(19)
(11) EP 1 212 772 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
06.08.2003  Patentblatt  2003/32

(21) Anmeldenummer: 00963966.7

(22) Anmeldetag:  06.09.2000
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7H01H 50/66, H01H 47/10
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/DE0003/076
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 0102/0632 (22.03.2001 Gazette  2001/12)

(54)

ELEKTROMAGNETISCHES SCHALTGERÄT

ELECTROMAGNETIC SWITCHGEAR

APPAREIL DE COMMUTATION ELECTROMAGNETIQUE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR IT

(30) Priorität: 16.09.1999 DE 19944462

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
12.06.2002  Patentblatt  2002/24

(73) Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT
80333 München (DE)

(72) Erfinder:
  • HELD, Kurt
    92224 Amberg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 221 801
US-A- 3 713 055
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein elektromagnetisches Schaltgerät mit mindestens einer Antriebsspule, die bei Beaufschlagung mit einem Anzugsstrom einen Kontaktmitnehmer aus einer Ruhestellung in eine Betätigungsstellung verschiebt, wobei der Kontaktmitnehmer ein Öffnungsmitnahmeelement aufweist, mittels dessen beim Verschieben des Kontaktmitnehmers in die Betätigungsstellung bei Erreichen einer zwischen der Ruhestellung und der Betätigungsstellung liegenden Öffnungsmitnahmestellung eine Kontaktbrücke eines Öffners von Gegenkontakten des Öffners abgehoben wird.

    [0002] Ein derartiges elektromagnetisches Schaltgerät ist allgemein bekannt.

    [0003] Im Stand der Technik wird die Kontaktbrücke auch in der Betätigungsstellung ständig über ein Rückstellelement gegen das Öffnungsmitnahmeelement angedrückt. Beim Rücküberführen des Kontaktmitnehmers in die Ruhestellung wird die Kontaktbrücke daher bei Erreichen der Öffnungsmitnahmestellung wieder auf die Gegenkontakte abgesenkt. Bei manchen Anwendungen aber ist ein derartiges Absenken bei Erreichen der Öffnungsmitnahmestellung unerwünscht. Vielmehr sollte das Schaltverhalten des Öffners eine Hysterese aufweisen.

    [0004] Ein Beispiel einer Anwendung, bei der das Schaltverhalten des Öffners eine Hysterese aufweisen sollte, ist eine Sparschaltung für die Antriebsspule: Wenn mittels des Öffners eine Umschaltung von Anzugs- auf Haltestrom erfolgt, ist der benötigte Haltestrom besonders klein, wenn der Öffner erst kurz vor dem Erreichen der Betätigungsstellung geöffnet wird. Bei einem in der Praxis durchaus vorkommenden Spannungseinbruch (kurzfristiger Spannungsausfall oder Spannungsrückgang) kann dies dazu führen, daß aufgrund des dann sinkenden Haltestroms die Betätigungsstellung verlassen wird und dadurch zu schaltende Hauptkontakte öffnen.

    [0005] Wenn nun eine hysteresefreie Umschaltung des Öffners erfolgt, wird bei Erreichen der Öffnungsmitnahmestellung der Öffner wieder geschlossen und somit die Antriebsspule sofort wieder mit dem Anzugsstrom beaufschlagt. Dadurch erfolgt ein Wiederanziehen des Kontaktmitnehmers und somit wieder ein Öffnen des Öffners. Aufgrund dieser dauernden Umschaltung des Stromes, mit dem die Antriebsspule beaufschlagt wird, kann es geschehen, daß die Hauptkontakte flattern oder drucklos aneinander anliegen. Dies führt zu einem großen Verschleiß der Hauptkontakte, eventuell sogar zu einer Verschweißung der Hauptkontakte.

    [0006] Wenn hingegen eine hysteresebehaftete Umschaltung des Öffners erfolgt, führt ein Spannungseinbruch nur entweder zu einem Abfallen der Hauptkontakte oder zu einem Wiedereinschalten des Schützes nach Spannungswiederkehr. Ein Flattern bzw. druckloses Aneinanderanliegen der Hauptkontakte aber wird vermieden.

    [0007] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein elektromagnetisches Schaltgerät zu schaffen, bei dem der Öffner mit einer Hysterese betreibbar ist.

    [0008] Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Kontaktmitnehmer ein Schließmitnahmeelement aufweist, mittels dessen beim Verschieben des Kontaktmitnehmers in die Ruhestellung bei Erreichen einer zwischen der Ruhestellung und der Öffnungsmitnahmestellung liegenden Schließmitnahmestellung die Kontaktbrücke auf die Gegenkontakte zu bewegt wird und daß dem Öffner eine Haltevorrichtung zugeordnet ist, die die Kontaktbrücke in einer Öffnungsstellung hält, in der die Kontaktbrücke von den Gegenkontakten abgehoben ist, solange der Kontaktmitnehmer von der Öffnungsmitnahmestellung zur Schließmitnahmestellung verschoben wird.

    [0009] Die Haltevorrichtung ist besonders einfach gestaltet, wenn die Haltevorrichtung als Magnetvorrichtung ausgebildet ist und die Kontaktbrücke zumindest teilweise aus einem ferromagnetischen Material besteht.

    [0010] Wenn die Magnetvorrichtung als Dauermagnetvorrichtung ausgebildet ist, ist die Magnetvorrichtung besonders wirksam.

    [0011] Wenn die Magnetvorrichtung zwei Magnete aufweist und je einer der Magnete auf je einen von zwei Endbereichen der Kontaktbrücke wirkt, ist die Magnetvorrichtung konstruktiv besonders einfach ausgebildet. Darüber hinaus wirkt das von der Magnetvorrichtung hervorgerufene Streufeld als Blasfeld für etwaige entstehende Lichtbögen beim Abheben der Kontaktbrücke von den Gegenkontakten.

    [0012] Wenn die Kontaktbrücke eine von den Gegenkontakten abgewandte Rückseite aufweist, die aus einem ferromagnetischen Material besteht, übt die Magnetvorrichtung auf die Kontaktbrücke eine Anzugs- und Haltekraft aus. Dies ist insbesondere bei erschütterungsgefährdeten Anwendungen von Bedeutung.

    [0013] Wenn das Öffnungsmitnahmeelement derart angeordnet ist, daß es die Kontaktbrücke bis in eine Abhebezwischenstellung von den Gegenkontakten abhebt, und die Haltevorrichtung derart ausgebildet ist, daß sie die Kontaktbrücke aus der Abhebezwischenstellung in die Öffnungsstellung überführt, wird auf einfache Weise die Gefahr von Beschädigungen der Kontaktbrücke beim Überführen in die Öffnungsstellung vermieden.

    [0014] Wenn das Schließmitnahmeelement derart angeordnet ist, daß es die Kontaktbrücke bis in eine Absenkzwischenstellung aus der Öffnungsstellung auslenkt, und der Kontaktbrücke ein Rückstellelement zugeordnet ist, das die Kontaktbrücke aus der Absenkzwischenstellung auf die Gegenkontakte absenkt, wird auf einfache Weise die Gefahr von Beschädigungen der Kontaktbrücke beim Absenken auf die Gegenkontakte vermieden.

    [0015] Das Rückstellelement ist im einfachsten Fall als Rückstellfeder ausgebildet. Die Rückstellfeder kann sich beispielsweise einerseits an der Kontaktbrücke und andererseits an einem bezüglich des Schaltgeräts ortsfesten Lager abstützen.

    [0016] Wenn der Öffner mit einer Stromeinstelleinrichtung für die Antriebsspule derart verbunden ist, daß beim Öffen bzw. Schließen des Öffners eine Änderung des Stromes erfolgt, mit dem die Antriebsspule beaufschlagt wird, ergibt sich auf besonders einfache Weise ein Umschalten des elektromagnetischen Schaltgeräts von Anzugs- auf Haltestrom. Insbesondere ist es mit dieser Anordnung möglich, das Schaltgerät erst kurz vor Erreichen der Betätigungsstellung von Anzugs- auf Haltestrom umzuschalten und den Anzugsstrom erst kurz vor Erreichen der Ruhestellung wieder zuzuschalten. Dabei ist trotz des Abhebens der Kontaktbrücke von den Gegenkontakten erst kurz vor Erreichen der Betätigungsstellung ein großer Abstand der Kontaktbrücke von den Gegenkontakten erreichbar, so daß keine Gefahr eines nichtlöschenden Lichtbogens besteht.

    [0017] Weitere Vorteile und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels. Dabei zeigen in Prinzipdarstellung
    FIG 1
    ein elektromagnetisches Schaltgerät mit einer Stromeinstelleinrichtung,
    FIG 2
    ein Schaltgerät mit einem Kontaktmitnehmer in Ruhestellung,
    FIG 3
    ein Schaltgerät mit einem Kontaktmitnehmer in Betätigungsstellung,
    FIG 4
    das Schaltgerät von FIG 1 von oben und
    FIG 5
    ein Hysteresediagramm.


    [0018] Gemäß FIG 1 weist ein elektromagnetisches Schaltgerät eine Antriebsspule 1 auf. Wenn einer Stromeinstelleinrichtung 2 für die Antriebsspule 1 ein Betätigungsbefehl vorgegeben wird, beaufschlagt die Stromeinstelleinrichtung 2 die Antriebsspule 1 mit einem Strom I. Der Strom I weist dabei mindestens die Größe eines Anzugsstroms IA auf. Dadurch wird ein - in FIG 1 nur schematisch dargestellter - Kontaktmitnehmer 3 aus einer Ruhestellung R in eine Betätigungsstellung B verschoben.

    [0019] Zu Beginn des Verschiebevorgangs ist ein Hauptkontakt 4 des Schaltgeräts unbetätigt und ein Öffner 5 geschlossen. Durch das Verschieben des Kontaktmitnehmers 3 werden der Hauptkontakt 4 betätigt und der Öffner 5 geöffnet.

    [0020] Der Öffner 5 überbrückt einen Widerstand 6. Beim Öffnen des Öffners 5 ist die Antriebsspule 1 damit nur noch über den Widerstand 6, nicht mehr aber widerstandslos über den Öffner 5, mit der Stromeinstelleinrichtung 2 verbunden. Daher sinkt beim Öffnen des Öffners 5 der Strom I auf einen Haltestrom IH ab. Umgekehrt steigt der Strom I beim Schließen des Öffners 5 wieder auf den Anzugsstrom IA an. Der Öffner 5 ist also mit der Stromeinstelleinrichtung 2 derart verbunden, daß beim Öffnen bzw. Schließen des Öffners 5 eine Änderung des Stromes I, mit dem die Antriebsspule 1 beaufschlagt wird, erfolgt.

    [0021] Gemäß den FIG 2 bis 4 weist der Kontaktmitnehmer 3 ein Öffnungsmitnahmeelement 7 auf. Das Öffnungsmitnahmeelement 7 ist gemäß Ausführungsbeispiel als Mitnahmefläche ausgebildet. Mittels des Öffnungsmitnahmeelements 7 wird eine Kontaktbrücke 8 des Öffners 5 von Gegenkontakten 9 des Öffners 5 abgehoben, wenn der Kontaktmitnehmer 3 in die Betätigungsstellung B verschoben wird. Die Kontaktbrücke 8 wird dabei erst dann von den Gegenkontakten 9 abgehoben, wenn der Kontaktmitnehmer 3 eine Öffnungsmitnahmestellung M1 erreicht.

    [0022] Das Abheben der Kontaktbrücke 8 erfolgt gegen die Kraft eines Rückstellelements 10, das gemäß den FIG 2 bis 4 als Rückstellfeder ausgebildet ist. Die Rückstellfeder 10 stützt sich dabei einerseits an der Kontaktbrücke 8 und andererseits an einem Lager 11 ab, das bezüglich des Schaltgeräts ortsfest ist. Zur Seite hin ist die Rückstellfeder 10 durch geeignete, allgemein bekannte Führungselemente geführt. Diese sind daher der besseren Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt.

    [0023] Wie aus FIG 3 ersichtlich ist, ist das Öffnungsmitnahmeelement 7 derart angeordnet, daß es die Kontaktbrücke 8 bis in eine Abhebezwischenstellung Z1 abhebt. Wenn die Kontaktbrücke 8 die Abhebezwischenstellung Z1 erreicht hat, ist sie einer magnetischen Kraft ausgesetzt, die von einer Magnetvorrichtung 12 auf sie ausgeübt wird. Die Magnetvorrichtung 12 dient als Haltevorrichtung 12 und ist dem Öffner 5 zugeordnet.

    [0024] Die Magnetvorrichtung weist zwei Dauermagnete 13, 14 auf. Sie ist daher als Dauermagnetvorrichtung ausgebildet. Je einer der Dauermagnete 13, 14 wirkt auf je einen von zwei Endbereichen 15, 16 der Kontaktbrücke 8. Die Kontaktbrücke 8 besteht zumindest teilweise aus einem ferromagnetischen Material. Insbesondere weist die Kontaktbrücke 8 eine Rückseite 17 auf, die von den Gegenkontakten 9 abgewandt ist und aus einem ferromagnetischen Material besteht.

    [0025] Das Rückstellelement 10 und die Magnetvorrichtung 12 sind derart aufeinander abgestimmt und die Abhebezwischenstellung Z1 derart gewählt, daß in der Abhebezwischenstellung Z1 die von der Magnetvorrichtung 12 auf die Kontaktbrücke 8 ausgeübte magnetische Kraft größer ist als die Rückstellkraft, welche das Rückstellelement 10 auf die Kontaktbrücke 8 ausübt. Die Magnetvorrichtung 12 überführt daher die Kontaktbrücke aus der Abhebezwischenstellung Z1 in eine Öffnungsstellung, in der die Kontaktbrücke 8 an den Dauermagneten 13, 14 anliegt und von den Gegenkontakten 9 abgehoben ist.

    [0026] Beim Absinken des Haltestromes IH unter einen Minimalwert (Ausschalten des Schaltgeräts, Absinken der Versorgungsspannung) überwiegt die Rückstellkraft das von der Antriebsspule 1 aufgebrachte Haltemoment. In der Folge wird der Kontaktmitnehmer 3 aus der Betätigungsstellung B auf die Ruhestellung R zu bewegt. Der Kontaktmitnehmer 3 weist ein Schließmitnahmeelement 18 auf. Das Schließmitnahmeelement 18 bewegt beim Verschieben des Kontaktmitnehmers 3 in die Ruhestellung R die Kontaktbrücke 8 auf die Gegenkontakte 9 zu. Die Kontaktbrücke 8 wird aber erst dann von der Magnetvorrichtung 12 abgehoben, wenn der Kontaktmitnehmer 3 eine Schließmitnahmestellung M2 erreicht. Zuvor wird die Kontaktbrücke 8 von der Magnetvorrichtung 12 in der Öffnungsstellung gehalten. Erst danach wird die Kontaktbrücke 8 auf die Gegenkontakte 9 zu bewegt.

    [0027] Wie aus den FIG 2 und 4 ersichtlich ist, ist das Schließmitnahmeelement 18 derart angeordnet, daß es die Kontaktbrücke 8 bis in eine Absenkzwischenstellung Z2 aus der Öffnungsstellung auslenkt. In der Absenkzwischenstellung Z2 überwiegt die von dem Rückstellelement 10 ausgeübte Rückstellkraft die von der Magnetvorrichtung 12 ausgeübte Magnetkraft. Das Rückstellelement 10 senkt daher die Kontaktbrücke 8 aus der Absenkzwischenstellung Z2 auf die Gegenkontakte 9 ab.

    [0028] In FIG 5 ist nach rechts ein Verschiebeweg s des Kontaktmitnehmers 3 aufgetragen, nach oben ein Abstand a der Kontaktbrücke 8 von den Gegenkontakten 9. Wie aus FIG 5 ersichtlich ist, kann der Kontaktmitnehmer 3 von der Ruhestellung R in die Betätigungsstellung B und zurück überführt werden. Dabei zeigt das Schaltverhalten des Öffners 5 eine deutliche Hysterese. Ferner ist ersichtlich, daß das Öffnen des Öffners 5 vor dem Erreichen der Betätigungsstellung B und das Schließen des Öffners 5 vor dem Erreichen der Ruhestellung R erfolgt sowie daß die Öffnungsmitnahmestellung M1 näher an der Betätigungsstellung B des Kontaktmitrehmers 3 liegt als die Schließmitnahmestellung M2.


    Ansprüche

    1. Elektromagnetisches Schaltgerät mit mindestens einer Antriebsspule (1), die bei Beaufschlagung mit einem Anzugsstrom (IA) einen Kontaktmitnehmer (3) aus einer Ruhestellung (R) in eine Betätigungsstellung (B) verschiebt, wobei der Kontaktmitnehmer (3) ein Öffnungsmitnahmeelement (7) aufweist, mittels dessen beim Verschieben des Kontaktmitnehmers (3) in die Betätigungsstellung (B) bei Erreichen einer zwischen der Ruhestellung (R) und der Betätigungsstellung (B) liegenden Öffnungsmitnahmestellung (M1) eine Kontaktbrücke (8) eines Öffners (5) von Gegenkontakten (9) des Öffners (5) abgehoben wird,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Kontaktmitnehmer (3) ein Schließmitnahmeelement (18) aufweist, mittels dessen beim Verschieben des Kontaktmitnehmers (3) in die Ruhestellung (R) bei Erreichen einer zwischen der Ruhestellung (R) und der Öffnungsmitnahmestellung (M1) liegenden Schließmitnahmestellung (M2) die Kontaktbrücke (8) auf die Gegenkontakte (9) zu bewegt wird und daß dem Öffner (5) eine Haltevorrichtung (12) zugeordnet ist, die die Kontaktbrücke (8) in einer Öffnungsstellung hält, in der die Kontaktbrücke (8) von den Gegenkontakten (9) abgehoben ist, solange der Kontaktmitnehmer (3) von der Öffnungsmitnahmestellung (M1) zur Schließmitnahmestellung (M2) verschoben wird.
     
    2. Schaltgerät nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Haltevorrichtung (12) als Magnetvorrichtung (12) ausgebildet ist und daß die Kontaktbrücke (8) zumindest teilweise aus einem ferromagnetischen Material besteht.
     
    3. Schaltgerät nach Anspruch 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Magnetvorrichtung (12) als Dauermagnetvorrichtung (12) ausgebildet ist.
     
    4. Schaltgerät nach Anspruch 2 oder 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Magnetvorrichtung (12) zwei Magnete (13, 14) aufweist und daß je einer der Magnete (13, 14) auf je einen von zwei Endbereichen (15, 16) der Kontaktbrücke (8) wirkt.
     
    5. Schaltgerät nach nach Anspruch 2, 3 oder 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Kontaktbrücke (8) eine von den Gegenkontakten (9) abgewandte Rückseite (17) aufweist, die aus einem ferromagnetischen Material besteht.
     
    6. Schaltgerät nach einem der obigen Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das Öffnungsmitnahmeelement (7) derart angeordnet ist, daß es die Kontaktbrücke (8) bis in eine Abhebezwischensteilung (Z1) von den Gegenkontakten (9) abhebt, und daß die Haltevorrichtung (12) derart ausgebildet ist, daß sie die Kontaktbrücke (8) aus der Abhebezwischenstellung (Z1) in die Öffnungsstellung überführt.
     
    7. Schaltgerät nach einem der obigen Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das Schließmitnahmeelement (18) derart angeordnet ist, daß es die Kontaktbrücke (8) bis in eine Absenkzwischenstellung (Z2) aus der Öffnungsstellung auslenkt und daß der Kontaktbrücke (8) ein Rückstellelement (10) zugeordnet ist, das die Kontaktbrücke (8) aus der Absenkzwischenstellung (Z2) auf die Gegenkontakte (9) absenkt.
     
    8. Schaltgerät nach Anspruch 7,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das Rückstellelement (10) als Rückstellfeder (10) ausgebildet ist.
     
    9. Schaltgerät nach Anspruch 8,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Rückstellfeder (10) sich einerseits an der Kontaktbrücke (8) und andererseits an einem bezüglich des Schaltgeräts ortsfesten Lager (11) abstützt.
     
    10. Schaltgerät nach einem der obigen Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Öffner (5) mit einer Stromeinstelleinrichtung (2) für die Antriebsspule (1) derart verbunden ist, daß beim Öffen bzw. Schließen des Öffners (5) eine Änderung des Stromes (I), mit dem die Antriebsspule (1) beaufschlagt wird, erfolgt.
     


    Claims

    1. Electromagnetic switching device with at least one drive coil (1), that moves a contact driver (3) from an off position (R) to an operated position (B) when a pickup current (IA) is applied, with the contact driver (3) having a break driver element (7) by means of which, when the contact driver (3) is moved to the operated position (B), a contact bridge (8) of a break contact (5) is lifted off mating contacts (9) of the break contact (5) when a break driver position (M1) lying between the off position (R) and the operated position (B) is reached,
    characterised in that
    the contact driver (3) has a make driver element (18) by means of which, when the contact driver (3) is moved to the off position (R), the contact bridge (8) is moved onto the mating contacts (9) when a make driver position (M2) lying between the off position (R) and the break driver position (M1) is reached, and in that a retaining device (12) is assigned to the break contact (5) and holds the contact bridge (8) in an open position in which the contact bridge (8) is lifted off the mating contacts (9) as long as the contact driver (3) is being moved from the break driver position (M1) to the make driver position (M2).
     
    2. Switching device according to Claim 1,
    characterised in that
    the retaining device (12) is designed as a magnet device (12) and that the contact bridge (8) consists at least partially of a ferromagnetic material.
     
    3. Switching device according to Claim 2,
    characterised in that
    the magnet device (12) is designed as a permanent-magnet device (12).
     
    4. Switching device according to Claim 2 or 3,
    characterised in that
    the magnet device (12) has two magnets (13, 14) and that in each case one of the magnets (13, 14) acts on one of two end areas (15, 16) of the contact bridge (18).
     
    5. Switching device according to Claim 2, 3 or 4,
    characterised in that
    the contact bridge (8) has a rear face (17) consisting of ferromagnetic material, turned away from the mating contacts (9).
     
    6. Switching device according to one of the above claims,
    characterised in that
    the break driver element (7) is arranged such that it lifts the contact bridge (8) off the mating contacts (9) to an intermediate lift-off position (Z1), and in that the retaining device (12) is designed such that it transfers the contact bridge (8) from the intermediate lift-off position (Z1) to the open position.
     
    7. Switching device according to one of the above claims,
    characterised in that
    the make driver element (18) is arranged such that it deflects the contact bridge (8) from the open position to an intermediate lowered position (Z2), and in that a resetting element (10) that lowers the contact bridge (8) from the intermediate lowered position (Z2) onto the mating contacts (9) is assigned to the contact bridge (8).
     
    8. Switching device according to Claim 7,
    characterised in that
    the resetting element (10) is designed as a return spring (10).
     
    9. Switching device according to Claim 8,
    characterised in that
    the return spring (10) rests at one end on the contact bridge (8) and at the other end on a bearing (11) that is fixed relative to the switch device.
     
    10. Switching device according to one of the above claims,
    characterised in that
    the break contact (5) is connected to a current setting device (2) for the drive coil (1) such that a change in the current (I) applied to the drive coil (1) takes place during the breaking or making of the break contact (5).
     


    Revendications

    1. Appareil de commutation électromagnétique comportant au moins une bobine d'entraînement (1) qui, lorsqu'un courant d'actionnement (IA) est appliqué, déplace un entraîneur de contact (3) d'une position de repos (R) à une position d'actionnement (B), l'entraîneur de contact (3) comportant un élément d'entraînement d'ouverture (7) au moyen duquel, lors du déplacement de l'entraîneur de contact (3) dans la position d'actionnement (B), un pont de contact (8) d'un contact de repos (5) est écarté de contacts complémentaires (9) du contact de repos (5) lorsqu'une position d'entraînement d'ouverture (M1) située entre la position de repos (R) et la position d'actionnement (B) est atteinte,
       caractérisé par le fait que l'entraîneur de contact (3) comporte un élément d'entraînement de fermeture (18) au moyen duquel, lors du déplacement de l'entraîneur de contact (3) dans la position de repos (R), le pont de contact (8) est déplacé vers les contacts complémentaires (9) lorsqu'une position d'entraînement de fermeture (M2) située entre la position de repos (R) et la position d'entraînement d'ouverture (M1) est atteinte et qu'il est associé au contact de repos (5) un dispositif de maintien (12) qui maintient le pont de contact (8) dans une position d'ouverture dans laquelle le pont de contact (8) est écarté des contacts complémentaires (9) tant que l'entraîneur de contact (3) est déplacé de la position d'entraînement d'ouverture (M1) à la position d'entraînement de fermeture (M2).
     
    2. Appareil de commutation selon la revendication 1,
       caractérisé par le fait que le dispositif de maintien (12) est conçu comme un dispositif magnétique (12) et que le pont de contact (8) est constitué au moins en partie d'un matériau ferromagnétique.
     
    3. Appareil de commutation selon la revendication 2,
       caractérisé par le fait que le dispositif magnétique (12) est conçu comme un dispositif magnétique permanent (12).
     
    4. Appareil de commutation selon la revendication 2 ou 3,
       caractérisé par le fait que le dispositif magnétique (12) comporte deux aimants (13, 14) et que, à chaque fois, l'un des aimants (13, 14) agit sur l'une des deux extrémités (15, 16) du pont de contact (8).
     
    5. Appareil de commutation selon la revendication 2, 3 ou 4,
       caractérisé par le fait que le pont de contact (8) comporte un côté arrière (17) qui est à l'opposé des contacts complémentaires (9) et qui est en un matériau ferromagnétique.
     
    6. Appareil de commutation selon l'une des revendications précédentes,
       caractérisé par le fait que l'élément d'entraînement d'ouverture (7) est disposé de telle sorte qu'il écarte le pont de contact (8) des contacts complémentaires (9) jusque dans une position intermédiaire d'écartement (Z1) et que le dispositif de maintien (12) est conçu de telle sorte qu'il fait passer le pont de contact (8) de la position intermédiaire d'écartement (Z1) à la position d'ouverture.
     
    7. Appareil de commutation selon l'une des revendications précédentes,
       caractérisé par le fait que l'élément d'entraînement de fermeture (18) est disposé de telle sorte qu'il dévie le pont de contact (8) à partir de la position d'ouverture jusque dans une position intermédiaire d'abaissement (Z2) et qu'il est associé au pont de contact (8) un élément de rappel (10) qui abaisse le pont de contact (8) à partir de la position intermédiaire d'abaissement (Z2) sur les contacts complémentaires (9).
     
    8. Appareil de commutation selon la revendication 7,
       caractérisé par le fait que l'élément de rappel (10) est conçu comme un ressort de rappel (10).
     
    9. Appareil de commutation selon la revendication 8,
       caractérisé par le fait que le ressort de rappel (10) s'appuie d'une part au pont de contact (8) et d'autre part à un support (11) fixe par rapport à l'appareil de commutation.
     
    10. Appareil de commutation selon l'une des revendications précédentes,
       caractérisé par le fait que le contact de repos (5) est relié à un dispositif de réglage de courant (2) pour la bobine d'entraînement (1) de telle sorte qu'il se produit lors de l'ouverture ou de la fermeture du contact de repos (5) une variation du courant (I) avec lequel la bobine d'entraînement (1) est alimentée.
     




    Zeichnung