[0001] Die Erfindung betrifft eine Zange gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Eine derartige Zange ist bereits aus der US 5,842,371 bekannt. Diese bekannte Zange
enthält einen ersten Arbeitsbacken und einen mit diesem fest verbundenen ersten Zangengriff,
einen am ersten Arbeitsbacken schwenkbar gelagerten zweiten Arbeitsbacken, einen zweiten
Zangengriff, der an einem zum hinteren Zangenende weisenden Abschnitt des zweiten
Arbeitsbackens angebracht ist, ein Verbindungsglied zwischen erstem und zweitem Zangengriff
zur Bildung eines Kniehebels, und eine am vorderen Ende des zweiten Zangengriffs angeordnete
Sperrklinke zum Verhindern des Spreizens der Zangengriffe, bevor diese ihre Schließstellung
erreicht haben, wobei die Sperrklinke zu diesem Zweck in eine Zahnreihe greift.
[0003] Diese Zahnreihe befindet sich bei der herkömmlichen Zange am unteren Ende des Verbindungsglieds,
wobei die Zahnreihe koaxial zum Gelenkpunkt zwischen Verbindungsglied und zweitem
Zangengriff angeordnet ist.
[0004] Um auch bei sehr großen Zangenmaulkräften eine sichere Verriegelung der Zange durch
die Sperrklinke sicherzustellen, müssen die Zähne der Zahnreihe relativ stabil ausgebildet
werden. Ist eine bestimmte Zähnezahl der Zahnreihe vorgegeben, so muß sich die Zahnreihe
in einem relativ großen Abstand vom zuvor genannten Gelenkpunkt befinden. Dies führt
dazu, daß der zweite Zangengriff, welcher Zahnreihe und Sperrklinke aufnimmt, relativ
groß ausgebildet sein muß, was zu einer wenig kompakten Zange führt. Eine Verkleinerung
des zweiten Zangengriffs würde die Gefahr in sich bergen, Teile von Zahnreihe und
Sperrklinke freizulegen, was die Verletzungsgefahr erhöhen würde.
[0005] Eine lage des Zahnreihe am vorderen Ende des zweiten Zangengriffs ist bereits aus
der DE-U-296 19 451 bekannt.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Zange der eingangs genannten Art im
Griffbereich kompakter auszubilden.
[0007] Die Lösung der gestellten Aufgabe ist im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegeben.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0008] Eine Zange nach der Erfindung, die gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ausgebildet
ist, zeichnet sich dadurch aus, daß der zweite Arbeitsbacken zwei in der Zangenebene
im Abstand voneinander und zum hinteren Zangenende weisende Schenkel aufweist, von
denen derjenige die Zahnreihe trägt, der näher am ersten Arbeitsbacken liegt.
[0009] Erfindungsgemäß wird somit die Zahnreihe, in die die Sperrklinke eingreift, aus dem
Bereich der Zangengriffe in den Bereich der Arbeitsbacken geführt, da dort mehr Platz
zur Unterbringung der Zahnreihe vorhanden ist. Die Zange kann somit im Griffbereich
kompakter ausgestaltet werden. Aufgrund des vorhandenen Platzes können bei vorbestimmter
Zähnezahl die Zähne auch relativ groß bzw. stabil ausgebildet werden, so daß ein sicherer
Sperrbetrieb der Zange gewährleistet ist.
[0010] Durch einen so gestalteten Arbeitsbacken wird zunächst relativ viel Platz entlang
der Länge des Schenkels zur Ausbildung der Zahnreihe zur Verfügung gestellt, so daß
sich die Zahnreihe bei vorgegebener Zähnezahl auch relativ stabil gestalten läßt.
Andererseits weist ein solcher Arbeitsbacken nur ein sehr geringes Gewicht auf, da
Zwischenraum zwischen den Schenkeln verbleibt und auf diese Weise Material eingespannt
wird. Die Zahnreihe kommt dabei vorzugsweise koaxial zu dem den zweiten Arbeitsbacken
und den zweiten Zangengriff verbindenden Gelenkpunkt zu liegen, was Fertigung und
Positionierung von Sperrklinke und Zahnreihe vereinfacht.
[0011] Nach einer anderen vorteilhaften Weiterbildung liegt die Zahnreihe an derjenigen
Seite des genannten Schenkels, die dem anderen Schenkel gegenüberliegt, wobei die
Sperrklinke, die am zweiten Zangengriff schwenkbar gelagert ist, zwischen diesen Schenkeln
gelagert ist.
[0012] Die Sperrklinke kann somit innerhalb des zweiten Arbeitsbackens untergebracht werden,
so daß auch im Bereich der Arbeitsbacken Platz eingespart werden kann, was zu einer
noch kompakteren Zange führt.
[0013] Eine Zugfeder zum Vorspannen der Sperrklinke in ihre Nullstellung liegt zwischen
dieser und demjenigen Ende des Verbindungsglieds, an welchem sich der oben genannte
Gelenkpunkt befindet. Dabei kann im zweiten Zangengriff wenigstens eine Öffnung zum
Entriegeln der Sperrklinke vorhanden sein, falls die Zangengriffe noch nicht ihre
Schließstellung erreicht haben.
[0014] Nach einer sehr vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die beiden Schenkel
Teile eines U-förmig ausgebildeten zentralen Knotenelements der Zange.
[0015] Dieses zentrale Knotenelement der Zange übernimmt gleichzeitig mehrere Aufgaben und
läßt sich leicht fertigen, was sich positiv auf die Herstellungskosten der gesamten
Zange auswirkt.
[0016] So ist nicht nur die genannte Zahnreihe am zentralen Knotenelement vorgesehen. Vielmehr
ist auch der Gelenkpunkt zwischen zweitem Arbeitsbacken und zweitem Zangengriff am
freien Ende desjenigen Schenkels angeordnet, der der Zahnreihe gegenüberliegt. Zu
diesem Zweck ist dort eine Durchgangsbohrung zur Aufnahme einer entsprechenden Gelenkachse
vorgesehen.
[0017] Andererseits sind an beiden Seiten des zentralen Knotenelements zum vorderen Zangenende
abstehende Platten zur Bildung eines Klemmbackens angebracht. Zu diesem Zweck ist
das zentrale Knotenelement wiederum mit entsprechenden Durchgangsbohrungen zur Aufnahme
von Schrauben bzw. Befestigungsachsen versehen.
[0018] Das zentrale Knotenelement weist auch eine Durchgangsbohrung zur Aufnahme einer Schwenkachse
auf, um den aus zentralem Knotenelement und Klemmbacken bestehenden zweiten Arbeitsbacken
am ersten Arbeitsbacken schwenkbar lagern zu können.
[0019] Nicht zuletzt sind am zentralen Knotenelement auch Halterungen für eine Rückstellfeder
vorgesehen, durch die die Zange automatisch geöffnet wird, nachdem die Zangengriffe
ihre Schließstellung erreicht haben.
[0020] Das zentrale Knotenelement ist also als Multifunktionselement innerhalb der Zange
enthalten und vereinfacht deren Herstellung erheblich. So kann das zentrale Knotenelement
plattenförmig ausgebildet sein, was deren Herstellung erleichtert. Dabei können die
Zähne der genannten Zahnreihe sich über die gesamte Plattendicke erstrecken, so daß
eine sichere Verriegelungswirkung unter Zuhilfenahme der Sperrklinke erzielt wird,
wenn diese entsprechend dick gestaltet wird. Das plattenförmige Knotenelement kann
aus mehreren Einzelplatten zusammengefügt sein, die als Stanzteile herstellbar sind,
was die Fertigung des zentralen Knotenelements noch weiter vereinfacht. In diesem
Fall kann die Sperrklinke auch aus einem Sperrklinkenpaar bestehen, von denen jeweils
eine in eine Zahnreihe an einer seitlichen Einzelplatte eingreift.
[0021] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung
im einzelnen beschrieben. Es zeigen:
Figur 1 eine Explosionsdarstellung einer erfindungsgemäßen Zange nach einem ersten Ausführungsbeispiel;
Figur 2 eine Seitenansicht der Zange nach Figur 1 bei abgenommenen Seitenplatten;
Figur 3 eine perspektivische Ansicht der Zange nach Figur 1 im zusammengebauten Zustand;
Figur 4 ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Zange;
Figur 5 eine Seitenansicht der Zange nach dem zweiten Ausführungsbeispiel bei abgenommenen
Seitenplatten und in geöffnetem Zustand; und
Figur 6 die Zange nach Figur 5 in geschlossenem Zustand.
[0022] Zunächst soll anhand der Explosionsdarstellung von Figur 1 der Aufbau der erfindungsgemäßen
Zange nach dem ersten Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
[0023] Die Zange nach Figur 1 besteht im wesentlichen aus einem ersten Arbeitsbacken 1,
einem ersten Zangengriff 2, einem zweiten Arbeitsbacken 3, einem zweiten Zangengriff
4 und einem relativ starren Verbindungsglied 7a.
[0024] Der erste Arbeitsbacken 1 und der erste Zangengriff 2 sind einstückig miteinander
verbunden. Diese Baueinheit besteht aus zwei parallel zueinander liegenden Blechen
8 und 9, die über Distanzstücke 10, 11 und 12 auf Abstand gehalten werden. Durch die
Bleche 8 und 9 und die Distanzstücke 10, 11 und 12 laufen Bolzen 13, 14 und 15 hindurch,
die die Bleche 8 und 9 zusammenhalten. Die Bleche 8 und 9 sind im vorderen Bereich
der Zange zur Bildung eines Zangenmauls 16 ausgenommen.
[0025] Der zweite Zangengriff 4 besteht ebenfalls aus zwei parallel zueinander liegenden
Blechen 17 und 18, die über Distanzstücke 19 und 20 auf Abstand zueinander gehalten
sind. Durch die Bleche 17 und 18 sowie die Distanzstücke 19 und 20 laufen Bolzen 21
und 22 hindurch, um die Bleche 17 und 18 zusammenzuhalten.
[0026] Der zweite Arbeitsbacken 3 ist im mittleren Bereich der Figur 1 gezeigt. Er enthält
zwei parallel im Abstand zueinander liegende Klemmbackenbleche 25 und 26, die an gegenüberliegenden
Seiten eines zentralen Knotenelements 27 angeordnet sind. Das zentrale Knotenelement
27 ist U-förmig ausgebildet und weist zwei zum hinteren Zangenende weisende Schenkel
auf. Die beiden Klemmbackenbleche 25 und 26 sind im Bereich der Basis und des einen
Schenkels des zentralen Knotenelements 27 mit Hilfe von Schrauben 28 und Bolzen 29
befestigt und stehen in Richtung zum vorderen Zangenende von der Basis des zentralen
Knotenelements 27 ab. Im freien Endbereich bilden die Klemmbackenbleche 25 und 26
einen Klemmbacken, der an der unteren Seite des Zangenmauls 16 zu liegen kommt.
[0027] Die beiden Schenkel des zentralen Knotenelements 27 seien mit S1 und S2 bezeichnet.
Am hinteren Abschnitt 23 des zweiten Arbeitsbackens 3, also am freien Ende des Schenkels
S2, ist der zweite Zangengriff 4 schwenkbar gelagert. Hierzu dient eine in Figur 2
gezeigte Achse 24, die eine Durchgangsöffnung 46 im hinteren Abschnitt 23 durchsetzt
und in Durchgangsöffnungen 51 ruht, die sich in beiden Blechen 17 und 18 des zweiten
Zangengriffs 4 befinden.
[0028] Der zweite Arbeitsbacken 3 selbst ist über eine Schwenkachse 30, die in Figur 2 gezeigt
ist, im unteren Bereich des ersten Arbeitsbackens 1 gelagert. Zu diesem Zweck ist
dort in den Blechen 8 und 9 jeweils eine kreisförmige Durchgangsöffnung 33a vorgesehen,
die die Schwenkachse 30 aufnimmt. Auf dieser Schwenkachse 30 und zwischen den Blechen
8 und 9 sitzt das zentrale Knotenelement 27, wobei die Schwenkachse 30 dabei durch
eine Durchgangsöffnung 32 hindurchläuft, die sich an der Basis des zentralen Knotenelements
27 bzw. am Fuß des Schenkels S1 befindet.
[0029] Das Verbindungsglied 7a besteht aus zwei im Abstand parallel zueinanderliegenden
Blechen 34a und 35a. Diese beiden Bleche 34a und 35a weisen in ihrem unteren Bereich
jeweils eine Durchgangsöffnung 34c, 35c auf, durch die eine gemeinsame Achse 36 hindurchläuft.
Diese Achse 36 ist in Figur 2 zu erkennen und ruht mit ihren Enden in Durchgangsöffnungen
52, die sich im vorderen Bereich der Bleche 17, 18 des zweiten Zangengriffs 4 befinden.
Dabei sind die Durchgangsöffnungen 52 gegenüber den Durchgangsöffnungen 51 zum hinteren
Ende der Zange verschoben.
[0030] Am anderen Ende sind die Bleche 34a und 35a des Verbindungsglieds 7a am ersten Zangengriff
2 schwenkbar gelagert. Sie ruhen hier auf einer konzentrisch gelagerten Achse 37,
die beidseitig Achsstummel 38 aufweist, die in entsprechenden Ausnehmungen der Bleche
8 und 9 ruhen. Die Achsen der Achsstummel 38 sind zur Achse 37 versetzt. Auf einem
der Achsstummel 38 sitzt eine Stellscheibe 39 mit nicht näher bezeichneten seitlichen
Ausnehmungen, die zur Aufnahme einer Schraube 40 dienen, welche sich in das Blech
8 hineinschrauben läßt. Wird die Schraube 40 gelöst und die Stellschraube 39 gedreht,
so läßt sich auf diese Weise die Länge des Verbindungsglieds 7a einstellen und damit
die Zange im Bereich des Zangenmauls 16 justieren. Nach Erreichen der Endposition
der Stellscheibe 39 wird die Schraube 40, die dann in einer entsprechend anderen seitlichen
Ausnehmung der Stellscheibe 39 zu liegen kommt, wieder festgezogen und somit das System
fixiert.
[0031] Nachfolgend soll der Aufbau des zentralen Knotenelements 27 in Figur 1 näher erläutert
werden. Dieses zentrale Knotenelement 27 ist im wesentlichen U-förmig ausgebildet
und weist zwei zum hinteren Zangenende abstehende Schenkel S1 und S2 auf. Dabei besteht
das zentrale Knotenelement 27 aus einer mittleren Platte 41, die nicht ganz das Ende
des Schenkel S 1 erreicht. Diese mittlere Platte 41 kann zum Beispiel aus Kunststoff
hergestellt sein. An beiden Seiten der mittleren Platte 41 befindet sich jeweils eine
äußere Platte 42 bzw. 43. Diese äußeren Platten 42 und 43 bestehen aus Metall. Sämtliche
Platten 41, 42 und 43 können durch einen Stanzprozeß hergestellt werden und werden
anschließend aufeinandergelegt und verschraubt, wozu die Schraube 28 dient. Eine Positionierung
der Platten 41, 42 und 43 relativ zueinander erfolgt auch über die Bolzen 29, die
diese Platten sowie die Platten 25 und 26 durchsetzen und mit Hilfe von Sicherungsringen
im System gehalten werden.
[0032] An der Innenseite des Schenkels S1, also an derjenigen Seite, die dem Abschnitt 23
zugewandt ist, befindet sich eine Zahnreihe 47. Die Zahnreihe 47 liegt konzentrisch
zur Durchgangsbohrung 46, wobei sich die Zähne der Zahnreihe 47 sowohl in der Platte
42 als auch in der Platte 43 befinden.
[0033] Dagegen ist zwischen den Schenkel S1 und S2 und der Zahnreihe 47 gegenüberliegend
eine Sperrklinke 48 positioniert, die am besten in Figur 2 zu erkennen ist. Diese
Sperrklinke 48 ist um eine Achse 49 schwenkbar gelagert, die im vorderen Bereich des
zweiten Zangengriffs 4 zwischen den Blechen 17 und 18 gehalten ist und die ebenfalls
auf einer Bahn konzentrisch zur Achse 24 bewegbar ist. Zu diesem Zweck sind die Bleche
17 und 18 im vorderen Bereich in ihrer Blechebene so erweitert, daß sie die freien
[0034] Enden der Schenkel S 1 und S2 mit der Zahnreihe 47 und der Durchgangsbohrung 46 zwischen
sich aufnehmen. Die Achse 49 läuft somit zwischen den Schenkel S1 und S2 hindurch,
so daß die Sperrklinke 48 gegenüber der Zahnreihe 47 positioniert werden kann. Dabei
ist die Sperrklinke 48 im Bereich zwischen Achse 49 und Zahnreihe 47 länger als der
Abstand zwischen der Zahnreihe 47 und der Achse 49. Die Sperrklinke 48 steht dabei
in Eingriff mit der Zahnreihe 47, wenn die Zangengriffe 2 und 4 geschlossen bzw. aufeinander
zu bewegt werden. Dabei ist die Sperrklinke 48 in ihrer senkrecht zur Zangenebene
verlaufenden Breite so weit ausgebildet, daß sie mit beiden Zahnreihen 47 an den Platten
42 und 43 in Eingriff kommt. Die Sperrklinke 48 kann aber auch durch zwei parallele
Sperrklinken ersetzt werden, wie bereits erwähnt. Sie kommt außer Eingriff mit den
Zahnreihen, wenn die Zangengriffe 2 und 4 ihre Schließstellung erreicht haben. Danach
schlagen die oberenAnschläge 56 an den Platten 17 und 18 gegen den gegenüberliegenden
unteren Rand der Platten 8 und 9.
[0035] Konzentrisch zur Achse 49 befinden sich in den Blechen 17 und 18 des zweiten Zangengriffs
4 noch Längsschlitze 50, durch die hindurch manuell die Sperrklinke 48 außer Eingriff
mit der Zahnreihe 47 gebracht werden kann, wenn dies bei noch nicht geschlossenen
Zangengriffen 2 und 4 erforderlich sein sollte.
[0036] Wie am besten in Figur 2 zu erkennen ist, wird die Sperrklinke 48 mittels einer Zugfeder
57 in eine Nullstellung gezogen, die nur dann tatsächlich eingenommen wird, wenn die
Sperrklinke 48 außer Eingriff mit der Zahnreihe 47 steht. Ist sie in Eingriff mit
der Zahnreihe 47, kann sie zum Beispiel bei sich schließendem Zangenmaul 16 nachgeben
und nicht in umgekehrter Richtung. Dabei ist die Zugfeder mit ihrem einen Ende an
der Sperrklinke 48 und mit ihrem anderen Ende am unteren Bereich des Verbindungsglieds
7a befestigt. Zu diesem Zweck umgreift die Zugfeder mit dem zuletzt genannten Ende
eine Achse 57a, die zwischen den Blechen 34a und 35a verläuft. Über einen an der Sperrklinke
48 vorhandenen Ansatz 58, der in die Öffnung 50 ragt, läßt sich die Sperrklinke 48
außer Eingriff mit der Zahnreihe 47 bringen.
[0037] Am freien Ende des Schenkels S1 des zentralen Knotenelements 27 befinden sich noch
in Richtung zum hinteren Zangenende weisende Ansätze 53 an den Platten 42 und 43.
Diese Ansätze 53 umgreifen eine in Figur 2 dargestellte Achse 53a, mit der ein Ende
einer Zugfeder 54 verbunden ist, das dann zwischen den Platten 42 und 43 zu liegen
kommt. Das andere Ende der Zugfeder 54 ist um eine zwischen den Platten 8 und 9 liegende
Achse 55 herumgeführt. Die Zugfeder 54 dient dazu, nach Erreichen der Schließstellung
der Zangengriffe 2 und 4 die Zange wieder automatisch zu öffnen.
[0038] Es sei noch erwähnt, daß die Bezugszeichen 44 und 45 in den Figuren 1 und 2 Öffnungen
an den Arbeitsbacken 1 und 2 im Bereich des Zangenmauls bezeichnen, über die sich
Bearbeitungselemente an den Arbeitsbacken 1 und 2 befestigen lassen.
[0039] Die Figur 3 zeigt die erfindungsgemäße Zange gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
in zusammengebautem Zustand mit Griffschalen 59 und 60 auf den Zangengriffen 2 und
4.
[0040] Die Figuren 4 bis 6 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Zange. Gleiche Elemente wie in den Figuren 1 bis 3 sind mit den gleichen Bezugszeichen
versehen und werden nicht nochmals beschrieben.
[0041] Abweichend vom Ausführungsbeispiel nach Figur 1 sind hier die Öffnungen in den Blechen
8 und 9 zur Aufnahme der Schwenkachse 30 als Langlöcher 33b ausgebildet, deren Längsrichtung
in den Blechen 8 und 9 und wenigstens annähernd senkrecht zur Zangenlängsrichtung
verläuft. An den Außenseiten der beiden Bleche 8 und 9 befinden sich zwei V-, U- oder
Ω-förmig ausgebildete Blechfedern 5 und 6, von denen ein Ende jeweils die Schwenkachse
30 umgreift, während das andere Ende der jeweiligen Federn 5 und 6 einen Bolzen 31
umgreift, der fest am ersten Arbeitsbacken 1 oberhalb und im Abstand zum jeweiligen
Langloch 33b angeordnet ist.
[0042] Das Verbindungsglied 7b ist ebenfalls als Feder bzw. Druckfeder mit vorbestimmter
Federkennlinie ausgebildet. Es enthält die Federbleche 34b und 35b parallel im Abstand
nebeneinanderliegend und liegt zwischen der exzentrisch gelagerten Achse 37 und der
Achse 36. Ansonsten entspricht der Aufbau des zweiten Ausführungsbeispiels dem Aufbau
des ersten Ausführungsbeispiels.
[0043] Die Federkennlinien der Federbleche 5 und 6 sowie der Federbleche 34b und 35b sind
so gewählt, daß während eines ersten Arbeitsweges der Arbeitsbacken 1 und 3, über
den die Federbleche 5 und 6 noch nicht gegen den durch das Langloch 33b gebildeten
Anschlag gefahren sind, der Kraftverlauf im Zangenmaul 16 im wesentlichen durch die
Federbleche 5 und 6 bestimmt wird, allerdings (in geringem Umfang) unterstützt durch
die Federbleche 34b und 35b. Nachdem der maximale Auslenkweg für die Federbleche 5
und 6 erreicht ist, die Achse 33 also gegen den stirnseitigen Anschlag der Langlöcher
33b gefahren worden ist, wird der Kraftverlauf im Zangenmaul 16 dann nur noch durch
die Federeigenschaften der Federbleche 34b und 35b bestimmt. Vorzugsweise sind die
Kennlinien aller Federbleche dann so aufeinander abgestimmt, daß sich im Falle des
Anschlags der Schwenkachse 30 gegen den stirnseitigen Rand der Langlöcher 33b ein
sanfter Übergang ergibt. Bei Überschreiten einer bestimmten Grenzkraft im Zangenmaul
und für den Fall, daß die Federbleche 5 und 6 bereits gegen den Anschlag gefahren
worden sind, gibt das Stellglied 7b dann schließlich nach, um auch dann, wenn das
Zangenmaul noch nicht vollständig geschlossen worden ist, die Zangengriffe 2 und 4
in die Schließstellung überführen zu können. Der oben genannte Arbeitsweg beginnt
dann, wenn die Werkzeugelemente in Kontakt mit dem zu bearbeitenden Gegenstand gekommen
sind.
[0044] Da sich je nach Belastung das federnde Verbindungsglied 7b in seiner Winkellage relativ
zum zweiten Zangengriff 4 verstellt, ist es auch bei dieser Ausführungsform vorteilhaft,
die Zahnreihe für das Verriegelungssystem nicht am Verbindungsglied 7b anzuordnen,
da dann die Gefahr bestünde, daß die Sperrklinke 48 nicht mehr in gewünschter Weise
mit der Zahnreihe in Eingriff käme. Statt dessen liegt auch hier die Zahnreihe 47
am zweiten Arbeitsbacken 3 bzw. zentralen Knotenelement 27, so daß unbeeinflußt von
der Zangenstellung die Relativlage zwischen Sperrklinkenachse 49 und Zahnreihe 47
stets konstant bleibt.
1. Zange mit einem ersten Arbeitsbacken (1) und einem mit dies em fest verbundenen ersten
Zangengriff (2); einem am ersten Arbeitsbacken (1) schwenkbar gelagerten zweiten Arbeitsbacken
(3), einem zweiten Zangengriff (4), der an einem zum hinteren Zangenende weisenden
Abschnitt (23) des zweiten Arbeitsbackens (3) angelenkt ist, einem Verbindungsglied
(7a, 7b) zwischen erstem und zweitem Zangengriff (2, 4) zur Bildung eines Kniehebels,
und einer am vorderen Ende des zweiten Zangengriffs (4) angeordneten Sperrklinke (48)
zum Verhindern des Spreizens der Zangengriffe (2, 4), bevor diese ihre Schließstellung
erreicht haben, wobei die Sperrklinke (48) zu diesem Zweck in eine Zahnreihe (47)
greift, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Arbeitsbacken (3) zwei in der Zangenebene im Abstand voneinander und zum
hinteren Zangenende weisende Schenkel (S1, S2) aufweist, von denen derjenige (S1)
die Zahnreihe (47) trägt, der näher am ersten Arbeitsbacken (1) liegt.
2. Zange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnreihe (47) koaxial zu dem den zweiten Arbeitsbacken (3) und den zweiten Zangengriff
(4) verbindenden Gelenkpunkt (24) liegt.
3. Zange nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnreihe (47) an derjenigen Seite dieses Schenkels (S1) liegt, die dem anderen
Schenkel (S2) gegenüberliegt, und daß die Sperrklinke (48) zwischen diesen Schenkeln
(S1, S2) gelagert ist.
4. Zange nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zugfeder (57) zum Vorspannen der Sperrklinke (48) zwischen dieser und dem Verbindungsglied
(7a, 7b) liegt.
5. Zange nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Öffnung (50) im zweiten Zangengriff (4) zum Entriegeln der Sperrklinke
(48) vorhanden ist.
6. Zange nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schenkel (S1, S2) Teile eines U-förmig ausgebildeten zentralen Knotenelements
(27) der Zange sind.
7. Zange nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Gelenkpunkt (24) zwischen zweitem Arbeitsbacken (3) und zweitem Zangengriff (4)
am freien Ende desjenigen Schenkels (S2) angeordnet ist, der der Zahnreihe (47) gegenüberliegt.
8. Zange nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß das zentrale Knotenelement (27) plattenförmig ausgebildet ist und sich die Zähne
der Zahnreihe (47) über die gesamte Plattendicke erstrecken.
9. Zange nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das zentrale Knotenelement (27) aus mehreren Einzelplatten (42, 41, 43) zusammengefügt
ist.
10. Zange nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß an beiden Seiten des zentralen Knotenelements (27) zum vorderen Zangenende abstehende
Platten (25, 26) zur Bildung eines Klemmbackens angebracht sind.
1. Pliers having a first operating jaw (1) and a first plier handle (2) fixed thereto,
having a second operating jaw (3) mounted pivotably on the first operating jaw (1),
having a second plier handle (4) which is articulated on a section (23) of the second
operating jaw (3), said section being oriented towards the rear plier end, having
a connecting element (7a, 7b) between the first and second plier handles (2, 4) for
the purpose of forming a toggle lever, and having a catch (48) which is arranged at
the front end of the second plier handle (4) and is intended for preventing the plier
handles (2, 4) from spreading apart before they have reached their closed position,
the catch (48) engaging, for this purpose, in a row of teeth (47), characterized in that the second operating jaw (3) has two legs (S1, S2) which are spaced apart from one
another in the plier plane, are oriented towards the rear plier end and of which the
leg which is located closer to the first operating jaw (1) is the leg (S1) which bears
the row of teeth (47).
2. Pliers according to Claim 1, characterized in that the row of teeth (47) is located coaxially with the point of articulation (24) connecting
the second operating jaw (3) and the second plier handle (4) .
3. Pliers according to Claim 1 or 2, characterized in that the row of teeth (47) is located on that side of said leg (S1) which is located opposite
the other leg (S2), and in that the catch (48) is mounted between said legs (S1, S2).
4. Pliers according to Claim 3, characterized in that a tension spring (57) for prestressing the catch (48) is located between the latter
and the connecting element (7a, 7b).
5. Pliers according to one of Claims 1 to 4, characterized in that there is at least one opening (50) in the second plier handle (4) for the purpose
of unlocking the catch (48).
6. Pliers according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the two legs (S1, S2) are parts of a central junction element (27) designed in the
form of a U.
7. Pliers according to Claim 6, characterized in that the point of articulation (24) between the second operating jaw (3) and the second
plier handle (4) is arranged at the free end of that leg (S2) which is located opposite
the row of teeth (47).
8. Pliers according to Claim 6 or 7, characterized in that the central junction element (27) is of platelike design and the teeth of the row
of teeth (47) extend over the entire plate thickness.
9. Pliers according to Claim 8, characterized in that the central junction element (27) is assembled from a plurality of individual plates
(42, 41, 43).
10. Pliers according to one of Claims 6 to 9. characterized in that plates (25, 26) projecting towards the front plier end are provided on both sides
of the central junction element (27) for the purpose of forming a clamping jaw.
1. Pince comprenant une première mâchoire (1) et un premier manche (2) solidaire de celle-ci
; une seconde mâchoire (3) montée pivotante sur la première mâchoire (1), un second
manche (4), qui est supporté par une portion (23) de la seconde mâchoire (3), présente
à l'extrémité inférieure de la pince, un élément d'assemblage (7a, 7b) entre le premier
et le second manche de pince (2, 4) formant une genouillère, et un cliquet d'arrêt
(48) disposé à l'extrémité avant du second manche de pince (4) empêchant l'écartement
des manches de pince (2, 4) avant que ceux-ci n'aient atteint leur position finale,
le cliquet d'arrêt (48) s'engageant dans ce but dans une rangée de dents (47), caractérisée en ce que la seconde mâchoire (3) présente deux bras (S1, S2) distants l'un de l'autre dans
le plan de la pince et positionnés à l'extrémité arrière de la pince, celui (S1) qui
porte la rangée de dents (47) étant situé le plus proche de la mâchoire (1).
2. Pince selon la revendication 1, caractérisée en ce que la rangée de dents (47) est coaxiale au point d'articulation (24) reliant la seconde
mâchoire (3) et le second manche de pince (4).
3. Pince selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la rangée de dents (47) repose sur la face du bras (S1) qui est opposée à l'autre
bras (S2) et en ce que le cliquet d'arrêt (48) est disposé entre ces bras (S1, S2).
4. Pince selon la revendication 3, caractérisée en ce qu'un ressort de traction (57) est prévu entre l'élément d'assemblage (7a, 7b) et le
cliquet d'arrêt (48) pour la pré-tension de ce dernier.
5. Pince selon une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce qu'au moins une ouverture (50) est présente dans le second manche de pince (4) pour déverrouiller
le cliquet d'arrêt (48).
6. Pince selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que les deux bras (S1, S2) forment une partie d'un élément d'intersection central (27)
de la pince, réalisé en forme de U.
7. Pince selon la revendication 6, caractérisée en ce que le point d'articulation (24) entre la seconde mâchoire (3) et le second manche de
pince (4) est disposé à l'extrémité libre du bras (S2) qui est opposé à la rangée
de dents (47).
8. Pince selon la revendication 6 ou 7, caractérisée en ce que l'élément d'intersection central (27) est réalisé en forme de plaques et les dents
de la rangée de dents (47) s'étendent sur toute l'épaisseur des plaques.
9. Pince selon la revendication 8, caractérisée en ce que l'élément d'intersection central (27) est assemblé par plusieurs plaques individuelles
(42, 41, 43).
10. Pince selon une des revendications 6 à 9, caractérisée en ce que des deux côtés de l'élément d'intersection central (27) sont fixées des plaques (25,
26) en saillie vers l'extrémité avant de la pince pour réaliser une mâchoire.