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(11) |
EP 1 038 671 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.07.2003 Patentblatt 2003/27 |
| (22) |
Anmeldetag: 24.02.2000 |
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| (54) |
Bogenvereinzelungsvorrichtung
Sheet separating device
Dispositif de séparation des feuilles
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE FR GB IT LI NL |
| (30) |
Priorität: |
19.03.1999 US 272967
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.09.2000 Patentblatt 2000/39 |
| (73) |
Patentinhaber: Heidelberger Druckmaschinen
Aktiengesellschaft |
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69115 Heidelberg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Bechler, Russel Alan
Bellbrook, OH 45305 (US)
- Hawkes, Richard B.
Bethlehem, Pennsylvania 18017 (US)
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| (74) |
Vertreter: Duschl, Edgar Johannes, Dr. et al |
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Heidelberger Druckmaschinen AG,
Kurfürsten-Anlage 52-60 69115 Heidelberg 69115 Heidelberg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 212 865 DE-A- 2 132 438 DE-C- 976 134 GB-A- 2 096 577 US-A- 4 714 242
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EP-A- 0 749 922 DE-A- 2 222 066 DE-U- 29 510 214 US-A- 2 262 798
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Vereinzeln flacher Produkte,
welche von einem Stapel flacher Produkte abgezogen werden, gemäß dem Oberbegriff von
Anspruch 1.
[0002] In der Herstellung von Druckprodukten, z. B. von Büchern, Broschüren, Zeitschriften
oder Magazinen, werden in der Regel Zusammentragsysteme mit einer Transportvorrichtung
eingesetzt, auf der einzelne flache Produkte wie Signaturen oder Bogen zu einem Buchblock
zusammengetragen werden, der dann weiterverarbeitet und gebunden wird. In der Regel
ist entlang der Transportvorrichtung eine Vielzahl von Zuführstationen angeordnet,
welche jeweils einen Zuführmechanismus umfassen, mittels dessen ein einzelnes flaches
Produkt von einem Stapel abgezogen und der Transportvorrichtung zugeführt wird, um
in dieser Weise einen Buchblock zusammenzutragen oder um eine Zeitungsbeilage in eine
Tasche eines Taschenanlegers oder in eine in der Tasche transportierte Zeitung einzufügen.
Derartige Zuführmechanismen umfassen in der Regel eine Vereinzelungsvorrichtung zum
Vereinzeln der einzelnen in der Zuführstation gestapelten flachen Produkte. Die einzelnen
flachen Produkte werden vom Boden des Stapels abgezogen.
[0003] Eine Vereinzelungsvorrichtung dieser Art ist z. B. aus der US 3,988,016 bekannt.
In dieser Schrift ist eine Hochgeschwindigkeits-Zuführvorrichtung zum Einfügen von
Beilagen in Zeitungen beschrieben. Die Beilagen sind in einem Stapel angeordnet. Ein
Vakuum-Greiferelement erfasst die unterste Beilage des Stapels und transportiert sie
zu einem Zugwalzenpaar, mittels dessen die Beilage in eine geöffnete Zeitung eingelegt
wird. Ein Einzelbogen erfordert eine andere Saugkraft und eine andere Saugerbewegung
als z. B. eine 120-seitige Beilage. Diese unterschiedlichen Anforderungen ergeben
sich aus der Art und Weise, in der die Einzelbogen oder mehrseitigen Beilagen positioniert
und erfasst werden müssen, um korrekt vereinzelt zu werden. In der Regel ist der Boden
eines Stapels schwerer Beilagen angehoben, um eine Doppelzufuhr zu verhindern. Dies
wird durch eine Verstellung des Hebearms und eine Anpassung der Elemente zum Begrenzen
der Bewegung des Hebearms erreicht. Bei einer Verstellung dieser Elemente muss die
Saugkraft und die Bewegung der Saugnäpfe ebenfalls verändert werden. Zur Verbesserung
des Zusammenwirkens zwischen Sauger und Stapel muss die Saugnapfleiste einen größeren
Winkel zurücklegen. Die Verstellung der Sauger ist ein kritischer Vorgang. Es ist
wünschenswert, Feineinstellungen während des Betriebs vorzunehmen, was zudem die Rüstzeit
der Zusammentrageinrichtung erheblich verringert. Dafür ist es nötig, die Höchstlage
des Saugnapfes für jede Art von Produkt während eines Produktionslaufs verstellen
zu können. Ein zu starker Anpressdruck der Saugnäpfe auf einen Stapel einzelner Bogen
oder dünner Signaturen verursacht eine Verformung der flachen Produkte und beeinträchtigt
ferner die Zuverlässigkeit des Zuführ- bzw. Vereinzelungsvorgangs.
[0004] Es wurden bereits Versuche unternommen, diese Probleme durch eine Hub-Saugvorrichtung
und einen Saugantrieb zu beseitigen, welche Mittel zum Einstellen der Extremlage des
Saugnapfs umfassen. Eine solche Saugvorrichtung mit einem Hubsauger und einem Hubsaugerantrieb
ist in der DE 976 134 beschrieben. Mit der beschriebenen Vorrichtung werden einzelne
Signaturen von der Oberfläche eines Stapels abgezogen, wobei die Tiefstlage des Hubsaugers
mittels des Stellglieder umfassenden Antriebs eingestellt wird. Diese Einstellung
wird durch eine Veränderung der Winkelposition zweier Hebelarme erreicht, die über
einen Kurvenarm miteinander gekoppelt sind.
[0005] Aus dem Dokument GB 2 096 577 ist eine einstellbare Hub-Saugvorrichtung zum Vereinzeln
flacher Produkte von einem Stapel bekannt. Die Vorrichtung weist einen um eine Achse
schwenkbaren abgewinkelten Doppelhebel auf, dessen erstes Ende mit einem Führungsstab
für eine vertikal bewegbare Saugdüse verbunden und dessen zweites Ende eine Kurvenführungsrolle
zum Abtasten einer zugeordneten Kurvenscheibe trägt. Der Doppelhebel ist um eine Achse
drehbar gelagert und wird in Abhängigkeit des Verlaufs der abgetasteten Kurve um diese
Achse geschwenkt. Um flache Produkte unterschiedlicher Dicke oder Grammatur zu vereinzeln,
kann die Lage der Achse in einem Bogen um eine exzentrisch gelagerte Welle verändert
werden. Dabei wird der Doppelhebel um die exzentrisch gelagerte Welle derart geschwenkt,
dass eine Verschiebung der oberen und unteren Umkehrpunkte der Vertikalbewegung der
Saugdüse erreicht wird.
[0006] Auch aus dem Dokument EP 0 212 865 A2 geht eine Vorrichtung zur Vereinzelung eines
flachen Produktes von einem Stapel mittels Saugnäpfen hervor, welche insbesondere
in Zusammentragmaschinen oder Einsteckmaschinen Verwendung finden kann. Die Saugnäpfe
sind schwenkbar gelagert und mit einem mehrere Einzelhebel aufweisenden Hebelmechanismus
versehen. Eine Betätigung des Hebelmechanismus wird von einer der Umfangslinie einer
Kurvenscheibe folgenden Kurvenführungsrolle ausgeführt.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Position der Saugnäpfe einer Vereinzelungsvorrichtung
zu verbessern.
[0008] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 gelöst.
[0009] Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Abziehen und Vereinzeln flacher Produkte von
einem Produktstapel umfasst einen Saugmechanismus mit einem oberen und einem unteren
Teil sowie mit einem Mittelhebel, durch den eine entlang dem Mittelhebel verschiebbare
Achse verläuft. Der Mittelhebel ist um diese Achse drehbar und umfasst ein erstes
und ein zweites Ende sowie ein an dem ersten Ende angeordnetes Gelenk und ein an dem
zweiten Ende angeordnetes zweites Gelenk, wobei der obere Teil des Saugmechanismus
mit dem ersten Gelenk und der untere Teil mit dem zweiten Gelenk verbunden ist.
[0010] Durch die Bewegbarkeit der durch den Mittelhebel verlaufenden Achse ist die Höchstlage
des Saugers in Abhängigkeit von dem zu transportierenden Produkt verstellbar. Dies
ist nötig, da einige Produkte eine Einstellung der Saugnäpfe in einer höhere oder
tiefere Position erfordern, damit das Saugvakuum erhalten bleibt, was durch die vorliegende
Erfindung problemlos erreicht werden kann. Aufgrund der geometrischen Eigenschaften
der Konstruktion und aufgrund der Tatsache, dass die einzelnen Gelenke mit anderen
Gelenken verbunden sind, ist die Höhe der Saugnäpfe einstellbar, ohne dass dadurch
die Tiefstlage der Saugnäpfe beeinflusst wird. Es besteht demnach die Möglichkeit,
eine Verstellung der Höchstlage der Saugnäpfe durch Verschieben der Achse zu erreichen,
die den Schwenkpunkt des Mittelhebels darstellt. Ein weiterer Vorteil der vorliegenden
Erfindung besteht darin, dass die Rüstzeiten der Maschine durch eine Verstellung ohne
Hilfsmittel verkürzt werden sowie dass die Saugnäpfe verstellt werden können, während
die Vorrichtung in Betrieb ist.
[0011] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0012] Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der nachfolgend
dargestellten Figuren sowie deren Beschreibungen.
[0013] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische, perspektivische Darstellung einer ersten Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Vereinzelungsvorrichtung;
- Fig. 2
- eine schematische Seitenansicht einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vereinzelungsvorrichtung;
- Fig. 3a
- eine schematische, perspektivische Seitenansicht eines Verstellkastens;
- Fig. 3b
- eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vereinzelungsvorrichtung mit
einem Verstellkasten;
- Fig. 4
- eine schematische, perspektivische Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Vereinzelungsvorrichtung;
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung eines Saugmechanismus; und
- Fig. 6
- den Verstellmechanismus des Saugnapfes.
[0014] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Darstellung einer Vereinzelungsvorrichtung gemäß
der vorliegenden Erfindung. Eine Vielzahl von Saugarmen 12 sind mit einer Befestigungswelle
10 verbunden. An jedem der Saugarme 12 ist ein Saugnapf 14 angeordnet, dessen Position
unabhängig von den anderen Saugnäpfen 14 individuell verstellbar ist. Die Befestigungswelle
10 ist über einen oberen Hebel 16 mit einem oberen Gelenkhebel 18 verbunden. Die bisher
genannten Komponenten bilden einen oberen Teil 22 des Saugmechanismus, der mit einem
Mittelhebel 26 verbunden ist. An einem Ende des Mittelhebels 26 ist ein erstes Gelenk
28 angeordnet, mit dem der obere Gelenkhebel 18 verbunden ist. Die Vereinzelungsvorrichtung
umfasst ferner einen unteren Teil 24 des Saugmechanismus, welcher einen vorzugsweise
dreieckigen unteren Hebel 32 und einen unteren Gelenkhebel 34 aufweist, der mit dem
unteren Hebel 32 über ein Gelenk 36 verbunden ist. Der untere Teil 24 der Vereinzelungsvorrichtung
ist mit dem Mittelhebel 26 über ein an dem zweiten Ende des Mittelhebels 26 angeordnetes
zweites Gelenk 30 verbunden. Ein Vorspannungselement 38, z. B. eine Kompressionsfeder
oder ein pneumatisches Stellglied, drückt den unteren Teil 24 der Vereinzelungsvorrichtung
gegen einen Exzenter 40, der von einer Exzenterrolle 42 (s. Fig. 2) kontaktiert wird.
Durch den Mittelhebel 26 erstreckt sich eine Achse 44, die durch Drehen eines Knaufs
46 an dem Mittelhebel 26 befestigt bzw. von diesem abmontiert werden kann.
[0015] Die Position der Achse 44 bezüglich des ersten und zweiten Gelenks 28, 30 ist durch
Aufoder Abbewegen eines Verstellgelenks 48 in die Richtung des ersten Gelenks 28 oder
des zweiten Gelenks 30 verstellbar. Das Verstellgelenk 48 ist an einem Ende an der
Achse 44 und an seinem anderen Ende 50 um dieses Ende 50 schwenkbar an einem ortsfesten
Element der Vereinzelungsvorrichtung, z. B. am Gestellrahmen, befestigt.
[0016] In Fig. 2 ist die Funktionsweise der Vereinzelungsvorrichtung näher gezeigt. Ein
Exzenter 40, der einen Vorsprung 52 umfasst, dreht sich in die durch den Pfeil A angezeigte
Richtung. Solange die Exzenterrolle 42 nicht von dem Vorsprung 52 kontaktiert wird,
wird der untere Teil 24 der Vereinzelungssvorrichtung nicht ausgelenkt, so dass sich
der Saugnapf 14 augrund der besonderen geometrischen Konstruktion der einzelnen Gelenke
in seiner Tieflage befindet. Dreht sich der Exzenter 40 weiter, so kontaktiert der
Vorsprung 52 des Exzenters 40 die Exzenterrolle 42 und veranlasst so die Bewegung
des unteren Teils 24 der Vereinzelungsvorrichtung in die durch den Pfeil B angezeigte
Richtung, bis sich der untere Teil 24 in der durch die gepunktete Linie angezeigten
Position befindet. Dadurch wird der Mittelhebel 26 geschwenkt und somit der Saugnapf
14 in seine Höchstlage bewegt, da der obere Teil 22 der Vereinzelungsvorrichtung mit
dem Mittelhebel 26 verbunden ist.
[0017] Die Höchstlage 54 des Saugnapfs 14 ist abhängig von der Position des durch den Mittelpunkt
der Achse 44 definierten Schwenkpunktes. Zur Veränderung der Höchstlage des Saugnapfes
14 kann die Achse 44 zwischen einer oberen Position 56 und einer unteren Position
58 verschoben werden. Eine derartige Verstellung kann durch Lösen eines Befestigungsknaufs
60 und Drehen eines ersten Verstellknaufs 62 erfolgen, wodurch ein mit spiralförmig
angeordneten Kerben versehener Exzenter 64 gedreht wird, welcher das Verstellgelenk
48 aufwärts oder abwärts bewegt. Nach der Verstellung wird der Befestigungsknauf 60
wieder angezogen.
[0018] Wie in Fig. 3a und 3b näher gezeigt ist, ist es gemäß einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung möglich, den durch den Mittelpunkt der Achse 44 definierten Schwenkpunkt
auf einem Mittelhebel 26 durch Verschiebung eines Verstellkastens 80 zu verstellen.
Der Verstellkasten ist auf einer Welle 86 angeordnet und umfasst Befestigungsmittel
wie z. B. Schrauben 82, welche den Verstellkasten in einer exakt definierten Position
bezüglich des Mittelhebels 26 halten. Der Verstellkasten umfasst eine mittige Bohrung
84, durch die die Achse 44 verläuft. Durch Lösen der Befestigungsschrauben 82 kann
der Verstellkasten 80 entlang der Welle 86 auf und ab geschoben werden, so dass die
Achse 44 in die gewünschte Position gebracht wird, um so den Schwenkpunkt des Mittelhebels
26 zu verändern.
[0019] Gemäß einer in Fig. 4 gezeigten weiteren Ausführungsform kann die Verstellung des
Schwenkpunkts des Mittelhebels 26 auch dadurch erfolgen, dass ein Winkelhebel mit
einem ersten Hebelarm 89 und einem zweiten Hebelarm 87 um eine durch eine an einem
Ende des Hebelarms 89 angeordnete Bohrung verlaufende Welle 90 geschwenkt wird. Der
Winkelhebel 88 wird vorzugsweise dadurch um die Welle 90 geschwenkt, dass der erste
Arm 89 des Hebels 88 in die Richtung der Achse 44 gedrängt wird, wodurch die Achse
44 nach oben bewegt wird. Entsprechend bewegt sich die Achse 44 nach unten, wenn der
erste Arm 89 des Winkelhebels 88 von der Achse 44 weg bewegt wird. Die Bewegung des
ersten Arms 89 des Winkelhebels 88 auf die Achse 44 zu und von dieser weg kann durch
jedes geeignete Mittel ausgelöst werden. Vorzugsweise ist dazu jedoch eine Federvorrichtung
vorgesehen, welche einen durch die Bohrung der Feder 94 verlaufenden Stab 96 und einen
zweiten Verstellknauf 92 umfasst.
[0020] Bei Drehung des zweiten Verstellknaufs 92 wird eine innerhalb des Kastens 93 angeordnete
Stellschraube gedreht, welche den Stab 96 in die durch den Pfeil D angezeigte Richtung
auf die Achse 44 zu bewegt. Durch diese Bewegung wird die zwischen einer Schraube
95 und dem ersten Arm 89 des Winkelhebels 88 angeordnete Feder 94 zusammengedrückt
und übt somit verstärkt Druck auf den ersten Arm 89 des Winkelhebels 88 aus, wodurch
wiederum der Winkelhebel 88 um die Welle 90 geschwenkt und die Achse 44 aufwärts bewegt
wird. Durch Drehung des zweiten Verstellknaufs 92 in die entgegengesetzte Richtung
wird der Druck der Feder 94 reduziert, der Winkelhebel 88 dreht sich in entgegengesetzter
Richtung um die Welle 90, und die Achse 44 bewegt sich folglich wieder abwärts.
[0021] Gemäß einer schematisch in Fig. 5 gezeigten weiteren Ausführungsform der Erfindung
ist die Position der Saugnäpfe 14 bezüglich des Saugarms 12 einstellbar, so dass die
Saugnäpfe 14 bezüglich der Position des Saugarms 12 vorzugsweise der Art des Falzbruchs
und des zu verarbeitenden flachen Produkts angepasst werden können. Diese Anpassung
ist nötig, da ein dünnes Produkt einen scharfen Falzbruch aufweist, während ein dickes
Produkt einen eher abgerundeten, weichen Falzbruch aufweist. Die Art des Falzbruchs
bestimmt die Position, in der die Saugnäpfe auf die Produkte aufsetzen müssen. Diese
Position kann für jeden Saugnapf der Vereinzelungsvorrichtung unterschiedlich sein.
Daher ist es vorteilhaft, wenn Mittel zur Veränderung der Position des Saugnapfs bezüglich
des Saugarms vorgesehen sind, so dass die Position des Mittelpunkts 70 des Saugnapfs
14 zwischen einer Außenlage 66 und einer Innenlage 68 verändert werden kann.
[0022] Wie in Fig. 6 näher gezeigt ist, kann diese Verstellung über eine Stellschraube 72
erfolgen, bei deren Drehung der Saugnapf 14 zwischen seiner Außenlage 66 und seiner
Innenlage 68 verschoben wird. Auf diese Weise kann die Position jedes einzelnen Saugnapfes
14 je nach Art des Falzbruchs eines zu verarbeiten Produkts 74 verändert werden. Handelt
es sich um ein dünnes Produkt, so kann der Saugnapf 14 näher an den Falzbruch heran
bewegt werden. Wenn nötig, kann der Saugnapf 14 von dem Falzbruch des Produkts 74
weg bewegt werden, um zu vermeiden, dass der Saugnapf um den Falzbruch herum rutscht
und so das Vakuum verloren geht. Durch diese individuelle Einstellung können selbst
unregelmäßig geformte Produkte, bei denen der Falzbruch nicht wie gewohnt geradlinig
verläuft, problemlos verarbeitet werden.
Liste der Bezugszeichen
[0023]
- 10
- Befestigungswelle
- 12
- Saugarm
- 14
- Saugnapf
- 16
- oberer Hebel
- 18
- oberer Gelenkhebel
- 22
- oberer Teil
- 24
- unterer Teil
- 26
- Mittelhebel
- 28
- erstes Gelenk
- 30
- zweites Gelenk
- 32
- unterer Hebel
- 34
- unterer Gelenkhebel
- 36
- Gelenk
- 38
- Vorspannelement
- 40
- Exzenter
- 42
- Exzenterrolle
- 44
- Achse
- 46
- Knauf
- 48
- Verstellgelenk
- 50
- Ende des Verstellgelenks
- 52
- Vorsprung des Exzenters
- 54
- Höchstlage des Saugnapfes
- 60
- Befestigungsknauf
- 62
- erster Verstellknauf
- 64
- Exzenter mit spiralförmigen Kerben
- 66
- Außenposition
- 68
- Innenposition
- 70
- Mittelpunkt des Saugnapfes
- 72
- Stellschraube
- 74
- flaches Produkt
- 80
- Verstellkasten
- 82
- Befestigungsschrauben
- 84
- mittige Bohrung
- 86
- Welle
- 87
- zweiter Hebelarm
- 88
- Winkelhebel
- 89
- erster Hebelarm
- 90
- Welle
- 92
- Zweiter Verstellknauf
- 93
- Kasten
- 94
- Feder
- 95
- Schraube
- 96
- Stab
- 56
- Höchstlage der Achse 44
- 58
- Tiefstlage der Achse 44
- A
- Drehrichtung des Exzenters
- B
- Bewegungsrichtung des unteren Teils
- D
- Bewegungsrichtung des Stabs
1. Vorrichtung zum Vereinzeln flacher Produkte (74) von einem Stapel flacher Produkte
mit einem Saugmechanismus mit einem oberen Teil (22), einem unteren Teil (24), einem
Mittelhebel (26), einer durch den Mittelhebel (26) verlaufenden Achse (44), um die
der Mittelhebel (26) schwenkbar ist, und mit einem an einem Ende des Mittelhebel (26)
angeordneten ersten Gelenk (28) und einem an dem anderen Ende des Mittelhebel (26)
angeordneten zweiten Gelenk (30), wobei der obere Teil (22) des Saugmechanismus mit
dem ersten Gelenk (28) und der untere Teil (24) des Saugmechanismus mit dem zweiten
Gelenk (30) verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Achse (44) entlang des Mittelhebels (26) bezüglich des ersten Gelenks (28) und
zweiten Gelenks (30) verschiebbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass ferner Befestigungsmittel zum Befestigen der Achse (44) in einer Vielzahl von Positionen
entlang des Mittelhebels (26) vorgesehen sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass ferner ein Verstellgelenk (48) vorgesehen ist, mittels dessen die Achse (44) in eine
der Vielzahl von Positionen bewegbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass ferner ein mit spiralförmigen Kerben versehener Exzenter (64) und ein erster Verstellknauf
(62) zum Schwenken des Exzenters (64) vorgesehen sind und dass das Verstellgelenk
(48) mit dem Exzenter (64) verbunden ist, so dass das Verstellgelenk (48) mittels
des Exzenters (64) in verschiedene Positionen bewegbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass ferner ein Verstellkasten (80) mit einer mittigen Bohrung (84) und Befestigungsschrauben
(82) zum Einstellen der Position des Kastens (80) relativ zum Mittelhebel (26) vorgesehen
ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verstellgelenk (48) als ein Winkelhebel (88) ausgebildet ist, welcher in einem
Ende eines Arms (89) eine Bohrung und eine in der Bohrung angeordnete Welle (90) aufweist,
um die der Winkelhebel (88) schwenkbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass ferner Verstellmittel zum Schwenken des Winkelhebels (88) um die durch die Bohrung
in dem Winkelhebel (88) verlaufende Welle (90) vorgesehen sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verstellmittel eine Feder (94), einen durch die Feder (94) verlaufenden Stab
(96) und einen zweiten Verstellknauf (92) umfassen, wobei mittels des zweiten Verstellknaufs
(92) der Stab (95) bezüglich des Winkelhebels (88) bewegbar ist und somit der Kompressionszustand
der Feder (94) veränderbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der obere Teil (22) des Vereinzelungsmechanismus eine Befestigungswelle (10), eine
Vielzahl von Saugarmen (12) und eine Vielzahl von Saugnäpfen (14) umfasst, wobei die
Saugnäpfe (14) in vorgegebenen Positionen an den Saugarmen (12) befestigt sind und
jeder der Saugarme (12) mit der Befestigungswelle (10) verbunden ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass jeder der Saugarme (12) Stellmittel (72) zum Verstellen der vorgegebenen Position
der Saugnäpfe (14) umfasst.
11. Zusammentrageinrichtung, insbesondere Zusammentragmaschine oder Sammelhefter,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zusammentrageinrichtung wenigstens eine Vorrichtung zum Vereinzeln flacher Produkte
(74) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 aufweist.
1. Device for separating flat products (74) from a pile of flat products, the device
comprising a suction mechanism with an upper part (22), a lower part (24), a central
lever (26), an axis (44) extending through the central lever (26), which is swivellable
about said axis (44), and with a first link joint (28) arranged at an end of the central
lever (26) and a second link (30) arranged at the other end of the central lever (26),
the upper part (22) of the suction mechanism being connected to the first link (28)
and the lower part (24) of the suction mechanism being connected to the second link
(30),
characterized in
that the axis (44) is displaceable along the central lever (26) with respect to the first
link (28) and the second link (30).
2. Device according to claim 1,
characterized in
that fixing means are provided for fixing the axis (44) in a plurality of positions along
the central lever (26).
3. Device according to claim 1,
characterized in
that furthermore an adjustment link (48) is provided for moving said axis (44) into one
of the plurality of positions.
4. Device according to claim 3,
characterized in
that furthermore a helically grooved cam (64) and a first adjustment knob (62) are provided
for swivelling the cam (64) and that the adjustment link (48) is connected to the
cam (64) so that the adjustment link (48) is movable into different positions by means
of the cam (64).
5. Device according to claim 2,
characterized in
that furthermore an adjustment box (80) is provided, the adjustment box (80) having a
central bore (84) and fixing screws for adjusting the position of the box (80) relative
to said central lever (26).
6. Device according to claim 3,
characterized in
that the adjustment link (48) is an angle lever (88) having a bore formed in an end of
one arm (89) and a shaft (90) arranged in the bore, the angle lever (88) being swivellable
about the shaft (90).
7. Device according to claim 6,
characterized in
that furthermore adjustment means are provided for swivelling the angle lever (88) about
the shaft (90) extending through the bore in the angle lever (88).
8. Device according to claim 7,
characterized in
that the adjustment means comprise a spring (94), a rod (96) extending through said spring
(94), and a second adjustment knob (92), the rod (96) being movable with respect to
the angle lever (88) by means of the second adjustment knob (92), thereby changing
the state of compression of said spring (94).
9. Device according to claim 1,
characterized in
that the upper part (22) of the separating mechanism comprises a support shaft (10), a
plurality of suction arms (12), and a plurality of suction cups (14), the suction
cups (14) being fixed in predetermined positions to the suction arms (12) and each
of the suction arms (12) being connected to the support shaft (10).
10. Device according to claim 9,
characterized in
that each of the suction arms (12) comprises adjustment means (72) for adjusting the predetermined
position of the suction cups (14).
11. Collating device, in particular collating machine or saddle stitcher,
characterized in
that the collating device comprises at least one device for separating flat products (74)
according to one of claims 1 to 10.
1. Dispositif d'individualisation de produits plats (74) d'une pile de produits plats
avec un mécanisme d'aspiration comprenant une partie supérieure (22), une partie inférieure
(24), un levier médian (26), un axe (44) s'étendant à travers le levier médian (26),
autour duquel le levier médian (26) est susceptible de pivoter, et avec une première
articulation (28) disposée sur une extrémité du levier médian (26) et une deuxième
articulation (30) disposée sur l'autre extrémité du levier (26), la partie supérieure
(22) du mécanisme d'aspiration étant reliée à la première articulation (26) et la
partie inférieure (24) du mécanisme d'aspiration étant reliée à la deuxième articulation
(30),
caractérisé en ce que
l'axe (44) est déplaçable le long du levier médian (26) par rapport à la première
articulation (28) et à la deuxième articulation (30).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'en outre sont prévus des moyens de fixation pour fixer l'axe (44) en une pluralité
de positions le long du levier médian (26).
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'en outre est prévue une articulation de manoeuvre (48), à l'aide de laquelle l'axe
(44) est déplaçable en une pluralité de positions.
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'en outre un excentrique (64) muni d'entailles à forme spirale et un premier bouton
de manoeuvre (62) sont prévus pour le pivotement de l'excentrique (64), et en ce que l'articulation de manoeuvre (48) est reliée à l'excentrique (64) de manière que l'articulation
de manoeuvre (48) soit déplaçable en différentes positions à l'aide de l'excentrique
(64).
5. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'en outre est prévu un boîtier de manoeuvre (80) avec un perçage central (84) et des
vis de fixation (82) pour régler la position du boîtier (80) par rapport au levier
médian (26).
6. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'articulation de manoeuvre (46) est réalisée sous la forme de levier coudé (88),
qui présente dans une extrémité d'un bras (89) un perçage et un arbre (90) disposé
dans le perçage, autour duquel le levier coudé (88) est susceptible de pivoter.
7. Dispositif selon la revendication 6, caractérisé en ce qu'en outre sont prévus des moyens de manoeuvre pour faire pivoter le levier coudé (28)
autour de l'arbre (90) s'étendant à travers le perçage ménagé dans le levier coudé
(88).
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que les moyens de manoeuvre comprennent un ressort (94), une barre (96) s'étendant à
travers le ressort (94) et un deuxième bouton de manoeuvre (92), la barre (96) étant
déplaçable par rapport au levier coudé (88) à l'aide du deuxième bouton de manoeuvre
(92), et l'état de compression du ressort (94) étant ainsi modifiable.
9. Dispositif salon la revendication 1, caractérisé en ce que la partie supérieure (22) du mécanisme d'individualisation comprend un arbre de fixation
(10), une pluralité de bras aspirants (12) et une pluralité de ventouses (14), les
ventouses (14) étant fixées en des positions prédéterminées sur les bras aspirants
(12) et chacun des bras aspirants (12) étant relié à l'arbre de fixation (10).
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que chacun des bras aspirants (12) comprend des moyens de réglage (72) pour le réglage
de la position prédéterminée des ventouses (14).
11. Dispositif d'assemblage, en particulier machine d'assemblage ou agrafeuse d'assemblage,
caractérisé en ce que le dispositif d'assemblage présente au moins un dispositif d'individualisation de
produits plats (74), selon l'une des revendications 1 à 10.