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(11) |
EP 0 800 901 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.07.2003 Patentblatt 2003/27 |
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Anmeldetag: 10.04.1996 |
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Verfahren zur Herstellung eines Vlieses und Vorrichtung
Method and apparatus for making a mat
Procédé et appareil pour fabriquer un mat
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE DK ES FI FR GB IE IT LU SE |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.10.1997 Patentblatt 1997/42 |
| (73) |
Patentinhaber: Dieffenbacher Schenck Panel GmbH |
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64293 Darmstadt (DE) |
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Erfinder: |
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- Ebert, Franz-Josef
64367 Mühltal (DE)
- Kunstmann, Uwe, Dr.
64380 Rossdorf (DE)
- Henschel, Walter
64854 Lengfeld-Otzberg (DE)
- Jost, Hans-Werner
64665 Alsbach (DE)
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| (74) |
Vertreter: Behrens, Helmut, Dipl.-Ing. |
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Gross-Gerauer Weg 55 64295 Darmstadt 64295 Darmstadt (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 109 456 EP-A- 0 626 241 DE-B- 1 205 274
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EP-A- 0 292 581 DE-A- 2 552 662 FR-A- 2 308 424
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Vlieses vorgebbarer Breite
und Dicke aus streufähigem Material für Holzwerkstoffoder ähnliche Platten, wobei
das streufähige Material aus einem Vorrat in einer der vorgebbaren Breite entsprechenden
Breite ausgetragen wird und auf eine darunter befindliche, durch eine Fördervorrichtung
orthogonal zur vorgebbaren Breite kontinuierlich bewegte Unterlage aufgebracht wird
und wobei das streufähige Material zwischen Vorrat und Unterlage mindestens einer
mechanischen und darunter einer pneumatischen Auflösung, welche sich über die gesamte
Streubreite erstrecken, unterworfen wird, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens.
[0002] Durch die veröffentlichte Europäische Patentanmeldung 0626241 A1 ist ein Verfahren
und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, wie eingangs beschrieben, bekannt
geworden. Das dort offenbarte Verfahren hat sich zum Ziel gesetzt, ein vergleichmäßigtes,
fein dosiertes Streugut auf einer Unterlage als Vlies abzulegen, welches sich durch
hohe Streuqualität auszeichnet. Dies wird dadurch erreicht, daß über die gesamte Streubreite
gleichgroße Teilmengen gleicher Materialdichte gebildet werden und dann durch einen
zwischen zwei Transportelementen entstehenden Schlitz auf eine Unterlage aufgestreut
werden. Eine Verbesserung besteht darin, daß unterhalb dieser Streuvorrichtung zusätzlich
ein Gebläse vorgesehen wird, welches eine Luftströmung erzeugt und somit ein Separieren
der abzulegenden Teilchen bewirkt.
[0003] Bei einem derartigen Verfahren und einer dieses Verfahren verwirklichenden Vorrichtung
ist es nicht auszuschließen, daß durch die Rotation der einzelnen Rollen eine Entmischung
innerhalb des Streuguts auftritt und zwar zwangsläufig im Hinblick auf Teilchen einer
bestimmten Teilchencharge, die einer vorgegebenen Siebfraktion entsprechen. Das heißt,
das zum Aufstreuen verwendete Material wird auch dann, wenn es aus einer Siebfraktion
besteht, kleinere und größere Teilchen beinhalten, wobei die untere Größe beliebig
kleiner als die gerade noch durch das Sieb hindurchtretende Teilchengröße ist. Wird
eine derartige Fraktion für eine Streuung verwendet, wird über die Rollenaustragung
zwangsläufig eine Entmischung auftreten und zwar durch das Transportverhalten der
größeren und kleineren Teilchen über eine Rollenstrecke. Das Entmischen wird auch
nicht verringert, wenn zusätzlich Schwingungskomponenten auf die Teilchen über die
Rollen einwirken. Auch durch ein nachgeschaltetes Separieren mittels einer Luftströmung
können diese so entstandenen Entmischungen nicht rückgängig gemacht werden. Die Folge
ist deshalb die Erzeugung eines Vlieses für die Herstellung von Holzwerkstoff- oder
ähnlichen Platten, bei welchen eine Entmischung bzw. Entmischungszonen nicht vermeidbar
sind.
[0004] Durch das deutsche Gebrauchsmuster 29507686 ist eine Vorrichtung zum Klassieren von
streufähigem Material bekannt geworden, bei welchem anstelle der quer zur Fortschrittsrichtung
ausgerichteten Rollen eine Siebstrecke verwendet wird, wobei die Einzelsiebe selbst
aus nebeneinander angeordneten Stäben gebildet wird, wobei die Längsachse der einzelnen
Stäbe in Förderrichtung des darunter entlanggeführten Förderbandes verläuft und wobei
durch entsprechende Ausgestaltung der Aufnahme für die Stabenden bei gleichem Abstand
der Stäbe in horizontaler Richtung in vertikaler Richtung eine Vergrößerung des Durchtritts
zwischen den Stäben bewirkt wird. Dies geschieht dadurch, daß zwischen je zwei in
horizontaler Richtung parallel zueinander verlaufender Stäbe ein Stab angeordnet ist,
welcher in Förderrichtung beispielsweise durch Vorsehen eines Sägezahns eine Neigung
zur Horizontalen einnimmt. Hierdurch wird dann erreicht, daß mit zunehmender Sieblänge
in zunehmendem Maße größere Streupartikel durch dieses Sieb hindurchtreten können,
um auf einem darunter angeordneten Förderband, welches beispielsweise mit konstanter
Geschwindigkeit läuft, abgelegt zu werden. Auch hier ist trotz Einsatz einer Schwingungsbeaufschlagung
des einzelnen Siebes und einer Luftströmung eine einmal stattgefundene Entmischung
nicht mehr rückgängig zu machen. Aus DE 1205274 B sind ein Verfahren und eine Vorrichtung
nach den Oberbegriffen der Ansprüche 1 und 6 bekannt geworden. Ausgehend hiervon liegt
der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, Fehler, die zwangsläufig durch Materialentmischungen
bei mehrfach nacheinanderfolgenden Auflösungen von zu streuendem Material zwischen
Materialvorrat und seiner Ablage in einem Vlies auftreten, zu beseitigen und gleichzeitig
eine vorgebbare Materialverteilung über einen vertikalen Querschnitt eines zu verpressenden
Vlieses zu ermöglichen.
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die Gegenstände der Ansprüche 1 und
6 gelöst.
[0006] Damit werden zwangsläufig auftretende Fehler, die durch vorhergehende Entmischung
sich ergebende Fehler zufolge geregelten Eingriffs beseitigt, so daß ein zu Holzwerkstoff-
oder ähnlichen Platten verpressbares Vlies erzeugt wird. Werden derartige Platten
dann durch Kaschieren, Farbauftrag oder Furnieren weiter bearbeitet, treten Fehler,
welche bisher in der Rohplatte zu suchen waren, nicht mehr auf.
[0007] Gemäß Anspruch 2 der vorliegenden Erfindung wird unter Schutz gestellt, daß auch
bei starker Separierung in Abhängigkeit einer Regelung bis zu einer negativen Beeinflussung
auch Ausschußvliese noch einer weiteren Verwertung zufolge der Erfindung verwendet
werden können.
[0008] Wird, wie in Anspruch 3 der vorliegenden Erfindung unter Schutz gestellt, in Abhängigkeit
einer Messung der Materialverteilung über die Vliesdicke die weitere mechanische Auflösung
geregelt, so lassen sich erfindungsgemäß Fehler, die in einer vorhergehenden Schicht
aufgetreten sind, noch ausgleichen.
[0009] In noch weiterer Ausgestaltung des Verfahrens, wird Einfluß genommen darauf , daß
aufgrund einer Messung über die Vliesdicke ein erkannter Fehler erfindungsgemäß bereits
dadurch beseitigt wird, daß bei Messung der Materialverteilung über einen Vliesdickenbereich
aus der weiteren mechanischen Auflösung ein lediglich diesen Bereich betreffender
Teilabschnitt nachgeregelt wird. Dies ergibt dann einen fehlerfreien Vliesdickenbereich
in Folge.
[0010] In noch weiterer Ausgestaltung des erfinderischen Verfahrens gemäß Anspruchs, wird
erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß bei einer Herstellung eines für eine Verpressung
zu einer Holzwerkstoff- oder ähnlichen Platte erforderlichen Vlieses neben einer Messung
der Materialverteilung über die gesamte Vliesdicke zusätzlich die Materialverteilungen
in den einzelnen Vliesdickenbereichen vermessen werden und daß entsprechend dieser
Ergebnisse in der weiteren mechanischen Auflösung die jeweils entsprechenden Teilabschnitte
nachgereget werden. Diese erfinderische Ausgestaltung ist insbesondere dann einsetzbar,
wenn zufolge Rationalisierung mit einer Streustation ein komplettes Vlies für eine
zu verpressende Platte hergestellt werden soll. Mit anderen Worten: soll in einer
Streustation für eine herzustellende Platte sowohl die untere Deckschicht, die Mittelschicht
und die obere Deckschicht erzeugt werden, so machen sich zwangsläufig Fehler, die
in der unteren Deckschicht und/oder in der Mittelschicht und/oder in der oberen Deckschicht
entstehen, bei der Weiterverarbeitung einer derart erzeugten Platte sehr stark bemerkbar;
es ist also bei einer derartigen Herstellung von Platten der Anfall von Auschußplatten
nicht zu vernachlässigen. Hier greift die Erfindung ein, wenn sie bereits bei der
Herstellung des Vlieses am Austritt der Streustation sowohl Meßeinrichtungen für die
Messung der kompletten Vliesdicke und auch Meßeinrichtungen vorsieht, um die einzelnen
Schichten zu vermessen. Hieraus kann dann durch Nachregelung der aufgetretene Fehler
beseitigt werden.
[0011] Ausgehend von einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens mit einer unter einer
Streustation entsprechender Breite und Länge kontinuierlich hindurchbewegten Unterlage
entsprechender Breite zur Aufnahme eines Vlieses vorgegebener Breite und Dicke, wobei
die Streustation über ihre Breite aus einem Vorrat mit streufähigem Material zur Herstellung
von Holzwerkstoffoder ähnlichen Platten beschickt wird, wobei das streufähige Material
über mindestens eine quer zur Fortschrittsrichtung der Unterlage verlaufende Vorauflösewalze
geführt von einem durch ein darunter angeordnetes Gebläse erzeugten Luftstrom während
des weiteren Streuvorgangs weiter beeinflußt wird, wird das Wesen der vorliegenden
Erfindung darin gesehen, daß ein in seiner Saug- oder Druckleistung regelbares Gebläse
stromauf oder stromab in einer die Streustation begrenzenden Wand angeordnet ist und
daß eine den Luftstrombereich nach unten begrenzende eine eine zusätzliche mechanische
Auflösung des Streuguts zulassende regelnde Einrichtung, in der von der kontinuierlich
bewegten Unterlage abgeschlossenen Streustation vorgesehen ist.
[0012] Durch die Regelung des Gebläses wird zum einen bei regelbarem Ansaugen eine noch
feiner dosierte kontinuierliche Stufung bei der Separierung des mechanisch voraufgelösten
Streuguts bewirkt, so daß auch noch großflächige Späne, beispielsweise wie bei OSB-Platten
(oriented strand board) verwendet, noch weiter separiert eine erfindungsgemäß darunter
angeordneten, geregelte Walzeneinrichtung zugeführt werden, durch welche die langen
dünnen Späne dann orientiert in Längsrichtung, also in Förderrichtung, als unterste
oder oberste Schicht auf dem zu erzeugenden Vlies abgelegt werden können.
[0013] Durch Änderung in der Drehzahl des Gebläses und auch durch Änderung der Richtung
des Luftstroms lassen sich in derselben Weise der nachgeordneten erfindungsgemäßen
regelbaren Einrichtung MDF-Platten (medium densified fibers) und normale Dreischichtplatten,
bei welchem ggfs. zusätzlich in den beiden Deckschichten Feinstmaterial im Bereich
der Oberfläche abzulegen ist, herstellen.
[0014] Als eine Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach Anspruch 6, wird gemäß
Anspruch 7 vorgeschlagen, daß bei Hindurchsaugen des Luftstroms durch das streufähige
Material in der dem Gebläse gegenüberliegenden Wand der Streustation ein in seinem
Luftdurchtritt steuerbares Gitter vorgesehen ist. Durch die erfindungsgemäße Steuerung
des Luftdurchtritts durch das Gitter, mit anderen Worten durch Veränderung der Luftdurchgangsöffnungen
in dem Gitter, wird eine Ausrichtung der Luftströme vor dem Eintritt in das Sauggebläse
erreicht, so daß keinesfalls Wirbelbildungen im Bereich der Streustation zufolge des
Luftstroms auftreten.
[0015] In noch weitere Ausgestaltung der erfindungsgemäß Vorrichtung wird nach Anspruch
8 eine erfindungsgemäße Ausgestaltung darin gesehen, daß mindestens eine in ihrer
Drehzahl und/oder Drehrichtung änderbare, sich quer zur Fortschrittsrichtung der Unterlage
erstreckende, den Luftstrombereich nach unten begrenzende Walze vorgesehen ist und
daß die Walze zwischen den stromab und stromauf angeordneten Begrenzungswänden der
Streustation bewegbar ist. Diese Ausgestaltung ermöglicht es erstmals, an jeder Stelle
im Streubereich Streufehler, welche durch Separationsfehler auftreten, bzw. ungewollte
Entmischungen bei einer Separierung noch vor dem Aufbau des Streuguts zu einem Vlies
auszuschalten.
[0016] Eine andere Ausgestaltung besteht gemäß Anspruch 9 der vorliegenden Erfindung darin,
daß in einem Rollenstuhl mindestens zwei in ihrem gegenseitigen Abstand und/oder ihrer
Drehzahl und/oder Drehrichtung veränderbare, sich quer zur Fortschrittsrichtung erstreckende
Rollen vorgesehen sind und daß die Rollen zwischen den stromab und stromauf angeordneten
Begrenzungswänden der Streustation bewegbar sind. Der Einsatz derartiger erfindungsgemäßer
Rollen ist dann besonders vorteilhaft, wenn große Mengen verhältnismäßig feinen Schüttguts,
also bei einer hohen Durchsatzleistung, Streufehler durch Entmischungen hervorgerufen
vor Ablage des Streuguts separiert im Vlies ausgeglichen werden müssen. Eine Ausgestaltung
dieser erfindungsgemäßen Weiterbildung ist in Anspruch 10 unter Schutz gestellt und
zeichnet sich dadurch aus, daß bei Anordnung mehrerer Rollen in einem Rollenstuhl
jeweils die zwischen zwei Rollen angeordnete dritte Rolle heb- und senkbar ist. Durch
die Hebung und Senkung der zwischen zwei Rollen angeordneten dritten Rolle wird zusätzlich
eine Beeinflussung des abzulegenden Streuguts in einem Vlies in Richtung auf eine
stärkere oder schwächere Separierung erzielt.
[0017] In noch weiterer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird in Anspruch
11 unter Schutz gestellt, daß mindestens ein weiterer Rollenstuhl mit mehreren Rollen
im wesentlichen unter dem Rollenstuhl angeordnet ist. Durch die Anordnung mindestens
zweier Rollenstühle übereinander kann erreicht werden, daß diese beiden Rollenstühle,
die sich erfindungsgemäß unabhängig voneinander bewegen können, die gesamte Länge
der Streustation je für sich allein im Hinblick auf Beseitigung einer Fehlstreuung
überstreichen können oder auch im Zusammenwirken miteinander einen gewollten Vliesaufbau
über die Dicke des zu streuenden Vlieses bei hoher Durchsatzleistung ermöglichen.
[0018] In noch weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird gemäß Anspruch 12 unter Schutz
gestellt, daß die den Luftstrom nach unten begrenzende geregelte Einrichtung gegenüber
der Horizontalen neigbar ist. Durch die Neigung wird zusätzlich eine Separierung bzw.
eine Verringerung der bereits geschehenen Separierung erreicht.
[0019] In noch weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes wird gemäß Anspruch 13
unter Schutz gestellt, daß in einem der Streustation zugeordneten Meßgerät die Materialverteilung
über die Vliesdicke bestimmt wird und daß in Abhängigkeit einer Differenz zwischen
Soll- und Ist-Wert die den Luftstrombereich nach unten begrenzende mechanische Auflösung
geregelt wird. Durch den erfindungsgemäßen Einsatz eines Vliesdickenmeßgeräts in Verbindung
mit einem die Verteilung des Streuguts über die Vliesdicke messenden Einrichtung wird
eine praktisch vollautomatische Herstellungsanlage für die Herstellung von Holzwerkstoff
- oder ähnlichen Platten unter Schutz gestellt und zwar unabhängig davon, welches
streufähige Material für den Aufbau eines zur Verpressung gelangenden Vlieses verwendet
wird.
[0020] In noch weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes wird gemäß Anspruch 14
dafür Schutz begehrt, daß am Ende der Vorauflösung oder an mindestens einem Ende der
geregelten Einrichtung eine sich quer zur Fortschrittsrichtung der Unterlage erstreckende
Auffangeinrichtung vorgesehen ist. Durch die Anordnung derartiger Einrichtungen wird
erfindungsgemäß erreicht, daß keine den Vliesaufbau negativ beeinflussenden Teile
wie Leimknoten zur Ablage in dem zur Verpressung vorgesehenen Vlies kommen.
[0021] Anhand der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung
wird die Erfindung näher erläutert.
[0022] Es zeigen in schematischer Darstellung:
- Figur 1)
- zwei hintereinander angeordnete Streustationen zur Erzeugung eines erfindungsgemäßen
Vlieses für Holzwerkstoffplatten.
- Figur 2)
- eine andere Streustation, bei welcher das erfindungsgemäße Vlies mittels Saugluftstrom
hergestellt wird.
- Figur 3)
- eine Vorauflösewalzenanordnung mit einer Auffangeinrichtung und
- Figur 4)
- zwei untereinander jeweils unabhängig voneinander innerhalb einer Streustation hin-
und herbewegbaren Rollenstühle mit Auffang- einrichtungen.
- Figur 5)
- eine als Speichenwalze ausgebildete weitere Walze.
[0023] Gleiche Bauteile in den einzelnen Figuren werden bei der folgenden Beschreibung mit
denselben Bezugsziffern bezeichnet.
[0024] Gemäß Figur 1 wird einer ersten Streustation 1 von einem nicht dargestellten Vorrat
über eine Rutsche 2, welche hin- und herbeweglich ist, streufähiges Material 3 zugeführt.
Über eine entgegen dem Uhrzeigersinn rotierende Walze 4 wird das streufähige Material
3 in einen von einem ersten Gebläse 5 erzeugten Luftstrom 6 verbracht. Zur Dosierung
einer Vorauflösung kann hierbei die entgegen dem Uhrzeigersinn rotierende Walze 4
in ihrer Drehzahl verändert werden und gleichzeitig kann diese Walze zusätzlich in
horizontaler Richtung gemäß Pfeil hin- und herbewegt werden. Anstelle der im Ausführungsbeispiel
gemäß Figur 1 gewählten Drehrichtung ist auch eine im Uhrzeigersinn drehende Anordnung
möglich und auch eine Anordnung bei der die Walzen teils in und entgegen dem Uhrzeigersinn
drehen. Dies gilt ganz allgemein auch für die sonst angegebenen Drehrichtungen. Hierdurch
wird ein Vorseparieren des streufähigen Materials erreicht, welches dann durch den
nachfolgenden Luftstrom 6 weiter pneumatisch separiert wird.
[0025] Weiterhin wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen, das mechanisch und pneumatisch
aufgelöste streufähige Material 3 durch eine regelbare mechanische Auflösung einer
gleichmäßigen Ablage, bei welchem die Materialteilchendicke kontinuierlich im Vlies
8 zunimmt, zuzuführen. Zu diesem Zwecke ist in der ersten Streustation 1 eine weitere
Walze 9 vorgesehen, welche im Ausführungsbeispiel ebenfalls entgegen dem Uhrzeigersinn
rotiert und welche entsprechend einem Doppelpfeil 10 zwischen einer materialstromab
liegenden Wand 11, welche das erste Gebläse 5 trägt und einer dieser gegenüberliegenden
materialstromauf liegenden Wand 12 der ersten Streustation bewegbar ist. Damit wird
es erstmals möglich, gewollte unterschiedliche Zustände im separierten Vlies zu erreichen,
so daß die unterschiedlichsten Plattentypen mit der erfindungsgemäßen Streustation
hergestellt werden können und auch diese den unterschiedlichen Materialsorten angepaßt
werden kann.
[0026] Die weitere Walze 9 wird in Abhängigkeit von den über ein Meßgerät 13 ermittelten
Differenzwerten zwischen der vorgegebenen Soll-Materialverteilung und der Ist-Materialverteilung
sowohl in seiner Drehzahl als auch in seiner Lage zu den Wänden 11 und 12 geregelt,bis
das Meßgerät 13 die gewünschte Materialverteilung über die Vliesdicke wiedergibt.
[0027] Die aus der ersten Streustation 1 austretende Vliesdicke 14 eines Teilvlieses 15
wird nunmehr einer zweiten Streustation 16 zugeführt.
[0028] Nach dieser zweiten Streustation 16 ist ein weiteres Meßgerät 17 vorgesehen, welches
entsprechend der dort sich ergebenden Materialverteilung eine weitere Einheit 18 regelt,
damit am Ausgang 19 der zweiten Streustation 16 ein Gesamtvlies 20 austritt, welches
der gewünschten Materialverteilung entspricht.
[0029] Bei der in der zweiten Streustation verwendeten weiteren Einheit 18 zur regelbaren
mechanischen Auflösung handelt es sich um eine in einem Rollenstuhl 21 angeordnete
Rollenanordnung 22, bei welcher jeweils die zwischen zwei Rollen angeordnete Rolle
entsprechend senkrechtem Doppelpfeil 23 heb- oder senkbar angeordnet ist. Hiermit
kann ebenfalls wie zu der weiteren Walze 9 bereits ausgeführt, die durch die mechanische
Vorauflösung und die pneumatische Auflösung bewirkte Separierung verstärkt oder beibehalten
oder verringert werden.
[0030] Die aus mehreren Rollen bestehende Rollenanordnung 22 läßt sich, wie bereits zur
weiteren Walze 9 ausgeführt, in ihrer Drehzahl und in ihrer Lage zu den stromab und
stromauf liegenden Wänden 12' und 11' der weiteren Streustation 16 einregeln. Auch
ist es möglich jede Rolle der Rollenanordnung oder Rollengruppen 22 für sich in ihrer
Drehzahl und Drehrichtung regelbar auszuführen.
[0031] Zufolge Anordnung zweier Meßgeräte 13 und 17 kann sowohl die Verteilung über die
gesamte Vliesdicke als auch über einen Teilbereich bestimmt werden. Hierdurch ist
es auch möglich, eine nichtkontinuierliche Materialverteilung über die Vliesdicke
zu erreichen, wenn dies entsprechend einer fertigen Holzwerkstoffplatte verlangt wird.
So ist dies beispielsweise denkbar bei OSB- oder MDF-Platten oder auch bei Spanplatten,
welche ohne Zwischenschaltung eines Blindfurniers direkt furniert werden sollen oder
lediglich einem Anstrich oder einer Kaschierung direkt auf er Platte unterworfen werden
sollen.
[0032] In Figur 2 ist eine Anordnung zur Durchführung des erfinderischen Verfahrens dargestellt,
bei welcher über ein nicht dargestelltes Gebläse ein gerichteter Luftstrom 24 einen
zur Ablage auf der Unterlage 7 bestimmten Materialstrom 3 durchströmt.
[0033] Hierbei wird der gerichtete Luftstrom 24 in seiner Stärke durch ein Gitter 25 bestimmt,
welches durch Veränderung seiner Durchtrittsöffnungen bewirkt, daß der gerichtete
Luftstrom 24 in seiner Stärke geregelt wird. Über einen Auslaß 26, welcher beispielsweise
in der stromab liegenden Wand 11' der zweiten Streustation 16 angeordnet ist, wird
die Luft von dem nichtdargestellten Gebläse angesaugt.
[0034] Im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 sind zunächst mehrere Vorauflösewalzen 27 vorgesehen,
die in ihrer Drehzahl regelbar sind und somit eine gewünschte Vorauflösung des zu
streuenden Materials bewirken. Die durch die pneumatische Auflösung bewirkte weitere
Separierung wird durch zwei unterhalb der pneumatischen Separierung angeordnete Rollenstühle
21 und 21' bewirkt, wobei auch diese Rollenstühle entweder gemeinsam oder auch unabhängig
voneinander zwischen den stromab und stromauf liegenden Wänden der zweiten Streustation
regelbar bewegt werden können, so daß sowohl eine beliebige Verstärkung oder Abschwächung
in der Separierung des zur Ablage im Vlies kommenden Materials bewirkt wird.
[0035] Gemäß Figur 3 werden die unter einem Winkel zur Horizontalen angeordneten mehreren
Vorauflösewalzen 27 durch eine Auffangeinrichtung 28, in welcher eine Transportschnecke
29 zum Abtransport von nicht zur Vorauflösung kommenden Materials vorgesehen ist,
nach unten hin begrenzt. Die Schrägstellung der mehreren Vorauflösewalzen in Richtung
auf die Auffangeinrichtung unterstützen hierbei den Austrag von nicht zur Streuung
kommenden Materials.
[0036] In Figur 4 sind in ähnlicher Weise im Rollenstuhl 21 und 21' ebenfalls Auffangeinrichtungen
28 und 28' vorgesehen, welche Transportschnecken 29 bzw. 29' tragen.
[0037] Wie aus Figur 4 weiter ersichtlich, besitzt der Rollenstuhl 21' an beiden Enden der
Rollenanordnungen 22' Auffangeinrichtungen 28' und 29'. Hiermit wird erreicht, daß
bei Neigung des oberen Rollenstuhls 21 und einer Erstreckung des Rollenstuhls über
die halbe Länge der Streustation trotz horizontaler Ausrichtung des unteren Rollenstuhls
die Gewähr dafür gegeben ist, daß eindeutig alles nicht zur Ablage im Vlies kommende
Material, beispielsweise Leimklumpen, eindeutig abführbar ist.
[0038] Figur 5 zeigt eine als Speichenwalze 30 ausgebildete weitere Walze 9. Eine Welle
31 trägt an ihren beiden Enden Lagerstellen 32, 33, welche mit nicht dargestellten
Lagern zusammenwirken. Eine Lagerstelle beispielsweise 32 ist desweiteren über ein
ebenfalls nicht dargestelltes Antriebsmittel mit einem ebenfalls nicht dargestellten
Antriebsmotor verbunden. Die nicht dargestellten Lager, einschließlich dem Motor sind
auf ebenfalls nicht dargestellten Schienen verfahrbar, so daß die Speichenwalze 30
zwischen den beiden Wänden der Streustation hin- und herbewegt werden kann.
[0039] Auf der Welle 31 sind zwei Endscheiben 34, 35 angeordnet, auf welchen jeweils vom
Mittelpunkt dieser Scheiben ausgehend strahlenförmig verlaufende, halbkreisförmig
gekrümmte Lochreihen 36, 37 angeordnet sind. Im Ausführungsbeispiel sind je Endscheibe
34 bzw. 35 fünf halbkreisförmig gekrümmte Lochreihen 36 bzw. 37 vorhanden.
[0040] Stäbe 38 verbinden die beiden Endscheiben, welche im Bereich der Seitenbegrenzung
der Unterlage angeordnet sind. Ein Stab 38 erstreckt sich von einer Bohrung 36 a der
Endscheibe 34 bis zu einer Bohrung 37 a der Endscheibe 35. Die Stäbe 38 können mit
den Endscheiben 34 bzw. 35 mittels Schrauben, Nieten oder durch Schweißen verbunden
sein.
[0041] Die Speichenwalze kann nunmehr mit Hilfe des nicht dargestellten Motors und über
eine Transmission zwischen Motor und Welle 31 in und entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn
rotieren und gleichzeitig auch über die auf Schienen verfahrbaren Lager über die gesamte
Länge der Streustation verfahren werden.
1. Verfahren zur Herstellung eines Vlieses (15) vorgebbarer Breite und Dicke aus streufähigem
Material (3) für Holzwerkstoff- oder ähnliche Platten, wobei das streufähige Material
aus einem Vorrat (2) in einer der vorgebbaren Breite entsprechenden Breite ausgetragen
wird und auf eine darunter befindliche, durch eine Fördervorrichtung orthogonal zur
vorgebbaren Breite kontinuierlich bewegte Unterlage (7) aufgebracht wird und wobei
das streufähige Material (3) zwischen Vorrat und Unterlage einer mechanischen Auflösung
(4), einer darunter folgenden pneumatischen Auflösung (6) und anschließend einer weiteren
mechanischen Auflösung welche sich über die gesamte Streubreite erstreckt, unterworfen
wird, dadurch gekennzeichnet, daß in Abhängigkeit einer gewünschten Materialverteilung, insbesondere einer Größenverteilung
über die Vliesdicke (14), die weitere mechanische Auflösung (9 bzw. 22) geregelt wird,
wobei diese mechanische Auflösung eine Walze oder mindestens eine Rollenanordnung
mit mindestens zwei Rollen umfaßt und wobei die Walze bzw. die Rollen in ihrer Drehzahl
und/oder Drehrichtung geändert wird und die Walze bzw. Rollenanordnung in ihrer Lage
zwischen den stromab und stromauf angeordneten Begrenzungswänden der Streustation
bewegt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die durch die mindestens eine mechanische (4) und die pneumatische (6) Auflösung
bewirkte Separierung des Materials (3) durch die regelbare weitere mechanische Auflösung
(9 bzw 22) von einer positiv beeinflußten, über eine nicht weiter beeinflußten, bis
zu einer negativ beeinflußten separierten Ablage des Materials im Vlies (15) führt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und/oder 2 dadurch gekennzeichnet, daß in Abhängigkeit einer Messung (13, 17) der Materialverteilung über die Vliesdicke
(14) die weitere mechanische Auflösung (9 bzw 22) geregelt wird.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere nach
Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Messung der Materialverteilung (13) über einen Vliesdickenbereich (14) aus der
weiteren mechanischen Auflösung 9 bzw 22) ein lediglich diesen Bereich betreffender
Teilabschnitt nachgeregelt wird.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Herstellung eines für eine Verpressung zu einer Holzwerkstoff- oder ähnlichen
Platte erforderlichen Vlieses (15) neben einer Messung der Materialverteilung (17)
über die gesamte Vliesdicke zusätzlich die Materialverteilungen (13) in den einzelnen
Vliesdickenbereichen vermessen werden und daß entsprechend dieser Ergebnisse in der
weiteren mechanischen Auflösung die jeweils entsprechenden Teilabschnitte nachregelbar
sind.
6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche 1 bis 5, mit einer unter einer Streustation (11, 11') entsprechender Breite
und Länge kontinuierlich hindurchbewegten Unterlage (7) entsprechender Breite zur
Aufnahme eines Vlieses (15) vorgegebener Breite und Dicke, wobei die Streustation
(11, 11') über ihre Breite aus einem Vorrat mit streufähigem Material zur Herstellung
von Holzwerkstoff- oder ähnlichen Platten beschickt wird, wobei das streufähige Material
(3) über mindestens eine quer zur Fortschrittsrichtung der Unterlage verlaufende Vorauflösewalze
(4) geführt, anschließend durch ein von einem darunter angeordneten Gebläse erzeugten
Luftstrom (6) während des weiteren Streuvorgang weiter beeinflußt wird und anschließend
eine weitere Einrichtung zur mechanischen Auflösung des Streugutes vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß ein in seiner Saug- oder Druck-Leistung regelbares Gebläse (6) materialstromauf oder
materialstromab in einer die Streustation (11, 11') begrenzenden Wand angeordnet ist
und daß die weitere Einrichtung (9 bzw. 22) zur mechanischen Auflösung regelbar ist,
und diese eine Walze oder eine Rollenanordnung mit mindestens zwei Rollen umfaßt,
die in der von der kontinuierlich bewegten Unterlage (7) abgeschlossenen Streustation
vorgesehen ist, wobei die Walze bzw. die Rollen in ihrer Drehzahl und/oder Drehrichtung
änderbar und die Walze bzw. die Rollenanordnung in ihrer Lage zwischen den stromab
und stromauf angeordneten Begrenzungswänden der Streustation bewegbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6 dadurch gekennzeichnet, daß bei Hindurchsaugen des Luftstroms durch das streufähige Material in der dem Gebläse
gegenüberliegenden Wand (12, 12') der Streustation ein in seinem Luftdurchtritt steuerbares
Gitter (25) vorgesehen ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 und/oder Anspruch 7 dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine in ihrer Drehzahl und/oder Drehrichtung änderbare, sich quer zur
Fortschrittsrichtung der Unterlage erstreckende, den Luftstrombereich (9) nach unten
begrenzende Walze vorgesehen ist, und daß die Walze zwischen den stromab und stromauf
angeordneten Begrenzungswänden (11, 11' bzw 12, 12') der Streustation bewegbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 6 und/oder Anspruch 7 dadurch gekennzeichnet, daß in einem Rollenstuhl (21) mindestens zwei in ihrem gegenseitigen Abstand und/oder
ihrer Drehzahl und/oder ihrer Drehrichtung veränderbare, sich quer zur Fortschrittsrichtung
der Unterlage erstreckende, den Luftstrombereich nach unten begrenzende Rollen (22)
vorgesehen sind und daß die Rollen (22) zwischen den stromab und stromauf angeordneten
Begrenzungswänden (11, 11' bzw 12, 12') der Streustation bewegbar sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9 dadurch gekennzeichnet, daß bei Anordnung mehrerer Rollen in einem Rollenstuhl jeweils die zwischen zwei Rollen
(22) angeordnete dritte Rolle (22) heb- und senkbar ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein weiterer Rollenstuhl mit weiteren Rollen im wesentlichen unter dem
Rollenstuhl angeordnet ist.
12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß die den Luftstrom nach unten begrenzende Einrichtung gegenüber der Horizontalen neigbar
ist.
13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß in einem der Streustation angeordneten Meßgerät die Materialverteilung über die Vliesdicke
bestimmt wird und daß in Abhändigkeit einer Differenz zwischen dem gemessenen Ist-Wert
und dem vorgegebenen Soll-Wert die den Luftstrombereich nach unten begrenzende zusätzliche
mechanische Auflösung geregelt wird.
14. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß am Ende der Vorauflösung und/oder an mindestens einem Ende der regelbaren Einrichtung
eine sich quer zur Fortschrittsrichtung der Unterlage erstreckende Auffangeinrichtung
vorgesehen ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 8 dadurch gekennzeichnet, daß eine eine Drehachse beinhaltende sich in Lagern links, rechts und oberhalb der Unterlage
abstützende, innerhalb der Streustation hin- und herbewegliche Welle vorgesehen ist,
daß die Welle von einem Motor angetrieben wird, daß die Welle zwei voneinander beabstandete
Endscheiben trägt, daß die Endscheiben im Bereich der seitlichen Begrenzung der Unterlage
angeordnet sind, daß die Endscheiben von ihrem Mittelpunkt strahlenförmig ausgehend,
halbkreisförmig gekrümmt sind, sich bis zum Endscheibenrand erstreckende Lochreihen
besetzen, und daß die Endscheiben über Stäbe, die sich zwischen den entsprechenden
Löchern der strahlenförmig verlaufenden Lochreihen der Endscheiben erstrecken, verbunden
sind.
1. Method of manufacturing a fibrous web (15) of a preselectable width and thickness
from scatterable material (3) for timber product boards or the like, wherein the scatterable
material is discharged in a width corresponding to the preselectable width from a
reservoir (2) and applied onto a substrate (7), which is situated underneath and moved
continuously orthogonally to the preselectable width by means of a conveying apparatus,
and wherein the scatterable material (3) between reservoir and substrate is subjected
to mechanical disaggregation (4) and, below the latter, to subsequent pneumatic disaggregation
(6) and then to further mechanical disaggregation, which extends over the entire scattering
width, characterized in that the further mechanical disaggregation (9 and/or 22) is controlled as a function of
a desired material distribution, in particular a size distribution over the fibrous
web thickness (14), wherein the mechanical disaggregation arrangement comprises a
cylinder or at least one roller arrangement of at least two rollers and wherein the
rotational speed and/or direction of rotation of the cylinder and/or the rollers is
altered and the position of the cylinder and/or roller arrangement is moved between
the downstream and upstream boundary walls of the scattering station.
2. Method according to claim 1 characterized in that the separating of the material (3) effected by the at least one mechanical disaggregation
(4) and the pneumatic (6) disaggregation leads as a result of the controllable further
mechanical disaggregation (9 and/or 22) from a positively influenced, via a not further
influenced, to a negatively influenced separated deposit of the material in the fibrous
web (15).
3. Method according to claim 1 and/or 2 characterized in that the further mechanical disaggregation (9 and/or 22) is controlled as a function of
a measurement (13, 17) of the material distribution over the fibrous web thickness
(14).
4. Method according to one or more of the preceding claims, in particular according to
claim 3, characterized in that, with measurement of the material distribution (13) over a fibrous web thickness
region (14), on the basis of the further mechanical disaggregation (9 and/or 22) a
sub-portion relating only to said region is readjusted.
5. Method according to one or more of the preceding claims, characterized in that, during manufacture of a fibrous web (15) needed for compression into a timber product
board or the like, besides measurement of the material distribution (17) over the
entire fibrous web thickness the material distributions (13) in the individual fibrous
web thickness regions are additionally measured and that in accordance with said results
in the further mechanical disaggregation the, in each case, corresponding sub-portions
are re-adjustable.
6. Apparatus for effecting the method according to one or more of the preceding claims
1 to 5, comprising a substrate (7) of a suitable width for receiving a fibrous web
(15) of a predetermined width and thickness, which substrate is moved continuously
under a scattering station (11, 11') of a corresponding width and length, wherein
from a reservoir the scattering station (11, 11') is loaded over its width with scatterable
material for manufacturing timber product boards or the like, wherein the scatterable
material (3) is conveyed over at least one preliminary disaggregation cylinder (4)
extending transversely relative to the forward feed direction of the substrate, then
is further influenced during the further scattering operation by an air stream (6)
generated by a blower disposed underneath and then a further device for mechanical
disaggregation of the scatter material is provided, characterized in that a blower (6) of variable intake or discharge capacity is disposed upstream or downstream
of the material in a wall delimiting the scattering station (11, 11') and that the
further device (9 and/or 22) for mechanical disaggregation is controllable, and the
latter comprises a cylinder or a roller arrangement of at least two rollers, which
is provided in the scattering station closed off by the continuously moved substrate
(7), wherein the rotational speed and/or direction of rotation of the cylinder and/or
the rollers is variable and the position of the cylinder and/or the roller arrangement
is moveable between the downstream and upstream boundary walls of the scattering station.
7. Apparatus according to claim 6 characterized in that, with suction of the air stream through the scatterable material, a grille with a
controllable air throughput is provided in the wall (12, 12') of the scattering station
opposite to the blower.
8. Apparatus according to claim 6 and/or 7 characterized in that at least one cylinder having a variable rotational speed and/or direction of rotation
is provided, which extends transversely relative to the forward feed direction of
the substrate and forms the bottom boundary of the air stream region (9), and that
the cylinder is movable between the downstream and upstream boundary walls (11, 11'
and/or 12, 12') of the scattering station.
9. Apparatus according to claim 6 and/or claim 7 characterized in that in a roller chair (21) at least two rollers (22) are provided, of which the mutual
spacing and/or the rotational speed and/or the direction of rotation is variable and
which extend transversely relative to the forward feed direction of the substrate
and form the bottom boundary of the air stream region, and that the rollers (22) are
movable between the downstream and upstream boundary walls (11, 11' and/or 12, 12')
of the scattering station.
10. Apparatus according to claim 9 characterized in that, with the arrangement of a plurality of rollers in a roller chair, in each case the
third roller (22) disposed between two rollers (22) is liftable and lowerable.
11. Apparatus according to claim 9 characterized in that at least one further roller chair having further rollers is disposed substantially
below the roller chair.
12. Apparatus according to one or more of the preceding claims characterized in that the device forming the bottom boundary of the air stream is inclinable relative to
the horizontal.
13. Apparatus according to one or more of the preceding claims characterized in that in a measuring device, which is disposed the scattering station, the material distribution
over the fibrous web thickness is determined and that the additional mechanical disaggregation
forming the bottom boundary of the air stream is controlled as a function of a difference
between the measured actual value and the preset setpoint value.
14. Apparatus according to one or more of the preceding claims characterized in that provided at the end of the preliminary disaggregation and/or at at least one end
of the controllable device is a collecting device, which extends transversely relative
to the forward feed direction of the substrate.
15. Apparatus according to claim 8 characterized in that a shaft is provided, which comprises an axis of rotation, is supported in bearings
on the left and right of the substrate and above the substrate and is movable back
and forth inside the scattering station, that the shaft is driven by a motor, that
the shaft carries two spaced-apart end disks, that the end disks are disposed in the
region of the lateral boundary of the substrate, that the end disks have a semicircular
curvature extending radially from their centre, possess rows of holes extending up
to the end disk edge, and that the end disks are connected by rods, which extend between
the corresponding holes of the radially extending rows of holes of the end disks.
1. Procédé de fabrication d'un mat (15) de largeur et d'épaisseur données à partir d'un
matériau (3) épandable pour panneaux de matériau à base de bois ou panneaux similaires,
le matériau épandable étant extrait d'une réserve (2) dans une largeur correspondant
à la largeur prédéfinie et étant appliqué sur un support (7) se trouvant au-dessous
et déplacé en continu au moyen d'un dispositif de transport, perpendiculairement à
la largeur prédéfinie, et le matériau (3) épandable étant soumis, entre la réserve
et le support, à une dispersion mécanique (4), une dispersion pneumatique (6) suivante
au-dessous et ensuite à une dispersion mécanique complémentaire qui s'étend sur toute
la largeur d'épandage, caractérisé en ce que la dispersion mécanique (9 ou 22) complémentaire est régulée en fonction d'une distribution
voulue du matériau, en particulier d'une distribution des dimensions sur l'épaisseur
(14) du non-tissé, cette dispersion mécanique comprenant un cylindre ou au moins un
agencement de rouleaux avec au moins deux rouleaux, et la vitesse de rotation et/ou
le sens de rotation du cylindre ou des rouleaux étant modifiés et la position du cylindre
ou de l'agencement de rouleaux étant déplacée entre les parois de délimitation, disposées
en aval et en amont, du poste d'épandage.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la séparation du matériau, provoquée par la ou les dispersions mécaniques (4) et
la dispersion pneumatique (6), conduit, à travers la dispersion mécanique complémentaire
(9) ou (22) réglable, à un dépôt séparé influencé positivement, à travers un dépôt
séparé non influencé, jusqu'à un dépôt séparé influencé négativement de la matière
dans le non-tissé (15).
3. Procédé selon la revendication 1 et/ou 2, caractérisé en ce que la dispersion mécanique complémentaire (9 ou 22) est régulée en fonction d'une mesure
(13, 17) de la distribution de la matière sur l'épaisseur (14) du non-tissé.
4. Procédé selon une ou plusieurs des revendications précédentes, en particulier la revendication
3, caractérisé en ce que pendant la mesure de la distribution (13) de la matière sur une zone (14) de l'épaisseur
du non-tissé, à partir de la dispersion mécanique complémentaire (9 ou 22), on régule
en complément uniquement une partie concernant cette zone.
5. Procédé selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que lors de la fabrication d'un non-tissé (15) nécessaire pour le pressage en une plaque
de matériau de bois ou plaque similaire, on mesure, outre la distribution de la matière
(17) sur toute l'épaisseur du non-tissé, les distributions (13) de la matière dans
les différentes zones de l'épaisseur du non-tissé et en ce qu'en fonction de ces résultats, les tronçons partiels correspondants peuvent être régulés
au cours de la dispersion mécanique complémentaire.
6. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé selon une ou plusieurs des revendications
1 à 5 précédentes, comportant un support (7), de largeur correspondante, déplacé en
continu sous un poste d'épandage (11, 11') de largeur et de longueur correspondantes,
destiné à recevoir un non-tissé (15) de largeur et d'épaisseur prédéfinies, le poste
d'épandage (11, 11') étant chargé sur sa largeur, à partir d'un réservoir, d'un matériau
épandable, pour fabriquer des panneaux de matériau à base de bois ou panneaux similaires,
le matériau (3) épandable étant guidé sur au moins un cylindre de pré-dispersion (4)
s'étendant transversalement à la direction d'avance du support, étant ensuite influencé
par un courant d'air (6), produit par une soufflante disposée au-dessous, pendant
la poursuite de l'opération d'épandage, et ensuite étant prévu un dispositif complémentaire
pour la dispersion mécanique du produit à répandre, caractérisé en ce qu'une soufflante (6), dont la puissance d'aspiration ou la puissance de refoulement
est réglable, est disposée en amont ou en aval du courant du matériau dans une paroi
délimitant le poste d'épandage (11, 11') et en ce que le dispositif complémentaire (9 ou 22) pour la dispersion mécanique est réglable
et comprend un cylindre ou un agencement de rouleaux avec au moins deux rouleaux,
qui est prévu dans le poste d'épandage fermé par le support (7) déplacé en continu,
la vitesse de rotation et/ou le sens de rotation du cylindre ou des rouleaux étant
variables et la position du cylindre ou de l'agencement de rouleaux étant déplaçable
entre les parois de délimitation du poste d'épandage, disposées en aval et en amont.
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce que pendant l'aspiration du courant d'air à travers le matériau épandable, il est prévu
dans la paroi (12, 12') opposée à la soufflante, du poste d'épandage, une grille (25)
dont le passage d'air peut être commandé.
8. Dispositif selon la revendication 6 et/ou la revendication 7, caractérisé en ce qu'il est prévu au moins un cylindre dont la vitesse de rotation et/ou le sens de rotation
sont variables, qui s'étend transversalement à la direction d'avance du support et
qui limite vers le bas la zone (9) du courant d'air, et en ce que le cylindre est déplaçable entre les parois de délimitation (11, 11'ou 12, 12'),
disposées en aval et en amont du poste d'épandage.
9. Dispositif selon la revendication 6 et/ou la revendication 7, caractérisé en ce que dans une cage à rouleaux (21) sont prévus au moins deux rouleaux (22) dont l'écartement
et/ou la vitesse de rotation et/ou le sens de rotation sont variables, qui s'étendent
transversalement à la direction d'avance et qui limitent vers le bas la zone du courant
d'air, et en ce que les rouleaux (22) sont déplaçables entre les parois de délimitation (11, 11') ou
(12, 12'), disposées en aval et en amont, du poste d'épandage.
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que dans le cas où sont prévus plusieurs rouleaux dans une cage à rouleaux, le troisième
rouleau (22) disposé entre deux rouleaux (22) peut être relevé et abaissé.
11. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'au moins une autre cage à rouleaux avec d'autres rouleaux est disposée sensiblement
sous la cage à rouleaux.
12. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif qui limite vers le bas le courant d'air peut être incliné par rapport
à l'horizontale.
13. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que dans un appareil de mesure, disposé dans le poste d'épandage, on détermine la distribution
du matériau sur l'épaisseur du non-tissé et en ce qu'on régule la dispersion mécanique supplémentaire, limitant vers le bas la zone du
courant d'air, en fonction d'une différence entre la valeur réelle mesurée et la valeur
de consigne prédéfinie.
14. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'à l'extrémité de la pré-dispersion et/ou à au moins une extrémité du dispositif réglable,
il est prévu un dispositif de collecte s'étendant transversalement à la direction
d'avance du support.
15. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'il est prévu un arbre qui contient un axe de rotation, qui prend appui dans des paliers
à gauche, à droite et au-dessus du support et qui est déplaçable en sens alternés
à l'intérieur du poste d'épandage, en ce que l'arbre est entraîné par un moteur, en ce que l'arbre porte deux disques terminaux espacés l'un de l'autre, en ce que les disques terminaux sont disposés dans la zone de la délimitation latérale du support,
en ce que les disques terminaux, partant sous la forme de rayons de leur centre, sont courbés
en demi-cercles, en ce qu'ils occupent des rangées de trous s'étendant jusqu'au bord des disques terminaux et
en ce que les disques terminaux sont reliés par des barres qui s'étendent entre les trous correspondants
des rangées de trous, s'étendant en forme de rayons des disques terminaux.