[0001] Die Erfindung betrifft eine Verbindung für Bauelemente, insbesondere für Fußbodenpaneele
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eine derartige Verbindung für Fußbodenpaneele ist beispielsweise in der EP 0 698
162 B1 offenbart. Bei der bekannten, sogenannten "leimlosen" Verbindung werden die
aneinanderanliegenden Umfangskanten der Paneele mit einer Nut-/Federverbindung ausgeführt.
Die untere, zur Auflagefläche zugewandte Nutwange des einen Paneels ist dabei über
die vertikale Trennebene hinaus verlängert und hat an seinem Endabschnitt einen Verriegelungsvorsprung,
der in eine entsprechende Ausnehmung der Feder des anderen Fußbodenpaneels eintaucht.
Um das Verlegen der Paneele zu erleichtern, ist die Verbindung im Eingriffsbereich
der verlängerten Nutwange mit der Feder mit einem Spiel ausgeführt, so dass ein Verschieben
der Paneele entlang der Längskanten möglich ist.
[0003] In der WO97/47834 A1 ist eine gattungsgemäße Verbindung gezeigt, bei der ähnlich
wie bei der vorbeschriebenen Lösung, die untere Nutwange eines Fußbodenpaneels über
die vertikale Trennebene hinaus verlängert und mit einem Vorsprung versehen ist, der
in eine zugeordnete Klemmausnehmung der Feder eingreift. Im Unterschied zu der eingangs
beschriebenen Lösung ist der Eingriff zwischen der verlängerten Nutwange und der zugeordneten
Ausnehmung der Feder derart ausgeführt, dass durch diese Verriegelung eine Kraft aufgebracht
wird, die die beiden Fußbodenpaneele senkrecht zur Vertikalebene gegeneinander drückt.
[0004] Bei beiden vorbeschriebenen Lösungen übernimmt die Nut-/Federverbindung eine Doppelfunktion.
Über die Nut/Federverbindung wird zum einen die passgenaue Positionierung der beiden
Bodenpaneele zueinander gewährleistet, so dass keine Spalten und Überstände auftreten
und die erfordeliche Verlegequalität gewährleistet ist. Die zweite Funktion besteht
darin, diese vorbestimmte Relativlage durch die kraft- oder formschlüssige Verriegelung
zwischen verlängerter Nutwange und Feder auch bei Belastungen des Bodens oder Temperatur-
und Feuchtigkeitsschwankungen sicherzustellen.
[0005] Problematisch bei den bekannten Lösungen ist, dass die verlängerte Nutwange elastisch
verformt werden muss, um den Eingriff zwischen den Verriegelungselementen herbeizuführen.
Bei ungünstigen Bedingungen, beispielsweise bei übermäßiger Belastung der elastischen
unteren Nutwange oder beim Aufquellen durch Feuchtigkeit und Temperatureinfluss kann
es vorkommen, dass im Anbindungsbereich der unteren Nutwange an das dazugehörige Fußbodenpaneel
Risse entstehen, so dass die Nutwange nicht mehr die vorbeschriebene Verriegelungsfunktion
erfüllen kann. Dazu kommt, dass bei derartigen Rissbildungen im Anbindungsberiecht
der Nutwange auch die Passung der Nut/Federverbindung qualitativ verschlechtert wird,
so dass die für eine vorschriftsmäßige Bodenverlegung erforderliche Genauigkeit nicht
mehr gewährleistet ist.
[0006] Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Verbindung für Bauelemente,
insbesondere Fußbodenpaneele zu schaffen, bei der mit minimalem vorrichtungstechnischen
Aufwand eine passgenaue Relativlage gewährleistet ist.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Verbindung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0008] Erfindungsgemäß werden die Passung und die Verriegelung von zwei getrennten Bauelementen
übernommen. Die Passung erfolgt in herkömmlicher Weise über eine Nut/Federverbindung,
während die Verriegelung über einen Riegelzapfen erfolgt, der im Abstand zur Nut/Federverbindung
ausgebildet und somit funktional unabhängig von dieser ist.
[0009] Erfindungsgemäß ist zwischen dem Riegelzapfen und der Feder eine Stirnausnehmung
ausgebildet, deren Tiefe mit Bezug zur vertikalen Trennebene die Elastizität des Riegelzapfens
bestimmt. Das heisst, die vom Riegelzapfen aufgebrachten Spannkräfte und die Ausziehkräfte
zum Auseinandernehmen der Bauelemente können auf einfache Weise durch Veränderung
der Tiefe dieser Nut an unterschiedliche Umgebungsbedingungen oder Materialien angepasst
werden.
[0010] Gemäß der Erfindung ist der Riegelzapfen im Abstand zur Feder ausgeführt und taucht
in eine Ausnehmung an der unteren, auflageseitigen Nutwange ein, die im Gegensatz
zum Stand der Technik elastisch ist. Das heißt, gemäß der Erfindung durchsetzen sowohl
die Feder als auch der Riegelzapfen die vertikale Trennebene zwischen den Bauelementen
in Horizontalrichtung und tauchen jeweils in entsprechende Ausnehmungen des gegenüberliegenden
Bauelementes ein. Besonders vorteilhaft dabei ist, dass der Materialabtrag gegenüber
den eingangs beschriebenen Lösungen wesentlich geringer ist, so dass der Fräsvorgang
zur Bearbeitung der Stirnflächen vereinfacht ist.
[0011] Eine besonders zuverlässige Verriegelung bei einfacher Herstellbarkeit erhält man,
wenn der Riegelzapfen mit einer Ausnehmung ausgeführt wird, in die ein Vorsprung an
der Unterseite der unteren Nutwange eingreift. Der Anlagebereich zwischen Nutwange
und Riegelzapfen wird dabei vorzugsweise als Schrägfläche ausgeführt, so dass auch
bei verhältnismäßig großen Toleranzen das Aufbringen einer vorbestimmten, die beiden
Bauelemente aufeinander zu beaufschlagenden Vorspannkraft gewährleistet ist.
[0012] Der Riegelzapfen erstreckt sich vorteilhafterweise entlang der Unterseite des Bauelementes,
so dass eine hochwertige Sicht- und Trittfläche herstellbar ist.
[0013] Die Erfindung lässt sich beispielsweis bei Laminatfußböden mit einer Trägerplatte
aus HDF- oder MDF-Holzfasern einsetzen. Prinzipiell ist die erfindungsgemäße leimlose
Verbindung auch bei anderen Fußböden, beispielsweise Parkettböden einsetzbar.
[0014] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Verbindung besteht darin, dass diese durch
Aufschieben entlang der Auflageebene miteinander verbunden und verriegelt werden können.
Beim eingangs genannten Stand der Technik ist es dagegen erforderlich, ein Bauelement
gegenüber dem anderen Bauelement zunächst anzuwinkeln, um die Feder in die Nut einzuführen
und anschließend durch Verschwenken in die Planlage die Verriegelung herbeizuführen.
Das heisst, durch die Ausbildung von Bodenpaneelen mit der erfindungsgemäßen Verriegelung
lässt sich das Verlegen des Bodens wesentlich einfacher und schneller durchführen.
[0015] Die Auflaufflächen, entlang denen die Bauelemente beim Herstellen der Verriegelung
aneinander abgleiten, werden vorzugsweise als Schrägflächen ausgebildet.
[0016] Beim flächigen Aneinanderlegen der Bauelemente werden vorzugsweise sowohl die Längskanten
als auch die Seitenkanten der Bauelemente mit der erfindungsgemäßen Verbindung ausgeführt.
[0017] Zusätzlich zur vorbeschriebenen Verriegelung können die Bauelemente auch verleimt
werden.
[0018] Sonstige vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der weiteren
Unteransprüche.
[0019] Im folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand schematischer
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 den Verbindungsbereich zweier Fußbodenpaneele;
Fig. 2 die Fußbodenpaneele aus Fig. 1 im verbunden Zustand und
Figur 3 eine Darstellung zur Erläuterung des Verlegevorgangs.
[0020] Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Laminatfußbodens erläutert.
[0021] Ein derartiger Laminatfußboden ist aus einer Vielzahl von Bodenelementen hergestellt,
von denen in Fig. 1 lediglich der Verbindungsbereich zweier benachbarter Bodenpaneele
2, 4 dargestellt ist. Jedes Bodenpaneel 2, 4 eines Laminatfußbodens hat eine Trägerplatte
6 - auch Kern genannt -, die aus hochverdichteten Holzfasern (HDF, MDF) besteht. Durch
eine derartige Trägerplatte 6 ist eine gute Formstabilität und hohe Druckfestigkeit
gewährleistet.
[0022] Die Auflagefläche jedes Bodenpaneels 2, 4 ist durch ein Gegenzuglaminat 8 gebildet,
das auf die untere Großfläche jedes Fußbodenpaneels aufgebracht ist. Bei besonderen
Anwendungen kann noch eine Feuchtigkeits-Isolierfolie (nicht gezeigt) eingebaut werden.
Durch dieses Gegenzuglaminat 8 wird die Formstabilität des Bodenbelags weiter erhöht.
Wie in Figur 1 strichpunktiert angedeutet ist, kann an der Unterseite jedes Bodenpaneels
2, 4 eine Dämmschicht 11 zur Körperschallisolierung , angebracht sein. Die Dämmschicht
kann aus herkömmlichen Dämmaterialien, wie beispielsweise PU-Schaum etc. ausgebildet
werden.
[0023] Die Sichtfläche der Bodenpaneele 2, 4 ist durch ein Dekorlaminat 10 und eine darauf
aufgebrachte Deckschicht 12 gebildet. Das Dekorlaminat 10 wird durch Drucken hergestellt
und verleiht dem Boden ein Aussehen, das der Struktur natürlicher Holzböden äusserst
nahe kommt. Die Deckschicht 12 sorgt für die erforderliche Robustheit und Strapazierfähigkeit
des Bodenbelags.
[0024] In der Fig. 1 dargestellten Stirnfläche 14 des Bodenpaneels 4 ist eine Rechtecknut
16 ausgebildet, die von einer oberen Nutwange 18 und einer unteren Nutwange 20 begrenzt
ist.
[0025] Der untere, von der Nut 16 entfernte Bereich der Nutwange 20 ist mit einer Ausnehmung
22 versehen, deren Tiefe T größer ist als die Tiefe t der Nut 16. Die verbleibende
Wandstärke der Nutwange 20 ist so groß, dass deren elastische Verformung während des
Zusammenfügens der Paneele praktisch vernachlässigbar ist. An der Unterseite der Nutwange
20 ist ein Vorsprung 24 ausgebildet, der sich in Richtung zur Auflagefläche des Bodenpaneels
4 erstreckt. Die Seitenflächen (senkrecht zur Zeichenebene) des Vorsprungs 24 sind
durch Schrägflächen gebildet.
[0026] Die Stirnfläche 26 des benachbarten Bodenpaneels 2 hat einen entsprechenden Aufbau.
Demgemäß kragt aus der Stirnfläche 26 eine der Nut 16 entsprechende Feder 28 aus.
Die durch die Nut 16 und die Feder 28 gebildete Nut/Federverbindung entspricht der
Verbindung herkömmlicher Laminatfußböden, die beispielsweise nur durch Leimen miteinander
verbunden werden. Im Bereich der Auflagefläche des Bodenpaneels 2 ist ein Riegelzapfen
30 ausgebildet, der von der Feder 28 über eine Stirnausnehmung 32 getrennt ist. Das
heisst, die Seitenwände der Stirnausnehmung 32 sind einerseits durch den Riegelzapfen
30 und andererseits durch die Feder 28 begrenzt. Die Tiefe S der Stirnausnehmung 32
ist größer als die Länge s der Feder - d.h., der Nutgrund ist gegenüber der Stirnfläche
26 nach innen versetzt. Durch Variation der Tiefe S läßt sich die Elastizität des
Riegelzapfens 30 einstellen, so daß die Ausziehkräfte zum Demontieren des Bodens anpaßbar
sind.
[0027] Die von der Stirnausnehmung 32 entfernte Großfläche des Riegelzapfens 30 erstreckt
sich in Verlängerung der Auflagefläche des Bodenpaneels 2. An der der Stirnausnehmung
32 zugewandten Fläche des Riegelzapfens 30 ist eine Kerbe 34 ausgebildet, die - wie
im folgenden noch näher beschrieben wird - in Eingriff mit dem Vorsprung 24 der Ausnehmung
22 bringbar ist und etwa unterhalb der Stirnfläche der Feder 28 ausgebildet ist.
[0028] Die Stirnfläche des Riegelzapfens 30 ist mit einer Auflaufschräge 36 versehen, die
das Zusammenfügen der Bodenpaneele 2, 4 im Zusammenwirken mit der benachbarten Schrägfläche
des Vorsprungs 24 erleichtert.
[0029] Zum Zusammenfügen der Bodenpaneele 2, 4 läuft der Vorsprung 24 auf die Auflauffläche
36 auf und die Feder 28 taucht in die Nut 16 ein. In dieser Relativposition taucht
die untere Nutwange 20 ihrerseits in die Stirnausnehmung 32 ein.
[0030] Bei weiterem Verschieben des Bodenpaneels 4 mit Bezug zum Bodenpaneel 2 wird der
Riegelzapfen 30 aufgrund der über die schräge Auflauffläche 36 eingeleiteten Querkraft
elastisch nach unten ausgelenkt (siehe strichpunktierte Darstellung in Fig. 2). Die
Auflauffläche 36 gleitet am Vorsprung 24 entlang, bis letzterer in die Kerbe 32 einschnappt.
In diesem Zustand hintergreift der Riegelzapfen 30 den Vorsprung 24, wobei die Anlage
zwischen diesen beiden Bauelementen lediglich entlang der in Fig. 2 rechts ausgebildeten
Schrägflächen erfolgt, während die links angeordneten Schrägflächen zueinander beabstandet
sind.
[0031] Die Position des Vorsprungs 24 und der Kerbe 32 ist derart gewählt, dass im verriegelten
Zustand die beiden Stirnflächen 14, 26 flächig gegeneinander gepresst sind, so dass
der Spalt im Stirnflächenbereich zwischen den beiden Bodenpaneelen 2, 4 minimal ist.
Die Stirnfläche des Riegelzapfens 30 steht dabei im Abstand zur benachbarten Stirnfläche
der Ausnehmung 22. Da die Tiefe S der Stirnausnehmung 32 größer als die Länge s der
Feder 28 ist, steht auch der Boden der Stirnausnehmung 32 im Abstand zu der die Trennebene
38 (strichpunktiert in Fig. 2) vorgebenden Stirnfläche 14 des Bodenpaneels 4.
[0032] Die Ausrichtung der Bodenpaneele 2, 4 in Höhenrichtung erfolgt alleine durch die
Nut-/Federverbindung 28, 16, während die Verriegelung und Anpressung der Bodenpaneele
2, 4 alleine durch den Riegelzapfen 30 in Zusammenwirken mit dem Vorsprung 24 erfolgt
und somit von der Elastizität des Riegelzapfens 30 abhängt. Diese lässt sich durch
Variation der Tiefe S der Stirnausnehmung 32 (gestrichelt angedeutet in Fig. 1 verändern,
so dass die elastische Auslenkung des Riegelzapfens 30 und die Verriegelungskraft
in Abhängigkeit von der Materialwahl und der Einsatzbedingungen des Bodens auf einfache
Weise anpassbar sind.
[0033] Selbst wenn es bei ungünstigen Bedingungen, beispielsweise bei einer Überlastung
des Riegelzapfens 30 zu einem Riss in dem mit Bezugszeichen 40 angedeuteten Bereich
kommt, ist kein Höhenversatz zu befürchten, da die Passung zwischen Nut 16 und Feder
28 unbeeinträchtigt ist, während allenfalls die Verriegelungskräfte verringert werden.
[0034] Bei den herkömmlichen Lösungen wird aufgrund der Doppelfunktion der Nut-/Federverbindung
bei einem Abbrechen der unteren Nutwange sowohl die Verriegelung als auch die Passung
zwischen den Bodenpaneelen aufgehoben. Die Erfindung stellt somit eine erhebliche
Verbesserung herkömmlicher leimloser Verbindungen dar, so daß auch bei höchsten Belastungen
und auch bei Verlegefehlern eine passgenaue Verlegung des Bodens gewährleistet ist.
[0035] Das Verfahren zum Verlegen der erfindungsgemäß aufgebauten Fußbodenpaneele 2, 4 wird
im folgenden anhand von Figur 3 erläutert. Es sei angenommen, daß auf einem strichpunktiert
angedeuteten Boden 42 bereits ein oder mehrere Fußbodenpaneele 2 (4) verlegt sind,
wobei in Figur 3 lediglich die die Feder 48 und den Riegelzapfen 30 tragende Längsseite
der Paneele dargestellt ist. Das neu hinzuzufügende Fußbodenpaneel 4 wird ebenfalls
flächig auf den Boden 42 aufgelegt und dann in X-Richtung (Pfeil in Figur 3) verschoben,
bis die Schrägfläche 36 auf den Vorsprung 24 aufläuft. Anschließend wird ein Schlagklotz
44 aufgelegt, der einen etwa L-förmigen Querschnitt hat und der mit seinem längeren
Schenkel auf der Oberseite des Fußbodenpaneels 4 aufliegt, während dieser kurze Schenkel
die in Figur 3 rechte Stirnfläche des Fußbodenpaneels zumindest abschnittsweise umgreift,
so daß diese kurze Schenkel an der Feder 28 anliegt.
[0036] Durch leichte Schläge mit einem Hammer 46 auf den Schlagklotz 44 in Richtung des
bereits verlegten Fußbodenpaneels 2 wird der Eingriff der Verriegelungselemente wie
in Figur 2 dargestellt herbeigeführt.
[0037] Die Ausrichtung in Längsrichtung der Paneele erfolgt dann durch Aufsetzen des Schlagklotzes
44 auf die Schmalseite. Durch Schläge kann das Fußbodenelement 4 entlang der Längsseite
der bereits verlegten Paneele verschoben werden, bis die Schmalseiten miteinander
verriegelt sind.
[0038] Wesentlich ist, daß es das erfindungsgemäße Konzept zuläßt, daß sich die Fußbodenpaneele
2, 4 in Planlage, d.h. ohne Eindrehen miteinander verbinden lassen. Ein derartiges
Eindrehen war bei dem eingangs beschriebenen Stand der Technik erforderlich. Durch
die erfindungsgemäßen Maßnahmen läßt sich somit das Verlegen wesentlich vereinfachen,
so daß die Verlegearbeit auch durch einen Laien durchführbar sind.
[0039] Um eine besonders zuverlässige Verbindung der Fußbodenpaneele 2, 4 zu ermöglichen,
kann zusätzlich zu der dargestellten Verriegelung noch eine Verbindung durch Leimen
erfolgen. Diese Leimung erfolgt vorzugsweise im Nut-/Federbereich.
[0040] Ein weiterer besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Konstruktion ist, daß der Riegelzapfen
30 bündig an der Unterseite der Fußbodenpaneele 2, 4 ausgebildet ist, so daß eine
flächige Auflage gewährleistet ist. Da die Nut/Federverbindung und die Verriegelung
unabhängig voneinander ausgebildet sind, werden die beiden Fußbodenpaneele 2, 4 während
des Verriegelungsvorganges bereits exakt durch die Nut-/Federverbindung geführt. Beim
eingangs genannten Stand der Technik wird die untere Nutwange, die gleichzeitig das
Verriegelungselement ausbildet während des Verriegelungsvorganges elastisch ausgelenkt,
so daß die präzise, erfindungsgemäße Führung des Verriegelungsvorgangs nicht möglich
ist.
[0041] Da bei der erfindungsgemäßen Verriegelung kein Einschwenken erforderlich ist, bleibt
es dem Verleger überlassen, ob er zunächst die Langseiten oder die Schmalseiten des
Fußbodenpaneels miteinander verbindet. Bei Verriegelungen, die ein Einschwenken erfordern,
mußten die benachbarten Fußbodenpaneele zunächst entlang der Schmalseiten miteinander
verbunden werden und dann diese lange, aus mehreren Einzelfußbodenpaneelen bestehende
Diele in die bereits verlegte Fußbodenpaneele eingeschwenkt werden. Dies ist wesentlich
umständlicher, da das Ausrichten derart langer Dielen wesentlich schwieriger als das
aufeinanderfolgende Verlegen von kurzen Fußbodenpaneelen ist.
[0042] Beim vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel ist der Riegelzapfen 30 am gleichen Bodenpaneel
2 wie die Feder 28 ausgebildet. In kinematischer Umkehr könnte man auch den Riegelzapfen
30 an dem mit der Nut 16 versehenen Bodenpaneel 4 ausbilden, wobei allerdings etwas
mehr Materialabtrag erforderlich ist, um die Stirnfläche freizuschneiden.
[0043] Anstelle der Verriegelung über Schrägflächen könnten auch andere Geometrien, beispielsweise
abgerundete Flächen, Vertikalflächen, etc. eingesetzt werden. Prinzipiell vorstellbar
ist es auch, den Riegelzapfen 30 aus einem anderen Material herzustellen und an dem
Paneel zu befestigen.
[0044] Offenbart ist eine Verbindung für zwei flächige Bauelemente, insbesondere Fußbodenpaneele,
bei der eine Nut/Federverbindung funktional getrennt von einer Verriegelung ausgeführt
ist. Diese Verriegelung erfolgt durch einen von der Nut-/Federverbindung beabstandeten
Riegelzapfen eines Bauelementes, der in ein entsprechend ausgebildetes Eingriffselement
des anderen Bauelementes eingreift. Die Verbindung ist vorzugsweise sowohl an den
Längskanten als auch an den Stirnkanten eines rechteckförmigen Bauelementes, beispielsweise
eines Bodenpaneels ausgebildet. Die Verriegelung erlaubt ein Zusammenfügen der Bodenpaneele
in Planlage, d.h. ohne Einschwenken.
1. Verbindung für plattenförmige Bauelemente, beispielsweise Fußbodenpaneele mit einer
eine Trennebene (38) zwischen zwei benachbarten Bauelementen (2, 4) durchsetzenden
Nut-/Federverbindung (16, 28), der eine Verriegelung zur Fixierung der von der Nut-/Federverbindung
bestimmten Relativlage zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelung einen an einem Bauelement (2, 4) ausgebildeten, funktional von der
Nut/Federverbindung (16, 28) getrennten Riegelzapfen (30) hat, der in kraft- oder
formschlüssigem Eingriff mit einem Eingriffselement (24) am anderen Bauelement (2,
4) bringbar ist, wobei der Riegelzapfen (30) im Abstand zur Feder (28) an einem Bauelement
(2) und das Eingriffselement (24) im Abstand zur Nut (16) am anderen Bauelement (4)
ausgebildet ist und wobei zwischen Riegelzapfen und Feder eine Stirnausnehmung (32)
ausgebildet ist, über die die Elastizität des Riegelzapfens einstellbar ist.
2. Verbindung nach Anspruch 1, wobei der Riegelzapfen (30) auflageseitig ausgebildet
ist.
3. Verbindung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei an der der Feder (28) zuweisenden
Fläche des Riegelzapfens (39) eine Kerbe (34) ausgebildet ist, der ein entsprechend
ausgebildeter Vorsprung (24) des Eingriffselementes zugeordnet ist.
4. Verbindung nach Anspruch 3, wobei die Kerbe (34) und der Vorsprung (24) jeweils durch
Schrägflächen begrenzt sind.
5. Verbindung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Eingriff zwischen Riegelzapfen
(30) und Eingriffselement (24) derart gewählt ist, daß eine die Bodenelemente (2,
4) zusammendrückende Spannkraft wirkt.
6. Verbindung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Verbindung an Längs-
und Stirnseiten eines Füßbodenpaneels (2, 4) ausgebildet ist.
7. Verbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Tiefe (S) der Stirnausnehmung
(32) in Abhängigkeit von der gewünschten Auszugskraft zum Trennen der Bauelemente
(2, 4) gewählt ist.
8. Verbindung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zusätzlich zum kraft-/ oder
formschlüssigen Eingriff eine Leimverbindung der Bauelemente (2, 4) erfolgt.
9. Verbindung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei an der Auflagefläche eine
Dämmschicht ausgebildet ist.
1. A joint for plate-shaped structural members, for instance floor panels, comprising
a groove and tongue joint (16, 28) passing a parting plane (38) between two adjacent
structural members (2, 4) and a pertinent locking for fixing the relative position
determined by said groove and tongue joint, characterized in that the locking comprises a twistlock (30) formed at a structural member (2, 4) and separated
functionally from said groove and tongue joint (16, 28), said twistlock (30) being
frictionally or positively engageable with an engaging element (24) at the other structural
member (2, 4), wherein said twistlock (30) is formed at a distance to the tongue (28)
at one structural member (2), and said engaging element (24) is formed at a distance
to the groove (16) at the other structural member (4), and wherein a front recess
(32) is formed between twistlock and tongue, whereby the elasticity of said twistlock
may be adjusted.
2. The joint according to claim 1, wherein said twistlock (30) is formed on the side
of the floor face.
3. The joint according to any one of the preceding claims, wherein a notch (34) is formed
at the face of said twistlock (30) facing said tongue (28), said notch (34) having
a correspondingly formed projection (24) of the engaging element as a counterpart.
4. The joint according to claim 3, wherein said notch (34) and said projection (24) both
are limited by inclined faces.
5. The joint according to any one of the preceding claims, wherein the engagement between
twistlock (30) and engaging element (24) is chosen such that a tension force is acting,
pressing together said floor members (2, 4).
6. The joint according to any one of the preceding claims, wherein the joint is provided
at longitudinal and front sides of a floor panel (2, 4).
7. The joint according to any one of claims 1 to 7, wherein the depth (S) of said front
recess (32) is chosen as a function of the desired extraction force for separating
the structural members (2, 4).
8. The joint according to any one of the preceding claims, wherein glue joining of the
structural members (2, 4) is performed in addition to the frictional or positive engagement.
9. The joint according to any one of the preceding claims, wherein a dead-sounding layer
is provided at the floor face.
1. Raccordement pour éléments de construction en formes de panneaux, par exemple panneaux
de plancher comportant une liaison à rainure et ressort (16, 28) entrecoupant un plan
de séparation (38) entre deux éléments de construction adjacents (2, 4), auquel est
associé un verrouillage pour la fixation de la position relative déterminée par la
liaison à rainure et ressort, caractérisé en ce que le verrouillage a un tourillon de verrouillage (30) formé sur un élément de construction,
fonctionnellement séparé de la liaison à rainure et ressort (15, 28), qui est amené
en prise par adhérence ou verrouillage géométrique avec un élément de prise (24) sur
l'autre élément de construction (2, 4), le tourillon de verrouillage (30) étant formé
à distance du ressort (28) sur un élément de construction (2) et l'élément de prise
(24) à distance de la rainure (16) sur l'autre élément de construction (4), et un
évidement frontal (32), par lequel l'élasticité du tourillon de verrouillage est réglable,
étant formé entre tourillon de verrouillage et ressort.
2. Raccordement selon la revendication 1, dans lequel le tourillon de verrouillage (30)
est formé côté support.
3. Raccordement selon l'une des revendications précédentes, dans lequel, sur la face
du tourillon de verrouillage (30) tournée vers le ressort, est formée une entaille
(34) à laquelle est associée une partie saillante (24) de l'élément de prise, formée
en conséquence.
4. Raccordement selon la revendication 3, dans lequel l'entaille (34) et la partie saillante
(24) sont limitées respectivement par des faces inclinées.
5. Raccordement selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la prise entre
tourillon de verrouillage (30) et élément de prise (24) est choisie de maniière qu'une
force de serrage comprimant les éléments du plancher (2, 4) agit.
6. Raccordement selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la liaison est
formée sur les faces longitudinales et frontale d'un panneau de plancher (2, 4).
7. Raccordement selon l'une des revendications 1 à 7, dans lequel la profondeur (S) de
l'évidement frontal (32) est choisie en fonction de la force d'extraction pour la
séparation des éléments de construction (2, 4).
8. Raccordement selon l'une des revendications précédentes, dans lequel, en plus de la
prise par adhérence et/ou verrouillage géométrique, une liaison par collage des éléments
de construction (2, 4) est réalisée.
9. Raccordement selon l'une des revendications précédentes, dans lequel une couche isolante
est formée sur la face d'appui.