[0001] Die Erfindung betrifft einen Ablagekorb für Schriftstücke o. dgl. gemäß dem Oberbegriff
des Anspruches 1 und ein Verfahren zu seiner Beschriftung.
[0002] Stapelbare oder nichtstapelbare Ablagekörbe bzw. Briefkörbe sind in den verschiedensten
Ausführungsformen bekannt. Diese Ablagekörbe weisen in ihrem Frontbereich Greifzonen
auf, um die einzelnen Schriftstücke oder Briefe bei der Entnahme besser erfassen zu
können. Auch sind Ablagekörbe bekannt, die im Frontbereich mit Griffmulden zur leichten
Entnahme der abgelegten Unterlagen versehen sind. Derartige Ablagekörbe bestehen aus
eingefärbten Kunststoffen oder aus glasklaren oder grautransparenten Kunststoffmaterial,
wobei auch andere Materialien eingesetzt werden. Nachteilig ist, dass die bekannten
Ablagekörbe zur Kennzeichnung Ihres Inhaltes nicht beschriftbar sind und auch keine
Einrichtungen besitzen, die eine Beschriftung ermöglichen. Oder aber, falls eine solche
Kennzeichnungsmöglichkeit in seltenen Fällen beispielsweise bei hochpreisigen Marktsegmenten
doch vorhanden sein sollte, diese nach Verlust der ursprünglich dafür vorgesehenen
Original-Beschriftungsschildchen gar nicht oder nur sehr schwierig wieder herzustellen
ist und dann regelmäßig ein unprofessionell anmutendes unschönes und nicht ansprechbares
Ergebnis hervorbringt.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Ablagekorb der eingangs beschriebenen
Art mit einer Beschriftung zu versehen, die mühelos mittels einfachster in jedem Büro
verfügbaren Hilfsmittel und auch von Hand herstellbar und an dem Ablagekorb anbringbar
ist.
[0004] Gelöst wird diese Aufgabe mit einem Ablagekorb mit den in Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen.
[0005] Die Erfindung besteht darin, dass bei einem Ablagekorb die Bodenplatte in ihrem Frontbereich
mindestens einen leistenförmigen Formkörper aus einem glasklarem, transparenten oder
transluzenten Material und einem unter dem leistenförmigen Formkörper angeordneten,
der Auflagenkontur des leistenförmigen Formkörpers entsprechenden beschriftbaren oder
beschrifteten Zuschnitt aus Papier, Pappe, Folie oder einem anderen geeigneten Material,
aufweist, wobei der leistenförmige Formkörper und sein ihm zugeordneter beschriftbarer
oder beschrifteter Zuschnitt an der Bodenplatte mittels einer Hafteinrichtung fest
oder lösbar gehalten sind.
[0006] Die Erfindung umfasst weiter eine Ausführungsform, bei der die Bodenplatte des Ablagekorbes
in ihrem Frontbereich als Halteeinrichtung für den leistenförmigen Formkörper und
den beschriftbaren oder beschrifteten Zuschnitt
a.) mindestens zwei parallel zur frontseitigen Bodenplattenkante verlaufende und in
einem Abstand voneinander liegende lochartige Durchbohrungen oder Sacklochbohrungen,
b.) mindestens einen leistenförmigen Formkörper, der als leistenförmiger Clip ausgebildet
ist, mit mindestens zwei mit den Durchbohrungen oder Sacklochbohrungen korrespondierenden
und in diese einsteckbaren Einsteckstiften zur lösbaren Halterung des leistenförmigen
Formkörpers an der Bodenplatte des Ablagekorbes und
c.) einen mit mit den Einsteckstiften des leistenförmigen Formkörpers korrespondierenden
Lochungen versehenen, der Auflagenkontur des leistenförmigen Formkörpers entsprechenden
beschriftbaren oder beschrifteten Zuschnitt
aufweist, wobei der beschriftbare oder beschriftete Zuschnitt vermittels des leistenförmigen
Formkörpers an der Bodenplatte des Ablagekorbes gehalten ist. Aufgrund der neuen erfinderischen
Ausgestaltung des Ablagekorbes ist es möglich, mit einfachsten in jedem Büro zur Verfügung
stehenden Hilfsmittel jederzeit auch von Hand Ablagekörbe zu beschriften, wobei sich
für diese Beschriftungsclips auch entsprechende Etikettenprogramme konzipieren lassen,
die das Herstellen von genau passenden Beschriftungsschildern ermöglichen.
[0007] Für die Beschriftung des Ablagekorbes wird nicht mehr als Papier, ein Locher und
eine Schere benötigt. Es wird hierbei wie folgt vorgegangen:
- Lochen eines beliebigen Stück Papiers oder Kunststofffolie mit einem Standard-Bürolocher,
- dabei Verwendung handelsüblicher Locher nach europäischer Normung mit einem Abstand
von 80 mm gemessen von Lochmitte zu Lochmitte (DIN 821),
- Einsteckstifte, d. h. Befestigungselemente des leistenförmigen Formkörpers, d. h.
des Beschriftungsclips in die beiden Löcher einstecken,
- mit einer Schere die Kontur des Papiers um den Beschriftungsclips herum ausschneiden,
- das so entstandene Beschriftungsschild kann nun zwischen den beiden Löchern in völlig
beliebiger Art und Weise gekennzeichnet werden,
- das Beschriftungsschild wird mittels des Beschriftungsclips an den Ablagekorb angeklickt,
- hierfür stehen fünf lochartige Durchbohrungen und somit drei verschiedene Positionen
zur Verfügung. Besonders bequem und benutzerfreundlich ist dabei die Handhabung des
leistenförmigen Formkörpers, d. h. des Beschriftungsclips; die Form der Einsteckstifte
an dem leistenförmigen Formkörper erlaubt es, den leistenförmigen Formkörper jederzeit
wieder abzunehmen und eine Neubeschriftung des Ablagekorbes vorzunehmen.
[0008] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0009] So weist bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung die Bodenplatte des
Ablagekorbes in ihrem Frontbereich fünf in Reihe nebeneinander liegende und im gleichen
Abstand voneinander angeordnete lochartige Durchbohrungen oder Sacklochbohrungen auf,
wobei der leistenförmige Formkörper auf seiner der Bodenplatte zugekehrten Auflagefläche
zwei oder drei in Reihe nebeneinander liegende und im gleichen Abstand voneinander
angeordnete Einsteckstifte aufweist. Die Anordnung der Einsteckstifte ist dabei derart,
dass diese Einsteckstifte jeweils in zwei oder drei der fünf lochartigen Durchbohrungen
oder Sacklochbohrungen einsteckbar sind. Der beschriftbare oder beschriftete Zuschnitt
weist dabei eine der Anzahl der Einsteckstifte des leistenförmigen Formkörpers entsprechende
Anzahl von mit den Einsteckstiften korrespondierende Lochungen auf.
[0010] Die Anordnung der lochartigen Durchbohrungen oder Sacklochbohrungen, der Einsteckstifte
an dem leistenförmigen Formkörper und der Löcher in den beschriftbaren oder beschrifteten
Zuschnitt entspricht der Lochung mit einem Standard-Bürolocher nach europäischer Normung
mit einem Abstand von 80 mm gemessen von Lochmitte zu Lochmitte oder Einsteckstiftmitte
zu Einsteckstiftmitte, wobei die Länge des leistenförmigen Formkörpers sich über jeweils
z. B. drei lochartige Durchbohrungen oder Sacklochbohrungen erstreckt, so dass der
mit zwei Einsteckstiften versehene leistenförmige Formkörper Wahlweise in jeweils
zwei lochartige Durchbohrungen oder Sacklochbohrungen bei gleichzeitiger Überbrükkung
der zwischen zwei lochartigen Durchbohrungen oder Sacklochbohrungen liegenden mittigen
dritten lochartigen Durchbohrung oder Sacklochbohrung einsteckbar ist.
[0011] Besonders vorteilhaft ist die Ausgestaltung der Bodenplatte des Ablagekorbes, die
frontseitig durchgehend ausgearbeitet ist, wobei benachbart zur frontseitigen Bodenplattenkante
in der Bodenplatte eine Griffmulde ausgebildet ist. Aufgrund dieser Ausgestaltung
wird ein Ablagekorb erhalten, der auch bei Verwendung von dünnwandigem Material eine
hohe Eigensteifigkeit und Eigenstabilität aufweist.
[0012] Die Handhabung des Ablagekorbes bei der Entnahme der Unterlagen wird durch die wellenförmige
Wölbung des Frontbereiches nach oben unterstützt, die dem Benutzer das Schriftbild
praktisch wie auf dem Präsentierteller entgegenstreckt, sowie zusätzlich durch den
mittig positionierten vertieften Greifausschnitt.
[0013] Das Verfahren zur Beschriftung eines derart erfindungsgemäß ausgebildeten Ablagekorbes
besteht darin,
dass ein beschriftbarer oder beschrifteter Zuschnitt aus Papier, Pappe oder Folie
mit einem Standard-Bürolocher mit nach europäischer Normung versehener Lochung mit
einem Abstand von 80 mm gemessen von Lochmitte zu Lochmitte gelocht wird,
dass hierauf die Einsteckstifte des leistenförmigen Formkörpers, d. h. des Befestigungsclips,
in die beiden Löcher des Zuschnittes eingesteckt werden,
dass hierauf vermittels eines Schneidwerkzeuges, wie Schere, die Kontur des Papiers
um den Beschriftungsclip herum ausgeschnitten wird,
dass hiermit das so entstandene Beschriftungsschild zwischen den Löchern beschriftet
wird, und
dass hierauf das Beschriftungsschild mittels des Beschriftungsclips an den Ablagekorb
durch Einstecken der beiden Einsteckstifte in jeweils zwei der fünf lochartigen Durchbohrungen
in der Bodenplatte des Ablagekorbes angeklickt wird.
[0014] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigen:
- Fig. 1
- In einer schaubildlichen Ansicht einen Ablagekorb mit im vorderen Bereich der Bodenplatte
ausgebildeter Lochung für einen leistenförmigen Formkörper mit diesem zugeordneten
beschriftbaren oder beschrifteten Zuschnitt,
- Fig. 2
- eine schaubildliche Ansicht eines Ablagekorbes mit im vorderen Bodenplattenbereich
angeordneten leistenförmigen Formkörper mit unter diesem angeordneten beschrifteten
oder beschriftbaren Zuschnitt,
- Fig. 3A, 3B, 3C und 3D
- in schaubildlichen Ansichten die Befestigung eines beschriftbaren oder beschrifteten
Zuschnitts vermittels des leistenförmigen Formkörpers an der Bodenplatte des Ablagekorbes,
- Fig. 4
- einen senkrechten Längsschnitt durch einen Ablagekorb,
- Fig. 5
- einen leistenförmigen Formkörper in einer Ansicht auf die die Einsteckstifte tragende
Unterseite,
- Fig. 6
- eine Seitenansicht des leistenförmigen Formkörpers,
- Fig. 7
- eine Längsseitenansicht des leistenförmigen Formkörpers und
- Fig. 8
- einen senkrechten Längsschnitt durch den leistenförmigen Formkörper.
[0015] Der Ablagekorb 100 für Schriftstücke o. dgl. gemäß Fig. 1 und 2 ist dreiwandig mit
einer offenen Frontseite 14 ausgebildet und weist eine Bodenplatte 10 auf. Die beiden
Seitenwände 11, 12 sind mit der Rückwand 13 und mit der Bodenplatte 10 verbunden.
Bei der in Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsform weist die Bodenplatte 10 in ihrem
Frontbereich 15 keine Griffausnehmung auf, sondern ist durchgehend ausgebildet. Die
gesamte Linienführung wird mittels der durchgehenden Frontpartie in ihrer Designwirkung
stark unterstrichen; es entsteht dadurch ein sehr viel schlüssigerer und kompakterer
Gesamteindruck und darüberhinaus wird auch die Eigensteifigkeit des Ablagekorbes erhöht,
so dass dieser auch aus dünnwandigen Materialien gefertigt sein kann. Der Ablagekorb
100 besteht aus klarsichtigen, opaken oder eingefärbten Kunststoffen, wobei auch andere
Materialien für die Herstellung des Ablagekorbes eingesetzt werden können; er kann
auch stapelbar ausgebildet sein.
[0016] Die Bodenplatte 10 des Ablagekorbes 100 weist in ihrem Frontbereich 15 mindestens
einen leistenförmigen Formkörper 20 aus einem glasklaren, transparenten oder transluzenten
Material und einen unter den leistenförmigen Formkörper 20 angeordnete, der Aufnahmekontur
21 des leistenförmigen Formkörpers 20 entsprechenden beschriftbaren oder beschrifteten
Zuschnitt 30 aus Papier, Pappe, Folie oder einem anderen geeigneten Material auf (Fig.
2). Der leistenförmige Formkörper 20 und sein ihm zugeordneter beschriftbarer oder
beschrifteter Zuschnitt 30 sind an der Bodenplatte 10 mittels einer Halteeinrichtung
40 fest oder lösbar gehalten.
[0017] Nach einer bevorzugten Ausführungsform besteht die Halteeinrichtung 40 für den leistenförmigen
Formkörper und dem beschriftbaren oder beschrifteten Zuschnitt 30 im Frontbereich
15 der Bodenplatte 10 aus einer Anzahl von lochartigen Durchbohrungen oder Sacklochbohrungen
41, 41a, 41b, 41c, 41d, einem leistenförmigen Formkörper 20, der als leistenförmiger
Clip ausgebildet ist und der mindestens zwei mit den Durchbohrungen 41, 41a, 41b,
41c, 41 oder Sacklochbohrungen korrespondierenden und in diese einsteckbare Einsteckstiften
22, 23 und den mit mit den Einsteckstiften 22, 23 des leistenförmigen Formkörpers
20 korrespondierenden Lochungen 32, 33 versehenen, der Auflagenkontur des leistenförmigen
Formkörpers 20 entsprechenden beschriftbaren oder beschrifteten Zuschnitt 30 auf.
Der beschriftbare oder beschriftete Zuschnitt 30 ist vermittels des leistenförmigen
Formkörpers 20 an der Bodenplatte 10 des Ablagekorbes 100 gehalten (Fig. 2.). Bei
den in Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispielen weist die Bodenplatte 10 des Ablagekorbes
100 in ihrem Frontbereich 15 fünf in Reihe nebeneinander liegende und im gleichen
Abstand voneinander angeordnete lochartige Durchbohrungen 41, 41a, 41b, 41c, 41d oder
Sacklochbohrungen auf. Der leistenförmige Formkörper 20 ist auf seiner der Bodenplatte
10 zugekehrten Auflagefläche 21a mit zwei in Reihe nebeneinander liegenden und im
gleichen Abstand voneinander angeordneten Einsteckstiften 22, 23 versehen, wobei die
Anordnung der Einsteckstifte 22, 23 derart ist, dass diese Einsteckstifte 22, 23 jeweils
in zwei oder drei der fünf lochartigen Durchbohrungen 41, 41a, 41b, 41c, 41d oder
Sacklochbohrungen einsteckbar sind. Der beschriftbare oder beschriftete Zuschnitt
30 weist eine der Anzahl der Einsteckstifte 22, 23 des leistenförmigen Formkörpers
20 entsprechende Anzahl von mit den Einsteckstiften 21, 22 korrespondierenden Lochungen
32, 33 auf.
[0018] Der leistenförmige Formkörper 20 der die Funktion eines Clips hat, ist gemäß Fig.
5, 6, 7 und 8 stabförmig ausgebildet und liegt mit seiner Auflagefläche 21a auf der
Bodenplatte 10 des Ablagekorbes 100 auf, wenn der leistenförmige Formkörper 20 vermittels
seiner Einsteckstifte 22, 23 in den lochartigen Durchbohrungen 41, 41a, 41b, 41c,
41d oder Sacklochbohrungen gehalten ist. Die Einsteckstifte 22, 23 können druckknopfartig
oder mit federnd-elastischen Beinchen versehen sein, so dass die in die lochartigen
Durchbohrungen oder Sacklochbohrungen eingeführten Einsteckstifte 22, 23 sicher gehalten
sind, jedoch auf der anderen Seite ein müheloses Abnehmen des leistenförmigen Formkörpers
20 von der Bodenplatte 10 des Ablagekorbes 100 gewährleistet ist.
[0019] Die Anordnung der lochartigen Durchbohrungen 41, 41a, 41b, 41c, 41d oder Sacklochbohrungen
in der Bodenplatte 10 des Ablagekorbes 100, der Einsteckstifte 22, 23 an dem leistenförmigen
Formkörper 20 und der Löcher 32, 33 in dem beschriftbaren oder beschrifteten Zuschnitt
30 entspricht der Lochung mit einem Standard-Bürolocher nach Europäischer Norm mit
einem Abstand von 80 mm gemessen von Lochmitte zu Lochmitte oder Einsteckstiftmitte
zu Einsteckstiftmitte, wobei jedoch auch andere Abstände der lochartigen Durchbohrungen
oder Sacklochbohrungen, der Einsteckstifte 22, 23 und der Löcher 32, 33 in dem Zuschnitt
30 möglich sind. Wesentlich ist, dass die Anordnung der lochartigen Durchbohrungen
oder Sacklochbohrungen, der Einsteckstifte 22, 23 und der Löcher 32, 33 in dem Zuschnitt
30 so aufeinander abgestimmt sind, dass der Zuschnitt 30 mit seinen Löchern 32, 33
auf die Einsteckstifte 22, 23 des leistenförmigen Formkörpers 20 aufsteckbar sind
und der leistenförmige Formkörper 20 mit seinen Einsteckstiften 22, 23 in die lochartigen
Durchbohrungen oder Sacklochbohrungen in der Bodenplatte 10 des Ablagekorbes 100 einsteckbar
sind.
[0020] Weist der leistenförmige Formkörper 20 zwei Einsteckstifte 22, 23 auf (Fig. 5, 7
und 8), dann ist der Abstand der beiden Einsteckstifte 22, 23 voneinander so gewählt,
dass entweder die Einsteckstifte 22, 23 in zwei nebeneinander liegende lochartige
Durchbohrungen 41, 41a oder 41a, 41b oder 41b, 41c oder 41c, 41d einsteckbar sind
oder es ist ein Abstand der beiden Einsteckstifte 22, 23 voneinander gewählt, so dass
von dem leistenförmigen Formkörper 20 drei lochartige Durchbohrungen überdeckt sind,
so dass beispielsweise die Einsteckstifte 22, 23 in die lochartigen Durchbohrungen
41, 41b oder in die Sacklochbohrungen eingesteckt werden, so dass die zwischen den
beiden lochartigen Durchbohrungen 41, 41b liegende lochartige Durchbohrung 41a von
dem leistenförmigen Formkörper 20 überdeckt wird. Es besteht darüberhinaus auch die
Möglichkeit, die Abstände der beiden Einsteckstifte 22, 23 an dem leistenförmigen
Formkörper auch in größeren Abständen voneinander anzuordnen, jedoch wird diese Anordnung
sich jeweils nach der Länge des eingesetzten leistenförmigen Formkörpers 20 richten
und der gewünschten Länge des Beschriftungsfeldes auf dem Zuschnitt 30.
[0021] In den Fig. 3A, 3B, 3C, 3D ist der Verfahrensablauf für die Anbringung eines beschriftbaren
oder beschrifteten Zuschnitts 30 an dem Ablagekorb 100 dargestellt:
[0022] Fig. 3A zeigt einen Abschnitt 30a, z. B. aus Papier. Dieser Abschnitt 30a ist mit
einer Lochung versehen, so dass in dem Abschnitt zwei Löcher 32, 33 ausgearbeitet
sind. Durch die Löcher 32, 33 des Papierabschnittes 30a werden dann die Einsteckstifte
22, 23 des leistenförmigen Formkörpers 20 hindurchgesteckt (Fig. 3B), so dass der
leistenförmige Formkörper 20 mit seiner Auflagefläche 21a auf dem Papierabschnitt
30a zu liegen kommt (Fig. 3C). Vermittels einer Schere oder eines anderen geeigneten
Schneidwerkzeuges wird entlang des Umfanges des leistenförmigen Formkörpers der Papierabschnitt
30a eingeschnitten bzw. durchtrennt, so dass ein beschriftbarer Zuschnitt 30 erhalten
wird, dessen Fläche der Auflagefläche 21a des leistenförmigen Formkörpers 20 entspricht.
Der so hergestellte Zuschnitt 30 wird dann beschriftet (Fig. 3D).
[0023] Der beschriftete Zuschnitt 30 wird dann anschließend an der Bodenplatte 10 befestigt,
in dem der leistenförmige Formkörper 20 mit seinen Einsteckstiften 22, 23 durch die
Löcher 32, 33 des Zuschnittes 30 hindurchgeführt und in die lochartigen Durchbohrungen
oder Sacklochbohrungen im Frontbereich 15 der Bodenplatte 10 des Ablagekorbes 100
eingeführt wird, so dass der beschriftete Zuschnitt 30 vermittels des leistenförmigen
Formkörpers 20 an der Bodenplatte 10 gehalten ist. Da der leistenförmige Formkörper
20 aus glasklarem bzw. durchsichtigen Material besteht, ist die Beschriftung auf dem
Zuschnitt 30 durch das Material des leistenförmigen Formkörpers 20 hindurch lesbar.
[0024] Die Halteeinrichtung 40 für den leistenförmigen Formkörper und den beschriftbaren
oder beschrifteten Zuschnitt 30 kann auch anderweitig ausgebildet sein. So können
z. B. Klemm-, Rast-, Magnetverbindungen für die Anordnung des leistenförmigen Formkörpers
20 an der Bodenplatte 10 vorgesehen sein.
[0025] Der Abstand zwischen je zwei lochartigen Durchbohrungen oder Sacklochbohrungen in
der Bodenplatte 10 kann gleich oder auch ungleich sein. In entsprechender Weise ist
dann auch die Anordnung der Einsteckstifte 22, 23 an der Unterseite des leistenförmigen
Formkörpers 20 getroffen und auch die Löcher 32, 33 in dem beschriftbaren oder beschrifteten
Zuschnitt 30 sind in gleicher Weise angeordnet.
[0026] Die Bodenplatte 10 des Ablagekorbes 100 kann frontseitig mit einer Griffausnehmung
versehen sein, die von der frontseitigen Bodenplattenkante 10a ausgeht.
[0027] Entsprechend Fig. 4 weist die Bodenplatte 10 des Ablagekorbes 100 in ihrem Frontbereich
15 einen bogenförmig bzw. wellenförmig verlaufenden Plattenabschnitt 10b auf.
[0028] Der Ablagekorb 100 kann stapelbar oder nichtstapelbar ausgebildet sein.
1. Ablagekorb für Schriftstücke o. dgl., der stapelbar oder nichtstapelbar und dreiwandig
mit einer offenen Frontseite (14) und einer Bodenplatte (10) ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bodenplatte (10) des Ablagekorbes (100) in ihrem Frontbereich (15) mindestens
einen leistenförmigen Formkörper (20) aus einem glasklaren, transparenten oder transluzenten
Material und einen unter dem leistenförmigen Formkörper (20) angeordneten, der Auflagekontur
(21) des leistenförmigen Formkörpers (20) entsprechenden beschriftbaren oder beschrifteten
Zuschnitt (30) aus Papier, Pappe, Folie oder einem anderen geeigneten Material aufweist,
wobei der leistenförmige Formkörper (20) und sein ihm zugeordneter beschriftbarer
oder beschrifteter Zuschnitt (30) an der Bodenplatte (10) mittels einer Halteeinrichtung
(40) fest oder lösbar gehalten ist.
2. Ablagekorb nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bodenplatte (10) des Ablagekorbes (100) in ihrem Frontbereich als Halteeinrichtung
(40) für den leistenförmigen Formkörper (20) und den beschriftbaren oder beschrifteten
Zuschnitt (30)
a.) mindestens zwei parallel zur frontseitigen Bodenplattenkante (10a) verlaufende
und in einem Abstand voneinander liegende lochartige Durchbohrungen (41, 41a, 41b,
41c, 41d) oder Sacklochbohrungen,
b.) mindestens einen leistenförmigen Formkörper (20), der als leistenförmiger Clip
ausgebildet ist, mit mindestens zwei mit den Durchbohrungen (41, 41a, 41b, 41c, 41d)
oder Sacklochbohrungen korrespondierenden und in diese einsteckbaren Einsteckstiften
(22, 23) zur lösbaren Halterung des leistenförmigen Formkörpers (20) an der Bodenplatte
(10) des Ablagekorbes (100), und
c.) einen mit den Einsteckstiften (22, 23) des leistenförmigen Formkörpers (20) korrespondierenden
Lochungen (32, 33) versehenen, der Auflagenkontur des leistenförmigen Formkörpers
(20) entsprechenden beschriftbaren oder beschrifteten Zuschnitt (30)
aufweist, wobei der beschriftbare oder beschriftete Zuschnitt (30) vermittels des
leistenförmigen Formkörpers (20) an der Bodenplatte (10) des Ablagekorbes (100) gehalten
ist.
3. Ablagekorb nach einem der Ansprüche 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bodenplatte (10) des Ablagekorbes (100) in ihrem Frontbereich (15) fünf in Reihe
nebeneinander liegende und im gleichen Abstand voneinander angeordnete lochartige
Durchbohrungen (41, 41a, 41b, 41c, 41d) oder Sacklochbohrungen aufweist, dass der
leistenförmige Formkörper (20) auf seiner der Bodenplatte (10) zugekehrten Auflagefläche
(21a) zwei oder drei in Reihe nebeneinander liegende und im gleichen Abstand voneinander
angeordnete Einsteckstifte (22, 23) aufweist, wobei die Anordnung der Einsteckstifte
(22, 23) derart ist, dass diese Einsteckstifte (22, 23) jeweils in zwei oder drei
der fünf lochartigen Durchbohrungen (41, 41a, 41b, 41c, 41d) oder Sacklochbohrungen
einsteckbar sind, und dass der beschriftbare oder beschriftete Zuschnitt (30) eine
der Anzahl der Einsteckstifte (22, 23) des leistenförmigen Formkörpers (20) entsprechende
Anzahl von mit den Einsteckstiften (21, 22) korrespondierenden Lochungen (32, 33)
aufweist.
4. Ablagekorb nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anordnung der lochartigen Durchbohrungen (41, 41a, 41b, 41c, 41d) oder Sacklochbohrungen,
der Einsteckstifte (22, 23) an dem leistenförmigen Formkörper (20) und der Löcher
(32, 33) in dem beschriftbaren oder beschrifteten Zuschnitt (30) der Lochung mit einem
Standard-Bürolocher nach europäischer Normung mit einem Abstand von 80 mm gemessen
von Lochmitte zu Lochmitte oder Einsteckstiftmitte zu Einsteckstiftmitte entspricht,
wobei die Länge des leistenförmigen Formkörpers (20) sich über jeweils z. B. drei
lochartigen Durchbohrungen (41a, 41b, 41c) oder Sacklochbohrungen erstreckt, so dass
der mit zwei Einsteckstiften (22, 23) versehene leistenförmige Formkörper (20) wahlweise
in jeweils zwei lochartigen Durchbohrungen (41a, 41c) oder Sacklochbohrungen bei gleichzeitiger
Überbrückung der zwischen zwei lochartigen Durchbohrungen (41a, 41c) oder Sacklochbohrungen
liegenden mittigen dritten lochartigen Durchbohrungen (41b) oder Sacklochbohrung einsteckbar
ist.
5. Ablagekorb nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bodenplatte (10) des Ablagekorbes (100) frontseitig mit einer Griffausnehmung
versehen ist.
6. Ablagekorb nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bodenplatte (10) des Ablagekorbes (100) frontseitig durchgehend ausgebildet ist
und dass benachbart zur frontseitigen Bodenplattenkante (10a) in der Bodenplatte (10)
eine Griffmulde (17) ausgebildet ist.
7. Ablagekorb nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bodenplatte (10) des Ablagekorbes (100) in ihrem Frontbereich (15) einen bogenförmig
verlaufenden Plattenabschnitt (10b) aufweist.
8. Verfahren zur Beschriftung eines Ablagekorbes (100) für Schriftstücke mit der in den
Ansprüchen 1 bis 7 angegebenen Ausgestaltung,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein beschriftbarer oder beschrifteter Zuschnitt (30) aus Papier, Pappe oder Folie
mit einem Standard-Bürolocher mit nach europäischer Normung versehener Lochung mit
einem Abstand von 80 mm gemessen von Lochmitte zu Lochmitte gelocht wird,
dass hierauf die Einsteckstifte (22, 23) des leistenförmigen Formkörpers (20), d. h. des
Befestigungsclips, in die beiden Löcher (32, 33) des Zuschnittes (30) eingesteckt
werden,
dass hierauf vermittels eines Schneidwerkzeuges, wie Schere, die Kontur des Papiers um
den Beschriftungsclip herum ausgeschnitten wird,
dass hierauf das so entstandene Beschriftungsschild zwischen den Löchern beschriftet wird,
und
dass hierauf das Beschriftungsschild mittels des Beschriftungsclips an den Ablagekorb
(100) durch Einstecken der beiden Einsteckstifte (22, 23) in jeweils zwei der fünf
lochartigen Durchbohrungen (41, 41a, 41b, 41c, 41d) in der Bodenplatte (10) des Ablagekorbes
(100) angeklickt wird.