(19)
(11) EP 1 332 889 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
06.08.2003  Patentblatt  2003/32

(21) Anmeldenummer: 02022195.8

(22) Anmeldetag:  04.10.2002
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7B42F 7/10
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 04.02.2002 DE 20201684 U

(71) Anmelder: Herlitz PBS Aktiengesellschaft, Papier-, Büro- und Schreibwaren
13507 Berlin (DE)

(72) Erfinder:
  • Bergmann, Georg
    12163 Berlin (DE)

(74) Vertreter: Richter, Werdermann, Gerbaulet & Hofmann 
Neuer Wall 10
20354 Hamburg
20354 Hamburg (DE)

   


(54) Ablagekorb und Verfahren zu seiner Beschriftung


(57) Zur Beschriftung eines Ablagekorbes (100) für Schriftstücke o. dgl., der stapelbar oder nichtstapelbar und dreiwandig mit einer offenen Frontseite (14) und einer Bodenplatte (10) ausgebildet ist, weist dessen Bodenplatte (10) in ihrem Frontbereich (15) mindestens einen leistenförmigen Formkörper (20) aus einem glasklaren, transparenten oder transluzenten Material und einen unter dem leistenförmigen Formkörper (20) angeordneten, der Auflagekontur des leistenförmigen Formkörpers (20) entsprechenden beschriftbaren oder beschrifteten Zuschnitt (30) aus Papier, Pappe, Folie oder einem anderen geeigneten Material auf, wobei der leistenförmige Formkörper (20) und sein ihm zugeordneter beschriftbarer oder beschrifteter Zuschnitt (30) an der Bodenplatte (10) mittels einer Halteeinrichtung (40) fest oder lösbar gehalten ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft einen Ablagekorb für Schriftstücke o. dgl. gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 und ein Verfahren zu seiner Beschriftung.

[0002] Stapelbare oder nichtstapelbare Ablagekörbe bzw. Briefkörbe sind in den verschiedensten Ausführungsformen bekannt. Diese Ablagekörbe weisen in ihrem Frontbereich Greifzonen auf, um die einzelnen Schriftstücke oder Briefe bei der Entnahme besser erfassen zu können. Auch sind Ablagekörbe bekannt, die im Frontbereich mit Griffmulden zur leichten Entnahme der abgelegten Unterlagen versehen sind. Derartige Ablagekörbe bestehen aus eingefärbten Kunststoffen oder aus glasklaren oder grautransparenten Kunststoffmaterial, wobei auch andere Materialien eingesetzt werden. Nachteilig ist, dass die bekannten Ablagekörbe zur Kennzeichnung Ihres Inhaltes nicht beschriftbar sind und auch keine Einrichtungen besitzen, die eine Beschriftung ermöglichen. Oder aber, falls eine solche Kennzeichnungsmöglichkeit in seltenen Fällen beispielsweise bei hochpreisigen Marktsegmenten doch vorhanden sein sollte, diese nach Verlust der ursprünglich dafür vorgesehenen Original-Beschriftungsschildchen gar nicht oder nur sehr schwierig wieder herzustellen ist und dann regelmäßig ein unprofessionell anmutendes unschönes und nicht ansprechbares Ergebnis hervorbringt.

[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Ablagekorb der eingangs beschriebenen Art mit einer Beschriftung zu versehen, die mühelos mittels einfachster in jedem Büro verfügbaren Hilfsmittel und auch von Hand herstellbar und an dem Ablagekorb anbringbar ist.

[0004] Gelöst wird diese Aufgabe mit einem Ablagekorb mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen.

[0005] Die Erfindung besteht darin, dass bei einem Ablagekorb die Bodenplatte in ihrem Frontbereich mindestens einen leistenförmigen Formkörper aus einem glasklarem, transparenten oder transluzenten Material und einem unter dem leistenförmigen Formkörper angeordneten, der Auflagenkontur des leistenförmigen Formkörpers entsprechenden beschriftbaren oder beschrifteten Zuschnitt aus Papier, Pappe, Folie oder einem anderen geeigneten Material, aufweist, wobei der leistenförmige Formkörper und sein ihm zugeordneter beschriftbarer oder beschrifteter Zuschnitt an der Bodenplatte mittels einer Hafteinrichtung fest oder lösbar gehalten sind.

[0006] Die Erfindung umfasst weiter eine Ausführungsform, bei der die Bodenplatte des Ablagekorbes in ihrem Frontbereich als Halteeinrichtung für den leistenförmigen Formkörper und den beschriftbaren oder beschrifteten Zuschnitt

a.) mindestens zwei parallel zur frontseitigen Bodenplattenkante verlaufende und in einem Abstand voneinander liegende lochartige Durchbohrungen oder Sacklochbohrungen,

b.) mindestens einen leistenförmigen Formkörper, der als leistenförmiger Clip ausgebildet ist, mit mindestens zwei mit den Durchbohrungen oder Sacklochbohrungen korrespondierenden und in diese einsteckbaren Einsteckstiften zur lösbaren Halterung des leistenförmigen Formkörpers an der Bodenplatte des Ablagekorbes und

c.) einen mit mit den Einsteckstiften des leistenförmigen Formkörpers korrespondierenden Lochungen versehenen, der Auflagenkontur des leistenförmigen Formkörpers entsprechenden beschriftbaren oder beschrifteten Zuschnitt

aufweist, wobei der beschriftbare oder beschriftete Zuschnitt vermittels des leistenförmigen Formkörpers an der Bodenplatte des Ablagekorbes gehalten ist. Aufgrund der neuen erfinderischen Ausgestaltung des Ablagekorbes ist es möglich, mit einfachsten in jedem Büro zur Verfügung stehenden Hilfsmittel jederzeit auch von Hand Ablagekörbe zu beschriften, wobei sich für diese Beschriftungsclips auch entsprechende Etikettenprogramme konzipieren lassen, die das Herstellen von genau passenden Beschriftungsschildern ermöglichen.

[0007] Für die Beschriftung des Ablagekorbes wird nicht mehr als Papier, ein Locher und eine Schere benötigt. Es wird hierbei wie folgt vorgegangen:
  • Lochen eines beliebigen Stück Papiers oder Kunststofffolie mit einem Standard-Bürolocher,
  • dabei Verwendung handelsüblicher Locher nach europäischer Normung mit einem Abstand von 80 mm gemessen von Lochmitte zu Lochmitte (DIN 821),
  • Einsteckstifte, d. h. Befestigungselemente des leistenförmigen Formkörpers, d. h. des Beschriftungsclips in die beiden Löcher einstecken,
  • mit einer Schere die Kontur des Papiers um den Beschriftungsclips herum ausschneiden,
  • das so entstandene Beschriftungsschild kann nun zwischen den beiden Löchern in völlig beliebiger Art und Weise gekennzeichnet werden,
  • das Beschriftungsschild wird mittels des Beschriftungsclips an den Ablagekorb angeklickt,
  • hierfür stehen fünf lochartige Durchbohrungen und somit drei verschiedene Positionen zur Verfügung. Besonders bequem und benutzerfreundlich ist dabei die Handhabung des leistenförmigen Formkörpers, d. h. des Beschriftungsclips; die Form der Einsteckstifte an dem leistenförmigen Formkörper erlaubt es, den leistenförmigen Formkörper jederzeit wieder abzunehmen und eine Neubeschriftung des Ablagekorbes vorzunehmen.


[0008] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

[0009] So weist bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung die Bodenplatte des Ablagekorbes in ihrem Frontbereich fünf in Reihe nebeneinander liegende und im gleichen Abstand voneinander angeordnete lochartige Durchbohrungen oder Sacklochbohrungen auf, wobei der leistenförmige Formkörper auf seiner der Bodenplatte zugekehrten Auflagefläche zwei oder drei in Reihe nebeneinander liegende und im gleichen Abstand voneinander angeordnete Einsteckstifte aufweist. Die Anordnung der Einsteckstifte ist dabei derart, dass diese Einsteckstifte jeweils in zwei oder drei der fünf lochartigen Durchbohrungen oder Sacklochbohrungen einsteckbar sind. Der beschriftbare oder beschriftete Zuschnitt weist dabei eine der Anzahl der Einsteckstifte des leistenförmigen Formkörpers entsprechende Anzahl von mit den Einsteckstiften korrespondierende Lochungen auf.

[0010] Die Anordnung der lochartigen Durchbohrungen oder Sacklochbohrungen, der Einsteckstifte an dem leistenförmigen Formkörper und der Löcher in den beschriftbaren oder beschrifteten Zuschnitt entspricht der Lochung mit einem Standard-Bürolocher nach europäischer Normung mit einem Abstand von 80 mm gemessen von Lochmitte zu Lochmitte oder Einsteckstiftmitte zu Einsteckstiftmitte, wobei die Länge des leistenförmigen Formkörpers sich über jeweils z. B. drei lochartige Durchbohrungen oder Sacklochbohrungen erstreckt, so dass der mit zwei Einsteckstiften versehene leistenförmige Formkörper Wahlweise in jeweils zwei lochartige Durchbohrungen oder Sacklochbohrungen bei gleichzeitiger Überbrükkung der zwischen zwei lochartigen Durchbohrungen oder Sacklochbohrungen liegenden mittigen dritten lochartigen Durchbohrung oder Sacklochbohrung einsteckbar ist.

[0011] Besonders vorteilhaft ist die Ausgestaltung der Bodenplatte des Ablagekorbes, die frontseitig durchgehend ausgearbeitet ist, wobei benachbart zur frontseitigen Bodenplattenkante in der Bodenplatte eine Griffmulde ausgebildet ist. Aufgrund dieser Ausgestaltung wird ein Ablagekorb erhalten, der auch bei Verwendung von dünnwandigem Material eine hohe Eigensteifigkeit und Eigenstabilität aufweist.

[0012] Die Handhabung des Ablagekorbes bei der Entnahme der Unterlagen wird durch die wellenförmige Wölbung des Frontbereiches nach oben unterstützt, die dem Benutzer das Schriftbild praktisch wie auf dem Präsentierteller entgegenstreckt, sowie zusätzlich durch den mittig positionierten vertieften Greifausschnitt.

[0013] Das Verfahren zur Beschriftung eines derart erfindungsgemäß ausgebildeten Ablagekorbes besteht darin,
dass ein beschriftbarer oder beschrifteter Zuschnitt aus Papier, Pappe oder Folie mit einem Standard-Bürolocher mit nach europäischer Normung versehener Lochung mit einem Abstand von 80 mm gemessen von Lochmitte zu Lochmitte gelocht wird,
dass hierauf die Einsteckstifte des leistenförmigen Formkörpers, d. h. des Befestigungsclips, in die beiden Löcher des Zuschnittes eingesteckt werden,
dass hierauf vermittels eines Schneidwerkzeuges, wie Schere, die Kontur des Papiers um den Beschriftungsclip herum ausgeschnitten wird,
dass hiermit das so entstandene Beschriftungsschild zwischen den Löchern beschriftet wird, und
dass hierauf das Beschriftungsschild mittels des Beschriftungsclips an den Ablagekorb durch Einstecken der beiden Einsteckstifte in jeweils zwei der fünf lochartigen Durchbohrungen in der Bodenplatte des Ablagekorbes angeklickt wird.

[0014] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1
In einer schaubildlichen Ansicht einen Ablagekorb mit im vorderen Bereich der Bodenplatte ausgebildeter Lochung für einen leistenförmigen Formkörper mit diesem zugeordneten beschriftbaren oder beschrifteten Zuschnitt,
Fig. 2
eine schaubildliche Ansicht eines Ablagekorbes mit im vorderen Bodenplattenbereich angeordneten leistenförmigen Formkörper mit unter diesem angeordneten beschrifteten oder beschriftbaren Zuschnitt,
Fig. 3A, 3B, 3C und 3D
in schaubildlichen Ansichten die Befestigung eines beschriftbaren oder beschrifteten Zuschnitts vermittels des leistenförmigen Formkörpers an der Bodenplatte des Ablagekorbes,
Fig. 4
einen senkrechten Längsschnitt durch einen Ablagekorb,
Fig. 5
einen leistenförmigen Formkörper in einer Ansicht auf die die Einsteckstifte tragende Unterseite,
Fig. 6
eine Seitenansicht des leistenförmigen Formkörpers,
Fig. 7
eine Längsseitenansicht des leistenförmigen Formkörpers und
Fig. 8
einen senkrechten Längsschnitt durch den leistenförmigen Formkörper.


[0015] Der Ablagekorb 100 für Schriftstücke o. dgl. gemäß Fig. 1 und 2 ist dreiwandig mit einer offenen Frontseite 14 ausgebildet und weist eine Bodenplatte 10 auf. Die beiden Seitenwände 11, 12 sind mit der Rückwand 13 und mit der Bodenplatte 10 verbunden. Bei der in Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsform weist die Bodenplatte 10 in ihrem Frontbereich 15 keine Griffausnehmung auf, sondern ist durchgehend ausgebildet. Die gesamte Linienführung wird mittels der durchgehenden Frontpartie in ihrer Designwirkung stark unterstrichen; es entsteht dadurch ein sehr viel schlüssigerer und kompakterer Gesamteindruck und darüberhinaus wird auch die Eigensteifigkeit des Ablagekorbes erhöht, so dass dieser auch aus dünnwandigen Materialien gefertigt sein kann. Der Ablagekorb 100 besteht aus klarsichtigen, opaken oder eingefärbten Kunststoffen, wobei auch andere Materialien für die Herstellung des Ablagekorbes eingesetzt werden können; er kann auch stapelbar ausgebildet sein.

[0016] Die Bodenplatte 10 des Ablagekorbes 100 weist in ihrem Frontbereich 15 mindestens einen leistenförmigen Formkörper 20 aus einem glasklaren, transparenten oder transluzenten Material und einen unter den leistenförmigen Formkörper 20 angeordnete, der Aufnahmekontur 21 des leistenförmigen Formkörpers 20 entsprechenden beschriftbaren oder beschrifteten Zuschnitt 30 aus Papier, Pappe, Folie oder einem anderen geeigneten Material auf (Fig. 2). Der leistenförmige Formkörper 20 und sein ihm zugeordneter beschriftbarer oder beschrifteter Zuschnitt 30 sind an der Bodenplatte 10 mittels einer Halteeinrichtung 40 fest oder lösbar gehalten.

[0017] Nach einer bevorzugten Ausführungsform besteht die Halteeinrichtung 40 für den leistenförmigen Formkörper und dem beschriftbaren oder beschrifteten Zuschnitt 30 im Frontbereich 15 der Bodenplatte 10 aus einer Anzahl von lochartigen Durchbohrungen oder Sacklochbohrungen 41, 41a, 41b, 41c, 41d, einem leistenförmigen Formkörper 20, der als leistenförmiger Clip ausgebildet ist und der mindestens zwei mit den Durchbohrungen 41, 41a, 41b, 41c, 41 oder Sacklochbohrungen korrespondierenden und in diese einsteckbare Einsteckstiften 22, 23 und den mit mit den Einsteckstiften 22, 23 des leistenförmigen Formkörpers 20 korrespondierenden Lochungen 32, 33 versehenen, der Auflagenkontur des leistenförmigen Formkörpers 20 entsprechenden beschriftbaren oder beschrifteten Zuschnitt 30 auf. Der beschriftbare oder beschriftete Zuschnitt 30 ist vermittels des leistenförmigen Formkörpers 20 an der Bodenplatte 10 des Ablagekorbes 100 gehalten (Fig. 2.). Bei den in Fig. 1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispielen weist die Bodenplatte 10 des Ablagekorbes 100 in ihrem Frontbereich 15 fünf in Reihe nebeneinander liegende und im gleichen Abstand voneinander angeordnete lochartige Durchbohrungen 41, 41a, 41b, 41c, 41d oder Sacklochbohrungen auf. Der leistenförmige Formkörper 20 ist auf seiner der Bodenplatte 10 zugekehrten Auflagefläche 21a mit zwei in Reihe nebeneinander liegenden und im gleichen Abstand voneinander angeordneten Einsteckstiften 22, 23 versehen, wobei die Anordnung der Einsteckstifte 22, 23 derart ist, dass diese Einsteckstifte 22, 23 jeweils in zwei oder drei der fünf lochartigen Durchbohrungen 41, 41a, 41b, 41c, 41d oder Sacklochbohrungen einsteckbar sind. Der beschriftbare oder beschriftete Zuschnitt 30 weist eine der Anzahl der Einsteckstifte 22, 23 des leistenförmigen Formkörpers 20 entsprechende Anzahl von mit den Einsteckstiften 21, 22 korrespondierenden Lochungen 32, 33 auf.

[0018] Der leistenförmige Formkörper 20 der die Funktion eines Clips hat, ist gemäß Fig. 5, 6, 7 und 8 stabförmig ausgebildet und liegt mit seiner Auflagefläche 21a auf der Bodenplatte 10 des Ablagekorbes 100 auf, wenn der leistenförmige Formkörper 20 vermittels seiner Einsteckstifte 22, 23 in den lochartigen Durchbohrungen 41, 41a, 41b, 41c, 41d oder Sacklochbohrungen gehalten ist. Die Einsteckstifte 22, 23 können druckknopfartig oder mit federnd-elastischen Beinchen versehen sein, so dass die in die lochartigen Durchbohrungen oder Sacklochbohrungen eingeführten Einsteckstifte 22, 23 sicher gehalten sind, jedoch auf der anderen Seite ein müheloses Abnehmen des leistenförmigen Formkörpers 20 von der Bodenplatte 10 des Ablagekorbes 100 gewährleistet ist.

[0019] Die Anordnung der lochartigen Durchbohrungen 41, 41a, 41b, 41c, 41d oder Sacklochbohrungen in der Bodenplatte 10 des Ablagekorbes 100, der Einsteckstifte 22, 23 an dem leistenförmigen Formkörper 20 und der Löcher 32, 33 in dem beschriftbaren oder beschrifteten Zuschnitt 30 entspricht der Lochung mit einem Standard-Bürolocher nach Europäischer Norm mit einem Abstand von 80 mm gemessen von Lochmitte zu Lochmitte oder Einsteckstiftmitte zu Einsteckstiftmitte, wobei jedoch auch andere Abstände der lochartigen Durchbohrungen oder Sacklochbohrungen, der Einsteckstifte 22, 23 und der Löcher 32, 33 in dem Zuschnitt 30 möglich sind. Wesentlich ist, dass die Anordnung der lochartigen Durchbohrungen oder Sacklochbohrungen, der Einsteckstifte 22, 23 und der Löcher 32, 33 in dem Zuschnitt 30 so aufeinander abgestimmt sind, dass der Zuschnitt 30 mit seinen Löchern 32, 33 auf die Einsteckstifte 22, 23 des leistenförmigen Formkörpers 20 aufsteckbar sind und der leistenförmige Formkörper 20 mit seinen Einsteckstiften 22, 23 in die lochartigen Durchbohrungen oder Sacklochbohrungen in der Bodenplatte 10 des Ablagekorbes 100 einsteckbar sind.

[0020] Weist der leistenförmige Formkörper 20 zwei Einsteckstifte 22, 23 auf (Fig. 5, 7 und 8), dann ist der Abstand der beiden Einsteckstifte 22, 23 voneinander so gewählt, dass entweder die Einsteckstifte 22, 23 in zwei nebeneinander liegende lochartige Durchbohrungen 41, 41a oder 41a, 41b oder 41b, 41c oder 41c, 41d einsteckbar sind oder es ist ein Abstand der beiden Einsteckstifte 22, 23 voneinander gewählt, so dass von dem leistenförmigen Formkörper 20 drei lochartige Durchbohrungen überdeckt sind, so dass beispielsweise die Einsteckstifte 22, 23 in die lochartigen Durchbohrungen 41, 41b oder in die Sacklochbohrungen eingesteckt werden, so dass die zwischen den beiden lochartigen Durchbohrungen 41, 41b liegende lochartige Durchbohrung 41a von dem leistenförmigen Formkörper 20 überdeckt wird. Es besteht darüberhinaus auch die Möglichkeit, die Abstände der beiden Einsteckstifte 22, 23 an dem leistenförmigen Formkörper auch in größeren Abständen voneinander anzuordnen, jedoch wird diese Anordnung sich jeweils nach der Länge des eingesetzten leistenförmigen Formkörpers 20 richten und der gewünschten Länge des Beschriftungsfeldes auf dem Zuschnitt 30.

[0021] In den Fig. 3A, 3B, 3C, 3D ist der Verfahrensablauf für die Anbringung eines beschriftbaren oder beschrifteten Zuschnitts 30 an dem Ablagekorb 100 dargestellt:

[0022] Fig. 3A zeigt einen Abschnitt 30a, z. B. aus Papier. Dieser Abschnitt 30a ist mit einer Lochung versehen, so dass in dem Abschnitt zwei Löcher 32, 33 ausgearbeitet sind. Durch die Löcher 32, 33 des Papierabschnittes 30a werden dann die Einsteckstifte 22, 23 des leistenförmigen Formkörpers 20 hindurchgesteckt (Fig. 3B), so dass der leistenförmige Formkörper 20 mit seiner Auflagefläche 21a auf dem Papierabschnitt 30a zu liegen kommt (Fig. 3C). Vermittels einer Schere oder eines anderen geeigneten Schneidwerkzeuges wird entlang des Umfanges des leistenförmigen Formkörpers der Papierabschnitt 30a eingeschnitten bzw. durchtrennt, so dass ein beschriftbarer Zuschnitt 30 erhalten wird, dessen Fläche der Auflagefläche 21a des leistenförmigen Formkörpers 20 entspricht. Der so hergestellte Zuschnitt 30 wird dann beschriftet (Fig. 3D).

[0023] Der beschriftete Zuschnitt 30 wird dann anschließend an der Bodenplatte 10 befestigt, in dem der leistenförmige Formkörper 20 mit seinen Einsteckstiften 22, 23 durch die Löcher 32, 33 des Zuschnittes 30 hindurchgeführt und in die lochartigen Durchbohrungen oder Sacklochbohrungen im Frontbereich 15 der Bodenplatte 10 des Ablagekorbes 100 eingeführt wird, so dass der beschriftete Zuschnitt 30 vermittels des leistenförmigen Formkörpers 20 an der Bodenplatte 10 gehalten ist. Da der leistenförmige Formkörper 20 aus glasklarem bzw. durchsichtigen Material besteht, ist die Beschriftung auf dem Zuschnitt 30 durch das Material des leistenförmigen Formkörpers 20 hindurch lesbar.

[0024] Die Halteeinrichtung 40 für den leistenförmigen Formkörper und den beschriftbaren oder beschrifteten Zuschnitt 30 kann auch anderweitig ausgebildet sein. So können z. B. Klemm-, Rast-, Magnetverbindungen für die Anordnung des leistenförmigen Formkörpers 20 an der Bodenplatte 10 vorgesehen sein.

[0025] Der Abstand zwischen je zwei lochartigen Durchbohrungen oder Sacklochbohrungen in der Bodenplatte 10 kann gleich oder auch ungleich sein. In entsprechender Weise ist dann auch die Anordnung der Einsteckstifte 22, 23 an der Unterseite des leistenförmigen Formkörpers 20 getroffen und auch die Löcher 32, 33 in dem beschriftbaren oder beschrifteten Zuschnitt 30 sind in gleicher Weise angeordnet.

[0026] Die Bodenplatte 10 des Ablagekorbes 100 kann frontseitig mit einer Griffausnehmung versehen sein, die von der frontseitigen Bodenplattenkante 10a ausgeht.

[0027] Entsprechend Fig. 4 weist die Bodenplatte 10 des Ablagekorbes 100 in ihrem Frontbereich 15 einen bogenförmig bzw. wellenförmig verlaufenden Plattenabschnitt 10b auf.

[0028] Der Ablagekorb 100 kann stapelbar oder nichtstapelbar ausgebildet sein.


Ansprüche

1. Ablagekorb für Schriftstücke o. dgl., der stapelbar oder nichtstapelbar und dreiwandig mit einer offenen Frontseite (14) und einer Bodenplatte (10) ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bodenplatte (10) des Ablagekorbes (100) in ihrem Frontbereich (15) mindestens einen leistenförmigen Formkörper (20) aus einem glasklaren, transparenten oder transluzenten Material und einen unter dem leistenförmigen Formkörper (20) angeordneten, der Auflagekontur (21) des leistenförmigen Formkörpers (20) entsprechenden beschriftbaren oder beschrifteten Zuschnitt (30) aus Papier, Pappe, Folie oder einem anderen geeigneten Material aufweist, wobei der leistenförmige Formkörper (20) und sein ihm zugeordneter beschriftbarer oder beschrifteter Zuschnitt (30) an der Bodenplatte (10) mittels einer Halteeinrichtung (40) fest oder lösbar gehalten ist.
 
2. Ablagekorb nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bodenplatte (10) des Ablagekorbes (100) in ihrem Frontbereich als Halteeinrichtung (40) für den leistenförmigen Formkörper (20) und den beschriftbaren oder beschrifteten Zuschnitt (30)

a.) mindestens zwei parallel zur frontseitigen Bodenplattenkante (10a) verlaufende und in einem Abstand voneinander liegende lochartige Durchbohrungen (41, 41a, 41b, 41c, 41d) oder Sacklochbohrungen,

b.) mindestens einen leistenförmigen Formkörper (20), der als leistenförmiger Clip ausgebildet ist, mit mindestens zwei mit den Durchbohrungen (41, 41a, 41b, 41c, 41d) oder Sacklochbohrungen korrespondierenden und in diese einsteckbaren Einsteckstiften (22, 23) zur lösbaren Halterung des leistenförmigen Formkörpers (20) an der Bodenplatte (10) des Ablagekorbes (100), und

c.) einen mit den Einsteckstiften (22, 23) des leistenförmigen Formkörpers (20) korrespondierenden Lochungen (32, 33) versehenen, der Auflagenkontur des leistenförmigen Formkörpers (20) entsprechenden beschriftbaren oder beschrifteten Zuschnitt (30)

aufweist, wobei der beschriftbare oder beschriftete Zuschnitt (30) vermittels des leistenförmigen Formkörpers (20) an der Bodenplatte (10) des Ablagekorbes (100) gehalten ist.
 
3. Ablagekorb nach einem der Ansprüche 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bodenplatte (10) des Ablagekorbes (100) in ihrem Frontbereich (15) fünf in Reihe nebeneinander liegende und im gleichen Abstand voneinander angeordnete lochartige Durchbohrungen (41, 41a, 41b, 41c, 41d) oder Sacklochbohrungen aufweist, dass der leistenförmige Formkörper (20) auf seiner der Bodenplatte (10) zugekehrten Auflagefläche (21a) zwei oder drei in Reihe nebeneinander liegende und im gleichen Abstand voneinander angeordnete Einsteckstifte (22, 23) aufweist, wobei die Anordnung der Einsteckstifte (22, 23) derart ist, dass diese Einsteckstifte (22, 23) jeweils in zwei oder drei der fünf lochartigen Durchbohrungen (41, 41a, 41b, 41c, 41d) oder Sacklochbohrungen einsteckbar sind, und dass der beschriftbare oder beschriftete Zuschnitt (30) eine der Anzahl der Einsteckstifte (22, 23) des leistenförmigen Formkörpers (20) entsprechende Anzahl von mit den Einsteckstiften (21, 22) korrespondierenden Lochungen (32, 33) aufweist.
 
4. Ablagekorb nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anordnung der lochartigen Durchbohrungen (41, 41a, 41b, 41c, 41d) oder Sacklochbohrungen, der Einsteckstifte (22, 23) an dem leistenförmigen Formkörper (20) und der Löcher (32, 33) in dem beschriftbaren oder beschrifteten Zuschnitt (30) der Lochung mit einem Standard-Bürolocher nach europäischer Normung mit einem Abstand von 80 mm gemessen von Lochmitte zu Lochmitte oder Einsteckstiftmitte zu Einsteckstiftmitte entspricht, wobei die Länge des leistenförmigen Formkörpers (20) sich über jeweils z. B. drei lochartigen Durchbohrungen (41a, 41b, 41c) oder Sacklochbohrungen erstreckt, so dass der mit zwei Einsteckstiften (22, 23) versehene leistenförmige Formkörper (20) wahlweise in jeweils zwei lochartigen Durchbohrungen (41a, 41c) oder Sacklochbohrungen bei gleichzeitiger Überbrückung der zwischen zwei lochartigen Durchbohrungen (41a, 41c) oder Sacklochbohrungen liegenden mittigen dritten lochartigen Durchbohrungen (41b) oder Sacklochbohrung einsteckbar ist.
 
5. Ablagekorb nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bodenplatte (10) des Ablagekorbes (100) frontseitig mit einer Griffausnehmung versehen ist.
 
6. Ablagekorb nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bodenplatte (10) des Ablagekorbes (100) frontseitig durchgehend ausgebildet ist und dass benachbart zur frontseitigen Bodenplattenkante (10a) in der Bodenplatte (10) eine Griffmulde (17) ausgebildet ist.
 
7. Ablagekorb nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bodenplatte (10) des Ablagekorbes (100) in ihrem Frontbereich (15) einen bogenförmig verlaufenden Plattenabschnitt (10b) aufweist.
 
8. Verfahren zur Beschriftung eines Ablagekorbes (100) für Schriftstücke mit der in den Ansprüchen 1 bis 7 angegebenen Ausgestaltung,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein beschriftbarer oder beschrifteter Zuschnitt (30) aus Papier, Pappe oder Folie mit einem Standard-Bürolocher mit nach europäischer Normung versehener Lochung mit einem Abstand von 80 mm gemessen von Lochmitte zu Lochmitte gelocht wird,
dass hierauf die Einsteckstifte (22, 23) des leistenförmigen Formkörpers (20), d. h. des Befestigungsclips, in die beiden Löcher (32, 33) des Zuschnittes (30) eingesteckt werden,
dass hierauf vermittels eines Schneidwerkzeuges, wie Schere, die Kontur des Papiers um den Beschriftungsclip herum ausgeschnitten wird,
dass hierauf das so entstandene Beschriftungsschild zwischen den Löchern beschriftet wird, und
dass hierauf das Beschriftungsschild mittels des Beschriftungsclips an den Ablagekorb (100) durch Einstecken der beiden Einsteckstifte (22, 23) in jeweils zwei der fünf lochartigen Durchbohrungen (41, 41a, 41b, 41c, 41d) in der Bodenplatte (10) des Ablagekorbes (100) angeklickt wird.
 




Zeichnung

























Recherchenbericht