zueinander auf der Außenfläche
des Walzdorns angeordnet sind. Das zwischen zwei benachbarten Nuten befindliche Material
des Walzdorns wird als Steg 19 bezeichnet. Die Stege 19 besitzen einen im wesentlichen
trapezförmigen Querschnitt. Die Nuten verlaufen üblicherweise unter einem Drallwinkel
von 0° bis 70° zur Achse des Dorns geneigt. Beim ersten Walzdorn 15 wird dieser Drallwinkel
mit α, beim zweiten Walzdorn 16 mit β bezeichnet.
[0022] Drallwinkel 0° entspricht dem Fall, dass die Nuten parallel zur Achse des Dorns verlaufen.
Ist der Drallwinkel von 0° verschieden, verlaufen die Nuten schraubenlinienförmig.
Schraubenlinienförmig verlaufende Nuten können linksgängig oder rechtsgängig orientiert
sein. In den Fig.1 und 2 ist der Fall dargestellt, dass der erste Walzdorn 15 rechtsgängige
Nuten 17 und der zweite Walzdom 16 linksgängige Nuten 18 aufweist. Man spricht in
diesem Fall von gegensinnig orientierten Nuten 17 und 18 bzw. von unterschiedlicher
Orientierung der beiden Drallwinkel α und β. In diesem Fall können die Drallwinkel
α und β gleiche Beträge haben. (Gleiches gilt für den Fall, dass der erste Walzdorn
15 linksgängige Nuten 17 und der zweite Walzdorn 16 rechtsgängige Nuten 18 aufweist.)
Es ist jedoch auch möglich, dass beide Walzdorne 15 und 16 Nuten 17 und 18 mit gleichsinniger
Orientierung aufweisen. In diesem Fall müssen sich jedoch die Drallwinkel α und β
hinsichtlich ihres Betrags unterscheiden. Die beiden Walzdorne 15 und 16 müssen zueinander
drehbar gelagert sein.
[0023] Durch die radialen Kräfte des ersten Walzwerkzeugs 11 wird das Material der Rohrwand
in die Nuten 17 des ersten Walzdorn 15 gepresst. Dadurch werden schraubenlinienförmig
umlaufenden Innenrippen 20 auf der Innenfläche des Rippenrohres 1 geformt. Zwischen
zwei benachbarten Innenrippen 20 verlaufen Primärnuten 21. Entsprechend der Form der
Nuten 17 des ersten Walzdorns 15 haben diese Innenrippen 20 einen im wesentlichen
trapezförmigen Querschnitt, der zunächst entlang der Innenrippe konstant bleibt. Die
Innenrippen 20 sind gegenüber der Rohrachse um den gleichen Winkel α (Steigungswinkel)
geneigt wie die Nuten 17 zur Achse des ersten Walzdorns 15. Der Steigungswinkel der
Innenrippen 20 ist also gleich dem Drallwinkel α des ersten Walzdom 15. Die Höhe der
Innenrippen 20 wird mit H bezeichnet und beträgt üblicherweise 0,15 - 0,40 mm.
[0024] Durch die radialen Kräfte des zweiten Walzwerkzeugs 12 werden die Innenrippen 20
auf den zweiten Walzdorn 16 gepresst. Da die Nuten 18 des zweiten Walzdorns 16 unter
einem anderen Winkel zur Domachse und damit unter einem anderen Winkel zur Rohrachse
verlaufen als die Nuten 17 des ersten Walzdorn 15, treffen die Innenrippen 20 abschnittsweise
auf eine Nut 18 oder einen Steg 19 des zweiten Walzdorns 16. In den Abschnitten, in
denen eine Innenrippe 20 auf eine Nut 18 trifft, wird das Material der Innenrippe
20 in die Nut gepresst. In den Abschnitten, in denen eine Innenrippe 20 auf einen
Steg 19 trifft, wird das Rippenmaterial verformt und es werden parallel zueinander
verlaufende Sekundärnuten 22 in die Innenrippen 20 eingeprägt. Entsprechend der Form
der Stege 19 des zweiten Walzdorns 16 haben die Sekundämuten 22 einen trapezförmigen
Querschnitt. Sekundärnuten 22, die vom selben Steg 19 in unterschiedliche Innenrippen
20 eingeprägt werden, sind zueinander fluchtend angeordnet. Der Steigungswinkel, den
die Sekundärnuten 22 mit der Rohrachse bilden, ist gleich dem Drallwinkel β, den die
Nuten 18 des zweiten Walzdornes 16 mit der Achse des zweiten Walzdornes 16 einschließen.
Der Neigungswinkel y, den die Sekundärnuten 22 mit den Innenrippen 20 einschließen,
ergibt sich bei Walzdornen 15 und 16 mit gleichsinniger Orientierung der Nuten 17
und 18 aus der Differenz der Drallwinkel α und β, bei Walzdornen 15 und 16 mit gegensinniger
Orientierung der Nuten 17 und 18 aus der Summe der Drallwinkel α und β. Der Winkel
γ beträgt mindestens 10°, typischerweise liegt er im Bereich zwischen 30° und 100°,
vorzugsweise zwischen 60° und 85°. Winkel y kleiner 90° sind fertigungstechnisch leichter
zu beherrschen als Winkel y größer 90° und bewirken üblicherweise einen kleineren
Druckabfall als Winkel y größer 90°.
[0025] Die Tiefe T der Sekundärnuten 22 wird von der Spitze der Innenrippe 20 aus in radialer
Richtung gemessen. Durch geeignete Wahl der Außendurchmesser der beiden Walzdorne
15 und 16, sowie durch geeignete Wahl der Außendurchmesser der jeweils größten Walzscheiben
der beiden Walzwerkzeuge 11 und 12 kann die Tiefe T der Sekundärnuten 22 variiert
werden: Je kleiner der Unterschied im Außendurchmesser zwischen dem ersten Walzdorn
15 und dem zweiten Walzdorn 16 ist, desto größer ist die Tiefe T der Sekundämuten
22. Eine Änderung des Außendurchmessers von einem der beiden Walzdorne 15 oder 16
hat jedoch nicht nur eine Veränderung der Tiefe T der Sekundärnuten 22 zur Folge,
sondern bewirkt üblicherweise auch eine Veränderung der Höhe der Außenrippen 3. Dieser
Effekt kann jedoch kompensiert werden, indem man den Aufbau der Walzwerkzeuge 11 und
12 modifiziert. Insbesondere können hierzu die größten Walzscheiben 13 des ersten
Walzwerkszeugs 11 als kleinste Walzscheiben 14 des zweiten Walzwerkzeugs 12 bzw. die
kleinsten Walzscheiben 14 des zweiten Walzwerkzeugs 12 als größte Walzscheiben 13
des ersten Walzwerkszeugs 11 verwendet werden.
[0026] Um die Strömung der im Rohr fließenden Flüssigkeit deutlich zu beeinflussen, sollte
die Tiefe T der Sekundärnuten 22 mindestens 20% der Höhe H der Innenrippen 20 betragen.
Vorzugsweise beträgt T mindestens 40% der Höhe H der Innenrippen 20. Ist die Tiefe
T der Sekundärnuten 22 kleiner als die Höhe H der Innenrippen 20, dann ist am fertig
geformten Rippenrohr 1 der Verlauf der Innenrippen 20 noch zu erkennen. Dies ist in
Fig. 3 dargestellt. Entlang des Verlaufs der Innenrippen 20 verändert sich nun aber
die Querschnittsform der Innenrippen 20: Die Höhe der Innenrippen 20 ist an den Stellen
der Sekundärnuten 22 um deren Tiefe T reduziert. Die Primärnuten 21 verlaufen ohne
Unterbrechung zwischen den Innenrippen 20. Zueinanderfluchtende Sekundärnuten 22 sind
durch die Primärnuten 21 beabstandet.
[0027] Fig. 4 zeigt schematisch einen Schnitt durch die Innenstruktur von Fig. 3 entlang
der Linie X-X von Fig. 3. Die Höhenverhältnisse zwischen Innenrippen 20, Primämuten
21 und Sekundärnuten 22 sind hier deutlich zu erkennen.
[0028] Ist die Tiefe T der Sekundärnuten 22 gleich der Höhe H der Innenrippen 20, dann ist
am fertig geformten Rippenrohr 1 der Verlauf der Innenrippen 20 nicht mehr zu erkennen.
Die Innenrippen 21 werden in diesem Fall durch die Sekundärnuten 22 in einzelne, von
einander beabstandete Elemente 23 zerteilt. Dies ist in Fig. 2 dargestellt. Aufgrund
des trapezförmigen Querschnitts der zunächst geformten Innenrippen 20 und der Sekundärnuten
22, haben die beabstandeten Elemente 23 die Form von Pyramidenstümpfen.
[0029] Durch die Profilierung der beiden Walzdorne 15 und 16 wird die Dichte der Schnittpunkte
von Innenrippen 20 und Sekundärnuten 22 bestimmt. Die Dichte der Schnittpunkte liegt
vorzugsweise zwischen 90 und 250 Schnittpunkte pro cm
2. Als Bezugsfläche dient hierbei die innere Rohroberfläche, die sich ergibt, wenn
man die Innenstruktur vollständig aus dem Rohr entfernen würde.
[0030] Durch die Sekundärnuten 22 wird die Innenstruktur des Rippenrohres 1 mit zusätzlichen
Kanten versehen. Strömt Flüssigkeit auf der Innenseite des Rohres, dann entstehen
an diesen Kanten zusätzliche Wirbel in der Flüssigkeit, die die Wärmeübertragung auf
die Rohrwand verbessern. Üblicherweise steigt der Druckabfall der im Rohr strömenden
Flüssigkeit im gleichen Maße an wie der Wärmeübergangskoeffizient. Durch geeignete
Wahl der Abmessungen der Innenstruktur, insbesondere des Neigungswinkels y und der
Tiefe T der Sekundärnuten 22, kann dieser Anstieg des Druckabfalls jedoch günstig
beeinflusst werden.
[0031] Die Beschreibung des erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens zeigt, dass durch die
Vielzahl der bei diesem Verfahren wählbaren Werkzeugparameter die Abmessungen der
Außen- und Innenstruktur in weiten Bereichen voneinander unabhängig eingestellt werden
können. Insbesondere ermöglicht die Aufteilung des Walzwerkzeugs in zwei beabstandete
Walzwerkzeuge 11 und 12 die Tiefe T der Sekundärnuten 22 zu variieren ohne gleichzeitig
die Höhe der Außenrippen 3 zu verändern.
[0032] Beidseitig strukturierte Rippenrohre für die Kälte- und Klimatechnik werden häufig
aus Kupfer oder Kupferlegierungen hergestellt. Da bei diesen Metallen der reine Materialpreis
einen nicht unerheblichen Anteil an den Gesamtkosten des Rippenrohres bedingt, erfordert
es der Wettbewerb, dass bei gegebenem Rohrdurchmesser das Gewicht des Rohres möglichst
gering ist. Der Gewichtsanteil der Innenstruktur am Gesamtgewicht beträgt bei heutzutage
kommerziell erhältlichen Rippenrohren je nach Höhe der Innenstruktur und damit je
nach Leistungsfähigkeit 10% bis 20%. Durch die erfindungsgemäßen Sekundärnuten 22
in den Innenrippen 20 von beidseitig strukturierten Rippenrohren kann die Leistungsfähigkeit
derartiger Rohre beträchtlich erhöht werden, ohne dass der Gewichtsanteil der Innenstruktur
erhöht wird. Bei Rippenrohren, die aus Werkstoffen mit einer Dichte von 7,5 bis 9,5
g/cm
3 bestehen (also z.B. Kupfer, Kupferlegierungen oder Stahl), liegt der auf die äußere
Hüllfläche des Rippenrohres bezogene Gewichtsanteil einer derartigen Innenstruktur
üblicherweise zwischen 500 g/m
2 und 1000 g/m
2, vorzugsweise zwischen 600 g/m
2 und 900 g/m
2. Bei Rippenrohren, die aus Werkstoffen mit einer Dichte von 2,5 bis 3,0 g/cm
3 bestehen (also z.B. Aluminium), liegt der auf die äußere Hüllfläche des Rippenrohres
bezogene Gewichtsanteil einer derartigen Innenstruktur üblicherweise zwischen 150
g/m
2 und 300 g/m
2, vorzugsweise zwischen 180 g/m
2 und 270 g/m
2. Wenn man die Breite der Primärnuten 21 und der Sekundärnuten 22 groß wählt, dann
läßt sich ein geringes Gewicht der Innenstruktur realisieren.
[0033] Fig. 5 zeigt ein Diagramm, das den Leistungsvorteil der erfindungsgemäßen Innenstruktur
dokumentiert. Aufgetragen ist der Wärmedurchgangskoeffizient gegen die Wärmestromdichte
bei Kondensation von Kältemittel R-134a auf der Rohraußenseite und Kühlwasserströmung
auf der Rohrinnenseite. Die Kondensationstemperatur beträgt 36,7 °C, die Wassergeschwindigkeit
2,4 m/s. Die beiden verglichenen Rippenrohre besitzen die gleiche Struktur auf ihrer
Außenseite, unterscheiden sich jedoch in der Innenstruktur, wie im Diagramm bezeichnet.
Der Stand der Technik wird hierbei durch das Rohr repräsentiert, das mit einer Standard-Innenstruktur
der Höhe 0,35 mm versehen ist. Bei dem erfindungsgemäßen Rippenrohr mit Innenstruktur
mit Pyramidenstümpfen ähnlich Fig. 2 beträgt die Höhe der Pyramidenstümpfe ungefähr
0,30 mm, die Dichte der Schnittpunkte von Innenrippen 20 und Sekundärnuten 22 beträgt
143 pro cm
2 und der Winkel γ beträgt 96°. Das Rippenrohr mit Innenstruktur mit Pyramidenstümpfen
weist einen Vorteil im Wärmedurchgangskoeffizienten von 13% bis 22% auf. Dieser Vorteil
ist alleine durch die Innenstruktur bedingt, da der Wärmeübergangskoeffizient auf
der Rohraußenseite bei beiden Rohren gleich ist.
[0034] Die Verwendung von Innenrippen mit Sekundämuten zur Verbesserung des Wärmeübergangs
auf der Innenseite von Wärmeaustauscherrohren ist von Rohren bekannt, die lediglich
eine Innenstruktur besitzen. Bei nahtlosen Rohren werden derartige Innenstrukturen
mittels zweier unterschiedlich profilierter Dorne hergestellt (z.B. JP-OS 1-317637).
Diese Technik wird bislang nur bei auf der Rohraußenseite glatten Rohren eingesetzt.
Die Übertragung dieser Technik auf beidseitig strukturierte, integral gewalzte Rippenrohre
ist jedoch aufgrund der deutlich unterschiedlichen Herstellungsverfahren nicht naheliegend:
Bei auf der Rohraußenseite glatten Rohren wird die zur Erzeugung der Innenstruktur
erforderliche, radiale Krafteinwirkung durch relativ breite, auf der Rohraußenseite
angeordnete Walzen, Rollen oder Kugeln aufgebracht. Der Vortrieb des Rohres in Rohrlängsrichtung
wird hierbei durch eine separate Ziehvorrichtung bewerkstelligt. Im Gegensatz hierzu
wird bei beidseitig strukturierten, integral gewalzten Rippenrohren sowohl die radiale
Kraft zur gleichzeitigen Formung derAußen- und Innenstruktur als auch die axiale Kraft
zum Vortrieb des Rohres durch das Walzwerkzeug, das aus relativ dünnen Walzscheiben
aufgebaut ist, alleine erbracht. Die leistungsfähigsten, kommerziell erhältlichen
Rippenrohre werden mit Walzscheiben hergestellt, deren Dicke zwischen 0,40 mm und
0,65 mm beträgt.
1. Wärmeaustauscherrohr (1) mit wahlweise glatten Enden, mindestens einem strukturierten
Bereich auf der Rohraußen- und Rohrinnenseite und wahlweise glatten Zwischenbereichen,
das folgende Merkmale aufweist:
a) auf der Rohraußenseite laufen integrale Außenrippen (3) schraubenlinienförmig um,
b) auf der Rohrinnenseite verlaufen integrale Innenrippen (20) achsparallel oder schraubenlinienförmig
unter einem Steigungswinkel α = 0 bis 70° (gemessen gegen die Rohrachse) unter Bildung
von Primärnuten (21), dadurch gekennzeichnet,
c) dass die Innenrippen (20) von unter einem Steigungswinkel β verlaufenden Sekundärnuten
(22) - gemessen gegen die Rohrachse - gekreuzt werden,
d) dass die Sekundärnuten (22) gegenüber den Innenrippen (20) unter einem Neigungswinkel
γ von mindestens 10° verlaufen und
e) dass die Tiefe T der Sekundärnuten (22) mindestens 20 % der Rippenhöhe H der Innenrippen
(20) beträgt.
2. Wärmeaustauscherrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Neigungswinkel y = 30 bis 100° beträgt.
3. Wärmeaustauscherrohr nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Neigungswinkel y = 60 bis 85° beträgt.
4. Wärmeaustauscherrohr nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich bei gegensinnig verlaufenden Innenrippen (20) und Sekundärnuten (22) der Neigungswinkel
y als Summe der Steigungswinkel α und β ergibt:
5. Wärmeaustauscherrohr nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich bei gleichsinnig verlaufenden Innenrippen (20) und Sekundärnuten (22) der Neigungswinkel
y als Differenz der Steigungswinkel α und β ergibt:
6. Wärmeaustauscherrohr nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
dass die Tiefe T der Sekundärnuten (22) mindestens 40 % der Rippenhöhe H beträgt.
7. Wärmeaustauscherrohr nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass die Rippenhöhe H = 0,15 bis 0,40 mm beträgt.
8. Wärmeaustauscherrohr nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
dass die Dichte der Schnittpunkte von Innenrippen (20) und Sekundärnuten (22) 90 bis 250
Schnittpunkte/cm2 beträgt.
9. Wärmeaustauscherrohr nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
dass die Tiefe T der Sekundärnuten (22) der Rippenhöhe H entspricht.
10. Wärmeaustauscherrohr nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrinnenseite eine Struktur von Pyramidenstümpfen (23) aufweist.
11. Wärmeaustauscherrohr nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
dass der auf die äußere Hüllfläche des Wärmeaustauscherrohres (1) bezogene Gewichtsanteil
der Innenstruktur 500 bis 1000 g/m2, vorzugsweise 600 bis 900 g/m2, beträgt und dass die Dichte des verwendeten Werkstoffs 7,5 bis 9,5 g/cm3 beträgt.
12. Wärmeaustauscherrohr nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
dass der auf die äußere Hüllfläche des Wärmeaustauscherrohres (1) bezogene Gewichtsanteil
der Innenstruktur 150 bis 300 g/m2, vorzugsweise 180 bis 270 g/m2, beträgt und dass die Dichte des verwendeten Werkstoffs 2,5 bis 3,0 g/cm3 beträgt.
13. Wärmeaustauscherrohr nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
dass es als nahtloses Rohr ausgebildet ist.
14. Verfahren zur Herstellung eines Wärmeaustauscherrohres (1), nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 13, mit auf der Rohraußenseite schraubenlinienförmig umlaufenden
und auf der Rohrinnenseite achsparallel oder schraubenlinienförmig verlaufenden, integralen,
d.h. aus der Rohrwandung herausgearbeiteten Außenrippen (3) und Innenrippen (20),
die von Sekundärnuten (22) gekreuzt werden, bei dem folgende Verfahrensschritte durchgeführt
werden:
a) auf der Außenseite eines Glattrohres (2) werden in einem ersten Umformbereich schraubenlinienförmig
verlaufende Außenrippen (3) geformt, indem das Rippenmaterial durch Verdrängen von
Material aus der Rohrwandung mittels eines ersten Walzschritts gewonnen wird und das
entstehende Rippenrohr (1) durch die Walzkräfte in Drehung versetzt und entsprechend
den entstehenden schraubenlinienförmigen Rippen (3) vorgeschoben wird, wobei die Außenrippen
(3) mit ansteigender Höhe aus dem sonst unverformten Glattrohr (2) ausgeformt werden,
b) die Rohrwandung wird im ersten Umformbereich durch einen im Rohr liegenden ersten
Walzdorn (15) abgestützt, der drehbar und profiliert ist,
c) in einem zweiten Walzschritt werden die Außenrippen (3) in einem vom ersten Umformbereich
beabstandeten zweiten Umformbereich mit weiter ansteigender Höhe ausgebildet und die
Innenrippen (20) mit Sekundärnuten (22) versehen, wobei
d) die Rohrwandung im zweiten Umformbereich durch einen im Rohr liegenden zweiten
Walzdorn (16) abgestützt wird, der ebenfalls drehbar und profiliert ausgebildet ist,
dessen Profilierung sich aber von der Profilierung des ersten Walzdorns (15) hinsichtlich
des Betrages oder der Orientierung des Drallwinkels unterscheidet.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
dass der Abstand der Umformbereiche im wesentlichen als ganzzahliges Vielfaches der Rippenteilung
p gewählt wird.
16. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet,
dass der Außendurchmesser des zweiten Walzdorns (16) kleiner als der Außendurchmesser
des ersten Walzdorns (15) gewählt wird.
17. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 14 bis 16 zur Herstellung eines Wärmeaustauscherrohres
(1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
dass Walzdorne (15, 16) mit gegensinnig orientierten Nuten (17, 18) eingesetzt werden.
18. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 14 bis 16 zur Herstellung eines Wärmeaustauscherrohres
(1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
dass Walzdorne (15, 16) mit gleichsinnig orientierten Nuten (17, 18) eingesetzt werden.
19. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 14 bis 18, dadurch gekennzeichnet,
dass die Tiefe T der Sekundärnuten (22) durch Wahl der Durchmesser der Walzdorne (15,
16) und durch Wahl der Durchmesser der jeweils größten Walzscheiben der beiden Walzwerkzeuge
(11,12) eingestellt wird.